Berichte und ReisetippsStraßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#301 Beitrag von UwereWaiting » Sonntag 24. September 2017, 14:32

Anfrage Straßenzustand und - verhältnisse Ende Dezember/Anfang Januar?


Hallo,

welche Erfahrungen habt ihr beim Fahren mit dem PKW über Polen, Lwiw nach Kiew?

Wie wird die Strecke geräumt? Werden Ketten benötigt?

Mit welchen Wartezeiten ist an der EU-Außengrenze zu rechnen?

Es wäre schön, von euren Erfahrungen zu lesen :)

VLG

UKR :)

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#302 Beitrag von Bonsay » Dienstag 31. Juli 2018, 13:47

Hallo Zusammen,
eventuell wieder mal spannend etwas über die Strassenverhältnisse zu sprechen.

Ich war zu Ostern von Luzern nach Sumy unterwegs, dafür brauche ich rund 25 Stunden Fahrzeit mit einem Stopp und Übernachtung 30 km vor der urkrainischen Grenze.
Die Strassen waren nach dem Winter im Bereich von Krakovets bis Kiew eigentlich ganz gut und passabel. Jedoch von Kiew nach Sumy in einem absolut desolaten Zustand, der Winter hat ganze Arbeit geleistet.
Bin die Strecke Pirathinia über Lochwitza nach Romny gefahren. Die Priluky Strecke werd ich nicht mehr berücksichtigen, zufiele Betonelemente mit hochstehenden Fugen über 80 km.

Nun bin ich anfangs Juli 2018 wieder gefahren und die Strecke war absolut top mit neuen Strassen, keine nennenswerten Löcher mehr und man kam zügig voran, wahrscheinlich ist wieder mal ein Politiker durchgefahren und wurde durchgeschüttelt. Wir brauchten von Kiew nach Sumy sagenhafte 4 Stunden, absoluter Rekord, mal abgesehen von der Geschwindigkeitsbegrenzung, die wir nicht immer ganz eingehalten haben.

Für weitere Fragen immer gerne
Kyrill

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#303 Beitrag von Bonsay » Dienstag 31. Juli 2018, 13:49

Ach ja noch ein Nachtrag, der Grenzübergang Polen - Ukraine in Krakovets dauerte schlappe 45 Minuten, also die Einreise stellte sich bei mir nie zum Problem, was man bei der Rückreise nicht behaupten konnte...

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#304 Beitrag von Handrij » Dienstag 31. Juli 2018, 14:12

solche Infos sind hier welchem-grenz%C3%BCbergang-zwischen-pol ... 6-125.html besser aufgehoben ...

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#305 Beitrag von Bonsay » Dienstag 31. Juli 2018, 14:14

Ok, kein Problem... dachte darauf allgemein zu antworten

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#306 Beitrag von Handrij » Dienstag 31. Juli 2018, 14:15

Ist kein Problem, aber dort tauschen die Leute im Allgemeinen frische Infos zu den Wartezeiten an den Grenzübergängen an nach Polen aus.

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#307 Beitrag von Tilko » Samstag 4. August 2018, 12:34

Bin letzte Woche von Kiev zurück gekommen der Ring um Schitomir ist stellenweise nur mit 20-30km/h befahrbar [smilie=dash2.gif] sonst bis Krakowetz sehr gut DANCE .

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#308 Beitrag von Walbre » Donnerstag 6. September 2018, 17:49

Wie groß ist das Risiko zur Zeit mit dem Auto durch die Ukraine zu fahren. Die Forumbeiträge sind alle schon zielmlich alt. Ich beabsichtige evtl. 2019 mit dem eigenen PKW eine Ukraine Rundreise zu unternhemen. Ist die Polizei Wegelagerei immer noch verbreitet oder sind ander Schikanen zu erwarten? Ich freue mich auch über weitere Tipps. Evtl. möchte auch jemand mitfahren (ab Frankfurt Main).
schöne Grüße an alle
walbre

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#309 Beitrag von Tilko » Freitag 7. September 2018, 00:04

Hallo walbre,

welches Risiko? Es gibt sehr gute Straßen und es gibt sehr schlechte Straßen. Es gibt Verkehrskontrollen aber mich hat keiner angehalten und wenn ist es deutlich entspannter als früher. Hältst du dich nicht an die Regeln kann es teuer werden denn mit dem Schmiergeld ist das mittlerweile so eine Sache. Die Polizei wird deutlich besser bezahlt als früher und den Job möchten die wenigsten riskieren, soll jetzt aber nicht heißen das es keine Möglichkeiten ...---... mehr gibt.
Auto immer auf bewachten und umzäunten Parkplätzen abstellen dann kommt erst gar keiner in Versuchung. Über den Straßenzustand kann dir eh jetzt keiner was sagen da ist es besser nach dem Winter nach zu fragen. Am besten mit konkreten Zielen weil viele Wege führen nach Rom und manche sind besser als andere.

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#310 Beitrag von Walbre » Sonntag 9. September 2018, 17:53

Hallo Tilko,
vielen Dank für die Antwort. Die war schon sehr hilfreich. Ist schon klar, dass man sich an die Verkehrsregeln hält. Hatte nur die Befürchtung, das es hinter jedem Dorf ein paar Abstauber gibt....habe schlechte Erfahrungen mit Bulgarien..
schöne Grüße Walbre

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#311 Beitrag von UwereWaiting » Dienstag 11. September 2018, 12:22

Hallo Walbre,

in diesem Jahr war ich zum zweiten Mal mit dem Auto über Lviv nach Kiew gefahren. Es war absolut entspannt. Wer einmal den kleinen Unterschied der doch völlig anderen Straßenzustände ab dem Grenzübergang hingenommen hat, kommt dann recht komfortabel voran. An Wochentagen stockt es hinter teils recht langsam fahrenden LKW (noch aus russich/sowjetischer Bauart) ein wenig. Die erfahrenen Truck-Fahrer pflegen nach meinem Erleben einen sportlich zügigen Fahrstil mit um die 100 km/h - auch auf Landstraßen. Das unterscheidet sich zu hier in Germany.

Die Strecke zwischen Kiew und Odessa hat sehr gute Abschnitte, das gilt für die Nähe zu den genannten Städten, zwischendrin scheint es besser zu sein, sich den Schlaglochtiefen und deren Häufigkeit anzupassen, v.a. bei Regenwetter, wenn man die Schlaglochtiefe nicht sehen kann.
Und doch war es fantastisch schön, die geniale Stadt Odessa kennen zu lernen, die Schwarzmeerküste entlang zu fahren und die frischen Pfirsiche von den Bäumen zu pflücken, die Kultur zu genießen, sich in den Straßencafes zurück zu lehnen....der Live-Musik zu lauschen. Tipp: der kleine "Badeort" Juschne hat einen klasse Strandbereich :))

In kleineren Orten findet man auch Straßenbereiche von Wohnstraßen ohne jede Befestigung. Hier musste ich dieses Jahr sogar passen, und die letzten Meter zu Fuß gehen, weil mein voll beladener PKW aufsetzte. Für einen Lada kein Thema, für die hier üblichen Straßen-PKW (und nicht SUVs) allerdings schwierig.

Letztes und dieses Jahr hatte ich keinen einzigen Kontakt mit der Polizei, auf keiner Dorfdurchfahrt und in keiner Großstadt. Und das, obwohl ich mich der üblichen Fahrweise anpasste. Kaum jemand bremste bei Ortsdurchfahrten auf 60 oder 50 km/h ab. Lediglich an einigen Kontrollstellen, die mit Polizia und dem Kamerazeichen gekennzeichnet sind, sollte man ausnahmsweise abbremsen.

Ein Verwandter von Freunden sagte mir, die Polizei hätte im Moment weder Kamera noch Radar. Dafür stehen sie einfach präsent an diesen Kontrollstellen und demonstrieren, dass sie "Obacht halten".

Da sollte man halt nicht unnötig provozieren. :)

Alles Gute)

Gute Reise und viele schöne und vor allem kulturelle, kulinarische und menschliche Erlebnisse ... )

UKR-Fan

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#312 Beitrag von Walbre » Dienstag 11. September 2018, 13:00

Hi Uwerewaiting,
Danke. Habe mich entschlossen mit PKW zu fahren. Ist halt doch flexibler als mit der Bahn.
schöne Grüße Walbre

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#313 Beitrag von Tilko » Dienstag 11. September 2018, 15:19

Hallo UwereWaiting,

wer dir gesagt hat das die Polizei keine Kameras und Radar haben hat wohl noch nie in UA ne Straße benutzt. Dir ist sicher aufgefallen das die Polizei fast überall neue Toyota oder, im ländlicherem Bereich, Mitsubisi SUV fährt ähnlich sieht es mit der Technik aus und in den Autos befinden sich Kameras die das Geschehen überwachen. "Manchmal" wohl auch der Überwachung der Polizisten. Also auf die Aussage von dem Verwandten deiner Freunde würde ich mich nicht verlassen. Ich fahre jetzt mittlerweile 15 Jahre in der Ukraine Auto und glaube mich wenigstens etwas auszukennen.

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#314 Beitrag von Handrij » Dienstag 11. September 2018, 15:47

Tilko hat geschrieben:
Dienstag 11. September 2018, 15:19
Hallo UwereWaiting,

wer dir gesagt hat das die Polizei keine Kameras und Radar haben hat wohl noch nie in UA ne Straße benutzt. Dir ist sicher aufgefallen das die Polizei fast überall neue Toyota oder, im ländlicherem Bereich, Mitsubisi SUV fährt ähnlich sieht es mit der Technik aus und in den Autos befinden sich Kameras die das Geschehen überwachen. "Manchmal" wohl auch der Überwachung der Polizisten. Also auf die Aussage von dem Verwandten deiner Freunde würde ich mich nicht verlassen. Ich fahre jetzt mittlerweile 15 Jahre in der Ukraine Auto und glaube mich wenigstens etwas auszukennen.

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]
UwereWaitings Information ist korrekt. Die Streifenpolizei darf keine Radarkontrollen mit den vorhandenen Geräten durchführen. Die genialen Staatslenker haben einfach 2015 bei der Einführung der Polizei vergessen, dass 2010 in einem Erlass des Innenministeriums nur der Staatlichen Autoinspektion die Verwendung diverser Geschwindigkeitskontrollgeräte gestattet wurde.

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Die Staatliche Autoinspektion wurde durch die Polizeireform abgeschafft. Der Erlass ist jedoch bis heute nicht geändert worden und somit hat die Polizei keine rechtliche Handhabe Radarkontrollen durchzuführen.
Im Juli, nachdem an einem Tag über 20 Menschen in Verkehrsunfällen starben, wurde kurz laut gefordert, die Rechtslage zu ändern. Innenminister Awakow träumte auch vorher schon mehrfach öffentlich von stationären Blitzern mit automatischer Zusendung der Strafen. Bis heute ist nichts geschehen und es ist aufgrund der Zulassungsprozeduren wohl auch nicht in absehbarer Zeit zu erwarten, dass da was passiert.

Generell war es aber schon seit Jahren so, dass ausländische Fahrzeuge nur bei wirklich hartem Danebenbenehmen rausgewunken wurden. Nach der Polizeireform, die jetzt übrigens in Euro umgerechnet ungefähr das Gleiche bekommen, wie zu Vor-Maidanzeiten, hat sich das noch weiter in Richtung eines kompletten Inruhelassens geändert. Die massive Einfuhr von Schrottautos mit vor allem polnischen Kennzeichen tat ein übriges dazu. Die Polizei kommt in der Regel erst, wenn es geknallt hat. Dementsprechend hat auch die Disziplinlosigkeit zugenommen. Zumal die Streifendichte nach dem PR-Start auch aufgrund der allgemeinen Unterfinanzierung - kaputte Autos, kein Benzin, Personalmangel - massiv abgenommen hat. In der Provinz ist es wohl noch augenscheinlicher als hier in Kiew.

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#315 Beitrag von Tilko » Dienstag 11. September 2018, 17:39

Hallo Handrij,

das mag ja laut Gesetz so stimmen aber ich habe letztes Jahr und auch dieses Jahr Geschwindigkeitskontrollen gesehen sprich Polizisten mit Laserpistole (Radargerät). Mich selbst hat man letztes Jahr im Oblast Odessa am Ortseingang von Sarata kontrolliert und wollte mir ein Strafgeld aufbrummen. Für eine Vorfahrtmissachtung die eindeutig fingiert war da das Fahrzeug dem ich die Vorfahrt genommen haben soll nach 15min. harter Verhandlungen immer noch an der Stelle stand und ich das mit meiner Dashcam auch beweisen konnte. Auch dort lag eine Radargerät auf dem Schreibtisch. Wie gesagt die Geräte sind da ob sie die verwenden dürfen oder durften ist mir jedoch nicht bekannt, dass sie verwendet werden sehr wohl.
Zu der Streifendichte kann ich nur sagen das die im letzten und auch diesem Jahr wieder zugenommen hat. die 2-3 Jahre davor fand ich das die Polizei fast nicht vorhanden war. Gerade in Kiev fand ich dieses Jahr viel Polizei unterwegs. Diese war fast ausschließlich mit Toyota Auris, diese zum teil als Hybrid, unterwegs. Richtung Schytomyr, Riwne und auch Tschernihiw waren es zunehmend Mitsubisi Suv (das Modell konnte ich nicht feststellen) aber alle Fahrzeuge sahen recht neu aus. Die alten Ladas sah ich eigentlich nirgendwo. Also wie gesagt mein Eindruck, andere sehen das vieleicht anders. In den Zeiten von 2005 bis ca.2011 war allerding deutlich mehr auf der Straße los, dass grenzte teilweise schon an Wegelagerei besonderst auf den Haupttrassen aus dem Westen.

Ps UwereWaitings hat nichts davon gesagt das die Geräte nicht verwendet werden dürfen. Er sagte sie sind nicht vorhanden und das ist einfach mal falsch.

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#316 Beitrag von Hans0504 » Dienstag 11. September 2018, 18:34

Hallo Tilko,

Ich kann deine Information nur bestätigen. Das eine ist wie immer die Theorie und das andere die reale Praxis. Die Polizei verwendet Laserpistolen zur Geschwindigkeitsüberwachung. Ob diese dem deutschen Standard entsprechen und richtig geeicht sind und richtig benutzt werden weiß ich nicht. Fakt ist aber die Polizei hat Radargeräte und gebraucht sie. Ich selber bin dieses Jahr auf dem Weg von Truskavetz nach Liviv in eine Kontrolle gekommen. Man hat mich gemessen und ein paar 100 Meter weiter an dem Polizeiposten angehalten. Nachdem ich über den Sachverhalt aufgeklärt wurde, das ich 10 km/h zu schnell war, ist tragischerweise ein schwerer Auffahrunfall hinter mir passiert und man hat mich daraufhin gebeten weiterzufahren, um sich um den Unfall zu kümmern. Ich hatte insofern Glück. In Kiev überwacht die Polizei die Rotphasen mit in den Autos angebrachten Kameras und zieht die Rotsünder dahinter raus. In Kiev sind ebenfalls die ersten zwei mir bekannten stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen installiert worden. In wie weit das mit dem Blitzen und Abrechnen funktioniert weiß ich nicht. Jedenfalls fährt alles schön langsam seit dem mit 50km/h daher. Das trifft auch in der restliche Stadt zu, da die Polizei verschiedentlich ebenfalls mit Laserkanonen unterwegs ist. Die Strafen sollen für ukrainische Verhältnisse ziemlich happig sein. 500 Grivna für 10-20 km/h zu schnell zahlen die meisten Ukrainer nicht mal eben aus der Portokasse. Sonst kann ich eigentlich nur bestätigen, wenn ich es mal mit der Polizei zu tun hatte, dann waren diese immer sehr korrekt, freundlich und höflich zu mir und meiner Frau, so dass es nie einen Grund zu Beanstandung gab. Die Dinge bei der Polizei ändern sich derzeit ziemlich schnell in Ukraine. Es wäre schön, wenn das überall so wäre, z.B. am Gericht oder auf den Behörden etc. Ich gehe mal davon aus, dass in Ukraine in der nächsten Zeit zügig die Verkehrsüberwachung ausgebaut wird und auch Maut eingeführt wird. Man kann damit relativ gut und sicher Geld verdienen und das benötigt der Staatshaushalt sehr dringend.
Gruß Hans

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#317 Beitrag von Handrij » Dienstag 11. September 2018, 20:53

Es gibt keine offiziellen Informationen über die Wiedereinführung von Geschwindigkeitskontrollen. Nach dem Bohei am 23. Juli ruderte Transportminister Omeljan beispielsweise am 27. Juli wieder zurück und erzählte was, von nochmal zusammensetzen:
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Das Netz ist seit 2015 voll von Ankündigungen wie diesen beispielsweise für das Gebiet Lwiw zur Errichtung von Kamerasystemen, die automatisch Verstöße feststellen sollen:
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Jedoch steht überall, dass es keine gesetzliche Grundlage für das manuelle oder automatische Fixieren der Geschwindigkeitsübertretung per Foto oder Video mit den auch in obigem Erlass erwähnten TruCam-Geräten und das Verhängen von Strafen gibt.

Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen gibt es übrigens auch erst ab 20 km/h drüber und beginnen ab derzeit 255 Hrywnja (das Fünfzehnfache des Freibetrags von 17 Hrywnja)!
50 km/h drüber kosten 510 Hrywnja (das Dreißigfache des Freibetrags von 17 Hrywnja).
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Allerdings will das Innenministerium die Strafen gewaltig erhöhen:
3400 Hrywnja = das Zweihundertfache des Freibetrags für 50 km/h drüber, für 20-50 km/h dann wohl entsprechend die Hälfte.
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Doch ist das bisher nur ein Wunsch. Es gelten weiterhin die 255 bzw. 510 Hrywnja.

@Hans

Würde mich interessieren, wo du in Kiew diese "stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen" gesehen hast. Das allgemeine Verhalten ist ein komplettes Ignorieren von Geschwindigkeitsbegrenzungen sobald die Straße frei ist. Auf den großen Ausfallstraßen sind Geschwindigkeitsübertretungen eher die Regel, denn die Ausnahme. Polizeistreifen, wenn sie denn überhaupt mal zu sehen sind, ändern an der Fahrweise auch nichts.

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#318 Beitrag von Tilko » Dienstag 11. September 2018, 21:25

Also Handrij,

ich will dir ja nicht auf die Füße treten aber du kannst mir hundert mal sagen das es keine gesetzliche Grundlage für das Blitzen gibt, dass ändert aber nichts an der Tatsache das geblitzt/geläsert wird. Ich kann dir auch in dem Punkt nicht folgen das die Polizei ignoriert wird. Sowie die Kameraden am Straßenrand oder den Kontroll-Punkten (die ehemaligen GAI-Punkte) stehen gehen auch die Dickschiffe, sprich großen SUV, vom Gas und fahren nach "Vorschrift" und wenn es einer verpennt hat dann winken sie den raus. Es sei den sie sind gerade mit einem andern Sünder beschäftigt dann hat die Schnarchnase Glück gehabt. Wie gesagt ich fahre nicht nur in Kiev sondern auch in Odessa und im Gebiet Sarata, im Tschernihigower Gebiet, Melitopol, Uman und Tscherkassy die ganzen An- und Abreisen nicht zu vergessen. Das Ganze seit nunmehr 15 Jahren oft mehrmals im Jahr und teilweiße mit Aufenthalten von 3-4 Monaten am Stück. Das ist natürlich nicht mit Einheimischen zu vergleichen allerding bin ich bei meinen Aufenthalten meistens mit dem Auto auf der Straße unterwegs wärend die Mehrzahl der Ukrainer öffentliche Verkehrsmittel nutzt es sei den man fährt eine größere Streck oder transportiert größere Mengen von was auch immer dann wird schon mal das Eselchen aus dem Stall geholt sofern man einen hat.

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#319 Beitrag von Handrij » Dienstag 11. September 2018, 21:34

Ok, ich lass mich gern eines besseren belehren, aber das würde heißen, dass der Verfall der Polizei weiter fortgeschritten ist als gedacht. Denn diese Strafen gehen dann wohl kaum in das normale Budget des Innenministeriums.
Wenn ich bei Ukrainern über Land mitfahre und diese aufgrund ihrer Fahrweise nach der Polizei frage, gibt es in der Regel nur Gelächter, die nimmt schon lange keiner mehr ernst.

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#320 Beitrag von Tilko » Dienstag 11. September 2018, 21:56

Na Verfall würde ich das nicht nennen, Sie machen eigentlich nur ihre Arbeit dazu gehört die Überwachung des Verkehrs und dessen Kontrolle. Das jetzt das Blitzen noch nicht oder wie auch immer vom Gesetz, in der Ukraine, nicht gedeckt ist.... Herrgott es ist so vieles in der Ukraine nicht vom Gesetz gedeckt oder nicht erlaubt da ist mir das doch ein eher zu verkraftendes "Übel". Ich glaube auch das die Gelder die dabei eingenommen werden sehr wohl beim Innenministerium ankommen denn die meisten der neuen Wagen sind mit In- und Außenbord-Kammeras bestückt und können auch aus den Zentralen aktiviert werden ohne das die Besatzung das merkt. So die Aussage meines Schwiegervaters, der ist jetzt nicht bei der Polizei, er ist Oberst beim Zoll und arbeitet in K. recht weit oben und sollte das wissen. Aber das führt jetzt zu weit.

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#321 Beitrag von Handrij » Dienstag 11. September 2018, 22:25

Hm, die Erklärung ist dann wohl eher so: Das ist ein Schattenbudget von Awakow & Co. und die Verzögerungen bei der Legalisierung liegen daran, dass das Geld dann ins Staatssäckel, statt in die privaten Taschen gelenkt werden würde. Und Kiew führt wie so oft Scheindiskussionen als Augenwischerei. Andererseits wäre das bei einem Massenphänomen ein Riesenskandal, den die besonders aktiven Autofahrer von Automaidan und Doroschnyj Kontrol und Co. hier schnell hochspielen würden. Schwer vorstellbar, dass das unkommentiert ablaufen würde.

Polizeigesetz Paragraph 40 lässt lediglich automatische Fixierungen per Foto oder Video zu:
Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Wie dem auch sei, angepasst fahren ist die normale Empfehlung und bösartige Polizisten/Milizionäre hab ich hier noch nie erlebt.

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#322 Beitrag von Reisender_2018 » Mittwoch 12. September 2018, 01:33

@Walbre du kannst nichts besseres machen wie eine Rundreise durch die Ukraine.
Du solltest dich nur nicht wundern wenn danach deine Weltanschauung etwas anders ist .... im positiven Sinne.

Wegelagerei in Bulgarien?
Wann war das?
Ich war ja schon in einigen Nachbarländern da unterwegs aber davon habe ich nichts mitbekommen.

Den Warnhinweis wegen bewachten Parkplatz halte ich mittlerweile auch übertrieben. Wenn man nicht gerade eine Oberklasseauto fährt ist das nicht mehr norwendig.

Fakt ist dass da viele rassen, wohl geschuldet das man früher nur Bus und Bahn fahren konnte.
Plötzlich haben sie die PS-Buden.
Sie denken sie können fahren - können aber halt leider viele nicht.
Oft erlebt.
Also selber besser nicht anstecken lassen und defensiv fahren.

Durch Zufall dieses Jahr eine Gruppe toller junger Leute kennen gelernt.
Wie sich später herausstellte waren sie von dieser neuen Патрульна Поліція.
Finde ja das war die einzige Reform die glattweg reibungslos geklappt hat.
Finde eh die Leute der "neuen" Polizei da toll, nur positive Erfahrungen.

Sie meinten auch sie können leider keine Geschwindigkeitskontollen durchführen da ein entsprechendes Gesetz der Werchowna Rada noch fehlt.
Sowohl in der Gesetzgebung als auch keine Regelung für zertifizierte Geräte.

Was jemand in den KFZ gesehen hat waren normale Dashcam, hat damit nix zu tun.
War ja schon total überrascht das sie in der Ukraine auch Bodycams verwenden.
Dank Datenschutz und so Kram tut man sich damit leider hier noch schwer.

In Deutschland kann man übrigens außer der üblichen zertifizierten Geschwindigkeitsmessung auch jedes andere Mittel benutzen.
Am Ende entscheidet der Richter.
Heisst außer geeichten Messgeräten sind auch Tacho oder andere Mittel erlaubt.
Da sagt nach üblicher Rechtssprechung werden dann aber statt 3 Prozent werden 20 oder 30 Prozent abgezogen.
Finde es nicht verwunderlich dass man in der Ukraine ähnlich Recht sprechen könnte.

Wäre höchste Zeit dass da was passiert.
Einige fahren da halt wie die Idioten, aber auch einige korrekt ....

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#323 Beitrag von Hans0504 » Mittwoch 12. September 2018, 11:08

Hendrik,
Ich bin dir noch eine Antwort schuldig und möchte das heute nachholen. Ich möchte doch zuvor vorausschicken, das ich ein intuitiver Autofahrer bin und daher mich nach 35 unfallfreiem fahren in allen möglichen Ländern dieser Welt in der Lage bin, auf Grund erhöhter Beobachtung des Verkehrs auch ohne Kenntnisse der Regeln gut zurecht zu finden. So such in Ukraine. Du magst ja Recht haben, dass es Gesetze und politischen Willen gibt, hier etwas aufzubauen. Allerdings gibt es zwischen dem was auf offizieller politischer Ebene deviniert und geschrieben wird und dem was der Ukraine bei den ausführenden Behörden praktiziert wird, und dem was bei den Menschen in der Ukraine ankommt, ein erheblicher Dissenz existiert. Dies ist so aus der Tradition in allen ehemaligen Sowjetstaaten so. Ich kann als Ausländer nur durch aufmerksame Beobachtung und vielschichtiges Hinterfragen „überleben“. Das heißt, ich schaue mir an wie der aktuelle Status der Verkehrsregeln ist. Die ändern sich in Ukraine fortwährend, genauso wie das „Strafmaß“. Nimm z. B. die Regelungen beim Kreisverkehr. Früher gab es eine eindeutige Regelung. Wer in den Kreis rein will hat Vorfahrt. Heute muss man vorher schauen welchen Kreisverkehr ich anfahre: Einen nach EU Regelung (Kreis hat Vorfahrt) oder einen nach alter Regelung. Früher gab es die Regel, du kannst immer +20km/h fahren. Einige (besonders die SUV-Fahrer) halten sich immer noch daran oder ignorieren selbst das. Aber bei der großen Masse hat sich nach meiner Beobachtung etwas geändert. Chaotisch ist es heute noch, aber der Verkehr ist weniger hektisch geworden. Die meisten haben angefangen die Polizei zu respektieren und wenn die Strafen mal an das Einkommen gekoppelt würden und seitens ordentlicher Gerichte auch eingetrieben würden, dann wirst auch du feststellen, dass sich was ändert. Vielleicht wird man für gewisse Dinge einfach blind, wenn man tagtäglich damit lebt. Wenn man allerdings mit etwas Abstand gelegentlich sich den neuen Dingen anpassen muss, dann schärft das die Beobachtungsgabe zwischen der Theorie und der Praxis ungemein. Und darauf verlasse ich mich. Ich denke, ich fahre mit meiner ausgeprägten Intitution weltweit recht gut. Nochmal ich bewundere deine Recherchearbeit und schaue mir deine Hinweise immer gerne an, aber letztendlich weiß ich, dass ich mich vor Ort als Ausländer nicht darauf berufen kann und muss mit der jeweiligen realen Praxissituation umgehen. Und DASS ist meine Message und dass recht unemotional ohne jemanden Belehren zu wollen. Man kann meinen Input nehmen oder es lassen. Das ist mir so ziemlich egal. Ich will keinen überzeugen, sondern liefere erlebte Informationen und jeder kann sich seinen Reim darauf machen. Am Ende ist jeder für sein Handeln selber verantwortlich.

Punkt.

Nun zu den stationären Geschwindigkeitsanlagen, die mir aufgefallen sind. Ob die genutzt werden oder nicht, weiß ich nicht. Aber die Ukrainer fahren dort extrem vorsichtig und auch nur mit 50km/h. Und richtig, ich habe dort selber keine offensichtlichen, wie hier in Deutschland gesehen, sondern kann nur vermuten, dass die Messsysteme und Kameras anders aussehen und ehr versteckt angeordnet sind. Ich bin nicht auf die Masten geklettert und habe das analysiert. Aber du kannst ja selber mal sehen.
1. Druzhby Narodiv Blvd zwischen Hlinka Lake und Metrostation Druzhby narodiv
2. Oleny Telihy Street zwischen Kreuzung Kyrylivska Street und Metro Dorohzhychi
3. Auch im Tunnel des Naberezhne Hwy, der unter dem Poshtova ploshcha führt, wäre ich vorsichtig.
sowie einige Stecken in der Region Oblonska.
4. Auf der Strecke von Kiev nach Liviv ist mir aufgefallen, dass nicht mehr nur an den bekannten Kontrollstellen „gemessen“ wird, sondern auch aus dem Polizei SUV in kleineren Ortschaften. Mit oder ohne gesetzlicher Grundlage. Fakt ist, dass sich viiiel mehr Fahrer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hält. Aber es gibt wie immer auch genug Ignoranten. Also Augen auf im Verkehr und schauen wie es real vor Ort aussieht.

Allen allzeit eine gute Fahrt ;-)

Viele Grüße

Hans

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#324 Beitrag von Tilko » Mittwoch 12. September 2018, 11:52

Hallo Reisender 2018,
Reisender_2018 hat geschrieben:
Mittwoch 12. September 2018, 01:33
Den Warnhinweis wegen bewachten Parkplatz halte ich mittlerweile auch übertrieben. Wenn man nicht gerade eine Oberklasseauto fährt ist das nicht mehr norwendig.
Wenn ich in zum Essen oder Einkaufen fahre parke ich vor dem Restaurant oder Geschäft aber über Nacht immer bewachter Parkplatz. Was meinst du wie sich der Hof bei meinen Schwiegereltern leert wenn es dunkel wird. Dieses Frühjahr wurde erst wieder ein VW Caddy auf dem Hof geklaut weil der Besitzer eingepennt war [smilie=lazy2.gif] und 22.00 Uhr auf den Hof kam und gucks du Auto war weg und ward nie wieder gesehen. Im Dorf lasse ich das Auto auch so stehen aber in Kiev oder in anderen großen Städten im Leben nicht. Ich weiß jetzt nicht ob ein 8 Jahre alter Volvo V70 noch begehrt wird aber ich lege es nicht darauf an und die 1,-€ bis max 2,- tun mir nicht weh.
Zu den "Dash-Cams" noch etwas, ich kenn die anders dort war nur ein Objektiv mit Kabel und nicht so wie meine oder ähnlicher Bauart. Die Dinger sahen eher aus wie bei den Amis in ihren Potzileiautos (ist beabsichtigt so geschrieben) bei denen sind die Dinger häufig kaum noch sichtbar oft fest verbaut.
Aber vieleicht wars ja nur der Zigaretten-Anzünder der auf dem Armaturenbrett lag DANCE

Gruß Tilko [smilie=ukr_prapor]

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Re: Straßenverkehr, Straßenzustand, Verkehrskontrollen, Grenzübergänge in Polen und der Ukraine

#325 Beitrag von Hans0504 » Mittwoch 12. September 2018, 12:37

Hi Tilko,
Wie ähnlich unsere Erfahrungen sind ist schon interessant. Ich hab auch kein Problem damit meinen 5Jahre alten VW Passat tagsüber öffentlich abzustellen. Klar muss man sich schon ein wenig umsehen wo man gerade ist. Aber grundsätzlich ist das in Ukraine nicht anders wie in Deutschland. Hier gibt es genauso organisierte Kriminalität, die in einer Nacht in einer Stadt komplett alle Airbags ausräubert oder im Auftrag bestimmt KfZ gestohlen werden. Meiner Frau haben sie in Kiew über Nacht aus ihrem Fabia das Serviceheft und einen USB-Stick geklaut und dabei größeren Schäden durch die eingeschlagene Seitenscheibe produziert. Das alles direkt vor ihrer Haustür. Seitdem stelle ich meinen Wagen über Nacht auch für 1,00 € in der Nachbarschaft auf den bewachten Parkplatz. Hier in Deutschland kostet die Tiefgarage immer ab 10,00 €, in Berlin neulich 50,00 € die Nacht. In meinem Heimatort steht das Auto seit 35 Jahren an der Straße, nichts passiert. Also überall wo es unübersichtlich und anonymer wird, heißt es Obacht geben. Das ist hier in Deutschland nicht anders als irgendwo in der Welt. Grundsätzlich halte ich die offene Kriminalität in Kiew geringer wie zu Zeiten des Münchener Oktoberfestes. Anders sieht es mit der verdeckten und organisierten Kriminalität aus. Da wäre ich in Ukraine vorsichtiger, aber von Panikmacherei und übertriebener Vorsicht bin ich weit entfernt. Wie immer heißt es Augen auf, und Trau schau wem...

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