WirtschaftDas Rohstoff-Märchen von Kiew

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Handrij
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Ukraine

Das Rohstoff-Märchen von Kiew

#1 Beitrag von Handrij » Samstag 10. Januar 2015, 12:07

Im Osten herrscht Krieg, der Staatsbankrott droht – doch die Ukraine will die Russen verklagen wegen Gas vor der Krim, das sich Moskau unter den Nagel gerissen hat. Dabei hat Kiew größere Probleme.
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toto66
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Re: Das Rohstoff-Märchen von Kiew

#2 Beitrag von toto66 » Samstag 10. Januar 2015, 22:26

Wo die WiWo recht hat hat sie recht...

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Uwe Kulick
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Re: Das Rohstoff-Märchen von Kiew

#3 Beitrag von Uwe Kulick » Donnerstag 5. Februar 2015, 12:16

...nur wie und wo hat die WiWo recht????

Die korrupten Vorgängerregierungen der Jazenjuk-2-Regierung ALLESAMT haben da wohl eine Chance ausgelassen, die Ukraine wirtschaftlich auf eigene Füße zu stellen. Es ist die Frage, ob aufwändige Techniken wie das umstrittene Fracking erforderlich wären zur Erschließung eines wirklich reichlichen Gasflusses aus den eigenen Gasquellen. Von daher verdächtig sind ja auch die durch Hunter Biden verkörperten nepotistisch-kleptokratischen US-Interessen im Lande. Die USA haben die untergrund-struktur-verändernde Fracking-Technologie und könnten damit die Untergrund-Geologie der Gasregion gründlich verändern zu einer Erdbebenzone! Ein Loose-Loose-Szenario, wobei die Geldgeber aus dem Verlust einen Gewinn aus Abschreibungen für sich rausholen könnten! Nichtsdestotrotz ist Russland noch kleptokratischer, weil es mit militärischen Mitteln all die Kohle- und Gasgebiete der Ostukraine unter seine und Gazproms Kontrolle bringt, als nächstes Mariupol, am Ende werden sie auch auf Odessa scharf sein, wenn nicht die Ukraine durch eine neue wirksame Verteidigungsstrategie genau dem vorbeugt, denn eine Ukraine ohne Schwarzmeerhäfen wäre darauf angewiesen, gnädigst wie Rumänien und Bulgarien als Paria-Land an die EU angeschlossen zu werden. Griechenland mit der Piräus-Vision seines Verteidigungsministers würde viellecht profitieren.

Die WiWo kritisiert die subventionierten GAspreise in der Ukraine, aber von welchem hohen deutschen Rosse herab? Das Durchschnittseinkommen in UA ist 67€uro, die Winter bitterkalt, wer bitte soll da höhere Preise für Gas zahlen können. In diesem Punkt sind die WiWo-Redakteure menschenverachtend!

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Stefanowitsch
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Re: Das Rohstoff-Märchen von Kiew

#4 Beitrag von Stefanowitsch » Donnerstag 5. Februar 2015, 14:47

Das ist und war doch kein Märchen,

die Förderung war schon 2012 an westliche Firmen vergeben, nach einem Bieterwettstreit den der russische Mitbieter verloren hat.

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Auszug daraus: "ExxonMobil leads a consortium which won a Ukraine tender in 2012 to tap the Skifska offshore gas deposits, a deal valued at over $12 billion at the time. But Exxon has spent more than a year in negotiations over a formal production-sharing agreement and the signing of the PSA was last postponed in January as Ukraine's political stability began to deteriorate. A consortium of Exxon (40%, project operator), Shell (35%), OMV's Romanian subsidiary Petrom (15%) and Nadra Ukrainy (10%) won the initial tender for the Skifska project in August 2012."

Auch die Förderrechte für die Schiefergas Felder in der Ost Ukraine sind schon lange verhandelt.

Gruß
Stefanowitsch

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toto66
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Re: Das Rohstoff-Märchen von Kiew

#5 Beitrag von toto66 » Samstag 7. Februar 2015, 21:04

@Uwe Kulick: Ohne mich weiter darüber zu beschäftigen das sich hier wieder einer ohne Kenntnisse und mit einem Höchsmass an Potential von Verschwörungstheorien eingefunden hat will ich kurz zitieren wo die WiWo in meinen Augen recht hat:
Doch im konkreten Fall geht es gar nicht ums Gas. Sondern vielmehr darum, eine internationale Institution mit der Klärung von Territorialfragen zu beschäftigen – Fragen, die politisch momentan nicht zu lösen sind. Russland wird die Krim so bald nicht hergeben, daran lässt sich auch über ein internationales Schiedsgericht nicht rütteln.
Kiew hat weitaus dringlichere Probleme zu lösen. Es braucht ein neues Steuer- und Bodenrecht, ein gänzlich neues Justizwesen, der Kampf gegen Korruption und Bürokratie muss überhaupt erst begonnen werden. Ohne ein drastisch verbessertes Investitionsklima wird sich kein Investor bereit erklären, bei der Förderung der Gasvorkommen als Finanzier oder Technologiegeber mitzufinanzieren
Der staatliche Konzern dominiert im ukrainischen Energiesektor Einkauf, Vertrieb, Transport und Förderung von Gas – und frisst reißt dabei ein Loch von neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Haushalt. Ist die Ukraine mal wieder nicht in der Lage, den russischen Gaspreis zu zahlen, dann liegt das am Defizit bei Naftogas.
Die tiefroten Zahlen des Staatskonzerns, die stets über den Haushalt ausgeglichen werden müssen, haben im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens der subventionierte Gaspreis; die Ukrainer fördern viel zu wenig eigenes Gas und importieren viel zu teuer. Doch die Verbraucher erhalten wie zu Sowjetzeiten ihr Gas zu einem Bruchteil der eigentlichen Kosten. Zweitens regieren bei Naftogas hochgradig korrupte Strukturen: Über Scheinrechnungen und anderen Tricks versickern seit Jahren hohe Millionenbeträge.
das Durchschnittseinkommen in der Ukraine entspricht übrigens nicht 67 Euro, es dürfte irgendo knapp um/über 200 Euro liegen.
67 Euro verdient im Niiedriglohnoblast Lviv eine Verkäuferin in einem Produkty....
Meine Gasrechnung hat sich seit Januar drastisch verändert. Bis dahin hab ich mich beim Anschauen dieser rechnungen und im Wissen um die preise die Russland/ Gazprom so aufriefen nicht darüber gewundert das die UA ihre rechnungen bei diesem lieferanten nicht begleichen kann.. aber vielleicht weisst du ja woher der Fehlbetrag dauerhaft kommen soll... ich muss dir sagen, das ich beim nachdenken über die Folgen der Subventionierung deine Haltung ziemlich menschenverachtend finde. Auch wenn ich dir zugestehe das dir das wohl nicht bewusst ist.

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