Ukraine-Nachrichten.deDas prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

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RSS-Bot-UN
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Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#1 Beitrag von RSS-Bot-UN » Sonntag 23. Februar 2014, 16:15

In den westlichen Massenmedien gab es in den letzten Tagen eine Welle falscher, fehlerhafter bzw. überzogener Berichte, welche die Bedeutung der extremen Rechten in den aktuellen Euromaidan-Protesten in der Ukraine in diesem oder jenem Maße überbetonen. Der Moskaukorrespondent Alec Luhn etwa schreibt in The Nation über „den Ukrainischen Nationalismus im Zentrum des ,Euromaidan‘“. Der linke Autor Seumas Milne behauptet im The Guardian, dass „in der Ukraine Faschisten, Oligarchen und westliche Expansion Kern der Krise sind“. Der sich als „unabhängiger geopolitischer Analyst“ bezeichnende Eric Draitser versteigt sich in einem erschreckend irreführenden Beitrag auf seiner Website Stop Imperialism – später übernommen vom Center for Research on Globalization (Zentrum für Globalisierungsforschung) – gar zu der Behauptung, die „Gewalt in den Straßen der Ukraine […] ist das letzte Beispiel für den Aufstieg der heimtückischsten Form des Faschismus, die Europa seit dem Untergang des Dritten Reiches gesehen hat“.
Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Politik: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung

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Kurt Simmchen - galizier
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#2 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 23. Februar 2014, 19:26

Und die Pinscher dieses Netzwerkes haben sich in unserem Forum rumgetrieben.

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marek65
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#3 Beitrag von marek65 » Sonntag 23. Februar 2014, 20:05

galizier hat geschrieben:Und die Pinscher dieses Netzwerkes haben sich in unserem Forum rumgetrieben.

sie haben auch dieses Forum spanend gemacht
stellt dich vor wie langweilig es wäre wann alle die gleiche Meinung haben werden.

Geschmackslos und ohne Skrupel haben sie aus Helden angebliche Terroristen gemacht .Die Ereignisse in der Ukraine haben gezeigt dass sie sich auf diesem Forum Blutige Hände gemacht haben

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Optimist
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#4 Beitrag von Optimist » Sonntag 23. Februar 2014, 20:17

Sollten sich einmal dazu äussern, die feinen Leute!

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check
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#5 Beitrag von check » Sonntag 23. Februar 2014, 20:51

Hallo,

evtl. passt das Video hier ?
Ich verstehe nur Rufe mit/über/von "Faschismus" ?

Was passiert da? Was wird da gesagt?


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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#6 Beitrag von Jensinski » Sonntag 23. Februar 2014, 21:14

Optimist hat geschrieben:Sollten sich einmal dazu äussern, die feinen Leute!
Da kannst Du lange drauf warten, dazu sind sie viel zu feige!

LG,
Jens

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marek65
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#7 Beitrag von marek65 » Sonntag 23. Februar 2014, 21:24

momentan schweigen sie aus Scham und schlechte Gewissenhaft..

aber es wird nicht lange dauer und sie werden sich wieder zum Wort melden mit ihren komischen Meinungen

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selfmade
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#8 Beitrag von selfmade » Sonntag 23. Februar 2014, 21:26

Wo soll man bei so viel Unsinn anfangen seine Vernunft zu verteidigen?
Ein Versuch.

Vorab der wohl wichtigste Absatz:
Alle politischen Massenaktionen in der Ukraine der vergangenen 25 Jahre waren von mehr oder minder weitgehenden Kompromittierungskampagnen betroffen und wurden beschuldigt, sie stünden im Zusammenhang mit der extremen Rechten.
Zu Alec Luhn:
Ist er mehr Webdesigner oder Journalist? Schätzungsweise ersteres.

Zu Seumas Milne:
Oligarchen Kern der Krise?
Westliche Expansion?
Das muss an mir vorüber gegangen sein.

Wie man die Kritik an Eric Draitser abkürzen kann:
Gibt man seinen Namen bei google ein, steht als drittes Ergebnis "He is a regular contributor to Russia Today".
Mehr muss man nachvollziehbarerweise nicht erwähnen. Der Ausdruck "heimtückisch" ist reine Effekthascherei und sollte zügig verworfen werden.
Wo agieren all die zitierten und beschriebenen "Faschisten"? Leben sie auf der gleichen Erde, auf der ich lebe?
Selbstverständlich darf "das Dritte Reich" nicht vergessen werden eingebaut zu werden.
Imperialismus-"Hasser" stellen sich doch durch ihre Kritik selbst in den Mittelpunkt des sozialen Diskurses,
das aber versuchen genau Imperialisten, ihren Einflussbereich bedingungslos auf das Maximale steigern.
Noch kurz zum Stichwort "Globalisierungsgegner":
Sind die Antisympathisanten bereit, auf die Produkte aus Übersee zu verzichten, oder auf Internetverbindungen, Fernreisen oder Diskountpreise?
Ich bin mir fast sicher, dass jene Personen auf diese Dinge beim nächsten Laden- oder Internetbesuch nicht achten.
Kupfer, Glasfasern, Uran (Kernenergie ist schließlich weiter in Verwendung) und Stahl wachsen nunmal nicht auf Bäumen.
Eigentlich müssten Industrieländer heute Dienstleistungsländer heißen, da die meisten Arbeitenden in dem Bereich tätig sind.
Sie werden aber in der Benennung belassen, das heißt dass Industrie und Gewerbe weiterhin eine Kernrolle zu spielen scheinen.
Man denke nur an die Automobilbranche in D, ohne die ein großer Arbeitgeber wegfiele.
Pflegekräfte und andere wichtige Dienstleistende hingegen werfen zwar einen immensen Mehrwert für die Gesellschaft ab, aber anscheinend keinen genügenden für den Staat.
Mr. Draitser arbeitet in New York, in einer Stadt, die durch Globalisierung groß geworden und ein Symbol schlechthin für diesen Prozess ist.
Er sollte darüber hinaus lieber in seinem Heimatland über rechte Erscheinungen berichten und keine Propaganda-Webseite zusammen basteln.
Die Fahnenauswahl in der Kopfzeile zeugt von der radikalen Gesinnung des Journalisten.

Es ist einfach schade, dass der Anteil junger wie älterer Menschen in D nicht gering ist, - um auf die heutige Politikskepsis einzugehen -,
die eine "EU-Diktatur" vor Augen sehen, sie bekommen es aber letztendlich von vielen Vorbildern diesbezüglich vorgelebt. Wie sollen demokratisch legitimierte Gesetze ganz gleich auf welcher Ebene zustande kommen, wenn kein Interesse an einer Auseinandersetzung besteht? Bei letzter Europawahl lag die Wahlbeteiligung bei sage und schreibe 19 %! Wie soll das Europaparlament effektiv arbeiten, statt sich über Staubsaugerformate zu streiten, wenn es einen verschwindend geringen Rückhalt in der Bevölkerung hat? Man darf nicht vergessen, dass die EU ein Vorhaben einiger Intellektueller und Visionäre in einer Zeit größter Desillusion war, die sich eine großräumigere Zusammenarbeit vorstellten.
Wenn die Leute nicht länger an die Idee des Friedens und der Einigung glauben, verliert sie ihre Grundlage und wird aufhören zu existieren.
Dann aber tritt etwas anderes an diese Stelle und es muss nicht unbedingt besser sein. Das Beispiel der schweizerischen Entwicklungsgeschichte zeigt überdeutlich, dass Staaten, die dagegen konstant an einer Friedenspolitik festhalten, langfristig ein bescheidenes Wohlstandsniveau erreichen können. Sie ist schlussendlich selbst ein kleines Bündnis verschiedener Volksgruppen.

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#9 Beitrag von Gast » Sonntag 23. Februar 2014, 21:35

Was ist nun die Rolle der rechtsextremen?
Werden in dem Video Rechte zusammengeschlagen oder schlagen hier Rechte ?

watch?v=kHOldBww1LA

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selfmade
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#10 Beitrag von selfmade » Sonntag 23. Februar 2014, 22:02

Man könnte auf so vieles in diesem Bericht eingehen, aber dann säße man morgen noch am PC und schriebe.

Diesen Artikel sollten alle Menschen in der Ukraine lesen. Auch die Regionalen, wenn sie Lust haben.

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#11 Beitrag von Jensinski » Sonntag 23. Februar 2014, 23:56

Gast hat geschrieben:Was ist nun die Rolle der rechtsextremen?
Werden in dem Video Rechte zusammengeschlagen oder schlagen hier Rechte ?

watch?v=kHOldBww1LA

Da hat sich eine Handvoll Maidansympathisanten in die Höhle des putin-stalinistischen, ewiggestrigen Löwen gewagt.

Meine Frau war ganz aufgeregt und erbost, als sie das sah: "Schau in diese Gesichter! Verbrecher sind das! Viele Russen auf der Krim sind kriminelle Banden, ein Haufen krimineller Drogendealer, deren russischen Weiber sich ihre Mu**** im schwarzen Meer baden wollen!" ;)

Hier noch einmal das Video, einggebettet:

[youtube][/youtube]

LG,
Jens

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#12 Beitrag von selfmade » Montag 24. Februar 2014, 03:39

Was ich nur nicht verstehe, warum ist derart viel Hass und Gram in diesen Leuten?
Wie konnte es soweit kommen? Ich denke nicht, dass es allein aus Liebe zu Janek ist.
Dass die Kontrahenten derart aggressiv reagieren, ist ein Zeichen, dass sie überhaupt nicht zufrieden mit ihrer Situation sind.
Wenn es zu einer landesweiten Föderalisierung käme, wäre die Gefahr sogar noch größer, dass die Zuwendung zur Region abnimmt.
Ohne den Länderfinanzausgleich in D hätten es z.B. Mecklemburg oder S.-Anhalt um einiges schwerer und Spannungen nähmen sicherlich zu.

Mir fällt dazu ein, wie die norwegische Bevölkerung mit dem Massaker von Breivik umging und ihm medial nicht viel Beachtung schenkte,
um zum einen eine Nachahmung zu verhindern, zum anderen, um diesem Menschen keinen Tribut irgendeiner Aufmerksamkeit zu zollen.
Noch dazu zahlt das Land ähnlich hohe Abgaben für die EU, ohne Mitglied zu sein.
Es hat quasi nur wenig davon und versucht, seine Öleinnahmen nachhaltig zu investieren anstatt sie wie orientalische Staaten mit Prestigebauten zu verprassen (s. Jumeirah).
Dadurch ist meine Bewunderung für die norwegische Gesellschaft noch weiter gestiegen.
Zuletzt geändert von selfmade am Montag 24. Februar 2014, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#13 Beitrag von Jensinski » Montag 24. Februar 2014, 09:25

Ja selfmade, die Skandinavier haben es drauf und die Bevölkerung ist den Ukrainern sehr ähnlich. Und ich habe die ganze Zeit schon dafür plädiert, sich fachmännischen Rat in Norwegen oder Schweden zu holen, und nicht aus Deutschland!

Woher der Hass kommt? Das ist unter anderem Angst und das schlechte Gewissen. Die Krimtataren wurden unter Stalin deportiert - in deren Häusern Russen angesiedelt - nun sind die Kirmtataren zurück und fordern auch ihr Eigentum zurück. Das sorgt schon seit Jahren für Spannung! Und die Russen/Putin sind nicht gewillt, da ausgleichend einzugreifen. Nein, die haben eben auch nichts dazu gelernt!

LG,
Jens

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#14 Beitrag von Gast » Montag 24. Februar 2014, 10:49

Ich bitte um weitere Ausführungen zu dem Video, auch für alle die nicht ukrainisch sprechen.
(Ist mir klar, dass das hier kein Übersetzungsdienst ist, aber ich verfolge die Geschehnisse und Hintergründe in der Ukraine seit Tagen intensiv und bin sehr sehr interessiert an ein möglichst objektives Bild.)

OK in dem Untertitel, da steht aber was von "Hunderte Jugendliche" und wieso schlagen Viele Einzelne zusammen? Wenn das in der Höhle des Löwen ist, wieso organisieren sich die "Löwen" dann nicht und schmeissen den "Eindringling" raus?

Auf der Kundgebung schreit ein alter Mann was von "Faschisten". Würde für mich Sinn ergeben, wenn die Kundegbung auf dem Gebiet des "Löwen" wäre und die Menschen dort, die Maydanbewegung für Faschistisch halten, so wie es Janukowitsch behauptet.

PS:
Meine Frau war ganz aufgeregt und erbost, als sie das sah: "Schau in diese Gesichter! Verbrecher sind das! Viele Russen auf der Krim sind kriminelle Banden, ein Haufen krimineller Drogendealer, deren russischen Weiber sich ihre Mu**** im schwarzen Meer baden wollen!" ;
)

sorry für mich sehen die Schläger rechtsradikal und wie Verbrecher aus, nicht der, der dort geschlagen wird (oder habe ich dich da falsch verstanden, dass deine Frau die Handvoll Prügelnder mit "kriminelle Bande" meinte?)

Was deine Frau da sagt und wie du darauf reagierst sagt auf jeden Fall einiges...

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#15 Beitrag von Jensinski » Montag 24. Februar 2014, 11:49

Gast hat geschrieben:sorry für mich sehen die Schläger rechtsradikal und wie Verbrecher aus, nicht der, der dort geschlagen wird (oder habe ich dich da falsch verstanden, dass deine Frau die Handvoll Prügelnder mit "kriminelle Bande" meinte?
Ja, so haben wir das auch gemeint. Die Rednerin, der Mann mit dem Equipment und der Verprügelte waren Aktivisten des Maidan.

Das Schimpfwort "Faschisten" nutzen beide Seiten - ist verwirrend, ich weiß.

LG,
Jens

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#16 Beitrag von Wassermann3000 » Montag 24. Februar 2014, 16:14

marek65 hat geschrieben:momentan schweigen sie aus Scham und schlechte Gewissenhaft..
sicher???
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#17 Beitrag von Sirius » Montag 24. Februar 2014, 16:23

Wassermann3000 hat geschrieben:
marek65 hat geschrieben:momentan schweigen sie aus Scham und schlechte Gewissenhaft..
sicher???
genau, Rüdiger, sicher nicht ;) Wenn man für ne Woche gesperrt wird...

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#18 Beitrag von Sonnenblume » Montag 24. Februar 2014, 16:31

Sirius hat geschrieben:
Wassermann3000 hat geschrieben:
marek65 hat geschrieben:momentan schweigen sie aus Scham und schlechte Gewissenhaft..
sicher???
genau, Rüdiger, sicher nicht ;) Wenn man für ne Woche gesperrt wird...
Nun biste ja wieder da und ich hoffe mal, das kann jetzt auch so bleiben.

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#19 Beitrag von Wassermann3000 » Montag 24. Februar 2014, 16:43

Sirius hat geschrieben:
Wassermann3000 hat geschrieben:
marek65 hat geschrieben:momentan schweigen sie aus Scham und schlechte Gewissenhaft..
sicher???
genau, Rüdiger, sicher nicht ;) Wenn man für ne Woche gesperrt wird...
Also, Du schweigst nicht aus Scham und schlechtem Gewissen und willst was dazu sagen? (Sorry, die Vorlage kam von Dir :-) )
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Sirius
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#20 Beitrag von Sirius » Montag 24. Februar 2014, 16:45

Wassermann3000 hat geschrieben:Also, Du schweigst nicht aus Scham und schlechtem Gewissen und willst was dazu sagen? (Sorry, die Vorlage kam von Dir :-) )
wenn ich nicht dauerhaft gesperrt werde, vielleicht später.

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#21 Beitrag von Optimist » Montag 24. Februar 2014, 18:34

Sirius hat geschrieben:
Wassermann3000 hat geschrieben:Also, Du schweigst nicht aus Scham und schlechtem Gewissen und willst was dazu sagen? (Sorry, die Vorlage kam von Dir :-) )
wenn ich nicht dauerhaft gesperrt werde, vielleicht später.
Nicht doch besser, sich jetzt auf andere Länder konzentrieren die vom Maidan- Virus infiziert werden?

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#22 Beitrag von Banderist » Montag 24. Februar 2014, 21:23

Vielleicht ist das hier auch ganz interessant;mal ein anderer Blickwinkel.
Und die USA haben sich auch nicht lumpen lassen bei der Finanzierung bestimmter Oppositionsgruppen.
hab´die Aufstellung leider nur auf englisch und das kann ich noch schlechter als russisch


Testfeld Ukraine
24.02.2014
KIEW/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin kündigt nach dem Staatsstreich seiner Stellvertreter in der Ukraine weitere Unterstützungsmaßnahmen für sie an. Kiew könne nun eventuell Finanzhilfen aus Brüssel erhalten, heißt es in Regierungskreisen. Zudem führt eine Delegation des Europaparlaments unter der Leitung des deutschen Abgeordneten Elmar Brok (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Gespräche über das weitere Vorgehen. Die Willkürpraktiken Berlins und seines ukrainischen Personals, die bereits das Vorgehen vor dem Staatsstreich prägten, zeigen einmal mehr, dass die Bundesregierung zu allen Mitteln greift, um ihre geostrategischen Ziele durchzusetzen; in außenpolitischen Kreisen der deutschen Hauptstadt gilt die Intervention in der Ukraine dabei als Testlauf für eine künftige deutsch-europäische Weltpolitik. Im Windschatten der Operationen erstarken faschistische Kräfte weiter: Ein Swoboda-Politiker soll den Posten des Generalstaatsanwalts der Ukraine erhalten. Jüdische Organisationen warnen vor einer neuen Welle des Antisemitismus. Wie der Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine berichtet, hat sein Verband die westlichen Botschafter in Kiew kürzlich gebeten, sich wegen deren antisemitischer Positionen "von der Swoboda-Partei zu distanzieren" und antisemitische Vorfälle der jüngsten Zeit zu verurteilen. Reaktionen deutscher Stellen, die inzwischen offen mit Swoboda kooperieren, sind nicht bekannt.
Willkürpraktiken
Der Willkürcharakter der Berliner Politpraktiken ließ sich schon bei den Verhandlungen letzten Freitag deutlich erkennen, bei denen es noch um eine Übereinkunft zwischen Opposition und Regierung ging. Gemeinsam mit dem Faschistenanführer Oleh Tiahnybok ("Swoboda"), mit dem "Mann der Deutschen" in Kiew, Witali Klitschko, und mit Arsenij Jatsenjuk zwangen der deutsche Außenminister, sein polnischer Amtskollege und ein französischer Diplomat den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, ein "Abkommen" zu unterzeichnen, das eine neue Regierung, eine Verfassungsänderung und vorgezogene Präsidentenwahlen vorsah. Unter welchen Umständen dies geschehen sein muss, lässt die Weigerung des russischen Gesandten Wladimir Lukin erahnen, das Dokument - wie ursprünglich geplant - auch seinerseits zu unterzeichnen. Sogar deutsche Medien behaupten nicht, Lukins Weigerung könne als Freundschaftsdienst für Wladimir Putin eingestuft werden; vielmehr genieße Lukin "unter Menschenrechtlern ... einen guten Ruf"; Human Rights Watch attestiert ihm, "ein gewissenhafter Mensch" zu sein, der "keine Angst vor heiklen Themen hat".[1] Nach der Unterzeichnung des Abkommens unterstellten deutsche Medien dem ukrainischen Präsidenten, er werde es womöglich nicht einhalten. Tatsächlich haben die mit Berlin kooperierenden Protestanführer die Übereinkunft gebrochen - bereits am Samstag, sobald sich nach der Flucht von Janukowitsch die Gelegenheit dazu ergab. Der Bruch geschah per Staatsstreich.
Staatsstreich
Gegen den Staatsstreich vom Samstag hat Berlin, da er prowestliche Kräfte an die Macht gebracht hat, nichts einzuwenden. Präsident Janukowitsch hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag gezwungen gesehen, aus der ukrainischen Hauptstadt zu fliehen; die genaueren Umstände sind immer noch nicht geklärt. Am Vormittag brachten faschistische Milizen den Präsidentenpalast unter ihre Kontrolle. Dann ergriffen die Einheiten des Innenministeriums Partei für die Opposition; zuvor in den deutschen Medien wüst beschimpft, werden sie seither gelobt. Im Rahmen des Staatsstreichs ist inzwischen Präsident Janukowitsch abgesetzt und durch einen Nachfolger aus dem Umfeld der bislang inhaftierten Oligarchin Julia Timoschenko ersetzt worden, die ihrerseits freigelassen wurde. Berlin und Brüssel stellen nach dem Umsturz Finanzhilfen für die bisherige Opposition in Aussicht, die sich nun die Macht in Kiew angeeignet hat. Delegierte des Europaparlaments unter der Führung des deutschen CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok haben sich zu Gesprächen über die weitere Entwicklung in die ukrainische Hauptstadt aufgemacht.
"Gegen Kommunisten, Russen und Juden"
Der prowestliche Staatsstreich geht - wie schon längst abzusehen war - mit einer weiteren Stärkung faschistischer Kräfte und einer Steigerung faschistischer Gewalt in der Ukraine einher. So hat laut Berichten ein Funktionär der "Swoboda"-Partei am Wochenende das Amt des Generalstaatsanwalts übernommen. Der "Rechte Sektor", eine extrem rechte Schlägerbande, die angibt, landesweit über rund 5.000 bewaffnete Mitglieder zu verfügen, hat angekündigt, die Proteste fortzusetzen. Einer der Anführer wird mit dem Bekenntnis zitiert, er kämpfe gegen "so lange gegen Kommunisten, Juden und Russen, wie Blut in ihren Adern fließt"; das sei sein "Credo".[2] Dieselbe Zielbestimmung hatten die NS-Kollaborateure der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) vorgenommen, als sie an der Seite der Deutschen im Juni 1941 die Sowjetunion überfielen und sich an der Vernichtung des europäischen Judentums beteiligten. Der "Rechte Sektor" begreift die aktuellen Proteste als Kampf gegen russischen Einfluss in der Ukraine; die Zerstörung zahlreicher ukrainischer Lenin-Denkmäler in den letzten Tagen und das faktische Verbot der Kommunistischen Partei in Teilen der Westukraine verdeutlichen den gewalttätigen Antikommunismus der Proteste. Entsprechend sorgen sich jüdische Organisationen um ein Anwachsen auch antisemitischer Gewalt.
"Angst, in die Synagoge zu gehen"
Tatsächlich ist es in jüngster Zeit vermehrt zu Übergriffen gegen Juden in der Ukraine gekommen. So sind bereits im Januar ein Hebräischlehrer und ein Student in Kiew nach dem Synagogenbesuch attackiert worden, berichtet die "Jüdische Allgemeine". Wie Boris Fuchsmann, Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine, urteilt, ist es "klar", dass Swoboda und andere extrem rechte Kräfte "den Boden dafür" bereiten. "Die Leute haben echte Angst, in die Synagoge zu gehen", berichtet Fuchsmann; dies habe ihm "auch Oberrabbiner Yaakov Bleich bestätigt".[3] Am Samstag hat ein weiterer einflussreicher Rabbiner in Kiew die jüdische Bevölkerung dazu aufgerufen, das Kiewer Stadtzentrum oder gar, wenn möglich, die Stadt zu verlassen, die die Opposition soeben unter ihre Kontrolle gebracht hat. Der Rabbi schildert, Berichte über Pläne, jüdische Einrichtungen zu attackieren, häuften sich. Die israelische Botschaft in Kiew habe den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde inzwischen empfohlen, ihre Häuser nicht zu verlassen.[4] Tatsächlich bereiten jüdische Organisationen mittlerweile Hilfsmaßnahmen vor, darunter der Emergency Assistance Fund for Jewish Communities der Jewish Agency, der 2012 nach einem antisemitischen Terroranschlag in Frankreich gegründet worden war.[5]
Keine Reaktion
Die Lage der jüdischen Gemeinden in der Ukraine ist Berlin nicht unbekannt. Wie Feldmann schon im Januar berichtete, hat die Jüdische Konföderation der Ukraine "Briefe an die westlichen Botschafter in Kiew geschickt" und darin angesichts des Erstarkens faschistischer Kräfte gefordert, "sich von der Swoboda-Partei zu distanzieren und sich nicht mit ihren Politikern an einen Tisch zu setzen". Die Botschafter sollten sich "auch entschieden gegen antisemitische Übergriffe äußern", habe es in dem Schreiben geheißen, berichtet Feldmann, der außerdem mitteilt, er habe "in dieser Angelegenheit zusätzlich mit dem Oppositionspolitiker Vitali Klitschko gesprochen".[6] Ohne Erfolg: Klitschko, Berlins Mann in Kiew, kooperiert weiterhin eng mit Swoboda. Auch Berlin hat sich nicht von Swoboda distanziert, sondern die Partei vielmehr aufgewertet, indem Außenminister Frank-Walter Steinmeier ihren Führer Oleh Tiahnybok zu offiziellen Verhandlungen in die deutsche Botschaft lud und sich mit ihm per Foto-Shooting der internationalen Öffentlichkeit präsentierte.[7] Äußerungen deutscher Stellen zu den jüngsten antisemitischen Übergriffen in der Ukraine sind nicht bekannt.
Nur ein Anfang
In Berlin ist unterdessen zu hören, der Machtkampf um die Ukraine könne als Testlauf für die künftige EU-Außenpolitik gelten, die nach dem Willen Berlins aggressiver als bisher auftreten soll. Der aktuelle Konflikt werde zum "Testfall für die Fähigkeit der EU, eine koordinierte Außenpolitik zu betreiben", heißt es beispielsweise [8]; die Ukraine sei "ein Testfeld für eine neue europäische Außenpolitik, die sich einmischt, Risiken eingeht und nicht wegguckt" [9]. Medien bringen bereits spekulativ eine Ausweitung der Unruhen auf weitere Länder in Moskaus Einflussbereich oder gar auf Russland selbst ins Spiel.[10]
Weitere Berichte und Hintergrundinformationen zur aktuellen deutschen Ukraine-Politik finden Sie hier: Protestbündnis für Europa, Probleme der Ostexpansion, Ein breites antirussisches Bündnis, Termin beim Botschafter, Expansiver Ehrgeiz, Zukunftspläne für die Ukraine, Unser Mann in Kiew, Die militärische Seite der Integration, Integrationskonkurrenz mit Moskau, In die Offensive, Die Expansion europäischer Interessen, Nützliche Faschisten, Oligarchen-Schach, Der Mann der Deutschen, Koste es, was es wolle und Vom Stigma befreit.
[1] Friedrich Schmidt: Mit gutem Ruf. Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.02.2014.
[2] "I'll be fighting Jews and Russians till I die": Ukrainian right-wing militants aiming for power. rt.com 23.02.2014.
[3] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
[4] Ukrainian rabbi tells Kiev's Jews to flee city. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 22.02.2014.
[5] Jewish Agency promises emergency assistance for Ukrainian Jews. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
[6] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
[7] S. dazu Vom Stigma befreit.
[8] Mit der Ukraine lebt der alte Ost-West-Konflikt wieder auf. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 19.02.2014.
[9] Der Timoschenko-Bumerang. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
[10] U.S. warns Putin against Ukraine grab amid break-up fears. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
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info@german-foreign-policy.com

Testfeld Ukraine
24.02.2014
KIEW/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin kündigt nach dem Staatsstreich seiner Stellvertreter in der Ukraine weitere Unterstützungsmaßnahmen für sie an. Kiew könne nun eventuell Finanzhilfen aus Brüssel erhalten, heißt es in Regierungskreisen. Zudem führt eine Delegation des Europaparlaments unter der Leitung des deutschen Abgeordneten Elmar Brok (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Gespräche über das weitere Vorgehen. Die Willkürpraktiken Berlins und seines ukrainischen Personals, die bereits das Vorgehen vor dem Staatsstreich prägten, zeigen einmal mehr, dass die Bundesregierung zu allen Mitteln greift, um ihre geostrategischen Ziele durchzusetzen; in außenpolitischen Kreisen der deutschen Hauptstadt gilt die Intervention in der Ukraine dabei als Testlauf für eine künftige deutsch-europäische Weltpolitik. Im Windschatten der Operationen erstarken faschistische Kräfte weiter: Ein Swoboda-Politiker soll den Posten des Generalstaatsanwalts der Ukraine erhalten. Jüdische Organisationen warnen vor einer neuen Welle des Antisemitismus. Wie der Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine berichtet, hat sein Verband die westlichen Botschafter in Kiew kürzlich gebeten, sich wegen deren antisemitischer Positionen "von der Swoboda-Partei zu distanzieren" und antisemitische Vorfälle der jüngsten Zeit zu verurteilen. Reaktionen deutscher Stellen, die inzwischen offen mit Swoboda kooperieren, sind nicht bekannt.
Willkürpraktiken
Der Willkürcharakter der Berliner Politpraktiken ließ sich schon bei den Verhandlungen letzten Freitag deutlich erkennen, bei denen es noch um eine Übereinkunft zwischen Opposition und Regierung ging. Gemeinsam mit dem Faschistenanführer Oleh Tiahnybok ("Swoboda"), mit dem "Mann der Deutschen" in Kiew, Witali Klitschko, und mit Arsenij Jatsenjuk zwangen der deutsche Außenminister, sein polnischer Amtskollege und ein französischer Diplomat den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, ein "Abkommen" zu unterzeichnen, das eine neue Regierung, eine Verfassungsänderung und vorgezogene Präsidentenwahlen vorsah. Unter welchen Umständen dies geschehen sein muss, lässt die Weigerung des russischen Gesandten Wladimir Lukin erahnen, das Dokument - wie ursprünglich geplant - auch seinerseits zu unterzeichnen. Sogar deutsche Medien behaupten nicht, Lukins Weigerung könne als Freundschaftsdienst für Wladimir Putin eingestuft werden; vielmehr genieße Lukin "unter Menschenrechtlern ... einen guten Ruf"; Human Rights Watch attestiert ihm, "ein gewissenhafter Mensch" zu sein, der "keine Angst vor heiklen Themen hat".[1] Nach der Unterzeichnung des Abkommens unterstellten deutsche Medien dem ukrainischen Präsidenten, er werde es womöglich nicht einhalten. Tatsächlich haben die mit Berlin kooperierenden Protestanführer die Übereinkunft gebrochen - bereits am Samstag, sobald sich nach der Flucht von Janukowitsch die Gelegenheit dazu ergab. Der Bruch geschah per Staatsstreich.
Staatsstreich
Gegen den Staatsstreich vom Samstag hat Berlin, da er prowestliche Kräfte an die Macht gebracht hat, nichts einzuwenden. Präsident Janukowitsch hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag gezwungen gesehen, aus der ukrainischen Hauptstadt zu fliehen; die genaueren Umstände sind immer noch nicht geklärt. Am Vormittag brachten faschistische Milizen den Präsidentenpalast unter ihre Kontrolle. Dann ergriffen die Einheiten des Innenministeriums Partei für die Opposition; zuvor in den deutschen Medien wüst beschimpft, werden sie seither gelobt. Im Rahmen des Staatsstreichs ist inzwischen Präsident Janukowitsch abgesetzt und durch einen Nachfolger aus dem Umfeld der bislang inhaftierten Oligarchin Julia Timoschenko ersetzt worden, die ihrerseits freigelassen wurde. Berlin und Brüssel stellen nach dem Umsturz Finanzhilfen für die bisherige Opposition in Aussicht, die sich nun die Macht in Kiew angeeignet hat. Delegierte des Europaparlaments unter der Führung des deutschen CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok haben sich zu Gesprächen über die weitere Entwicklung in die ukrainische Hauptstadt aufgemacht.
"Gegen Kommunisten, Russen und Juden"
Der prowestliche Staatsstreich geht - wie schon längst abzusehen war - mit einer weiteren Stärkung faschistischer Kräfte und einer Steigerung faschistischer Gewalt in der Ukraine einher. So hat laut Berichten ein Funktionär der "Swoboda"-Partei am Wochenende das Amt des Generalstaatsanwalts übernommen. Der "Rechte Sektor", eine extrem rechte Schlägerbande, die angibt, landesweit über rund 5.000 bewaffnete Mitglieder zu verfügen, hat angekündigt, die Proteste fortzusetzen. Einer der Anführer wird mit dem Bekenntnis zitiert, er kämpfe gegen "so lange gegen Kommunisten, Juden und Russen, wie Blut in ihren Adern fließt"; das sei sein "Credo".[2] Dieselbe Zielbestimmung hatten die NS-Kollaborateure der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) vorgenommen, als sie an der Seite der Deutschen im Juni 1941 die Sowjetunion überfielen und sich an der Vernichtung des europäischen Judentums beteiligten. Der "Rechte Sektor" begreift die aktuellen Proteste als Kampf gegen russischen Einfluss in der Ukraine; die Zerstörung zahlreicher ukrainischer Lenin-Denkmäler in den letzten Tagen und das faktische Verbot der Kommunistischen Partei in Teilen der Westukraine verdeutlichen den gewalttätigen Antikommunismus der Proteste. Entsprechend sorgen sich jüdische Organisationen um ein Anwachsen auch antisemitischer Gewalt.
"Angst, in die Synagoge zu gehen"
Tatsächlich ist es in jüngster Zeit vermehrt zu Übergriffen gegen Juden in der Ukraine gekommen. So sind bereits im Januar ein Hebräischlehrer und ein Student in Kiew nach dem Synagogenbesuch attackiert worden, berichtet die "Jüdische Allgemeine". Wie Boris Fuchsmann, Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine, urteilt, ist es "klar", dass Swoboda und andere extrem rechte Kräfte "den Boden dafür" bereiten. "Die Leute haben echte Angst, in die Synagoge zu gehen", berichtet Fuchsmann; dies habe ihm "auch Oberrabbiner Yaakov Bleich bestätigt".[3] Am Samstag hat ein weiterer einflussreicher Rabbiner in Kiew die jüdische Bevölkerung dazu aufgerufen, das Kiewer Stadtzentrum oder gar, wenn möglich, die Stadt zu verlassen, die die Opposition soeben unter ihre Kontrolle gebracht hat. Der Rabbi schildert, Berichte über Pläne, jüdische Einrichtungen zu attackieren, häuften sich. Die israelische Botschaft in Kiew habe den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde inzwischen empfohlen, ihre Häuser nicht zu verlassen.[4] Tatsächlich bereiten jüdische Organisationen mittlerweile Hilfsmaßnahmen vor, darunter der Emergency Assistance Fund for Jewish Communities der Jewish Agency, der 2012 nach einem antisemitischen Terroranschlag in Frankreich gegründet worden war.[5]
Keine Reaktion
Die Lage der jüdischen Gemeinden in der Ukraine ist Berlin nicht unbekannt. Wie Feldmann schon im Januar berichtete, hat die Jüdische Konföderation der Ukraine "Briefe an die westlichen Botschafter in Kiew geschickt" und darin angesichts des Erstarkens faschistischer Kräfte gefordert, "sich von der Swoboda-Partei zu distanzieren und sich nicht mit ihren Politikern an einen Tisch zu setzen". Die Botschafter sollten sich "auch entschieden gegen antisemitische Übergriffe äußern", habe es in dem Schreiben geheißen, berichtet Feldmann, der außerdem mitteilt, er habe "in dieser Angelegenheit zusätzlich mit dem Oppositionspolitiker Vitali Klitschko gesprochen".[6] Ohne Erfolg: Klitschko, Berlins Mann in Kiew, kooperiert weiterhin eng mit Swoboda. Auch Berlin hat sich nicht von Swoboda distanziert, sondern die Partei vielmehr aufgewertet, indem Außenminister Frank-Walter Steinmeier ihren Führer Oleh Tiahnybok zu offiziellen Verhandlungen in die deutsche Botschaft lud und sich mit ihm per Foto-Shooting der internationalen Öffentlichkeit präsentierte.[7] Äußerungen deutscher Stellen zu den jüngsten antisemitischen Übergriffen in der Ukraine sind nicht bekannt.
Nur ein Anfang
In Berlin ist unterdessen zu hören, der Machtkampf um die Ukraine könne als Testlauf für die künftige EU-Außenpolitik gelten, die nach dem Willen Berlins aggressiver als bisher auftreten soll. Der aktuelle Konflikt werde zum "Testfall für die Fähigkeit der EU, eine koordinierte Außenpolitik zu betreiben", heißt es beispielsweise [8]; die Ukraine sei "ein Testfeld für eine neue europäische Außenpolitik, die sich einmischt, Risiken eingeht und nicht wegguckt" [9]. Medien bringen bereits spekulativ eine Ausweitung der Unruhen auf weitere Länder in Moskaus Einflussbereich oder gar auf Russland selbst ins Spiel.[10]
Weitere Berichte und Hintergrundinformationen zur aktuellen deutschen Ukraine-Politik finden Sie hier: Protestbündnis für Europa, Probleme der Ostexpansion, Ein breites antirussisches Bündnis, Termin beim Botschafter, Expansiver Ehrgeiz, Zukunftspläne für die Ukraine, Unser Mann in Kiew, Die militärische Seite der Integration, Integrationskonkurrenz mit Moskau, In die Offensive, Die Expansion europäischer Interessen, Nützliche Faschisten, Oligarchen-Schach, Der Mann der Deutschen, Koste es, was es wolle und Vom Stigma befreit.
[1] Friedrich Schmidt: Mit gutem Ruf. Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.02.2014.
[2] "I'll be fighting Jews and Russians till I die": Ukrainian right-wing militants aiming for power. rt.com 23.02.2014.
[3] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
[4] Ukrainian rabbi tells Kiev's Jews to flee city. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 22.02.2014.
[5] Jewish Agency promises emergency assistance for Ukrainian Jews. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
[6] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
[7] S. dazu Vom Stigma befreit.
[8] Mit der Ukraine lebt der alte Ost-West-Konflikt wieder auf. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 19.02.2014.
[9] Der Timoschenko-Bumerang. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
[10] U.S. warns Putin against Ukraine grab amid break-up fears. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
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Testfeld Ukraine
24.02.2014
KIEW/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin kündigt nach dem Staatsstreich seiner Stellvertreter in der Ukraine weitere Unterstützungsmaßnahmen für sie an. Kiew könne nun eventuell Finanzhilfen aus Brüssel erhalten, heißt es in Regierungskreisen. Zudem führt eine Delegation des Europaparlaments unter der Leitung des deutschen Abgeordneten Elmar Brok (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Gespräche über das weitere Vorgehen. Die Willkürpraktiken Berlins und seines ukrainischen Personals, die bereits das Vorgehen vor dem Staatsstreich prägten, zeigen einmal mehr, dass die Bundesregierung zu allen Mitteln greift, um ihre geostrategischen Ziele durchzusetzen; in außenpolitischen Kreisen der deutschen Hauptstadt gilt die Intervention in der Ukraine dabei als Testlauf für eine künftige deutsch-europäische Weltpolitik. Im Windschatten der Operationen erstarken faschistische Kräfte weiter: Ein Swoboda-Politiker soll den Posten des Generalstaatsanwalts der Ukraine erhalten. Jüdische Organisationen warnen vor einer neuen Welle des Antisemitismus. Wie der Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine berichtet, hat sein Verband die westlichen Botschafter in Kiew kürzlich gebeten, sich wegen deren antisemitischer Positionen "von der Swoboda-Partei zu distanzieren" und antisemitische Vorfälle der jüngsten Zeit zu verurteilen. Reaktionen deutscher Stellen, die inzwischen offen mit Swoboda kooperieren, sind nicht bekannt.
Willkürpraktiken
Der Willkürcharakter der Berliner Politpraktiken ließ sich schon bei den Verhandlungen letzten Freitag deutlich erkennen, bei denen es noch um eine Übereinkunft zwischen Opposition und Regierung ging. Gemeinsam mit dem Faschistenanführer Oleh Tiahnybok ("Swoboda"), mit dem "Mann der Deutschen" in Kiew, Witali Klitschko, und mit Arsenij Jatsenjuk zwangen der deutsche Außenminister, sein polnischer Amtskollege und ein französischer Diplomat den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, ein "Abkommen" zu unterzeichnen, das eine neue Regierung, eine Verfassungsänderung und vorgezogene Präsidentenwahlen vorsah. Unter welchen Umständen dies geschehen sein muss, lässt die Weigerung des russischen Gesandten Wladimir Lukin erahnen, das Dokument - wie ursprünglich geplant - auch seinerseits zu unterzeichnen. Sogar deutsche Medien behaupten nicht, Lukins Weigerung könne als Freundschaftsdienst für Wladimir Putin eingestuft werden; vielmehr genieße Lukin "unter Menschenrechtlern ... einen guten Ruf"; Human Rights Watch attestiert ihm, "ein gewissenhafter Mensch" zu sein, der "keine Angst vor heiklen Themen hat".[1] Nach der Unterzeichnung des Abkommens unterstellten deutsche Medien dem ukrainischen Präsidenten, er werde es womöglich nicht einhalten. Tatsächlich haben die mit Berlin kooperierenden Protestanführer die Übereinkunft gebrochen - bereits am Samstag, sobald sich nach der Flucht von Janukowitsch die Gelegenheit dazu ergab. Der Bruch geschah per Staatsstreich.
Staatsstreich
Gegen den Staatsstreich vom Samstag hat Berlin, da er prowestliche Kräfte an die Macht gebracht hat, nichts einzuwenden. Präsident Janukowitsch hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag gezwungen gesehen, aus der ukrainischen Hauptstadt zu fliehen; die genaueren Umstände sind immer noch nicht geklärt. Am Vormittag brachten faschistische Milizen den Präsidentenpalast unter ihre Kontrolle. Dann ergriffen die Einheiten des Innenministeriums Partei für die Opposition; zuvor in den deutschen Medien wüst beschimpft, werden sie seither gelobt. Im Rahmen des Staatsstreichs ist inzwischen Präsident Janukowitsch abgesetzt und durch einen Nachfolger aus dem Umfeld der bislang inhaftierten Oligarchin Julia Timoschenko ersetzt worden, die ihrerseits freigelassen wurde. Berlin und Brüssel stellen nach dem Umsturz Finanzhilfen für die bisherige Opposition in Aussicht, die sich nun die Macht in Kiew angeeignet hat. Delegierte des Europaparlaments unter der Führung des deutschen CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok haben sich zu Gesprächen über die weitere Entwicklung in die ukrainische Hauptstadt aufgemacht.
"Gegen Kommunisten, Russen und Juden"
Der prowestliche Staatsstreich geht - wie schon längst abzusehen war - mit einer weiteren Stärkung faschistischer Kräfte und einer Steigerung faschistischer Gewalt in der Ukraine einher. So hat laut Berichten ein Funktionär der "Swoboda"-Partei am Wochenende das Amt des Generalstaatsanwalts übernommen. Der "Rechte Sektor", eine extrem rechte Schlägerbande, die angibt, landesweit über rund 5.000 bewaffnete Mitglieder zu verfügen, hat angekündigt, die Proteste fortzusetzen. Einer der Anführer wird mit dem Bekenntnis zitiert, er kämpfe gegen "so lange gegen Kommunisten, Juden und Russen, wie Blut in ihren Adern fließt"; das sei sein "Credo".[2] Dieselbe Zielbestimmung hatten die NS-Kollaborateure der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) vorgenommen, als sie an der Seite der Deutschen im Juni 1941 die Sowjetunion überfielen und sich an der Vernichtung des europäischen Judentums beteiligten. Der "Rechte Sektor" begreift die aktuellen Proteste als Kampf gegen russischen Einfluss in der Ukraine; die Zerstörung zahlreicher ukrainischer Lenin-Denkmäler in den letzten Tagen und das faktische Verbot der Kommunistischen Partei in Teilen der Westukraine verdeutlichen den gewalttätigen Antikommunismus der Proteste. Entsprechend sorgen sich jüdische Organisationen um ein Anwachsen auch antisemitischer Gewalt.
"Angst, in die Synagoge zu gehen"
Tatsächlich ist es in jüngster Zeit vermehrt zu Übergriffen gegen Juden in der Ukraine gekommen. So sind bereits im Januar ein Hebräischlehrer und ein Student in Kiew nach dem Synagogenbesuch attackiert worden, berichtet die "Jüdische Allgemeine". Wie Boris Fuchsmann, Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine, urteilt, ist es "klar", dass Swoboda und andere extrem rechte Kräfte "den Boden dafür" bereiten. "Die Leute haben echte Angst, in die Synagoge zu gehen", berichtet Fuchsmann; dies habe ihm "auch Oberrabbiner Yaakov Bleich bestätigt".[3] Am Samstag hat ein weiterer einflussreicher Rabbiner in Kiew die jüdische Bevölkerung dazu aufgerufen, das Kiewer Stadtzentrum oder gar, wenn möglich, die Stadt zu verlassen, die die Opposition soeben unter ihre Kontrolle gebracht hat. Der Rabbi schildert, Berichte über Pläne, jüdische Einrichtungen zu attackieren, häuften sich. Die israelische Botschaft in Kiew habe den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde inzwischen empfohlen, ihre Häuser nicht zu verlassen.[4] Tatsächlich bereiten jüdische Organisationen mittlerweile Hilfsmaßnahmen vor, darunter der Emergency Assistance Fund for Jewish Communities der Jewish Agency, der 2012 nach einem antisemitischen Terroranschlag in Frankreich gegründet worden war.[5]
Keine Reaktion
Die Lage der jüdischen Gemeinden in der Ukraine ist Berlin nicht unbekannt. Wie Feldmann schon im Januar berichtete, hat die Jüdische Konföderation der Ukraine "Briefe an die westlichen Botschafter in Kiew geschickt" und darin angesichts des Erstarkens faschistischer Kräfte gefordert, "sich von der Swoboda-Partei zu distanzieren und sich nicht mit ihren Politikern an einen Tisch zu setzen". Die Botschafter sollten sich "auch entschieden gegen antisemitische Übergriffe äußern", habe es in dem Schreiben geheißen, berichtet Feldmann, der außerdem mitteilt, er habe "in dieser Angelegenheit zusätzlich mit dem Oppositionspolitiker Vitali Klitschko gesprochen".[6] Ohne Erfolg: Klitschko, Berlins Mann in Kiew, kooperiert weiterhin eng mit Swoboda. Auch Berlin hat sich nicht von Swoboda distanziert, sondern die Partei vielmehr aufgewertet, indem Außenminister Frank-Walter Steinmeier ihren Führer Oleh Tiahnybok zu offiziellen Verhandlungen in die deutsche Botschaft lud und sich mit ihm per Foto-Shooting der internationalen Öffentlichkeit präsentierte.[7] Äußerungen deutscher Stellen zu den jüngsten antisemitischen Übergriffen in der Ukraine sind nicht bekannt.
Nur ein Anfang
In Berlin ist unterdessen zu hören, der Machtkampf um die Ukraine könne als Testlauf für die künftige EU-Außenpolitik gelten, die nach dem Willen Berlins aggressiver als bisher auftreten soll. Der aktuelle Konflikt werde zum "Testfall für die Fähigkeit der EU, eine koordinierte Außenpolitik zu betreiben", heißt es beispielsweise [8]; die Ukraine sei "ein Testfeld für eine neue europäische Außenpolitik, die sich einmischt, Risiken eingeht und nicht wegguckt" [9]. Medien bringen bereits spekulativ eine Ausweitung der Unruhen auf weitere Länder in Moskaus Einflussbereich oder gar auf Russland selbst ins Spiel.[10]
Weitere Berichte und Hintergrundinformationen zur aktuellen deutschen Ukraine-Politik finden Sie hier: Protestbündnis für Europa, Probleme der Ostexpansion, Ein breites antirussisches Bündnis, Termin beim Botschafter, Expansiver Ehrgeiz, Zukunftspläne für die Ukraine, Unser Mann in Kiew, Die militärische Seite der Integration, Integrationskonkurrenz mit Moskau, In die Offensive, Die Expansion europäischer Interessen, Nützliche Faschisten, Oligarchen-Schach, Der Mann der Deutschen, Koste es, was es wolle und Vom Stigma befreit.
[1] Friedrich Schmidt: Mit gutem Ruf. Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.02.2014.
[2] "I'll be fighting Jews and Russians till I die": Ukrainian right-wing militants aiming for power. rt.com 23.02.2014.
[3] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
[4] Ukrainian rabbi tells Kiev's Jews to flee city. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 22.02.2014.
[5] Jewish Agency promises emergency assistance for Ukrainian Jews. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
[6] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
[7] S. dazu Vom Stigma befreit.
[8] Mit der Ukraine lebt der alte Ost-West-Konflikt wieder auf. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 19.02.2014.
[9] Der Timoschenko-Bumerang. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
[10] U.S. warns Putin against Ukraine grab amid break-up fears. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
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Testfeld Ukraine
24.02.2014
KIEW/BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin kündigt nach dem Staatsstreich seiner Stellvertreter in der Ukraine weitere Unterstützungsmaßnahmen für sie an. Kiew könne nun eventuell Finanzhilfen aus Brüssel erhalten, heißt es in Regierungskreisen. Zudem führt eine Delegation des Europaparlaments unter der Leitung des deutschen Abgeordneten Elmar Brok (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Gespräche über das weitere Vorgehen. Die Willkürpraktiken Berlins und seines ukrainischen Personals, die bereits das Vorgehen vor dem Staatsstreich prägten, zeigen einmal mehr, dass die Bundesregierung zu allen Mitteln greift, um ihre geostrategischen Ziele durchzusetzen; in außenpolitischen Kreisen der deutschen Hauptstadt gilt die Intervention in der Ukraine dabei als Testlauf für eine künftige deutsch-europäische Weltpolitik. Im Windschatten der Operationen erstarken faschistische Kräfte weiter: Ein Swoboda-Politiker soll den Posten des Generalstaatsanwalts der Ukraine erhalten. Jüdische Organisationen warnen vor einer neuen Welle des Antisemitismus. Wie der Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine berichtet, hat sein Verband die westlichen Botschafter in Kiew kürzlich gebeten, sich wegen deren antisemitischer Positionen "von der Swoboda-Partei zu distanzieren" und antisemitische Vorfälle der jüngsten Zeit zu verurteilen. Reaktionen deutscher Stellen, die inzwischen offen mit Swoboda kooperieren, sind nicht bekannt.
Willkürpraktiken
Der Willkürcharakter der Berliner Politpraktiken ließ sich schon bei den Verhandlungen letzten Freitag deutlich erkennen, bei denen es noch um eine Übereinkunft zwischen Opposition und Regierung ging. Gemeinsam mit dem Faschistenanführer Oleh Tiahnybok ("Swoboda"), mit dem "Mann der Deutschen" in Kiew, Witali Klitschko, und mit Arsenij Jatsenjuk zwangen der deutsche Außenminister, sein polnischer Amtskollege und ein französischer Diplomat den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, ein "Abkommen" zu unterzeichnen, das eine neue Regierung, eine Verfassungsänderung und vorgezogene Präsidentenwahlen vorsah. Unter welchen Umständen dies geschehen sein muss, lässt die Weigerung des russischen Gesandten Wladimir Lukin erahnen, das Dokument - wie ursprünglich geplant - auch seinerseits zu unterzeichnen. Sogar deutsche Medien behaupten nicht, Lukins Weigerung könne als Freundschaftsdienst für Wladimir Putin eingestuft werden; vielmehr genieße Lukin "unter Menschenrechtlern ... einen guten Ruf"; Human Rights Watch attestiert ihm, "ein gewissenhafter Mensch" zu sein, der "keine Angst vor heiklen Themen hat".[1] Nach der Unterzeichnung des Abkommens unterstellten deutsche Medien dem ukrainischen Präsidenten, er werde es womöglich nicht einhalten. Tatsächlich haben die mit Berlin kooperierenden Protestanführer die Übereinkunft gebrochen - bereits am Samstag, sobald sich nach der Flucht von Janukowitsch die Gelegenheit dazu ergab. Der Bruch geschah per Staatsstreich.
Staatsstreich
Gegen den Staatsstreich vom Samstag hat Berlin, da er prowestliche Kräfte an die Macht gebracht hat, nichts einzuwenden. Präsident Janukowitsch hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag gezwungen gesehen, aus der ukrainischen Hauptstadt zu fliehen; die genaueren Umstände sind immer noch nicht geklärt. Am Vormittag brachten faschistische Milizen den Präsidentenpalast unter ihre Kontrolle. Dann ergriffen die Einheiten des Innenministeriums Partei für die Opposition; zuvor in den deutschen Medien wüst beschimpft, werden sie seither gelobt. Im Rahmen des Staatsstreichs ist inzwischen Präsident Janukowitsch abgesetzt und durch einen Nachfolger aus dem Umfeld der bislang inhaftierten Oligarchin Julia Timoschenko ersetzt worden, die ihrerseits freigelassen wurde. Berlin und Brüssel stellen nach dem Umsturz Finanzhilfen für die bisherige Opposition in Aussicht, die sich nun die Macht in Kiew angeeignet hat. Delegierte des Europaparlaments unter der Führung des deutschen CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok haben sich zu Gesprächen über die weitere Entwicklung in die ukrainische Hauptstadt aufgemacht.
"Gegen Kommunisten, Russen und Juden"
Der prowestliche Staatsstreich geht - wie schon längst abzusehen war - mit einer weiteren Stärkung faschistischer Kräfte und einer Steigerung faschistischer Gewalt in der Ukraine einher. So hat laut Berichten ein Funktionär der "Swoboda"-Partei am Wochenende das Amt des Generalstaatsanwalts übernommen. Der "Rechte Sektor", eine extrem rechte Schlägerbande, die angibt, landesweit über rund 5.000 bewaffnete Mitglieder zu verfügen, hat angekündigt, die Proteste fortzusetzen. Einer der Anführer wird mit dem Bekenntnis zitiert, er kämpfe gegen "so lange gegen Kommunisten, Juden und Russen, wie Blut in ihren Adern fließt"; das sei sein "Credo".[2] Dieselbe Zielbestimmung hatten die NS-Kollaborateure der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) vorgenommen, als sie an der Seite der Deutschen im Juni 1941 die Sowjetunion überfielen und sich an der Vernichtung des europäischen Judentums beteiligten. Der "Rechte Sektor" begreift die aktuellen Proteste als Kampf gegen russischen Einfluss in der Ukraine; die Zerstörung zahlreicher ukrainischer Lenin-Denkmäler in den letzten Tagen und das faktische Verbot der Kommunistischen Partei in Teilen der Westukraine verdeutlichen den gewalttätigen Antikommunismus der Proteste. Entsprechend sorgen sich jüdische Organisationen um ein Anwachsen auch antisemitischer Gewalt.
"Angst, in die Synagoge zu gehen"
Tatsächlich ist es in jüngster Zeit vermehrt zu Übergriffen gegen Juden in der Ukraine gekommen. So sind bereits im Januar ein Hebräischlehrer und ein Student in Kiew nach dem Synagogenbesuch attackiert worden, berichtet die "Jüdische Allgemeine". Wie Boris Fuchsmann, Präsident der Jüdischen Konföderation der Ukraine, urteilt, ist es "klar", dass Swoboda und andere extrem rechte Kräfte "den Boden dafür" bereiten. "Die Leute haben echte Angst, in die Synagoge zu gehen", berichtet Fuchsmann; dies habe ihm "auch Oberrabbiner Yaakov Bleich bestätigt".[3] Am Samstag hat ein weiterer einflussreicher Rabbiner in Kiew die jüdische Bevölkerung dazu aufgerufen, das Kiewer Stadtzentrum oder gar, wenn möglich, die Stadt zu verlassen, die die Opposition soeben unter ihre Kontrolle gebracht hat. Der Rabbi schildert, Berichte über Pläne, jüdische Einrichtungen zu attackieren, häuften sich. Die israelische Botschaft in Kiew habe den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde inzwischen empfohlen, ihre Häuser nicht zu verlassen.[4] Tatsächlich bereiten jüdische Organisationen mittlerweile Hilfsmaßnahmen vor, darunter der Emergency Assistance Fund for Jewish Communities der Jewish Agency, der 2012 nach einem antisemitischen Terroranschlag in Frankreich gegründet worden war.[5]
Keine Reaktion
Die Lage der jüdischen Gemeinden in der Ukraine ist Berlin nicht unbekannt. Wie Feldmann schon im Januar berichtete, hat die Jüdische Konföderation der Ukraine "Briefe an die westlichen Botschafter in Kiew geschickt" und darin angesichts des Erstarkens faschistischer Kräfte gefordert, "sich von der Swoboda-Partei zu distanzieren und sich nicht mit ihren Politikern an einen Tisch zu setzen". Die Botschafter sollten sich "auch entschieden gegen antisemitische Übergriffe äußern", habe es in dem Schreiben geheißen, berichtet Feldmann, der außerdem mitteilt, er habe "in dieser Angelegenheit zusätzlich mit dem Oppositionspolitiker Vitali Klitschko gesprochen".[6] Ohne Erfolg: Klitschko, Berlins Mann in Kiew, kooperiert weiterhin eng mit Swoboda. Auch Berlin hat sich nicht von Swoboda distanziert, sondern die Partei vielmehr aufgewertet, indem Außenminister Frank-Walter Steinmeier ihren Führer Oleh Tiahnybok zu offiziellen Verhandlungen in die deutsche Botschaft lud und sich mit ihm per Foto-Shooting der internationalen Öffentlichkeit präsentierte.[7] Äußerungen deutscher Stellen zu den jüngsten antisemitischen Übergriffen in der Ukraine sind nicht bekannt.
Nur ein Anfang
In Berlin ist unterdessen zu hören, der Machtkampf um die Ukraine könne als Testlauf für die künftige EU-Außenpolitik gelten, die nach dem Willen Berlins aggressiver als bisher auftreten soll. Der aktuelle Konflikt werde zum "Testfall für die Fähigkeit der EU, eine koordinierte Außenpolitik zu betreiben", heißt es beispielsweise [8]; die Ukraine sei "ein Testfeld für eine neue europäische Außenpolitik, die sich einmischt, Risiken eingeht und nicht wegguckt" [9]. Medien bringen bereits spekulativ eine Ausweitung der Unruhen auf weitere Länder in Moskaus Einflussbereich oder gar auf Russland selbst ins Spiel.[10]
Weitere Berichte und Hintergrundinformationen zur aktuellen deutschen Ukraine-Politik finden Sie hier: Protestbündnis für Europa, Probleme der Ostexpansion, Ein breites antirussisches Bündnis, Termin beim Botschafter, Expansiver Ehrgeiz, Zukunftspläne für die Ukraine, Unser Mann in Kiew, Die militärische Seite der Integration, Integrationskonkurrenz mit Moskau, In die Offensive, Die Expansion europäischer Interessen, Nützliche Faschisten, Oligarchen-Schach, Der Mann der Deutschen, Koste es, was es wolle und Vom Stigma befreit.
[1] Friedrich Schmidt: Mit gutem Ruf. Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.02.2014.
[2] "I'll be fighting Jews and Russians till I die": Ukrainian right-wing militants aiming for power. rt.com 23.02.2014.
[3] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
[4] Ukrainian rabbi tells Kiev's Jews to flee city. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 22.02.2014.
[5] Jewish Agency promises emergency assistance for Ukrainian Jews. Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 23.02.2014.
[6] "Die Leute haben echte Angst". Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ... 24.01.2014.
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Optimist
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#23 Beitrag von Optimist » Montag 24. Februar 2014, 21:53

Zur Zeit ist dieses Machwerk für die Ukraine nicht verwertbar, die Menschen haben jetzt andere Probleme als zu philosophieren. Die Kommunisten sind hier in der Ukraine die absolute Luftnummer. Kein Wunder:
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Wassermann3000
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#24 Beitrag von Wassermann3000 » Dienstag 25. Februar 2014, 00:54

Banderist hat geschrieben:... neue europäische Außenpolitik, die sich einmischt, Risiken eingeht und nicht wegguckt". Medien bringen bereits spekulativ eine Ausweitung der Unruhen auf weitere Länder in Moskaus Einflussbereich oder gar auf Russland selbst ins Spiel.
Wenn es um Demokratie und Menschenrechte gibt, ja gerne, unbedingt und auf jeden Fall.

Ansonsten, geschrieben wird vieles auf dieser Welt, es sagt aber nichts über den Wahrheitsgehalt aus.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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selfmade
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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#25 Beitrag von selfmade » Dienstag 25. Februar 2014, 19:17

Banderist hat geschrieben:Die Willkürpraktiken Berlins und seines ukrainischen Personals, die bereits das Vorgehen vor dem Staatsstreich prägten, zeigen einmal mehr, dass die Bundesregierung zu allen Mitteln greift, um ihre geostrategischen Ziele durchzusetzen; in außenpolitischen Kreisen der deutschen Hauptstadt gilt die Intervention in der Ukraine dabei als Testlauf für eine künftige deutsch-europäische Weltpolitik

Die Flagge, die du im Account hast, habe ich irgendwo schon mal gesehen. Ich weiß nur nicht wo, muss wohl etwas länger zurück liegen.

"Willkürpraktiken": Welche Regierung handelt nicht willkürlich, heißt das, man solle seine Politik nach einer Ideologie richten?
"geostrategische Ziele": Die Ukraine wäre aus subventioneller und heutiger Sicht ein enormes Verlustgeschäft.
"in außenpolitischen Kreisen der deutschen Hauptstadt": Solltest du Näheres, Informatives dazu wissen, kannst du es doch mitteilen. Dass die Bundesregierung unter anderem seine Ausländseinsätze ausweiten will, ist bereits bekannt.
"deutsch-europäische Weltpolitik": Na na na, wer will denn D und der EU imperialistische Züge unterstellen. D hat durch eine solidere Koordinierung seiner Finanzen und Entwicklung ein neues Selbstbewusstsein erlangt, das sich nun in entschiedenerem internationalen Auftreten zeigt. Falls du es noch nicht mitbekommen hast, andere supranationale Bündnisse stehen in den Startlöchern und warten nur darauf, die EU in ihrem Einflusssphäre abzulösen (s. ASEAN, UNASUR, NAFTA).
Gemeinsam mit (...) zwangen (...) den ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch, ein "Abkommen" zu unterzeichnen, das eine neue Regierung, eine Verfassungsänderung und vorgezogene Präsidentenwahlen vorsah. Unter welchen Umständen dies geschehen sein muss, lässt die Weigerung des russischen Gesandten Wladimir Lukin erahnen, das Dokument - wie ursprünglich geplant - auch seinerseits zu unterzeichnen.
Herr Lukin hat seine Reformbereitschaft demnach wahrscheinlich zu niedrig angesetzt.
Der aktuelle Konflikt werde zum "Testfall für die Fähigkeit der EU, eine koordinierte Außenpolitik zu betreiben"
Das sehe ich im Prinzip ähnlich. Man könnte es auch so formulieren, dass die ukrainische Bevölkerung eine Vorbildfunktion für Selbstbestimmungsbewegungen darstellen könnte. Außerdem kann die europäische Außenpolitik dadaruch lernen, sich auf Gemeinsamkeiten zu verständigen, wie sie es gerade tut.
Medien bringen bereits spekulativ eine Ausweitung der Unruhen auf weitere Länder in Moskaus Einflussbereich oder gar auf Russland selbst ins Spiel.
Das ist in der Tat spekulativ. Nebenbei, haben die Menschen in Belarus, Moldawien oder dem Nordkakaosus nicht auch Gründe, Druck auf ihre Regierung auszuüben?

Noch ein anderer Blickwinkel:
Ist es nicht traurig, dass das Land in einem derart desolaten Zustand ist, dass sich eine ausländische Kanzlerin mit Oppositionsführern treffen kann und nicht mit der Regierung verhandelt?
Aus der Kornkammer Europas ist eine heruntergekommene Scheune geworden. Die finanzielle Unterstützung der Ukraine wäre vordergründig uferlos, sollte man eine EU-Anpassung ernsthaft in Angriff nehmen. Doch, je später man damit beginnt, den Staatshaushalt zu sanieren desto schwerwiegender wird sich das Problem auf die Nachfolgegeneration auswirken. Das gilt für fast alle Staaten weltweit.

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#26 Beitrag von luccas24 » Dienstag 25. Februar 2014, 19:56

ups wie weit hier manche von dem was wirklich stattfindet entfernt sind in Ihren Meinungsaeusserungen ist erschreckend !!!! Ist es denn so schwer mal in Internet zu googlen was das bedeutet ( Rechter Sektor ) ???? Das viele Regionen jetzt diese Vertreter nicht begruessen und eine Gegenwehr formieren, dass hat nichts mit Janukovitsch oder den Kommunisten zu tun. Es werden in der Ukraine TV Kanäle gestürmt, die andere Ansichten vertreten. Journalisten werden verfolgt ... Minderheitsrechte werden verletzt !!! Es geht hier nicht mehr um Janukovitsch !!! Es geht darum das ein Übel nicht durch ein anderes abgelöst werden kann und darf !!!

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#27 Beitrag von Optimist » Dienstag 25. Februar 2014, 20:17

Einfach in die Ukraine reisen und den Menschen hier erklären, was sie dürfen und was sie nicht dürfen. Kann sein dass einige damit einverstanden sind, kann auch sein, dass sie ihre Gründe dafür haben.
Und es ist so, man hätte den Mördern und Banditen sagen sollen, dass man das Volk nicht einfach rücksichtslos ermordet. Nur da hat der Mut gefehlt, oder?
Zuletzt geändert von Optimist am Dienstag 25. Februar 2014, 20:25, insgesamt 1-mal geändert.

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#28 Beitrag von luccas24 » Dienstag 25. Februar 2014, 20:24

grins .... naja das mit den Flaggen hätte ich jetzt nicht unbedingt gebracht.... weil irgendwie verschwinden die Flaggen die am Anfang im November 2013 auf dem Maidan waren und werden zumehmend durch eine andere Flaggen verdrängt .... komisch was das wohl für Flaggen sind !!!

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#29 Beitrag von Optimist » Dienstag 25. Februar 2014, 20:26

Ach , hatte ich recht?
Für alle anderen, er hat mal eben die Seiten gewechselt, die DDR Flagge passte nicht so recht. Ich war mir nicht sicher und habe den Beitrag verändert, aber unser luccas hatte es gelesen.
Naja, wer das braucht.
Zuletzt geändert von Optimist am Dienstag 25. Februar 2014, 20:31, insgesamt 2-mal geändert.

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#30 Beitrag von luccas24 » Dienstag 25. Februar 2014, 20:29

lach * denke die Nummer funktioniert dann doch wohl jetzt nicht mehr !!!

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#31 Beitrag von selfmade » Dienstag 25. Februar 2014, 20:31

luccas24 hat geschrieben:ups wie weit hier manche von dem was wirklich stattfindet entfernt sind in Ihren Meinungsaeusserungen ist erschreckend !!!! Ist es denn so schwer mal in Internet zu googlen was das bedeutet ( Rechter Sektor ) ???? Das viele Regionen jetzt diese Vertreter nicht begruessen und eine Gegenwehr formieren, dass hat nichts mit Janukovitsch oder den Kommunisten zu tun. Es werden in der Ukraine TV Kanäle gestürmt, die andere Ansichten vertreten. Journalisten werden verfolgt ... Minderheitsrechte werden verletzt !!!
Dann erstelle bitte ein Thema über den "Rechten Sektor", damit die Konfliktlösung erörtert werden kann.
Ich habe nie behauptet, mitten im Geschehen zu sein. Und, ist das Erwähnen von "was wirklich stattfindet" und "mal zu googlen" nicht auch widersprüchlich?
"Journalisten werden verfolgt": War das je anders, ob auf physischem oder zensurellem Weg?
Es geht hier nicht mehr um Janukovitsch !!! Es geht darum das ein Übel nicht durch ein anderes abgelöst werden kann und darf !!!
Für wie naiv hältst du deine Gegenargumentatoren? Janu ist doch schon weg, selbstverständlich hat man jetzt andere Probleme zu bewältigen. Aber wenn man Panik über die gewaltbereiten Leute und ihre Taten verbreitet, befriedet man ihre Aggression und Ansichten erst recht nicht, sondern gibt ihnen die Möglichkeit, unter Umständen mehr Anhänger zu finden.
Man hat keine andere Wahl und muss sich der Öffnung des Landes stellen, egal unter welchem Führungspersonal.

Du siehst das Land in Chaos und Bevormundung versinken, ich sehe es in geringerer Arbeitslosigkeit und freiem Reiseverkehr.

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#32 Beitrag von Optimist » Dienstag 25. Februar 2014, 20:34

luccas24 hat geschrieben:lach * denke die Nummer funktioniert dann doch wohl jetzt nicht mehr !!!
Doch die Nummer funktioniert, unser lachluccas hatte bis dato immer eine DDR Fahne die seine Herkunft erkennen lässt. Da hab ich ihn gefragt, wo diese denn sei? War mir aber nicht 100% sicher und habe diese Frage entfernt, aber lucci hatte schon gelesen. Angekommen.

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#33 Beitrag von luccas24 » Dienstag 25. Februar 2014, 20:47

Mensch bist du klug !! grins*

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#34 Beitrag von mbert » Dienstag 25. Februar 2014, 21:00

Hmm, heißt Du vielleicht woanders auch "taptap"?
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#35 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 26. Februar 2014, 00:07

Jensinski hat geschrieben:Ja selfmade, die Skandinavier haben es drauf und die Bevölkerung ist den Ukrainern sehr ähnlich...
Kein Wunder ;)

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#36 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 26. Februar 2014, 12:58

luccas24 hat geschrieben:lach * denke die Nummer funktioniert dann doch wohl jetzt nicht mehr !!!
Wir machen hier keine Nummer aus Klamauk. 100 Menschen sind gemordet worden von den Deinen, die Du heldenhaft verteidigst.
Gehörst Du auch zu den Linken Ideolgieverkäufern oder bist Du deren bezahlter Handlanger?

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Re: Das prorussische Netzwerk hinter der medialen Diffamierung der ukrainischen Proteste als eine rechtsextreme Bewegung - UN

#37 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 26. Februar 2014, 13:04

Ich denke das passt hierher.
Ich habe ja schon mal eine Antwort zum Auftritt eines roten Faschos ins Forum gestellt. Gehrke heißt der Typ und sitzt warm im Bundestag. Er ist wie Luccas24 ein Helfershelfer der Mörder.

Sehr geehrte Damen und Herren der Bundestagfraktion „Die Linke“
Sehr geehrte Mitglieder der Partei „Die Linke“


Ich hatte in einem Hauch von Hoffnung, dass Ihnen menschliche Werte noch etwas bedeuten, mich an ein Mitglied Ihrer Partei gewandt, das ich kenne und das mich noch aus gemeinsamer Arbeit vor der Wende kennt. Ich habe ihm meine Gedanken und Material zur Situation in der Ukraine geschickt. Verbunden mit der Bitte um Verbreitung und Weiterleitung.
Dieser Gedanke entstand, weil ich auf die verschiedenste Art und Weise mit Aussagen der Linken konfrontiert wurde, die den Tatsachen zuwiderlaufen.
Ich war bis zu meiner Übersiedlung in die Ukraine Mitglied der CDU. Aber ich wollte auf diesem Weg versuchen Gedanken und Erlebtes zu Leuten zu transportieren, die in ihrer Moskau zugewandten Sichtweise hier vielen Menschen Unrecht tun und europäische Grundwerte mit Füßen treten.
Irgendwie hatte ich auch auf einen Gedankenaustausch gehofft. Aber mit den Hoffnungen ist das so eine Sache.
Restlos schwanden meine Hoffnungen, dass Sie sich in Ihrer Gesamtheit als Partei noch demokratischen und menschlichen Werten verpflichtet fühlen, als ich Ihren Redner am 31.01.2014 in der Debatte des Bundestages zur Lage in der Ukraine hörte.
Menschenverachtend und zynisch, sich selbst verherrlichend produzierte Herr Gehrke dort Ihr wahres Gesicht. Wenn Sie sich noch den Zielen verpflichtet fühlen, die Sie bei den Häutungen der Partei beim Übergang von der SED zur PDS und weiter zur Linken postulierten, dann verstehe ich Ihre Haltungen in der Diskussion zur Ukraine nicht.
Sie diskutieren zu einem Land, dass Sie noch als Kolonie des Imperiums Russland betrachten.
Ich empfehle Ihnen sich einmal mit der Geschichte der Ukraine ab dem 1. WK zu beschäftigen.
Wie kam die Ukraine zur Sowjetunion? War das nicht eine blutige Zwangsvereinigung, Stichwort Kruty?
Welche Grenze wurde 1941 von Deutschland überschritten?
War es die Grenze der Sowjetunion, sowie sich gegründet hatte oder war es die Grenze von okkupiertem Gebieten?
Wie war es möglich dem Sieger des II. WK zwölf Jahre Widerstand zu leisten und warum, wenn man sich doch befreit fühlen musste?

Das nur einige Fragen, viele weitere werden Sie entdecken, wenn Sie sich mit dieser Geschichte beschäftigen.
Beschäftigen und nicht totschweigen, so wie Sie Herr Gysi und Sie Herr Gehrke mit Post an Sie umgehen.
Wenn auf Ihrer Seite die besseren Argumente sind und wenn Sie wahrhaft für die Rechte der Menschen streiten, dann auf zum Angriff.
Wenn Sie aber mit Rücksicht auf den kommunistischen Abschaum der Ex-KPdSU lavieren dann sollte man auf Sie im politischen Spektrum der europäischen Politik verzichten können.
Es gibt viele Menschen hier, die kein Hehl aus ihrer ehemaligen Mitgliedschaft in der KPdSU machen und auch nicht aus ihren Hoffnungen, die aber alle aus der Partei ausgetreten sind und es sich bei der jetzigen KPU nicht vorstellen können, dass jemals ein Kommunist in der Lage sein wird die wirklichen Interessen des Volkes zu vertreten.

Ich bitte Sie, Ihre Auffassung einmal den Angehörigen der Opfer des Regierungsterrors zu erläutern.
Bekunden Sie Ihr Beileid in der Weise wie Sie im Bundestag aufgetreten sind.
Ich bin bereit die Begegnung zu organisieren.


Wie wollen Sie für ein solidarisches Europa eintreten, wenn Sie für Mörder und Totschläger einstehen, wenn Sie Unterdrückern und Ausbeutern helfen, weil Sie gemeinsam einem Manifest huldigen, in dem aber mit keinem Wort zur Volksschädigung und privaten Bereicherung der kommunistischen Eliten aufgerufen wird.
Ich denke, dass es eine Zeit geben wird, zu der ich Sie erinnern werde, wie Sie zu Menschen standen, die für europäische Werte alles, auch das Leben gaben und sich nicht die Haltung zu Europa und zur Demokratie und Menschenrechten bezahlen ließen.


Dieser Brief ist öffentlich, weil ich auf meinen Brief in Sachen Auftreten Ihres Genossen Gehrke an Sie keine Antwort erhielt.


Mit christlichem Gruß

Kurt Simmchen

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