PolitikSerhij Zhadan - An eurem guten Willen ist alles faul

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Serhij Zhadan - An eurem guten Willen ist alles faul

#1 Beitrag von mbert » Sonntag 2. August 2015, 15:42

Böse, auf den Punkt gebracht - und überfällig. Serhij Zhadan über die west-intellektuelle Zeremonie des "miteinander reden".
„Ihr Intellektuellen seid dazu verpflichtet, ein Beispiel an gesundem Menschenverstand in diesem Krieg zu liefern“, sagt mir eine Berliner Kollegin. „Ihr müsst guten Willen und Kompromissbereitschaft demonstrieren. Ihr müsst mit Opponenten diskutieren!“ – „Warte mal“, antworte ich, „aber meine Opponenten nennen mich Faschist“. – „Das ist unwichtig, ihr seid dazu verpflichtet“. – „Warte“, sage ich, „die Sache ist, dass ich kein Faschist bin“. – „Das spielt keine Rolle“. Sie wird ungeduldig. „Du verstehst doch, dass eure Diskussionen, die ihr bei uns in Deutschland führt, eine Art Masturbation sind. Es kommen nur Ukraine-Liebhaber dazu. Wen interessiert das schon?“
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Re: Serhij Zhadan - An eurem guten Willen ist alles faul

#2 Beitrag von wikna » Freitag 21. August 2015, 23:43

Dazu passt ein Beitrag von A.V Wendland; furios, wie diese Frau schreibt!

Anna Veronika Wendland: Lügenvölkerrätsel
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Re: Serhij Zhadan - An eurem guten Willen ist alles faul

#3 Beitrag von FEINDFLIEGER » Samstag 22. August 2015, 19:46

wikna hat geschrieben:Dazu passt ein Beitrag von A.V Wendland; furios, wie diese Frau schreibt!

Anna Veronika Wendland: Lügenvölkerrätsel
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Wer sagt das? Du?
Klasse ist sowas nur,wenn man gut findet,daß man das Gegenteil ins Gegenteil verkehren kann - poetisch solls dann auch noch sein (dein Part)...

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Re: Serhij Zhadan - An eurem guten Willen ist alles faul

#4 Beitrag von wikna » Sonntag 23. August 2015, 00:34

Wer sagt das? Du?
Klasse ist sowas nur,wenn man gut findet,daß man das Gegenteil ins Gegenteil verkehren kann - poetisch solls dann auch noch sein (dein Part)...
Äußerst sachbezogene Stellungnahme eines Feindfliegers sowohl zu den Thesen Zhadans als auch zum Artikel A.V. Wendlands.
Mehr isswollnich (oder?).

Noch was passendes, wiederum von A.v. Wendland:
Und warum wird die absolut offene und aggressive faschistische Mobilisierung in den de facto, teilweise auch de jure von Russland besetzten und kontrollierten Gebieten der Ukraine so systematisch totgeschwiegen?
Mit Blick auf die russische Informationsaußenpolitik vulgo Staatsmedienpropaganda kann man sagen, dieser Effekt ist sicherlich der Erfolg eines seit fast zwei Jahren anhaltenden Flächenbombardements mit manipulierten, teilweise nachweisbar gefälschten Nachrichten. Auf abwägende, vernunftbegabte Leser mögen diese Nachrichten auf den ersten Blick unseriös wirken – nicht aber in einem Publikum, dessen eigene Vorurteilsstruktur durch solche “Informationen” bestätigt und gepäppelt wird. Ein Publikum hybrider Zusammensetzung von Reichsbürgern bis zu Russlanddeutschen, von Antiimps bis zu Antisemiten.
Zu diesem Publikum gehören leider massenhaft deutsche Linke. Mit Blick auf ihre Osteuropa-Wahrnehmung, die in der Regel von keiner tieferen Geschichts- oder Fremdsprachenkenntnis getrübt wird, kann man getrost sagen, sie denken, wie sie denken, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Es gibt sicherlich wenig Beharrungskräftigeres als den soliden stalinistischen Manichäismus der 1940er Jahre, demzufolge das große russische “Volk” so eine Art biologische Gemeinschaft sei, die das Antifaschismus-Gen quasi in sich trage; umgekehrt sind die bösesten Feinde dieses “Volkes”, das als unterdrückte Minderheit auch im Donbass lebe, (und vor der Befreiung durch grüne Männchen auch auf der Krim) wer wohl? Eben, die ukrainischen “Faschisten”.
Zum Ukrofaschisten wird man heute sehr schnell, z.B. wenn man sich weigert, die große russische Leitkultur in ihrer aktuellen Ausformung, diesem spezifischen Amalgam aus autoritärem Führerprinzip, orthodoxer Bigotterie, Geheimdienstoligarchenwirtschaft und nationalmystischem Obskurantismus vorbehaltlos als den Weg zur eigenen Befreiung und Höherentwicklung zu akzeptieren.
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Ich muss immer wieder daran denken, wie ein gewisser Herr Gisy doch so sehr betonte (und tönte), nach den Maidan-Ereignssen er jetzt nach Moskau fahre, um sich dort zu informieren.....
(also ein durch aus heller Kopf muss nach Moskau, um sich dort über die Ereignisse in Kiew zu informieren / informieren zu lassen -weil er zu blöd, den Weg nach Kiew nicht weiss oder was? Dem eienn sein NSA, dem andern sein KGB?)
Und dieser durchaus helle Kopf kommt dann völlig verdunkelten Kopfes wieder nach Deutschland, diesmal ganz still, nur mit der kargen Auskunft, dass er "jetzt den Moskauer Standpunkt noch besser verstehe"... (noch besser, also war er vorher etwas begriffsstutzig, musste ihm also auf die Sprünge geholfen werden, weil er es ansonsten nicht hinbekommen hätte?)

So sind sie halt, die Feindflieger in der "Pisa-Formation".
Sie müssen immer wo anders hin, um zu wissen was sie zu denken haben sollen und gewusst werden.
Alleine reicht es nicht. Sowohl zum sollen als auch denken.
Und das alles ganz freiwillig.
Dann lass' sie mal fliege...
irgendwann sinnssewech..

Na ja, wenn's schön macht....

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