PolitikSchlacht um Debalzewe „Mama, wir halten durch“

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Schlacht um Debalzewe „Mama, wir halten durch“

#1 Beitrag von Handrij » Donnerstag 12. Februar 2015, 12:27

Die Schlacht um das belagerte Debalzewe zwischen Donezk und Luhansk droht zum Menetekel für die ukrainische Armee zu werden. Den Verteidigern fehlt brauchbare Ausrüstung, und die Armeeführung streitet über die richtige Strategie.
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Uwe Kulick
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Re: Schlacht um Debalzewe „Mama, wir halten durch“

#2 Beitrag von Uwe Kulick » Donnerstag 12. Februar 2015, 15:54

Debalzewe ist dummerweise das Kobane der Ukrainer. Es hatte Tage gedauert, bis die Luftschläge Entlastung brachten in Kobane, bis die US-Flieger also überhaupt mal zufällig eine ganze Serie wichtiger Ziele trafen. Bis dahin haben nur zwei bescheidene Entsatzkontingente der FSA und dann der irakischen Kurden die erheblichen Verluste der Kurden ausgeglichen und damit den Zusammenbruch gegen den IS verhindert. Jetzt sind noch 2 1/2 Tage bis zum Waffenstillstand. Besser wäre natürlich, wenn vorher bereits militärisch auch deeskaliert wird, aber die Versuchung ist gerade in Debaltsewo für beide Seiten groß, bis zur letzten Minute weiter zu kämpfen, durchzuhalten gegen die russische Übermacht, oder umgekehrt Tatsachen zu schaffen für ein "vereintes Neurussland". Einmal lassen sich die Russen ein paar Schrottpanzer wegschießen, um am nächsten Tag aus der Deckung des Gerümpels ihre neuesten Panzer zu testen.

Tragisch auch Mariupol. Spätestens da ist der Sezessionskrieg übergegangen zum Eroberungskrieg unreifer politischer Führer der Separatisten. Auch dort droht noch Unheil bis zur letzten Minute, z.B. Racheakte für den Vormarsch der Ukrainer, statt abzulassen von dem Verbrechen, Mariupol in den Krieg hineinzuziehen.

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Re: Schlacht um Debalzewe „Mama, wir halten durch“

#3 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 12. Februar 2015, 16:11

Uwe Kulick hat geschrieben:Debalzewe ist dummerweise das Kobane der Ukrainer. Es hatte Tage gedauert, bis die Luftschläge Entlastung brachten in Kobane, bis die US-Flieger also überhaupt mal zufällig eine ganze Serie wichtiger Ziele trafen. Bis dahin haben nur zwei bescheidene Entsatzkontingente der FSA und dann der irakischen Kurden die erheblichen Verluste der Kurden ausgeglichen und damit den Zusammenbruch gegen den IS verhindert. Jetzt sind noch 2 1/2 Tage bis zum Waffenstillstand. Besser wäre natürlich, wenn vorher bereits militärisch auch deeskaliert wird, aber die Versuchung ist gerade in Debaltsewo für beide Seiten groß, bis zur letzten Minute weiter zu kämpfen, durchzuhalten gegen die russische Übermacht, oder umgekehrt Tatsachen zu schaffen für ein "vereintes Neurussland". Einmal lassen sich die Russen ein paar Schrottpanzer wegschießen, um am nächsten Tag aus der Deckung des Gerümpels ihre neuesten Panzer zu testen.

Tragisch auch Mariupol. Spätestens da ist der Sezessionskrieg übergegangen zum Eroberungskrieg unreifer politischer Führer der Separatisten. Auch dort droht noch Unheil bis zur letzten Minute, z.B. Racheakte für den Vormarsch der Ukrainer, statt abzulassen von dem Verbrechen, Mariupol in den Krieg hineinzuziehen.
Was denkst du denn, warum ein Waffenstillstand erst zum Sonntag ausgehandelt werden konnte. Bestimmt nicht, weil die Ukrainer nicht früher wollten. Wenn ich höre
aber die Versuchung ist gerade in Debaltsewo für beide Seiten groß
, da frage ich mich, an welcher Stelle du deinen Verstand ausgeschaltet hast.

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Re: Schlacht um Debalzewe „Mama, wir halten durch“

#4 Beitrag von Uwe Kulick » Donnerstag 12. Februar 2015, 16:39

Sonnenblume hat geschrieben: Was denkst du denn, warum ein Waffenstillstand erst zum Sonntag ausgehandelt werden konnte. Bestimmt nicht, weil die Ukrainer nicht früher wollten. Wenn ich höre
aber die Versuchung ist gerade in Debaltsewo für beide Seiten groß
, da frage ich mich, an welcher Stelle du deinen Verstand ausgeschaltet hast.
Du hast recht, natürlich bleibt Debaltsewo ein Schlüssel, um die autonomen Gebiete nach dem Waffenstillstand kooperativer zu machen, aber der FAZ-Artikel hier zeigt auch auf, dass das für die Verteidiger selbst für nur noch 2 1/2 Tage eine schwere Belastungsprobe ist. Und genau diese Nagelprobe ist für beide Seiten interessant. Schade nur, das dafür Menschenleben geopfert werden.

IMHO sind auch Soldaten gleichberechtigt zu beklagen als Kriegsopfer wie Zivilisten. Deshalb sollte es Usus werden, Waffenstillstandsvereinbarungen sofortige Deeskalation folgen zu lassen. Alles andere ist unzivilisiert.

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Re: Schlacht um Debalzewe „Mama, wir halten durch“

#5 Beitrag von Malcolmix » Freitag 13. Februar 2015, 01:38

Uwe Kulick hat geschrieben:IMHO sind auch Soldaten gleichberechtigt zu beklagen als Kriegsopfer wie Zivilisten. Deshalb sollte es Usus werden, Waffenstillstandsvereinbarungen sofortige Deeskalation folgen zu lassen. Alles andere ist unzivilisiert.
Schau Dir nur Punkt 5 der Vereinbarung an. Amnestie auch für Menschenrechtsverbrechen. Eine Forderung der Separatisten. Dann weißt Du, wem es NICHT um die Opfer geht.

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Re: Schlacht um Debalzewe „Mama, wir halten durch“

#6 Beitrag von FEINDFLIEGER » Freitag 13. Februar 2015, 04:41

Malcolmix hat geschrieben: Eine Forderung der Separatisten. Dann weißt Du, wem es NICHT um die Opfer geht.
Sagt wer???

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