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DevilsNeverCry
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Die russische Schwarzmeerflotte

#1 Beitrag von DevilsNeverCry » Samstag 6. März 2010, 11:10

Hi,

ich würde mal gerne wissen wie ihr zur Stationierung ausländischer Militärs in UA denkt.

Was ich positiv vom derzeitigen Präsidenten vernehme ist das er gegen einen Beitritt in ein militärisch-politisches Bündniss ist. Was ich nicht verstehe ist seine Bereitschaft über die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte zu verhandeln. So viel ich weiß verbietet die Verfassung ausländische Stützpunkte (egal ob Land oder Organisation) und eine Mitgliedschaft in einem Militärbündniss.

Ich persönlich hätte gerne ein UA das ausl. Militärs Stützpunkte verweigert und ein neutrales Land bleibt (wie es in der Verfassung steht).

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Handrij
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Re: DIe russische Schwarmeerflotte

#2 Beitrag von Handrij » Samstag 6. März 2010, 13:12

DevilsNeverCry hat geschrieben:Hi,

ich würde mal gerne wissen wie ihr zur Stationierung ausländischer Militärs in UA denkt.

Was ich positiv vom derzeitigen Präsidenten vernehme ist das er gegen einen Beitritt in ein militärisch-politisches Bündniss ist. Was ich nicht verstehe ist seine Bereitschaft über die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte zu verhandeln. So viel ich weiß verbietet die Verfassung ausländische Stützpunkte (egal ob Land oder Organisation) und eine Mitgliedschaft in einem Militärbündniss.

Ich persönlich hätte gerne ein UA das ausl. Militärs Stützpunkte verweigert und ein neutrales Land bleibt (wie es in der Verfassung steht).
In der Verfassung steht IMHO nichts zur Neutralität. Es werden lediglich ausländische Stützpunkte verboten.
Artikel 17
На території України не допускається розташування іноземних військових баз.
Der Vertrag zur Stationierung der Schwarzmeerflotte wurde vor allem aufgrund der Gasschulden der Ukraine unterzeichnet und stellt zwar einen Verfassungsbruch durch die Kutschmaadministration dar, doch war er den Realien der 90er geschuldet. Die Flotte kam ja nicht einfach irgendwoher, sondern ist ja quasi schon immer da und befand sich nur plötzlich in einem anderen Staat.

Sollte die Ukraine bis 2017 keine andere, bessere wirtschaftliche Position erreicht haben, wird sie wohl oder übel einer Verlängerung zustimmen, vielleicht zu anderen Konditionen, da die Ukraine momentan ja wenigstens irgendwie für ihr Gas zahlen kann.
Sicherlich ist die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte immer ein Infragestellen der Souveränität der Ukraine oder besser der Zugehörigkeit der Krim. Für die meisten Leute in der Gegend ist es aber keine fremde Armee ...
Eine andere Frage wäre für mich: Was will die Ukraine eigentlich mit dem ganzen Schrott? Sollen doch die Russen ihren Schrotthaufen weiter verwalten und Geld abdrücken ...

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Re: DIe russische Schwarmeerflotte

#3 Beitrag von DevilsNeverCry » Sonntag 7. März 2010, 15:56

Handrij hat geschrieben:
DevilsNeverCry hat geschrieben:Hi,

ich würde mal gerne wissen wie ihr zur Stationierung ausländischer Militärs in UA denkt.

Was ich positiv vom derzeitigen Präsidenten vernehme ist das er gegen einen Beitritt in ein militärisch-politisches Bündniss ist. Was ich nicht verstehe ist seine Bereitschaft über die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte zu verhandeln. So viel ich weiß verbietet die Verfassung ausländische Stützpunkte (egal ob Land oder Organisation) und eine Mitgliedschaft in einem Militärbündniss.

Ich persönlich hätte gerne ein UA das ausl. Militärs Stützpunkte verweigert und ein neutrales Land bleibt (wie es in der Verfassung steht).
In der Verfassung steht IMHO nichts zur Neutralität. Es werden lediglich ausländische Stützpunkte verboten.
Artikel 17
На території України не допускається розташування іноземних військових баз.
Der Vertrag zur Stationierung der Schwarzmeerflotte wurde vor allem aufgrund der Gasschulden der Ukraine unterzeichnet und stellt zwar einen Verfassungsbruch durch die Kutschmaadministration dar, doch war er den Realien der 90er geschuldet. Die Flotte kam ja nicht einfach irgendwoher, sondern ist ja quasi schon immer da und befand sich nur plötzlich in einem anderen Staat.

Sollte die Ukraine bis 2017 keine andere, bessere wirtschaftliche Position erreicht haben, wird sie wohl oder übel einer Verlängerung zustimmen, vielleicht zu anderen Konditionen, da die Ukraine momentan ja wenigstens irgendwie für ihr Gas zahlen kann.
Sicherlich ist die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte immer ein Infragestellen der Souveränität der Ukraine oder besser der Zugehörigkeit der Krim. Für die meisten Leute in der Gegend ist es aber keine fremde Armee ...
Eine andere Frage wäre für mich: Was will die Ukraine eigentlich mit dem ganzen Schrott? Sollen doch die Russen ihren Schrotthaufen weiter verwalten und Geld abdrücken ...
Doch, eig. schon. Indem man nämlich sich einer miltärischen-politischen Vereinigung mit anderen Staaten weigert und keine ausländischen Stützpunkte verbietet stellt man sich de facto doch als neutral dar, oder?

2010 soll es zumindest besser aussehen als voriges Jahr. Alleine die Metallindustrie nennt Zahlen und weist auf eine Erholung hin. Die Flugzeugbauindustrie (siehe Antonow) hat einen Großauftrag aus dem Irak bekommen. Wie es mit landwirtschaftl. Prognosen für 2010 aussieht weiß ich nicht, hast du da was? Jedenfalls ist eine Erholung Russland und in der EU in Sicht, daher wird das UA ebenfalls gut tun.
Wenn es zu einer Pachtverlängerung kommen sollte, dann wird die PR nur ein hohes Endgeld verlangen.

Das die Flotte da noch weiter waltet hat mehr als symbolische Bedeutung. Noch heute (und insbesondere in den 90'ern) erheben einige aufgrund der Flotte Anspruch auf die Krim. Da sind nicht nur Leute wie Luschkow sondern selbst der Parlamentspräsident und Vorsitzender von Geeintes Russland (Gryslow) der diese Frage aufwarfen. Die lokale Abhänigkeit der Krim mit Russland ist enorm, man muss sie nicht weiterhin fördern.
Ich habe nichts gegen eine Zusammenarbeit in Kultur, Geschichte, Wirtschaft und Politik und bin daher auch gegen einen Beitritt zur NATO da dies besonders der wirtschaftl. Zusammenarbeit mit Russland schadet und unsere Opportunitätskosten einfach zu hoch wären. Aber wenn es um Fragen wie der Zugehörigkeit der Krim geht so bin ich gegen diese Flotte und das (wie man schon erkennen kann) nicht nur wegen der Verfassung. Diese Flotte wird nur weiterhin für Streitereien sorgen wenn sie länger bleibnt, will das jemand? Daher sollte man einen Schlussstrich ziehen und sie nach Russland zurück schicken, die bauen ohnehin schon fleißig für einen eigenen Hafenstützpunkt.

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Re: DIe russische Schwarmeerflotte

#4 Beitrag von eurojoseph » Montag 8. März 2010, 02:14

DevilsNeverCry hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:
DevilsNeverCry hat geschrieben:Hi,

ich würde mal gerne wissen wie ihr zur Stationierung ausländischer Militärs in UA denkt.

Was ich positiv vom derzeitigen Präsidenten vernehme ist das er gegen einen Beitritt in ein militärisch-politisches Bündniss ist. Was ich nicht verstehe ist seine Bereitschaft über die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte zu verhandeln. So viel ich weiß verbietet die Verfassung ausländische Stützpunkte (egal ob Land oder Organisation) und eine Mitgliedschaft in einem Militärbündniss.

Ich persönlich hätte gerne ein UA das ausl. Militärs Stützpunkte verweigert und ein neutrales Land bleibt (wie es in der Verfassung steht).
In der Verfassung steht IMHO nichts zur Neutralität. Es werden lediglich ausländische Stützpunkte verboten.
Artikel 17
На території України не допускається розташування іноземних військових баз.
Der Vertrag zur Stationierung der Schwarzmeerflotte wurde vor allem aufgrund der Gasschulden der Ukraine unterzeichnet und stellt zwar einen Verfassungsbruch durch die Kutschmaadministration dar, doch war er den Realien der 90er geschuldet. Die Flotte kam ja nicht einfach irgendwoher, sondern ist ja quasi schon immer da und befand sich nur plötzlich in einem anderen Staat.

Sollte die Ukraine bis 2017 keine andere, bessere wirtschaftliche Position erreicht haben, wird sie wohl oder übel einer Verlängerung zustimmen, vielleicht zu anderen Konditionen, da die Ukraine momentan ja wenigstens irgendwie für ihr Gas zahlen kann.
Sicherlich ist die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte immer ein Infragestellen der Souveränität der Ukraine oder besser der Zugehörigkeit der Krim. Für die meisten Leute in der Gegend ist es aber keine fremde Armee ...
Eine andere Frage wäre für mich: Was will die Ukraine eigentlich mit dem ganzen Schrott? Sollen doch die Russen ihren Schrotthaufen weiter verwalten und Geld abdrücken ...
Doch, eig. schon. Indem man nämlich sich einer miltärischen-politischen Vereinigung mit anderen Staaten weigert und keine ausländischen Stützpunkte verbietet stellt man sich de facto doch als neutral dar, oder?

2010 soll es zumindest besser aussehen als voriges Jahr. Alleine die Metallindustrie nennt Zahlen und weist auf eine Erholung hin. Die Flugzeugbauindustrie (siehe Antonow) hat einen Großauftrag aus dem Irak bekommen. Wie es mit landwirtschaftl. Prognosen für 2010 aussieht weiß ich nicht, hast du da was? Jedenfalls ist eine Erholung Russland und in der EU in Sicht, daher wird das UA ebenfalls gut tun.
Wenn es zu einer Pachtverlängerung kommen sollte, dann wird die PR nur ein hohes Endgeld verlangen.

Das die Flotte da noch weiter waltet hat mehr als symbolische Bedeutung. Noch heute (und insbesondere in den 90'ern) erheben einige aufgrund der Flotte Anspruch auf die Krim. Da sind nicht nur Leute wie Luschkow sondern selbst der Parlamentspräsident und Vorsitzender von Geeintes Russland (Gryslow) der diese Frage aufwarfen. Die lokale Abhänigkeit der Krim mit Russland ist enorm, man muss sie nicht weiterhin fördern.
Ich habe nichts gegen eine Zusammenarbeit in Kultur, Geschichte, Wirtschaft und Politik und bin daher auch gegen einen Beitritt zur NATO da dies besonders der wirtschaftl. Zusammenarbeit mit Russland schadet und unsere Opportunitätskosten einfach zu hoch wären. Aber wenn es um Fragen wie der Zugehörigkeit der Krim geht so bin ich gegen diese Flotte und das (wie man schon erkennen kann) nicht nur wegen der Verfassung. Diese Flotte wird nur weiterhin für Streitereien sorgen wenn sie länger bleibnt, will das jemand? Daher sollte man einen Schlussstrich ziehen und sie nach Russland zurück schicken, die bauen ohnehin schon fleißig für einen eigenen Hafenstützpunkt.
Gegen Zusammenarbeit in der Wirtschaft kann man nichts sagen, solange die UA auf EU-Kurs bleibt....aber alles andre öffnet nur dem russischen Imperialismus und Kulturchauvinismus Tür und Tor......Und die russische Geschichtsschreibung....peinlich ist zu billig....das ist noch vile schlimmer - russische Politik ??? kleine Länder besetzen , entvölkern und Konflikte inn ex-sovietrepubliken schüren und entgegen Vereinbarungen anwesend bleiben, siehe Moldawien....
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: DIe russische Schwarmeerflotte

#5 Beitrag von Handrij » Montag 8. März 2010, 12:10

DevilsNeverCry hat geschrieben: Doch, eig. schon. Indem man nämlich sich einer miltärischen-politischen Vereinigung mit anderen Staaten weigert und keine ausländischen Stützpunkte verbietet stellt man sich de facto doch als neutral dar, oder?
Nun, die Verweigerung für militärische Bündnisse ist ja nicht in der Verfassung festgeschrieben.
De-Facto wäre es so, wenn man die Äußerungen von Janukowitsch und Co. verfolgt - auch wenn ihre Taten nicht unbedingt gegen die NATO gerichtet sind. Zur Außenpolitik gibt es IMHO nur diesen Artikel in der Verfassung:
Стаття 18. Зовнішньополітична діяльність України спрямована на забезпечення її національних інтересів і безпеки шляхом підтримання мирного і взаємовигідного співробітництва з членами міжнародного співтовариства за загальновизнаними принципами і нормами міжнародного права.
DevilsNeverCry hat geschrieben: 2010 soll es zumindest besser aussehen als voriges Jahr. Alleine die Metallindustrie nennt Zahlen und weist auf eine Erholung hin. Die Flugzeugbauindustrie (siehe Antonow) hat einen Großauftrag aus dem Irak bekommen. Wie es mit landwirtschaftl. Prognosen für 2010 aussieht weiß ich nicht, hast du da was? Jedenfalls ist eine Erholung Russland und in der EU in Sicht, daher wird das UA ebenfalls gut tun.
Wenn wir uns den Absturz um 15% für das vorige Jahr vor Augen führen, dann ist es für Optimismus viel zu früh, auch wenn der Januar - aufgrund der niedrigen Vergleichsbasis - wieder Wachstum auswies. Um wieder auf das Niveau von 2008 zu kommen, wo ja auch schon ab Oktober der freie Fall einsetzte, bedarf es bei 3% jährlichem Wachstum etwas mehr als fünf Jahre und bei 4% jährlichem Wachstum etwas mehr als vier Jahre um auf das Niveau von 2008 zurückzukommen und dieses lag immer noch unter dem Niveau vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Dies vernachlässigt natürlich die ganze Schattenwirtschaft, doch die legale Wirtschaft ist die entscheidende für den Staat, der die Infrastruktur zu garantieren hat.
Die Landwirtschaft ist übrigens 2009 gewachsen! Um ganze 3%. Daher wurde sie im letzten Korrespondent zum Titelthema. Die Ukraine war 2009 mit Abstand der weltweit größte Exporteur von Sonnenblumenöl. In der Saison 2008-2009 war sie an sechster Stelle weltweit beim Export von Weizen und an zweiter Stelle beim Export von Futtermitteln.
Für Prognosen zur Ernte ist es IMHO zu früh. Es gab lediglich eine Meldung dazu, dass die Wintersaat wohl unter dem harten, eh normalen, Winter gelitten hat.
DevilsNeverCry hat geschrieben: Wenn es zu einer Pachtverlängerung kommen sollte, dann wird die PR nur ein hohes Endgeld verlangen.
Kann sein. Vielleicht wird man sie auch als Pfand bei den Gasverhandlungen nutzen, doch der Vertrag geht bis 2017 und Janukowitsch ist jetzt bis 2015 Präsident. Die Sache mit der Schwarzmeerflotte dürfte von der Sache her überhaupt nicht auf der Tagesordnung stehen.

Mal sehen wie sich das entwickeln wird ...

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Re: DIe russische Schwarmeerflotte

#6 Beitrag von DevilsNeverCry » Montag 8. März 2010, 15:38

eurojoseph hat geschrieben: Gegen Zusammenarbeit in der Wirtschaft kann man nichts sagen, solange die UA auf EU-Kurs bleibt....aber alles andre öffnet nur dem russischen Imperialismus und Kulturchauvinismus Tür und Tor......Und die russische Geschichtsschreibung....peinlich ist zu billig....das ist noch vile schlimmer - russische Politik ??? kleine Länder besetzen , entvölkern und Konflikte inn ex-sovietrepubliken schüren und entgegen Vereinbarungen anwesend bleiben, siehe Moldawien....
Die Russen die ich (persönlich) kenne sind weder chaunvinistisch noch sonst was. Ich glaube das sind alles so persönliche Lebenserfahrungen die du hier schilderst, mag sein das es solche Leute gibt, aber die wiederspiegeln nicht die Mehrheit aller Russen.

In Bezug zu Moldawien gebe ich dir aber recht, es ist aber nur eine Frage der Geduldsamkeit von Moldawien denke ich. So lange sie keinen NATO Beitritt anstreben wird ihnen nicht das gleiche Schicksal wiederfahren wie Georgien denke ich, hinzu kommt das Moldawien nicht mit Russland geographisch verbunden ist.

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Re: DIe russische Schwarmeerflotte

#7 Beitrag von DevilsNeverCry » Montag 8. März 2010, 15:51

Handrij hat geschrieben: Nun, die Verweigerung für militärische Bündnisse ist ja nicht in der Verfassung festgeschrieben.
De-Facto wäre es so, wenn man die Äußerungen von Janukowitsch und Co. verfolgt - auch wenn ihre Taten nicht unbedingt gegen die NATO gerichtet sind. Zur Außenpolitik gibt es IMHO nur diesen Artikel in der Verfassung:
Стаття 18. Зовнішньополітична діяльність України спрямована на забезпечення її національних інтересів і безпеки шляхом підтримання мирного і взаємовигідного співробітництва з членами міжнародного співтовариства за загальновизнаними принципами і нормами міжнародного права.
Also geht es laut Abschnitt nur um völkerrechtlich gute Beziehungen. Das wiederspricht aber den Aussagen der PR das man ein Referendum durchführen "müsste." Im Grunde sieht es die Verfassung nicht vor, wie kommt es dann dass sich Janukowitsch immer auf die Verfassung berufen haben?

Was meinst d mit "ihre Taten nicht unbedingt gegen die NATO gerichtet sind?"
Wenn wir uns den Absturz um 15% für das vorige Jahr vor Augen führen, dann ist es für Optimismus viel zu früh, auch wenn der Januar - aufgrund der niedrigen Vergleichsbasis - wieder Wachstum auswies. Um wieder auf das Niveau von 2008 zu kommen, wo ja auch schon ab Oktober der freie Fall einsetzte, bedarf es bei 3% jährlichem Wachstum etwas mehr als fünf Jahre und bei 4% jährlichem Wachstum etwas mehr als vier Jahre um auf das Niveau von 2008 zurückzukommen und dieses lag immer noch unter dem Niveau vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Dies vernachlässigt natürlich die ganze Schattenwirtschaft, doch die legale Wirtschaft ist die entscheidende für den Staat, der die Infrastruktur zu garantieren hat.
Die Landwirtschaft ist übrigens 2009 gewachsen! Um ganze 3%. Daher wurde sie im letzten Korrespondent zum Titelthema. Die Ukraine war 2009 mit Abstand der weltweit größte Exporteur von Sonnenblumenöl. In der Saison 2008-2009 war sie an sechster Stelle weltweit beim Export von Weizen und an zweiter Stelle beim Export von Futtermitteln.
Für Prognosen zur Ernte ist es IMHO zu früh. Es gab lediglich eine Meldung dazu, dass die Wintersaat wohl unter dem harten, eh normalen, Winter gelitten hat.
Stimmt, jetzt wo du es sagst. Timoschenko hat ja sogar zum Neujahr auf dem Maidan mit den Errungenschaften (in Bezug auf den Export von Getreide) richtig geprahlt. Allerdings hinkt die Ukraine ihren Möglichkeiten hinter her. Auf dem landwirtschaftlichen Sektor müsste man wirklich eine Modernisierung vor nehmen.

Ich sprach ja ledeglich von einer Erholung und die ist ja in vielen Ländern zu beobachten. Russland weißt solche Zahlen an, China spricht davon das es ein Jahr der Wiedersprüche wird aber dennoch besser als im Vorjahr usw.
Kann sein. Vielleicht wird man sie auch als Pfand bei den Gasverhandlungen nutzen, doch der Vertrag geht bis 2017 und Janukowitsch ist jetzt bis 2015 Präsident. Die Sache mit der Schwarzmeerflotte dürfte von der Sache her überhaupt nicht auf der Tagesordnung stehen.
Bis 2015 können sie sich auch de facto geeinigt haben. Janukowitsch als ukr. Präsident sollte an einer Instabilität der Krim nicht interessiert sein. Alleine schon von der Ethnologie her ist es ein einziger bunter Haufen dort. Wir brauchen dort weder eine russische Schwarzmeerflotte, noch irgendwelche Tataren die meinen dort die größte Moschee Europas zu bauen und das einfach mal da wo es ihnen passt, ne danke.

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bayernbanker
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Re: Die russische Schwarzmeerflotte

#8 Beitrag von bayernbanker » Dienstag 9. März 2010, 16:33

Mal ein ganz anderer Gedanke - wieso sollte RU den Stützpunkt überhaupt behalten wollten? Als ständige Provokation gegen die Ukraine etwa? Die Pachtsummen sind zwar stolzes Geld, aber angewiesen ist die Ukraine nicht darauf - und andererseits wird die russische Marine ihren Stützpunkt wahrscheinlich eher auf Novorossijsk verlegen. Schliesslich wird dieser Hafen seit Jahren intensiv für eine Verlagerung ausgebaut. Mal rein vom militärischen Standpunkt macht Sewastopol für das russ.Militär auch keinen Sinn - die Flotte liegt da auf einem Präsentierteller im Falle einer intensiven Zusammenarbeit der Ukraine mit der NATO. Und sollte es -Gott behüte- mal zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen RU und UA kommen, kann die russische Luftwaffe ihre Flotte nicht mal annähernd sichern.

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Re: Die russische Schwarzmeerflotte

#9 Beitrag von Handrij » Dienstag 9. März 2010, 16:46

bayernbanker hat geschrieben:Mal ein ganz anderer Gedanke - wieso sollte RU den Stützpunkt überhaupt behalten wollten? Als ständige Provokation gegen die Ukraine etwa? Die Pachtsummen sind zwar stolzes Geld, aber angewiesen ist die Ukraine nicht darauf - und andererseits wird die russische Marine ihren Stützpunkt wahrscheinlich eher auf Novorossijsk verlegen. Schliesslich wird dieser Hafen seit Jahren intensiv für eine Verlagerung ausgebaut. Mal rein vom militärischen Standpunkt macht Sewastopol für das russ.Militär auch keinen Sinn - die Flotte liegt da auf einem Präsentierteller im Falle einer intensiven Zusammenarbeit der Ukraine mit der NATO. Und sollte es -Gott behüte- mal zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen RU und UA kommen, kann die russische Luftwaffe ihre Flotte nicht mal annähernd sichern.
IMHO ist Sewastopol für Russland nicht unbedingt von militärischer Bedeutung. Es geht da einfach um das Symbol und den offenen Türspalt in der Ukraine.
DevilsNeverCry hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben: Nun, die Verweigerung für militärische Bündnisse ist ja nicht in der Verfassung festgeschrieben.
De-Facto wäre es so, wenn man die Äußerungen von Janukowitsch und Co. verfolgt - auch wenn ihre Taten nicht unbedingt gegen die NATO gerichtet sind. Zur Außenpolitik gibt es IMHO nur diesen Artikel in der Verfassung:
Стаття 18. Зовнішньополітична діяльність України спрямована на забезпечення її національних інтересів і безпеки шляхом підтримання мирного і взаємовигідного співробітництва з членами міжнародного співтовариства за загальновизнаними принципами і нормами міжнародного права.
Also geht es laut Abschnitt nur um völkerrechtlich gute Beziehungen. Das wiederspricht aber den Aussagen der PR das man ein Referendum durchführen "müsste." Im Grunde sieht es die Verfassung nicht vor, wie kommt es dann dass sich Janukowitsch immer auf die Verfassung berufen haben?
Das mit dem Referendum bezieht sich meines Erachtens nach nur auf den Rückhalt in der Bevölkerung man benutzt das, um zu sagen: "Nun, schaut das Volk will nicht anders, daher können wir auch jetzt auch noch nicht beitreten, aber vielleicht später". Man verschließt sich damit aber nicht die Möglichkeit weiterhin Gelder von der NATO zu erhalten, für irgendwelche Seminare/Weiterbildungen gemeinsame Manöver usw.
DevilsNeverCry hat geschrieben: Was meinst d mit "ihre Taten nicht unbedingt gegen die NATO gerichtet sind?"
Die ersten Vereinbarungen mit der NATO wurden unter Kutschma abgeschlossen und ein Ministerpräsident Janukowitsch, der er ja zweimal war, hat sich NATO Manövern nicht verweigert oder irgendwelche Vereinbarungen aufgekündigt (vielleicht irre ich mich ja auch :-) ). Die Position der Regionalen ist nicht auf eine Forcierung ausgerichtet, man lässt die Sache einfach im Sande verlaufen ohne die Kontakte komplett abzubrechen. Die NATO-Zuckerl sind weiterhin willkommen ...

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Re: Die russische Schwarzmeerflotte

#10 Beitrag von DevilsNeverCry » Dienstag 9. März 2010, 18:13

Handrij hat geschrieben: Das mit dem Referendum bezieht sich meines Erachtens nach nur auf den Rückhalt in der Bevölkerung man benutzt das, um zu sagen: "Nun, schaut das Volk will nicht anders, daher können wir auch jetzt auch noch nicht beitreten, aber vielleicht später". Man verschließt sich damit aber nicht die Möglichkeit weiterhin Gelder von der NATO zu erhalten, für irgendwelche Seminare/Weiterbildungen gemeinsame Manöver usw.
DevilsNeverCry hat geschrieben: Was meinst d mit "ihre Taten nicht unbedingt gegen die NATO gerichtet sind?"
Die ersten Vereinbarungen mit der NATO wurden unter Kutschma abgeschlossen und ein Ministerpräsident Janukowitsch, der er ja zweimal war, hat sich NATO Manövern nicht verweigert oder irgendwelche Vereinbarungen aufgekündigt (vielleicht irre ich mich ja auch :-) ). Die Position der Regionalen ist nicht auf eine Forcierung ausgerichtet, man lässt die Sache einfach im Sande verlaufen ohne die Kontakte komplett abzubrechen. Die NATO-Zuckerl sind weiterhin willkommen ...
Ich glaube man erhofft sich auch Hilfe von der NATO bei der Modernisierung der eigenen Armee. Das nach den Aussagen ukr. Militärs vielleicht sogar verständlich.

Janukowitsch hätte übrigebns auch den Antrag einer NATO Mitgliedschaft zurück ziehen können, dass macht er aber nicht, komisch oder? So kann die NATO weiterhin in aller Ruhe über eine assoziative Mitgliedschaft von UA sprechen.
2009 wurde ine multi-nationale Übung am Schwarzen Meer durch Stimmen des Litwin-Block, KP und Partei der Regionen abgesagt.

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