PolitikNationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

Forum für Hinweise auf Beiträge (Artikel, Videos ...) in in- und ausländischen Onlinemedien mit Bezug zur ukrainischen Politik
Forumsregeln
Bitte keine Vollzitate aus Zeitungen, außer wenn diese es ausdrücklich gestatten. Zudem achtet bitte auf die Seriösität der Quelle. Keine Verschwörungs- oder Hassseiten!

Bei Links mit unüblichen Zeichen (z.B. []) bitte einen Linkkürzer wie http://bit.ly oder http://tinyurl.com nutzen ....
Denkt bitte an korrektes Zitieren, um die Lesbarkeit zu erhöhen.
Format: [quote="name"] Zitat [/quote]. Näheres hier: zitierfunktion-t295.html

Videos werden in der Regel automatisch eingebunden. Falls nicht bitte den media-Tag versuchen. Format:
[media] Link [/media].
Näheres hier: videoeinbindung-t308.html
Nachricht
Autor
Minuteman
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 185
Registriert: Dienstag 1. März 2011, 09:31
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 191 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#26 Beitrag von Minuteman » Dienstag 7. Mai 2013, 21:56

Handrij hat geschrieben: Nicht einmal in dem nachfolgenden Artikel zu den Sondertrupps des NKWD, die in UPA-Uniformen scheinbar Morde an der Zivilbevölkerung verübten, werden solche Sachen aufgeführt. Da ist die Rede von Mord, von Raub und von Vergewaltigung.
http://uk.wikipedia.org/wiki/%D0%A1%D0% ... 0%92%D0%A1
Bei solch bestialischen Entgleisungen sollte man in der Tat sehr vorsichtig sein wem man der Täterschaft anklagt. Der Nachweis wer für solche Taten tatsächlich verantwortlich ist kann sehr schwer bis überhaupt nicht nachgewiesen werden. Ich sehe das allerdings schon so, das die UPA welche aus der ukrainischen Zivilbevölkerung bestand und auf die Unterstützung der ukrainischen Zivilbevölkerung angewiesen war am wenigsten davon profitiert hätte.
Das sich die NKWD Kommandos welche mit der Partisanenbekämpfung beauftragt waren der bewussten Täuschung durch fremde Uniformen bedient haben gilt als erwiesen. Schliesslich mußte man die UPA infiltrieren, die führenden „Köpfe“ fassen und die Partisanenbewegung von innen heraus zerschlagen. Mit reinen militärischen Scharmützeln wäre das nicht möglich gewesen.
Eine bevorzugte Taktik war es gefangene UPA-Kämpfer während des Gefangenentransportes zu befreien, die Befreier waren dann als UPA verkleidete NKWD Leute welche dann als „vertraute Kameraden“ relevante Informationen gewinnen konnten, welche selbst unter Folter nicht zugänglich gewordeen wären.
Handrij hat geschrieben:Der NKWD bestand zwar vielleicht aus Sadisten, die gern folterten, aber nicht aus völlig Wahnsinnigen. Die Partisanenbekämpfung der Wehrmacht basierte ebenso nicht auf derartigen Tötungsmethoden. Auslöschen von ganzen Dörfern, öffentliches Erhängen, aber Aufspießen von Köpfen und danach "Familienfotos" damit? Das klingt eher nach "Herz der Finsternis" von Joseph Conrad als nach Zweiter Weltkrieg bzw. Partisanenbekämpfung in der Ukraine.
Bist Dir da so sicher. Ich möchte hier nur mal auf die Vergeltungsmaßnahmen der Wehrmacht welche unter dem Motiv der "Partisanenbekämpfung" hinweisen!
Gut, das aufspiessen von Köpfen grade nicht, aber öffentliches Erhängen und auslöschen von Dörfern war da schon dabei!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Minuteman
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 185
Registriert: Dienstag 1. März 2011, 09:31
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 191 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#27 Beitrag von Minuteman » Dienstag 7. Mai 2013, 22:08

Vibash, Beitrag doppelt eingestellt!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#28 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 7. Mai 2013, 22:25

galizier hat geschrieben: Jeder konnte selbst entscheiden wie weit er mitmacht - war das wirklich so?
Den Ukrainern mutest Du Zivilcourage zu und wie war das im Nazireich Deutschland?
Waren die SS-Angehörigen alle krank oder sonst was ?
Warum haben sich hochgebildete Leute mit einer soliden humanistischen Bildung einspannen lassen.
Nimmst Du hier zwei Ellen?
In der Ukraine war das so und wurde im Laufe der Jahre (ab Chruschtschow) immer mehr so, dass jeder selbst entscheiden konnte, wie weit er mit macht. Bis zum Tod Stalins frage ich mal: was hat das mit Zivilcourage zu tun, nicht in Posten zu drängen, in denen unmenschliches Verhalten nicht zu vermeiden ist?
Für mich waren Leute, die in die SS gingen zumindest übersteigert geltungsbedürftig, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Auch im Nazireich Deutschland wurde keiner in die SS gezwungen - oder fehlen mir da Geschichtskenntnisse?
galizier hat geschrieben:Warum haben sich hochgebildete Leute mit einer soliden humanistischen Bildung einspannen lassen?
- keine Ahnung, vielleicht lebt der eine oder andere noch und du kannst ihn fragen.
Ich finde es schwierig, so zu tun, als hätte man in Diktaturen keine Wahl und als wäre man ein Held, wenn man nicht mitmacht. Ein Held ist man, wenn man dagegen ankämpft. Aber zwischen sich in der Vordergrund drängen, um mitzumachen und dagegen kämpfen ist noch viel ungefährliches Terrain.
Wie kommst du darauf, dass ich mit 2 Ellen messe?

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

stefko
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 319
Registriert: Dienstag 2. November 2010, 15:18
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 2560x1440
Hat sich bedankt: 57 Mal
Danksagung erhalten: 174 Mal

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#29 Beitrag von stefko » Dienstag 7. Mai 2013, 23:02

Handrij hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:Was willst in den Familien sagen, wo authentische Fotos da sind auf denen ein Enthaupteter inmitten seiner Familie an den Zaun gelehnt sitzt und sein Kopf auf einem Pfahl gespießt neben ihm. Meinst Du diese Leute feiern den Sieg ihrer Peiniger?
Authentisch?
Massenerschießungen, Deportationen, Folter ja, aber Enthauptung und aufspießen von Köpfen? Redest du vom NKWD oder irgendwelchen wahnsinnig gewordenen Partisanen? Ich lass mich ja vom Gegenteil überzeugen, aber das klingt mir schon sehr nach einer Schauergeschichte zur patriotischen Erziehung der Jugend.
Für mich klingt es plausibel. Einer meiner Verwandten wurde von den Sowjets in Lemberg gevierteilt...

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Handrij
Ukraine-Experte / знавець / знаток
Beiträge: 10334
Registriert: Freitag 27. März 2009, 21:22
Wohnort: Kiew/Kyjiw
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 164 Mal
Danksagung erhalten: 1905 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#30 Beitrag von Handrij » Dienstag 7. Mai 2013, 23:08

galizier hat geschrieben:Es sind keine Märchen und auch keine erfundenen Geschichten. Fahre mal zu den Treffen am Bandera-Memorial nahe Kalusch.
Da kannst Du solche "Familienfotos" in den Erinnerungsalben der Alten und ihrer Erben sehen.
Dieses Erbe hat sich in die Köpfe eingefressen und bedarf viel Entgegenkommen um zu einer Vergebung zu kommen.
Der Krieg war das eine, aber in den Karpaten tobte bis 1956 ein Bürgerkrieg.
Mit welchem Zweck sollten diese "Familienfotos" denn gemacht worden sein?
Wenn ich das richtig verstehe, haben dieser Version nach die NKWD-Leute erst jemanden umgebracht/enthauptet und das vor den Augen der Angehörigen, dann die Leute zu einem gemeinsamen Foto mit dem enthaupteten Leichnam und aufgespießtem Kopf gezwungen und den Leuten dann als "Erinnerung" dieses Foto in die Hand gedrückt?
Mit Verlaub, das klingt total abstrus. Wieso sollte der NKWD bzw. die Sowjetstrukturen sich zuerst noch mehr Gegner schaffen und denen dann auch noch Beweise für die eigenen bestialischen Taten in die Hand drücken?
Bis in die 80er wurde Katyn geleugnet bzw. den Deutschen in die Schuhe geschoben, genauso wie die Ermordung von Gefangenen beim Rückzug 1941 und dann soll man den Leuten Fotos in die Hand gedrückt haben? Oder haben etwa alle diese Leute nachdem einer der ihren enthauptet wurde, nichts anderes zu tun gehabt, einen Fotografen herbeizuholen und noch schnell ein Foto zu machen? Beide Varianten klingen mehr als hanebüchen oder habe ich hier ein Moment missverstanden? Das geht nicht in meinen Kopf hinein, wie es zu derartigen Fotos kommen sollte. Vor allem wieso wird das in der UPA-Propaganda im Netz nicht verwendet? Bei Untaten des NKWD werden vor allem die verstümmelten Toten in den Gefängnissen im Juni/Juli 1941 erwähnt. Denen sollen Augen ausgestochen, Fingernägel ausgerissen und Gliedmaßen verrenkt usw. worden sein. Fotos der Leichenberge in den Gefängnissen sind von den Deutschen gemacht und in ihrer Propaganda genutzt worden. Zu der Zeit waren ja Fotoapparate auch kein Allgemeingut.
Minuteman hat geschrieben:Gut, das aufspiessen von Köpfen grade nicht, aber öffentliches Erhängen und auslöschen von Dörfern war da schon dabei!
Ich hatte ja geschrieben, dass das Auslöschen von Dörfern, öffentliches Erhängen, Erschießungen, Deportationen und Folter zum Programm gehörten, aber oben beschriebenes ist mehr als widersprüchlich.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

UkraineInteressierter
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#31 Beitrag von UkraineInteressierter » Mittwoch 8. Mai 2013, 16:34

mbert hat geschrieben: Die rote Fahne ist eben beides - Symbol für die Befreiung von Hitlerdeutschland und für Okkupation, Mord und Verschleppung. Ich denke, beide Aspekte verdienen einen gewissen Respekt aus der jeweiligen Perspektive. Hier ist ganz offenbar ein Konflikt zwischen den verschiedenen Sichtweisen und somit auch Interessen, der unmöglich zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann.
Ich könnte diese Entscheidung wirklich nachvollziehen, wenn man in der Westukraine nicht gleichzeitig so einen Kult rund um UPA, OUN, Bandera und co machen würde. Die sind nicht besser. Auf der einen Seite betont man, wie schlimm man unter NKWD oder der Roten Armee gelitten hat, auf der anderen Seite verklärt man höchst zweifelhafte Organisationen und Personen, die für die eigene Sache gedient haben. Dabei möchte man von deren Verbrechen scheinbar nichts wissen. Natürlich führt das im Osten des Landes dann zu Befremdung. So wird es keine Aufarbeitung geben.

galizier hat geschrieben:Waren die SS-Angehörigen alle krank oder sonst was ? Warum haben sich hochgebildete Leute mit einer soliden humanistischen Bildung einspannen lassen.
Ich glaube es gibt auch heute sehr viele Menschen, die zu schrecklichen Untaten und Sadismus bereit wären, hätten sie nur die Möglichkeit, straffrei und ohne gesellschaftliche Ächtung davon zu kommen. Bloß weil man gebildet ist, heißt das noch nicht, dass man nicht auch eine gewisse Veranlagung oder Neigung zum Sadismus hat.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Minuteman
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 185
Registriert: Dienstag 1. März 2011, 09:31
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 191 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#32 Beitrag von Minuteman » Mittwoch 8. Mai 2013, 17:43

UkraineInteressierter hat geschrieben: Ich könnte diese Entscheidung wirklich nachvollziehen, wenn man in der Westukraine nicht gleichzeitig so einen Kult rund um UPA, OUN, Bandera und co machen würde. Die sind nicht besser. Auf der einen Seite betont man, wie schlimm man unter NKWD oder der Roten Armee gelitten hat, auf der anderen Seite verklärt man höchst zweifelhafte Organisationen und Personen, die für die eigene Sache gedient haben. Dabei möchte man von deren Verbrechen scheinbar nichts wissen. Natürlich führt das im Osten des Landes dann zu Befremdung. So wird es keine Aufarbeitung geben.
Das sehe ich bei weitem nicht so. Die UPA hat ihre Grenzen nicht verlassen und auf ukrainischen Gebiet operiert. Der Freiheitskampf oder Widerstand ist, Ausnahme islamistischer Terror, immer auf Verteidigung im eigenen Territorium ausgelgt. die Rote Armee sowie Wehrmacht war eine reine Angriffsarmee!

UkraineInteressierter hat geschrieben:Ich glaube es gibt auch heute sehr viele Menschen, die zu schrecklichen Untaten und Sadismus bereit wären, hätten sie nur die Möglichkeit, straffrei und ohne gesellschaftliche Ächtung davon zu kommen. Bloß weil man gebildet ist, heißt das noch nicht, dass man nicht auch eine gewisse Veranlagung oder Neigung zum Sadismus hat.
Volle Zustimmung! Die Entwicklungen des Jugoslawienkonflikts haben es deutlich gezeigt. Die Rechtsstaatlichkeit war aufgehoben und schon wurden alte Rechnungen, und seien sie noch so banal, mit der Schrotflinte beglichen!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
mbert
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 2229
Registriert: Mittwoch 27. Oktober 2010, 13:18
Wohnort: Hamburg
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 2112x1320
Hat sich bedankt: 1592 Mal
Danksagung erhalten: 1417 Mal
Deutschland

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#33 Beitrag von mbert » Mittwoch 8. Mai 2013, 18:23

UkraineInteressierter hat geschrieben: Ich könnte diese Entscheidung wirklich nachvollziehen, wenn man in der Westukraine nicht gleichzeitig so einen Kult rund um UPA, OUN, Bandera und co machen würde. Die sind nicht besser. Auf der einen Seite betont man, wie schlimm man unter NKWD oder der Roten Armee gelitten hat, auf der anderen Seite verklärt man höchst zweifelhafte Organisationen und Personen, die für die eigene Sache gedient haben. Dabei möchte man von deren Verbrechen scheinbar nichts wissen. Natürlich führt das im Osten des Landes dann zu Befremdung. So wird es keine Aufarbeitung geben.
Es findet doch auf beiden Seiten eine Verherrlichung von Personen bzw. Organisationen statt, die im besten Sinne des Wortes als ambivalent bezeichnet werden müssen.

Insofern sehe ich nicht, warum der Westen hier besonders hervorgehoben werden soll.

Wie die Bewertungen im Einzelnen aussehen sollten, kann diskutiert werden, etwa finde ich, dass Deine Bewertung der UPA sehr einseitig "sowjetisch" ausfällt, aber das hatten wir ja auch schon.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

UkraineInteressierter
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#34 Beitrag von UkraineInteressierter » Mittwoch 8. Mai 2013, 19:19

Die Tatsache, dass gerade der "Tag des Sieges" zum Trauertag erklärt wird, ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es bestimmten Kräften in der Ukraine aber eher ums Provozieren und Aufheizen geht als um eine gerechte Beurteilung der Vergangenheit.
Wenn man die sowjetische Periode als Okkupation betrachtet, hat diese schon vor Mai 45 begonnen, die Ukraine war aber doch schon deutlich früher komplett von der Sowjetunion erobert... so erhält man nur den Eindruck, eben diese Kräfte würden um den Fall des 3. Reichs trauern.

Das sehe ich bei weitem nicht so. Die UPA hat ihre Grenzen nicht verlassen und auf ukrainischen Gebiet operiert. Der Freiheitskampf oder Widerstand ist, Ausnahme islamistischer Terror, immer auf Verteidigung im eigenen Territorium ausgelgt. die Rote Armee sowie Wehrmacht war eine reine Angriffsarmee!
Naja, ich würde islamistischen Terror oder Widerstandskampf jetzt nicht per se als moralisch schlechter andere Freiheitsbewegungen darstellen. Auch die Taliban versuchen eine nach ihrer Ansicht unrechtmäßige Besatzung zu bekämpfen. Zweifelslos ist die afghanische Regierung auch nicht wirklich frei, Karsai erhielt über Jahre Geld direkt vom CIA, was er kürzlich selbst zugegeben hat. Der Durchschnittsafghane empfindet die ausländischen Truppen in Afghanistan wohl wirklich als Okkupanten. Auch viele andere Widerstandsgruppen oder Freiheitskämpfer auf der ganzen Welt handeln teilweise aus sehr verständlichen Motiven, bedienen sich aber Mitteln und Methoden, die sicherlich nicht gut zu heißen sind.

Auch die UPA hat sich zweifelsfrei einiges zu Schulden kommen lassen und ist definitiv keine moralisch unangreifbare Organisation. Deren Einordnung hängt aber tatsächlich häufig vom Auge des Betrachters ab, aber bei der Roten Armee ist das nicht anders.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Handrij
Ukraine-Experte / знавець / знаток
Beiträge: 10334
Registriert: Freitag 27. März 2009, 21:22
Wohnort: Kiew/Kyjiw
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 164 Mal
Danksagung erhalten: 1905 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#35 Beitrag von Handrij » Mittwoch 8. Mai 2013, 19:41

Vielleicht noch als kleine Datenunterfütterung, damit man überhaupt eine Vorstellung hat, wie groß die Zahl der Leute in der Ukraine ist, die den 9. Mai nicht als Tag des Sieges empfinden:

75 Prozent der Ukrainer feiern den Tag des Sieges und für 82 Prozent ist es ein großer Feiertag.
13 Prozent sehen den Tag als normalen Feiertag an und für lediglich drei Prozent ist es ein normaler Wochentag. Unter letzteren sind vor allem Leute bis 30 und Leute aus dem Westen der Ukraine.
50 Prozent der Einwohner des Westens der Ukraine werden den Tag als Tag des Sieges feiern, 42 Prozent werden das nicht tun. Zum Westen des Landes gehören in der Umfrage die Transkarpaten, die erst 1944/45 in den sowjetischen Einflussbereich kamen, Galizien, sowie die wolhynischen Oblaste und die Oblaste Chmelnyzky und Czernowitz.
ukr.: 75% жителів України святкують День Перемоги (опитування)
rus.: 75% жителей Украины празднуют День Победы (опрос)

Hier noch einmal die russische Originalversion: http://rb.com.ua/rus/projects/omnibus/8777/
Die Research & Branding Group führt oft Umfragen im Auftrag der Partei der Regionen durch.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Minuteman
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 185
Registriert: Dienstag 1. März 2011, 09:31
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 191 Mal
Danksagung erhalten: 165 Mal

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#36 Beitrag von Minuteman » Mittwoch 8. Mai 2013, 19:45

UkraineInteressierter hat geschrieben: Naja, ich würde islamistischen Terror oder Widerstandskampf jetzt nicht per se als moralisch schlechter andere Freiheitsbewegungen darstellen. Auch die Taliban versuchen eine nach ihrer Ansicht unrechtmäßige Besatzung zu bekämpfen.
Das habe ich auch nie behauptet. Auch wenn mir diese Kultur gelinde gesagt fremd ist, sehe ich doch die Legitimation der Mudschaheddin, bzw. Taliban gegen die militärische Präsenz der USA und deren Verbündeten mit Waffengewalt Widerstand zu leisten, auch wenn die Talibanregierung den Krieg ohne weiteres verhindern hätte können.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Kurt Simmchen - galizier
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1730
Registriert: Mittwoch 17. Februar 2010, 01:00
Wohnort: Oblast Ivano-Frankivsk
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1600x900
Hat sich bedankt: 285 Mal
Danksagung erhalten: 1015 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#37 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 8. Mai 2013, 21:42

Zitat UA-interessierter:
Wenn man die sowjetische Periode als Okkupation betrachtet, hat diese schon vor Mai 45 begonnen, die Ukraine war aber doch schon deutlich früher komplett von der Sowjetunion erobert... so erhält man nur den Eindruck, eben diese Kräfte würden um den Fall des 3. Reichs trauern.

Könntest Du diese Entwicklung mal zeitlich und räumlich konkretisieren.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

UkraineInteressierter
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#38 Beitrag von UkraineInteressierter » Mittwoch 8. Mai 2013, 22:08

galizier hat geschrieben:Zitat UA-interessierter:
Wenn man die sowjetische Periode als Okkupation betrachtet, hat diese schon vor Mai 45 begonnen, die Ukraine war aber doch schon deutlich früher komplett von der Sowjetunion erobert... so erhält man nur den Eindruck, eben diese Kräfte würden um den Fall des 3. Reichs trauern.

Könntest Du diese Entwicklung mal zeitlich und räumlich konkretisieren.
Was ich damit sagen möchte: Die Rote Armee hat doch bereits 1944 die gesamte Ukraine erobert. Der 8. Mai 1945 war also mitnichten der Beginn einer sowjetischen Okkupation (wenn man das so nennen möchte), das war vermutlich irgendwann im Herbst 44. Insofern ist es inkonsequent den im Mai einen Trauertag zu machen, da steckt meines Erachtens hauptsächlich der Wunsch dahinter, zu provozieren.
Zuletzt geändert von UkraineInteressierter am Mittwoch 8. Mai 2013, 22:36, insgesamt 1-mal geändert.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#39 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 8. Mai 2013, 22:17

UkraineInteressierter hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:Zitat UA-interessierter:
Wenn man die sowjetische Periode als Okkupation betrachtet, hat diese schon vor Mai 45 begonnen, die Ukraine war aber doch schon deutlich früher komplett von der Sowjetunion erobert... so erhält man nur den Eindruck, eben diese Kräfte würden um den Fall des 3. Reichs trauern.

Könntest Du diese Entwicklung mal zeitlich und räumlich konkretisieren.
Was ich damit sagen möchte: Die Rote Armee hat doch bereits 1944 die gesamte Ukraine erobert. Der 8. Mai 1945 war also mitnichten der Beginn einer sowjetischen Okkupation (wenn man das so nennen möchte), das war vermutlich irgendwann im Herbst 44. Insofern ist es inkonsequent den 8. Mai zum Trauertag zu machen, da steckt meines Erachtens hauptsächlich der Wunsch dahinter, zu provozieren.
Nur so nebenbei, es ging um den 9. Mai...

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

UkraineInteressierter
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#40 Beitrag von UkraineInteressierter » Mittwoch 8. Mai 2013, 22:37

Sonnenblume hat geschrieben: Nur so nebenbei, es ging um den 9. Mai...
Huups, besser meine Posts nochmal durchlesen bevor ich hier was absende. [smilie=kosak_2] .. [smilie=blush.gif]

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#41 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 8. Mai 2013, 22:46

UkraineInteressierter hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben: Nur so nebenbei, es ging um den 9. Mai...
Huups, besser meine Posts nochmal durchlesen bevor ich hier was absende. [smilie=kosak_2] .. [smilie=blush.gif]
Was denkst du, wie oft ich noch im Nachhinein was korrigieren will/muß ;)

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Kurt Simmchen - galizier
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1730
Registriert: Mittwoch 17. Februar 2010, 01:00
Wohnort: Oblast Ivano-Frankivsk
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1600x900
Hat sich bedankt: 285 Mal
Danksagung erhalten: 1015 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#42 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 8. Mai 2013, 23:15

Wer über Provokationen schwadroniert und Kriegsverläufe pauschalisiert und über Ereignisse fantasiert, der sollte etwas mehr zur Geschichte der Ukraine, speziell der Westukraine wissen.

Okkupiert wurde die Westukraine bereits im September 1939. Geregelt in einem völkerrechtswidrigen Vertrag zwischen RU und D. Die SU schaute zu wie sich die Deutschen Polen aneigneten und die Russen schwiegen, weil nach Banditenart ihren Teil stillschweigend bekamen. An einer vereinbarten Linie machte jeder halt und so war Polen zum vierten Mal aufgeteilt und die SU hatte sich unrechtmäßig ein Stück Polen einverleibt.
Dann kamen die Deutschen in Juni 1941 und wurden als Hoffnungsträger begrüßt und dann wieder verjagt. Ja es ist richtig 1944 war die Ukraine von den Deutschen befreit. Zuerst der sowjetische Teil der Ukraine und dann der okkupierte Teil.
Der Sieg über den Kumpanen von 1939 machte aber aus Unrecht noch lange kein Recht.
Na klar begann die Okkupation nicht erst am Tage der Kapitulation Deutschland am 8.Mai, sondern bereits mit dem Überschreiten der sowjetischen Grenzen vom August 1939.
Provokation ist seitdem die Demonstration der Sieger in einem besetzten Land am 9.Mai.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

UkraineInteressierter
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#43 Beitrag von UkraineInteressierter » Mittwoch 8. Mai 2013, 23:18

Okkupiert wurde die Westukraine bereits im September 1939.
Hat man denn in der Westukraine freiwillig und gerne zu Polen gehört? Die Sowjetunion war längst nicht der einzige Besatzer in der ukrainischen Geschichte. Man könnte jetzt bis etwa 1340 zurückgehen, seitdem wurde die Westukraine fremd beherrscht.
Na klar begann die Okkupation nicht erst am Tage der Kapitulation Deutschland am 8.Mai, sondern bereits mit dem Überschreiten der sowjetischen Grenzen vom August 1939.
Provokation ist seitdem die Demonstration der Sieger in einem besetzten Land am 9.Mai.
Anscheinend sieht das aber nicht mal in der Westukraine die Mehrheit der Bevölkerung so.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Kurt Simmchen - galizier
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1730
Registriert: Mittwoch 17. Februar 2010, 01:00
Wohnort: Oblast Ivano-Frankivsk
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1600x900
Hat sich bedankt: 285 Mal
Danksagung erhalten: 1015 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#44 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 8. Mai 2013, 23:35

Zitat:
Hat man denn in der Westukraine freiwillig und gerne zu Polen gehört? Die Sowjetunion war längst nicht der einzige Besatzer in der ukrainischen Geschichte. Man könnte jetzt bis etwa 1340 zurückgehen, seitdem wurde die Westukraine fremd beherrscht.

Auch diesen Fakt haben wir im Forum schon erschöpfend mit Fakten behandelt. Man sollte auch mal ältere Texte lesen. In jedem Thema alles immer wieder zu wiederholen ist ermüdend.

Aus der "Freiwilligkeit" mit der die Westukraine zu Polen gehörte, ist ja auch der Widerstand (OUN und UPA) entstanden. Sicherlich waren das die Freundschaftsorganisationen.
Wir hatten hier einen konkreten Zeitraum im Focus der Diskussion und wollten nicht über die Raubzüge der Litauer und Polen bis ans Schwarze Meer palavern.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Nationalisten in der Westukraine boykottieren Siegesfeier

#45 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 8. Mai 2013, 23:59

Aber die Frage ist schon interessant, wieso die Ukrainer eigentlich fast immer fremdbeherrscht waren...

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

  • Similar Topics
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Rechter Sektor in der Westukraine: Nationalisten gegen Poroschenko und Putin
    von Handrij » Samstag 19. September 2015, 10:33 » in Politik
    0 Antworten
    336 Zugriffe
    Letzter Beitrag von Handrij
    Samstag 19. September 2015, 10:33
  • Westukraine: Rechte Nationalisten schwächeln
    von Handrij » Donnerstag 22. Mai 2014, 14:50 » in Politik
    3 Antworten
    409 Zugriffe
    Letzter Beitrag von selfmade
    Dienstag 3. Juni 2014, 19:03
  • Nach Krawall bei Siegesfeier in Lwow: Moskau fordert Bestrafung der Schuldigen
    von Handrij » Dienstag 10. Mai 2011, 19:08 » in Politik
    3 Antworten
    355 Zugriffe
    Letzter Beitrag von Robert
    Mittwoch 11. Mai 2011, 03:50
  • Russlands Siegesfeier erregt im Baltikum Ärger
    von Handrij » Montag 9. Mai 2011, 22:14 » in Politik
    8 Antworten
    480 Zugriffe
    Letzter Beitrag von Kurt Simmchen - galizier
    Dienstag 7. Mai 2013, 10:54
  • Nimmt Obama Putins Einladung zur Siegesfeier nach Moskau an? - RIA
    von RSS-Bot-RIA » Mittwoch 24. Dezember 2014, 15:16 » in RIA Nowosti
    0 Antworten
    56 Zugriffe
    Letzter Beitrag von RSS-Bot-RIA
    Mittwoch 24. Dezember 2014, 15:16
  • 70 Jahre Kriegsende: Siegesfeier, die Europa weiter spalten kann - RIA
    von RSS-Bot-RIA » Dienstag 20. Januar 2015, 14:16 » in RIA Nowosti
    0 Antworten
    54 Zugriffe
    Letzter Beitrag von RSS-Bot-RIA
    Dienstag 20. Januar 2015, 14:16
  • Duma wird 70-Jahr-Siegesfeier nicht in Russophobie-Fest ausarten lassen - RIA
    von RSS-Bot-RIA » Freitag 23. Januar 2015, 22:15 » in RIA Nowosti
    0 Antworten
    45 Zugriffe
    Letzter Beitrag von RSS-Bot-RIA
    Freitag 23. Januar 2015, 22:15
  • Iwanow: 22 Staatschefs sichern Teilnahme an 70-Jahr-Siegesfeier in Moskau zu - RIA
    von RSS-Bot-RIA » Dienstag 27. Januar 2015, 23:15 » in RIA Nowosti
    0 Antworten
    140 Zugriffe
    Letzter Beitrag von RSS-Bot-RIA
    Dienstag 27. Januar 2015, 23:15
  • Kreml: Nordkoreas Staatschef kommt nach Moskau zu Weltkriegs-Siegesfeier - RIA
    von RSS-Bot-RIA » Mittwoch 28. Januar 2015, 17:16 » in RIA Nowosti
    0 Antworten
    34 Zugriffe
    Letzter Beitrag von RSS-Bot-RIA
    Mittwoch 28. Januar 2015, 17:16