PolitikRussland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

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Ukraine

Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#1 Beitrag von Handrij » Sonntag 25. Juli 2021, 16:31

Der Bund droht mit Konsequenzen für den Fall weiterer Aggressionen Russlands gegen die Ukraine. Lässt sich ein Wladimir Putin davon beeindrucken?
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martin meschenmoser
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Re: Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#2 Beitrag von martin meschenmoser » Montag 26. Juli 2021, 22:53

Frau Merkel ist unsere deutsche Bundeskanzlerin und muss zuerst unserer Interessen vertreten. Als führendes Industrieland in Europa, sind wir von
zuverlässigen Gaslieferungen abhängig. Diese Gas-Lieferungen durch die Ukraine, waren wie bekannt, vor einigen Jahren, nicht mehr sicher. Aus diesen Erfahrungen, hat unsere Industrie und die Regierung die richtigen Schlüsse gezogen. Deutschland als führende Industrienation in Europa, kann sich nicht
abhängig machen von Ländern, die das russische Gas nur durchleiten. Jede mögliche Auseinandersetzung in diesen Regionen, könnte unsere Industrie
in kurzer Zeit zum Stillstand zwingen. Das Vertrauen unserer Industrie in die frühere Sowjetunion und das heutige Russland, ist bis heute berechtigt.
Die Russen, auch die Kommunisten, haben immer ihre Verträge eingehalten. Der wirtschaftliche Erfolg, hat die Bemühungen beider Seiten positiv beeinflusst.
Sämtliche Milliarden, die Deutschland in die EU-Entwicklung steckt, auch die Kreditgarantien für die südlichen und östlichen EU-Länder,
wurden auch mit Hilfe der russischen Energielieferungen erwirtschaftet. Es ist allgemein bekannt, dass viele EU-Länder, ohne deutsche Finanzgarantien,
an den Märkten keine Kredite bekommen hätten, bzw. bekommen würden. Ethik und Moral sind im gesellschaftlichen Leben wichtig, im Geschäftsleben
jedoch, sind beide Begriffe oft nicht angebracht. Jeder Europäer weiß, dass Putin zuerst die Interessen von Russland, mit allen Mitteln vertritt. Das ist seine Aufgabe. Der US-Präsident und der chinesische Führer agieren in gleicher Weise. Präsidenten und Staatsführer die nicht führen können, müssen es lernen.
Diplomatie und Kompromisse sind die Wunderwaffen in der Politik. Kriege sind nutzlos und out.

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Re: Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#3 Beitrag von zwick » Dienstag 27. Juli 2021, 00:03

In vielem stimme ich Dir zu. Nur werde ich nicht müde zu wiederholen, dass viele Konflikte im Zusammenhang mit der Geopolitik betrachtet werden müssen. Mächtige Länder beeinflussen hier vieles und schaffen Konflikte, wenn es sein muss auch Kriege. Deshalb sind Kriege keineswegs nutzlos und out. Geopolitik ist wirklich faszinierend und es gibt mehrere tolle ukrainische Analytiker wie Юрий Подоляка, Руслан Бизяев, Руслан Бортник und paar weitere, aber auf Russisch.

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Bernd D-UA
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Re: Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#4 Beitrag von Bernd D-UA » Dienstag 27. Juli 2021, 10:12

Geopolitik hin- oder her, für niemanden von uns ist es wünschenswert, dass irgend ein Despot einen Krieg in Mitteleuropa anzettelt und das ist das erste Ziel, dass es zu verhindern gilt. Und nun wird es wohl ein politisches Ringen um dieses Projekt geben, das wohl noch Jahrzehnte nachwirkt, eigentlich wollte man doch nur preiswertes Gas? Wer jetzt politisch mehr Kapital daraus schlägt... wir werden es sehen und beobachten. Die USA hat dabei sicherlich nicht nur die Interessen der Ukraine im Blick, sollte man sich entschließen russisches Gas zu sanktionieren, was am Ende irgendwann auch keinen Sinn mehr macht, würden ja die Amerikaner in die Presche springen und die notwendigen Rohstoffe liefern. Daher sollten wir nie den Blick für unsere eigenen Bedürfnisse verlieren und mir ist dabei ein freies Volk auf diesem Globus lieber, die Ukraine, als das sich die Grenze der russischen Nation gerundet 1.600 Kilometer in Richtung Deutschland verschiebt und das nächste Manöver dort stattfindet und wieder mehrere Millionen Menschen unfrei werden, das wünsche ich keinem. Insoweit bleibt zu hoffen, dass diese Pipeline noch längere Zeit ein politisches Druckmittel bleibt und das in erster Linie für uns Europäer, ich habe da allerdings wenig Hoffnung. Und wenn man es genau nimmt hat Gasprom auch nur 10 Milliarden in den Sand gesetzt, das sind wohl rund 5 Jahre a 2 Mill. Durchleitungsgebühren die sonst an die Ukraine geflossen wären, so gesehen auch nicht gerade "weltbewegend". (unter Berücksichtigung, dass dann auch die entsprechenden Gasmengen geflossen wären, davon ist aber sicherlich auszugehen) Unter dem Strich auch nur ein "kleiner" Hebel der ewig als so "wichtig" gehandelt wird.

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Re: Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#5 Beitrag von Frank » Dienstag 27. Juli 2021, 10:54

Ich halt das alles für Quatsch. Gas als Ausweg (auch wenn es mehr oder weniger nur vorübergehend ist) für Atom und Kohle ist doch der größte Humbug welchen man anstellen kann.
Gut NS2 hat ja nicht der Staat bezahlt...
Man sollte das Geld und Energie was man da rein steckt lieber für eine vernünftige Energieversorgung bereitstellen.
Das geschieht ja so nebenher auch mit, aber halt nicht genug.

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Bernd D-UA
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Re: Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#6 Beitrag von Bernd D-UA » Dienstag 27. Juli 2021, 14:14

Hallo Frank,
ich gebe Dir Recht, aus meiner Sicht, sollte man unter Berücksichtigung des Co2 Ausstoßes die Atomkraft so schnell nicht abschaffen, wenn überhaupt ganz, auch wenn dann an anderer Stelle der Schuh drückt. Und dann noch unsere eigene Fähigkeit uns selbst zu versorgen. Nachhaltige Energieerzeugung kostet auch Geld und sollte ja bezahlbar sein. Inwieweit rein umwelttechnisch das Gas als fossiler Brennstoff der Braunkohle gegenüber vorzuziehen ist, keine Ahnung. Wie gesagt, das Gas wird uns ja als "preiswerter" verkauft, ob es die bessere Alternative ist, sollen andere entscheiden. Wenn NS2 die nächsten Jahre die "Sanktionsmaschine" werden sollte, hilft uns ja das ganze Gas auch nicht wirklich weiter wenn überhaupt. Politik und Wirtschaft gehen selten wirklich gut miteinander einher, zu vielseitig sind die Interessen.

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martin meschenmoser
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Re: Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#7 Beitrag von martin meschenmoser » Dienstag 27. Juli 2021, 18:09

Lieber Herr Zwick,
da sie Kriege, als nützliches Mittel zum Zeck akzeptieren, ist eine Diskussion mit ihnen völlig sinnlos. Sämtliche Kriege waren und sind Verbrechen.
Die Verursacher oder Betreiber, kurz die Verantwortlichen für Kriege, sind primitive Kriegsverbrecher. Geopolitik betreiben Länder mit intelligenten
Führungen, mit ihrer Wirtschaftskraft. Die weltweiten Misserfolge der USA, beweisen die Nutzlosigkeit von Kriegen. Ich hoffe, dass die Russen im eigenen Interesse erkennen, wer an der russisch-chinesischen Grenze, auf russische Schwächen wartet. Der lange, erfolgreiche Marsch der Chinesen an die Weltspitze,
wird anhalten. China ist erwachsen geworden und kann auf jegliche Hilfe aus Europa, der USA oder Russland verzichten.

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zwick
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Re: Russland, die Ukraine und Nord Stream 2: Die Bundesregierung schätzt Putin bis heute falsch ein

#8 Beitrag von zwick » Mittwoch 28. Juli 2021, 03:24

martin meschenmoser hat geschrieben:
Dienstag 27. Juli 2021, 18:09
da sie Kriege, als nützliches Mittel zum Zeck akzeptieren, ist eine Diskussion mit ihnen völlig sinnlos. Sämtliche Kriege waren und sind Verbrechen.
Die Verursacher oder Betreiber, kurz die Verantwortlichen für Kriege, sind primitive Kriegsverbrecher. Geopolitik betreiben Länder mit intelligenten
Führungen, mit ihrer Wirtschaftskraft. Die weltweiten Misserfolge der USA, beweisen die Nutzlosigkeit von Kriegen.
Was soll das denn jetzt ? Es geht nicht darum, was ich akzeptabel oder inakzeptabel finde, ich beschreibe nur die Realität. Großmächte befeuern oft genug Stellvertreterkriege, Bürgerkriege, nichts neues und ist weiterhin vorhanden.
Oft wird auf die UNO geschimpft, sie würde kaum was bringen. Sehe ich anders, die UNO ist eben nicht dafür da nur die Interessen des Westens durchzuboxen. Wenn keine Kompromissbereitschaft vorhanden ist, dann ist die UNO halt blockiert, wichtig ist, dass keiner von den Großmächten alles alleine entscheiden kann.
martin meschenmoser hat geschrieben:
Dienstag 27. Juli 2021, 18:09
Ich hoffe, dass die Russen im eigenen Interesse erkennen, wer an der russisch-chinesischen Grenze, auf russische Schwächen wartet. Der lange, erfolgreiche Marsch der Chinesen an die Weltspitze,
wird anhalten. China ist erwachsen geworden und kann auf jegliche Hilfe aus Europa, der USA oder Russland verzichten.
Klingt paradox, aber extrem geschwächten USA wären nicht gut für Russland, die Begehrlichkeiten würden nicht nur bei China steigen, sondern auch Europa. Insgesamt sehe ich Russland auf einem guten Weg.

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