Allgemeines Diskussionsforum | RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

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Ukraine

RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#1 Beitragvon Sonnenblume » Samstag 31. März 2012, 17:43

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Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Kollegen vom RBB schon vorher recherchiert haben, wo die Wahrscheinlichkeit von Schwierigkeiten am Größten ist, um eine Story zu bekommen. Und hat ja geklappt...

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Optimist
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#2 Beitragvon Optimist » Donnerstag 5. April 2012, 23:59

Hier muss man sich doch auf keine Story vorbereiten, es beginnt doch schon mit Grenzabfertigung und dann mit jedem Kilometer, ein Leben was man in Deutschland nicht kennt. Also so platt würde ich mir die Juornalisten nicht vorstellen, dass sie zu Hause schon eine Intrige vorbereiten müssen. Intrigen hier in UA massenweise vorhanden. Der ukrainischen oder russischen, polnischen Sprache werden sie mächtig gewesen sein. Klar, wenn nicht, lag es daran.
Nein?

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rastwatwatri
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#3 Beitragvon rastwatwatri » Donnerstag 12. April 2012, 14:19

Reporter werden für Storys bezahlt und bekommen Handgeld und Spesen, das diese auch was daraus machen.

Die Berichte könnte ihr auch hier einsehen:
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die Videos aus dem Tagebuch dann hier:
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Mein Fazit.
Sie haben Ihre Erfahrungen gemacht und angestrebt.
Ich habe auch meine gemacht.
Ich könnte einigen Zeilen und Aussagen gut widersprechen.

Viel lernen oder verwendbares konnte ich der Story nicht abgewinnen.

Jeder der den Weg, die Reisen von A nach B kennt, sollte doch begreifen, was er tun kann und was er nicht tun sollte.

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Optimist
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#4 Beitragvon Optimist » Donnerstag 12. April 2012, 20:23

at rastwatwatri
"Ich könnte einigen Zeilen und Aussagen gut widersprechen"

Könnte man dazu etwas mehr erfahren?

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Optimist
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#5 Beitragvon Optimist » Samstag 14. April 2012, 23:52

Ich teile einmal kurz mein Fazit mit: Solange ein grosser Teil der Staatsdiener, mit oder ohne Uniform, eine Schande für die Ukraine sind, solange bleibt es bei unangenehmen Überraschungen und Situationen die keiner kalkulieren kann. Das, was die Reporter an der Grenze erlebt haben ist absolut real , glaubhaft und zugleich für Insider absolut harmlos.
Eigenes Erlebnis: Vor 3 Jahren reisten wir in die Ukraine ein, alles war schon erledigt, nur der letzte Schlagbaum war zu passieren. Ein sehr wohlbeleibter Beamter kam aus einem Bürocontainer und stellte (dumme) Fragen, als er bemerkte dass ich Deutscher bin, forderte er meine Frau auf in sein " Büro" dem Container zu kommen, ohne mich. Nach 5 Minuten hörte ich meine Frau schreien . Er hatte dort meiner Frau wieder sinnlose Fragen gestellt und als meine Frau ihn fragte was er überhaupt von uns wolle , hat er gesagt: "Nun geben Sie mir doch ein bisschen Geld!" Meine Frau hat daraufhin geweint und ihn angeschrien, dass sie sich für Ihr Land und Menschen wie ihm unendlich schämt. Sie hat all ihre Wut herausgeschrien und ich wusste überhaupt nicht was los war, bin in die Blechbude und wollte den Beamten packen, der aber fiel auf seinen Bürosessel und murmelte er hätte alles nicht so gemeint und wir sollten doch fahren.
Meine Frau hab ich so noch nie erlebt, sie sagte aber in dem Moment war ihr alles egal. Und sie hat recht, man muss sich nicht wie Scheisse ( Verzeihung ) behandeln lassen, nur weil man Ukrainer ist.
Es gab auch ganz angenehme Reisen über die Grenze, aber doch in der klaren Minderheit!

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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#6 Beitragvon Fasil » Sonntag 15. April 2012, 14:03

rastwatwatri hat geschrieben:Reporter werden für Storys bezahlt und bekommen Handgeld und Spesen, das diese auch was daraus machen.


Sehe ich genauso. Hätten die Reporter nur berichtet das alles normal und problemlos verlaufen ist auf dieser Reise, dann würde das doch wohl kaum jemanden interessieren. So aber kann man "punkten", indem über korrupte Beamte, minderwertige Hotels/Motels, schlechte Strassen und und und berichtet. Sonst würde ja auch die Frage nach Sinn und Zweck einer derartigen Reise in den Vordergrund treten. Das eine Reise mit dem PKW nach UA nicht unbedingt 100 % problemlos verlaufen muss, diese Erfahrung haben bestimmt die meisten "UA Fahrer" irgendwann einmal machen müssen. Das was ich jedoch aus den Ausschnitten und Beiträgen auf den verlinkten Seiten entnommen habe, deckt sich zumindest nicht wirklich mit meinen eigenen Erfahrung.

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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#7 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 15. April 2012, 14:25

Siehe anderes Thema zur Geschindigkeit an den Grenzen.
Ich will nicht alles wiederholen.
Ich habe mich auf dieses System eingestellt und nutze seine Stärken und Schwachstellen. Immer aber gilt, so wie man ind Wald hineinruft, so schallt es zurück.

Ein paar nette Worte, einen Witz, den Damen ein Kompliment, ansonsten auch die Gesetze einhalten und auch resolut sein, wenn die Forderungen unverschämt anmuten. Dein Auftreten und Deine Einhaltung der Normen beeinflussen sehr stark das Auftreten der Grenzer.
Nicht Angst zeigen, aber auch nicht Überheblichkeit, mach´s so wie Du behandelt werden möchtest, dann klappt alles im grünen Bereich.

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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#8 Beitragvon Optimist » Sonntag 15. April 2012, 14:29

Fasil hat geschrieben:
rastwatwatri hat geschrieben:Reporter werden für Storys bezahlt und bekommen Handgeld und Spesen, das diese auch was daraus machen.


Sehe ich genauso. Hätten die Reporter nur berichtet das alles normal und problemlos verlaufen ist auf dieser Reise, dann würde das doch wohl kaum jemanden interessieren. So aber kann man "punkten", indem über korrupte Beamte, minderwertige Hotels/Motels, schlechte Strassen und und und berichtet. Sonst würde ja auch die Frage nach Sinn und Zweck einer derartigen Reise in den Vordergrund treten. Das eine Reise mit dem PKW nach UA nicht unbedingt 100 % problemlos verlaufen muss, diese Erfahrung haben bestimmt die meisten "UA Fahrer" irgendwann einmal machen müssen. Das was ich jedoch aus den Ausschnitten und Beiträgen auf den verlinkten Seiten entnommen habe, deckt sich zumindest nicht wirklich mit meinen eigenen Erfahrung.


Heisst dann soviel, dass man keiner Reportage glauben darf, nur seinen eigenen Erfahrungen! Auch nicht schlecht.

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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#9 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 15. April 2012, 19:46

Kennst Du das Sprichwort: Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing.

Das trifft auch auf Journalisten zu. Ich habe zuwenig Zeit den RBB zu schauen, habe dort zwar 25 Jahre östlich von Berlin gelebt, aber Sachsen liegt mir mehr am Herzen. Also MDR.

Was hat der Reporter in der letzten Jahren gemacht, welche Themen bearbeitet?

Vielleicht liegt dort der Schlüssel für seine Negativshow.

Tourismus ist so ein Gebiet. Gasttage bringen den Gastland im Schnitt pro Gasttag 150 Euro Umsatz.
Die Individualtouristen suchen zu 50% immer wieder neue unbekannte Ziele. Allein in D werden jedes Jahr ca. 5 Mill. Menschen zu dieser Gruppe gezählt, die im Schnitt eine Woche in Land verweilen.
Bei positiver Reklame fehlen diese dann in den bisherigen Zielgebieten.

Warum wohl bringt das russische Fernsehen so viele Imagereportagen über sein Land oder lädt deutsche Reporter dazu ein Lnd und Leute kennenzulernen und zu porträtieren?
Habt ihr schon mal so einen Beitrag, einen positiven Beitrag über die UA gesehen?
Auch in der interessanten Reportage über den Australier, der auf den Spuren der Mongolen Tschingis Khans von der Mongolei bis nach Ungarn gezogen ist, war das Stück über die UA nur blamabel.

Vielleicht sehe ich nicht alles, ich lasse mich gern eines besseren belehren.

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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#10 Beitragvon Optimist » Sonntag 15. April 2012, 20:51

Es ist doch so, dass wir alle, die wir seit Jahren mehrfach die Grenze passiert haben, wissen welche Dinge sich dort abspielen. Jagodin ist wohl einer der Übergänge, die besonders "berüchtigt" sind. Früher hab ich meiner Frau viele Dinge, die hier in der Ukraine passieren, nicht gauben wollen. Doch was ich hier erfahre an Informationen, auch weil es mich interessiert und nachhake, ist für Aussenstehende unglaublich. Es geht mir auch nicht darum die Ukraine schlecht zu machen, dafür gefällt mir das Land und die Leute zu sehr, aber die Mißstände darf man nicht ignorieren und nicht umgehen mit Charme und Witz. Man muss diese offen ansprechen und hier einigen vielen Leuten auf die Füsse treten, sonst ändert sich hier nichts zum Besseren. Und was die Grenzabfertigung betrifft, darf man nichts beschönigen. Dort laufen im Hintergrund Dinge ab, die unsere derzeitigen Vorstellungen von einem normalen Grenzverkehr verblassen lassen.
Ich leg mal einen vor: Illegale Pestizide ( die in Europa streng verboten sind) werden von China über Hamburg in die Ukraine transportiert. Die Ukraine ist Drehscheibe bei diesem Geschäft und selbstverständlich Kunde. Dieser Dreck landet hier auf den Äckern oder wird auch wieder nach West- Europa tranportiert.
Nur ein Beispiel... es geht einfach um mehr!

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rastwatwatri
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#11 Beitragvon rastwatwatri » Montag 16. April 2012, 18:53

galizier hat geschrieben:Ich habe mich auf dieses System eingestellt und nutze seine Stärken und Schwachstellen. Immer aber gilt, so wie man ind Wald hineinruft, so schallt es zurück. Ein paar nette Worte, einen Witz, den Damen ein Kompliment, ansonsten auch die Gesetze einhalten und auch resolut sein, wenn die Forderungen unverschämt anmuten. Dein Auftreten und Deine Einhaltung der Normen beeinflussen sehr stark das Auftreten der Grenzer. Nicht Angst zeigen, aber auch nicht Überheblichkeit, mach´s so wie Du behandelt werden möchtest, dann klappt alles im grünen Bereich.

Ich sehe es nicht anders. Nutze ebenfalls die Stärken und Schwachstellen., dann klappt vieles im softgrünen Bereich.

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Optimist
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#12 Beitragvon Optimist » Montag 16. April 2012, 20:30

rastwatwatri hat geschrieben:
galizier hat geschrieben:Ich habe mich auf dieses System eingestellt und nutze seine Stärken und Schwachstellen. Immer aber gilt, so wie man ind Wald hineinruft, so schallt es zurück. Ein paar nette Worte, einen Witz, den Damen ein Kompliment, ansonsten auch die Gesetze einhalten und auch resolut sein, wenn die Forderungen unverschämt anmuten. Dein Auftreten und Deine Einhaltung der Normen beeinflussen sehr stark das Auftreten der Grenzer. Nicht Angst zeigen, aber auch nicht Überheblichkeit, mach´s so wie Du behandelt werden möchtest, dann klappt alles im grünen Bereich.

Ich sehe es nicht anders. Nutze ebenfalls die Stärken und Schwachstellen., dann klappt vieles im softgrünen Bereich.

Danke, dann würde mich noch interessieren wie sich ein Grenzer verhalten sollte?

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Jensinski
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#13 Beitragvon Jensinski » Montag 16. April 2012, 21:18

Optimist hat geschrieben:Danke, dann würde mich noch interessieren wie sich ein Grenzer verhalten sollte?

Möglichst viel intus haben und gute Laune? :-D

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Optimist
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#14 Beitragvon Optimist » Montag 16. April 2012, 23:31

Jensinski hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Danke, dann würde mich noch interessieren wie sich ein Grenzer verhalten sollte?

Möglichst viel intus haben und gute Laune? :-D

Sehr guter Hinweis, mehr als diese Verhaltensregeln werden wir hier nicht zusammenbekommen, da ja das Verhalten der Grenzer und Zöllner von der Aroganz , Engstirnigkeit, Angst, Geiz u.s.w. der Reisenden bestimmt wird. Ja, man muss das selbstverständlich auch von dieser Seite sehen. Der nette Beamte tut mir jetzt im Nachhinein so leid...

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Jensinski
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#15 Beitragvon Jensinski » Dienstag 17. April 2012, 00:10

Optimist hat geschrieben:
Jensinski hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Danke, dann würde mich noch interessieren wie sich ein Grenzer verhalten sollte?

Möglichst viel intus haben und gute Laune? :-D

Sehr guter Hinweis, mehr als diese Verhaltensregeln werden wir hier nicht zusammenbekommen, da ja das Verhalten der Grenzer und Zöllner von der Aroganz , Engstirnigkeit, Angst, Geiz u.s.w. der Reisenden bestimmt wird. Ja, man muss das selbstverständlich auch von dieser Seite sehen. Der nette Beamte tut mir jetzt im Nachhinein so leid...

Lieber Optimist,
Deine Frage war aber auch eine gute Steilvorlage. ;) Aber Scherz mal beiseite und gehen wir es mal ernsthaft an.

Natürlich ist es widerlich, wenn man wirklich nichts zu verzollen hat und trotzdem "schikaniert" und ein Bakschisch abgerungen wird. Da sollte es schon so sein, dass nach einer entsprechenden Kontrolle die Weiterfahrt schnell vonstatten geht. Und es ist eine unfeine Manier, den Westeuropäer unter Generalverdacht zu stellen und abkassieren zu wollen. Ich war vor fast 2 Jahren das letzte Mal an der Grenze. Aber wie ich hörte, soll sich da doch schon so einiges zum Guten geändert haben?

Aber mal ehrlich. Wünschen wir wirklich, dass sie 100% korrekt sind? Viele von uns nutzen eine Fahrt und bringen sich selbst oder Angehörigen etwas mit. Von weißer Ware, über Elektronik bis hin zu Klamotten, Autoteilen und was weiß ich noch alles. Ist ja Platz im Auto! Schnell ist da mal die zollfreie Obergrenze von 500 Euro (ist doch korrekt?) überschritten. So. Und was ist einem jeden dann lieber? Ganz fair und gesetzestreu Zoll zu bezahlen oder mit dem Ausweis 10 oder 20 Euro übergeben und freundlich schmunzelnd weiter gewunken zu werden?

Ja, gerne würde ich es sehen, dass so eine Kontrolle abläuft wie z.B. in Norwegen. Da hatten wir mal den eigenen Biervorrat und alkoholische Mitbringsel dabei, was die 2l-Grenze deutlich überschritt; und wurden kontrolliert. Der Zöllner sah unser voll gepacktes Auto und die Angeln und fragte nach Alkohol. Mein Vater fing dann an aufzuzählen: "Jaaa, eine Flasche Sekt für die Wirtin, eine Flasche Korn für den Hauswirt und eine Flasche für uns." "Bier?" fragte der Zöllner. Mein Vater druckste ein bisschen und der Zöllner fragte sogleich "Eine Palette?" "So ungefähr" meinte mein Vater etwas kleinlaut. Da schmunzelte er und wünschte uns eine gute Weiterfahrt.

Also, was wollen wir für Zöllner? Freundlich sollen sie sein und Fünfe gerade sein lassen. Oder? Lieber Optimist, was stellst Du Dir vor? Und vor allem, für wen sollen Deine Vorstellungen gelten? Für alle Grenzgänger oder nur die mit dt. Ausweis?

LG,
Jens

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Optimist
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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#16 Beitragvon Optimist » Dienstag 17. April 2012, 08:56

Zöllner und Grenzer ohne kriminelle Veranlagung, mehr nicht!

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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#17 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Dienstag 17. April 2012, 20:36

Tja Jens, da hast du ja fast eine UA-Zollkontrolle geschildert, wenn ein paar nette Worte gewechselt werden.
Schau ein wenig weiter oben was ich da geschrieben habe. Wie man ruft, so das Echo.

Ich gebe mal eine Aufmerksamkeit wie jetzt einige Schoko-Osterhasen, mal einen Kaffee aber nie Geld.
Ich bin fast immer am Limit und auch mal darüber. Mich hat aber noch nie einer wegen Geld angemacht.

Das mit der kriminellen Veranlagung sind zwei Seiten einer Münze, Optimist.
Das Gehalt wird der Hoheitspflicht der Beamten nicht gerecht. Und rundum tobt der Ameisenverkehr der illegalen Einfuhr im Rahmen der Gesetze.
Das weckt Begehrlichkeiten in Richtung Teilhabe.
Und dann kommen "Deutsche" die in der SU geboren worden und weit über dem Limit einführen wollen und zudem noch einen Schirm auf die Nase gezweckt haben.

Glaubt mir es stimmt, dass der Ton die Musik macht. Auch an der Grenze.

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Re: RBB-Reporter an der Grenze 7 Stunden aufgehalten

#18 Beitragvon Optimist » Mittwoch 18. April 2012, 00:37

Da es Zöllnern und Grenzern "erlaubt" ist Schmiergeld oder nur Geschenke anzunehmen gilt der Grundsatz: Gleichheit für alle! Also dürfen alle Staatsdiener diese entgegen nehmen. Dieses Recht gilt dann auch für Polizisten und auch für alle weiteren Staatsdiener.
Gut wir sind jetzt bei unseren Gegenständen die wir über die Grenzen tragen. Geschenke, 10 oder 20 Euro. Dieses Recht haben auch andere, 1000 Euro für Drogen, 2000 Euro für Waffen, je nach der Menge, weil was wünscht man sich denn für einen Zöllner? Man wünscht sich diesen nicht, er wird gekauft und gut ist! Und Ihr erzählt mir was vom Wald und bösen Reportern.
Das derzeitige Schmuddelimage der Ukraine kommt bestimmt nicht von den Besuchern der Ukraine oder von ausländischer Propaganda.
Wer kontrolliert denn Eurer Vorstellung nach, für wieviel Geld welche Ware die Grenze passieren darf?
Was machen die Menschen hier in der Ukraine, die ohne diese Privilegien leben müssen?
Also sollt man sich über Korruption in der Ukraine nicht aufregen, sich an diese gewöhnen und mit ihr leben...aber dann bitte keine weiteren Forderungen an dieses Land stellen!!!

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