Allgemeines DiskussionsforumIst Propaganda alles was die Opposition noch kann?

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#26 Beitrag von Handrij » Dienstag 5. Oktober 2010, 14:16

freedom hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben: .... Die einzige Organisation in der Ukraine, die Demonstranten ohne Geld zusammenbringt ist "Swoboda" und das ist ein Armutszeichen für das was als Opposition bezeichnet wird.

Nein, ich hatte dich nicht verstanden, denn die Behauptung, dass Frau Tymoschenko Geld für die Teilnahme an Demonstrationen verteilen würde, stand nirgendwo. Außerdem habe ich über keine eidesstattliche Erklärungen oder andere nachprüfbare Indizien gehört. Es wäre vielleicht erforderlich zu definieren, wer zur Opposition gehört. Ob beispielsweise nur oppositionelle Parteien dazu zählen.

Schau es dir noch einmal an. Es steht da. Eidesstattliche Erklärungen, nachprüfbare Indizien? Reden wir über die Ukraine?
In der ukrainischen Presse gab es genügend Meldungen darüber, dass sowohl Timoschenko als auch die Regionalen ihren Demonstranten ab 20 Hrywnja zahlen. Das ist ein offenes Geheimnis ....

freedom hat geschrieben:Massendemonstrationen lassen sich auch leicht zusammenschießen, ebenso, wie der Holodymor mit Waffengewalt erzwungen wurde. Für dich scheint es sich bei dem Politikgeschehen in der Ukraine nur um ein großen Spielfeld zu handeln, bei dem die Partei der Regionen lediglich Fehler, wie Gaspreiserhöhungen, Heraufsetzung des Rentenalters, u.a., macht und unschlagbar sei. Nach meiner Einschätzung, ist die Lage wesentlich ernster als es sich nur ein Spiel um Macht und Geld handelt. Mir macht die Oppostion den Eindruck, dass sich viele Mensch gegenseitig auf die Füße und sich im Wege stehen, anstatt gemeinsam für ein würdiges Dasein jedes Ukrainers (m/w) und eine solide Infrastruktur einzusetzen. Umfragen sind manipulierbar, daher lasse ich mich von Umfragen nicht leiten oder beeindrucken. Wie sieht das bei dir aus?

Natürlich ist es ein großes Spielfeld. Die ukrainische Politik ist ein großes Theater und mehr nicht. Umfragen sind natürlich manipulierbar, doch wenn Rasumkow (orangener geht es nicht mehr) ein Sinken der Beliebtheit von der Partei der Regionen und gleichzeitig von BJuT konstatiert und danach prompt das Kommunalwahlgesetz geändert wird, dann glaube ich das.




freedom hat geschrieben:Darf ich dich dahingehend verstehen, dass du sowohl von der Regierung der Ukraine als auch der Opposition enttäuscht bist, weil wesentliche Wahlversprechen nicht eingehalten wurden und sich beide Lager nur am Volkseigentum bereichern und nur um die besten Wirtschaftsvorteile durch Machtpositionen kämpfen?

Enttäuscht bin ich nicht, da ich nichts erwarte. Das ganze Demokratiespielchen ist in der Ukraine noch offensichtlicher als in Deutschland. Von der Sprache her etwas altbacken, aber in der Analyse immer noch brilliant:
Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.
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freedom hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Was hat die Bibel mit den ukrainischen Realien zu tun? "Ur-Bestandteil des ukrainischen Volkes" das klingt gelinde gesagt krude ...

Die Bibel als wesentliches Bestandteil des christlichen Glaubens, wie er in der Ukraine vorherrscht, hat sehr wohl etwas mit der ukrainischen Realität zu tun. Sollten die Kirchen im Lande zur Zierde stehen? Was meinst du, bedeuten die Kreuze an den Straßen und auf den Friedhöfen? Wonach richtest du dein Leben aus, wenn nicht nach den 10 Geboten? Nach Geld, Macht und irdischen Gelüsten? Entschuldige bitte, wenn ich mit "Ur-Bestandteil" deine Gefühle unangenehm berührt habe. Ich meine damit "zum Kern des ukrainischen Vokes gehörend".

"zum Kern des ukrainischen Volkes gehörend" klingt genauso krude ...
Bis auf ein paar Betwanzen glaubt doch keiner mehr wirklich an Gott und das ist gut so. Als Leitprinzip halte ich den Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... für recht geeignet, was von deinen "10 Geboten" nicht so weit weg ist, doch dem Menschen wesentlich mehr Entscheidungsfreiraum gewährt.
Fetischsysteme, wie Religion, betrachte ich als Machtinstrument, durch das die Verhältnisse so "beschissen" bleiben sollen, wie sie sind. Du hast da offensichtlich eine andere Auffassung, doch das ist dein Bier.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#27 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 5. Oktober 2010, 15:25

Sonnenblume hat geschrieben:Übrigens hat sie mit ihren Machtspielchen mit Juschtschenko erst dafür gesorgt, dass Janukowitsch gewinnen konnte. Schon mal darüber nachgedacht?

freedom hat geschrieben:Ganz so einfach stellt sich die Bewertung der Situation für mich nicht. Mag sein, dass du dich hier ziemlich oft hier ausgelassen hast. Um einen Zustand nachhaltig zum Besseren zu wenden, genügt es bei Weitem nicht, sich auszulassen.

Ich kann und werde nicht mehr tun, als meine Meinung hier kund zu tun. Als Ausländer in der Ukraine steht es mir nicht zu, Verhältnisse aktiv ändern zu wollen. Solch eine Einmischung würde ich mir als Ukrainer verbieten!

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#28 Beitrag von lev » Dienstag 5. Oktober 2010, 17:22

Handrij hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben: .... Die einzige Organisation in der Ukraine, die Demonstranten ohne Geld zusammenbringt ist "Swoboda" und das ist ein Armutszeichen für das was als Opposition bezeichnet wird.

Nein, ich hatte dich nicht verstanden, denn die Behauptung, dass Frau Tymoschenko Geld für die Teilnahme an Demonstrationen verteilen würde, stand nirgendwo. Außerdem habe ich über keine eidesstattliche Erklärungen oder andere nachprüfbare Indizien gehört. Es wäre vielleicht erforderlich zu definieren, wer zur Opposition gehört. Ob beispielsweise nur oppositionelle Parteien dazu zählen.

Schau es dir noch einmal an. Es steht da. Eidesstattliche Erklärungen, nachprüfbare Indizien? Reden wir über die Ukraine?
In der ukrainischen Presse gab es genügend Meldungen darüber, dass sowohl Timoschenko als auch die Regionalen ihren Demonstranten ab 20 Hrywnja zahlen. Das ist ein offenes Geheimnis ....

freedom hat geschrieben:Massendemonstrationen lassen sich auch leicht zusammenschießen, ebenso, wie der Holodymor mit Waffengewalt erzwungen wurde. Für dich scheint es sich bei dem Politikgeschehen in der Ukraine nur um ein großen Spielfeld zu handeln, bei dem die Partei der Regionen lediglich Fehler, wie Gaspreiserhöhungen, Heraufsetzung des Rentenalters, u.a., macht und unschlagbar sei. Nach meiner Einschätzung, ist die Lage wesentlich ernster als es sich nur ein Spiel um Macht und Geld handelt. Mir macht die Oppostion den Eindruck, dass sich viele Mensch gegenseitig auf die Füße und sich im Wege stehen, anstatt gemeinsam für ein würdiges Dasein jedes Ukrainers (m/w) und eine solide Infrastruktur einzusetzen. Umfragen sind manipulierbar, daher lasse ich mich von Umfragen nicht leiten oder beeindrucken. Wie sieht das bei dir aus?

Natürlich ist es ein großes Spielfeld. Die ukrainische Politik ist ein großes Theater und mehr nicht. Umfragen sind natürlich manipulierbar, doch wenn Rasumkow (orangener geht es nicht mehr) ein Sinken der Beliebtheit von der Partei der Regionen und gleichzeitig von BJuT konstatiert und danach prompt das Kommunalwahlgesetz geändert wird, dann glaube ich das.




freedom hat geschrieben:Darf ich dich dahingehend verstehen, dass du sowohl von der Regierung der Ukraine als auch der Opposition enttäuscht bist, weil wesentliche Wahlversprechen nicht eingehalten wurden und sich beide Lager nur am Volkseigentum bereichern und nur um die besten Wirtschaftsvorteile durch Machtpositionen kämpfen?

Enttäuscht bin ich nicht, da ich nichts erwarte. Das ganze Demokratiespielchen ist in der Ukraine noch offensichtlicher als in Deutschland. Von der Sprache her etwas altbacken, aber in der Analyse immer noch brilliant:
Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.
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freedom hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Was hat die Bibel mit den ukrainischen Realien zu tun? "Ur-Bestandteil des ukrainischen Volkes" das klingt gelinde gesagt krude ...

Die Bibel als wesentliches Bestandteil des christlichen Glaubens, wie er in der Ukraine vorherrscht, hat sehr wohl etwas mit der ukrainischen Realität zu tun. Sollten die Kirchen im Lande zur Zierde stehen? Was meinst du, bedeuten die Kreuze an den Straßen und auf den Friedhöfen? Wonach richtest du dein Leben aus, wenn nicht nach den 10 Geboten? Nach Geld, Macht und irdischen Gelüsten? Entschuldige bitte, wenn ich mit "Ur-Bestandteil" deine Gefühle unangenehm berührt habe. Ich meine damit "zum Kern des ukrainischen Vokes gehörend".

"zum Kern des ukrainischen Volkes gehörend" klingt genauso krude ...
Bis auf ein paar Betwanzen glaubt doch keiner mehr wirklich an Gott und das ist gut so. Als Leitprinzip halte ich den Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... für recht geeignet, was von deinen "10 Geboten" nicht so weit weg ist, doch dem Menschen wesentlich mehr Entscheidungsfreiraum gewährt.
Fetischsysteme, wie Religion, betrachte ich als Machtinstrument, durch das die Verhältnisse so "beschissen" bleiben sollen, wie sie sind. Du hast da offensichtlich eine andere Auffassung, doch das ist dein Bier.

Also bisher war ich von der Qualität deiner Beiträge sehr überzeugt, aber dieser Beitrag ist echt krass, weit unter der Gürtellinie. :-(
Habe mehrmals hochgescrollt, wer diesen verfasst hat. :o
Was sind eigentlich gottgläubige Betwanzen?

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#29 Beitrag von Handrij » Dienstag 5. Oktober 2010, 17:31

lev hat geschrieben:Also bisher war ich von der Qualität deiner Beiträge sehr überzeugt, aber dieser Beitrag ist echt krass, weit unter der Gürtellinie. :-(
Habe mehrmals hochgescrollt, wer diesen verfasst hat. :o
Was sind eigentlich gottgläubige Betwanzen?


Ich habe nur - und das in drastischen Worten - zum Ausdruck gegeben, dass ich Religion für überholt halte und insofern für gefährlich, da sie Menschen davon abhält etwas an den Verhältnissen zu ändern.
"Betwanzen" ist ein abfälliger Ausdruck für alte Leute (vornehmlich Frauen) die nichts anderes zu tun haben, als in der Kirche zu beten und entsetzt sind und einem Pest und Teufel an den Hals wünschen, wenn man ihnen erklärt, dass man Religion für Humbug und Aberglauben hält.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#30 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 5. Oktober 2010, 18:34

Handrij hat geschrieben:"Betwanzen" ist ein abfälliger Ausdruck für alte Leute (vornehmlich Frauen) die nichts anderes zu tun haben, als in der Kirche zu beten und entsetzt sind und einem Pest und Teufel an den Hals wünschen, wenn man ihnen erklärt, dass man Religion für Humbug und Aberglauben hält.

Wer macht denn sowas ;)

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#31 Beitrag von lev » Dienstag 5. Oktober 2010, 23:14

Handrij hat geschrieben:
lev hat geschrieben:Also bisher war ich von der Qualität deiner Beiträge sehr überzeugt, aber dieser Beitrag ist echt krass, weit unter der Gürtellinie. :-(
Habe mehrmals hochgescrollt, wer diesen verfasst hat. :o
Was sind eigentlich gottgläubige Betwanzen?


Ich habe nur - und das in drastischen Worten - zum Ausdruck gegeben, dass ich Religion für überholt halte und insofern für gefährlich, da sie Menschen davon abhält etwas an den Verhältnissen zu ändern.
"Betwanzen" ist ein abfälliger Ausdruck für alte Leute (vornehmlich Frauen) die nichts anderes zu tun haben, als in der Kirche zu beten und entsetzt sind und einem Pest und Teufel an den Hals wünschen, wenn man ihnen erklärt, dass man Religion für Humbug und Aberglauben hält.

Ich glaube das jetzt nicht, du willst ernsthaft behaupten, dass in heutiger Zeit alle gottgläubigen akzeptieren, dass sie nichts an ihren, wie du sagst beschissenen Verhältnissen ändern dürfen bzw. sollen.
Es gibt bekanntlich auch Millionen Gläubige, die nicht in beschissenen Verhältnissen leben, trotzdem in die Kirche gehen und außerdem noch Spenden und damit anderen Menschen helfen. (das heißt nicht, dass Atheisten nicht Spenden und Helfen)
Ich, bin Katholik und in einer Kirchengemeinde, in einer deutschen Stadt mit ca. 25.000 Einwohner. 60 % unserer Gemeinde sind moderne und voll im Leben stehende Menschen, vom Bürgermeister, über viele in verantwortlichen Positionen stehende Menschen in Wirtschaft, Politik und im Ehrenamt. Für sie alle ist ihr Glaube, bestimmt nicht gefährlich und auch sie sind stets bemüht ihren Lebensstandard zu verbessern, aber eben auch der anderen.
Die Betwanzen, wie du und wohl auch andere abwertend bezeichnest, gehen schon zu Lebzeiten in die Kirche. (zu Sowjetzeiten sicher nur im Verborgenen)
Und ich glaube, nicht aus purer Langeweile, sondern weil sie einen Ort suchen, der ihnen Kraft gibt. (auch das „beschissene“ zu ertragen)
Du gehst allen ernstes in Kirchen und willst den alten Frauen erklären, dass Religion Humbug und Aberglaube ist???
Das ist wirklich erstaunlich und mutig! Nur die Frage ist erlaubt, welche Reaktion erhoffst du dir mit dieser Aktion? [smilie=dntknw.gif]

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#32 Beitrag von Handrij » Dienstag 5. Oktober 2010, 23:46

lev hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Ich habe nur - und das in drastischen Worten - zum Ausdruck gegeben, dass ich Religion für überholt halte und insofern für gefährlich, da sie Menschen davon abhält etwas an den Verhältnissen zu ändern.
"Betwanzen" ist ein abfälliger Ausdruck für alte Leute (vornehmlich Frauen) die nichts anderes zu tun haben, als in der Kirche zu beten und entsetzt sind und einem Pest und Teufel an den Hals wünschen, wenn man ihnen erklärt, dass man Religion für Humbug und Aberglauben hält.

Ich glaube das jetzt nicht, du willst ernsthaft behaupten, dass in heutiger Zeit alle gottgläubigen akzeptieren, dass sie nichts an ihren, wie du sagst beschissenen Verhältnissen ändern dürfen bzw. sollen.
Es gibt bekanntlich auch Millionen Gläubige, die nicht in beschissenen Verhältnissen leben, trotzdem in die Kirche gehen und außerdem noch Spenden und damit anderen Menschen helfen. (das heißt nicht, dass Atheisten nicht Spenden und Helfen)
Ich, bin Katholik und in einer Kirchengemeinde, in einer deutschen Stadt mit ca. 25.000 Einwohner. 60 % unserer Gemeinde sind moderne und voll im Leben stehende Menschen, vom Bürgermeister, über viele in verantwortlichen Positionen stehende Menschen in Wirtschaft, Politik und im Ehrenamt. Für sie alle ist ihr Glaube, bestimmt nicht gefährlich und auch sie sind stets bemüht ihren Lebensstandard zu verbessern, aber eben auch der anderen.
Die Betwanzen, wie du und wohl auch andere abwertend bezeichnest, gehen schon zu Lebzeiten in die Kirche. (zu Sowjetzeiten sicher nur im Verborgenen)
Und ich glaube, nicht aus purer Langeweile, sondern weil sie einen Ort suchen, der ihnen Kraft gibt. (auch das „beschissene“ zu ertragen)

Bitte sehr, sollen die Leute glauben und derweil macht die Kirche riesige Immobilien- und Waffengeschäfte, hilft Nazis bei der Flucht, segnet Waffen usw. usw. usw. und über den Umgang mit Kindern in diesen Machtverhältnissen brauchen wir bei der katholischen Kirche ja kein Wort zu verlieren usw. Wohin deine Spenden gehen, weißt du hoffentlich. Als ordentlicher Katholik musst du dich schon fragen lassen, warum Ihr den ganzen Kram mitmacht. Skandale und Anlässe gab es ja genug diesen Verein aufzulösen.
Glaube von mir aus weiterhin und wenn du die zehn Gebote beachtest, dann strebst du ebenso nach humanistischen Werten wie andere, aber mit den Institutionen Kirche und Religion allgemein möchte ich nichts zu tun haben. Punkt.

lev hat geschrieben:Du gehst allen ernstes in Kirchen und willst den alten Frauen erklären, dass Religion Humbug und Aberglaube ist???
Das ist wirklich erstaunlich und mutig! Nur die Frage ist erlaubt, welche Reaktion erhoffst du dir mit dieser Aktion? [smilie=dntknw.gif]

Neh, aber wenn ich jemandem der vor der Kirche steht und bettelt Geld gebe und ich mir Gottesbezüge in den Dankesworten verbitte, dann muss ich mir schon irgendwelchen Quark anhören, von wegen und ich bin ungläubig und es wird ein schlechtes Ende mit mir nehmen. Oder wenn ich frage, warum ich mich bekreuzigen soll (Führung in der Lawra), wenn ich doch nicht abergläubig bin.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#33 Beitrag von lev » Mittwoch 6. Oktober 2010, 00:13

Das du, mit deiner extrem antireligiösen Einstellung keinen riesigen Bogen um jede Kirche machst und auch noch den alten Betwanzen Geld gibst. Also, nur großes Staunen meinerseits! :o
Meine Spenden gehen direkt nach Lviv zur Suppenküche für alte und bedürftige Menschen und nach Sibirien zu einem deutschen Bischof, ohne "Zwischenhändler" und ohne einen Euro Verlust. (ist natürlich nicht die Regel)

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freedom
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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#34 Beitrag von freedom » Mittwoch 6. Oktober 2010, 02:12

Handrij hat geschrieben:.... Die einzige Organisation in der Ukraine, die Demonstranten ohne Geld zusammenbringt ist "Swoboda" und das ist ein Armutszeichen für das was als Opposition bezeichnet wird.

freedom hat geschrieben:Nein, ich hatte dich nicht verstanden, denn die Behauptung, dass Frau Tymoschenko Geld für die Teilnahme an Demonstrationen verteilen würde, stand nirgendwo. Außerdem habe ich über keine eidesstattliche Erklärungen oder andere nachprüfbare Indizien gehört. Es wäre vielleicht erforderlich zu definieren, wer zur Opposition gehört. Ob beispielsweise nur oppositionelle Parteien dazu zählen.

Handrij hat geschrieben:Schau es dir noch einmal an. Es steht da. Eidesstattliche Erklärungen, nachprüfbare Indizien? Reden wir über die Ukraine? In der ukrainischen Presse gab es genügend Meldungen darüber, dass sowohl Timoschenko als auch die Regionalen ihren Demonstranten ab 20 Hrywnja zahlen. Das ist ein offenes Geheimnis ....

Also, wenn die Geldnot im Lande so groß ist, dass Staatsbürger fürs Demonstrieren Geld nehmen müssen, ist die Lage der Nation noch schlimmer als ich annahm. Wer, was, wo, falsch macht, kann ich nicht beurteilen, doch die Symptome eines hemmungslosen Raubtierkapitalismus sind ja nun nicht mehr zu übersehen. Wer verhindert in der Ukraine ein "menschliches Miteinander", bei dem alle versorgt sind und niemand Not leiden muss? Ist das Bedürfnis der Herrschenden so groß, alle Macht und allen Reichtum an sich reißen zu müssen, und dadurch die Menschen des eigenen Volkes, dem Verrecken preis zu geben?

freedom hat geschrieben: Massendemonstrationen lassen sich auch leicht zusammenschießen, ebenso, wie der Holodymor mit Waffengewalt erzwungen wurde. Für dich scheint es sich bei dem Politikgeschehen in der Ukraine nur um ein großen Spielfeld zu handeln, bei dem die Partei der Regionen lediglich Fehler, wie Gaspreiserhöhungen, Heraufsetzung des Rentenalters, u.a., macht und unschlagbar sei. Nach meiner Einschätzung, ist die Lage wesentlich ernster als es sich nur ein Spiel um Macht und Geld handelt. Mir macht die Oppostion den Eindruck, dass sich viele Mensch gegenseitig auf die Füße und sich im Wege stehen, anstatt gemeinsam für ein würdiges Dasein jedes Ukrainers (m/w) und eine solide Infrastruktur einzusetzen. Umfragen sind manipulierbar, daher lasse ich mich von Umfragen nicht leiten oder beeindrucken. Wie sieht das bei dir aus?

Handrij hat geschrieben:Natürlich ist es ein großes Spielfeld. Die ukrainische Politik ist ein großes Theater und mehr nicht. Umfragen sind natürlich manipulierbar, doch wenn Rasumkow (orangener geht es nicht mehr) ein Sinken der Beliebtheit von der Partei der Regionen und gleichzeitig von BJuT konstatiert und danach prompt das Kommunalwahlgesetz geändert wird, dann glaube ich das.

Bei einem Theater gehen die Besucher nach Ende der Vorstellung nach Hause, hier geht das nicht, denn das Feld der ukrainischen Machtkämpfe befindet sich überall im Land und ist von unschuldigen Opfern übersät. Die Toten der Grippeepidemie und des kalten Winters dürften die Spitze des Eisbergs sein. Eines Eisbergs, entstanden aus menschlicher Kälte und Unbarmherzigkeit.

freedom hat geschrieben:Darf ich dich dahingehend verstehen, dass du sowohl von der Regierung der Ukraine als auch der Opposition enttäuscht bist, weil wesentliche Wahlversprechen nicht eingehalten wurden und sich beide Lager nur am Volkseigentum bereichern und nur um die besten Wirtschaftsvorteile durch Machtpositionen kämpfen?

Handrij hat geschrieben:Enttäuscht bin ich nicht, da ich nichts erwarte. Das ganze Demokratiespielchen ist in der Ukraine noch offensichtlicher als in Deutschland. Von der Sprache her etwas altbacken, aber in der Analyse immer noch brilliant:
Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.
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Wer einen demokratischen Rechtsstaat für machtpolitische Spielchen missbraucht oder missbrauchen will, besitzt nicht die persönliche Reife für Amtspositionen und gefährdet den Staat.

Handrij hat geschrieben:Was hat die Bibel mit den ukrainischen Realien zu tun? "Ur-Bestandteil des ukrainischen Volkes" das klingt gelinde gesagt krude ...

freedom hat geschrieben:Die Bibel als wesentliches Bestandteil des christlichen Glaubens, wie er in der Ukraine vorherrscht, hat sehr wohl etwas mit der ukrainischen Realität zu tun. Sollten die Kirchen im Lande zur Zierde stehen? Was meinst du, bedeuten die Kreuze an den Straßen und auf den Friedhöfen? Wonach richtest du dein Leben aus, wenn nicht nach den 10 Geboten? Nach Geld, Macht und irdischen Gelüsten? Entschuldige bitte, wenn ich mit "Ur-Bestandteil" deine Gefühle unangenehm berührt habe. Ich meine damit "zum Kern des ukrainischen Vokes gehörend".

Handrij hat geschrieben:"zum Kern des ukrainischen Volkes gehörend" klingt genauso krude ...
Bis auf ein paar Betwanzen glaubt doch keiner mehr wirklich an Gott und das ist gut so. Als Leitprinzip halte ich den Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... für recht geeignet, was von deinen "10 Geboten" nicht so weit weg ist, doch dem Menschen wesentlich mehr Entscheidungsfreiraum gewährt.
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Gut, dritter Anlauf: "... zum Ursprung der ukrainischen Volkes gehörend."
Mit dem abwertenden und beleidigenden Begriff der "Betw..." kann ich nicht diskutieren. Ich bin der Meinung, dass nicht der Glaube das Hemmnis für mehr Entscheidungsfreiraum und positive Veränderungen ist, sondern starrsinnige Menschen, die von Religion abhängig sind und sich mit Hilfe der Religion eine Machtposition aufgebaut haben, die sie auf keinen Fall geschmälert wissen möchten. Diese Machtposition könnte auch ein Abhängigkeitsverhältnis der Gläubigen einschließen, egal zu welchem Preis. Werden die Opfer zur Schlachtbank geführt (Holodymor, Epidemie, Arbeitslosigkeit), kann man sich immer noch mit dem Willen Gottes herausreden. Niemals darf in solchen Fällen anerzogene Unmündigkeit oder Handlungsunfähigkeit und erst recht nicht, unmoralisches oder unmenschliches Verhalten von Staatsvertretern als Begründung auftauchen. Dies würde nämlich unangenehme Fragen zum Entstehen bringen. ... und die schlimmste von allen lautet: Warum? Dennoch wird die christliche Heilslehre fortbestehen, und die ukrainische Opposition wäre gut beraten, diese zu integrieren und mit moralisch einwandfreiem Verhalten zum Ausdruck zu bringen.

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Optimist
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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#35 Beitrag von Optimist » Mittwoch 6. Oktober 2010, 21:25

Für beide orangenen Revolutionäre wird es auch keine zweite Chance geben, da sie leider alle nationalen und internationalen Sympatien leichtfertig aufs Spiel gesetzt und für immer verloren haben.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#36 Beitrag von Handrij » Mittwoch 6. Oktober 2010, 21:42

lev hat geschrieben:Das du, mit deiner extrem antireligiösen Einstellung keinen riesigen Bogen um jede Kirche machst und auch noch den alten Betwanzen Geld gibst. Also, nur großes Staunen meinerseits! :o

Ach wieso. Zum einen ist es interessant zu sehen, wie sich die Leute um die "Gotteshäuser" gekümmert haben und was dort so passiert. Zum anderen hilft es beim Verstehen von geschichtlichen Vorgängen (ok, das bilde ich mir vielleicht ein). In jedem Fall finde ich es schon einfach ganz schön "krass" zu sehen, wie so ein Mönch sich so eine Kammer gräbt und dort sein Leben verbringt. Da gibt es wesentlich angenehmere Sachen ...
Die Omas tun einem einfach leid ...


freedom hat geschrieben:Gut, dritter Anlauf: "... zum Ursprung der ukrainischen Volkes gehörend."

Neh, lass mal, da kommen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner.

freedom hat geschrieben:lautet: Warum? Dennoch wird die christliche Heilslehre fortbestehen, und die ukrainische Opposition wäre gut beraten, diese zu integrieren und mit moralisch einwandfreiem Verhalten zum Ausdruck zu bringen.

Integriert ist sie bereits seit langem. Sowohl Opposition als auch Regierung lassen sich regelmäßig in der Kirche blicken und verwenden ziemlich viele Gottesbezüge. Das Verhalten wird deswegen trotzdem nicht angepasst.
Selbst Juschtschenko, dem ich den Glauben abgekauft habe, hat sich offensichtlich bereichert und damit wie so oft "Wasser gepredigt und Wein getrunken" (ok, ok, das ist ein wenig abgedroschen)




Optimist hat geschrieben:Für beide orangenen Revolutionäre wird es auch keine zweite Chance geben, da sie leider alle nationalen und internationalen Sympatien leichtfertig aufs Spiel gesetzt und für immer verloren haben.

Na, ob das nicht ein bisschen verfrüht ist? Janukowytsch wurde 2004 auch bereits abgeschrieben und er ist wieder da. Andererseits sind die Regionalen offensichtlich angetreten, um länger zu bleiben.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#37 Beitrag von Handrij » Mittwoch 6. Oktober 2010, 21:48

Hier mal noch ein anderer Newsletter von einer NGO:

Nr. 1
Issue 1: Monday 16th August 2010

In this Issue:

Article 1: The Ukrainian government receives the first tranche from the IMF.

Article 2: The Party of Regions hastens the termination of 2004 political reform.

Article 3: The President has signed the law on local elections.

Article 4: The Ukrainian government accelerates the reform of energy sector.



President Viktor Yanukovych and his political party continue to concentrate power in their hands, trying to broaden presidential powers and change the rules for local election. Whilst the IMF unveils a new lending program for Ukraine the Government considers structural reforms in the energy sector.


The Ukrainian government receives the first tranche from the IMF.

IMF Board approves a fresh loan for Ukraine, a stand-by program of $15.15 billion, to overcome the country's economic crisis and to ease the creation of structural reforms. According to Vice Prime Minister for Economics Tyhipko the first tranche of $ 1.89 billion, will be spent on the repayment of the state budget deficit ($1 billion) with the remaining $890 million allotted to the restoration of foreign exchange reserves in Ukraine’s National Bank.

The second tranche is expected in December 2010. The further allocation of funds will depend upon the Ukrainian government’s successes in meeting the IMF’s continuation criteria, which include the raising of the retirement age, reforms in the energy sector and public utilities, reducing the budget deficit to 3.5% of GDP by the end of 2011 and to 2.5% - by 2012, the recapitalization of banks by the end of 2010, and the development of a reliable monetary policy for the National Bank of Ukraine. The new IMF loan significantly increases both the public and state-guaranteed debt of Ukraine, which was estimated to amount to $43 billion on the 30th June this year.

People First Comment: Borrowing is easy, paying it back is not. Whilst few would doubt the necessity of the loans questions need to be asked as to how this ever increasing mountain of debt is going to be serviced. The national debt stands at $43 billion and with interest the sum is growing. That’s approximately $3,500 per household which in international terms is tolerable but in Ukraine, where the average household income of only $300(1) per month, this figure is worryingly high.

The GDP per capita of Ukraine is one of the lowest in Eastern Europe at a little over $2,450(2) (only 13%(2) of neighboring Slovakia). Government funding only comes from one source; taxation. Taxes taken from salaries and from businesses every month and if there is not enough money in the state budget to repay the loans then the only options for the government are to either negotiate a deferment that will make all loans to Ukraine even more expensive or not pay state salaries or to increase taxes.

We believe that the alternative for the government is to create an environment where companies’ particularly small and medium sized companies can flourish. In the EU approximately 67.4%(3) of the labour force is employed in the SME sector and contribute 57.7%(3) of GDP whilst in Ukraine the figure is only 25%(4) contributing a paltry 7%(5) of GDP, yet almost 85%(6) of the Ukrainian tax inspectorate are dedicated to the SME sector. The balance is completely wrong. Parliament must look more to the national interest and not the vested interests of a powerful few.

Sources: 1. Ministry of Finance of Ukraine

2. World Bank Data

3. European Union Data

4. Office of the Prime Minister of Ukraine 2009

5. State Committee of Ukraine for State Policy and Entrepreneurship

6. Party of Small & Medium Business in Ukraine



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The Party of Regions hastens the termination of 2004 political reform.

Party of Regions representatives insist the necessity of cancelling the political reforms programme adopted in 2004, resulting in a return to the presidential-parliamentary structure of government in Ukraine. To this effect, a joint submission of 252 MPs was delivered to the Constitutional Court of Ukraine, supporting the motion for Constitutional changes to the presidential / parliamentarian relationship. The presiding Judge of the case is S.Vdovychenko, previously employed as a judge in the Donetsk region. These factors suggest the possibility of a swayed decision at the Constitutional Court in President V.Yanukovych’s favour.

In case of an adjudicate decision by the Constitutional Court, the 2004 political reforms judged to be in conflict with the Constitution of Ukraine would be open for modification or interpretation by the Party of Regions. Thus enabling them, through a vote of 300 MP’s or national referendum to return broad powers to V.Yanukovych. Currently, the preferred option for the Party of Regions, is to hold referenda on changes to the Constitution of Ukraine.

People First Comment: In order to make any changes to the Constitution of Ukraine or its procedures the government need a clear mandate from the people. This is a fundamental of the democratic process. To acquire a mandate the issue should have been presented to the people at the last Rada or Presidential election in order that the people could decide whether they want such a change or not. Judge Vdovychenko despite his pre-eminence has no authority to decide on this issue without the formal approval of the people. If Party of the Regions want to recommend such changes let them put their arguments to the people in a free and fair democratic referendum where both the ‘yes’ and ‘no’ camps have equal access to the media and the cost of the referendum are tightly controlled . Politicians are the elected representatives of the people and as representatives they too have no authority to make such far reaching decisions without a mandate from their electorate. In our opinion, without a clear mandate from the people Party of the Regions would be exceeding their authority as representatives of the people and thus any change would be morally indefensible.

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The President has signed the law on local elections.

V.Yanukovych has signed the revised law on local elections, which demands a return to the majority-proportional system. Local elections will be held on October 31st with the election campaign officially scheduled to begin 50 days prior. Under the law, the process of nominating candidates for the position of deputy in local councils will be implemented through local organizations of political parties, denying unaffiliated citizens the right to stand for local election.

In addition, the law stipulates that candidates can be put forward only by those parties registered not later than one year before the elections. This rule disallows the nomination of the new wave of charismatic politicians and their political forces, including; “Strong Ukraine” of S.Tyhipko, “The Front of Changes” of A.Yatsenyuk, "The Citizens Platform" of A.Gritsenko, and others. For these politicians the only chance to gain power at local levels is by uniting with old-party players. By changing the election rules at the local level before the elections, the Party of Regions wants to rid itself of its political rivals of the new generation, who currently receive a more sympathetic response from Ukrainian voters.

People First Comment: These changes to the system of local elections do nothing to build the credibility of current administration. These are the sort of changes we would expect to see in banana republics as dictators cling to the last vestiges of power. In a free democracy anybody should be allowed to stand for election. It is up to the people to decide whom they want as their representatives not up to those in power to select the candidates. Ukrainian democracy just took a major step backwards but those in power may well have underestimated the people of Ukraine who normally prefer to support the underdog. Messers Tyhipko, Yatsenuk and Gritsenko have just been given a massive boost. They and other forward thinkers will come to power, perhaps not this time, but when they do the boot will be on the other foot.

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The Ukrainian government accelerates the reform of energy sector.

The Cabinet of Ministers of Ukraine together with the management of NJSC “Naftogas of Ukraine” is holding an evaluation of the assets of the state owned oil and gas company, after which the launch of a joint venture between “Gazprom” and “Naftogaz” is probable. The Russian contribution to the venture, according to the chairman of “Gazprom” A.Miller is likely to be a deposit with reserves of 1 trillion cubic meters of gas. At the same time, Ukraine's accession into the European energy community and the adaptation of its legislation to fit EU norms could prevent the unification of the Russian and Ukrainian gas monopolies. During the July visit to Kyiv the European Commissioner for Energy informed the Prime Minister M.Azarov that Ukraine could, within six months, become a member of the European energy community.

The next step for Ukrainian authorities in reforming the energy sector is the suggestion from Moscow and Brussels to create a unified gas consortium, Ukraine - Russia - EU. For this purpose the Ukrainian government is seeking guarantees from Russia of annual pumping through Ukraine of at least 150 billion cubic meters of gas per year, for the next 10 years. Correspondently the EU must provide a guarantee of matching these volumes of gas in purchasing. These requirements greatly reduce the likelihood of such a gas consortium coming into being, and hinders the dynamic development of the energy sphere of Ukraine.

People First Comment: Gazprom is one of the largest energy companies in the world whilst Naftogaz is often cited as being on the verge of bankruptcy. Are we really expected to believe that Goliath is inviting David to tea? Naftogaz should not be bankrupt, it has been mismanaged and seen as a cash cow by successive governments for years. It has failed to invest in either the national pipeline network or Ukraine’s vast gas fields to a point where the country may have to surrender control of its most important assets simply to avoid a total collapse of the system. Ukraine should be a net exporter of Gas but virtually nothing has been done to develop the off-shore assets of the Black Sea, the coal bed methane assets of the Donbass region or the shale gas assets of western Ukraine. Western energy companies who have the technology to develop these assets twiddle their thumbs waiting for the bureaucracy to allow them to move forwards. It is in the national interest to develop these assets as soon as possible but the lack of transparency and accountability of government that has evolved since independence mean that it is virtually impossible for anybody to see what is really going on.

A merger between Naftogaz and Gazprom is unlikely to enable extensive development as it would not be in Gazprom’s long term interests. Furthermore the European Union now wary of its dependence on Russia is investing heavily in liquefied natural gas therefore Russian gas flows to the EU are more likely to go down rather than up. In our opinion Naftogaz is a prime example of why new standards of democratic accountability and transparency need to be introduced into every aspect of government in Ukraine

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#38 Beitrag von Optimist » Mittwoch 6. Oktober 2010, 22:03

"Na, ob das nicht ein bisschen verfrüht ist? Janukowytsch wurde 2004 auch bereits abgeschrieben und er ist wieder da. Andererseits sind die Regionalen offensichtlich angetreten, um länger zu bleiben."

Das wäre dann der Film "Und täglich grüsst das Murmeltier"!

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#39 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 6. Oktober 2010, 23:29

Optimist hat geschrieben:"Na, ob das nicht ein bisschen verfrüht ist? Janukowytsch wurde 2004 auch bereits abgeschrieben und er ist wieder da. Andererseits sind die Regionalen offensichtlich angetreten, um länger zu bleiben."

Das wäre dann der Film "Und täglich grüsst das Murmeltier"!


Aber bis dahin - "Mir nach, Canaillen"

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#40 Beitrag von freedom » Donnerstag 7. Oktober 2010, 04:00

Sonnenblume hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:"Na, ob das nicht ein bisschen verfrüht ist? Janukowytsch wurde 2004 auch bereits abgeschrieben und er ist wieder da. Andererseits sind die Regionalen offensichtlich angetreten, um länger zu bleiben."

Das wäre dann der Film "Und täglich grüsst das Murmeltier"!


Aber bis dahin - "Mir nach, Canaillen"


... länger zu bleiben? Wegen des Hanfanbaus im Lande? Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... ~~~c___

P.S.Wieso andererseits? Wer so an der Macht klebt, möchte sicher gern länger das Zepter schwingen. ]:-} =]]]]>

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#41 Beitrag von freedom » Donnerstag 7. Oktober 2010, 04:31

Handrij hat geschrieben:Hier mal noch ein anderer Newsletter von einer NGO:
Nr. 1
Issue 1: Monday 16th August 2010

The GDP per capita of Ukraine is one of the lowest in Eastern Europe at a little over $2,450(2) (only 13%(2) of neighboring Slovakia). ...
We believe that the alternative for the government is to create an environment where companies’ particularly small and medium sized companies can flourish. In the EU approximately 67.4%(3) of the labour force is employed in the SME sector and contribute 57.7%(3) of GDP whilst in Ukraine the figure is only 25%(4) contributing a paltry 7%(5) of GDP, yet almost 85%(6) of the Ukrainian tax inspectorate are dedicated to the SME sector. The balance is completely wrong. Parliament must look more to the national interest and not the vested interests of a powerful few...

Diese Zahlenangaben spiegeln genau das wider, was ich auf meinen Reisen durch die Ukraine leider feststellen muss: Armut! Auch ich halte es für dringendst erforderlich, jedem ukrainischen Staatsbürger tatsächlich ein würdiges Dasein zu sichern, denn von leeren Versprechungen und politischen Absichtserklärungen kann niemand leben.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#42 Beitrag von Handrij » Freitag 8. Oktober 2010, 18:09

Es wird jetzt absurder.
Jetzt lässt die "Batkiwschtschyna" bereits Mails direkt von Spin-Doctors verschicken.

Die angeführten Sachen sind ernst. Zu den konkreten Vorwürfen der Nichtregistrierung der neuen Vorsitzenden ist mir keine Reaktion der Partei der Regionen oder des Präsidialamtes aufgefallen. Wahrscheinlich werden kurz vor der Wahl die "richtigen" Kandidaten doch noch zugelassen, um den Schein zu wahren. In jedem Fall ist der Wahlkampf gestört worden.

Press Service of the party “Batkivshchyna”:

Please see the statement attached from BYuT-Batkivshchyna on the use of “administrative resources” being directed against Ukraine’s largest opposition party ahead of the 31 October local elections. President Yanukovych and his allies have ordered the Justice Ministry not to register regional organizations of Batkivshchyna. Instead the Ministry of Justice is granting Batkivshchyna party certificates to unknown groups and the Ministry of the Interior is issuing false seals to them. The election commissions are taking false lists of candidates from these “party-clones.” We understand that the Chief of Staff of the presidential administration is behind this.

This policy of establishing fake Batkivshchyna branches and registering them to participate in the election has already excluded Batkivshchyna from participating in four major regions: Kyiv, Lviv, Luhansk and Ternopil. To draw attention to what is a clear case of electoral fraud, Batkivshchyna’s regional organisations have announced a hunger strike. Please see the attached statement from the party regarding this.

Dawn Flynn

Ridge Consulting Ltd

Tel: +44 (0)1252 416202

Email: dawn.flynn@ridgeconsult.com


Die Firma Ridgeconsult stellt sich folgendermaßen dar:
-----
Ridge Consulting is a specialised communications consultancy focused on helping businesses and governments to reposition themselves and raise their profile.

Our forte is to help clients to understand what makes them unique and special, then communicate that in a compelling way.

We believe good communication is key to building a reputation and brand.
As such, it should touch every part of the marketing mix.
-----

Der Anhang hat diesen Inhalt:

What have we come to! We, the people of Ukraine, are losing the independence that was won by millions of lives. We are losing our fundamental rights and freedoms, our culture, history, language, strategic state assets and our European perspective.
We can stop these humiliating developments only through fair elections. But today, it is obvious that a fair election, which means elections in principle, could become impossible in Ukraine. And if we now fail to protect people’s rights to elect we will never be able to protect Ukraine either!
The last six years have been difficult, but it is within this time that a real freedom and relatively fair election system were born. And now, Yanukovych is consciously and brutally destroying these gains.
It is obvious that the new Law on Local Elections establishes an unprecedented system of vote-rigging in Ukraine. These elections are just training and a trial run of the new cynical system of vote-rigging before the next parliamentary and presidential elections.
We are witnessing a real farce; in all election commissions – from central to territorial, and district election commissions – the majority that is loyal to Yanukovych has been secured. He also controls heads and seals of all the commissions. Such election commissions are granted the right to sign election protocols in “troikas” (triumvirates), as it was in Stalin’s time, without any effective observation. Similarly to 2004, Yanukovych established a procedure when it does not matter who votes and for whom, but it matters who “counts”, and draws a protocol.
Following the example of the CSPU, Yanukovych de facto implements a single-party system in Ukraine. Heads of educational institutions, hospitals, entrepreneurs, civil servants, candidates for mayors and deputies are forced to desert to the ruling party. If they refuse to do this they are thrown into jails, sacked, their business is destroyed through law-and-order forces, their families and children are intimidated.
Yanukovych is creating his single-party system by means of raiding influential organizations of the biggest opposition party “Batkivshchyna”. The Ministry of Justice grants the “Batkivshchyna” party certificates to unknown groups; and the Ministry of Interior issues false seals for them. Election commissions take false lists of candidates for deputies from these “party-clones”; the lists are made up by Mr. Liovochkin, head of Yanukovych’s presidential administration.
In such a way, the biggest opposition party “Batkivshchyna” has been already  excluded from the participation in the local elections in four regions of Ukraine: Kiev, Lviv , Luhansk and Ternopil.
If we do not stop this large-scale election fraud then we will never have elections in Ukraine again. We will have only an illusion of elections and the constant power of one person and his allies.
Today we announce a hunger strike to attract the attention of Ukrainian society and the whole world to the fact that now a dictatorship is being established in one of Europe’s biggest countries – Ukraine. Ukrainians often say that the USA and, unfortunately, the EU has made Ukraine a political currency in geopolitical agreements, and because of this they consciously turn a blind eye to the usurpation of power and violation of human rights and freedoms.
It has been called stability in a “gobbledygook” diplomatic language. A system of falsifications of people’s will has been called “fair and transparent elections”.  Annulments of Ukraine’s Constitution, which has been in force during the last six years, by the puppet Constitutional Court has been taken into account and has been called “a precondition to implement successful reforms”. Now we address not just the leaders of key countries but to their people, their journalists and their parliaments. We ask them to help Ukrainian people to defend our young democracy and Ukraine’s state sovereignty.
The whole world needs to stop this absurd, transformation of young Ukrainian democracy into a dictatorship in Europe of the third millennium.
We love our country, and we do our best to stand for its freedom. Now, Ukraine no longer has neighbors, no parliament, no Constitution, no elections and media freedom, we no longer look to international institutions that pretend to struggle for the strengthening of democracy and freedom all over the world.
Because of this, we announce a hunger strike and demand a return to fair elections and keep a chance for Ukraine.
Now we have only our lives, which we are ready to give for Ukraine.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#43 Beitrag von freedom » Freitag 8. Oktober 2010, 19:43

Handrij hat geschrieben:Es wird jetzt absurder.
Jetzt lässt die "Batkiwschtschyna" bereits Mails direkt von Spin-Doctors verschicken.

Die angeführten Sachen sind ernst. Zu den konkreten Vorwürfen der Nichtregistrierung der neuen Vorsitzenden ist mir keine Reaktion der Partei der Regionen oder des Präsidialamtes aufgefallen. Wahrscheinlich werden kurz vor der Wahl die "richtigen" Kandidaten doch noch zugelassen, um den Schein zu wahren. In jedem Fall ist der Wahlkampf gestört worden.

Press Service of the party “Batkivshchyna”:

Please see the statement attached from BYuT-Batkivshchyna on the use of “administrative resources” being directed against Ukraine’s largest opposition party ahead of the 31 October local elections. President Yanukovych and his allies have ordered the Justice Ministry not to register regional organizations of Batkivshchyna. Instead the Ministry of Justice is granting Batkivshchyna party certificates to unknown groups and the Ministry of the Interior is issuing false seals to them. The election commissions are taking false lists of candidates from these “party-clones.” ...
Because of this, we announce a hunger strike and demand a return to fair elections and keep a chance for Ukraine.
Now we have only our lives, which we are ready to give for Ukraine.

[smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor]
Ich mag keinen Sozialismus, Kommunismus und andere Regimeformen, weil diese künstlichen Gemeinschaftbildungen letztendlich nur wenige begünstigen und der Allgemeinheit schaden. Bei den vorgebrachten Geschehnissen, kann sich niemand herausreden, wie bei, na, ihr wisst schon, mit: Es wird schon nicht so schlimm werden!
Im Gegenteil, wir sind im 21. Jahrhundert, und es kann für alle Beteiligten sehr schlimm werden. Selbstlügen sind hier völlig fehl am Platz!

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#44 Beitrag von Handrij » Freitag 8. Oktober 2010, 21:41

Jetzt gibt es auf der Website von BJuT Webcams, mit denen sich der Hungerstreik "überwachen" lässt.
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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#45 Beitrag von freedom » Samstag 9. Oktober 2010, 03:07

Handrij hat geschrieben:Jetzt gibt es auf der Website von BJuT Webcams, mit denen sich der Hungerstreik "überwachen" lässt.

Abgesehen davon, dass mit Flashplayer keine der beiden Webcams Bilder zeigt, wäre doch genug Platz für diejenigen vorhanden, die ohnehin kein Geld zum Essen haben. Stören dürfte es sowieso niemanden, da die eine Hälfte der Entscheidungsträger zum Spielgeldsammeln im Ausland ist und die Hälfte sich zur Selbstdarstellung Talkshows oder anderen Vergnügungen widmet. Oder liege ich mit meiner Annahme weit daneben? Bis jetzt werden von öffentlichen Stellen nur steigende Inflationsraten und Preise bekannt gegeben, aber über effiziente Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gibt es nichts zu vermelden. Geschweige denn von Feedback im Sinne von Erfolgsmeldungen beim Kampf gegen das Elend. Wie viele Arbeitsplätze sind mit den Investitionsgeldern bisher entstanden oder geschaffen worden? Wo sind all die glücklichen und zufriedenen Menschen, die sich wie in Deutschland am angeblich gestiegenen Wirtschaftswachstum erfreuen? Also, in Deutschland kenne ich niemanden, außer die HartzIV-Empfänger, die sich mit eine Erhöhung von 5 Euro ab 01.01.2011 der Völlerei widmen dürfen. Vielleicht noch die BAFÖG-Empfänger, denen durchschnittlich 13 Euro/ monatl. mehr für den Lebensunterhalt zugesprochen wird. Wurden jemals von der Opposition Vorschläge, wie Einführung einer Grundversorgung oder Krankenversicherung für Bedürftige, im ukrainischen Parlament eingebracht?

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#46 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 9. Oktober 2010, 11:15

Also alles beim Alten!

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#47 Beitrag von Handrij » Samstag 9. Oktober 2010, 13:45

freedom hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Jetzt gibt es auf der Website von BJuT Webcams, mit denen sich der Hungerstreik "überwachen" lässt.

Abgesehen davon, dass mit Flashplayer keine der beiden Webcams Bilder zeigt, wäre doch genug Platz für diejenigen vorhanden, die ohnehin kein Geld zum Essen haben.

Es gibt schon Bilder, doch sind die total langweilig und die beiden Male, wo ich geschaut habe, sind mir jedesmal andere Leute gezeigt worden. Zudem sind die recht jung, also nicht in dem Funktionärsalter ... Vor allen Dingen, wenn ich das Bild von diesem Zeitungsartikel hinzu nehme: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Irgendwie "stinkt" das ...


freedom hat geschrieben:Bis jetzt werden von öffentlichen Stellen nur steigende Inflationsraten und Preise bekannt gegeben, aber über effiziente Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gibt es nichts zu vermelden.

Die Regierung versucht seit geraumer Zeit den Export von Getreide zu behindern. Dabei wurden Getreideexporteure über den Zoll schikaniert und damit die Exportschiffe im Hafen festgehalten und der Export unrentabel gemacht. Seit Donnerstag gibt es Exportquoten und der Zoll ist nicht mehr ganz so aktiv: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Das macht den Regierenden schon Sorgen ...

freedom hat geschrieben: Geschweige denn von Feedback im Sinne von Erfolgsmeldungen beim Kampf gegen das Elend. Wie viele Arbeitsplätze sind mit den Investitionsgeldern bisher entstanden oder geschaffen worden? Wo sind all die glücklichen und zufriedenen Menschen, die sich wie in Deutschland am angeblich gestiegenen Wirtschaftswachstum erfreuen? Also, in Deutschland kenne ich niemanden, außer die HartzIV-Empfänger, die sich mit eine Erhöhung von 5 Euro ab 01.01.2011 der Völlerei widmen dürfen. Vielleicht noch die BAFÖG-Empfänger, denen durchschnittlich 13 Euro/ monatl. mehr für den Lebensunterhalt zugesprochen wird. Wurden jemals von der Opposition Vorschläge, wie Einführung einer Grundversorgung oder Krankenversicherung für Bedürftige, im ukrainischen Parlament eingebracht?

Business as usual ...

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#48 Beitrag von freedom » Samstag 9. Oktober 2010, 23:17

Sonnenblume hat geschrieben:Also alles beim Alten!

Deine Bemerkung vermittelt mir den Eindruck, dass du dem Schicksal und dem Leid der ukrainischen Bevölkerung gleichgültig gegenüber stehst.

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#49 Beitrag von freedom » Samstag 9. Oktober 2010, 23:45

freedom hat geschrieben:Bis jetzt werden von öffentlichen Stellen nur steigende Inflationsraten und Preise bekannt gegeben, aber über effiziente Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gibt es nichts zu vermelden.

Handrij hat geschrieben: Die Regierung versucht seit geraumer Zeit den Export von Getreide zu behindern. Dabei wurden Getreideexporteure über den Zoll schikaniert und damit die Exportschiffe im Hafen festgehalten und der Export unrentabel gemacht. Seit Donnerstag gibt es Exportquoten und der Zoll ist nicht mehr ganz so aktiv: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Das macht den Regierenden schon Sorgen ...

Welche Sorgen? Weniger Gewinne für die Getreideexporteure? Bei der undurchsichtigen Volkswirtschaft der Ukraine, den fragwürdigen Behördenstatistiken und der mangelnden Grundversorgung für die Bevölkerung, fällt es mir schwer, an "Regierung" zu denken.

freedom hat geschrieben: Geschweige denn von Feedback im Sinne von Erfolgsmeldungen beim Kampf gegen das Elend. Wie viele Arbeitsplätze sind mit den Investitionsgeldern bisher entstanden oder geschaffen worden? Wo sind all die glücklichen und zufriedenen Menschen, die sich wie in Deutschland am angeblich gestiegenen Wirtschaftswachstum erfreuen? Also, in Deutschland kenne ich niemanden, außer die HartzIV-Empfänger, die sich mit eine Erhöhung von 5 Euro ab 01.01.2011 der Völlerei widmen dürfen. Vielleicht noch die BAFÖG-Empfänger, denen durchschnittlich 13 Euro/ monatl. mehr für den Lebensunterhalt zugesprochen wird. Wurden jemals von der Opposition Vorschläge, wie Einführung einer Grundversorgung oder Krankenversicherung für Bedürftige, im ukrainischen Parlament eingebracht?

Handrij hat geschrieben: Business as usual ...

Das menschliche Leben auf Währungseinheiten (Euro, UAH) zu reduzieren, zeugt nicht nur von fehlendem Einfühlungsvermögen sondern auch von geistiger Beschränktheit, die sich vielfältig ausdrückt: Habgieriges und machtbesessenes Streben nach Geld, Leugnung von elementaren Menschenrechten und der Menschenwürde, kriminelles und asoziales Verhalten, rücksichtsloses Ausbeuten natürlicher und menschlicher Resourcen, ... Nennst du das "normalen Betrieb"?

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Re: Ist Propaganda alles was die Opposition noch kann?

#50 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 10. Oktober 2010, 15:44

freedom hat geschrieben:... Habgieriges und machtbesessenes Streben nach Geld, Leugnung von elementaren Menschenrechten und der Menschenwürde, kriminelles und asoziales Verhalten, rücksichtsloses Ausbeuten natürlicher und menschlicher Resourcen, ... Nennst du das "normalen Betrieb"?

Du nicht? Das ist der "normale Betrieb" in der Ukraine, so weh einem das auch tut!

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