Ukrainische Nationale NachrichtenagenturTjahnybok: USA und Großbritannien sollen Russland an seine Verpflichtung zum Schutz der Ukraine erinnern - UI

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Wassermann3000
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Re: Tjahnybok: USA und Großbritannien sollen Russland an seine Verpflichtung zum Schutz der Ukraine erinnern - UI

#26 Beitrag von Wassermann3000 » Donnerstag 27. Februar 2014, 23:59

toto66 hat geschrieben:Ich machs kurz: ich bin noch immer der Meinung, wehret den Anfängen ! Putin zündelt an der UA herum und das mMn nicht nur aus geopolitischen und geostrategischen Gründen, sondern auch weil der Halbstarke in seinem Stolz verletzt ist.
Ansonsten möcht ich speziell @galizier zustimmen. In den sozialen Netzwerken kursieren seit ein paar tagen Videos, die in ihrer Grausamkeit alles was wir auf youtube sehen können um ein Vielfaches übertrifft.
Tot ist tot, das mag stimmen, aber auch ich seh da Unterschiede.
Ich habe vorhin mit jemandem telefoniert, in dessen weiterer Familie ein junger Mann bei der Berkut war. Dessen Familie wird nun bedroht und sie sind über Nacht unbekannt umgezogen. Und das ist keine russische Propaganda, sondern real erlebt. Er war zum Glück nicht zu der fraglichen Zeit im Einsatz, aber in der Zwischenzeit. Er hätte also gut in die Gelegenheit kommen können, auch schießen zu müssen. Und eines soll man dabei auch beachten. Wenn Du bei den Auseinandersetzungen mitten drin bist, egal auf welcher Seite, wenn Du siehst, wie Freunde verletzt oder getötet werden und Du Angst hast, dann schießt Du, dann ist dir das andere Leben egal. Und ab einem bestimmten Zeitpunkt macht Dir jeder Treffer noch Freude, weil du Deine Angst und Wut abreagieren mußt.

Leute, so funktionieren Kriege. Weder der normale Deutsche, noch der normale Russe hatte vermutlich im letzten Weltkrieg wirklich Agressionsgefühle gegen den anderen. Nach den ersten Toten Kameraden sah es anders aus. Dann denkst Du nicht mehr politisch oder moralisch, dann entwickelst Du Freude an jedem gegnerischen Toten. Ich möchte den hier hören, der sagt, er wäre dagegen immun.

Soll es so sein, wie bei den damaligen Mauerschützen, die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen? Aufgeräumt werden muß in allererster Linie mit den Strippenziehern und den Nutznießern. Und damit hat die Ukraine über Jahre nun wirklich schon genug zu tun.

Wichtig ist eine vernünftige Aufarbeitung, kein Tribunal. Die Leute sollen die Chance bekommen, sich damit auseinanderzusetzen. Ich spreche nicht von den Befehlshabern. Und mir ist es zwanzig mal lieber, wenn danach nur 5% wirklich etwas begriffen haben, als wenn sie pauschal verteufelt werden.

Die Ukraine braucht vor allem auch eine nationale Versöhnung, denn sonst sind sehr schnell ganze Gruppen etabliert, die dann zwangsläufig beim nächsten Konflikt wieder mitmischen. Ich verstehe den Schmerz. Aber mit der Wut ist kein Toter mehr lebendig zu machen. Wenn aber aufgrund der schrecklichen Ereignisse eine gesellschaftliche Auseinandersetzung stattfindet, dann besteht die Chance auf eine wirkliche Weiterentwicklung innerhalb der Gesellschaft.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Kurt Simmchen - galizier
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Re: Tjahnybok: USA und Großbritannien sollen Russland an seine Verpflichtung zum Schutz der Ukraine erinnern - UI

#27 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Freitag 28. Februar 2014, 07:23

Ich glaube Dir mal die persönliche Betroffenheit. Jetzt schreibst Du ganz anders als gestern.
Jetzt tötet man aus Freude. Wo ist Deine Besonnenheit geblieben?

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Sonnenblume
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Re: Tjahnybok: USA und Großbritannien sollen Russland an seine Verpflichtung zum Schutz der Ukraine erinnern - UI

#28 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 28. Februar 2014, 09:14


Übersetzung von Tobias Ernst:
"Was wirklich gerade auf der Krim passiert

Für unsere Freunde aus Russland [und anderswo, A.d.Ü.] erläutere ich die Situation auf der Krim. Dort gibt es das Präsidium des Obersten Rates der Krim, das die gesamte Halbinsel ausgeraubt hat. Sie haben alles, was sich verkaufen lässt, verkauft, und auch das, was sich eigentlich nicht verkaufen lässt. So wie etwa Baugrund in Naturschutzgebieten. Nachdem sie jetzt gesehen haben, dass ihre Schutzherren, mit denen sie bisher die Beute geteilt hatten, geflüchtet sind, sind sie erschrocken. Weil man sie jetzt ins Gefängnis stecken könnte, Anlass dafür gibt es ja. Und dieses Dutzend Leute streut gerade Nebelkerzen.

Jetzt dazu, wer diese bewaffneten Leute sind, die das Parlament der Krim besetzt und einige Zufahrtsstraßen abgeriegelt haben. Das sind Kämpfer des Berkut, der [von dem neuen amtierenden Innenminister. A.d.Ü.] unbedacht und übereilt aufgelöst wurde. Sie standen in den ersten Reihen, sie waren es, die Aktivisten in Kiew erschossen und verprügelt haben. Und auch sie haben jetzt Angst vor dem Strafgericht, weil ihnen bewusst ist, dass sie verbrecherische Befehle ausgeführt haben. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und klammern sich an ihren letzten Strohhalm, doch noch irgendwie zu entkommen.

Unterstützt werden sie von ca. 200 Großmütterchen mit Ikonostasen mit Stalin-Porträts, die in tiefster Armut leben, aber der Meinung sind, dass alle ihre Probleme daher rühren, dass auf den Straßen keine roten Fahnen hängen.

Vermutlich hat man Euch erzählt, dass es auf der Krim Bürgerkrieg gibt, dass Russen unterdrückt werden, oder dass man alle dazu zwingt, Ukrainisch zu sprechen. Doch all das ist nicht so. Das Volk hat einfach nur ein paar Banditen vertrieben, die das Land bestohlen, ausgeraubt und unter dem eigenen Volk gemordet haben. Das hat nichts mit Politik zu tun – das ist ganz einfach ein Kampf mit der Kriminalität. Bei uns herrscht kein Bürgerkrieg, es gibt keine Pogrome, und im Prinzip ist es ziemlich ruhig hier.

Das, was gerade abläuft, sind Versuche der Kriminellen, die an der Macht waren, einen Teil ihres Raubgutes zu retten.

Ich fände es sehr schade, wenn Russland Janukowitsch tatsächlich Unterschlupf gewährt, denn er ist kein Politiker, sondern ein ganz einfacher Bandit. Wisst ihr noch, wie wir während des Kriegs in Libyen alle Mitteilungen lasen, wie gut es Libyen unter Muammar [Gaddafi, A.d.Ü.] ging, wie viel Geld eine Familie bei der Geburt eines Kindes bekam und so weiter. Was die Ukraine angeht, so kann ich aus erster Hand mitteilen, so was hat es bei uns nicht im entferntesten gegeben – in den Läden haben die Großmütterchen Kleingeld gesammelt, damit sie sich ein Brot leisten konnten, während Janukowitsch in Gold gegossene Brotlaibe sammelte (und das ist nicht metaphorisch gemeint, sondern ein reales Faktum, unter dem Raubgut in seiner Residenz fanden sich tatsächlich Brotlaibe aus Gold), und als das bis zum Äußersten gebrachte Volk schließlich sagte, „genug!“, gab er den Befehl, wild in die unzufriedenen friedlichen Demonstranten zu feuern.

Deswegen bitte ich Euch, nicht auf Provokationen zu reagieren, und Propaganda von der Wahrheit zu unterscheiden. Lasst Eure politischen Überzeugungen Euch nicht daran hindern, einen Banditen als solchen zu erkennen."

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Re: Tjahnybok: USA und Großbritannien sollen Russland an seine Verpflichtung zum Schutz der Ukraine erinnern - UI

#29 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 28. Februar 2014, 09:17

Wassermann3000 hat geschrieben: Es kann auch sein, daß Putin mit der Krim Erfolg hat. eine Garantie gibt es für nichts. Das wird er aber vermutlich weniger militärisch einfach so durchsetzen können, sondern wenn er den Nährboden auch in Teilen des Volkes dafür bereitet. Seine Geheimdienste sind ja bereits dran. ..
Und nicht nur die Geheimdienste. Im Moment wird an Gesetzesänderungen in Russland gearbeitet, was die Möglichkeite des Anschlusses von Staaten und Teilen von Staaten vereinfachen soll. Es sollen nichtmehr beide Staaten zustimmen müssen, sondern ein Referendum in den betroffenen Gebieten soll dafür ausreichend sein. http://www.censury.net/russia/prisoedin ... cheno.html
Ich fürchte, die Krim ist nur der Anfang.

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Re: Tjahnybok: USA und Großbritannien sollen Russland an seine Verpflichtung zum Schutz der Ukraine erinnern - UI

#30 Beitrag von eurojoseph » Freitag 28. Februar 2014, 10:20

ZITAT Wassermann 3000 : Die Ukraine braucht vor allem auch eine nationale Versöhnung, denn sonst sind sehr schnell ganze Gruppen etabliert, die dann zwangsläufig beim nächsten Konflikt wieder mitmischen. Ich verstehe den Schmerz. Aber mit der Wut ist kein Toter mehr lebendig zu machen. Wenn aber aufgrund der schrecklichen Ereignisse eine gesellschaftliche Auseinandersetzung stattfindet, dann besteht die Chance auf eine wirkliche Weiterentwicklung innerhalb der Gesellschaft.

RÜDIGER - du weisst gar nicht, WIE RECHT DU HAST !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Und als positives Beispiel möcht ich die Wahrheitskommissionen in Südafrika unter Desmond Tutu nach der Beendigung der Apartheit hernehmen - Straffreiheit für jeden, der seine Missetaten zugibt und auch bereut - natürlich nicht behalten von zusammengestohlenem Vermögen der Topclass in Regierung und Verwaltung - aber sonst - echte Reue in der Öffentlichkeit - und gut is - und natürlich ein neues Sprachengesetz, das die eine Staatssprache völlig unangetastet lässt - aber in den Regionen einer Minderheit (egal welcher so Formulare mit kleingedruckter Regionalsprache unter dem Orginal - gibt ja wirklich Leute die da nicht so gut drauf sind, vor allem vor der Unabhängigkeit ...) und den unsäglichen Zwang der ukrainisierten Vornamen weg - wer will soll auch Vladimir heissen dürfen - kost nix und zeigt von gutem Willen (und nimmt den Hasspredigern ein paar Argumente...) - mit Verboten in de Richtung gibts nur böses Blut - ein Vorname is sowas von privat..
und denen, die nach allem, was passiert ist, immer noch prorussisch sind, denen ist sowieso nicht zu helfen, die soll man mit Nachsicht behandeln, aber ihnen natürlich keine Macht geben Landesverrat durchzuführen !
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Tjahnybok: USA und Großbritannien sollen Russland an seine Verpflichtung zum Schutz der Ukraine erinnern - UI

#31 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 28. Februar 2014, 10:23

eurojoseph hat geschrieben:... und natürlich ein neues Sprachengesetz, das die eine Staatssprache völlig unangetastet lässt - aber in den Regionen einer Minderheit (egal welcher so Formulare mit kleingedruckter Regionalsprache unter dem Orginal - gibt ja wirklich Leute die da nicht so gut drauf sind, vor allem vor der Unabhängigkeit ...) ...
Das ist in Arbeit: http://www.ukrinform.ua/deu/news/turtsc ... tigen_9979

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