PolitikPatrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

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Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#1 Beitrag von Handrij » Mittwoch 29. Juli 2015, 10:40

Die Mitglieder der Rechtsaußen-Gruppierung Rechter Sektor kämpfen in der Ostukraine gegen die pro-russischen Separatisten. Allerdings unterstehen sie nicht der Armeeführung und gehen immer öfter auf Konfrontation zum Staat. Am Ende könnte die aktuelle Regierung in Kiew zum Ziel ihrer Angriffe werden.
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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#2 Beitrag von FEINDFLIEGER » Mittwoch 29. Juli 2015, 11:44

Die spielen doch nur...
...eine sehr,sehr untergeordnete Rolle im ukrainischen Nationalgesülze...
...und kümmern sich eben auch gerne mal um staatliche Aufgaben,obwohl sie dazu nicht legitimiert sind...
...und die paar Waffen,die sie haben...

Das sollte man nicht überbewerten.
Man sollte es als kleinen Beitrag sehen,um der Ukraine visafreies Reisen ab Januar 2015 zu ermöglichen.

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Malcolmix
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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#3 Beitrag von Malcolmix » Mittwoch 29. Juli 2015, 15:00

Meine Kommentar anläßlich des DEUTSCHLANDFUNK-Beitrages unten und vieler Medienberichte mit ähnlichem Inhalt: Man freut sich als Erforscher des ukrainischen Rechtsexremismus über so viel journalistische Aufmerksamkeit für sein Untersuchungsobjekt. Was würde allerdings geschehen, wenn es ähnlich viel Berichterstattung über alle rechtsextremen Organisationen aller europäischer Staaten gäbe und wenn der Umfang solcher deutschen Medienaufmerksamkeit sich proportional zur Stärke etwa des Rechten Sektors verhielte, d.h. sich an der Mitgliederzahl, den Wahlergebnissen, der Parlamentspräsenz usw. der Parteien orientieren würde? Vermutlich würde sich dann ein großer Teil der gesamten deutschen politischen Medienberichterstattung um Rechtsradikalismus in Europa drehen. Die Ukraine würde in solch einem Medienranking nicht zu den Top 10 der berichtenswerten Staaten in Europa gehören. Dies würde noch nicht einmal in Rechnung stellen, dass der politische Aufstieg des Rechten Sektors von einigen hundert Mitgliedern im Frühjahr 2014 zu vermutlich über 10.000 Mitgliedern heute in Zeiten von Krieg, Vertreibung, Okkupation usw. geschah. Wie würden sich die ohnehin starken Rechtsextremismen Frankreichs, Griechenlands oder Ungarns entwickeln, würden diese Staaten von ihren Nachbarländern militärisch angegriffen und gezielt ökonomisch sowie politisch destabiliert werden?
Zur Klarstellung: Im Deutschlandfunk-Beitrag von Mareike Aden wird, anders als in den meisten Beiträgen zum Thema, eine gute soziale Kontextualisierung und politische Bewertung des Aufstieges und der Bedeutung des Rechten Sektors in der spezifischen ukrainischen Situation 2015 geleistet. Leider fehlt vielen anderen, alarmistischen Kommentaren dieses Feingefühl.
Andreas Umland, Kommentar auf facebook zu seinem eigenen Beitrag

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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#4 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 30. Juli 2015, 12:06

Malcolmix hat geschrieben:
Meine Kommentar anläßlich des DEUTSCHLANDFUNK-Beitrages unten und vieler Medienberichte mit ähnlichem Inhalt: Man freut sich als Erforscher des ukrainischen Rechtsexremismus über so viel journalistische Aufmerksamkeit für sein Untersuchungsobjekt. Was würde allerdings geschehen, wenn es ähnlich viel Berichterstattung über alle rechtsextremen Organisationen aller europäischer Staaten gäbe und wenn der Umfang solcher deutschen Medienaufmerksamkeit sich proportional zur Stärke etwa des Rechten Sektors verhielte, d.h. sich an der Mitgliederzahl, den Wahlergebnissen, der Parlamentspräsenz usw. der Parteien orientieren würde? Vermutlich würde sich dann ein großer Teil der gesamten deutschen politischen Medienberichterstattung um Rechtsradikalismus in Europa drehen. Die Ukraine würde in solch einem Medienranking nicht zu den Top 10 der berichtenswerten Staaten in Europa gehören. Dies würde noch nicht einmal in Rechnung stellen, dass der politische Aufstieg des Rechten Sektors von einigen hundert Mitgliedern im Frühjahr 2014 zu vermutlich über 10.000 Mitgliedern heute in Zeiten von Krieg, Vertreibung, Okkupation usw. geschah. Wie würden sich die ohnehin starken Rechtsextremismen Frankreichs, Griechenlands oder Ungarns entwickeln, würden diese Staaten von ihren Nachbarländern militärisch angegriffen und gezielt ökonomisch sowie politisch destabiliert werden?
Zur Klarstellung: Im Deutschlandfunk-Beitrag von Mareike Aden wird, anders als in den meisten Beiträgen zum Thema, eine gute soziale Kontextualisierung und politische Bewertung des Aufstieges und der Bedeutung des Rechten Sektors in der spezifischen ukrainischen Situation 2015 geleistet. Leider fehlt vielen anderen, alarmistischen Kommentaren dieses Feingefühl.
Andreas Umland, Kommentar auf facebook zu seinem eigenen Beitrag
Der Unterschied zu den Rechten in Europa dürfte der sein, dass in der Ukraine die Rechten bewaffnete paramilitärische Bataillone unterhalten, deren Führer Ämter als auch beratende Funktionen innerhalb der Administrationen und der Gewalten ausüben.

Hätte sich die Übergangsregierung den Vereinbarungen von Genf im April 2014 angeschlossen und diese Rechten Milizen entwaffnet anstatt sie dem Innernminsiterium als "Polizeieinheiten" zu "unterstellen" so wäre der Ukraine viel Leid erspart geblieben.
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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#5 Beitrag von FEINDFLIEGER » Donnerstag 30. Juli 2015, 12:14

paracelsus hat geschrieben:
Der Unterschied zu den Rechten in Europa dürfte der sein, dass in der Ukraine die Rechten bewaffnete paramilitärische Bataillone unterhalten, deren Führer Ämter als auch beratende Funktionen innerhalb der Administrationen und der Gewalten ausüben.

Hätte sich die Übergangsregierung den Vereinbarungen von Genf im April 2014 angeschlossen und diese Rechten Milizen entwaffnet anstatt sie dem Innernminsiterium als "Polizeieinheiten" zu "unterstellen" so wäre der Ukraine viel Leid erspart geblieben.
In diesem Forum scheinen das nur wenige zu bemerken.
Aufgrund der Blöndheit einiger Mitglieder hier habe ich mir diese TATSACHE als Antwort gespart...

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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#6 Beitrag von Malcolmix » Donnerstag 30. Juli 2015, 15:04

paracelsus hat geschrieben:
Malcolmix hat geschrieben:
Meine Kommentar anläßlich des DEUTSCHLANDFUNK-Beitrages unten und vieler Medienberichte mit ähnlichem Inhalt: Man freut sich als Erforscher des ukrainischen Rechtsexremismus über so viel journalistische Aufmerksamkeit für sein Untersuchungsobjekt. Was würde allerdings geschehen, wenn es ähnlich viel Berichterstattung über alle rechtsextremen Organisationen aller europäischer Staaten gäbe und wenn der Umfang solcher deutschen Medienaufmerksamkeit sich proportional zur Stärke etwa des Rechten Sektors verhielte, d.h. sich an der Mitgliederzahl, den Wahlergebnissen, der Parlamentspräsenz usw. der Parteien orientieren würde? Vermutlich würde sich dann ein großer Teil der gesamten deutschen politischen Medienberichterstattung um Rechtsradikalismus in Europa drehen. Die Ukraine würde in solch einem Medienranking nicht zu den Top 10 der berichtenswerten Staaten in Europa gehören. Dies würde noch nicht einmal in Rechnung stellen, dass der politische Aufstieg des Rechten Sektors von einigen hundert Mitgliedern im Frühjahr 2014 zu vermutlich über 10.000 Mitgliedern heute in Zeiten von Krieg, Vertreibung, Okkupation usw. geschah. Wie würden sich die ohnehin starken Rechtsextremismen Frankreichs, Griechenlands oder Ungarns entwickeln, würden diese Staaten von ihren Nachbarländern militärisch angegriffen und gezielt ökonomisch sowie politisch destabiliert werden?
Zur Klarstellung: Im Deutschlandfunk-Beitrag von Mareike Aden wird, anders als in den meisten Beiträgen zum Thema, eine gute soziale Kontextualisierung und politische Bewertung des Aufstieges und der Bedeutung des Rechten Sektors in der spezifischen ukrainischen Situation 2015 geleistet. Leider fehlt vielen anderen, alarmistischen Kommentaren dieses Feingefühl.
Andreas Umland, Kommentar auf facebook zu seinem eigenen Beitrag
Der Unterschied zu den Rechten in Europa dürfte der sein, dass in der Ukraine die Rechten bewaffnete paramilitärische Bataillone unterhalten, deren Führer Ämter als auch beratende Funktionen innerhalb der Administrationen und der Gewalten ausüben.

Hätte sich die Übergangsregierung den Vereinbarungen von Genf im April 2014 angeschlossen und diese Rechten Milizen entwaffnet anstatt sie dem Innernminsiterium als "Polizeieinheiten" zu "unterstellen" so wäre der Ukraine viel Leid erspart geblieben.
Mal vorsichtig gefragt. Die russische Aggression im Donbas wäre dann nkchg geschehen? Wenn die Antwort ja lautet, halte ich Dich für sehr naiv...

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paracelsus
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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#7 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 30. Juli 2015, 17:43

Malcolmix hat geschrieben:
Mal vorsichtig gefragt. Die russische Aggression im Donbas wäre dann nkchg geschehen? Wenn die Antwort ja lautet, halte ich Dich für sehr naiv...
Magst mich ruhig für naiv halten.......... , anscheinend fehlt mir der ukrainepatriotische Verfolgungswahn.......

Mir reicht einfach der Ist-Zustand. 1.5 Mil Flüchtlinge, ein Land mit ruinierter Wirtschaft, Landesteile mit zerstörter Infrastruktur, Zig-tausende Tote infolge des Bürgerkriegs, unklare Machtstrukturen und am Ende wird trotz allem eine Ukraine stehen deren Zusammenhalt auf Jahrzehnte zerstört sein wird...... . Was soll`s. Slawa!
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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#8 Beitrag von Anuleb » Donnerstag 30. Juli 2015, 18:01

Du hast vergessen, die russisch besetzte Krim zu erwähnen.

Naja, und nur deshalb, weil im Osten der Ukraine unformierte russische gegen uniformierte ukrainische Bürger kämpfen ist das noch lange kein Bürgerkrieg. Aber, was soll's, ein Toast auf Putins selbsternannte Stellvertreter.

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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#9 Beitrag von Malcolmix » Donnerstag 30. Juli 2015, 19:44

paracelsus hat geschrieben:Magst mich ruhig für naiv halten.......... , anscheinend fehlt mir der ukrainepatriotische Verfolgungswahn.......
Da kann ich einfach nur sagen: Ja. Das ist unfaßbar naiv. Schon alleine der Hinweis mit der Krim reicht aus. Dann doch lieber "Verfolgungswahn", als derartig naiv. Im April letzten Jahres war die Bewaffnung dieser paramilitärischen Einheiten doch sehr übersichtlich. Wenn die ausreichen sollen, daß der Nachbarstaat das Recht zur Destabilisierung hat, dann müßte Russland ja längst ne Wüste sein. Da gibts genug von diesen paramilitärischen Nationalisten.

Sorry - das ist einfach komplett indiskutabel. Und wird den Ereignissen im Osten der Ukraine sowie auf der Krim auch nicht gerecht.

Was solls. Ziehen wir Watte an...

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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#10 Beitrag von toto66 » Donnerstag 30. Juli 2015, 20:25

FEINDFLIEGER hat geschrieben:
paracelsus hat geschrieben:
Der Unterschied zu den Rechten in Europa dürfte der sein, dass in der Ukraine die Rechten bewaffnete paramilitärische Bataillone unterhalten, deren Führer Ämter als auch beratende Funktionen innerhalb der Administrationen und der Gewalten ausüben.

Hätte sich die Übergangsregierung den Vereinbarungen von Genf im April 2014 angeschlossen und diese Rechten Milizen entwaffnet anstatt sie dem Innernminsiterium als "Polizeieinheiten" zu "unterstellen" so wäre der Ukraine viel Leid erspart geblieben.
In diesem Forum scheinen das nur wenige zu bemerken.
Aufgrund der Blöndheit einiger Mitglieder hier habe ich mir diese TATSACHE als Antwort gespart...
Hätte Russland die Ukraine nicht überfallen hätten wi diese Einheiten nicht.
Hätte die Ukraine diese Einheiten zur fraglichen zeit nicht gehabt würden die Orks jetzt wer weiss wo stehen.
Hätte die Ukraine tatsächlich rund 40 faschistische Freiwilligenverbände hätten das Land heute eine andere Regierung
Hätte,
hätte,
Fahrradkette ...

es ist einfach unfassbar welch hirnrissiger Schwachsinn hier aus dem Hut gezaubert wird um Russlands Aggression irgendwie zu rechtfertigen.
Einfach unglaublich, aber wahrscheinlich fehlt mir für das Verständnis dieses .. wie nannte es der Sowjetbomber...Blödsinns.. das prorussisch- sowjetnostalgische Putinversteher-Gen.

Im übrigen, paracelsus, es ist an Gehirnakrobatik und eben auch Zynismus nicht zu überbieten die 1,5 Millionen Binnenflüchtlinge in der Ukraine und die Freiwilligenverbände in der Art in Zusammenhang zu setzen. Schliesslich sind die allermeisten Menschen, nämlich jene 1,5 Millionen nicht vor der faschisten nach Russland, sondern nach Westen zu den "Faschisten" geflüchtet. Ist das nicht seltsam ?

Bericht über die Diskussion "Ein Abend mit ukrainischen Menschenrechtlern über die Verletzungen von Menschenrechten und des Völkerrechts in der Ostukraine", Berlin, 28.07.2015

....
Schtscherbatschenko unterstrich, dass es seiner Meinung nach, keine Gründe für einen zivilen Konflikt in der Ostukraine gegeben hat. Ein solcher ist neu für diese Region und kam erst im Frühling 2014 in die Region.
Dies bestätigte ebenso Kostjantyn Reuzkyj, der fast sein ganzes Leben in Luhansk verbracht und dort u.a. die Menschenrechtsorganisation “Postup” gegründet und koordiniert hat. Während des Euromaidans organisierte er zusammen mit anderen Aktivisten die Maidan-Proteste in Luhansk und war in die Geschehnisse nach dem Machtwechsel in Kyjiw direkt involviert.
Reuzkyj führte Gespräche mit den Demonstranten, die sich in März-April 2014 zu Protesten gegen die neue Kyjiwer Regierung in Luhansk versammelt hatten. Die Forderungen dieser Protestierenden waren sehr ähnlich wie die auf dem Maidan: Gerechtigkeit, Möglichkeit ein wohlhabendes Leben zu führen und auf die politischen Prozesse im Land Einfluss zu nehmen. Als Gespräche zwischen den beiden „Lagern“ in Luhansk im Frühling 2014 erfolgreich abgeschlossen wurden und die Kyjiwer Regierung bereit war, die Forderung der Demonstranten zu erfüllen so dass klar wurde, dass die Proteste aufhören würden, tauchten auf den Luhansker Straßen ab Ende April 2014 Söldner aus Russland auf. Daraufhin trat der Konflikt zum ersten Mal in eine blutige Phase. Die regionalen Eliten verloren die Kontrolle über die Situation. Später kamen immer mehr reguläre russische Einheiten sowie Waffen aus Russland ins Land, bewaffnete Gruppen okkupierten Teile der Donezker und Luhansker Gebietes. Reuzkyj schätzte die Zahl der verschiedenen Separatistengruppen, die zum Septemberanfang 2014 in der Ostukraine agierten, auf 50.
...
http://ukraine-nachrichten.de/bericht-% ... sellschaft

Es lohnt sich den ganzen Artikel zu lesen.

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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#11 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 30. Juli 2015, 21:32

toto66 hat geschrieben:
Im übrigen, paracelsus, es ist an Gehirnakrobatik und eben auch Zynismus nicht zu überbieten die 1,5 Millionen Binnenflüchtlinge in der Ukraine und die Freiwilligenverbände in der Art in Zusammenhang zu setzen. Schliesslich sind die allermeisten Menschen, nämlich jene 1,5 Millionen nicht vor der faschisten nach Russland, sondern nach Westen zu den "Faschisten" geflüchtet. Ist das nicht seltsam ?
Hass vernebelt offensichtlich den Verstand......... . Meinung ersetzt niemals Fakten und Fakt ist die Gegenwart.

Eine Fluchtrichtung wurde nach und unmittelbar vor Minsk 2 vorrangig durch Frontverlauf und Abrieglung der Spepi-Gebiete bestimmt. Ein weiterer Grund für die Zunahme der Flüchtlinge aus dem Donezk dürfte der Zuzug zu den eigenen Rentenkonten und der vorhandene Freundes- und anntenkreis sein. Normalerweise hat man den eher im eigenen Land als in der RF. Die Fluchtrichtung im Juni, Juli und bis Mitte August war doch wohl eher die RF.
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Re: Patrioten, Krieger, Rechtsradikale: Das Selbstbild des "Rechten Sektors" in der Ukraine

#12 Beitrag von toto66 » Donnerstag 30. Juli 2015, 21:47

Eine Fluchtrichtung wurde nach und unmittelbar vor Minsk 2 vorrangig durch Frontverlauf und Abrieglung der Spepi-Gebiete bestimmt. Ein weiterer Grund für die Zunahme der Flüchtlinge aus dem Donezk dürfte der Zuzug zu den eigenen Rentenkonten und der vorhandene Freundes- und anntenkreis sein. Normalerweise hat man den eher im eigenen Land als in der RF. Die Fluchtrichtung im Juni, Juli und bis Mitte August war doch wohl eher die RF.
Ziemlich falsch. Unmittelbar vor und nach Minsk2 wurde im Gebiet derer die bis heute mehrheitlich die Sepi-Gebiete verlassen gar nicht mehr gekämpft. Die fliehen mehrheitlich schlicht vor den Sepis, auch wenn es dir und anderen nicht vorstellbar erscheint. Im übrigen die allerwenigsten wegen eines Rentenkontos, dafür sind sie nicht alt genug.
Und kannst du mir bitte erklären warum man aus Luhansk nach Kiev oder Lviv wegen seines Freundeskreises fliehen sollte ? Schliesslich ist Russland nur 50km entfernt und die sprechen dort doch sogar die selbe Sprache... und wie ihr immer sagt gibt es doch da so intensive Beziehungen ?
Der "Frontverlauf" hat es übrigens immer zugelassen nach Russland zu fliehen.
Die Fluchtrichtung im Juni, Juli und bis Mitte August war doch wohl eher die RF
Das hat die altkommunistische Propagandamaschine so vorgegaukelt. Ich glaube das nicht.
Erstaunlicherweise sind diese "Menschenmassen" vollständig aus den Nachrichten von RT und wie die Konsorten alle heissen verschwunden. Sie haben wohl ihren Zweck erfüllt, die Brüder und Schwestern...
Hass vernebelt offensichtlich den Verstand......... . Meinung ersetzt niemals Fakten
schreibe es dir hinter die Ohren

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