„Putin wird für Minsk II sehr weit gehen“

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Ukraine

„Putin wird für Minsk II sehr weit gehen“

#1 Beitragvon Handrij » Sonntag 7. Februar 2016, 14:29

Russland-Experte Dmitri Trenin spricht im Interview über die Großmachtfantasien des Kreml und seine Ziele in der Ukraine.


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Malcolmix
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Re: „Putin wird für Minsk II sehr weit gehen“

#2 Beitragvon Malcolmix » Sonntag 7. Februar 2016, 15:31

Russland will ja vor allem den Beitritt der Ukraine zur Nato blockieren. Nachdem das Projekt ‚Neurussland‘ gescheitert ist, ist das sozusagen als Plan B übriggeblieben. Aber wie will man das erreichen? Ich glaube, für Putin ist „Minsk 2“ – das Abkommen vom Februar 2015 – eine durchaus akzeptable Vereinbarung. Seine Logik geht so: Sobald dem Donbass ein Sonderstatus garantiert wird, darf die Ukraine die Region wieder eingliedern. Für Russland ist das gut: Erstens ist es dann finanziell aus der Verantwortung, was beim jetzigen Ölpreis wichtig ist, und zweitens kriegt die Ukraine ein Geschenk, das die innenpolitische Situation ein bisschen ausbalanciert. Natürlich will Moskau nicht, dass Kiew die volle Kontrolle dort übernimmt. Die jetzige Machtkonfiguration im Donbass soll erhalten bleiben, nur eben formal innerhalb der Ukraine. Und dann kommt auch die Grenze zu Russland formal wieder unter ukrainische Kontrolle.


Und das kann die Ukraine nur dann tun, wenn sie jegliche Souveränitätsrechte und Eigenständigkeit aufgibt. Übrigens durchaus ein Grund, warum ich der Meinung bin, die Ukraine sollte möglichst lange den Status Quo aufrecht erhalten und Zugeständnisse nur unter Beibehaltung der eigenen Unabhängigkeit machen.

Moskau sagt ihm: ‚Pjotr Alexejewitsch, Sie haben eine historische Chance. Dass Sie ihr Land nach Europa führen, daran können wir sie nicht hindern, aber das wird noch ein weiter Weg, und man wird Ihnen das nicht so bald danken. Aber wenn Sie den Donbass zurückholen, werden Sie zu einer historischen Figur ganz anderen Ausmaßes! Dann gelingt Ihnen, was niemand sonst geschafft hat – weder die Georgier mit Südossetien und Abchasien, noch die Moldawier mit Transnistrien, noch die Aserbaidschaner mit Berg-Karabach. Natürlich müssen Sie sich auf gewisse Bedingungen einlassen, und auf Leute im Donbass, die Sie nicht mögen. Aber diese Leute treiben in Donezk ihre eigenen Sachen. Viel gefährlicher sind für Sie doch die, die nebenan in Kiew sitzen!‘


Sollte er darauf hören, ist Poroshenko dümmer als ich denke. Er würde mitnichten gefeiert werden. Er würde gestürzt werden. Und das sehr schnell. Dafür ist zuviel passiert.


 


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