VermischtesSaerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

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Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#1 Beitrag von Handrij » Mittwoch 24. April 2013, 09:46

Er wollte den Heimatort seines Vaters unterstützen. Mit zwei Lastwagen voller Hilfsgüter ist André Sahorn vor zwei Wochen in Richtung Ukraine gestartet. Aber an der Grenze zur Ukraine blieb der Transport hängen. Sahorn und sein elfköpfiges Team mussten umkehren.
Mehr bei den Ruhrnachrichten

und dazu noch

Botschaft setzt sich für Hofer Helfer ein
Am Dienstag ist Bewegung in die festgefahrene Sache mit den Hofer Hilfsgütern in der Ukraine gekommen: Die Deutsche Botschaft hat das zuständige ukrainische Ministerium kontaktiert.
Mehr bei der Frankenpost

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Re: Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#2 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 24. April 2013, 14:05

Ich bin immer fassungslos, wie man so naiv sein kann loszufahren, ohne sich um die erforderlichen Papiere zu kümmern. Jeder kennt Zollbestimmungen, wenn er nur in den Urlaub will. Und da kommt keiner der 11 auf die Idee, dass es eventuell was zu beachten gibt, wenn man mit solch einem Transport in die Ukraine will? Außerdem gibt es ja auch genug Infos im Netz von Leuten, die sowas schon gemacht haben. Ich finde es schade für die Spender und für die ursprünglichen Empfänger.
Das in die Presse zu bringen ist wohl eher ein Selbsttor.

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Re: Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#3 Beitrag von Handrij » Mittwoch 24. April 2013, 14:22

Bundesregierung kämpft für Hilfskonvoi
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und das Auswärtige Amt kämpfen für einen Hilfskonvoi aus Hof. Dieser hängt derzeit im ukrainischen Zoll fest und heute (24.04.13) läuft eine wichtige Frist ab.
Mehr beim Bayerischen Rundfunk

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Re: Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#4 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 24. April 2013, 21:32

Naiv hin und blauäugig her - diese Art hat System unter der neuen Superministerin.
Selbst mit ordentlichen Papieren und namhaften Interventionen liegen in hiesigen Zolllagern hunderte Betten für Krankenhäuser und Rollstühle für Behinderte aus den Kreisen der Tschernobylhelfer, der Afghanistanveteranen und und und.
Und da waren die Papiere ordentlich vorangemeldet und sogar genehmigt.
Mit den hohen Lagergebühren verdient der Zoll sein Budget.

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Re: Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#5 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 25. April 2013, 09:18

galizier hat geschrieben:Naiv hin und blauäugig her - diese Art hat System unter der neuen Superministerin.
Selbst mit ordentlichen Papieren und namhaften Interventionen liegen in hiesigen Zolllagern hunderte Betten für Krankenhäuser und Rollstühle für Behinderte aus den Kreisen der Tschernobylhelfer, der Afghanistanveteranen und und und.
Und da waren die Papiere ordentlich vorangemeldet und sogar genehmigt.
Mit den hohen Lagergebühren verdient der Zoll sein Budget.
Das wußte ich nicht. Aber wenn das allgemein bekannt ist, warum sorgt man von deutscher Seite nicht dafür, dass das grundsätzlich geklärt wird und kümmert sich nur um den Einzelfall? Ich glaube kaum, dass Timoschenko medienwirksamer ist.

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Andre Sahorodnyk
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Re: Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#6 Beitrag von Andre Sahorodnyk » Freitag 13. September 2013, 02:18

Hallo in die Runde,
ich freue mich, dass unser Hilfstransport hier ein kleines Thema geworden ist. Es steckt die Geschichte meines Vaters dahinter, der 1925 in Burkivsti einem Ortsteil von UA 22223 Novofastiv geboren ist. Er ist 1942 als Vollwaise von den Nazis nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt worden. Trotz der Kriegswirren hatte er Glück und konnte untertauchen. Allerdings die Todesangst zurückzukehren blieb bis zu seinem Tod. Stalin war ebenhalt noch allgegenwertig. Ich habe mich im Oktober ´12 auf Spurensuche zusammen mit meiner Mutter gemacht und nach über 70 Jahren mittlerweile noch sechs Menschen getroffen die meinen Vater lebend gekannt haben. Es war für die Menschen dort und für mich ganz besonders eine riesen große Freude. Jetzt am 24. September fliege ich zum vierten Mal hin um meine entfernten Verwandten zu besuchen. Den Hilfstransport geben wir noch nicht auf und machen weiter. Leider spreche ich die Landessprache (noch) nicht, aber ich fühle eine tiefe Verbundenheit mit den Menschen. Vielleicht werden wir Hilfe aus diesem Forum benötigen. Ich freue mich diese Community gefunden zu haben. Wer interesse hat unsere Geschichte hat und auch an der Filmdoku des Hilfstransports, auf unserer Radioseite stehen die Links. Klick: http://www.et-radio.de und scrolle herunter dort stehen von Teil 1 bis Teil 6 die Filme. In Teil 3 erzähle ich die Geschichte meines Vaters. Hier auch zum nachlesen: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Ste ... en-Wurzeln
Ich hätte nie damit gerechnet, das meine Familiengeschichte so spannend ist.

Herzlichst André Sahorn (eingedeutscher Name nach 1949)

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wikna
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Re: Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#7 Beitrag von wikna » Freitag 13. September 2013, 20:45

Sicherlich gibt es des Öfteren so etwas wie "Blauäugigkeit" in Sachen Transport und Zollvorschriften, unbestritten.
Jedoch: Die sich häufenden Berichte über Transporte, deren Probleme, die meist rein bürokratische "Bearbeitungsprobleme der Zollverwaltung" sind, machen einfach sauer. So sauer, dass einige mir bekannte kleinere Hilfs-Vereine ihre Transporttätigkeit schlicht und einfach eingestellt haben. Trotz aller Kenntnis aller Notwendigkeiten!
Schaut z.B. mal unter "Ukrainehilfe Breitscheid" nach, die haben einen interessanten Artikel auf ihre
Seite eingestellt.

Bei aller Wahrung der "Souveränitätsrechte" eines Staatswesens:
Nur die geistige Beweglichkeit öffnet neue (Denk-)Wege!
Betonköpfe dagegen müssen sich völlig darauf konzentrieren, ihren zu dicken Kopf einigermaßen "oben" halten zu können; zu sonst anderem sind sie dann nicht mehr in der Lage.

Schade!!

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stefko
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Re: Saerbecker Helfer an der ukrainischen Grenze abgewiesen

#8 Beitrag von stefko » Sonntag 15. September 2013, 14:56

Andre Sahorodnyk hat geschrieben:Hallo in die Runde,
ich freue mich, dass unser Hilfstransport hier ein kleines Thema geworden ist. Es steckt die Geschichte meines Vaters dahinter, der 1925 in Burkivsti einem Ortsteil von UA 22223 Novofastiv geboren ist. Er ist 1942 als Vollwaise von den Nazis nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt worden. Trotz der Kriegswirren hatte er Glück und konnte untertauchen. Allerdings die Todesangst zurückzukehren blieb bis zu seinem Tod. Stalin war ebenhalt noch allgegenwertig. Ich habe mich im Oktober ´12 auf Spurensuche zusammen mit meiner Mutter gemacht und nach über 70 Jahren mittlerweile noch sechs Menschen getroffen die meinen Vater lebend gekannt haben. Es war für die Menschen dort und für mich ganz besonders eine riesen große Freude. Jetzt am 24. September fliege ich zum vierten Mal hin um meine entfernten Verwandten zu besuchen. Den Hilfstransport geben wir noch nicht auf und machen weiter. Leider spreche ich die Landessprache (noch) nicht, aber ich fühle eine tiefe Verbundenheit mit den Menschen. Vielleicht werden wir Hilfe aus diesem Forum benötigen. Ich freue mich diese Community gefunden zu haben. Wer interesse hat unsere Geschichte hat und auch an der Filmdoku des Hilfstransports, auf unserer Radioseite stehen die Links. Klick: http://www.et-radio.de und scrolle herunter dort stehen von Teil 1 bis Teil 6 die Filme. In Teil 3 erzähle ich die Geschichte meines Vaters. Hier auch zum nachlesen: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Ste ... en-Wurzeln
Ich hätte nie damit gerechnet, das meine Familiengeschichte so spannend ist.

Herzlichst André Sahorn (eingedeutscher Name nach 1949)
Hallo Andre,

ich habe die Geschichte gelesen. Ich fand es sehr interessant. Vielen Dank! Es hat mich ein bisschen erinnert, wie ich meine Verwandten kennengelernt habe. Das ist inzwischen mehr als 20 Jahre her und es war auch nicht mit einer Suche verbunden. Uns Kindern wurde während der Sowjetzeit nichts von den in der Ukraine lebenden Verwandten erzählt, aber es bestanden - über Umwege - durchaus noch Kontakte. Man wollte sie ja nicht in Gefahr bringen. Wie ich dann nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion das erste Mal eine gleichaltrige Cousine gelernt habe, diesen Moment werde ich nie vergessen.

Falls dich das Schicksal ukrainischer Zwangsarbeiter auch abseits der eigenen Familiengeschichte interessiert: ich habe vor einiger Zeit folgendes Buch gelesen: Tomaz Ogris, Anisja. Zwangsarbeiterin in Kärnten. Drava 2011

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