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fotoms
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Touristenfallen Majdan/Kreschatik

#1 Beitrag von fotoms » Samstag 10. August 2013, 13:16

[smilie=ukr_prapor]
Kiew ist eine unserer Lieblingstädte und wir (meine Frau und ich) nach unserem alljährlichen Urlaub in Sewastopol, Krim, noch ein paar Tage in Kiew verbracht. Es ist eine wunderschöne und sehr geschichtsträchtige Stadt und wir haben festgestellt, dass auch immer mehr Touristen aus Europa Kiew besuchen. Was uns überhaupt nicht gefallen hat sind die Comic-Figuren und die Jungen und Mädchen mit den Tauben, die Touristen dazu bringen möchten, sich mit den Tauben oder den Comicfiguren fotografieren zu lassen. Wir haben einige dieser Szenen beobachtet und es läuft immer nach dem gleichen Muster ab. Meist 2-3 Jungen und Mädchen gehen auf Familien mit Kindern zu, geben den Kindern eine Taube auf den Arm oder Kopf und versuchen dann, die Eltern so für Fotos mit den Tauben zu begeistern. Wenn die Eltern nicht möchten sind es dann die Kinder, die sie umstimmen weil sie ein Fotos mit diesen Tauben möchten. Der grosse Fehler, den sie dann machen ist, nicht zu fragen, was es kostet oder wenn man dann fragt sagen sie einem, dass sie nur etwas haben möchten um den Tauben Fressen zu kaufen. Schwubs hat dann das Kind und meist auch die Mama mehrere Tauben auf den Schultern, dem Arm, dem Kopf... Dann werden einige Bilder gemacht und jetzt kommt die Sache mit der Bezahlung. Meist geben die Menschen 20 Griwna (2 Euro), das ist den Taubenbanditen aber nicht genug, sie werden plötzlich sehr aufdrichnglich und frech, fordern mehr, natürlich für die armen Tauben, wenn die Familie dann nicht bereit ist mehr zu zahlen, folgen sie ihnen und bedrängen sie weiter.
Wie erwähnt, wir haben das Geschäft mit den Tauben am Majdan ein Weilchen beobachtet und festgestellt, dass es in der Tat ein Business ist mit dem die Jungen Teroristen wohl täglich sehr viel Geld verdienen, Geld, dass sie natürlich nicht selber einstreichen sondern jemandem abliefern müssen und dann eine Provision bekommen. Meine Frau, eine Ukrainerin und mich haben sie auch angesprochen. Meine Frau sagte dann diesem Jungen, dass er und seine Bande eine Schande für die Ukraine seihen, dieser zuckte dann bloss die Schulter, grinste und zog sich zurück. Wir haben dann am Abend mit einem Paar aus Paris gesprochen und erfahren, dass sie auch mit der Taubenmafia schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Schade, was einem Touristen dann in Erinnerung bleibt sind solche unschönen Dinge und nicht mehr unbedingt das schöne Land, die liebenswerten und gastfraundlichen Ukrainer/innen, die wunderschönen Städte wie Kiew, Odessa, Jalta usw.
Wir haben das gleiche Spiel mit den Tauben und Comicfiguren auch in Jalta beobachtet und waren sehr froh, dass dieser neue Trend in unserem geliebten Sewastopol noch nicht Einzug gehalten hat.

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