Kultur, Religion und GeschichteART: "TRADITION STATT INNOVATION"

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Handrij
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ART: "TRADITION STATT INNOVATION"

#1 Beitrag von Handrij » Montag 28. September 2009, 21:28

Die Ukraine... Wo liegt das noch genau? Spricht man da Russisch? Kulturmanagerin Julia Owtscharenko, 25, ist die ukrainische Organisatorin der Fotoausstellung "newkraine". Mit dabei: Der Hamburger Fotograf Maik Freudenberg. Er dokumentierte seine deutsche Sicht auf die Ukraine. Im art-Interview sprechen sie über Stereotype und die ukrainische Kunstwelt.
// MAJA HOOCK, HAMBURG

Frau Owtscharenko, haben Sie Heimweh?

Julia Owtscharenko: Ja, von Anfang an. Ich vermisse die Familie, die Stimmung und den Ukrainischen Sommer. Ich war noch nie in Deutschland und Europa. Das ist eine ganz andere Welt für mich.

Ihre Ausstellung setzt sich mit Stereotypen auseinander. Welche Klischees hatten Sie von Deutschland im Kopf?

Owtscharenko: Ich dachte, dass in der Gesellschaft und in der Wirtschaft alles perfekt ist. Dass es keine Obdachlosen gibt. Diese Vorstellung herrscht in der Ukraine. Fast alle sind sich sicher, dass Europa eine perfekte Welt ist.

Kennen Sie ein Sprichwort, das typisch für Ihre Heimat ist?

Owtscharenko: Es gibt ein Sprichwort, dass so viel bedeutet wie "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts". Das entspricht der Mentalität der Leute. Es sagt also, man müsste ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen.

Wie spiegelt sich diese Einstellung in der Kunst wieder?

Owtscharenko: Kunst in der Ukraine ist nicht so aktiv in gesellschaftlichen oder politischen Fragen. Sie ist abstrakter und befasst sich selten mit Problemen. Die Künstler bevorzugen es oft, die politische Situation nicht zu "bemerken" und in dieser Hinsicht frei zu bleiben. Ich denke, in Deutschland gehört es zum Alltag der Menschen, dass Kunst eine direkte Reaktion auf Probleme ist. In der Ukraine beschäftigt man sich eher mit Tradition, als mit Innovation.

Wie macht sich die sowjetische Vergangenheit des Landes in der Kunst bemerkbar?

Owtscharenko: Die Künstler möchten diese Themen vermeiden, weil sie stark mit schweren Zeiten verbunden sind. Sie suchen eher Sujets aus der Gegenwart. Aber es gibt natürlich noch Einflüsse. Das heißt vor allem: Man zeigt seine Meinung nicht so frei und bietet kaum eigene Ideen an.

Was ist "typisch Ukraine"?

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