Allgemeines Diskussionsforum | Ukraine zur EU oder RUssland ???

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EUkraine
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Ukraine zur EU oder RUssland ???

#1 Beitragvon EUkraine » Sonntag 20. September 2009, 04:08

hey,

ich würde mal gerne wissen, was Ihr zum Ukraine Kurs sagt??
Die Ukriane strebt den EU BEitritt an, sinnvoll oder nicht?
Wann glaubt Ihr kommt die Ukraine in die EU?
(Begründet bitte eure Antworten :-D )
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Handrij
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#2 Beitragvon Handrij » Sonntag 20. September 2009, 19:35

Zur EU natürlich. Russland hat nichts zu bieten, außer einer gemeinsamen Vergangenheit. Das Leben der Ukrainer ist so oder so bereits auf Europa ausgerichtet. Alle wollen europäische Werte (was auch immer das sein mag), europäische Waren und "Jewroremont" und die Europäer können immer billige Arbeitskräfte - illegalisierte sind natürlich noch billiger - und ein paar Absatzmärkte mehr gebrauchen. Ich sehe auch keine ernstzunehmende politische Kraft in der Ukraine, die nicht nach Europa will. Selbst die Partei der Regionen hat nichts gegen die EU. Ob es dazu kommen wird ist schwer zu sagen (haha, die Zukunft), denn vieles hängt weniger von der Ukraine, als vom Zustand der EU ab. Wie wird diese die Krise meistern, wird es eine EU nach der Krise geben, wird es ein "Nach-der-Krise" geben usw. Für den WTO-Beitritt hat die Ukraine ja 15 Jahre oder so gebraucht. Wenn es in diesem oder dem nächsten Jahr zum Assoziierungsabkommen mit der EU kommt und man dies als Startpunkt für ernsthaftere Beitrittsverhandlungen ansieht, sind 15 Jahre wohl mindestens zu sehen. Also nicht vor 2025. Juschtschenko hatte ja mal die 2015 ins Spiel geworfen. Nunja, jedenfalls führt IMHO kein Weg zurück zu Russland.
Btw. eventuell bereitet ja Klein-Russland die Europäisierung Groß-Russlands vor, aber ob man das noch erleben wird ;)

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paracelsus
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#3 Beitragvon paracelsus » Montag 21. September 2009, 16:02

Ukraine zur EU oder Russland? Kann bzw sollte diese Frage überhaupt beantwortet werden? Ist es nicht viel sinnvoller darüber nachzudenken, wie den Menschen ein Leben in relativem Wohlstand, einhergehend mit bürgerlichen Freiheiten und verlässlicher Rechtsstaatlichkeit ermöglicht werden kann?

Trotz Versprechungen in den EU-Staaten, erscheint mir eine EU-Vollmitgliedschaft in den nächsten beiden Jahrzehnten eher unwahrscheinlich. Gerade jetzt, in der Nach-Bush-Zeit, sowie den erst noch anstehenden, sozialen Auswirkungen der Wirtschaftskrise innerhalb der EU.
Die Türkei führt beispielsweise schon seit fast 10 Jahren den Titel eines Beitrittskandidaten, seit 1996 gilt durch das Zollunion-Abkommen bereits europäisches Wirtschaftsrecht in der Türkei und das "Ankara-Abkommen" ist gar schon 36 Jahre alt. Trotzdem wird noch sehr viel Wasser den Rhein runter fliessen, bis die Türkei Vollmitglied werden kann/wird. Darum glaube ich, dass alle ukrainischen Beitrittsträume auf lange Sicht Träume bleiben. Und als so schlimm, wäre ich Türke oder Ukrainer, würde ich das nichtmals empfinden.

Wenn heute z.B. in Griechenland wegen eines EU-Beitritts abgestimmt würde, ich wäre mir fast sicher, dass selbst dort die EU-Zustimmung getrübt ausfallen würde.

Märkte sind natürlich immer interessant, nur dazu bedarf es keiner EU-Mitgliedschaft des Absatzmarktes. Als verlängerte Werkbank ist doch der produzierenden Wirtschaft ein Arreal ausserhalb der europäischen Gesetzgebung nicht unlieb - solange dort gesicherte Verhältnisse herrschen. Und genau dahin muss sich die Ukraine bewegen. Wobei anzumerken bleibt, dass nicht zwangsläufig bürgerliche Demokratien nach westlichem Vorbild zu den "Werkbankstaaten" gehören müssen.

Von Soros-Stiftungen (wobei ich Soros sogar schätze) finanzierte NGOs befördern mitunter eine scheinbare Demokratisierung der Medien, führen sogar zu Regierungswechseln, nicht aber unbedingt zu einem anderen Staat mit vollzogenem Paradigmenwechsel. Dazu bedürfte es einer ethischen Veränderung der Eliten. Die "Bunten Revolutionen" haben jedenfalls keine neuen Eliten hervorgebracht....... .
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Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
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Hartmut
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#4 Beitragvon Hartmut » Donnerstag 24. September 2009, 23:06

Wer strebt dieses nicht an? Es gibt ein Land, welches dieses schon fast 40 Jahre anstrebt. Es gibt Länder die streben noch nicht so lang, streben weiter, geben die Hoffnung nicht auf. Ich bin mir sicher, dass die Ukraine und Russland irgendwann der EU angehören an.
Leider aber nicht in naher Zukunft. Beide Länder erfüllen die geforderten Kriterien / Richtlinien der EU nicht. Die erweiterte EU hat mit sich genug zutun. Egal was es für Belange sind. Aufnahmen von anderen Ländern in naher Zukunft wären für die EU ohne wenn und aber ein Hemmschuh.
Wenn der Ukrainische Staat den Nachfahren der Wolhyniendeutschen den ihnen zustehenden Grund und Boden, welche die Vorfahren 1940 gegen ihren Willen zurück lassen mussten unkompliziert und ohne Vorbedingungen Rückübertragen würden, wäre dieses für mich kein Problem. Ich würde die Rückübertragung annehmen.
Ich würde dann den sofortigen Beitritt begrüßen.
Man ist sich sicherlich bewusst, bevor sich die Ukraine und Russland als vollwertige Mitglieder der EU betrachten können gilt es noch viel Arbeit zu erledigen.
Für Vorurteile und Voreingenommenheiten, sowie Hasstiraden sollte in der EU kein Platz sein. Wie gesagt, man hat mit sich genug zutun.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#5 Beitragvon ua-sports » Freitag 9. Oktober 2009, 18:54

Jede Medaille hat zwei Seiten.

Einmal in der EU, dann wäre etwas Hilfe von den EU sicher. Alle Menschen sollten friedlich miteinander leben können auch über bestehende Grenze. Egal ob EU , oder Russland oder China über herscht das Kapital und der Kapitalismus und die Ellenbogengesellschaften haben alle Ihre negative seiten.

ABER ! die WEST-GROSS-KONZERNE wollen die Ukraine NUR zum neuen ABSATZmarkt machen und das würde der eigenen Produktion nicht gut tun. Die Ukraine sollte nicht die weltweite Wirtschaftskrise weltweit nutzen um Ihren Stolz zu verlieren!

ABER es sollte endlich mal die Korruption im eigenen Laden bekämpft und sich um die wirklichen probleme des Volkes kümmern! Die gewählten Parlamentarier sollten mal den Willen des Volkes umsetzen ( Sorry in Deutschland gibt da auch Probleme damit!) oder es zeigen es um setzen zu wollen.

Warum verhandelt die Regierung mit einigen Staaten wie Kanada, Thailand über Freihandelzonen ?
Aus welchem Grund?

Die UA-Regierung sollte erst mal bestehend Gesetze, wie z.B. Einfuhr und Ausfuhrgesetze überarbeiten. EINE KATASTROPHE ! Geschenksendung in die Ukraine 3 Wochen , 5 Stempel und nur Ärger! WAU das ist SUPER ! Geburtstagsachen kamen 2 Wochen später !

Zum andern wäre eine normale Öffnung im VISA-Verkehr und schnellere und einfache Bearbeitung für alle Seiten sehr zu begrüssen!

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ua-sports
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#6 Beitragvon ua-sports » Samstag 10. Oktober 2009, 21:41

Mögliche Vorteile eines ukrainischen Beitritts für die EU
* Die EU gewinnt an Größe und somit Einfluss, gerade in östlicher Richtung.
* Eine durch einen EU-Beitritt stabilisierte Ukraine liegt im Interesse der EU.
* Die Ukraine stellt mit 46 Millionen Einwohnern einen großen Markt mit (noch) geringer Kaufkraft, aber großem Nachholbedarf dar.
* Mit ihren engen Verbindungen zu Russland könnte eine durch die EU westlich-demokratisch geprägte Ukraine positiv auf Russland einwirken.
* Die Energieversorgung Europas würde an Stabilität gewinnen. Mit rund 80% ist die Ukraine der mit Abstand wichtigste Transitstaat für Erdöl und Erdgas aus Russland und den zentralasiatischen Ländern.
* Die Ukraine ist im Vergleich zu den meisten EU-Ländern ein relativ rohstoffreiches Land und die EU könnte so ihre Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern. (Die Ukraine verfügt unter anderem über eine der größten Eisenreserven der Welt.

Mögliche Nachteile eines ukrainischen Beitritts
* Die Spannungen innerhalb der Ukraine könnten sich verstärken, da sich der Osten des Landes, der sich eine engere Beziehung zu Russland wünscht, durch einen Beitritt zur EU isoliert sähe.
* Der Nationalismus in einem sich immer mehr an den Rand gedrängt fühlenden Russland könnte weiteren Auftrieb erhalten.
* Der Beitritt wäre mit enormen Kosten für die EU verbunden.

Das ist die Sichtweise der EU sicherlich nicht der Ukraine (?)

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paracelsus
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#7 Beitragvon paracelsus » Montag 12. Oktober 2009, 16:39

ua-sports hat geschrieben:


Warum verhandelt die Regierung mit einigen Staaten wie Kanada, Thailand über Freihandelzonen ?
Aus welchem Grund?



Um Handelshemmnisse zu beseitigen. Die Industriestaaten innerhalb der EU und - besonders - Deutschland leben u.a. vom freien Welthandel. Freihandelsabkommen wie auch die WTO befördern nunmal die Globalisierung.

Die EU-Mitgliedschaft bleibt eine andere Liga. Für eine Mitgliedschaft muss ein Staat die drei "Kopenhagener Kriterien" erfüllen:

1. Das "politische Kriterium": Institutionelle Stabilität, demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, Wahrung der Menschenrechte sowie Achtung und Schutz von Minderheiten.

2. Das "wirtschaftliche Kriterium": Eine funktionsfähige Marktwirtschaft und die Fähigkeit, dem Wettbewerbsdruck innerhalb des EU-Binnenmarktes standzuhalten.

3. Das "Acquis-Kriterium": Die Fähigkeit, sich die aus einer EU-Mitgliedschaft erwachsenden Verpflichtungen und Ziele zu eigen zu machen. (Übernahme des gesamten gemeinschaftlichen Rechts, des "gemeinschaftlichen Besitzstandes ").

Um diese Kriterien zu erfüllen benötigt der beitrittswillige Staat halt in der Regel Zeit. Der eine weniger; die Schweiz oder Norwegen könnten vermutlich sofort beitreten. Und der andere halt etwas länger, so wie die Türkei. Wobei Schweiz und Norwegen bereits zu den Schengen-Staaten gehören und wirtschaftlich über EWR/EFTA verküpft sind.

Wie lange die Ukraine für eine EU-Mitgliedschaft brauchen würde, hängt doch vor allem von der Ukraine und den Menschen darin ab. Vor einem Beitritt steht ein riesiger Berg zu erledigender Hausaufgaben an. Ich gestehe aber, wenn die Ukraine über begehrenswerte Resourcen (Öl und Gas) verfügen würde, wäre der Pkt. 2 leichter zu erfüllen als durch "Schwarze Erde" oder Eisen- und Kohlevorkommen.

Ich glaube die Zeit der politischen Zugeständnisse bei der Kriterienbetrachtung ist spätestens seit der Finanzkrise vorbei.
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EUkraine
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#8 Beitragvon EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 05:08

>>>Wie lange die Ukraine für eine EU-Mitgliedschaft brauchen würde, hängt doch vor allem von der Ukraine und den Menschen darin ab. Vor einem Beitritt steht ein riesiger Berg zu erledigender Hausaufgaben an. <<<

Das sehe ich ganz anders.
Es hängt nicht von der Ukraine sondern von der EU ab. Lässt man Ukraine im dunklen Wald rumirren und in die Fänge Russlands dann hat Russland geschafft was es wollte.
Ich gehe weiter und sage es ist Deutschland Frankreich und Italien die gegen den Beitritt der Ukraine bzw. gegen den Beitrittskandidatenstatus sind. Diese 3 Staaten sind genauso Stimmkräftig wie der Rest der EU und alle tun das was Russland sagt, genau wegen den Ressorcen.
Warum die Türkei unterstützt wird mit 85Mio. € jedes Jahr und andere Projekte der EU und der Ukraine 225Mio. in 10 Jahren gibt bleibt mir ein Rätsel.
Ukraine ist ein christlicher demokratischer Rechtsstaat. Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit. Mit der Hilfe der EU würden alle Probleme geregelt werden.
DIe Türkei ist zu 5% europäisch. DIe hauptstadt ist in Asien. Es ist ein Islamischer Staat. Die Türkei ist außerdem kein Rechtsstaat und hat noch ganz viele Probleme wie: Zypernfrage, Kurdenfrage, Armienienkonflikt, Analphabetenrate, Infrastruktur etc.
Dann fragt man sich: will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland) oder will man mit dem Beitritt der Türkei alles durcheinanderbringen und ins ungleichgewicht schauckeln.
Die EU sollte die Stimmen besser verteilen. Das Italien ein Korrupter Staat ist das ist klar. Das Barlusconi alles macht was Putin sagt, weiß man auch. Das Merkel auch bloß niemanden aufregen will ist verständlich ;D .
Für die Ukraine sind GB Polen Schweden Lettland Litauen Estland Tschechien...
Für die Türkei ...........

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#9 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 27. Oktober 2009, 09:05

@EUkraine
"Lässt man Ukraine im dunklen Wald rumirren und in die Fänge Russlands dann hat Russland geschafft was es wollte"Dass die Ukraine im dunklen Wald umherirrt, ist ganz allein ihre eigene Schuld. Sie wird seit Jahren von Beratern aus Westeuropa unterstützt und von den Unsummen an finanziellen Zuwendungen sprechen wir da gar nicht. Wenn man so beratungsresistent wie die Ukraine ist, die das Rad neu erfinden will und dabei ein quadratisches rauskommt, sollte man nicht die Schuld auf Russland schieben, sondern mal in sich gehen.

"Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit."Das ist die Untertreibung des Jahres! Die Infrastruktur reicht nicht mal für die Ausrichtung einer Fußball-EM. Wirtschafts- und Politiklage siehe oben und auf andere Länder mit dem Finger zu zeigen wegen der Korruption, das ist einfach lächerlich. Gegenüber der Ukraine ist das, was in Italien passiert, Kindergarten.

"will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland)"
Wie blind muß man eigentlich sein, um so etwas zu schreiben?
Irland hatte ganz andere geschichtliche und gesellschaftliche Voraussetzungen und nicht zu vergessen eine stabile Regierung mit wirtschaftlichem Sachverstand.
Und was die Länder der EU betrifft, sie haben im Moment selbst große Herausforderungen zu meistern und jeder Euro, der in ein Faß ohne Boden gesteckt wird, schwächt die EU und trotzdem wird die Ukraine weiter unterstützt.

Zeigt also nicht immer mit dem Finger auf Andere, sondern besinnt euch auf eure eigenen Kräfte (Dankbarkeit erwarten wir ja nichtmal).

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#10 Beitragvon apparatschik » Dienstag 27. Oktober 2009, 11:43

EU heisst auch: Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Süditalien etc. Die allgemeine Verfasstheit dieser Staaten und Regionen scheint mir nicht allzuweit von der ukrainischen Realität entfernt. Wer sich noch mehr Mühe gibt, wird in der EU überall - je nach Rechercheaufwand - ein bisschen oder ganz viel „Ukraine“ entdecken können.

Insofern ist es schon merkwürdig, die Unzulänglichkeiten der Ukraine als Nicht-EU-konform zu bezeichnen.

Ich bin kein Ukraine-Liebhaber. Aber für mich ist die Ukraine zweifellos Europa und ein EU-Beitritt der Ukraine muss eines der mittleren oder ferneren Ziele der EU sein, von dem, abseits des schwer zu prognostizierenden Zeitrahmens, nicht abgewichen werden darf. Ebenso kann nicht ignoriert werden, dass bei allen substanziellen Verhandlungen zu diesem Thema Russland unsichtbar mit am Tisch sitzt. Man kann damit aber umgehen, wenn man ein gutes aussenpolitisches Konzept hat. Die offizielle Bundesrepublik Deutschland hat bis dato in Bezug auf die Ukraine leider gar keines.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#11 Beitragvon paracelsus » Dienstag 27. Oktober 2009, 12:15

Eigentlich könnte ich Sonnenblumes Meinung unterstreichen. Dennoch ein paar kleine Anmerkungen meinerseits ;)

EUkraine hat geschrieben:Das sehe ich ganz anders.
Es hängt nicht von der Ukraine sondern von der EU ab. Lässt man Ukraine im dunklen Wald rumirren und in die Fänge Russlands dann hat Russland geschafft was es wollte.

Warum immer diese Russophobie.............? Vor einer EU-Mitgliedschaft steht die Erfüllung der "Kopenhagener Kriterien". Davon ist die Ukraine m.E. ein kleines bis mittleres Äon entfernt.
Die EU unterstützt die Ukraine mit Tat, Rat und Geld dabei; aktuell ist gerade das Assozierungsabkommen "östliche Partnerschaft" ins Leben gerufen worden.

EUkraine hat geschrieben: Ich gehe weiter und sage es ist Deutschland Frankreich und Italien die gegen den Beitritt der Ukraine bzw. gegen den Beitrittskandidatenstatus sind. Diese 3 Staaten sind genauso Stimmkräftig wie der Rest der EU und alle tun das was Russland sagt, genau wegen den Ressorcen.


Verwechsel nicht Einfluss mit Stimmrecht. Und ich glaube ebenso wenig, dass Deutschland macht, was Russland wünscht. Ich glaube, selbst in diesem Land herrscht mehr Angst vor dem Russischen Bären als dieser verdient.

EUkraine hat geschrieben: Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit.


Einverstanden, denn genau dies ist der Grund, warum noch eine sehr lange Zeit bis zu einem möglichen Beitritt vergehen wird.

EUkraine hat geschrieben: Mit der Hilfe der EU würden alle Probleme geregelt werden.


Hilfe ist nur als Hilfe zur Selbsthilfe zieltragend. Dafür gibt es halt die "Assozierungsabkommen".

EUkraine hat geschrieben: Dann fragt man sich: will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland) oder will man mit dem Beitritt der Türkei alles durcheinanderbringen und ins ungleichgewicht schauckeln.


Was hat die Türkei mit einem EU-Beitritt der Ukraine zu tun? Ich habe das Beispiel Türkei nur deswegen genannt, weil es zeigt wieviel Zeit vergehen kann und selbst nsch dieser langen Zeit ein Beitritt immer noch in den Sternen steht. Ich glaube einfach, beide Staaten werden sich nicht in absehbarer Zeit als Vollmitglieder der EU wiederfinden.

Eine Anmerkung zu Irland. Das 4,5 Mio-Volk wandelte sich seit dem EU-Beitritt in 1973 tatsächlich vom Armenhaus Europas zu einem "reichen" Dienstleistungsstaat. Warum? Nicht zuletzt durch seine Eigenschaft als Steuerparadies.
Selbst nach Ablauf des vereinbarten "Steuerprivilegs" in 2006 erhebt Irland nur 12,5% Unternehmenssteuer. Schau Dir mal die Dependancen in den "Dublin Docks" an.
Einige Änderungen an den "Abgabenverordnungen" der europäischen Industriestaaten sind eine Folge der verlagerten "Investmenttätigkeiten" europäischer Grosskonzerne ins Steuerparadies Irland.

EUkraine hat geschrieben: Das Barlusconi alles macht was Putin sagt, weiß man auch. Das Merkel auch bloß niemanden aufregen will ist verständlich ;D .
Für die Ukraine sind GB Polen Schweden Lettland Litauen Estland Tschechien...
Für die Türkei ...........


Auch wenn ich mich wiederhole: Es geht nicht um die Aufnahme-Alternative Ukraine oder Türkei. Es geht um die Frage "Beitrittsreif ja/nein". Vermutlich wird Island das nächste EU-Mitglied. Die Finanzkrisenauswirkungen wiegen schwerer als Fischereirechte :(
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#12 Beitragvon EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 17:51

>>>Wenn man so beratungsresistent wie die Ukraine ist, die das Rad neu erfinden will und dabei ein quadratisches rauskommt, sollte man nicht die Schuld auf Russland schieben, sondern mal in sich gehen.<<<
------------------------------------------

Russland mischt sich in die Angelegenheit eines Suveränen Staates ein. Der Gaskonflikt und der Georgien Krieg;
zuerst der Gaskonflikt: In diesem Konflikt haben russische Medien die Behauptung aufgestellt, die Ukraine würde das Gas abzapfen und die Weiterleitung blockieren. Die Ukraine hat dann EU-Kontrolliere zu sich bestellt und diese haben festgestellt das das Gas von Russland nicht weitergeleitet wird und jetzt kommt der Klu> Russland hat das auf eine Technische Störung geschoben

Jetzt Georgien: Russland hat Ukraine beschuldigt Waffen an Georgien geliefert zuhaben (ein Embargo gegen Georgien liegt nicht vor, somit wäre das auch keine Straftat seitens der Ukraine). Die Beschuldigung kam während der NATO Frage, so ein Zuffall. Jetzt will Russland davon kaum was wissen und die Behauptung wurde nicht bewiesen.
(übrigens: persönlich halte ich Georgien für den der angefangen hat, wobei das von Russland alles gut durchplant war, da die Friedenstruppen in Zhinwali russische Pässe verteilten und später Lawrow gesagt hat: Wir müssen unsere Bevölkerung vor dem georgischen Aggressor schützen.)

Mir fällt noch der Brief von Medwedew ein: Dieser hat erst den Holodomor 1922/23 geleugnet. Diese Hungersnot wäre nicht nur in der Ukraine da. Dann der Brief kurz vor Beginn der Präsidentschaftswahlen 2010 wo er eine Beschuldigung nach der anderen gegen Juschtschenko vorgeworfen hat. Zuletzt noch Diplomaten nicht aussenden will, bis es eine neue Führung in Kiew gibt.

Ich könnte Stundenlang so weiter machen. Russland mischt sich sehr wohl noch ein, den Russland hat ein Trauma nach der SU und sieht Ukraine als seine Einflusszone.

-----------------------------
>>>"Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit."Das ist die Untertreibung des Jahres! Die Infrastruktur reicht nicht mal für die Ausrichtung einer Fußball-EM. Wirtschafts- und Politiklage siehe oben und auf andere Länder mit dem Finger zu zeigen wegen der Korruption, das ist einfach lächerlich. Gegenüber der Ukraine ist das, was in Italien passiert, Kindergarten.<<<

Richtig! Ich möchte zeigen was für Schurkenstaaten es in der EU gibt.

......................................
>>>"will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland)"
Wie blind muß man eigentlich sein, um so etwas zu schreiben?
Irland hatte ganz andere geschichtliche und gesellschaftliche Voraussetzungen und nicht zu vergessen eine stabile Regierung mit wirtschaftlichem Sachverstand.
Und was die Länder der EU betrifft, sie haben im Moment selbst große Herausforderungen zu meistern und jeder Euro, der in ein Faß ohne Boden gesteckt wird, schwächt die EU und trotzdem wird die Ukraine weiter unterstützt.<<<
------------------------

Ok, mit der Irischen Gesellschaft glaub ich dir, da ich mich nicht damit befasst habe.
Die Ukraine ist der GRÖßTE Europäische Staat (Agra). Wie Tymoshenko schon gesagt hat; Die Ukraine war die Kornkammer Russlands, warum jetzt nicht Europas?! Dieser Staat hat ein riesiges Potential, aber auch sehr große Probleme die ich schon genannt habe. Warum sollte man in die Türkei soviel investieren wenn die Ukraine kulturell Geografisch und rein aus Potential attraktiver ist?

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#13 Beitragvon EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 18:01

apparatschik hat geschrieben:EU heisst auch: Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Süditalien etc. Die allgemeine Verfasstheit dieser Staaten und Regionen scheint mir nicht allzuweit von der ukrainischen Realität entfernt. Wer sich noch mehr Mühe gibt, wird in der EU überall - je nach Rechercheaufwand - ein bisschen oder ganz viel „Ukraine“ entdecken können.

Insofern ist es schon merkwürdig, die Unzulänglichkeiten der Ukraine als Nicht-EU-konform zu bezeichnen.

Ich bin kein Ukraine-Liebhaber. Aber für mich ist die Ukraine zweifellos Europa und ein EU-Beitritt der Ukraine muss eines der mittleren oder ferneren Ziele der EU sein, von dem, abseits des schwer zu prognostizierenden Zeitrahmens, nicht abgewichen werden darf. Ebenso kann nicht ignoriert werden, dass bei allen substanziellen Verhandlungen zu diesem Thema Russland unsichtbar mit am Tisch sitzt. Man kann damit aber umgehen, wenn man ein gutes aussenpolitisches Konzept hat. Die offizielle Bundesrepublik Deutschland hat bis dato in Bezug auf die Ukraine leider gar keines.


Sehr guter Beitrag! Zum letzten Satz: Die FDP befürwortet eine langfristigen Beitritt der Ukraine und zum Glück ist Westerwelle Außenminister. Ich glaube nicht das er was großes schafft, aber ich hoffe das er ein Zeichen setzt die Ukraine vor Russland zu schüten!
Ich rede soviel von Russland, den Russland ist eine riesengefahr und wenn man so Putin zuhört dann bekommt man ein kribbeln. Ein Zitat von Putin: Sollte die Ukraine der NATO sich anschließen wird RUssland mit Atomwaffen darauf antworten. DAS HABE ICH LIVE auf dem ersten Kanal von IHM gehört, wer aber das nachlesen möchte: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#14 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 27. Oktober 2009, 18:47

@EUkraine,
schön, dass Sie den Link gebracht haben.
Putin hat nicht gesagt, er wird mit Atomraketen antworten, sondern er wird Atomraketen an der Grenze stationieren.
In dem Artikel steht weiterhin wörtlich: "Das Gesuch des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko (der Held der »Orangenen Revolution«), sein Land im Laufe der kommenden Monate in die NATO zu führen, bedeutet mehr als eine außergewöhnliche Provokation gegen Russland. Es kann zum Stolperdraht für einen neuen Krieg auf dem europäischen Kontinent werden. "
Für mich ist die Schlußfolgerung aus dem Artikel, das VJ in unverantwortlicher Weise Russland provoziert und es auch der Besonnenheit Deutschlands und Frankreichs zu verdanken ist, dass die Lage nicht eskaliert. Und das ist nicht erst seit Juni 2008 so, aus dem der Artikel ist.
Ich möchte daran erinnern, dass die Mehrzahl der Ukrainer gegen einen Natobeitritt ist und für ein gutes Verhältniss zu Rußland!

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EUkraine
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#15 Beitragvon EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 19:11

Sonnenblume hat geschrieben:@EUkraine,
schön, dass Sie den Link gebracht haben.
Putin hat nicht gesagt, er wird mit Atomraketen antworten, sondern er wird Atomraketen an der Grenze stationieren.
In dem Artikel steht weiterhin wörtlich: "Das Gesuch des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko (der Held der »Orangenen Revolution«), sein Land im Laufe der kommenden Monate in die NATO zu führen, bedeutet mehr als eine außergewöhnliche Provokation gegen Russland. Es kann zum Stolperdraht für einen neuen Krieg auf dem europäischen Kontinent werden. "
Für mich ist die Schlußfolgerung aus dem Artikel, das VJ in unverantwortlicher Weise Russland provoziert und es auch der Besonnenheit Deutschlands und Frankreichs zu verdanken ist, dass die Lage nicht eskaliert. Und das ist nicht erst seit Juni 2008 so, aus dem der Artikel ist.
Ich möchte daran erinnern, dass die Mehrzahl der Ukrainer gegen einen Natobeitritt ist und für ein gutes Verhältniss zu Rußland!


Nun, das war der schriftliche Artikel, wort wörtlich hatte er das im Fernsehen anders gesagt!
Genau davon sprach ich in meinen Beiträgen; was erlaubt sich Russland einzumischen in die Angelegenheiten der Ukraine?
Ukraine darf und soll als suveräner Staat selbst entscheiden in welche Union es reingeht. Die NATO hat schon mehrmals bestätigt das die Osterweiterung der NATO nicht gegen Russland ist und RUssland nicht der Feind sei.
Deutschland und Frankreich haben nur Russland gehorcht!
Die Bevölkerung der Ukraine möchte merheitlich in die EU jedoch nur 33% in die NATO. Bei der NATO Frage soll aber nicht die Bevölkerung entscheiden. Der Staat muss das beste für die Bevölkerung tun, in dem Sinne wäre es der Beitritt.
Russland wäre dann entzweigt von der Ukraine und die Ukraine wäre sicher. Übrigens die Merheit der deutschen waren beim Beitritt der BRD auch dagegen ;D und heute wohl auch! DIE NATO ist ein militärisches Bündniss und da soll der Staat das entscheiden, BESONDERS in der Ukraine , da dort die russischen Medien eine anti NATO Propaganda machen.
Wenn du in einer Zentral Süd oder Ost Stadt der Ukraine bist und jmd nach NATO fragst, wirst du feststellen, das die Bürger kaum was davon wissen und wortwörtlich das übernehmen was in den russischen Medien über die NATO erzählt wird.

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paracelsus
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#16 Beitragvon paracelsus » Dienstag 27. Oktober 2009, 20:45

@EUkraine: Deine Statements wirken auf mich schon leicht chauvinistisch. Meinst Du denn wirklich, die Ukraine wäre wirtschaftlich, politisch und instutionell beitrittsreif?
Was glaubst Du hätten die Ukrainer davon? Subventionen aus EU-Töpfen?

@apparatschik: die Osterweiterung war sicherlich u.a. der Bush-Administration und deren "Kampf gegen das Böse" mitgeschuldet als auch eine Belohnung für die Beendigung des "Kalten Krieges". Nur Bush war gestern. Obama verfolgt eine andere Politik (hoffentlich). Heute scheint die Zeit der politischen Zugeständnisse bei Erweiterungen vorbei zu sein .....und ganz nebenbei fehlen auch die Mittel dazu. Die EU wird den ukrainischen Happen in seinem derzeitigen Zustand nicht schlucken wollen und können.
Einen Zeitrahmen für einen EU-Beitritt der Ukraine gibt es nicht bzw ist mir nicht bekannt. Alle zeitlichen Einschätzungen entstammen VJ`s Wunschdenken und erscheinen mir irgendwie als Rechtfertigung seiner Politik herhalten zu müssen. Das was die EU zu bieten hat, hat sie m.E. bereits gegeben, die "östliche Partnerschaft".
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#17 Beitragvon EUkraine » Mittwoch 28. Oktober 2009, 16:47

paracelsus ich habe in früheren Beiträgen erwähnt das die Ukraine so wie sie jetzt ist nicht reinkommt.
ich wiederhole: Die Ukraine hat noch starke Probleme in der Infra Struktur, Wirtschaft, Politik, und natürlich die NOCH bestehende Korruption (die hoffentlich mit Tymoshenko als Präsidentin verschwindet.

Nichts desto trotz sollte die EU insbesondere Deutschland Frankreich und Italien da mehr einwirken auf die Ukraine. Die Ukraine soll nicht sofort beitreten, aber den Beitrittstatus sollte der Staat schon erhalten.
Großbritanien Polen Tschechien Lettland Litauen Estland Slowenien Bulgarien Schweden befürworten einen langfristigen Beitritt. Deutschland hat jetzt einen neuen Außenminister, der einen langfristigen Beitritt befürwortet. Ich hoffe Westerwelle kann ein Zeichen für die Ukrainer setzen. Dieses Volk hat viel durchgemacht in der Geschichte und ist bereit wenn man Ihnen ein festes Ziel gibt sich durchzukämpfen.
Ich habe das Thema EU gründlich einstudiert. Kroatien ist der Beitrittskandidat 2010. Danach folgt warscheinlich Island Montenegro 2011/12 und 2017 Albanien. 2020 dürfte auch Serbien soweit sein. Dann wird erst über die Ukraine und Türkei entschieden, wobei persönlich denke ich das die Türkei nicht reinkommt, da dieser Staat NIE alle Kriterien erfüllen wird udn der Staat VIEL zu exotisch ist.

JETZT kommen wir zu meiner ersten Frage>>> HALTET Ihr den Kurs der Ukraine für richtig? SOllen die Ukrainer in die EU oder zu Russland oder überhaupt neutral bleiben (mit Begründung bitte :D).

Neue FRAGE: Soll die Ukriane in die NATO? Wird das die entgültige Freiheit von Russland sein? Wird sich die EU und NATO wie in Georgien Krieg aus Angst vor dem russischen Bären verstecken und daher nicht den Beitritt zulassen?
Zuletzt geändert von EUkraine am Mittwoch 28. Oktober 2009, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#18 Beitragvon paracelsus » Mittwoch 28. Oktober 2009, 19:25

EUkraine hat geschrieben:........ Frankreich und Italien haben dann nicht mehr genug Stimmen um einen Beitrittstatus für die Ukraine zu verweigern. ...........Ich habe das Thema EU gründlich einstudiert. .....


Hast aber nicht sehr gründlich studiert. Bei fundamentalen Fragen wie eine Erweiterung gilt selbst im Lissabon-Vertrag noch Einstimmigkeit [smilie=fool.gif] Übrigens sieht der Lissabon-Vertag nebenher auch noch eine Verschärfung der Beitrittskriterien voraus. ;-)

EUkraine hat geschrieben:........
Neue FRAGE: Soll die Ukriane in die NATO? Wird das die entgültige Freiheit von Russland sein? Wird sich die EU und NATO wie in Georgien Krieg aus Angst vor dem russischen Bären verstecken und daher nicht den Beitritt zulassen?


[smilie=nono.gif] Mein Gott, wieviel "Stammtisch" ist denn in dieser Frage enthalten?
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#19 Beitragvon Lutzkyj » Donnerstag 29. Oktober 2009, 13:35

Alles wertvolle Beiträge, die aufzeigen das demokratisches Grunddenken in der Ukraine sehr wohl vorhanden ist, es ist oft angezweifelt worden, jedoch wissen wir das es dieses Denken schon bei den Kosaken gab.

Ob die Ukraine in die EU gehört ist keine geografische, sondern eine rein wirtschaftspolitsche und politische Frage die nur durch Verhandlngen zwischen RU - EU - UA entschieden werden kann und wird.

Fakt ist UA ist Zentrum Europas, UA ist immer von RU beansprucht worden aus strategischem und imperialistischem Denken Moskaus und da spielte es nie eine Rolle mit welcher Politik das realisiert wurde. Mal war es der Zar, dann die Kommunisten, heute ist es der politische Enkel Stalins der unmissverständlich den Moskowitischen Imperialismus mit aller ihm zu Verfügung stehenden Gewalt durchsetzt. Dieses auch im eigenen Land, siehe Sotschi oder die letzten Wahlen in RU.

Sehen wir uns doch mal die Situation in UA an.

Alle wichtigen Media sind in RU Hand,
Telefonie, Mobiles, TV, Zeitungen, DVD, CD, KINO, Internet.

Große Industriebetriebe, handelswirtschafliche Betriebe und Strukturen sind immer noch in russischer Hand.
Die administrativen Strukturen sind immer noch größtenteils mit russofilen Kadern besetzt.
Da will der Präsident einen ukrainischen Exilpolitiker als Symbol ehren der sein Leben gegeben hat
für die Ukraine (wie viele in anderen Ländern gegen imperialistische Feinde ihr Leben verloren haben und heute Symbolfiguren sind), doch der Procuratore in Ivano-Frankiwsk besteht weiter darauf das dieser,
Stepan Bandera, ein Bandit ist!
Wem dieser Procuratore wohl dient, der Ukraine oder Moskau. Übrigens Bandera bedeutet auf italienisch = Flagge.

Es wird eine Diskussion in der Ukraine geführt ob der russischen Sprache, die angeblich bedroht ist. Das ist eine Farce, diese Sprache beherrscht das soziale und kulturelle Leben
in der Ukraine, wie es in keinem anderen Land (fast 50 Millionen Bürger) der Welt gibt das eine eigene Sprache und Kultur hat.
Versucht mal in Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien oder England anders als heimisch zu sprechen.
Nichts gegen die russische Sprache, es ist eine großer Vorteil andere Sprachen zu kennen.
Ich freue mich darüber in mehreren Sprachen kommunizieren zu können, doch ich wehre mich dagegen dieses zu müssen oder sollen, nur weil ein großer Teil der Menschen im Heimatland meiner Eltern zu dumm ist oder zu dumm-arrogant sich verhält und angeblich nur russisch sprechen kann.
Warum gibt es überhaupt diese Sprache in der Ukraine? Wieviel Blut hat es gekostet diese Sprache durchzusetzen, warum gibt es so viele Russen in der Ukraine ! Wenn diese nicht nach Europa wollen, dann bitte sehr … auswandern, zurück in Eure Rodina, ach nein, da herrscht ja schon die Putinsche Demoratur.
Übrigens eine Meisterleistung von General Putin, wie der seine Arbeit für die Imperialisten der Moskauer Nomenklatura in Russland vollbracht hat und tolle Wahlergebnisse hat er auch zählen lassen.
Sein politischer Großvater Josef wäre stolz auf ihn.

Und das wollen mehr als 50 % der Ukrainer auch für sich ?

Das mag ich nicht glauben, ich kenne die ukrainischstämmigen Ukrainer als arbeitsames und rechtschaffenes Volk das überall, egal wo auf der Welt, sich Anerkennung verschafft hat durch zielstrebiges, tolerantes, wohlwollendes und rechtmäßiges Verhalten in der Gesellschaft.
Darum auch !!! , gehören wir zu Europa und in die EU.
Die Ukrainer sind ein Slawenvolk... Die Russen sind Ugro-Finno-Tataren und brauchten die Ukraine immer als Slawisches Alibi.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#20 Beitragvon paracelsus » Donnerstag 29. Oktober 2009, 14:58

@ Lutzkyi:

Bataillon Nachtigall ick hör dir trapsen............ . Bandera bedeutet in meinem Sprachverständnis einfach nur "Faschist".

Bei diesem chauvinistischen Geschreibsel wird mir einfach nur speiübel. Zum Glück sind die allermeisten Ukrainer die ich kenne nicht so, wie der Tenor Deines Statements befürchten lassen könnte.

Die Ukraine im heutigen Territorium ist eine sowjetische Gestaltung und hat in diesen Grenzen niemals vorher existiert. Die Ukraine in der derzeitigen Bevölkerungszusammensetzung ist u.a. ein Ergebnis des 2.Weltkrieges und der Vertreibungen/Umsiedlungen. Die Polen wurden vertrieben, für die Juden erklärten sich die Nazis einst zuständig und Stalin siedelte Ukrainer aus den zerstörten Landesteilen sowie Russen an. Aber trotz allem, nun ist genau diese Ukraine Realität geworden. Bedenke, auch die Ukraine hat eine sowjetische Vergangenheit.

Wer so auf die EU schwört, der sollte doch fähig sein, 2 Landesteile mit vielleicht vorhandenen kulturellen Unterschieden unter einen Hut zu bringen ohne nationalistische Schwachheiten zu begehen. Wie sollte das denn erst in der EU aussehen?
Bei allem Respekt, die Eu besteht heute aus 27 Mitgliedsländern und hat - so glaube ich, derzeit 25 Amtssprachen mit unterschiedlichsten kulturellen Prägungen. Die EU sollte keinen Raum für Nationalismus zulassen.

Bis zur EU ist es ein weiter Weg. Es geht doch ganz einfach nur darum, dass die Ukraine erst beitrittsfähig werden muss. Das hat nichts mit Russland zu tun. Die dazugehörigen Hausaufgaben müssen die Menschen und die Institutionen in der Ukraine erledigen, erst dann kann man weiter sehen.

Ich halte Dein Statement für dumm, arrogant und provaktiv.
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#21 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 29. Oktober 2009, 16:12

Wieviele Ukrainer wie denken, zeigt die Studie, die in diesem Artikel erwähnt wird.
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Deshalb glaube ich, dass die Meiningen von Lutzkyj und EUkraine bei der Mehrzahl der Ukrainer keine Anklang findet. Leider fühlen sie sich durch die Politik der gegenwärtigen Regierung gestärkt.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#22 Beitragvon paracelsus » Donnerstag 29. Oktober 2009, 18:11

Sonnenblume hat geschrieben:......... Leider fühlen sie sich durch die Politik der gegenwärtigen Regierung gestärkt.


Regierungen wechseln - nur die Hornochsen bleiben immer Hornochsen.
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#23 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 29. Oktober 2009, 18:22

Ja man kann wohl von Ochsen nicht mehr als Rindfleisch erwarten [smilie=dntknw.gif]

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#24 Beitragvon Handrij » Donnerstag 29. Oktober 2009, 19:55

Sonnenblume hat geschrieben:Deshalb glaube ich, dass die Meiningen von Lutzkyj und EUkraine bei der Mehrzahl der Ukrainer keine Anklang findet. Leider fühlen sie sich durch die Politik der gegenwärtigen Regierung gestärkt.

Leider muss ich sagen, dass es da echt regionale Unterschiede gibt. In diesem Sommer wurde mir durch die vielen Denkmäler für die UPA, Schuchewitsch und Bandera in der Westukraine - gefühlt: jedes zweite Dorf - vor Augen geführt, dass es in bestimmten Regionen eine Mehrheitsposition ist Russland zu hassen und für alles verantwortlich zu machen, was (vermeintlich) irgendwie schiefgeht, auch wenn die Moskowiter nichts dafür können. Russophobie ist dort irgendwie bereits Tradition, mit Ausnahme der Transkarpaten. Schewtschenko (der Dichter) hat da, meines Dafürhaltens nach, einen beträchtlichen Anteil an dieser Russophobie.

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Bandera wird dadurch nicht besser, doch ist es erst einmal eine Tatsache, dass der Hitler-Stalin (besser Ribbentrop-Molotow) Pakt einige Positionen in den von der Sowjetunion besetzten Gebieten noch heute bestimmt. Die deutschen Truppen wurden in Ostpolen als Befreier begrüßt und brachten für die dort lebenden Ukrainer in der Zwischenkriegszeit erst einmal Vorteile (z. B. ukrainischsprachiger Unterricht, eigene Zeitungen usw.). Die West-Ukrainer wurden ja auch nicht umsonst als Hilfstruppen (Bataillone Nachtigall und Roland) von den Deutschen ausgewählt, da es bei ihnen wohl damals bereits einen signifikanten Anteil an Polen-, Russen und vor allem Judenfressern gab. Die Zuspätgekommenen (beim Nationenbauen) müssen sich wohl durch besondere Rigidität in Bezug auf "das Blut" auszeichnen. Deutschland war da ein schlechtes Vorbild ...

Die Verehrung der SS-Division "Galizien" spricht auch für sich. Es ist ein Skandal ohne Gleichen und muss Juschtschenko direkt angekreidet werden, dass es Plakate in Lwiw und anderen Städten der Westukraine anlässlich des Gründungstages dieser Division von "Freiheits- und Unabhängigkeitskämpfern" gab. Sehr beliebt bei den Revisionisten ist immer die Ausrede, dass SS für Sitschowi Stril'zi/Sitscher Schützen (Січові стрільці) steht und nicht für Schutzstaffel. Warum dies dann mit den typischen SS Runen geschrieben wurde, bleibt ihr Geheimnis.

Bezeichnend bei diesem Nationbuilding ist auch, dass die Wahl bei der Suche nach nationalen Helden auf Faschisten und Antisemiten fiel und nicht auf den Anarchokommunisten Nestor Machno. Der lässt sich wohl nur schlecht ethnonational vereinnahmen.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#25 Beitragvon EUkraine » Donnerstag 29. Oktober 2009, 23:53

Ich weiß ehrlich nicht, wie IHR alle so Ignorrant seid?
Russland hat an der Gestaltung der Ukraine während der ganzen Zeit bis 2004 mitgestaltet (negativ gemeint)

Hier ein weiterer Beitrag vom Onkel Putin ;D
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Ich begrüße nicht das Nationaldenken in Lwiw, aber das ist die Folge der sowjetischen Aggressionen an dem ukrainischen VOLK.
Selbst jetzt wo die Wahlen in der Ukraine vorbereitet werden mischt sich Russland wieder ein.
Russland kann einfach nicht loslassen und das kann man nicht gut heißen.

Übrigens zum Beitrag das nur ich und Luzkiy (so heißt er glaub ich) so denken.
Eine europäische Studie hat ergeben das die russische Sprache in der Ukraine dramatisch absinkt.
84% der Ukrainer können russisch und 79% der Ukrainer kann ukrainisch. DIe Zahlen der ukrainischsprechenden wächst und der russischen sinkt. (Auswertung von 1991-2009) In der CCCP waren nur mehr als 20% die ukrainsich öffentlich sprachen und das zum größten Teil in der WEstukraine.
Das hängt auch davon ab, das die alten Generationen abnehmen.
Zu Fashismus: wie gesagt finde ich das was in Lviv passiert nicht gut, wobei ich versteh wie es dazu gekommen ist.
Der Nationalismus herrscht in vielen europäischen Staaten: Polen, Ungarn, Deutschland, Belgien, Frankreich und vorallem RUSSLAND.
Bevor die Ukraine des Nationalismus beschuldigt wird, muss gesehen werden von wem die Beschuldigungen kommen!!
Ratet mal ;D RICHTIG RUSSLAND!!! Russland lehrt in den Geschichtsbüchern wie der Kosakenführer zum Karl vom Schweden überwechselte, obwohl der ZAR nie sein WORT hielt und es deshalb zum WEchsel und damit für Russland zum Verat kam. Shewtshenko ist ein Beispiel.... Was Stalin Putin gemacht haben, davon kann man nichts lesen.

Übrigens, sollte man die russische Meinungen wissen wollen (die echten ), dann hört Jirinowski zu, er spricht aus was die russischen Politiker _wirklich_ denken. >>> wie Russland erhöht die Gaspreise der Ukraine um die Preise Europoweit anzugleichen (in Belarus und russischfreundlichen Staaten blieb der alte PReis).

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