PolitikUkraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#26 Beitrag von Maniac » Freitag 14. November 2014, 15:04

Alex7734 hat geschrieben: Wie ich schon gesagt habe, aus dem normalen Volk traut sich momentan keiner was zu sagen, weil man gleich als Separatist, Staatsfeind oder sonst was abgestemmpelt wird. Ich war selbst erst vor vier Wochen in der Ukraine und habe mich mit Leuten unterhalten. Nicht einmal Bekannte sagen offen. Wenn die was ansprechen dann nur mal durch die Blume. Also nicht böse sein, aber über Meinungsfreiheit braucht man momentan in der Ukraine kein Wort zu verlieren.
Also ich bin gerade in der Ukraine, mache Urlaub.
Mit den Nachtzügen durch die Ukraine gereist, habe mit fremden Menschen in einem 4er Abteil genächtigt.
Viele viele nette Leute, kennen gelernt, mit Ihnen gesprochen und diskutiert.
Niemanden getroffen der sich gefürchtet hat, seine Meinung laut zu sagen und zur Diskussion zu geben.

Dann habe ich noch das Glück das ich mit einem Bürgermeister einer mittelgroßen Stadt > 65.000 Einwohner, dem Stadtrat, den Mitarbeitern,
frei reden und Diskutieren konnte.
Auch da hat sich keiner gefürchtet, ebenfalls haben die die sich damals freigenommen haben und zum Majdan gefahren sind,
davon berichtet was, Sie erlebt haben und wie sie es erlebt haben.

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Anuleb
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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#27 Beitrag von Anuleb » Freitag 14. November 2014, 16:04

Tja, auch ich war vor ca. 4 Wochen in der Ukraine, und fand nur freundliche, friedliche, hilfsbereite und offenherzige Menschen vor. Keine Anzeichen von Angst, keine Scheu, die eigene Sicht der Dinge darzulegen, einfach alles nur so, wie ich es von Deutschland her gewohnt bin.

Kleine Anmerkung am Rande: Ich finde es allmählich mehr als ermüdend, mehr als nur Volksverhetzend und mehr als nur Menschenverachtend, wenn man sich hier ständig durch die Lügengespinste unserer putinschen Freunde lesen darf. Ich habe keinerlei Probleme damit, wenn man sich sachlich auseiandersetzt. Nur, dass setzt eben vorraus, dass man sich wenigstens ansatzweise an Fakten und der Wahrheit hält. Unsere Putinfreunde haben jedoch nur ihre Ideologie, der eben alles untergeordnet wird. Sachliche Dialoge sind so nur schwer durchführbar.

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paracelsus
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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#28 Beitrag von paracelsus » Freitag 14. November 2014, 18:07

Malcolmix hat geschrieben: Innenpolitisch hat die neue Regierung zu wenig erreicht und vor allem möglicherweise zu wenig angepackt. Aber ebenso sicher bin ich mir, daß wir auf der Krim und im Donbass ein in Moskau entwickeltes Szenario erleben, welches für eine erneute Orangene Revolution in Kyiv auch so vorgesehen war.
Ich glaube nicht, dass in Moskau Strategien für eine erneute "Orange Revolution" vorhanden waren. Für eine EU-Assoziation wären sicherlich Strategiepapiere sofort präsent gewesen.
Aber von der Radikalität und der Überstürztheit des Abtritts des Janukowitsch war m.E. Moskau überrascht worden.

Und wenn ich mir die Administration in Kiew ansehe, hat sie doch selbst heute noch keinen Plan davon, was auf sie zukommen könnte und wie sie damit umgehen müssten, wenn sie überhaupt wüssten was sie wollen......

Die Vorgehensweise der Krim ist allerdings zügig und strategisch durchgeführt worden. Da mögen sogar Heimkehrpläne vorgelegen haben. Obwohl, wenn ich Verantwortlicher gewesen wäre, einen anderen Weg gewählt hätte, um die Krim von der Ukraine zu lösen.

Dazu muss ich aber sagen, dass die "Export-Maidane" in der Provinz ja auch nicht immer als "pazifistische Veranstaltungen" durchgehen konnten. Ich kann mich noch sehr gut an den Anruf eines Freundes erinnern, der mir gegen Ende Januar von der Ankunft einiger Busse " schwarz-roter bzw. blau-gelber Berufsdemonstranten " in Sewastopol erzählte, die von einer aufgebrachten Menge wieder in die Busse gesetzt wurden.... . Wann fand die physische Flucht Poroschenkos vor dem "Wählerwillen" nochmals statt, war das Januar oder Februar?

Wenn die Vorgehensweise im Donbass wirklich einem Plan Moskaus folgen sollte, dann muss dieser "langfristige" Plan von Dilettanten entwickelt worden sein.
Ich glaube mehr, dass Putin als großer Improvisator den Geschehnissen folgt und einfach, - egal wie es sich entwickelt, es spielt ihm immer in die Hände - das macht was ihm nützt. Und diesen Nutzen sieht er vorrangig in der Innenpolitik.

@Anuleb

Ich sage doch nicht dass die Ukrainer in ihrer Masse nicht freundliche, friedliche, hilfsbereite und offenherzige Menschen sind. Ich weiss auch, dass sie in ihren "Küchengesprächen" sogar sehr kritisch sein können.
Ich sage nur: es gibt verschiedene Meinungen. Ob und wie viele Ukrainer hinter ihrer neugewählten Administration stehen - ich weiss es wirklich nicht. Es kommt darauf an, wie man mit denen umgeht, die diese "neue" Ukraine ablehnen.

Warum arbeitet man nicht eine neue Verfassung aus und stellt diese zur Wahl. Dabei könnte doch auch ein Referendum nach Oblasten angeboten werden, ob man in der Ukraine verbleiben will bzw. wie die Ukraine zukünftig aussehen könnte... .

Dann könnte doch niemand mehr mit "Volkes Meinung" spekulieren.
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim) 1493 - 1541

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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#29 Beitrag von Anuleb » Freitag 14. November 2014, 18:48

paracelsus hat geschrieben:
@Anuleb

Ich sage doch nicht dass die Ukrainer in ihrer Masse nicht reundliche, friedliche, hilfsbereite und offenherzige Menschen sind. Ich weiss auch, dass sie in ihren "Küchengesprächen" sogar sehr kritisch sein können.
Ich sage nur: es gibt verschiedene Meinungen. Ob und wie viele Ukrainer hinter ihrer neugewählten Administration stehen - ich weiss es wirklich nicht. Es kommt darauf an, wie man mit denen umgeht, die diese "neue" Ukraine ablehnen.

Warum arbeitet man nicht eine neue Verfassung aus und stellt diese zur Wahl. Dabei könnte doch auch ein Referendum nach Oblasten angeboten werden, ob man in der Ukraine verbleiben will bzw. wie die Ukraine zukünftig aussehen könnte... .

Dann könnte doch niemand mehr mit "Volkes Meinung" spekulieren.
Aha, Du meinst also, dass es die jetzige Regierung riskieren sollte, dass die Ukraine mittels Referenden in ihre Einzelteile zerlegt wird. Dem kann und wird Dir wohl nur eine recht kleine Minderheit folgen. Sowas wäre Brandbeschleuniger für Putins Pläne die Ukraine komplett zu destabilisieren, also eher Suizid über Bande, bestenfalls Ausdruck grösstmöglicher Selbstzweifel.

Wieviele der Ukrainer momentan hinter der jetzigen Regierung stehen, (ich sage bewusst nicht Administration, denn bei dem gewähltem Personal handelt es sich eher um Repräsentanten der damaligen Wählergunst, keinesfalls um Verwaltungsexperten, sprich Administratoren) dass weiss vermutlich niemand. Es ist eigentlich auch egal. Nur, dieses neu gewählte Parlament hat, sofern denn der Westkurs weitergefahren werden soll, so derartig viele Baustellen, sodass vermutlich niemand so genau weiss, was und wie man denn jetzt als erstes anpacken soll. Eine neue Verfassung ausarbeiten dürfte dabei jedoch ganz, ganz weit hinten auf der To Do - Liste stehen. Sowas dürfte wohl erst dann zum Thema werden, wenn es Frieden im Osten gesichert worden ist und der Rest der Ukraine eine Perspektive für die Neuausrichtung gefunden hat. Bisher weiss offensichtlich eine Mehrheit nur, dass es Richtung Westen, weg von Russland gehen soll. Aber ein tragfähiges Konzept konnte bisher niemand anbieten. Nicht nur der Weg ist wichtig, sondern auch die Art und Weise, wie man ihn bewältigen möchte.

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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#30 Beitrag von Kolobok » Freitag 14. November 2014, 19:00

paracelsus hat geschrieben: Ich glaube nicht, dass in Moskau Strategien für eine erneute "Orange Revolution" vorhanden waren. Für eine EU-Assoziation wären sicherlich Strategiepapiere sofort präsent gewesen.
Ich kann zwar nur spekulieren, aber ich glaube schon dass man Janukowitz bei seinem letzten Besuch als ukr. Präsident in Moskau genau dieses Szenario angekündigt hatte. Im Oktober 2013 hatte man sich noch an die Brust geschlagen und geschworen, dass man das Abkommen mit der EU unterschreiben wird. Über Nacht war dann aufeinmal alles vorbei?! Das macht auch kein Janukowitz freiwillig.
paracelsus hat geschrieben: Wenn die Vorgehensweise im Donbass wirklich einem Plan Moskaus folgen sollte, dann muss dieser "langfristige" Plan von Dilettanten entwickelt worden sein.
Wieso, April-Mai lief doch alles nach Plan. Fast so wie auf der Krim. Bloß das diesmal die Ukrainer nicht still gehalten haben. Vielleicht war das nicht so eingeplant?

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Kolobok
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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#31 Beitrag von Kolobok » Freitag 14. November 2014, 19:44

Alex7734 hat geschrieben:ich dachte du würdest meine Kommentare nicht vermissen? aber anscheinend doch! Sorry wenn ich keine Zeit hab auf alles einzugehen und eigentlich will ich auch eine risen Diskussion vermeiden, aber die Punkte finde ich ganz interessant
Alex7734 hat geschrieben: 1. wo habe ich was pro Putin geschrieben, dass ich gleich ein Putinfan bin? Aber nach deiner Logik ist jeder der gegen jetzige Scheißregierung ist gleich ein Putinfan was? Deshalb traut sich auch momentan in der Ukraine keiner gegen die Regierung was zu sagen oder zu machen - weil man gleich ein Staatsfeind ist. Das ist wohl Meinungsfreiheit nach ukrainischer Art. Soweit ich weiß habe ich nur die "glaubwürdige" Berichtserstattung in der Ukraine kritisiert.
Ach kommen sie. Es wird doch laufend berichtet wie irgendwelche Leute protestieren und Forderungen stellen...
Ich sehe jetzt zwar nicht gerade durch wem sie da antworten, aber ich nehme mal an das es an "meine" gesamte Schublade gerichtet ist und gebe deshalb mal meinen Senf dazu.
Alex7734 hat geschrieben: 1. ...es wird laufend berichtet.... ähm ja es wird berichtet wie radikale Gruppen an jeder Ecke Politiker in den Müll werfen oder Denkmäler zerstören, das hat wenig was mit Meinungsfreiheit oder Kritik an Politik zutun. Das erlauben sich halt auch nur die radikalen Gruppierungen. Sie haben gestern geschrieben unterhalten sich täglich mit ukrainern, heute beziehen sie sich auf Medienberichte. Wie ich schon gesagt habe, aus dem normalen Volk traut sich momentan keiner was zu sagen, weil man gleich als Separatist, Staatsfeind oder sonst was abgestemmpelt wird. Ich war selbst erst vor vier Wochen in der Ukraine und habe mich mit Leuten unterhalten. Nicht einmal Bekannte sagen offen. Wenn die was ansprechen dann nur mal durch die Blume. Also nicht böse sein, aber über Meinungsfreiheit braucht man momentan in der Ukraine kein Wort zu verlieren.
Einfach mal die ungeliebten ukrainischen Medien lesen und staunen wie offen da über alles berichtet wird.
Vor gut 4 Wochen war ich auch in der Ukraine. Es wurde offen über alles geredet egal ob beim gemeinsamen feiern oder schuften auf dem Acker. Klar habe ich niemanden getroffen der die ukrainische Regierung in den höchsten Tönen lobt. Wäre mir auch sehr verdächtig vorgekommen. Nenne mir ein Volk, wo in privaten Gesprächen die eigene Regierung gelobt wird? |-D Na gut in Russland und Nordkorea kenne ich mich nicht so aus. Aber eins war klar. Es waren sich alle einig, dass es für alle das Beste wäre, wenn Putin verschwinden würde. Und nein, ich bin nicht in der Westukraine unterwegs. Manch Unwissender bezeichnet den Teil wo ich unterwegs bin schon als Ostukraine und schlägt es den Russen zu [smilie=kosak_5]
Alex7734 hat geschrieben: Was den Ablauf angeht sind sie aber ganz schön auf nem Holzweg. Erste Vorderung waren Russisch als zweite Amtssprache und Föderalismus. Und jetz wo wäre das Problem hier mal drauf zu reagieren?
Wo war das Problem der Ostukrainer ihre Präsidentschaftskandidaten aufzustellen? Sie erinnern sich, der Wahlkampf begann quasi gleich nach dem Maidan.
Das echte Problem war, dass man den Menschen in der Ostukraine keine Chance gegeben hat. Anfang April wurden die Verwaltungen besetzt und man hat sich für Unabhängig erklärt. Hören wollte man überhaupt nichts mehr. Einfach mal in den Zeitungsarchiven schmökern. Das hier könnte ein Anfang sein:
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Alex7734 hat geschrieben:
Und nur neben bei, Parteien in der Ukraine sind mir eigentlich völlig egal, aber wenn du dich so über die Partei der Regionen äußerst kann ich mir denken wo du her kommst. Aber ich glaube nicht, dass dir zusteht über Meinung anderer Leute oder die Wahl die sie getroffen haben zu urteilen, jeder hat seine politische Meinung und Wahlen ist eigentlich die demokratische Möglichkeite seine Meinung zu äußern. Wärst du ein gebildeter Mensch wüsstest du das, aber in deinem Verständnis muss jeder deiner Meinung sein. Und genau das meinte ich auch u.a. mit fehlender Meinungsfreihei - ihr versucht anderen die eigene aufzuzwingen.
Wenn ihnen das egal ist, wie können sie sich dann ein Urteil bilden? Mir ist z.B. aufgefallen das die Partei der Regionen bei den vorletzten Wahlen damit gepunktet hatten, dass sie die Wirtschafsprofis sind. Was es für Profis waren hat man gesehen. Beim letzten Wahlkampf kamen sie mit neuem Namen aber den selben Slogans daher. Wenn ich dann noch höre, dass sie sich als Partei des Friedens bezeichnen, dann kann ich das nur als Mist bezeichnen.
Allerdings ist meine Meinung für fast alle Ukrainer ziemlich unerheblich. Ich bin kein Oligarch, der irgendjemanden seine Meinung aufzwingen kann. Ich kann höchstens jemanden totquatschen. Aber das hilft in den seltensten Fällen.
[smilie=cool_ukr] [smilie=cool_ukr] [smilie=cool_ukr]

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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#32 Beitrag von toto66 » Freitag 14. November 2014, 19:55

paracelsus, ich schätze deine Beiträge wirklich sehr, auch wenn ich fast immer da und dort anderer Meinung bin. Die letzten Sätze deines obigen Beitrages kannst du aber bei Kenntnis über die Dinge in der UA nicht ernst gemeint haben.

IM übrigen glaube ich das die Formulierung "..hinter ihrer derzeitigen Administration stehen.." an den Tatsachen vorbei geht.
Diese Administration ist gewählt wurden. In wahlen die fairer und freier waren als alle die ich in der UA bislang erlebt habe, auch wenn sie zB deutschen Standarts vor allem vor der Wahl nun überhaupt nicht standhalten. Aber die entscheidende Frage ist doch ob man diese Administration bei Nichtgefallen wieder abwählen kann. Oder ob sie im Gegensatz zu Janukowitsch geht wenn sie spürt oder sieht das ihre Zeit abgelaufen ist. Letzteres und nicht ihre Erfolge oder Misserfolge entscheidet doch darüber ob es einen wie auch immer gearteten "Maidan 3.0" geben wird bzw. geben muss.
Ich kenne im Westen des Landes und in anderen Regionen auch viele die der derzeitigen/kommenden Regierung oder dem Präsidenten kritisch gegenüberstehen. Ich kenne auch niemanden der sich sorgt das freimütig zu äussern, auch ausserhalb der Küche.Aber die Regierung ist nicht die Ukraine. Ich kenne auch einige, die die Ukraine gern aufgäben. Aber die wohnen ganz im Osten des Landes. Unter meinen Bekannten sind viele mit polnischen oder ungarischen Ausweisen. Keiner, nicht einer von denen stellt gedanklich die Ukraine als Nation, als Staatsgebilde zur Disposition. Auch wenn es da sicher, wie ich weiss gerade unter den Ungarn, andere Ansichten gibt. Aber diese sind weit davon entfernt Mehrheiten zu haben ( wobei sich das sicher von Städtchen zu Städtchen und Dorf zu Dorf unterscheiden kann, weshalb ich meinte du kannst den obigen Gedanken in seiner Konsequenz nicht ernst gemeint haben).
Halten wir doch einfach mal fest: hätte sich Janukowitsch als Demokrat gezeigt und spätestens als immer mehr Regionen des Landes ihm die Gefolgschaft verweigerten seinen bündnispolitischen Kurs aufgeschoben und zügige Neuwahlen angesetzt dann hätte es alle folgenden Eskalationen nicht gegeben. Na gut, die im Osten uU vielleicht schon, denn da sass nach meiner Überzeugung der Kreml und sein Geheimdienst am Auslöser. Warum der Plan, den es mMn da gibt dilletantisch ist kannst du bei Gelegenheit vielleicht mal erklären.
Abschliessend:"Diese neue Ukraine" gibts doch noch gar nicht, das es sie nicht geben soll ist doch einer der Gründe der russischen Intervention. Die Kräfte der sich organisierenden Zivilgesellschaft quasi auf den Krieg, auf die äussere Bedrohung umzulenken ist nach meinen Beobachtungen gut gelungen. Die Leute, die sich mit Korruption und ihrer Bekämpfung und anderen innenpolitischen Dingen beschäftigen wollten sammeln heute Spenden für die Armee.
Man muss halt auch mal zugestehen das die Aufgabe für die Regierung bei diesem Erbe eh riesig war, solange die Orks durch die Ostukraine trampeln ist sie einfach gigantisch.

Ich habe heute früh im Süden Frankreichs zusammen mit 2 russischen Freunden im DLF ein Interview mit N. Röttgen gehört. Er sagte darin die deutsche Politik müsse aufhören die Lage im Osten der Ukraine schönzureden. Er meinte damit die Rolle Russlands dort und ihre alleinige Entscheidungsgewalt darüber ob die Lage dort eskaliert oder deekaliert deutlich zu benennen. Er sagte, es sei ein Fehler gewesen den Vertrag von Minsk als Fortschritt oder Erfolg zu werten. Er meinte, der Vertrag sei ausschliesslich ein Erfolg für Russland gewesen, dem es damit gelungen sei einen europäischen Konflikt zu regionalisieren. Usw.
gesucht und gefunden:
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"Meine" Russen waren fast durchgängig am Nicken. Er hat es verstanden,sagten sie, die Ukraine kann machen was sie will, der Krieg endet erst wenn Putin das möchte.

auch das lief heute:
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Im übrigen, weil ich an anderer Stelle eine Debatte darüber las hier im Forum, in der die Begriffe lustig durcheinander gingen: Der Maidan hat eine Dezentralisierung der Macht gefordert. Keine Föderalisierung. Die Separatisten forderten eine Föderalisierung mit Elementen die weit über das hinausgänge als das was wir in Deutschland zB haben. Nämlich auch jene Kernbefugnisse Aussenpolitik, Sicherheitspolitik, Aussenwirtschaftspolitik zu "föderalisiern". Aber das ist eh Geschichte. Mit den Orks kann man nicht verhandeln.
Wozu eine "Föderation", wenn man eh nicht die Absicht hat einen Konsens zu finden oder sich Mehrheiten zu beugen ?

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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#33 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 15. November 2014, 00:00

Für alle, die die Augen immer noch vor Offensichtlichem verschließen:


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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#34 Beitrag von toto66 » Samstag 15. November 2014, 10:34

passt dieses dazu:
Putin Sends His 'Leopard' to the Battlefield of Eastern Ukraine
Sophisticated Russian weapons have been spotted near Donetsk, signaling a dangerous new phase in the conflict may be underway.

Russia's invaded Ukraine -- again. Though this time, it appears to be moving in weapons systems hitherto unseen on the battlefield, signaling perhaps the next, more deadly, phase in a six-month war which Vladimir Putin's government continues to deny it is a party to.

The Interpreter reported on Wednesday that two different journalists documented new and advanced weapons systems in eastern Ukraine: Menahem Kahana took a picture showing a 1RL232 "Leopard" battlefield surveillance radar system in Torez, east of Donetsk; and Dutch freelance journalist Stefan Huijboom snapped these pictures, which show the 1RL232 traveling with the 1RL239 "Lynx" radar system -- as well as what looks like a mobile command unit and escort.

Military experts tell us that these vehicles are potent additions to the arsenal of the Russian-backed separatists. These armored and weaponized radar systems are meant to operate just behind front lines to track the movement of enemy convoys, troops, incoming artillery fire, and even low-flying aircraft (helicopters or drones). They also act as a precision targeting system, meaning that

Russian-backed fighters will be able to transform crude artillery and Grad rockets into more devastating munitions

Russian-backed fighters will be able to transform crude artillery and Grad rockets into more devastating munitions, while simultaneously granting those fighters a better a tactical assessment of the battlefield beyond their line of sight. In fact, the 1RL232 is capable of detecting targets in the air, land, and sea that are up to 40 kilometers away.

This ground surveillance radar is made even more effective when it is paired with advanced anti-aircraft weapons like the Buk system, a highly sophisticated long-range anti-aircraft weapon that almost certainly shot down Malaysia Airlines Flight MH17 last July, or the Strela-10, a short-range armored anti-aircraft system, which the Russian-backed separatists have had since late June or early July.
...
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World View: Russia and Ukraine Prepare for War in East Ukraine
Russian troops in East Ukraine bring along new advanced weapons systems
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Ich möchte hinzufügen das ich es für vollkommen ausgeschlossen halte das Russland solche Waffensysteme in die Hände von Paramilitärs und/oder irgendwelcher Kosakentruppen gibt.

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Kolobok
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Re: Ukraine-Krise und Propaganda: Bestätigten Meldungen zufolge...

#35 Beitrag von Kolobok » Freitag 28. November 2014, 18:57

Kolobok hat geschrieben: Wegen mir könnt ihr weiter warten bis Putler zugibt, dass er 30000 Mann zum Wohle der Ukraine und des gesamten Weltfrieden in die Ukraine schickt. Ich bin mir sicher, die sind schon da und mir ist es langsam zu blöd immer und immer wieder darüber zu diskutieren.
Ich muss zugeben dass, als ich vor gut zwei Wochen die Zahl 30000 nannte, diese mehr aus einem Ärger auf die Putinversteher aus mir rausplatzte, als dass ich sie tatsächlich hätte belegen können. Aber das Schicksal meint es gut mit mir und schickte mir zur Unterstützung die russischen Kommunisten, die genau diese Zahl nennen!
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Die sind da zwar nicht so direkt wie ich. Es geht ihnen eher um eine Gesetzesgrundlage die den russischen Söldnern in der Ukraine einen besonderen Status verpassen soll, der unterstreicht dass diese dort die Interessen Russlands vertreten. Dabei wird die Zahl von 30000 russischen Söldnern genannt!

Es ist in Russland sowieso so ein Problem, ein Söldner zu sein. Denn eigentlich ist dieses auch nach russischem Recht strafbar. Allerdings ist man erst ein Söldner, wenn man wegen materieller Interessen im Ausland kämpft. Was allerdings schwierig nachzuweisen ist. Außerdem ist man in einer Zwickmühle. Einerseits würde man ja so gerne die verräterischen Russen bestrafen, die da an der Seite der Ukrainer kämpfen. Aber was ist mit den 30000 Söldnern die an der Seite der Terroristen kämpfen und sich um die Interessen Russlands verdient machen? Deshalb werden neue Gesetzesvarianten diskutiert, die solche präzisen Formulierungen wie "destruktive Kräfte, die eine Gefahr für die Menschheit darstellen und Normen der Menschlichkeit verletzen" enthalten [smilie=dash2.gif] Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
[smilie=cool_ukr] [smilie=cool_ukr] [smilie=cool_ukr]

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