Politik | Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

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Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#1 Beitragvon mbert » Mittwoch 4. Juli 2012, 00:25

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The Verkhovna Rada of Ukraine adopted in whole a law on principles of state language policy offered by lawmakers from the Party of Regions party Serhiy Kivalov and Vadym Kolesnichenko.


Wenn ich das lese, möchte ich gleichzeitig diese Torfköppe von der Opposition teeren und federn und mit diesen Verbrechern aus Don^H^H^HKyiv (äh, man muss ja ab jetzt wieder "Kiev" sagen) .... ich glaube ich spare mir die Details, bin in einer nicht verfassungskonformen Verfassung.

R.I.P., Ukraine. Deine Vergangenheit ist Deine Zukunft und heißt Мало-Россия.
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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#2 Beitragvon Handrij » Mittwoch 4. Juli 2012, 01:01

Russifizierungsgesetz halte ich für übertrieben.
In der Tat ist aber eine Unterzeichnung durch Janukowitsch und das Inkrafttreten nicht mehr unwahrscheinlich.
Der Opposition war es recht, so schnell wie die ihre "Ich hungere" Kopfbinden draußen hatten, ist das kein Zufall. Jetzt versuchen wirklich beide Seiten ihre Prozente aus diesem Gesetz zu schlagen. Bei solchen Sachen fragt man sich echt immer, wann dem Durchschnittsukrainer diese ganze Verarsche mal endlich reicht und alle von Janukowitsch, über Jazenjuk, Tjagnybok, Simonenko und Timoschenko und wie sie alle in dieser "Regierungs-" und "Oppositions"-Scharade heißen mögen, zum Teufel jagen.

Fessenko meinte gerade bei UNIAN, dass er es nicht ausschließt, wenn das Gesetz nach den Wahlen auf Befehl vom Verfassungsgericht kassiert wird. Zudem hält er die schnelle Verabschiedung für ein Anzeichen dafür, dass im September/Oktober noch andere "Raketen" gestartet werden. Solange es die Leute fressen ...

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Das Gesetz wird aber meines Erachtens nach kaum etwas an der jetzigen Handhabe ändern, so wie die Leute früher ihre ukrainischen Formulare auf Russisch mit Fehlern ausgefüllt haben, so werden sie es jetzt eben mit russischen Formularen tun. In Lwiw werden sie weiterhin ihre ukrainischen Formulare mit Fehlern auf Ukrainisch ausfüllen. Dort wird es auch weiterhin keine russischen Formulare geben. Ukrainisch bleibt auch in Donezk Amtssprache, nur werden die Beamten in Donezk jetzt weniger Ansporn haben diese Amtssprache zu lernen und darin liegt wohl eine Gefahr dieses Gesetzes. Wie bei jedem Gesetz in der Ukraine liegt es aber in der Umsetzung. Schon allein an der Finanzierung von neuen russischen oder rumänischen, ungarischen Formularen und der Übersetzung der ukrainischsprachigen Gesetze wird es scheitern.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#3 Beitragvon mbert » Mittwoch 4. Juli 2012, 01:18

Handrij hat geschrieben:Russifizierungsgesetz halte ich für übertrieben.

Naja, ein Gesetz für die Stärkung der Rechte der Minderheitensprachen ist es aber auch nicht, denn die Betonung liegt eindeutig auf dem Status des Russischen.

Handrij hat geschrieben:Der Opposition war es recht, so schnell wie die ihre "Ich hungere" Kopfbinden draußen hatten, ist das kein Zufall.

Sicher nicht. Das Lumpenpack gehört genau so in den Bau wie der Президець und seine Knastbrüder.

Handrij hat geschrieben:Bei solchen Sachen fragt man sich echt immer, wann dem Durchschnittsukrainer diese ganze Verarsche mal endlich reicht und alle von Janukowitsch, über Jazenjuk, Tjagnybok, Simonenko und Timoschenko und wie sie alle in dieser "Regierungs-" und "Oppositions"-Scharade heißen mögen, zum Teufel jagen.

Ganz recht. Mir ging vorhin gerade durch den Kopf, wie fast schon gebetsmühlenhaft manche Zeitgenossen immer wieder betonen, dass ob der leeren Geldbeutel der Menschen die Diskussion um Fragen der Weltanschauung völlig irrelevant sind. Richtig! Aber es geht nicht nur um Weltanschauung. Moralische Werte stören diese Banditen, und dabei geht es eben um die ganze Palette, von den 10 Geboten bis zum Einhalten grundlegender Regeln im politischen Geschäft. Im Grunde ist die Armut der Menschen genau das Werkzeug, mit dem sich die eigenen Interessen schützen lassen - mach die Leute so arm, dass sie sich nicht mehr um ideelle Fragen scheren, dann kannst Du ungestört machen, was Du willst. Alles, was Du tun musst, ist vor den Wahlen die Renten zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass das erst nach der Wahl durch die logischen Preiserhöhungen wieder egalisiert wird. Selbst die, die es durchschauen, haben keine Wahl. Funktioniert einfach super.

Handrij hat geschrieben:Fessenko meinte gerade bei UNIAN, dass er es nicht ausschließt, wenn das Gesetz nach den Wahlen auf Befehl vom Verfassungsgericht kassiert wird.

Das ist ja das Geile. Dadurch haben die PR schon jetzt passende Munition für die übernächsten Wahlen DANCE
Nur ist ja das traurige, dass die Re-Sowjetisierung ohnehin voranschreitet, weil genau dieser Typus Mensch ihnen in den Kram passt. Und - bitte verzeiht mir meinen galizischen Patriotismus - die westukrainische Aufmüpfligkeit ist genau das, was ihnen am gefährlichsten ist.


Handrij hat geschrieben:Ukrainisch bleibt auch in Donezk Amtssprache, nur werden die Beamten in Donezk jetzt weniger Ansporn haben diese Amtssprache zu lernen und darin liegt wohl eine Gefahr dieses Gesetzes.

... und wer vom Dorf in irgendeine Stadt östlich von Khmelnytskyj zieht, wird auch weiterhin plötzlich seine Herkunft verraten und дєвушка statt пані sagen.

Tut mir leid, bin heute gerade mal etwas unsachlich drauf, ich kann einfach nicht ruhig zusehen, wie eine jahrhundertealte Kultur ermordet wird.
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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#4 Beitragvon Bogonag » Mittwoch 4. Juli 2012, 12:33

Es geht doch gar nicht um Minderheiten, das ist nur vorgeschoben.

Das ist schon ein weiterer Schritt in die Richtung, welche V.J. den moskautreuen und Russifizierern und den postsowjetischen Oligarchen und den er seinem ehemaligen Förderer, General Putin versprochen hat. Tatsächlich ist das aber auch ein Teil der Wahlkampagne von V.J. und seiner Russenbande.
denkt immer daran Moskau will die Ukraine nicht loslassen, dazu gibt es genug Statemants von seiten russ. Politiker und Literaten und speziell die ruusofilen MassMedia sind beauftragt alles mögliche zu tun um die russifizierung fortzuführen.
Denn wie schon oftmals erwähnt, russisch ist in allen Medien die weit überwiegende Mehrheit, gerade höre ich eine Diskusion im TV wo selbst auch eine russischetnische Politikerin sich zum Ukrainischen bekennt und das Gesetz als Teil einer Russifizierungskampagne titelt.

Jedoch gilt auch dies, wie die Geschichte und Gegenwart uns lehrt und zeigt ist die ukrainische Sprache und Kultur seid B. Chmylnyzkij durch so viele politische und gesellschaftliche Veränderungen gegangen, russische, polnische, rumänische/ungarische und hat sich trotzdem behauptet. Denn es liegt ja auch am Volk ob es das Fremde gegen das Eigene austauscht.

Trotzdem bin ich der Meinung, wer in der Ukraine so sehr sich das russische herbeiwünscht, der sollte sich nicht so viel Mühe machen und warten bis es sich evtl. durchsetzt. Nein er kann es sofort haben, geht nach Russland !

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#5 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 4. Juli 2012, 13:16

Bogonag hat geschrieben:Trotzdem bin ich der Meinung, wer in der Ukraine so sehr sich das russische herbeiwünscht, der sollte sich nicht so viel Mühe machen und warten bis es sich evtl. durchsetzt. Nein er kann es sofort haben, geht nach Russland !

Irgendwie erinnert mich das an Honeckers Ausspruch:"Wir weinen diesen Leuten keine Träne nach".
Gebt diesen Leuten das Gefühl, dass sie dazugehören, dann erledigt sich Vieles von selbst. Aber so lange man sich durch die Politik auseinanderdividieren lässt, braucht man sich nicht zu beschweren, wenn nichts besser wird.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#6 Beitragvon mbert » Mittwoch 4. Juli 2012, 14:05

Sonnenblume hat geschrieben:Gebt diesen Leuten das Gefühl, dass sie dazugehören, dann erledigt sich Vieles von selbst.

Das sehe ich ganz genau so. Ich finde auch, dass das eigentlich der Praxis entspricht. Das "Problemverständnis", dessen Logik das KK-Gesetz folgt, ist ein künstliches, das nur der Machtarithmetik dient. Dass die Opposition das gestern mitgemacht hat, um es für ihre eigenen Zwecke auszuschlachten, ist ein fürchterlicher Schlag für das Land, weil es ihnen dadurch schon ziemlich die Glaubwürdigkeit nimmt. Ich verstehe immer besser einige meiner westukrainischen Freunde, die sinngemäß sagen "raus hier, solange es noch geht". Nicht dass ich das gut finde, aber verstehen kann ich es.
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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#7 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 4. Juli 2012, 21:58

Das Thema ist jetzt auch in einem Russlandforum aktuell: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#8 Beitragvon Bogonag » Mittwoch 4. Juli 2012, 22:01

Sonnenblume hat geschrieben:
Bogonag hat geschrieben:Trotzdem bin ich der Meinung, wer in der Ukraine so sehr sich das russische herbeiwünscht, der sollte sich nicht so viel Mühe machen und warten bis es sich evtl. durchsetzt. Nein er kann es sofort haben, geht nach Russland !

Irgendwie erinnert mich das an Honeckers Ausspruch:"Wir weinen diesen Leuten keine Träne nach".
Gebt diesen Leuten das Gefühl, dass sie dazugehören, dann erledigt sich Vieles von selbst. Aber so lange man sich durch die Politik auseinanderdividieren lässt, braucht man sich nicht zu beschweren, wenn nichts besser wird.



Dieses trifft nicht auf meine Aussage. Ich sagte wer Russland will sollte doch lieber dorthin, das ist leichter und wäre gerechter. Die Ukraine sollte nicht mehr ein Teil Russlands werden, egal ob durch Unterwerfung wie früher oder durch politische Unterminierung.


1. In Russland wird eine asiatische Politik gemacht und gehört auch zum größten Teil dazu, Aussage von D. Medwedew.
2. Ukraine ist Teil Europas und ist in seinem gesamten Denken europäisch geprägt, nur im Osten mit Russen durchsetzt.
3. Es gibt überhaupt keinen Anlaß russisch in der Ukraine zu verteidigen, "diese Leute gehören dazu" und wie.....denn es ist in sich in der Mehrheit vorhanden wie ihr selber wisst. (kann es sein das es auch den meisten hier geläufiger ist als das ukrainische) so scheint es mir, und deshalb seht Ihr es anders. Kann es sein das Ihr dann auch deshalb meistens die russischsprachigen Sender seht und hört ??? Ja diese sind ..... ja genau das sind die !!!

Ich habe schon in anderen Artikeln bemerkt ob Euch wohl das Ukrainegefühl abgeht. Das kann ich verstehen, denn in mir selbst ist es erst richtig erwacht als ich die ersten Male in die Ukraine fuhr und mich sofort zu Hause fühlte.
Doch es gab einige Male einen Schock, als ich von verschiedenen Leuten in arroganter Weise gefragt wurde = "а ти рочому не говориш по рускі" , das war schon ganz schön hart. Stellt Ihr Euch mal vor, Du kommst nach Deutschland als Emigrantenkind aus der Ukraine, hast von Deinen Eltern deutsch gelernt und in D fragen sie Dich warum Du kein Englisch kannst. Versucht's mal nachzuvollziehen.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#9 Beitragvon Bogonag » Mittwoch 4. Juli 2012, 22:07

mbert hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Gebt diesen Leuten das Gefühl, dass sie dazugehören, dann erledigt sich Vieles von selbst.



Ich verstehe immer besser einige meiner westukrainischen Freunde, die sinngemäß sagen "raus hier, solange es noch geht". Nicht dass ich das gut finde, aber verstehen kann ich es.







Ist das nicht schlimm, NICHT die russischstämmigen und Russophoben sollen nach RU ausziehen das sie so lieben.

Nein die Ukrainer sollen raus !!!

Das ist doch genau das was die Ru-freunde wollen und ihr Ziel ist. Genau das bekämpfen die UKRAINER !


Jungs überlegt doch mal ................................ !!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#10 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 4. Juli 2012, 22:24

Bogonag hat geschrieben:Ich habe schon in anderen Artikeln bemerkt ob Euch wohl das Ukrainegefühl abgeht. Das kann ich verstehen, denn in mir selbst ist es erst richtig erwacht als ich die ersten Male in die Ukraine fuhr und mich sofort zu Hause fühlte.

Ich weiß nicht, wie du zu dieser Meinung kommst. Für mich kann ich nur sagen, dass die Ukraine meine 2. Heimat ist. Und gerade deshalb tut es so weh, wenn man sieht, was da so abläuft. Ich möchte nur, dass sich die Ukrainer (egal welche Sprache sie vorwiegend sprechen) nicht auseinanderdividieren lassen. Und vielleicht habe ich es noch nicht so direkt ausgesprochen, aber ich finde durchaus, dass jeder Ukrainer ukrainisch können sollte. Ob er in seiner Stube russisch oder punjabi spricht, ist mir so ziemlich egal.
Das "Ukrainegefühl" hat man nicht, wenn man alles gut findet, was angeblich "proukrainisch" oder noch besser "antirussisch" ist. Wenn ich die Ukraine kritisiere, dann weil ich es gut mit ihr meine. Einem Freund muß man auch sagen können, wenn er aus dem Mund riecht...
Bogonag hat geschrieben:Doch es gab einige Male einen Schock, als ich von verschiedenen Leuten in arroganter Weise gefragt wurde = "а ти рочому не говориш по рускі" , das war schon ganz schön hart. Stellt Ihr Euch mal vor, Du kommst nach Deutschland als Emigrantenkind aus der Ukraine, hast von Deinen Eltern deutsch gelernt und in D fragen sie Dich warum Du kein Englisch kannst. Versucht's mal nachzuvollziehen.

"а ти рочому не говориш по рускі"- freudscher Versprecher? ;)
Mir ist genau das Gegenteil passiert, obwohl man hört, dass ich Ausländerin bin, ist man mir vor 6 Jahren in Kiew dumm gekommen, warum ich mit ihnen russisch rede und nicht ukrainisch. Ich bewerte das aber nicht über, es gibt überall intolerante oder/und dumme Menschen.
Übrigens, die Tochter meiner Freundin hat mir vor einem Jahr ne sms geschrieben, die aus einzelnen Worten in ukrainisch, englisch und deutsch bestand. Ich habe sie heute noch, weil ich es so herrlich unkompliziert und rührend fand, dass sie es mir leicht machen wollte, obwohl es nicht nötig war. Und ich freue mich, dass die heutige Jugend mit ukrainisch ganz selbstverständlich aufwächst.
Zuletzt geändert von Anonymous am Mittwoch 4. Juli 2012, 22:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#11 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 4. Juli 2012, 22:26

Bogonag hat geschrieben:[
Ist das nicht schlimm, NICHT die russischstämmigen und Russophoben sollen nach RU ausziehen das sie so lieben.
Nein die Ukrainer sollen raus !!!

Wer sagt denn das?

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#12 Beitragvon Handrij » Mittwoch 4. Juli 2012, 22:33

@bogonag
jo, Russen raus und alles wird gut und schön heimelig ...
Schön, das für Diasporaukrainer wie dich immer alles so einfach ist. Welche Probleme die Einwohner des Landes wirklich haben, interessiert dich und deinesgleichen eigentlich überhaupt nicht. Hauptsache Folklore und die "gute alte Zeit".
Genau solche Typen wie du bringen immer wieder diese unsinnige Sprachdiskussion hervor. Hauptsache man redet Ukrainisch und geht in DIE ukrainische Kirche, welche auch immer das sein mag. Mehr ist von aufrechten Ukrainern nicht zu erwarten.
Gesellschaft als monolithischer Block, mit ein und derselben Ansicht, Sprache, Geschichte, keine Individuen.
Abweichende Meinung? Ab nach Moskau, wir sind hier Europa ... Irgendwelche Konzepte zur Entwicklung des Landes? Fehlanzeige. Bildung, bitte nur auf Ukrainisch und nur die einzig wahre Geschichte. Inhalte sind egal, Hauptsache auf Ukrainisch. Selbständiges Denken. Fehlanzeige. Egal, was der Pope predigt, es sollte doch bitte auf Ukrainisch sein, Inhalte interessieren nicht. usw. usw.
Das ist genau der gleich Unsinn in grün den Kolesnitschenko & Co. vorbringen, nur eben "für die russische Welt". Man hasst sich, weil man sich eigentlich so ähnlich ist.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#13 Beitragvon Bogonag » Donnerstag 5. Juli 2012, 00:00

Handrij hat geschrieben:@bogonag
jo, Russen raus und alles wird gut und schön heimelig ...
Schön, das für Diasporaukrainer wie dich immer alles so einfach ist. Welche Probleme die Einwohner des Landes wirklich haben, interessiert dich und deinesgleichen eigentlich überhaupt nicht. Hauptsache Folklore und die "gute alte Zeit".
Genau solche Typen wie du bringen immer wieder diese unsinnige Sprachdiskussion hervor. Hauptsache man redet Ukrainisch und geht in DIE ukrainische Kirche, welche auch immer das sein mag. Mehr ist von aufrechten Ukrainern nicht zu erwarten.
Gesellschaft als monolithischer Block, mit ein und derselben Ansicht, Sprache, Geschichte, keine Individuen.
Abweichende Meinung? Ab nach Moskau, wir sind hier Europa ... Irgendwelche Konzepte zur Entwicklung des Landes? Fehlanzeige. Bildung, bitte nur auf Ukrainisch und nur die einzig wahre Geschichte. Inhalte sind egal, Hauptsache auf Ukrainisch. Selbständiges Denken. Fehlanzeige. Egal, was der Pope predigt, es sollte doch bitte auf Ukrainisch sein, Inhalte interessieren nicht. usw. usw.
Das ist genau der gleich Unsinn in grün den Kolesnitschenko & Co. vorbringen, nur eben "für die russische Welt". Man hasst sich, weil man sich eigentlich so ähnlich ist.




Warum schreibst Du an meinem Kommentar vorbei und gehst gar nicht auf das Problem ein, sondern feuerst einfach so aufgeregt drauf los. Hast Du doch gar nicht nötig.

Es ist eben nicht so wie Du schreibst, Die Tatsache ist eben diese und gerade Du weißt es genau =

Das RUSSISCHE !!! überwiegt bei weitem in der ukrainischen Medienlandschaft, es gibt kaum ein Journal in ukrainisch, nur einige Zeitungen, die DVD und CD und alle andere Filmwelt ist RUSSISCH !!! Das TV System ist voll in RUSSISCHER Hand, dank der Sateliten. Selbst Lehrbücher für Technik etc. sind teilweise nur in russisch zu bekommen.
Und die verarschung der ukrainischsprachigen in den Russischsprachigen TV Sendern ist eigentlich schon infam.

Kann Dir dazu Links zusenden ..........


Ausserdem ich bin oft genung in der Ukraine um ein Bild zu haben von dem Land, gut weiter als Dnipropetrowsk bin ich noch nicht gekommen aber es geht auch so.

Und, die Sprachdiskussion kommt bestimmt nicht aus der Diaspora sondern und auch das weißt Du selber genau, die kommt immer wieder aus der gleichen russofilen Ecke und Du weißt auch genau warum !

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#14 Beitragvon Bogonag » Donnerstag 5. Juli 2012, 00:26

Sonnenblume hat geschrieben:
Bogonag hat geschrieben:[
Ist das nicht schlimm, NICHT die russischstämmigen und Russophoben sollen nach RU ausziehen das sie so lieben.
Nein die Ukrainer sollen raus !!!

Wer sagt denn das?




Ich habe das lakonisch gemeint aufgrund des Textes von

@mbert=

Ich verstehe immer besser einige meiner westukrainischen Freunde, die sinngemäß sagen "raus hier, solange es noch geht". Nicht dass ich das gut finde, aber verstehen kann ich es.


Das muss man sich mal vorstellen wohin die Regierung es treibt !


Ich habe bestimmt nichts gegen die russische Sprache im allgemeinen, habe angefangen sie zu akzeptieren und zu verstehen, weil meine Frau russisch/ukrainischer Herkunft ist.. jedoch habe ich eine Abneigung das man mir/uns
das russische aufzwängt, wie im übrigen ich auch in D die Engländer nicht mochte die aus imperiablen Gehabe deutsch nicht lernen und sprechen wollten.
Und, ich frage mich auch immer dann, woher kommt eigentlich dieses Anspruchdenken so Groß zu sein wie das der Moskauer Politiker. Ich bin nun mal Geschichtsfanatiker und kann es mir nicht erklären, denn ich finde wirklich nichts was die der Weltgemeinschaft Gutes gegeben haben wie z.B. die Deutschen, Engländer, Franzosen Italiener etc..... , um sich als Große Nation zu bezeichnen ... ich finde es nicht ! Gut es gibt den Wodka, damit erfreut man wieder das Volk, dann gibt es die Kalaschnikow, die erfreut die Imperialisten in Moskau, dann gibt es ein paar Literaten und Musikschaffende (obwohl die Hälfte eigentlich aus der Ukraine stammten wie z.B. Chaikowskij), aber sonst ????
Oder machen die das bloß um sich groß zu reden weil sie es in Wirklichkeit nicht sind, dem Volk aber das weis machen müssen .

Vielleicht kannst Du mir evtl. einige Tips geben wo ich nachschlagen kann weshalb Moskau immer von dem Großen russischen VOLK redet, das die anderen beherrschen soll und kann, ich lerne gerne dazu.
Wenn dann aber bitte aus neutralen Quellen und keine aus dem Moskauer Propagandateam ala Shatulin.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#15 Beitragvon Handrij » Donnerstag 5. Juli 2012, 00:50

Welchen Kommentar meinst du? Schauen wir mal nach:
Bogonag hat geschrieben:Ist das nicht schlimm, NICHT die russischstämmigen und Russophoben sollen nach RU ausziehen das sie so lieben.
Nein die Ukrainer sollen raus !!!
Das ist doch genau das was die Ru-freunde wollen und ihr Ziel ist. Genau das bekämpfen die UKRAINER !

Diesen? Russen raus? Wer sind denn bitte schön "die UKRAINER"? Du?

oder diesen?
Bogonag hat geschrieben:Dieses trifft nicht auf meine Aussage. Ich sagte wer Russland will sollte doch lieber dorthin, das ist leichter und wäre gerechter.

Russen raus?

Bogonag hat geschrieben:1. In Russland wird eine asiatische Politik gemacht und gehört auch zum größten Teil dazu, Aussage von D. Medwedew.

Ja, Russland hat geographisch gesehen einen riesigen asiatischen Teil. Nein, Russland ist Teil der europäischen Kultur.
Ich hab es schon oft gesagt: die Ukrainer würden gern so wie Japaner, Taiwanesen oder Südkoreaner leben ...

Bogonag hat geschrieben:2. Ukraine ist Teil Europas und ist in seinem gesamten Denken europäisch geprägt, nur im Osten mit Russen durchsetzt.

Russen raus? Rassisch unrein, raus?

Bogonag hat geschrieben:3. Es gibt überhaupt keinen Anlaß russisch in der Ukraine zu verteidigen, "diese Leute gehören dazu" und wie.....denn es ist in sich in der Mehrheit vorhanden wie ihr selber wisst. (kann es sein das es auch den meisten hier geläufiger ist als das ukrainische) so scheint es mir, und deshalb seht Ihr es anders. Kann es sein das Ihr dann auch deshalb meistens die russischsprachigen Sender seht und hört ??? Ja diese sind ..... ja genau das sind die !!!

Russen raus? Kann es sein, dass du ein Problem mit Leuten hast, die russisch sprechen und verstehen? Dein Unterscheidungskriterium für "Freund und Feind" ist die Sprache. Reichlich primitiv ....


Bogonag hat geschrieben:Ich habe schon in anderen Artikeln bemerkt ob Euch wohl das Ukrainegefühl abgeht.

aha, die Leute hier haben schon lange auf einen gewartet, der einem das mal so richtig erklärt.

Bogonag hat geschrieben: Das kann ich verstehen, denn in mir selbst ist es erst richtig erwacht als ich die ersten Male in die Ukraine fuhr und mich sofort zu Hause fühlte.

das erzählst du übrigens Leuten, die teilweise seit Jahren in der Ukraine leben.

Bogonag hat geschrieben:Doch es gab einige Male einen Schock, als ich von verschiedenen Leuten in arroganter Weise gefragt wurde = "а ти рочому не говориш по рускі" , das war schon ganz schön hart. Stellt Ihr Euch mal vor, Du kommst nach Deutschland als Emigrantenkind aus der Ukraine, hast von Deinen Eltern deutsch gelernt und in D fragen sie Dich warum Du kein Englisch kannst. Versucht's mal nachzuvollziehen.

Idioten gibt es überall und daraus sollte man nicht auf alle Leute in der Gegend schließen, dann kannst du dich gleich in deiner Wohnung einschließen.

Bogonag hat geschrieben:Das RUSSISCHE !!! überwiegt bei weitem in der ukrainischen Medienlandschaft, es gibt kaum ein Journal in ukrainisch, nur einige Zeitungen, die DVD und CD und alle andere Filmwelt ist RUSSISCH !!! Das TV System ist voll in RUSSISCHER Hand, dank der Sateliten. Selbst Lehrbücher für Technik etc. sind teilweise nur in russisch zu bekommen.

Meinst du etwa, dass die Komsomolskaja Prawda ein höheres Niveau hätte, wenn sie sich umbenennen und auf Ukrainisch erscheinen würde? Sind Seifenopern auf Ukrainisch besser als auf Russisch?
Glaubst du etwa, dass mehr Leute Zeitungen und Journale lesen würden, wenn sie auf Ukrainisch wären? Mbert hat es ja angesprochen: die meisten Leute lesen keine Presse, da sie zu teuer ist. Das ist ein Problem und nicht die Sprache. Zudem sind alle Zeitungen und Magazine hier mit Müll und bezahlten Artikeln gefüllt. Die Sprache ist da nicht das Problem.
Das gleiche betrifft das Fernsehen. Niemanden regt das Niveau auf, sondern es soll bitte schön alles auf Ukrainisch sein, dann wird alles von allein gut.

Bogonag hat geschrieben:Und die verarschung der ukrainischsprachigen in den Russischsprachigen TV Sendern ist eigentlich schon infam.
Kann Dir dazu Links zusenden ..........

Her damit ich lache gern und vermutlich andere im Forum auch.

Bogonag hat geschrieben:Ausserdem ich bin oft genung in der Ukraine um ein Bild zu haben von dem Land, gut weiter als Dnipropetrowsk bin ich noch nicht gekommen aber es geht auch so.

Und, die Sprachdiskussion kommt bestimmt nicht aus der Diaspora sondern und auch das weißt Du selber genau, die kommt immer wieder aus der gleichen russofilen Ecke und Du weißt auch genau warum !

jojo, die Diaspora regt sich nie über die breite Verwendung des Russischen auf und geht nie auf Provokationen a la Kolesnitschenko und Russisch als 2. Amtssprache ein.
Über 20 Jahre Unabhängigkeit und immer noch die gleichen Pseudodiskussionen.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#16 Beitragvon Handrij » Donnerstag 5. Juli 2012, 00:53

Bogonag hat geschrieben: Gut es gibt den Wodka, damit erfreut man wieder das Volk, dann gibt es die Kalaschnikow, die erfreut die Imperialisten in Moskau, dann gibt es ein paar Literaten und Musikschaffende (obwohl die Hälfte eigentlich aus der Ukraine stammten wie z.B. Chaikowskij), aber sonst ????

haha, wenn sie aus dem Gebiet der heutigen Ukraine stammen - völlig egal, welches Selbstverständnis sie hatten, dann sind sie gut und gehören den Russen weggenommen. Der Rest ist unwesentlich ...
Wieder die krude Weltsicht der "wahren Ukrainer" ....

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#17 Beitragvon mbert » Donnerstag 5. Juli 2012, 10:57

Bogonag hat geschrieben:(obwohl die Hälfte eigentlich aus der Ukraine stammten wie z.B. Chaikowskij)


Um der Wahrheit die Ehre zu geben, hatte Tschaikowski einen ukrainischen Großvater, der als Offizier in der Armee des Zaren seinen Namen russifizieren ließ, um seine Karrierechancen zu verbessern. Das mag interessant sein, weil es die Auswirkungen der imperialen Politik illustriert, aber von Tschaikowski deshalb als Ukrainer zu sprechen, geht etwas zu weit.

Ansonsten, aus aktuellem Anlass möchte ich sagen, dass ich in Deinen Beiträgen viel von dem erkenne, was mich selber auch immer wieder frustriert und bewegt, allerdings fällt es mir schwer zu unterscheiden, wie differenziert Deine Sichtweise wirklich ist. Einige haben Dich ja offenbar schon in eine Kiste gepackt, aber generell ist aus meiner Sicht eine Diskussion nicht dazu da, "denen mal richtig die Meinung zu sagen", sondern sollte eigentlich dazu dienen, Andersdenkenden eine andere Perspektive zu öffnen. Das geht nicht, wenn man nur provoziert, und das führt letztlich zu keinem sinnvollen Ergebnis.
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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#18 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 5. Juli 2012, 11:12

Oder um es mal mit Joubert zu sagen: „Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.“ Joseph Joubert (1754-1824)

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#19 Beitragvon mbert » Freitag 6. Juli 2012, 11:53

Zu den Umständen der Abstimmung gibt es ja immer noch einigen Streit. Mal abgesehen davon, dass bei etwa 70 anwesenden Abgeordneten dennoch über 200 Stimmen abgegeben werden konnten, zeigt diese ganze Nummer doch auch wieder, wie naiv die Opposition im Umgang mit der Regierung ist. Hatte man in der ersten Lesung noch gepokert und gemeint, man könne das Thema jetzt genüsslich ausschlachten, um das Gesetz dann mit viel Brimborium in der 2. Lesung zu stoppen, haben sie sich (leider nicht zum ersten Mal) davon überraschen lassen, wie skrupellos die Regionalen die Regeln missachten (nicht dass die Opposition das nie täte, aber das Ausmaß der Regelverstöße und die Dreistigkeit der Regionalen übertrifft schon ziemlich alles bisher dagewesene). Mal sehen, wie es weitergeht. Vom Verfassungsgericht ist m.E. wenig zu erwarten.

Bleibt nur die Hoffnung, dass die Parlamentswahl trotz einer durch das neue Wahlgesetz und die zu erwartenden Wahlfälschungen zu erwartenden Mehrheit für die Regierung zumindest eine gewisse Gegenkraft der Opposition ergibt, die nicht durch Bestechung und Erpressung umgehend das Lager wechselt.
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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#20 Beitragvon mbert » Freitag 6. Juli 2012, 12:00

Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#21 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Samstag 7. Juli 2012, 14:38

Handrij hat geschrieben:

Ja, Russland hat geographisch gesehen einen riesigen asiatischen Teil. Nein, Russland ist Teil der europäischen Kultur.

Glaub mir auf diese Kultur kann ich ohne etwas zu vermissen, verzichten. Die Künstler wie Tschaikowski, Puschkin u.a. die sind wie die Irrlichter auf einer moddernden Gesellschaft. Es gibt diese hervorragenden Geister heute ganau wie damals, sie sind aber zuwenige um nachhaltig auf die Gesellschaft einzuwirken.

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#22 Beitragvon Sonnenblume » Samstag 7. Juli 2012, 15:52

galizier hat geschrieben: Es gibt diese hervorragenden Geister heute ganau wie damals, sie sind aber zuwenige um nachhaltig auf die Gesellschaft einzuwirken.

Da können wir glatt ein neues Thema aufmachen - was/wer wirkt den nachhaltig auf die Gesellschaft ein und wie lange braucht es, um zu beginnen zu wirken?

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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#23 Beitragvon Handrij » Sonntag 8. Juli 2012, 23:37

mbert hat geschrieben:Zu den Umständen der Abstimmung gibt es ja immer noch einigen Streit. Mal abgesehen davon, dass bei etwa 70 anwesenden Abgeordneten dennoch über 200 Stimmen abgegeben werden konnten, zeigt diese ganze Nummer doch auch wieder, wie naiv die Opposition im Umgang mit der Regierung ist. Hatte man in der ersten Lesung noch gepokert und gemeint, man könne das Thema jetzt genüsslich ausschlachten, um das Gesetz dann mit viel Brimborium in der 2. Lesung zu stoppen, haben sie sich (leider nicht zum ersten Mal) davon überraschen lassen, wie skrupellos die Regionalen die Regeln missachten (nicht dass die Opposition das nie täte, aber das Ausmaß der Regelverstöße und die Dreistigkeit der Regionalen übertrifft schon ziemlich alles bisher dagewesene). Mal sehen, wie es weitergeht. Vom Verfassungsgericht ist m.E. wenig zu erwarten.

Bleibt nur die Hoffnung, dass die Parlamentswahl trotz einer durch das neue Wahlgesetz und die zu erwartenden Wahlfälschungen zu erwartenden Mehrheit für die Regierung zumindest eine gewisse Gegenkraft der Opposition ergibt, die nicht durch Bestechung und Erpressung umgehend das Lager wechselt.


Der eigentlich Skandal ist ja nicht dieses Gesetz, sondern wie es "verabschiedet" wurde. Schon allein deswegen müssten die Ukrainer die Rada auflösen. Nur gibt es keinerlei Bemühungen mehr in diese Richtung.
Diese Abstimmung hat gezeigt, dass es keine Regeln mehr gibt. Vom regionalen Bulldozer wurde einfach alles niedergewalzt, was an Regularien noch da war. Die Reaktion der Opposition: Wir machen weiter wie bisher, Hauptsache wir haben weiter unsere Mandate.
Die einzig adäquate Reaktion wäre aus meiner Sicht gewesen, alle Mandate geschlossen niederzulegen und auch keine Nachrücker zu benennen. Stattdessen geht man auf das Spiel ein und macht in allgemeine Empörung, um sich für die nächste Rada ein warmes Plätzchen zu sichern.
Wahlfälschungen wird es übrigens nicht oder nur im für die Ukraine üblichen Maße geben. Die Verteilung der Direktmandate findet schon vorher statt und das ohne Skandalisierung. Steuerbehörde, SBU und Hygiene sorgen schon dafür, dass nur die richtigen Kandidaten auf der Liste stehen.
mbert hat geschrieben:Auch nett: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Entgegen den Rufen "das Vaterland ist in Gefahr" ist ein Trend zur ukrainischen Sprache schon seit Jahren zu sehen. Das wird auch dieses Gesetz nicht beeinflussen - Ukrainisch ist cool und Trend und das wird sich früher oder später auch im Fernsehen und der Medienlandschaft allgemein zeigen!

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Bogonag
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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#24 Beitragvon Bogonag » Dienstag 10. Juli 2012, 20:57

Sonnenblume hat geschrieben:Oder um es mal mit Joubert zu sagen: „Zweck des Disputs oder der Diskussion soll nicht der Sieg, sondern der Gewinn sein.“ Joseph Joubert (1754-1824)



Ich finde den Spruch sehr gut !!


Hallo erst mal, bin wieder zurück in D.

Denke das Thema war das so genannte „ Russifizierungsgesetz „ , Richtig ???

Meine Kommentare beziehen sich nicht gegen Russen sondern ausschließlich darauf das es keinen aber auch gar keinen Grund gibt =
1. in der Ukraine russisch zu verteidigen. Denn das steht schon in der Konstitution der Ukraine, der Schutz der Minderheiten.
2. in der Ukraine die russische Sprache als Minderheitensprache zu bezeichnen, das sagen sogar die russisch stämmigen in den verschd. Foren. Denn eine Minderheit von 17% beherrscht alle wichtigen Sphären des ukrainischen Lebens .
3. Es gibt, so zeigt die Geschichte nichts, aber auch gar nichts was es begehrlich machen würde sich zu russifizieren.
4. Meine Bemerkungen, wer sich in der Ukraine nicht wohl fühlt und es hier lieber russisch haben möchte sollte doch dorthin gehen, sind nicht gegen Russen im allgemeinen gemeint sondern eben nur gegen diese, denke das ist normal, denn alle die sich vor 75 Jahren in Deutschland nicht wohl fühlten sind dann z.B. auch nach Russland gegangen stimmts?

Attenzione, es geht um das „ Russifizierungsgesetz „ in der UKRAINE , von dem sogar Leute wie Makarow und Tcharkow sagen es hat nur zum Ziel die Ukraine zu russifizieren.


Es freut mich wenn Du Dich schon nach so kurzer Zeit mit der Ukraine heimatlich verbunden fühlst.
Ich habe ja auch nur gefragt ob alle sicher sind das sie die Ukrainer verstehen. Unter UKRAINER verstehe ich Menschen die sich diesem Land und Volk zugehörig fühlen, dieses als ihr Heimatland empfinden, seine Sprache und Kultur schätzen und pflegen und alles tun um es zu schützen vor fremden !!! negativen !!! Einflüssen. Es sind nicht Leute welche in diesem Land alles dafür tun, um es schon wieder unter den Herrschaftsanspruch Moskaus zu stellen.
Ich bin nicht mit D heimatlich verbunden obwohl ich hier die Hälfte meines Lebens verbracht habe, bis heute denke ich nicht in deutschen Modi. Bin aber von meinem Vater erzogen worden nach dem Motto, von den Deutschen können wir Ukrainer nur lernen und das es wahr ist habe ich dann durch Studium und Lebenserfahrung gelernt, die Geschichte bestätigt dieses, ich habe solches aber schon erwähnt. Ich bin trotz meiner fehlenden Identifizierung mit dem Deutschtum (habe auch keinen D-Pass) aber ein Verteidiger dieses Volkes und dieser Nation die großes geleistet hat, manchmal wird man im Ausland als Deutscher angesehen, (allein weil man es einigermaßen gut spricht) da geht es oft um dumme Polemik in Bezug auf die neue deutsche Welle in EU.

Wenn es Menschen in D gibt die aus irgendwelchen Frustrationen nicht mit der BRD klarkommen, egal aus welchen Gründen auch immer, sei es aus alten Ressentiments, aus eigener Frustration wg. Arbeit oder weil sie sich in politischen Wunschträumen verfangen haben, oder denen gar eine Traumwelt vor 23 Jahren zerstört wurde in der sie einen guten Alltag hatten im Arbeiter und Bauernparadies, dann tun mir diese Menschen nur leid.


Dein Satz = >>>Mir ist genau das Gegenteil passiert, obwohl man hört, dass ich Ausländerin (*)bin, ist man mir vor 6 Jahren in Kiew dumm gekommen, warum ich mit ihnen russisch rede und nicht ukrainisch. <<

Also, ich bin gerade mit meiner Frau (sie spricht mehr russisch) aus Kyjiw gekommen und habe wie in all den Jahren so eine Frage nicht gehört. Nur das Gegenteil ! Selbst in Yaremcha würde das niemand fragen, sondern nur ukrainisch antworten, weil der Ukrainer es so gewohnt ist, denn fast alle Leute aus EU, kommen mit russisch in die Ukraine, egal ob Business oder Mass-Media.


Ich habe Dich vor kurzem gebeten mir doch mal etwas über RU und seinem Beitrag zur positiven Entwicklung der Welt und seiner Bevölkerung zu linken.....
Ich würde mich ehrlich freuen !


(*) Du hast mich nach einem meiner Beiträge mal gefragt, wie ich darauf komme das Du eine Frau bist ….........????

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Bogonag
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Re: Russifizierungsgesetz durch zweite Lesung

#25 Beitragvon Bogonag » Dienstag 10. Juli 2012, 21:01

Handrij hat geschrieben:Welchen Kommentar meinst du? Schauen wir mal nach:
Bogonag hat geschrieben:Ist das nicht schlimm, NICHT die russischstämmigen und Russophoben sollen nach RU ausziehen das sie so lieben.
Nein die Ukrainer sollen raus !!!
Das ist doch genau das was die Ru-freunde wollen und ihr Ziel ist. Genau das bekämpfen die UKRAINER !

Diesen? Russen raus? Wer sind denn bitte schön "die UKRAINER"? Du?

oder diesen?
Bogonag hat geschrieben:Dieses trifft nicht auf meine Aussage. Ich sagte wer Russland will sollte doch lieber dorthin, das ist leichter und wäre gerechter.

Russen raus?

Bogonag hat geschrieben:1. In Russland wird eine asiatische Politik gemacht und gehört auch zum größten Teil dazu, Aussage von D. Medwedew.

Ja, Russland hat geographisch gesehen einen riesigen asiatischen Teil. Nein, Russland ist Teil der europäischen Kultur.
Ich hab es schon oft gesagt: die Ukrainer würden gern so wie Japaner, Taiwanesen oder Südkoreaner leben ...

Bogonag hat geschrieben:2. Ukraine ist Teil Europas und ist in seinem gesamten Denken europäisch geprägt, nur im Osten mit Russen durchsetzt.

Russen raus? Rassisch unrein, raus?

Bogonag hat geschrieben:3. Es gibt überhaupt keinen Anlaß russisch in der Ukraine zu verteidigen, "diese Leute gehören dazu" und wie.....denn es ist in sich in der Mehrheit vorhanden wie ihr selber wisst. (kann es sein das es auch den meisten hier geläufiger ist als das ukrainische) so scheint es mir, und deshalb seht Ihr es anders. Kann es sein das Ihr dann auch deshalb meistens die russischsprachigen Sender seht und hört ??? Ja diese sind ..... ja genau das sind die !!!

Russen raus? Kann es sein, dass du ein Problem mit Leuten hast, die russisch sprechen und verstehen? Dein Unterscheidungskriterium für "Freund und Feind" ist die Sprache. Reichlich primitiv ....


Bogonag hat geschrieben:Ich habe schon in anderen Artikeln bemerkt ob Euch wohl das Ukrainegefühl abgeht.

aha, die Leute hier haben schon lange auf einen gewartet, der einem das mal so richtig erklärt.

Bogonag hat geschrieben: Das kann ich verstehen, denn in mir selbst ist es erst richtig erwacht als ich die ersten Male in die Ukraine fuhr und mich sofort zu Hause fühlte.

das erzählst du übrigens Leuten, die teilweise seit Jahren in der Ukraine leben.

Bogonag hat geschrieben:Doch es gab einige Male einen Schock, als ich von verschiedenen Leuten in arroganter Weise gefragt wurde = "а&nbsp;ти&nbsp;рочому&nbsp;не&nbsp;говориш&nbsp;по рускі" , das war schon ganz schön hart. Stellt Ihr Euch mal vor, Du kommst nach Deutschland als Emigrantenkind aus der Ukraine, hast von Deinen Eltern deutsch gelernt und in D fragen sie Dich warum Du kein Englisch kannst. Versucht's mal nachzuvollziehen.

Idioten gibt es überall und daraus sollte man nicht auf alle Leute in der Gegend schließen, dann kannst du dich gleich in deiner Wohnung einschließen.

Bogonag hat geschrieben:Das RUSSISCHE !!! überwiegt bei weitem in der ukrainischen Medienlandschaft, es gibt kaum ein Journal in ukrainisch, nur einige Zeitungen, die DVD und CD und alle andere Filmwelt ist RUSSISCH !!! Das TV System ist voll in RUSSISCHER Hand, dank der Sateliten. Selbst Lehrbücher für Technik etc. sind teilweise nur in russisch zu bekommen.

Meinst du etwa, dass die Komsomolskaja Prawda ein höheres Niveau hätte, wenn sie sich umbenennen und auf Ukrainisch erscheinen würde? Sind Seifenopern auf Ukrainisch besser als auf Russisch?
Glaubst du etwa, dass mehr Leute Zeitungen und Journale lesen würden, wenn sie auf Ukrainisch wären? Mbert hat es ja angesprochen: die meisten Leute lesen keine Presse, da sie zu teuer ist. Das ist ein Problem und nicht die Sprache. Zudem sind alle Zeitungen und Magazine hier mit Müll und bezahlten Artikeln gefüllt. Die Sprache ist da nicht das Problem.
Das gleiche betrifft das Fernsehen. Niemanden regt das Niveau auf, sondern es soll bitte schön alles auf Ukrainisch sein, dann wird alles von allein gut.

Bogonag hat geschrieben:Und die verarschung der ukrainischsprachigen in den Russischsprachigen TV Sendern ist eigentlich schon infam.
Kann Dir dazu Links zusenden ..........

Her damit ich lache gern und vermutlich andere im Forum auch.

Bogonag hat geschrieben:Ausserdem ich bin oft genung in der Ukraine um ein Bild zu haben von dem Land, gut weiter als Dnipropetrowsk bin ich noch nicht gekommen aber es geht auch so.

Und, die Sprachdiskussion kommt bestimmt nicht aus der Diaspora sondern und auch das weißt Du selber genau, die kommt immer wieder aus der gleichen russofilen Ecke und Du weißt auch genau warum !

jojo, die Diaspora regt sich nie über die breite Verwendung des Russischen auf und geht nie auf Provokationen a la Kolesnitschenko und Russisch als 2. Amtssprache ein.
Über 20 Jahre Unabhängigkeit und immer noch die gleichen Pseudodiskussionen.



Es tut mir leid das Du schon wieder nicht auf meine Kommentare antwortest, sondern nur Splitter einiger Aussagen auswählst und diese dann in ungebührlicher Weise verdrehst, teilweise auf Kosten der Tatsachen „ Russifizierungsgesetz“ und dann in polemischer Weise torpedierst, dabei auch noch in unprofessioneller Weise argumentierst und es dann auch noch mit sehr dummwitzigen Anspielungen versuchst ins lächerliche zu ziehen.

Und wenn Du keine Gegenargumente hast, dann schweigst Du, so wie als ich Dich fragte , was für einen Kommunismus Du den Ukrainern angedacht hast. Bis heute fehlt die Antwort .... ?


Ich habe manchmal den Eindruck das Du aus Verblendung, einer aussterbenden IDEE hinterher läufst.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und bin so in die verschiedensten Themen eingestiegen, welche die Ukraine an sich betreffen. In manchen Themen in denen Du Dich mit einigen Teilnehmern wie etwa “Eurojoseph“ sehr !!! intensiv auseinandergesetzt hast sind dem Sinn nach Aussagen von Dir zu lesen wie =

Die Ukrainer sind kein Volk und haben kein Anrecht auf eine Nation!
Die Idee eines Volkes mit Nation ist überhaupt absurd.
Denn, Völker gibt’s überhaupt nicht !
Die Ukraine hat nie existiert.

Wieso hat dann ein russisches Volk eine Existenzberechtigung, wieso gibt es dann ein russisches Volk, die sind doch nun wirklich nicht ein Volk, mit den vielstämmigen Sibirianern und Kaukasusvölkern, den Russen gestehst Du es zu, den Ukrainern nicht.
Und auf Anwürfe welche die Koexistenz eines Russlands und einer Ukraine betreffen, egal um was es da geht, lenkst Du ab und bringst immer Dein, die Ukraine selber schuld nach dem Motto, das Opfer ist schuld daran das der Täter zum Mörder wurde.

Dann wiederum machst Du Dich über Ukrainer lächerlich die in die Kirche gehen. Hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, warum gerade auch die Ukrainer die Kirche suchen, Ja genau !, sie ist die einzige Institution die es seid 2000 Jahren gibt und immer die gleiche Aussage hat und gleiche Werte vermittelt, mit all ihren Fehlern die sie hat, etwas was Deine IDEE leider nicht besitzt.


Und nochmal, Russland ist 77% asiatisch und 23% europäisch und hat in seinem gesamten nichts was den Ukrainern oder Europäern wichtig wäre. Darum hat schon Zar Peter der Große sein Volk als unkultiviertes und verhurtes Saufvolk bezeichnet und sein Sankt Petersburg gebaut um es logistisch den Europäern näher zu bringen.(Geschichte, nicht interpretierbar!).
Ja die Japaner,Koreaner und Taiwaner haben einen viel besseren Lebensrythmus als die Ukrainer.
Aber da haben die Russen sogar als 3/4tel Asiaten leider rein gar nichts mit zu tun ???
Die sorgen doch nur für Lebensumstände wie in Nordkorea und verteidigen das Super Lebensgefühl in Syrien.

Ist es das was die Ukrainer brauchen ?
Und Du bist Ukraine Forum !!!
Mit welchem Auftrag ???

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