Allgemeines DiskussionsforumNACH DEN WAHLEN 2010!!!

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#26 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 12. Februar 2010, 09:35

Handrij hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Warum bringt das Janukowitsch nicht auf die Tagesordnung, wenn es stimmt, dass Timoschenko Staatsgelder für ihren Wahlkampf abgezweigt hat? Dann hätte er doch jeden Grund, Timoschenkos Rücktritt zu verlangen - unabhängig vom Wahlergebnis.
Weil niemand an dem Ast sägt, auf dem er selbst gern sitzen möchte .... :-D .
OK, ich hab schon wieder zu deutsch gedacht. In Kiew ist das mit den Wahlkampfgeldern ja "normalno" :-(

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#27 Beitrag von paracelsus » Freitag 12. Februar 2010, 11:12

Optimist hat geschrieben:Eigentum verpflichtet, geht es meinem Nachbarn gut, geht es auch mir gut, wo ist das Problem?
Ups, ein schöner Gedanke [smilie=blush.gif] . Leider ist dieser so nicht weit verbreitet, nicht mal in unseren Gefilden.

Die Ukraine ist mit der Verwirklichung eines derartigen "Altruismus" bereits eine Evolutionsstufe weiter. Hier müsste es heissen:

Geht es meinem Clan gut, geht es auch mir gut......... . [smilie=lulka]

P.S. Die Ukraine ist doch bereits ein "Touristenland". Die Krim ist doch eines der beliebtesten Reiseziele der Russen. Ich nehme aber an, Du meinst die Erschliessung für westliche Touris und Partnerschaftssuchende ........... . Naja, ob das die wirtschaftlichen Probleme wirklich lösen könnte....? Wenn ich da so an meine scheinverwöhnten, "massentouristischen" Landsleute denke............. . [smilie=dntknw.gif]
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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#28 Beitrag von paracelsus » Freitag 12. Februar 2010, 11:44

Handrij hat geschrieben:Die Verquickung zwischen "Oligarchie" und Politik in der Ukraine ist so eng, dass niemand das Durchhaltevermögen hat, diesen "Sumpf trockenzulegen". Das scheint einfach unmöglich zu sein: "Niemand beißt die Hand, die einen füttert" usw.
Handrij, Putin hat es gemacht. Die Oligarchen, die sich nicht an die "Gewaltentrennung" gehalten haben mussten gehen. Darum sitzt jetzt ein "Pate" im britischen Exil und ein anderer, natürlich etwas unkonfortabler, in Sibirien.

Das Oligarchenproblem ist doch ein Ergebnis der spätsowietischen Marktwirtschaftsversuche unter Gorbatschow und später dann des wodkagetränkten Raub-Kapitalismus Jelzinscher Ausprägung. Gorbatschow jedoch war es, der dem Komsomol die Valutierung der Verrechnungsrubel erlaubte. Vermutlich sind daher so viele "unternehmerisch" denkende Komsomolfunktionäre erst zu Bankiers und Oligarchen geworden.

Auch der vielgelobte Tigipko enstammt diesem "Verein". Ich glaube, ukrainische Oligarchen und deren "Futterempfänger" fürchten nichts so sehr wie einen ukrainischen "Putin".

Wenn die Zustände durch demokratische Wahlen nicht veränderbar sind; hat der ukrainische Geheimdienst keine klugen Köpfe? (das war jetzt als Scherz gemeint)
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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#29 Beitrag von Handrij » Freitag 12. Februar 2010, 11:54

paracelsus hat geschrieben: Handrij, Putin hat es gemacht. Die Oligarchen, die sich nicht an die "Gewaltentrennung" gehalten haben mussten gehen. Darum sitzt jetzt ein "Pate" im britischen Exil und ein anderer, natürlich etwas unkonfortabler, in Sibirien.

Das Oligarchenproblem ist doch ein Ergebnis der spätsowietischen Marktwirtschaftsversuche unter Gorbatschow und später dann des wodkagetränkten Raub-Kapitalismus Jelzinscher Ausprägung. Gorbatschow jedoch war es, der dem Komsomol die Valutierung der Verrechnungsrubel erlaubte. Vermutlich sind daher so viele "unternehmerisch" denkende Komsomolfunktionäre erst zu Bankiers und Oligarchen geworden.

Auch der vielgelobte Tigipko enstammt diesem "Verein". Ich glaube, ukrainische Oligarchen und deren "Futterempfänger" fürchten nichts so sehr wie einen ukrainischen "Putin".

Wenn die Zustände durch demokratische Wahlen nicht veränderbar sind; hat der ukrainische Geheimdienst keine klugen Köpfe? (das war jetzt als Scherz gemeint)
Ich weiß nicht, ob die autokratische Variante Russlands für die Ukraine als Vorbild dienen sollte oder gar könnte. Im Prinzip, wenn ich mir das so recht überlege, wäre Julka der Putin für die Ukraine und - These - wahrscheinlich daher kann sich Janik der ungeteilten Aufmerksamkeit der großen Milliardäre sicher sein, da von ihm wohl weniger Gefahr in Bezug auf Verstaatlichungen ausgeht.

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#30 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 12. Februar 2010, 12:34

Handrij hat geschrieben: Im Prinzip, wenn ich mir das so recht überlege, wäre Julka der Putin für die Ukraine...
Wenn das so wäre, würde es in der Ukraine jetzt ganz anders aussehen. Zeit dafür hätte sie ja die letzten Jahre genug gehabt. Statt dessen verliert sie sich in sinnlosen Streitereien und Beschuldigungen, genauso, wie sie es jetzt auch schon wieder anfängt!

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#31 Beitrag von Handrij » Freitag 12. Februar 2010, 12:48

Sonnenblume hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben: Im Prinzip, wenn ich mir das so recht überlege, wäre Julka der Putin für die Ukraine...
Wenn das so wäre, würde es in der Ukraine jetzt ganz anders aussehen. Zeit dafür hätte sie ja die letzten Jahre genug gehabt. Statt dessen verliert sie sich in sinnlosen Streitereien und Beschuldigungen, genauso, wie sie es jetzt auch schon wieder anfängt!
Nun Zeit vielleicht, aber nicht alle Vollmachten und als Präsidentin hätte sie wohl einige Überläufer im Parlament gehabt und im Zusammenhang mit einem hörigen Ministerpräsidenten - Turtschynow beispielsweise - hätte sie "durchregieren" können und das wäre wahrscheinlich in einem Szenario a la putinsches Russland geendet. Aber sie hat ja (noch) nicht gewonnen. In fünf Jahren hat sie die nächste Chance, sie ist ja noch jung :-).

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#32 Beitrag von paracelsus » Freitag 12. Februar 2010, 13:20

Handrij hat geschrieben: Ich weiß nicht, ob die autokratische Variante Russlands für die Ukraine als Vorbild dienen sollte oder gar könnte. Im Prinzip, wenn ich mir das so recht überlege, wäre Julka der Putin für die Ukraine und - These - wahrscheinlich daher kann sich Janik der ungeteilten Aufmerksamkeit der großen Milliardäre sicher sein, da von ihm wohl weniger Gefahr in Bezug auf Verstaatlichungen ausgeht.
Ich bin heute mal etwas defätistisch:

Julka ist für mich weniger die "Putina" der Ukraine, sie ist m.E. eine gnadenlose Opportunistin und Egomanin mit einem lediglich opportunistisch angehauchten Gemeinwohlgedanken. Und wenn ich mir dann die Protagonisten der ukrainischen, "Politik-Elite" anschaue, komme ich stark ins Grübeln, ob sich überhaupt etwas ändern kann.

Denke ich an Jusch, kommt mir nur der Gedanke, der ist mindestens 100 Jahre zu spät geboren worden. Sein Patriotismus wäre wohl Anfang des 20. Jahrhunderts moderner rüber gekommen, wenn auch nicht erfolgreicher.

Denke ich an Janik, denke ich an Clan-Interessen.

Denke ich an Julka, denke ich an ebenfalls an Interessenwahrung, vorrangig an deren eigene.

Wenn ich die heutige Ukraine betrachte, sehe ich schon Parallelen zu einem Russland der Jahre 1998/1999; die Ukraine steht kurz vor einem Staatsbankrott, die Wirtschaft geht den Bach runter, und was mit der Währung/Inflation dann geschieht, steht wohl nicht in den Sternen.

Ich bin kein Bewunderer des Russischen Autokratismus. Die Ukraine besitzt auch keine so hochbegehrten Bodenschätze, wie sie den russischen Putinismus beförderten - ich gebe jedoch zu bedenken, dass die Ukraine beispielsweise ebenso wenig mit einem bettelarmen Staat der Sahelzone verglichen werden kann. Putin hat gezeigt, wie die Oligarchen aus der Politik herausgedrängt werden können - sogar ohne Verstaatlichungen, falls die Kerle sich an die "Spielregeln" halten. Putins Umwandlung des postsowietischen, raubtierkapitalistischen Russlands war mehr "Revolution" als der ukrainische Apfelsinenmurks der Jahre 2005 ff. Und ich glaube es war nicht zum Schaden der russischen Bevölkerung.

Demokratie kann doch nicht verordnet werden; Demokratie macht nur dann wirklich Sinn, wenn deren humanistische Werte verinnerlicht sind. Dazu gehört auch die Wahrnehmung der Minderheit und natürlich auch die Wahrnehmung deren Interessen sowie die gemeinschaftliche Fürsorge. Nur mit einer pluralistischen Presse (von einer 4. Gewalt entfernt sich auch die "westliche" Presse immer mehr) und freien Wahlen habe ich noch keine Demokratie verwirklicht. Das ist lediglich Fassade.

Allerdings glaube ich, nein, ich hoffe mehr, dass am Ende einer Entwicklung eines jeden Staates Demokratie in der Staatsform stehen wird. Denn jedwediger Staat ist letztendlich nur dann erfolgreich, wenn er sich um die Bedürfnisse seiner Bevölkerung kümmert.
Zuletzt geändert von paracelsus am Freitag 12. Februar 2010, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#33 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 12. Februar 2010, 13:24

Handrij hat geschrieben: Nun Zeit vielleicht, aber nicht alle Vollmachten..
Über diese Brücke gehe ich nicht mit. Das würde ja heißen, dass sie in ihrer Position gar keine Möglichkeiten gehabt hat und das stimmt definitiv nicht! Sie will einfach nur an den Fleischtöpfen bleiben und der Rest interessiert sie nicht. Das das nicht geklappt hat, wundert sie nun und sie spritzt Gift und Galle.
Ich wünsche mir, dass Janukowitsch es schafft, eine Mehrheit hinter sich zu bringen und das Land aus der Krise zu führen. Dann braucht es eine Timoschenko nicht mehr, auch nicht in 5 Jahren! Aber das ist wohl leider Wunschdenken... :~(~~~

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#34 Beitrag von Optimist » Freitag 12. Februar 2010, 19:53

P.S. Die Ukraine ist doch bereits ein "Touristenland". Die Krim ist doch eines der beliebtesten Reiseziele der Russen. Ich nehme aber an, Du meinst die Erschliessung für westliche Touris und Partnerschaftssuchende ........... . Naja, ob das die wirtschaftlichen Probleme wirklich lösen könnte....? Wenn ich da so an meine scheinverwöhnten, "massentouristischen" Landsleute denke...........


Also bitte keine Partnerschaftssuche, kein Massentourismus.... es gibt Dörfer in wunderschönen Regionen, dort sind die Leute so arm, man kann es einfach nicht glauben wie arm, dort würden einge wenige Landschafts-und Kulturliebhaber im Jahr ausreichen, um diesen Leuten ein Einkommen zu bescheren. Gibt genug Nachfrage nach diesem "grünen Tourismus", warum nach Kanada wenn die Ukraine so nahe liegt?

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#35 Beitrag von Handrij » Samstag 13. Februar 2010, 01:46

Sonnenblume hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben: Nun Zeit vielleicht, aber nicht alle Vollmachten..
Über diese Brücke gehe ich nicht mit. Das würde ja heißen, dass sie in ihrer Position gar keine Möglichkeiten gehabt hat und das stimmt definitiv nicht! Sie will einfach nur an den Fleischtöpfen bleiben und der Rest interessiert sie nicht. Das das nicht geklappt hat, wundert sie nun und sie spritzt Gift und Galle.
Ich wünsche mir, dass Janukowitsch es schafft, eine Mehrheit hinter sich zu bringen und das Land aus der Krise zu führen. Dann braucht es eine Timoschenko nicht mehr, auch nicht in 5 Jahren! Aber das ist wohl leider Wunschdenken... :~(~~~
Nunja, vielleicht bin ich etwas falsch verstanden worden. Ich meinte nicht, dass Julia am "Guten" gehindert wurde sondern nur an "ihren Zielen" und die Parlamentsblockaden seitens der Regionalen und die diversen Präsidentenvetos haben schon einiges behindert und verhindert. Ich möchte nicht wissen, wie oft die gute Frau sich in guten russischen Kraftausdrücken über ihre politischen Konkurrenten ausgelassen hat.

Optimist hat geschrieben: Also bitte keine Partnerschaftssuche, kein Massentourismus.... es gibt Dörfer in wunderschönen Regionen, dort sind die Leute so arm, man kann es einfach nicht glauben wie arm, dort würden einge wenige Landschafts-und Kulturliebhaber im Jahr ausreichen, um diesen Leuten ein Einkommen zu bescheren. Gibt genug Nachfrage nach diesem "grünen Tourismus", warum nach Kanada wenn die Ukraine so nahe liegt?
Ob es so viele Interessenten für "Dörfer in wunderschönen Regionen" möchte ich bezweifeln. Auch wenn es für einzelne Gegenden ein Verbesserung bringen könnte, wären die Auswirkungen auf das ganze Land verschwindend klein, da man mit Tourismus (ich verweise noch einmal auf Griechenland) keine Volkswirtschaft bestreiten. Zumindest nicht, wenn die deutsche Exportwalze (entschuldigt die Vereinfachung) vor der Tür steht ....

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#36 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 13. Februar 2010, 11:02

Handrij hat geschrieben:... Ich meinte nicht, dass Julia am "Guten" gehindert wurde sondern nur an "ihren Zielen" und die Parlamentsblockaden seitens der Regionalen und die diversen Präsidentenvetos haben schon einiges behindert und verhindert. Ich möchte nicht wissen, wie oft die gute Frau sich in guten russischen Kraftausdrücken über ihre politischen Konkurrenten ausgelassen hat...
Das stimmt und genau so wird es weiter gehen, nur dass jetzt Frau Timoschenko blockieren wird. Und so geht das Spielchen weiter und das ukrainische Volk bleibt auf der Strecke.

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#37 Beitrag von Optimist » Samstag 13. Februar 2010, 13:00

Alle warten auf Veränderungen die von der Regierung ausgehen, sind dann enttäuscht vom Ergebnis und warten wieder, das Spiel beginnt von neuen. Jetzt zu spät, egal wer am Ruder sitzt, der Kuchen ist aufgeteilt. Da es sehr wenige Menschen mit viel Geld gibt aber sehr viele ohne, wird eine Exportwalze zum kleinen Pfurz. Investoren werden ständig vergrault. Selbsständige bekommen viele Knüppel zwischen die Beine geworfen. Es gibt viele Dinge die hier geändert werden können, auch ohne auf ein Kommando von KIew zu warten. Viele klagen, warten aber dass ein anderer das Problem angeht, teilweise aus Angst vor der Obrigkeit und der daraus entstehenden Nachteile für die eigene Zukunft. Dass die ukrainischen Wälder nicht zur Müllentsorgung verwendet werden, muss keine Regierung verordnen. Oder dass Bürgermeister die Kohle für öffentliche Ausgaben in ihre Tasche stecken. Dass sich hier Vereine bilden, die ihre Interessen durchsetzen. Es gibt sehr viel was von unten heraus bewegt werden kann... ohne Gesetze und Gängelei von den Spasspolitikern, das war früher in der Diktatur, Demokratie funktioniert nicht ohne Mitdenken und nur Rechte in Anspruch nehmen... Pflichten gibt es noch mehr.

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#38 Beitrag von ua-sports » Samstag 13. Februar 2010, 15:49

Es ist nett und Ok, das sich hier viele Leute offen teils ehrlich unterhalten
und sich einen [smilie=lulka] Kopf machen um die Geschicke des Landes [smilie=ukr_prapor].

Nur mal zum Hinweis:
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Alles Liebe an Euch ( vorallem an Eure Lieben ) ;-)

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#39 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 13. Februar 2010, 16:52

Danke für die guten Wünsche! Auch Ihnen und Ihren Lieben einen schönen Valentinstag! @}-,-'--

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#40 Beitrag von Handrij » Sonntag 14. Februar 2010, 14:05

Optimist hat geschrieben: Dass die ukrainischen Wälder nicht zur Müllentsorgung verwendet werden, muss keine Regierung verordnen.
Beispiel Müllentsorgung:
Was bringt es, wenn der Müll an einem Ort deponiert wird (so wie ich das beurteilen kann, wird das ja in den Dörfern schon so getan, jedenfalls der Größe der Kippen nach zu urteilen)? Der Müll ist ja dann immer noch da und es kommt ständig neuer hinzu. Früher oder später kommt man dann wieder an den Punkt, dass die Abfälle verarbeitet, wieder verwendet werden müssen, denn ob der Müll an fünf Orten um das Dorf herum das Grundwasser verseucht oder nur an einer Stelle, das macht für die Ortschaft vermutlich keinen Unterschied.
Und da kommt wieder das Problem mit dem Geld. IMHO wird von den Leuten auf dem Lande eh schon "dezentrale Müllverbrennung" praktiziert und es kommen nur die Dinge auf den Müll mit denen einfach absolut nichts mehr anzufangen ist, aber für die Entsorgung braucht man Geld (Abtransport, Müllverarbeitung) und da reicht nicht nur ein einfacher Verein.
Das Problem wird nicht dadurch gelöst, dass es nicht mehr sichtbar ist und das ist nicht nur in der Ukraine so. Pseudohandlungen wie die Mülltrennung in Deutschland sind nur ein Beispiel für die Schizophrenie der heutigen Gesellschaft im Bezug auf ihren Müll.
Wenn ich mir allein ansehe, was ich hier für Plastetüten in die Hand bekomme, bei einem einfachen Einkauf und das geschieht hier täglich auf jedem Markt und in jedem Supermarkt. Das ist einfach - für mich jedenfalls - nicht mehr begreifbar, welche Mengen an Plastetüten hier täglich auf dem Müll landen und da kann IMHO nur administrativ mit einem generellen Verbot dagegen vorgegangen werden.

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#41 Beitrag von Optimist » Sonntag 14. Februar 2010, 14:43

Hab schon gemerkt, lebe hier ein Jahr in Ukraine, egal was, es heisst: "Es geht nicht.... kostet Geld.... haben wir nie so gemacht.... kommt die Mafia...macht keinen Sinn... dauert zu lange...wir sind nicht in Deutschland... damit muss man halt leben!"" Fragt man 10 Leute eine Frage, bekommt man 10 verschiedene Antworten und jeder weiss es ganz genau, nicht einer sagt: " Du, da muss ich mich auch erst mal informieren!" Bin noch auf der Suche woran das liegt!

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#42 Beitrag von Handrij » Sonntag 14. Februar 2010, 15:21

Optimist hat geschrieben:Hab schon gemerkt, lebe hier ein Jahr in Ukraine, egal was, es heisst: "Es geht nicht.... kostet Geld.... haben wir nie so gemacht.... kommt die Mafia...macht keinen Sinn... dauert zu lange...wir sind nicht in Deutschland... damit muss man halt leben!"" Fragt man 10 Leute eine Frage, bekommt man 10 verschiedene Antworten und jeder weiss es ganz genau, nicht einer sagt: " Du, da muss ich mich auch erst mal informieren!" Bin noch auf der Suche woran das liegt!
Nun ganz so ist es aber auch nicht. Es gibt eine Unmenge an Initiativen und "Vereinen", die nur leider sehr wenig sichtbar sind:
Beispiele:
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Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Die ukrainische Gesellschaft ist in Bewegung und das ist auch ein Verdienst von Juschtschenko. Leider leiden alle diese Initiativen unter chronischem Geldmangel.
Mal sehen wie sich diese "Zivilgesellschaft" (ich mag das Wort nicht) unter "Djadja Witja" entwickeln wird.

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#43 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 14. Februar 2010, 17:09

Stimmt und man darf nicht vergessen, dass in Osteuropa die Gesellschaft ganz anders funktioniert. Hier sind Familiennetzwerke und Geschäftsnetzwerke viel stärker ausgeprägt, als in Westeuropa. Initiativen und Vereine (außer vielleicht Sportvereine) sind deshalb zusätzliche Positionen in der Struktur, die sich erst etablieren müssen. Und das dauert eben seine Zeit, sowohl in der Wahrnehmung, als auch in der Finanzierung. Die Mittel sind halt "verplant".

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#44 Beitrag von Optimist » Sonntag 14. Februar 2010, 20:00

Diese Netzwerke, könnte man die auch als Vetternwirtschaft bezeichnen? Aber der Vergleich mit Griechenland ist doch angebracht, auch ich lerne dazu, Sieben Gründe für Griechenlands Pleite. 5 Gründe passen 1:1 auf die Ukraine ! Siehe da:Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#45 Beitrag von lev » Sonntag 14. Februar 2010, 23:43

Optimist hat geschrieben:Diese Netzwerke, könnte man die auch als Vetternwirtschaft bezeichnen? Aber der Vergleich mit Griechenland ist doch angebracht, auch ich lerne dazu, Sieben Gründe für Griechenlands Pleite. 5 Gründe passen 1:1 auf die Ukraine ! Siehe da:Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Der Vergleich mit Griechenland, ist nicht, oder nur in wenigen Punkten angebracht. Der größte Unterschied ist, das Griechenland nichts bzw. sehr wenig exportiert, die Ukraine hingegen sehr viel, wenn auch mit einem negativen Außenhandelsdefizit von 4 Milliarden US$ in 2009. In manchen Gütern ist die Ukraine sogar weltweit führender Exporteur wie
z.B. Getreide, hinter den USA und Russland auf Rang 3, Sonnenblumenöl Rang 1, auch Maschinen und Geräte werden exportiert. Sicher ist der Hauptabnehmer mit ca. 40% Russland, aber das spielt nicht die Rolle. Eine gesunde Wirtschaft lebt vom Export. Jetzt will ich nicht sagen die Ukraine hat eine gesunde Wirtschaft, dass währe sicher lächerlich, aber das liegt mehr am schwachen BIP, welches die großen ineffizienten Betriebe und die extreme Energieverschwändung verursachen und natürlich die Korruption. Für eine Wirtschaftsbelebung könnten aber die Konjunkturprogramme, insbesondere das Programm für den Straßenbau, sorgen.
Neuer Schwung ist auch zu erwarten, wenn 2011 das Freihandelsabkommen mit der EU in Kraft tritt, welches das
bisherige Partnerschaftsabkommen der EU mit der Ukraine ablösen soll.
Das alles ist mit Griechenland nicht vergleichbar, wie gesagt kein Exportland, lebt fast nur vom Tourismus und schon viele Jahr über seine Verhältnisse, was man von der Ukraine wohl auch nicht behaupten kann.

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#46 Beitrag von Handrij » Montag 15. Februar 2010, 01:59

lev hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben: Sicher ist der Hauptabnehmer mit ca. 40% Russland, aber das spielt nicht die Rolle. Eine gesunde Wirtschaft lebt vom Export.
Das mit Russland ist schon lange Vergangenheit!
Aktuelle Zahlen bezeugen, dass Russland nur noch 21% des Exports und 28% des Imports inne hat. Selbst wenn wir auf die GUS-Staaten schauen ist die Export- und Importbilanz nicht mehr so beeindruckend. Beim Export hatte die GUS 2009 34% inne und beim Import 43%. Es ist nicht nichts, doch vor allem durch den Gas- und Erdölimport geprägt.
Nach Gesamteuropa gehen derweil 25% und 35% des Imports gehen auf Gesamteuropa ausschließlich den GUS Staaten.

Dabei hat die Ukraine bereits 2008 ein Handelsdefizit mit der EU von -10738,9 Mio. $ bei einem Export von 18129,5 Mio. $ und einem Import von 28868,4 Mio. $.

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paracelsus
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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#47 Beitrag von paracelsus » Montag 15. Februar 2010, 10:47

Handrij hat geschrieben:
lev hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben: Sicher ist der Hauptabnehmer mit ca. 40% Russland, aber das spielt nicht die Rolle. Eine gesunde Wirtschaft lebt vom Export.
Das mit Russland ist schon lange Vergangenheit!
Aktuelle Zahlen bezeugen, dass Russland nur noch 21% des Exports und 28% des Imports inne hat. Selbst wenn wir auf die GUS-Staaten schauen ist die Export- und Importbilanz nicht mehr so beeindruckend. Beim Export hatte die GUS 2009 34% inne und beim Import 43%. Es ist nicht nichts, doch vor allem durch den Gas- und Erdölimport geprägt.
Nach Gesamteuropa gehen derweil 25% und 35% des Imports gehen auf Gesamteuropa ausschließlich den GUS Staaten.

Dabei hat die Ukraine bereits 2008 ein Handelsdefizit mit der EU von -10738,9 Mio. $ bei einem Export von 18129,5 Mio. $ und einem Import von 28868,4 Mio. $.

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Eine gesunde Wirtschaft lebt von der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte.

Dafür ist es ziemlich schnurz ob diese Produkte auf dem Binnenmarkt oder im Aussenmarkt abgesetzt werden. Sie müssen nur abgesetzt werden können ;)

"Exportnationen" wie Deutschland, China oder Japan holen sich einen Teil ihres Wohlstands (ein Teil der Arbeitsplätze wird durch den Export getragen) halt durch ihre globale Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte in der Aussenwirtschaft. Ein chronischer Handelsdefizitstaat wie z.B die USA ist aber trotzdem die größte Volkswirtschaft auf dem Globus. Die Steigerungen des BIPs werden da allerdings nicht durch Wertschöpfung sondern durch Verschuldung finanziert.......... .

Wenn ich mir die Handelsbilanz der Ukraine zur EU anschaue, spricht das nicht unbedingt für die Wettbewerbsfähigkeit der Ukraine. Ich glaube, gerade im europäischen Güterverkehr wird die Modernisierung der ukrainischen Industrie zwingend notwendig werden, wenn der Industriestandort Ukraine erhalten werden soll.

Ohne nachzuschauen meine ich, das BIP Griechenlands*pro Kopf liegt beim 12-15fachen des ukrainischen. Das BIP ist allerdings lediglich ein Indikator für den Absatz an Waren und Dienstleistungen innerhalb einer Volkswirtschaft und misst natürlich das Wirtschaftswachstum. Grob ausgedrückt: Das BIP gibt den Endverbrauch aller Güter und damit den Konsum einer Volkswirtschaft an. Es sagt nichts über die Mittelherkunft aus. Die Mittel müsen nur fliessen..........

Handrij, gerade im RF/GUS-Handel sehe ich kurz- und mittelfristig Chancen für die Ukraine wieder Land zu gewinnen, eine Entkrampfung der politischen Beziehungen unter Janik wird dafür sicherlich nicht hinderlich sein.
Zuletzt geändert von paracelsus am Montag 15. Februar 2010, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#48 Beitrag von lev » Montag 15. Februar 2010, 10:54

Sorry Handrij, aber die Zahlen gerade in den Jahren 2007/08/09 sind vor und in der Finanz- und Wirtschaftskrise sehr unterschiedlich, da kommt es tatsächlich darauf an auf welches Jahr man sich genau bezieht. Aber um Zahlen allein ging es mir mit meiner Aussage auch nicht, sondern um die Vergleichbarkeit der Situation Griechenland/Ukraine.

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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#49 Beitrag von Handrij » Montag 15. Februar 2010, 11:36

lev hat geschrieben:Sorry Handrij, aber die Zahlen gerade in den Jahren 2007/08/09 sind vor und in der Finanz- und Wirtschaftskrise sehr unterschiedlich, da kommt es tatsächlich darauf an auf welches Jahr man sich genau bezieht. Aber um Zahlen allein ging es mir mit meiner Aussage auch nicht, sondern um die Vergleichbarkeit der Situation Griechenland/Ukraine.
Die Tendenz der abnehmenden Bedeutung Russlands und der GUS für den ukrainischen Außenhandel war schon vorher da - siehe Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Der Exportanteil nach Russland sank von 41% 2005 über 31% 2008 auf im letzten Jahr 21%. Wobei letztes Jahr sicherlich auch krisenbedingt ist. Nunja, vielleicht kann man das wirklich auch als politikverursacht betrachten, somit könnte Janukowitsch mit einer entsprechenden Regierung einen Aufschwung im Handel mit Russland und den anderen GUS Staaten bringen.

Argh, habe übersehen, dass diese Statistiken zum Import und Export von Dienstleistungen sind.
2008 gingen 23% nach Russland, 2005 und 2001 waren es jeweils 21%.
2008 hatten die Importe aus Russland einen Anteil von 21%, 2005 - 35% ,2001 - 36%.

Saldo der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... in tausend Dollar:
2009 -5.732.700
2008 –18.580.926,6
2007 -11.421.859,4
2006 –6.666.786,7
2005 –1.854.346,70
2004 3.676.287,51
2003 59.416,30
2002 980.260,34
2001 489.641,68


Sicherlich habt ihr recht, dass Griechenland und die Ukraine schwer miteinander vergleichbar sind. Griechenland wurde von mir nur als Beispiel für die geringe Perspektive eines Auskommens allein auf der Grundlage von Tourismus gewählt.
Andererseits ist Griechenland als Vergleich doch nicht soo abwegig, wenn man sich beispielsweise den religiösen Hintergrund ansieht und zudem lag das BIP von Griechenland 2008 nur etwa beim Doppelten von der Ukraine, (siehe Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...). Jedoch hat Griechenland nur etwa ein Viertel der Einwohnerzahl der Ukraine.

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winni162
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Re: NACH DEN WAHLEN 2010!!!

#50 Beitrag von winni162 » Dienstag 16. Februar 2010, 15:28

Hallo, Ihr da draussen!

Bin neu hier, und möchte meine Einschätzung zur Wahl mal los werden.

Fakt ist, Janukowitsch ist wohl legal gewählt. Dass Juschtschenko und Timoschenko abgewählt wurden, liegt wohl daran dss sie in den vergangenen Jahren für die Ukraine nichts erreicht haben. Normal ist, das Pendel schlägt dann zurück. Vom harten Kern der ehemaligen UdssR hat es kein Land geschafft, etwas auf die Beine zu stellen. Russland, ohne Gas und Öl, wäre heute bankrott.

Kommunismus, Sozialismus zerstört Eigeninitiative in den Menschen. DE nehme ich da nicht aus. Die Linkspartei: fast alle Parteien überbieten sich nun mit sozialen Wohltaten. Dafür muss Jemand etwas erarbeiten. Griechenland ist nur der Anfang, wo die die Demokratie sich selbst um die Zukunft ...

Bin also nicht sicher, dass die Demokratie eine Regierungsform ist, die auf Dauer funktioniert.

Zur Lage der Ukraine mal meine Eindrücke:

Der Westen, also meine Welt ist nicht gross interessiert. Es gibt keinen kalten Krieg mehr.
Der IWF hält das Land über Wasser, wohl nicht zuletzt wegen der Gasleitungen. Die Eu hat auch nicht die finanzielle Kraft, ein so grosses Land zu unterstützen. Die reiche westliche Welt strampelt gerade wegen der Krise, und ist nicht mehr reich.
Die Archillesferse des Landes ist der Energieverbrauch. Bruder Russland macht keine Freundschaftspreise mehr. Bei Weltmarktpreisen ..., ein Durchschnittseinkommen geht schlicht für heizen drauf...
Dass da kein Geld für Investitionen ist ist wohl klar. Subventionen gehen aber nur, wenn da Steuereinnahmen sind.
Vieles ist verschlissen in der UA, alt und ineffektiv. Es gibt viele Menschen im Staatsdienst, die nur kosten, aber das Land nicht vorwärts bringen. Es gibt Korruption, usw....

... es ist nicht viel Zeit, um da heraus zu kommen. Die demografische Bombe tickt..., und Öl und Gas sind gerade billig..., es gibt keine Paralllele zu dieser Situation in der Geschichte. Es ist einfach schade, dass für die UA kein Weg zu sehen ist......

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