Politik | Standard: Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Mosk

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Standard: Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Mosk

#1 Beitragvon Handrij » Samstag 24. Oktober 2009, 17:07

Russische Schwarzmeerflotte vor der Krim soll wie geplant stationiert bleiben

Moskau - Es gibt Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Moskau: Sein Gespräch mit dem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow sei "konstruktiv" gewesen, es gebe "einheitliche Ansätze" zu der "absoluten Mehrheit" der Fragen, sagte der neue ukrainische Außenminister Petro (Pjotr) Poroschenko nach dem Treffen mit Lawrow in Moskau. "Wir verständigten uns darauf, dass alle Streitfragen auf dem Verhandlungsweg ohne unnötige Politisierung und mit Rücksicht auf die Interessen beider Seiten geklärt werden sollen", so Lawrow laut der russischen Agentur RIA Nowosti.

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Re: Standard: Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Mosk

#2 Beitragvon Sonnenblume » Samstag 24. Oktober 2009, 18:50

Und warum nun nicht gleich so ?

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Re: Standard: Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Mosk

#3 Beitragvon Handrij » Sonntag 25. Oktober 2009, 13:43

Tja, da bedarf es erst eines Pragmatikers, der "Business" machen will :-).
Mensch muss in der Ukraine wohl nicht alles verstehen ;)

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Re: Standard: Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Mosk

#4 Beitragvon Sonnenblume » Sonntag 25. Oktober 2009, 19:50

Das Problem ist, das dein "Mensch muß nicht alles verstehen" auch die Ukrainer mit einbezieht. Ich habe wirklich den Eindruck, sie verstehen selbst nicht, was sie tun. Im Artikel "Michail Dubinjanski: Lügendetektor für die ukrainische Gesellschaft" vom 22.10.09 lauten die letzten Sätze:"Diese unschöne Geschichte hat zum wiederholten Mal gezeigt, dass sich unsere Politiker nicht in Gute und Böse, Ehrliche und Lügner, Demokraten und Banditen, Moralische und Unmoralische bzw. Schuldige und Unschuldige einteilen lassen. Sie teilen sich ausschließlich in „die Eigenen“ und „die Anderen“.
Und leider ist ein großer Teil der ukrainischen Wählerschaft bereit, diese minderwertige Philosophie anzunehmen."
So etwas schreibt ein Ukrainer [smilie=nea.gif] . Er müßte doch am Besten wissen, dass sich das gesamte Leben eines Ukrainers von der Geburt bis zur Bahre in "Clans" stattfindet, in denen es nur die "Eigenen" und die "Anderen" gibt. Anders kann man in diesem Land gar nicht existieren. Die ukrainische Wählerschaft nimmt also dies Philosophie nicht an, sondern sie lebt sie, bei Strafe ihres Untergangs :(.

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Re: Standard: Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Mosk

#5 Beitragvon Handrij » Montag 26. Oktober 2009, 21:29

Sonnenblume hat geschrieben:So etwas schreibt ein Ukrainer [smilie=nea.gif] . Er müßte doch am Besten wissen, dass sich das gesamte Leben eines Ukrainers von der Geburt bis zur Bahre in "Clans" stattfindet, in denen es nur die "Eigenen" und die "Anderen" gibt. Anders kann man in diesem Land gar nicht existieren. Die ukrainische Wählerschaft nimmt also dies Philosophie nicht an, sondern sie lebt sie, bei Strafe ihres Untergangs :(.

Tja, aber welche Handlungsoptionen haben denn die Leute? Die Ukraine unterscheidet sich da auch meines Erachtens nach nicht so sehr vom tollen Europa. Es ist nur alles plumper und offensichtlicher, da die (ökonomischen) Spielräume enger sind. Als Beispiel für "Clans" in D-Land fällt mir immer sofort die Fischergang (Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bendit, Tom Koenigs, Matthias Beltz, Thomas Schmid usw.) ein. In den Kämpfen der 70er und 80er zusammengeschweißt, dann in den 90ern an den Fleischtöpfen der Macht angelangt und gegenseitiges zuschieben von Posten und Pöstchen bzw. Patriarch Fischer gibt wohlmeinend seinen alten Kumpels lukrative Jobs. Neudeutsch heißt das auch "netzwerken", das klingt ein wenig anständiger und weniger ehrenrührig als "Leben in Clans", Vetternwirtschaft, Nepotismus. In der Ukraine spielt die verwandschaftliche Komponente eine größere Rolle und das macht sie anderen "Kleptokratien", wie in Lateinamerika, ähnlicher als dem vielgelobten Westen, der immer nur mit dem Finger auf die schmutzige Verwandschaft zeigt.
"Klanwirtschaft" und Nepotismus muss auch nicht unbedingt wirtschaftlichen Misserfolg nach sich ziehen. Japan, Südkorea und Taiwan funktionieren genauso, doch sind diese wesentlich erfolgreicher am Weltmarkt als die Ukraine und ich muss immer laut lachen, wenn der große Juscher sich von den Asiaten abgrenzen will. Wenn die Ukraine einen Lebenstandard wie in Japan oder Südkorea hätte, wäre einiges an Geschrei, was wir uns immer anhören müssen, überflüssig. Das macht diese ganze Hechelei nach den europäischen Werten und dem europäischen Lebensstandard auch ein wenig lächerlich. Ich sach nur "Jewroremont" ...

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Re: Standard: Anzeichen einer Entspannung zwischen Kiew und Mosk

#6 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 27. Oktober 2009, 09:20

Handrij hat geschrieben:Tja, aber welche Handlungsoptionen haben denn die Leute?


Genau das meine ich, sie haben in diesem System überhaupt keine Handlungsoptionen.
Und was den Vergleich mit dem Westen betrifft, so gibt es schon noch einige Unterschiede. Als Beispiel möchte ich da nur an die Gerichtsbarkeit erinnern...

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