Kultur, Religion und Geschichte | Nationalistischer Politiker fordert Verzicht dunkeläutiger Sängerin beim ESC

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Ukraine

Nationalistischer Politiker fordert Verzicht dunkeläutiger Sängerin beim ESC

#1 Beitragvon lev » Donnerstag 23. Februar 2012, 16:01

Der Name der ukrainischen Partei bedeutet "Freiheit" - die Forderung eines ihrer Vertreter lässt von diesem Anspruch nicht mehr viel erkennen. Nach Berichten mehrerer Medien will der nationalistische Politiker Juri Sirotschuk verhindern, dass eine dunkelhäutige Sängerin das Land beim Eurovision Song Contest vertritt.

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Re: Nationalistischer Politiker fordert Verzicht dunkeläutiger Sängerin beim ESC

#2 Beitragvon mbert » Donnerstag 23. Februar 2012, 16:19

Ja, das sind schon ein paar gefährliche Idioten.

Das ändert aber nichts daran, dass die Ukraine seit Jahren nichts anständiges zum ESC geschickt hat. Das ist eine Schande für ein Land, dem man nachsagt, dass seine Bewohner zu den musikalischsten auf der Welt gehören. Das aktuelle Lied ist auch mal wieder nichts besonderes (oder auch nur einfach schlecht). Es gibt ja nicht wenige, die sagen, dass die Leute, die da das Sagen haben, schlicht keine Ahnung von Musik und auch keinen Bezug zur Ukraine haben (wo kam der Cheffe noch her? Ich glaube, Libanon oder irgendwo dort aus der Ecke).
Auch aus meiner Sicht eine absolute Schande ist, dass dieses Land, das eine der musikalischsten Sprachen der Welt hat, seit Jahren nur noch englischsprachige Lieder ins Rennen geschickt hat, die dann mit einem einfach furchterregenden Akzent vorgetragen wurden. Das ist alles sehr traurig.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Nationalistischer Politiker fordert Verzicht dunkeläutiger Sängerin beim ESC

#3 Beitragvon eurojoseph » Donnerstag 23. Februar 2012, 17:20

Wirklich schade, diese Partei ut der ukrainischen Sache nicht gut...gegen Okkupanten zu sein ist eine Sache - aber gegen Zuwanderer, die mit Okkupation ÜBERHAUPT nix zu tun haben - gruselig...
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Nationalistischer Politiker fordert Verzicht dunkeläutiger Sängerin beim ESC

#4 Beitragvon lev » Donnerstag 23. Februar 2012, 17:59

Nur komisch beim Fußball, wo es fast in jeder Mannschaft farbige Spieler gibt, nimmt keiner Anstoß. Da zählt nur der Sieg und gut ist.

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Re: Nationalistischer Politiker fordert Verzicht dunkeläutiger Sängerin beim ESC

#5 Beitragvon lev » Donnerstag 23. Februar 2012, 18:02

mbert hat geschrieben:Ja, das sind schon ein paar gefährliche Idioten.

Das ändert aber nichts daran, dass die Ukraine seit Jahren nichts anständiges zum ESC geschickt hat. Das ist eine Schande für ein Land, dem man nachsagt, dass seine Bewohner zu den musikalischsten auf der Welt gehören. Das aktuelle Lied ist auch mal wieder nichts besonderes (oder auch nur einfach schlecht). Es gibt ja nicht wenige, die sagen, dass die Leute, die da das Sagen haben, schlicht keine Ahnung von Musik und auch keinen Bezug zur Ukraine haben (wo kam der Cheffe noch her? Ich glaube, Libanon oder irgendwo dort aus der Ecke).
Auch aus meiner Sicht eine absolute Schande ist, dass dieses Land, das eine der musikalischsten Sprachen der Welt hat, seit Jahren nur noch englischsprachige Lieder ins Rennen geschickt hat, die dann mit einem einfach furchterregenden Akzent vorgetragen wurden. Das ist alles sehr traurig.

In der Tat, seit Ruslana ihrem Sieg 2004 in Istanbul kam nichts wirklich Gutes hinterher. Sie hatte bei ihrem Titel Wild Dances zwar auch z.T. Englisch gesungen, aber mit ihrem Huzulen Song doch die Leute überzeugt.
Mit deiner Aussage mbert, dass die Ukraine eine der musikalischsten Sprachen der Welt hat, liegst du völlig richtig. Umso verwunderlicher ist, dass sie es nicht verstehen sie vorteilhaft zu nutzen.

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Re: Nationalistischer Politiker fordert Verzicht dunkeläutiger Sängerin beim ESC

#6 Beitragvon Handrij » Donnerstag 23. Februar 2012, 21:15

eurojoseph hat geschrieben:Wirklich schade, diese Partei ut der ukrainischen Sache nicht gut...gegen Okkupanten zu sein ist eine Sache - aber gegen Zuwanderer, die mit Okkupation ÜBERHAUPT nix zu tun haben - gruselig...

Gaitana ist ja nicht einmal eine Zuwanderin! In Kiew geboren, ukrainische Mutter ...
Sie passt nicht in das Weltbild der "demokratischen Nationalisten".
Andererseits wäre auch folgendes Szenario für mich denkbar:
Ein völlig unbekannter Swobodafunktionär bekommt grünes Licht für eine rassistische Äußerung. Prompt reagiert Klitschko und distanziert sich von der Partei, mit der er am 22. Januar - unter Vorbehalt - ein Bündnis eingegangen ist. Auffällig ist für mich, dass Jazenjuk, Turtschinow, Kirilenko nichts sagen - eventuell ist es mir auch entgangen.
Zudem wurde Harfouche direkt angegriffen, sodass er sich äußern konnte/musste und er ist ein Funktionär der Partei der Regionen. Damit ist die auch so nur virtuell existierende gemeinsame Liste für die Parlamentswahlen erst recht hinüber.

Der Trend zum Englischen ist überall allgegenwärtig. Russisch als vorherrschende Popsprache wird schrittweise verdrängt.
Andererseits Ruslana? Naja, über Geschmack lässt sich wohl schlecht streiten ;)

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