Allgemeines DiskussionsforumUkraine zur EU oder RUssland ???

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EUkraine
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Ukraine zur EU oder RUssland ???

#1 Beitrag von EUkraine » Sonntag 20. September 2009, 04:08

hey,

ich würde mal gerne wissen, was Ihr zum Ukraine Kurs sagt??
Die Ukriane strebt den EU BEitritt an, sinnvoll oder nicht?
Wann glaubt Ihr kommt die Ukraine in die EU?
(Begründet bitte eure Antworten :-D )
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Handrij
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#2 Beitrag von Handrij » Sonntag 20. September 2009, 19:35

Zur EU natürlich. Russland hat nichts zu bieten, außer einer gemeinsamen Vergangenheit. Das Leben der Ukrainer ist so oder so bereits auf Europa ausgerichtet. Alle wollen europäische Werte (was auch immer das sein mag), europäische Waren und "Jewroremont" und die Europäer können immer billige Arbeitskräfte - illegalisierte sind natürlich noch billiger - und ein paar Absatzmärkte mehr gebrauchen. Ich sehe auch keine ernstzunehmende politische Kraft in der Ukraine, die nicht nach Europa will. Selbst die Partei der Regionen hat nichts gegen die EU. Ob es dazu kommen wird ist schwer zu sagen (haha, die Zukunft), denn vieles hängt weniger von der Ukraine, als vom Zustand der EU ab. Wie wird diese die Krise meistern, wird es eine EU nach der Krise geben, wird es ein "Nach-der-Krise" geben usw. Für den WTO-Beitritt hat die Ukraine ja 15 Jahre oder so gebraucht. Wenn es in diesem oder dem nächsten Jahr zum Assoziierungsabkommen mit der EU kommt und man dies als Startpunkt für ernsthaftere Beitrittsverhandlungen ansieht, sind 15 Jahre wohl mindestens zu sehen. Also nicht vor 2025. Juschtschenko hatte ja mal die 2015 ins Spiel geworfen. Nunja, jedenfalls führt IMHO kein Weg zurück zu Russland.
Btw. eventuell bereitet ja Klein-Russland die Europäisierung Groß-Russlands vor, aber ob man das noch erleben wird ;)

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paracelsus
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#3 Beitrag von paracelsus » Montag 21. September 2009, 16:02

Ukraine zur EU oder Russland? Kann bzw sollte diese Frage überhaupt beantwortet werden? Ist es nicht viel sinnvoller darüber nachzudenken, wie den Menschen ein Leben in relativem Wohlstand, einhergehend mit bürgerlichen Freiheiten und verlässlicher Rechtsstaatlichkeit ermöglicht werden kann?

Trotz Versprechungen in den EU-Staaten, erscheint mir eine EU-Vollmitgliedschaft in den nächsten beiden Jahrzehnten eher unwahrscheinlich. Gerade jetzt, in der Nach-Bush-Zeit, sowie den erst noch anstehenden, sozialen Auswirkungen der Wirtschaftskrise innerhalb der EU.
Die Türkei führt beispielsweise schon seit fast 10 Jahren den Titel eines Beitrittskandidaten, seit 1996 gilt durch das Zollunion-Abkommen bereits europäisches Wirtschaftsrecht in der Türkei und das "Ankara-Abkommen" ist gar schon 36 Jahre alt. Trotzdem wird noch sehr viel Wasser den Rhein runter fliessen, bis die Türkei Vollmitglied werden kann/wird. Darum glaube ich, dass alle ukrainischen Beitrittsträume auf lange Sicht Träume bleiben. Und als so schlimm, wäre ich Türke oder Ukrainer, würde ich das nichtmals empfinden.

Wenn heute z.B. in Griechenland wegen eines EU-Beitritts abgestimmt würde, ich wäre mir fast sicher, dass selbst dort die EU-Zustimmung getrübt ausfallen würde.

Märkte sind natürlich immer interessant, nur dazu bedarf es keiner EU-Mitgliedschaft des Absatzmarktes. Als verlängerte Werkbank ist doch der produzierenden Wirtschaft ein Arreal ausserhalb der europäischen Gesetzgebung nicht unlieb - solange dort gesicherte Verhältnisse herrschen. Und genau dahin muss sich die Ukraine bewegen. Wobei anzumerken bleibt, dass nicht zwangsläufig bürgerliche Demokratien nach westlichem Vorbild zu den "Werkbankstaaten" gehören müssen.

Von Soros-Stiftungen (wobei ich Soros sogar schätze) finanzierte NGOs befördern mitunter eine scheinbare Demokratisierung der Medien, führen sogar zu Regierungswechseln, nicht aber unbedingt zu einem anderen Staat mit vollzogenem Paradigmenwechsel. Dazu bedürfte es einer ethischen Veränderung der Eliten. Die "Bunten Revolutionen" haben jedenfalls keine neuen Eliten hervorgebracht....... .
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
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Hartmut
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#4 Beitrag von Hartmut » Donnerstag 24. September 2009, 23:06

Wer strebt dieses nicht an? Es gibt ein Land, welches dieses schon fast 40 Jahre anstrebt. Es gibt Länder die streben noch nicht so lang, streben weiter, geben die Hoffnung nicht auf. Ich bin mir sicher, dass die Ukraine und Russland irgendwann der EU angehören an.
Leider aber nicht in naher Zukunft. Beide Länder erfüllen die geforderten Kriterien / Richtlinien der EU nicht. Die erweiterte EU hat mit sich genug zutun. Egal was es für Belange sind. Aufnahmen von anderen Ländern in naher Zukunft wären für die EU ohne wenn und aber ein Hemmschuh.
Wenn der Ukrainische Staat den Nachfahren der Wolhyniendeutschen den ihnen zustehenden Grund und Boden, welche die Vorfahren 1940 gegen ihren Willen zurück lassen mussten unkompliziert und ohne Vorbedingungen Rückübertragen würden, wäre dieses für mich kein Problem. Ich würde die Rückübertragung annehmen.
Ich würde dann den sofortigen Beitritt begrüßen.
Man ist sich sicherlich bewusst, bevor sich die Ukraine und Russland als vollwertige Mitglieder der EU betrachten können gilt es noch viel Arbeit zu erledigen.
Für Vorurteile und Voreingenommenheiten, sowie Hasstiraden sollte in der EU kein Platz sein. Wie gesagt, man hat mit sich genug zutun.

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ua-sports
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#5 Beitrag von ua-sports » Freitag 9. Oktober 2009, 18:54

Jede Medaille hat zwei Seiten.

Einmal in der EU, dann wäre etwas Hilfe von den EU sicher. Alle Menschen sollten friedlich miteinander leben können auch über bestehende Grenze. Egal ob EU , oder Russland oder China über herscht das Kapital und der Kapitalismus und die Ellenbogengesellschaften haben alle Ihre negative seiten.

ABER ! die WEST-GROSS-KONZERNE wollen die Ukraine NUR zum neuen ABSATZmarkt machen und das würde der eigenen Produktion nicht gut tun. Die Ukraine sollte nicht die weltweite Wirtschaftskrise weltweit nutzen um Ihren Stolz zu verlieren!

ABER es sollte endlich mal die Korruption im eigenen Laden bekämpft und sich um die wirklichen probleme des Volkes kümmern! Die gewählten Parlamentarier sollten mal den Willen des Volkes umsetzen ( Sorry in Deutschland gibt da auch Probleme damit!) oder es zeigen es um setzen zu wollen.

Warum verhandelt die Regierung mit einigen Staaten wie Kanada, Thailand über Freihandelzonen ?
Aus welchem Grund?

Die UA-Regierung sollte erst mal bestehend Gesetze, wie z.B. Einfuhr und Ausfuhrgesetze überarbeiten. EINE KATASTROPHE ! Geschenksendung in die Ukraine 3 Wochen , 5 Stempel und nur Ärger! WAU das ist SUPER ! Geburtstagsachen kamen 2 Wochen später !

Zum andern wäre eine normale Öffnung im VISA-Verkehr und schnellere und einfache Bearbeitung für alle Seiten sehr zu begrüssen!

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ua-sports
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#6 Beitrag von ua-sports » Samstag 10. Oktober 2009, 21:41

Mögliche Vorteile eines ukrainischen Beitritts für die EU
* Die EU gewinnt an Größe und somit Einfluss, gerade in östlicher Richtung.
* Eine durch einen EU-Beitritt stabilisierte Ukraine liegt im Interesse der EU.
* Die Ukraine stellt mit 46 Millionen Einwohnern einen großen Markt mit (noch) geringer Kaufkraft, aber großem Nachholbedarf dar.
* Mit ihren engen Verbindungen zu Russland könnte eine durch die EU westlich-demokratisch geprägte Ukraine positiv auf Russland einwirken.
* Die Energieversorgung Europas würde an Stabilität gewinnen. Mit rund 80% ist die Ukraine der mit Abstand wichtigste Transitstaat für Erdöl und Erdgas aus Russland und den zentralasiatischen Ländern.
* Die Ukraine ist im Vergleich zu den meisten EU-Ländern ein relativ rohstoffreiches Land und die EU könnte so ihre Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern. (Die Ukraine verfügt unter anderem über eine der größten Eisenreserven der Welt.

Mögliche Nachteile eines ukrainischen Beitritts
* Die Spannungen innerhalb der Ukraine könnten sich verstärken, da sich der Osten des Landes, der sich eine engere Beziehung zu Russland wünscht, durch einen Beitritt zur EU isoliert sähe.
* Der Nationalismus in einem sich immer mehr an den Rand gedrängt fühlenden Russland könnte weiteren Auftrieb erhalten.
* Der Beitritt wäre mit enormen Kosten für die EU verbunden.

Das ist die Sichtweise der EU sicherlich nicht der Ukraine (?)

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paracelsus
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#7 Beitrag von paracelsus » Montag 12. Oktober 2009, 16:39

ua-sports hat geschrieben:


Warum verhandelt die Regierung mit einigen Staaten wie Kanada, Thailand über Freihandelzonen ?
Aus welchem Grund?
Um Handelshemmnisse zu beseitigen. Die Industriestaaten innerhalb der EU und - besonders - Deutschland leben u.a. vom freien Welthandel. Freihandelsabkommen wie auch die WTO befördern nunmal die Globalisierung.

Die EU-Mitgliedschaft bleibt eine andere Liga. Für eine Mitgliedschaft muss ein Staat die drei "Kopenhagener Kriterien" erfüllen:

1. Das "politische Kriterium": Institutionelle Stabilität, demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, Wahrung der Menschenrechte sowie Achtung und Schutz von Minderheiten.

2. Das "wirtschaftliche Kriterium": Eine funktionsfähige Marktwirtschaft und die Fähigkeit, dem Wettbewerbsdruck innerhalb des EU-Binnenmarktes standzuhalten.

3. Das "Acquis-Kriterium": Die Fähigkeit, sich die aus einer EU-Mitgliedschaft erwachsenden Verpflichtungen und Ziele zu eigen zu machen. (Übernahme des gesamten gemeinschaftlichen Rechts, des "gemeinschaftlichen Besitzstandes ").

Um diese Kriterien zu erfüllen benötigt der beitrittswillige Staat halt in der Regel Zeit. Der eine weniger; die Schweiz oder Norwegen könnten vermutlich sofort beitreten. Und der andere halt etwas länger, so wie die Türkei. Wobei Schweiz und Norwegen bereits zu den Schengen-Staaten gehören und wirtschaftlich über EWR/EFTA verküpft sind.

Wie lange die Ukraine für eine EU-Mitgliedschaft brauchen würde, hängt doch vor allem von der Ukraine und den Menschen darin ab. Vor einem Beitritt steht ein riesiger Berg zu erledigender Hausaufgaben an. Ich gestehe aber, wenn die Ukraine über begehrenswerte Resourcen (Öl und Gas) verfügen würde, wäre der Pkt. 2 leichter zu erfüllen als durch "Schwarze Erde" oder Eisen- und Kohlevorkommen.

Ich glaube die Zeit der politischen Zugeständnisse bei der Kriterienbetrachtung ist spätestens seit der Finanzkrise vorbei.
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EUkraine
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#8 Beitrag von EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 05:08

>>>Wie lange die Ukraine für eine EU-Mitgliedschaft brauchen würde, hängt doch vor allem von der Ukraine und den Menschen darin ab. Vor einem Beitritt steht ein riesiger Berg zu erledigender Hausaufgaben an. <<<

Das sehe ich ganz anders.
Es hängt nicht von der Ukraine sondern von der EU ab. Lässt man Ukraine im dunklen Wald rumirren und in die Fänge Russlands dann hat Russland geschafft was es wollte.
Ich gehe weiter und sage es ist Deutschland Frankreich und Italien die gegen den Beitritt der Ukraine bzw. gegen den Beitrittskandidatenstatus sind. Diese 3 Staaten sind genauso Stimmkräftig wie der Rest der EU und alle tun das was Russland sagt, genau wegen den Ressorcen.
Warum die Türkei unterstützt wird mit 85Mio. € jedes Jahr und andere Projekte der EU und der Ukraine 225Mio. in 10 Jahren gibt bleibt mir ein Rätsel.
Ukraine ist ein christlicher demokratischer Rechtsstaat. Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit. Mit der Hilfe der EU würden alle Probleme geregelt werden.
DIe Türkei ist zu 5% europäisch. DIe hauptstadt ist in Asien. Es ist ein Islamischer Staat. Die Türkei ist außerdem kein Rechtsstaat und hat noch ganz viele Probleme wie: Zypernfrage, Kurdenfrage, Armienienkonflikt, Analphabetenrate, Infrastruktur etc.
Dann fragt man sich: will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland) oder will man mit dem Beitritt der Türkei alles durcheinanderbringen und ins ungleichgewicht schauckeln.
Die EU sollte die Stimmen besser verteilen. Das Italien ein Korrupter Staat ist das ist klar. Das Barlusconi alles macht was Putin sagt, weiß man auch. Das Merkel auch bloß niemanden aufregen will ist verständlich ;D .
Für die Ukraine sind GB Polen Schweden Lettland Litauen Estland Tschechien...
Für die Türkei ...........

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#9 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 27. Oktober 2009, 09:05

@EUkraine
"Lässt man Ukraine im dunklen Wald rumirren und in die Fänge Russlands dann hat Russland geschafft was es wollte"Dass die Ukraine im dunklen Wald umherirrt, ist ganz allein ihre eigene Schuld. Sie wird seit Jahren von Beratern aus Westeuropa unterstützt und von den Unsummen an finanziellen Zuwendungen sprechen wir da gar nicht. Wenn man so beratungsresistent wie die Ukraine ist, die das Rad neu erfinden will und dabei ein quadratisches rauskommt, sollte man nicht die Schuld auf Russland schieben, sondern mal in sich gehen.

"Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit."Das ist die Untertreibung des Jahres! Die Infrastruktur reicht nicht mal für die Ausrichtung einer Fußball-EM. Wirtschafts- und Politiklage siehe oben und auf andere Länder mit dem Finger zu zeigen wegen der Korruption, das ist einfach lächerlich. Gegenüber der Ukraine ist das, was in Italien passiert, Kindergarten.

"will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland)"
Wie blind muß man eigentlich sein, um so etwas zu schreiben?
Irland hatte ganz andere geschichtliche und gesellschaftliche Voraussetzungen und nicht zu vergessen eine stabile Regierung mit wirtschaftlichem Sachverstand.
Und was die Länder der EU betrifft, sie haben im Moment selbst große Herausforderungen zu meistern und jeder Euro, der in ein Faß ohne Boden gesteckt wird, schwächt die EU und trotzdem wird die Ukraine weiter unterstützt.

Zeigt also nicht immer mit dem Finger auf Andere, sondern besinnt euch auf eure eigenen Kräfte (Dankbarkeit erwarten wir ja nichtmal).

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apparatschik
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#10 Beitrag von apparatschik » Dienstag 27. Oktober 2009, 11:43

EU heisst auch: Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Süditalien etc. Die allgemeine Verfasstheit dieser Staaten und Regionen scheint mir nicht allzuweit von der ukrainischen Realität entfernt. Wer sich noch mehr Mühe gibt, wird in der EU überall - je nach Rechercheaufwand - ein bisschen oder ganz viel „Ukraine“ entdecken können.

Insofern ist es schon merkwürdig, die Unzulänglichkeiten der Ukraine als Nicht-EU-konform zu bezeichnen.

Ich bin kein Ukraine-Liebhaber. Aber für mich ist die Ukraine zweifellos Europa und ein EU-Beitritt der Ukraine muss eines der mittleren oder ferneren Ziele der EU sein, von dem, abseits des schwer zu prognostizierenden Zeitrahmens, nicht abgewichen werden darf. Ebenso kann nicht ignoriert werden, dass bei allen substanziellen Verhandlungen zu diesem Thema Russland unsichtbar mit am Tisch sitzt. Man kann damit aber umgehen, wenn man ein gutes aussenpolitisches Konzept hat. Die offizielle Bundesrepublik Deutschland hat bis dato in Bezug auf die Ukraine leider gar keines.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#11 Beitrag von paracelsus » Dienstag 27. Oktober 2009, 12:15

Eigentlich könnte ich Sonnenblumes Meinung unterstreichen. Dennoch ein paar kleine Anmerkungen meinerseits ;)
EUkraine hat geschrieben:Das sehe ich ganz anders.
Es hängt nicht von der Ukraine sondern von der EU ab. Lässt man Ukraine im dunklen Wald rumirren und in die Fänge Russlands dann hat Russland geschafft was es wollte.
Warum immer diese Russophobie.............? Vor einer EU-Mitgliedschaft steht die Erfüllung der "Kopenhagener Kriterien". Davon ist die Ukraine m.E. ein kleines bis mittleres Äon entfernt.
Die EU unterstützt die Ukraine mit Tat, Rat und Geld dabei; aktuell ist gerade das Assozierungsabkommen "östliche Partnerschaft" ins Leben gerufen worden.
EUkraine hat geschrieben: Ich gehe weiter und sage es ist Deutschland Frankreich und Italien die gegen den Beitritt der Ukraine bzw. gegen den Beitrittskandidatenstatus sind. Diese 3 Staaten sind genauso Stimmkräftig wie der Rest der EU und alle tun das was Russland sagt, genau wegen den Ressorcen.
Verwechsel nicht Einfluss mit Stimmrecht. Und ich glaube ebenso wenig, dass Deutschland macht, was Russland wünscht. Ich glaube, selbst in diesem Land herrscht mehr Angst vor dem Russischen Bären als dieser verdient.
EUkraine hat geschrieben: Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit.
Einverstanden, denn genau dies ist der Grund, warum noch eine sehr lange Zeit bis zu einem möglichen Beitritt vergehen wird.
EUkraine hat geschrieben: Mit der Hilfe der EU würden alle Probleme geregelt werden.
Hilfe ist nur als Hilfe zur Selbsthilfe zieltragend. Dafür gibt es halt die "Assozierungsabkommen".
EUkraine hat geschrieben: Dann fragt man sich: will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland) oder will man mit dem Beitritt der Türkei alles durcheinanderbringen und ins ungleichgewicht schauckeln.
Was hat die Türkei mit einem EU-Beitritt der Ukraine zu tun? Ich habe das Beispiel Türkei nur deswegen genannt, weil es zeigt wieviel Zeit vergehen kann und selbst nsch dieser langen Zeit ein Beitritt immer noch in den Sternen steht. Ich glaube einfach, beide Staaten werden sich nicht in absehbarer Zeit als Vollmitglieder der EU wiederfinden.

Eine Anmerkung zu Irland. Das 4,5 Mio-Volk wandelte sich seit dem EU-Beitritt in 1973 tatsächlich vom Armenhaus Europas zu einem "reichen" Dienstleistungsstaat. Warum? Nicht zuletzt durch seine Eigenschaft als Steuerparadies.
Selbst nach Ablauf des vereinbarten "Steuerprivilegs" in 2006 erhebt Irland nur 12,5% Unternehmenssteuer. Schau Dir mal die Dependancen in den "Dublin Docks" an.
Einige Änderungen an den "Abgabenverordnungen" der europäischen Industriestaaten sind eine Folge der verlagerten "Investmenttätigkeiten" europäischer Grosskonzerne ins Steuerparadies Irland.
EUkraine hat geschrieben: Das Barlusconi alles macht was Putin sagt, weiß man auch. Das Merkel auch bloß niemanden aufregen will ist verständlich ;D .
Für die Ukraine sind GB Polen Schweden Lettland Litauen Estland Tschechien...
Für die Türkei ...........
Auch wenn ich mich wiederhole: Es geht nicht um die Aufnahme-Alternative Ukraine oder Türkei. Es geht um die Frage "Beitrittsreif ja/nein". Vermutlich wird Island das nächste EU-Mitglied. Die Finanzkrisenauswirkungen wiegen schwerer als Fischereirechte :(
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#12 Beitrag von EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 17:51

>>>Wenn man so beratungsresistent wie die Ukraine ist, die das Rad neu erfinden will und dabei ein quadratisches rauskommt, sollte man nicht die Schuld auf Russland schieben, sondern mal in sich gehen.<<<
------------------------------------------

Russland mischt sich in die Angelegenheit eines Suveränen Staates ein. Der Gaskonflikt und der Georgien Krieg;
zuerst der Gaskonflikt: In diesem Konflikt haben russische Medien die Behauptung aufgestellt, die Ukraine würde das Gas abzapfen und die Weiterleitung blockieren. Die Ukraine hat dann EU-Kontrolliere zu sich bestellt und diese haben festgestellt das das Gas von Russland nicht weitergeleitet wird und jetzt kommt der Klu> Russland hat das auf eine Technische Störung geschoben

Jetzt Georgien: Russland hat Ukraine beschuldigt Waffen an Georgien geliefert zuhaben (ein Embargo gegen Georgien liegt nicht vor, somit wäre das auch keine Straftat seitens der Ukraine). Die Beschuldigung kam während der NATO Frage, so ein Zuffall. Jetzt will Russland davon kaum was wissen und die Behauptung wurde nicht bewiesen.
(übrigens: persönlich halte ich Georgien für den der angefangen hat, wobei das von Russland alles gut durchplant war, da die Friedenstruppen in Zhinwali russische Pässe verteilten und später Lawrow gesagt hat: Wir müssen unsere Bevölkerung vor dem georgischen Aggressor schützen.)

Mir fällt noch der Brief von Medwedew ein: Dieser hat erst den Holodomor 1922/23 geleugnet. Diese Hungersnot wäre nicht nur in der Ukraine da. Dann der Brief kurz vor Beginn der Präsidentschaftswahlen 2010 wo er eine Beschuldigung nach der anderen gegen Juschtschenko vorgeworfen hat. Zuletzt noch Diplomaten nicht aussenden will, bis es eine neue Führung in Kiew gibt.

Ich könnte Stundenlang so weiter machen. Russland mischt sich sehr wohl noch ein, den Russland hat ein Trauma nach der SU und sieht Ukraine als seine Einflusszone.

-----------------------------
>>>"Die Ukraine ist von der Infrastruktur, der Korruption, und der momentaten Wirtschafts und Politiklage nicht fit."Das ist die Untertreibung des Jahres! Die Infrastruktur reicht nicht mal für die Ausrichtung einer Fußball-EM. Wirtschafts- und Politiklage siehe oben und auf andere Länder mit dem Finger zu zeigen wegen der Korruption, das ist einfach lächerlich. Gegenüber der Ukraine ist das, was in Italien passiert, Kindergarten.<<<

Richtig! Ich möchte zeigen was für Schurkenstaaten es in der EU gibt.

......................................
>>>"will man einen potentielen vorzeigestaat Ukraine (sowie im Fall Irland)"
Wie blind muß man eigentlich sein, um so etwas zu schreiben?
Irland hatte ganz andere geschichtliche und gesellschaftliche Voraussetzungen und nicht zu vergessen eine stabile Regierung mit wirtschaftlichem Sachverstand.
Und was die Länder der EU betrifft, sie haben im Moment selbst große Herausforderungen zu meistern und jeder Euro, der in ein Faß ohne Boden gesteckt wird, schwächt die EU und trotzdem wird die Ukraine weiter unterstützt.<<<
------------------------

Ok, mit der Irischen Gesellschaft glaub ich dir, da ich mich nicht damit befasst habe.
Die Ukraine ist der GRÖßTE Europäische Staat (Agra). Wie Tymoshenko schon gesagt hat; Die Ukraine war die Kornkammer Russlands, warum jetzt nicht Europas?! Dieser Staat hat ein riesiges Potential, aber auch sehr große Probleme die ich schon genannt habe. Warum sollte man in die Türkei soviel investieren wenn die Ukraine kulturell Geografisch und rein aus Potential attraktiver ist?

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#13 Beitrag von EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 18:01

apparatschik hat geschrieben:EU heisst auch: Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Süditalien etc. Die allgemeine Verfasstheit dieser Staaten und Regionen scheint mir nicht allzuweit von der ukrainischen Realität entfernt. Wer sich noch mehr Mühe gibt, wird in der EU überall - je nach Rechercheaufwand - ein bisschen oder ganz viel „Ukraine“ entdecken können.

Insofern ist es schon merkwürdig, die Unzulänglichkeiten der Ukraine als Nicht-EU-konform zu bezeichnen.

Ich bin kein Ukraine-Liebhaber. Aber für mich ist die Ukraine zweifellos Europa und ein EU-Beitritt der Ukraine muss eines der mittleren oder ferneren Ziele der EU sein, von dem, abseits des schwer zu prognostizierenden Zeitrahmens, nicht abgewichen werden darf. Ebenso kann nicht ignoriert werden, dass bei allen substanziellen Verhandlungen zu diesem Thema Russland unsichtbar mit am Tisch sitzt. Man kann damit aber umgehen, wenn man ein gutes aussenpolitisches Konzept hat. Die offizielle Bundesrepublik Deutschland hat bis dato in Bezug auf die Ukraine leider gar keines.
Sehr guter Beitrag! Zum letzten Satz: Die FDP befürwortet eine langfristigen Beitritt der Ukraine und zum Glück ist Westerwelle Außenminister. Ich glaube nicht das er was großes schafft, aber ich hoffe das er ein Zeichen setzt die Ukraine vor Russland zu schüten!
Ich rede soviel von Russland, den Russland ist eine riesengefahr und wenn man so Putin zuhört dann bekommt man ein kribbeln. Ein Zitat von Putin: Sollte die Ukraine der NATO sich anschließen wird RUssland mit Atomwaffen darauf antworten. DAS HABE ICH LIVE auf dem ersten Kanal von IHM gehört, wer aber das nachlesen möchte: http://info.kopp-verlag.de/news/russlan ... lotte.html

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#14 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 27. Oktober 2009, 18:47

@EUkraine,
schön, dass Sie den Link gebracht haben.
Putin hat nicht gesagt, er wird mit Atomraketen antworten, sondern er wird Atomraketen an der Grenze stationieren.
In dem Artikel steht weiterhin wörtlich: "Das Gesuch des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko (der Held der »Orangenen Revolution«), sein Land im Laufe der kommenden Monate in die NATO zu führen, bedeutet mehr als eine außergewöhnliche Provokation gegen Russland. Es kann zum Stolperdraht für einen neuen Krieg auf dem europäischen Kontinent werden. "
Für mich ist die Schlußfolgerung aus dem Artikel, das VJ in unverantwortlicher Weise Russland provoziert und es auch der Besonnenheit Deutschlands und Frankreichs zu verdanken ist, dass die Lage nicht eskaliert. Und das ist nicht erst seit Juni 2008 so, aus dem der Artikel ist.
Ich möchte daran erinnern, dass die Mehrzahl der Ukrainer gegen einen Natobeitritt ist und für ein gutes Verhältniss zu Rußland!

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EUkraine
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#15 Beitrag von EUkraine » Dienstag 27. Oktober 2009, 19:11

Sonnenblume hat geschrieben:@EUkraine,
schön, dass Sie den Link gebracht haben.
Putin hat nicht gesagt, er wird mit Atomraketen antworten, sondern er wird Atomraketen an der Grenze stationieren.
In dem Artikel steht weiterhin wörtlich: "Das Gesuch des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko (der Held der »Orangenen Revolution«), sein Land im Laufe der kommenden Monate in die NATO zu führen, bedeutet mehr als eine außergewöhnliche Provokation gegen Russland. Es kann zum Stolperdraht für einen neuen Krieg auf dem europäischen Kontinent werden. "
Für mich ist die Schlußfolgerung aus dem Artikel, das VJ in unverantwortlicher Weise Russland provoziert und es auch der Besonnenheit Deutschlands und Frankreichs zu verdanken ist, dass die Lage nicht eskaliert. Und das ist nicht erst seit Juni 2008 so, aus dem der Artikel ist.
Ich möchte daran erinnern, dass die Mehrzahl der Ukrainer gegen einen Natobeitritt ist und für ein gutes Verhältniss zu Rußland!
Nun, das war der schriftliche Artikel, wort wörtlich hatte er das im Fernsehen anders gesagt!
Genau davon sprach ich in meinen Beiträgen; was erlaubt sich Russland einzumischen in die Angelegenheiten der Ukraine?
Ukraine darf und soll als suveräner Staat selbst entscheiden in welche Union es reingeht. Die NATO hat schon mehrmals bestätigt das die Osterweiterung der NATO nicht gegen Russland ist und RUssland nicht der Feind sei.
Deutschland und Frankreich haben nur Russland gehorcht!
Die Bevölkerung der Ukraine möchte merheitlich in die EU jedoch nur 33% in die NATO. Bei der NATO Frage soll aber nicht die Bevölkerung entscheiden. Der Staat muss das beste für die Bevölkerung tun, in dem Sinne wäre es der Beitritt.
Russland wäre dann entzweigt von der Ukraine und die Ukraine wäre sicher. Übrigens die Merheit der deutschen waren beim Beitritt der BRD auch dagegen ;D und heute wohl auch! DIE NATO ist ein militärisches Bündniss und da soll der Staat das entscheiden, BESONDERS in der Ukraine , da dort die russischen Medien eine anti NATO Propaganda machen.
Wenn du in einer Zentral Süd oder Ost Stadt der Ukraine bist und jmd nach NATO fragst, wirst du feststellen, das die Bürger kaum was davon wissen und wortwörtlich das übernehmen was in den russischen Medien über die NATO erzählt wird.

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paracelsus
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#16 Beitrag von paracelsus » Dienstag 27. Oktober 2009, 20:45

@EUkraine: Deine Statements wirken auf mich schon leicht chauvinistisch. Meinst Du denn wirklich, die Ukraine wäre wirtschaftlich, politisch und instutionell beitrittsreif?
Was glaubst Du hätten die Ukrainer davon? Subventionen aus EU-Töpfen?

@apparatschik: die Osterweiterung war sicherlich u.a. der Bush-Administration und deren "Kampf gegen das Böse" mitgeschuldet als auch eine Belohnung für die Beendigung des "Kalten Krieges". Nur Bush war gestern. Obama verfolgt eine andere Politik (hoffentlich). Heute scheint die Zeit der politischen Zugeständnisse bei Erweiterungen vorbei zu sein .....und ganz nebenbei fehlen auch die Mittel dazu. Die EU wird den ukrainischen Happen in seinem derzeitigen Zustand nicht schlucken wollen und können.
Einen Zeitrahmen für einen EU-Beitritt der Ukraine gibt es nicht bzw ist mir nicht bekannt. Alle zeitlichen Einschätzungen entstammen VJ`s Wunschdenken und erscheinen mir irgendwie als Rechtfertigung seiner Politik herhalten zu müssen. Das was die EU zu bieten hat, hat sie m.E. bereits gegeben, die "östliche Partnerschaft".
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EUkraine
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#17 Beitrag von EUkraine » Mittwoch 28. Oktober 2009, 16:47

paracelsus ich habe in früheren Beiträgen erwähnt das die Ukraine so wie sie jetzt ist nicht reinkommt.
ich wiederhole: Die Ukraine hat noch starke Probleme in der Infra Struktur, Wirtschaft, Politik, und natürlich die NOCH bestehende Korruption (die hoffentlich mit Tymoshenko als Präsidentin verschwindet.

Nichts desto trotz sollte die EU insbesondere Deutschland Frankreich und Italien da mehr einwirken auf die Ukraine. Die Ukraine soll nicht sofort beitreten, aber den Beitrittstatus sollte der Staat schon erhalten.
Großbritanien Polen Tschechien Lettland Litauen Estland Slowenien Bulgarien Schweden befürworten einen langfristigen Beitritt. Deutschland hat jetzt einen neuen Außenminister, der einen langfristigen Beitritt befürwortet. Ich hoffe Westerwelle kann ein Zeichen für die Ukrainer setzen. Dieses Volk hat viel durchgemacht in der Geschichte und ist bereit wenn man Ihnen ein festes Ziel gibt sich durchzukämpfen.
Ich habe das Thema EU gründlich einstudiert. Kroatien ist der Beitrittskandidat 2010. Danach folgt warscheinlich Island Montenegro 2011/12 und 2017 Albanien. 2020 dürfte auch Serbien soweit sein. Dann wird erst über die Ukraine und Türkei entschieden, wobei persönlich denke ich das die Türkei nicht reinkommt, da dieser Staat NIE alle Kriterien erfüllen wird udn der Staat VIEL zu exotisch ist.

JETZT kommen wir zu meiner ersten Frage>>> HALTET Ihr den Kurs der Ukraine für richtig? SOllen die Ukrainer in die EU oder zu Russland oder überhaupt neutral bleiben (mit Begründung bitte :D).

Neue FRAGE: Soll die Ukriane in die NATO? Wird das die entgültige Freiheit von Russland sein? Wird sich die EU und NATO wie in Georgien Krieg aus Angst vor dem russischen Bären verstecken und daher nicht den Beitritt zulassen?
Zuletzt geändert von EUkraine am Mittwoch 28. Oktober 2009, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#18 Beitrag von paracelsus » Mittwoch 28. Oktober 2009, 19:25

EUkraine hat geschrieben:........ Frankreich und Italien haben dann nicht mehr genug Stimmen um einen Beitrittstatus für die Ukraine zu verweigern. ...........Ich habe das Thema EU gründlich einstudiert. .....
Hast aber nicht sehr gründlich studiert. Bei fundamentalen Fragen wie eine Erweiterung gilt selbst im Lissabon-Vertrag noch Einstimmigkeit [smilie=fool.gif] Übrigens sieht der Lissabon-Vertag nebenher auch noch eine Verschärfung der Beitrittskriterien voraus. ;-)
EUkraine hat geschrieben:........
Neue FRAGE: Soll die Ukriane in die NATO? Wird das die entgültige Freiheit von Russland sein? Wird sich die EU und NATO wie in Georgien Krieg aus Angst vor dem russischen Bären verstecken und daher nicht den Beitritt zulassen?
[smilie=nono.gif] Mein Gott, wieviel "Stammtisch" ist denn in dieser Frage enthalten?
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#19 Beitrag von Lutzkyj » Donnerstag 29. Oktober 2009, 13:35

Alles wertvolle Beiträge, die aufzeigen das demokratisches Grunddenken in der Ukraine sehr wohl vorhanden ist, es ist oft angezweifelt worden, jedoch wissen wir das es dieses Denken schon bei den Kosaken gab.

Ob die Ukraine in die EU gehört ist keine geografische, sondern eine rein wirtschaftspolitsche und politische Frage die nur durch Verhandlngen zwischen RU - EU - UA entschieden werden kann und wird.

Fakt ist UA ist Zentrum Europas, UA ist immer von RU beansprucht worden aus strategischem und imperialistischem Denken Moskaus und da spielte es nie eine Rolle mit welcher Politik das realisiert wurde. Mal war es der Zar, dann die Kommunisten, heute ist es der politische Enkel Stalins der unmissverständlich den Moskowitischen Imperialismus mit aller ihm zu Verfügung stehenden Gewalt durchsetzt. Dieses auch im eigenen Land, siehe Sotschi oder die letzten Wahlen in RU.

Sehen wir uns doch mal die Situation in UA an.

Alle wichtigen Media sind in RU Hand,
Telefonie, Mobiles, TV, Zeitungen, DVD, CD, KINO, Internet.

Große Industriebetriebe, handelswirtschafliche Betriebe und Strukturen sind immer noch in russischer Hand.
Die administrativen Strukturen sind immer noch größtenteils mit russofilen Kadern besetzt.
Da will der Präsident einen ukrainischen Exilpolitiker als Symbol ehren der sein Leben gegeben hat
für die Ukraine (wie viele in anderen Ländern gegen imperialistische Feinde ihr Leben verloren haben und heute Symbolfiguren sind), doch der Procuratore in Ivano-Frankiwsk besteht weiter darauf das dieser,
Stepan Bandera, ein Bandit ist!
Wem dieser Procuratore wohl dient, der Ukraine oder Moskau. Übrigens Bandera bedeutet auf italienisch = Flagge.

Es wird eine Diskussion in der Ukraine geführt ob der russischen Sprache, die angeblich bedroht ist. Das ist eine Farce, diese Sprache beherrscht das soziale und kulturelle Leben
in der Ukraine, wie es in keinem anderen Land (fast 50 Millionen Bürger) der Welt gibt das eine eigene Sprache und Kultur hat.
Versucht mal in Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien oder England anders als heimisch zu sprechen.
Nichts gegen die russische Sprache, es ist eine großer Vorteil andere Sprachen zu kennen.
Ich freue mich darüber in mehreren Sprachen kommunizieren zu können, doch ich wehre mich dagegen dieses zu müssen oder sollen, nur weil ein großer Teil der Menschen im Heimatland meiner Eltern zu dumm ist oder zu dumm-arrogant sich verhält und angeblich nur russisch sprechen kann.
Warum gibt es überhaupt diese Sprache in der Ukraine? Wieviel Blut hat es gekostet diese Sprache durchzusetzen, warum gibt es so viele Russen in der Ukraine ! Wenn diese nicht nach Europa wollen, dann bitte sehr … auswandern, zurück in Eure Rodina, ach nein, da herrscht ja schon die Putinsche Demoratur.
Übrigens eine Meisterleistung von General Putin, wie der seine Arbeit für die Imperialisten der Moskauer Nomenklatura in Russland vollbracht hat und tolle Wahlergebnisse hat er auch zählen lassen.
Sein politischer Großvater Josef wäre stolz auf ihn.

Und das wollen mehr als 50 % der Ukrainer auch für sich ?

Das mag ich nicht glauben, ich kenne die ukrainischstämmigen Ukrainer als arbeitsames und rechtschaffenes Volk das überall, egal wo auf der Welt, sich Anerkennung verschafft hat durch zielstrebiges, tolerantes, wohlwollendes und rechtmäßiges Verhalten in der Gesellschaft.
Darum auch !!! , gehören wir zu Europa und in die EU.
Die Ukrainer sind ein Slawenvolk... Die Russen sind Ugro-Finno-Tataren und brauchten die Ukraine immer als Slawisches Alibi.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#20 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 29. Oktober 2009, 14:58

@ Lutzkyi:

Bataillon Nachtigall ick hör dir trapsen............ . Bandera bedeutet in meinem Sprachverständnis einfach nur "Faschist".

Bei diesem chauvinistischen Geschreibsel wird mir einfach nur speiübel. Zum Glück sind die allermeisten Ukrainer die ich kenne nicht so, wie der Tenor Deines Statements befürchten lassen könnte.

Die Ukraine im heutigen Territorium ist eine sowjetische Gestaltung und hat in diesen Grenzen niemals vorher existiert. Die Ukraine in der derzeitigen Bevölkerungszusammensetzung ist u.a. ein Ergebnis des 2.Weltkrieges und der Vertreibungen/Umsiedlungen. Die Polen wurden vertrieben, für die Juden erklärten sich die Nazis einst zuständig und Stalin siedelte Ukrainer aus den zerstörten Landesteilen sowie Russen an. Aber trotz allem, nun ist genau diese Ukraine Realität geworden. Bedenke, auch die Ukraine hat eine sowjetische Vergangenheit.

Wer so auf die EU schwört, der sollte doch fähig sein, 2 Landesteile mit vielleicht vorhandenen kulturellen Unterschieden unter einen Hut zu bringen ohne nationalistische Schwachheiten zu begehen. Wie sollte das denn erst in der EU aussehen?
Bei allem Respekt, die Eu besteht heute aus 27 Mitgliedsländern und hat - so glaube ich, derzeit 25 Amtssprachen mit unterschiedlichsten kulturellen Prägungen. Die EU sollte keinen Raum für Nationalismus zulassen.

Bis zur EU ist es ein weiter Weg. Es geht doch ganz einfach nur darum, dass die Ukraine erst beitrittsfähig werden muss. Das hat nichts mit Russland zu tun. Die dazugehörigen Hausaufgaben müssen die Menschen und die Institutionen in der Ukraine erledigen, erst dann kann man weiter sehen.

Ich halte Dein Statement für dumm, arrogant und provaktiv.
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#21 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. Oktober 2009, 16:12

Wieviele Ukrainer wie denken, zeigt die Studie, die in diesem Artikel erwähnt wird.
http://www.lenta.ru/news/2009/10/29/rusukr/
Deshalb glaube ich, dass die Meiningen von Lutzkyj und EUkraine bei der Mehrzahl der Ukrainer keine Anklang findet. Leider fühlen sie sich durch die Politik der gegenwärtigen Regierung gestärkt.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#22 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 29. Oktober 2009, 18:11

Sonnenblume hat geschrieben:......... Leider fühlen sie sich durch die Politik der gegenwärtigen Regierung gestärkt.
Regierungen wechseln - nur die Hornochsen bleiben immer Hornochsen.
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#23 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 29. Oktober 2009, 18:22

Ja man kann wohl von Ochsen nicht mehr als Rindfleisch erwarten [smilie=dntknw.gif]

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#24 Beitrag von Handrij » Donnerstag 29. Oktober 2009, 19:55

Sonnenblume hat geschrieben:Deshalb glaube ich, dass die Meiningen von Lutzkyj und EUkraine bei der Mehrzahl der Ukrainer keine Anklang findet. Leider fühlen sie sich durch die Politik der gegenwärtigen Regierung gestärkt.
Leider muss ich sagen, dass es da echt regionale Unterschiede gibt. In diesem Sommer wurde mir durch die vielen Denkmäler für die UPA, Schuchewitsch und Bandera in der Westukraine - gefühlt: jedes zweite Dorf - vor Augen geführt, dass es in bestimmten Regionen eine Mehrheitsposition ist Russland zu hassen und für alles verantwortlich zu machen, was (vermeintlich) irgendwie schiefgeht, auch wenn die Moskowiter nichts dafür können. Russophobie ist dort irgendwie bereits Tradition, mit Ausnahme der Transkarpaten. Schewtschenko (der Dichter) hat da, meines Dafürhaltens nach, einen beträchtlichen Anteil an dieser Russophobie.

[youtube][/youtube]

Bandera wird dadurch nicht besser, doch ist es erst einmal eine Tatsache, dass der Hitler-Stalin (besser Ribbentrop-Molotow) Pakt einige Positionen in den von der Sowjetunion besetzten Gebieten noch heute bestimmt. Die deutschen Truppen wurden in Ostpolen als Befreier begrüßt und brachten für die dort lebenden Ukrainer in der Zwischenkriegszeit erst einmal Vorteile (z. B. ukrainischsprachiger Unterricht, eigene Zeitungen usw.). Die West-Ukrainer wurden ja auch nicht umsonst als Hilfstruppen (Bataillone Nachtigall und Roland) von den Deutschen ausgewählt, da es bei ihnen wohl damals bereits einen signifikanten Anteil an Polen-, Russen und vor allem Judenfressern gab. Die Zuspätgekommenen (beim Nationenbauen) müssen sich wohl durch besondere Rigidität in Bezug auf "das Blut" auszeichnen. Deutschland war da ein schlechtes Vorbild ...

Die Verehrung der SS-Division "Galizien" spricht auch für sich. Es ist ein Skandal ohne Gleichen und muss Juschtschenko direkt angekreidet werden, dass es Plakate in Lwiw und anderen Städten der Westukraine anlässlich des Gründungstages dieser Division von "Freiheits- und Unabhängigkeitskämpfern" gab. Sehr beliebt bei den Revisionisten ist immer die Ausrede, dass SS für Sitschowi Stril'zi/Sitscher Schützen (Січові стрільці) steht und nicht für Schutzstaffel. Warum dies dann mit den typischen SS Runen geschrieben wurde, bleibt ihr Geheimnis.

Bezeichnend bei diesem Nationbuilding ist auch, dass die Wahl bei der Suche nach nationalen Helden auf Faschisten und Antisemiten fiel und nicht auf den Anarchokommunisten Nestor Machno. Der lässt sich wohl nur schlecht ethnonational vereinnahmen.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#25 Beitrag von EUkraine » Donnerstag 29. Oktober 2009, 23:53

Ich weiß ehrlich nicht, wie IHR alle so Ignorrant seid?
Russland hat an der Gestaltung der Ukraine während der ganzen Zeit bis 2004 mitgestaltet (negativ gemeint)

Hier ein weiterer Beitrag vom Onkel Putin ;D
http://www.ftd.de/politik/international ... 56167.html

Ich begrüße nicht das Nationaldenken in Lwiw, aber das ist die Folge der sowjetischen Aggressionen an dem ukrainischen VOLK.
Selbst jetzt wo die Wahlen in der Ukraine vorbereitet werden mischt sich Russland wieder ein.
Russland kann einfach nicht loslassen und das kann man nicht gut heißen.

Übrigens zum Beitrag das nur ich und Luzkiy (so heißt er glaub ich) so denken.
Eine europäische Studie hat ergeben das die russische Sprache in der Ukraine dramatisch absinkt.
84% der Ukrainer können russisch und 79% der Ukrainer kann ukrainisch. DIe Zahlen der ukrainischsprechenden wächst und der russischen sinkt. (Auswertung von 1991-2009) In der CCCP waren nur mehr als 20% die ukrainsich öffentlich sprachen und das zum größten Teil in der WEstukraine.
Das hängt auch davon ab, das die alten Generationen abnehmen.
Zu Fashismus: wie gesagt finde ich das was in Lviv passiert nicht gut, wobei ich versteh wie es dazu gekommen ist.
Der Nationalismus herrscht in vielen europäischen Staaten: Polen, Ungarn, Deutschland, Belgien, Frankreich und vorallem RUSSLAND.
Bevor die Ukraine des Nationalismus beschuldigt wird, muss gesehen werden von wem die Beschuldigungen kommen!!
Ratet mal ;D RICHTIG RUSSLAND!!! Russland lehrt in den Geschichtsbüchern wie der Kosakenführer zum Karl vom Schweden überwechselte, obwohl der ZAR nie sein WORT hielt und es deshalb zum WEchsel und damit für Russland zum Verat kam. Shewtshenko ist ein Beispiel.... Was Stalin Putin gemacht haben, davon kann man nichts lesen.

Übrigens, sollte man die russische Meinungen wissen wollen (die echten ), dann hört Jirinowski zu, er spricht aus was die russischen Politiker _wirklich_ denken. >>> wie Russland erhöht die Gaspreise der Ukraine um die Preise Europoweit anzugleichen (in Belarus und russischfreundlichen Staaten blieb der alte PReis).

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#26 Beitrag von paracelsus » Freitag 30. Oktober 2009, 14:16

EUkraine hat geschrieben:
>>> wie Russland erhöht die Gaspreise der Ukraine um die Preise Europoweit anzugleichen (in Belarus und russischfreundlichen Staaten blieb der alte PReis).
Jo, der derzeitige Lieferpreis liegt aber immer noch unter dem Preis den beispielsweise die Staaten der EU zahlen müssen. Aber selbst der russische Partner Belarus musste Anpassungen ertragen. Dort wird, wie auch in der Ukraine, der Ababepreis an die Endverbraucher subventioniert. Da aber die Ukraine am Tropf des IWF hängt werden diese Subventionen in der Ukraine abgebaut. Ökonomisch ist das sogar sinnvoll; der Verbraucher wird das natürlich anders sehen.

Code: Alles auswählen

Milliardenkredit gegen Reformzusagen

Gaspreise im Inland anheben
Im Vorfeld hatte sich die Ukraine zu weitreichenden Reformen verpflichtet. (siehe EurActiv.de vom 20. Juli 2009) So wird der Staatsenergiekonzern Naftogaz die Gaspreise für die ukrainischen Haushalte künftig alle drei Monate anheben. Bisher bezahlen die ukrainischen Haushalte weniger für ihren Gasverbrauch, als Naftogaz für die russischen Gasimporte an Gazprom bezahlt.

http://www.euractiv.de/finanzplatz-euro ... ine-001891

Ein weiteres Beispiel für die Folgen der Einbindung in die Globalisierung erfährt die Ukraine derzeit in der Automobilproduktion.
Die Administration wollte die Einfuhrzölle für Neuwagen auf 25% anheben. Dies verstösst allerdings gegen die Bedingungen der WTO.

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Die Einfuhrzölle von 10% auf 25% zu erhöhen versprach der Minister für Industriepolitik, Wladimir Nowizkij (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 19. November). Der Vorschlag die Zölle von 10% auf 22% zu erhöhen, war in dem am 18. November registrierten Gesetzesentwurf ??“Zum Eintrag von Änderungen im Gesetz ‘Zum Zolltarif’ mit dem Ziel der Verbesserung des Zustandes der Leistungsbilanz der Ukraine unter den Bedingungen der weltweiten Finanzkrise” enthalten. Doch beim Ministerium für Industriepolitik versprach man die 25% Rate wieder einzusetzen – das entsprechende Gesetzesprojekt sollte auf der Sitzung des Kabinetts untersucht werden.

Die Absicht der Regierung wurde scharf von der Eurokommission verurteilt. Der Kommissar für Handelsfragen Peter Mandelson erklärte vergangene Woche, dass die Erhöhung der Zölle den Verpflichtungen widerspricht, welche die Ukraine gegenüber der WTO auf sich genommen hat. “Die Erhöhung der Zölle würde den Import von Autos sinnlos machen”, denkt der Generaldirektor der Allukrainischen Assoziation der Automobilimporteure und -händler, Oleg Nasarenko.

http://www.ukraine-nachrichten.de/index.php?id=898

Folgen?

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Die Autogesellschaft “Bogdan”, die unter Kontrolle des Unternehmers und Politikers Pjotr Poroschenko steht, beabsichtigt 3.500 Mitarbeiter zu entlassen. Diese Entscheidung wurde gestern verkündet. ........
.............
Den Worten des Pressesprechers von “Bogdan”, Sergej Krasulja, nach, stellte sich diese beklagenswerte Situation in der einheimischen Autoindustrie aufgrund des Fehlens von staatlicher Unterstützung ein. “Das Fehlen einer ökonomischen Politik führte zu dieser Krise, die wir heute sehen. Die Ukraine ist nicht so sehr in die weltweite Wirtschaft eingebunden, um unter der weltweiten Krise zu leiden. Es ist notwendig Gelder in die eigene Produktion zu investieren und nicht fertige Produkte einzuführen. Und wir denken, dass man den 13%-tigen Zuschlag zu den Einfuhrzöllen bereits im September hätte einführen müssen, als die ersten Probleme begannen”, bestätigt Krasulja.
http://www.ukraine-nachrichten.de/index.php?id=1308

Ich wollte an diesem Beispiel kurz skizzieren was passiert, wenn eine Volkswirtschaft "freie Marktwirtschaft" im internationalen Wettbewerb spielen will/muss - ohne wirklich dafür gerüstet zu sein. Im Agrarsektor stehen ähnliche Verwerfungen bevor.

Aber ich weiss ja, die Russen sind an allem Schuld. Wäre doch bloss die Schlacht von Poltawa anders ausgegangen B-)
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#27 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 30. Oktober 2009, 14:35

http://www.ukraine-nachrichten.de/index.php?id=1891

Nun bin ich gespannt, wie der IWF reagieren wird. Ich höre schon das Geschrei der ukrainischen Medien, wie ungerecht es ist, wenn die 4.Rate nicht gezahlt wird. Dabei waren die Bedingungen vorher bekannt und abgesprochen.
3,7 Milliarden Dollar - vielleicht haben die Andere mehr verdient ?!

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#28 Beitrag von eurojoseph » Donnerstag 5. November 2009, 00:39

Lutzkyj hat geschrieben:Alles wertvolle Beiträge, die aufzeigen das demokratisches Grunddenken in der Ukraine sehr wohl vorhanden ist, es ist oft angezweifelt worden, jedoch wissen wir das es dieses Denken schon bei den Kosaken gab.

Ob die Ukraine in die EU gehört ist keine geografische, sondern eine rein wirtschaftspolitsche und politische Frage die nur durch Verhandlngen zwischen RU - EU - UA entschieden werden kann und wird.

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Große Industriebetriebe, handelswirtschafliche Betriebe und Strukturen sind immer noch in russischer Hand.
Die administrativen Strukturen sind immer noch größtenteils mit russofilen Kadern besetzt.
Da will der Präsident einen ukrainischen Exilpolitiker als Symbol ehren der sein Leben gegeben hat
für die Ukraine (wie viele in anderen Ländern gegen imperialistische Feinde ihr Leben verloren haben und heute Symbolfiguren sind), doch der Procuratore in Ivano-Frankiwsk besteht weiter darauf das dieser,
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Es wird eine Diskussion in der Ukraine geführt ob der russischen Sprache, die angeblich bedroht ist. Das ist eine Farce, diese Sprache beherrscht das soziale und kulturelle Leben
in der Ukraine, wie es in keinem anderen Land (fast 50 Millionen Bürger) der Welt gibt das eine eigene Sprache und Kultur hat.
Versucht mal in Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien oder England anders als heimisch zu sprechen.
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Ich freue mich darüber in mehreren Sprachen kommunizieren zu können, doch ich wehre mich dagegen dieses zu müssen oder sollen, nur weil ein großer Teil der Menschen im Heimatland meiner Eltern zu dumm ist oder zu dumm-arrogant sich verhält und angeblich nur russisch sprechen kann.
Warum gibt es überhaupt diese Sprache in der Ukraine? Wieviel Blut hat es gekostet diese Sprache durchzusetzen, warum gibt es so viele Russen in der Ukraine ! Wenn diese nicht nach Europa wollen, dann bitte sehr … auswandern, zurück in Eure Rodina, ach nein, da herrscht ja schon die Putinsche Demoratur.
Übrigens eine Meisterleistung von General Putin, wie der seine Arbeit für die Imperialisten der Moskauer Nomenklatura in Russland vollbracht hat und tolle Wahlergebnisse hat er auch zählen lassen.
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Und das wollen mehr als 50 % der Ukrainer auch für sich ?

Das mag ich nicht glauben, ich kenne die ukrainischstämmigen Ukrainer als arbeitsames und rechtschaffenes Volk das überall, egal wo auf der Welt, sich Anerkennung verschafft hat durch zielstrebiges, tolerantes, wohlwollendes und rechtmäßiges Verhalten in der Gesellschaft.
Darum auch !!! , gehören wir zu Europa und in die EU.
Ich bin ganz bei Ihnen, und wie man bei Paracelsus gleich so wunderbar sehen kann wird sofort Gift und Galle von Seiten der Verraeter an der Ukraine gespieen....
Zuerst mal Stephan Bandera, der im KZ war, und dessen Bruder von den Nazis ermordet wurde als Faschisten und Antisemiten zu bezeichnen, das kennen wir schon, die Existenz einer Ukraine in Abrede zu stellen, sozusagen die Ukraine als Produkt des 19.Jahrhundert als boesen Nationalismus hinzustellen, Verharmlosung oder Leugnung der Russifizierung (Bad Emser Ukas, Liquidierung des Zaporisher Sich durch Katharina "die Grosse" - was grosse - Schlaechterin an der Freien Ukraine ???
Der Krieg gegen die Ukraine von Seiten Russlands geht weiter, seit es die unabhaengige Ukraine gibt....und das hat nichts damit zutun das man Verantwortung fuer die eigenen Fehler und generell fuer sein Handeln uebernehmen muss.....
Es geht ganz einfach darum ob man zu Europa (im politisch-demokratischen) Sinn gehoert oder ein Teil einer von Moskau abhaengig unterdrueckten antidemokratisch "asiatisch" Landmasse von sogenannten "Zonen des besonderen Interesses aka nahen Auslandes aka Hinterhof sein will - mit allen Auswuechsen der "vertikalen Demokratie" und der Erosion der Nation und des nationalen Selbstverstaendnisses. Tatsache ist eine jahrhundertelange Unterdrueckung durch Moskau, ein Runtermachen bis hin zu "Kleinrussen" der systematischen Vernichtung als Ethnozid und Genozid .....
Ich weiss das es auch ein Russland der 20% Anstaendigen gibt, Sacharov, Jablinski etc....
aber 80% sind eine putinhoerige, xenophobe Meute die nichts mehr wollen als den alten Imperialismus der frueher im Zarenkleid und spaeter eben als SU und jetzt als GazPutinistan wiederaufersteht......
Leider gibt es in den Ukraineforen immer wieder Leute die ganz massiv gegen eine unabhaengige Ukraine aufstehen und denen kein KGB Schmutzkuebel zu dreckig ist.....
Mal ganz ehrlich - was haetten die ukrainischen Patrioten tun sollen, als sich von den Nazis bewaffnen zu lassen....weiterhin den Verursachern des Holodomor die Stiefel zu kuessen ??
Der Feind meines Feindes ist oft - temporaer natuerlich - mein Freund......das rechtfertigt weder Pogrome noch andere Scheusslichkeiten -und es kaempften auch Juden in der UPA und im Ueberlebenskampf muss man manchmal das kleinere Uebel waehlen - und wie man sieht kaempften die Patrioten noch bis in die 50er gegen die Okkupanten - und nicht zu vergessen bis 1945 gegen BEIDE !!!!
Uebrigens bevor Anwuerfe gegen meine Ahnen kommen, einer meiner Grossvaeter hiess Aaron Ben David Mandelstam .......und er war mit einer Ukrainischen Bauerstochter liiert....Es haben ihn weder die Nazis noch die Roten lebend in die Haende bekommen !

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#29 Beitrag von eurojoseph » Donnerstag 5. November 2009, 00:48

paracelsus hat geschrieben:[quote="EUkrain
EUkraine hat geschrieben:........
Neue FRAGE: Soll die Ukriane in die NATO? Wird das die entgültige Freiheit von Russland sein? Wird sich die EU und NATO wie in Georgien Krieg aus Angst vor dem russischen Bären verstecken und daher nicht den Beitritt zulassen?
[smilie=nono.gif] Mein Gott, wieviel "Stammtisch" ist denn in dieser Frage enthalten?
Wieviel Stammtisch haben wir in Georgien gesehen, bzw. vom Brief Medwediews....
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#30 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 5. November 2009, 10:45

@eurojoseph,
sieht man eigentlich noch Irgendetwas, wenn Hass einem die Augen verklebt ?

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#31 Beitrag von admin » Montag 9. November 2009, 00:07

[smilie=offtopic.gif] [smilie=offtopic.gif] [smilie=offtopic.gif]
Thema wurde ab hier aufgetrennt:
Fortsetzung in Ist Russland das Unglück der Ukraine?

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#32 Beitrag von DevilsNeverCry » Donnerstag 4. März 2010, 23:27

Handrij hat geschrieben:Zur EU natürlich. Russland hat nichts zu bieten, außer einer gemeinsamen Vergangenheit. Das Leben der Ukrainer ist so oder so bereits auf Europa ausgerichtet. Alle wollen europäische Werte (was auch immer das sein mag), europäische Waren und "Jewroremont" und die Europäer können immer billige Arbeitskräfte - illegalisierte sind natürlich noch billiger - und ein paar Absatzmärkte mehr gebrauchen. Ich sehe auch keine ernstzunehmende politische Kraft in der Ukraine, die nicht nach Europa will. Selbst die Partei der Regionen hat nichts gegen die EU. Ob es dazu kommen wird ist schwer zu sagen (haha, die Zukunft), denn vieles hängt weniger von der Ukraine, als vom Zustand der EU ab. Wie wird diese die Krise meistern, wird es eine EU nach der Krise geben, wird es ein "Nach-der-Krise" geben usw. Für den WTO-Beitritt hat die Ukraine ja 15 Jahre oder so gebraucht. Wenn es in diesem oder dem nächsten Jahr zum Assoziierungsabkommen mit der EU kommt und man dies als Startpunkt für ernsthaftere Beitrittsverhandlungen ansieht, sind 15 Jahre wohl mindestens zu sehen. Also nicht vor 2025. Juschtschenko hatte ja mal die 2015 ins Spiel geworfen. Nunja, jedenfalls führt IMHO kein Weg zurück zu Russland.
Btw. eventuell bereitet ja Klein-Russland die Europäisierung Groß-Russlands vor, aber ob man das noch erleben wird ;)
Nur eine gemeinsame Vergangenheit? Russland hat mit ihren immensen Vorkommen an fossilen Brennstoffen und Bioenergie sehr viel zu bieten. Jedem ist bewusst das wenn die Ukraine nicht so sehr auf Europa ausgerichtet wäre, Russland wahrscheinlich hier mehr Zugeständnisse machen würde. Ohnehin arbeiten UA und Russland auch im industriellen Komplex sehr eng mit einander. Man bedenke z. B. das das Antonow Transportflugzeug AN-124 mit den Russen zusammen gebaut wird usw. Russland und UA verbindet eine enge gemeinsame Kulturgeschichte.
Es liegt nicht nur an der Größe des europäischen Marktes, verbunden mit der zukünftigen Freihandelszone und der Abschaffung der Visa das UA in die EU will. Ausschlaggebend ist auch das viele ukr. mittel-Großunternehmen in Russland keinen Garant für ihre territoriale Sichrheit sehen. Kein Land musste nach dem Zerfall der CCCP so sehr dem Druck Moskaus wiederstehen wie die Ukraine (in Hinblick auf den Donbass und die Krim). Es herrscht auch nach wie vor Beunruhigung, daher liegt es bestimmt nicht nur am europäischen markt wieso UA dorthin strebt.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#33 Beitrag von Handrij » Freitag 5. März 2010, 00:08

DevilsNeverCry hat geschrieben: Nur eine gemeinsame Vergangenheit? Russland hat mit ihren immensen Vorkommen an fossilen Brennstoffen und Bioenergie sehr viel zu bieten. Jedem ist bewusst das wenn die Ukraine nicht so sehr auf Europa ausgerichtet wäre, Russland wahrscheinlich hier mehr Zugeständnisse machen würde.
Bioenergie hat die Ukraine selbst genug und zudem mindestens in Bezug auf Erdgas, Kohle, Uran auch genug an fossilen Energieträgern. Das Hauptproblem der Ukraine ist momentan eher die Energieineffizienz in allen Belangen und da hat Russland definitiv nichts zu bieten außer alten Abhängigkeiten (z.B. bei der Urananreicherung)
Mal sehen was aus dem aktuellen Energieeffizienzplan der Regierung Timoschenko wird.

DevilsNeverCry hat geschrieben: Ohnehin arbeiten UA und Russland auch im industriellen Komplex sehr eng mit einander. Man bedenke z. B. das das Antonow Transportflugzeug AN-124 mit den Russen zusammen gebaut wird usw.
Tja, da wird es wohl wieder eine verbesserte Zusammenarbeit geben. Wenn selbst die Bundeswehr ihren Kram mit diesen Dingern nach Afghanistan bringen lässt, scheinen sie ja nicht sooo schlecht zu sein, auch wenn die Technik sicherlich Stand der 80er ist.
DevilsNeverCry hat geschrieben: Russland und UA verbindet eine enge gemeinsame Kulturgeschichte.
Eben Geschichte: die Frage ist aber, um welche Zukunft es geht ...
DevilsNeverCry hat geschrieben: Es liegt nicht nur an der Größe des europäischen Marktes, verbunden mit der zukünftigen Freihandelszone und der Abschaffung der Visa das UA in die EU will. Ausschlaggebend ist auch das viele ukr. mittel-Großunternehmen in Russland keinen Garant für ihre territoriale Sichrheit sehen. Kein Land musste nach dem Zerfall der CCCP so sehr dem Druck Moskaus wiederstehen wie die Ukraine (in Hinblick auf den Donbass und die Krim). Es herrscht auch nach wie vor Beunruhigung, daher liegt es bestimmt nicht nur am europäischen markt wieso UA dorthin strebt.
Völlig einverstanden: Lieber ein Teilstaat in der EU, als eine Provinz Moskaus ...

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#34 Beitrag von eurojoseph » Freitag 5. März 2010, 01:41

Handrij hat geschrieben:
DevilsNeverCry hat geschrieben: Nur eine gemeinsame Vergangenheit? Russland hat mit ihren immensen Vorkommen an fossilen Brennstoffen und Bioenergie sehr viel zu bieten. Jedem ist bewusst das wenn die Ukraine nicht so sehr auf Europa ausgerichtet wäre, Russland wahrscheinlich hier mehr Zugeständnisse machen würde.
Bioenergie hat die Ukraine selbst genug und zudem mindestens in Bezug auf Erdgas, Kohle, Uran auch genug an fossilen Energieträgern. Das Hauptproblem der Ukraine ist momentan eher die Energieineffizienz in allen Belangen und da hat Russland definitiv nichts zu bieten außer alten Abhängigkeiten (z.B. bei der Urananreicherung)
Mal sehen was aus dem aktuellen Energieeffiziezplan der Regierung Timoschenko wird.

DevilsNeverCry hat geschrieben: Ohnehin arbeiten UA und Russland auch im industriellen Komplex sehr eng mit einander. Man bedenke z. B. das das Antonow Transportflugzeug AN-124 mit den Russen zusammen gebaut wird usw.
Tja, da wird es wohl wieder eine verbesserte Zusammenarbeit geben. Wenn selbst die Bundeswehr ihren Kram mit diesen Dingern nach Afghanistan bringen lässt, scheinen sie ja nicht sooo schlecht zu sein, auch wenn die Technik sicherlich Stand der 80er ist.
DevilsNeverCry hat geschrieben: Russland und UA verbindet eine enge gemeinsame Kulturgeschichte.
Eben Geschichte: die Frage ist aber, um welche Zukunft es geht ...
DevilsNeverCry hat geschrieben: Es liegt nicht nur an der Größe des europäischen Marktes, verbunden mit der zukünftigen Freihandelszone und der Abschaffung der Visa das UA in die EU will. Ausschlaggebend ist auch das viele ukr. mittel-Großunternehmen in Russland keinen Garant für ihre territoriale Sichrheit sehen. Kein Land musste nach dem Zerfall der CCCP so sehr dem Druck Moskaus wiederstehen wie die Ukraine (in Hinblick auf den Donbass und die Krim). Es herrscht auch nach wie vor Beunruhigung, daher liegt es bestimmt nicht nur am europäischen markt wieso UA dorthin strebt.
Völlig einverstanden: Lieber ein Teilstaat in der EU, als eine Provinz Moskaus ...
Oh ......Handrij und ich sind uns einig !!!!!!!!!!
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#35 Beitrag von Handrij » Freitag 5. März 2010, 14:17

eurojoseph hat geschrieben:Oh ......Handrij und ich sind uns einig !!!!!!!!!!
Tja, manchmal gibt es Zufälle ;)

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#36 Beitrag von eurojoseph » Freitag 5. März 2010, 21:05

Handrij hat geschrieben:
eurojoseph hat geschrieben:Oh ......Handrij und ich sind uns einig !!!!!!!!!!
Tja, manchmal gibt es Zufälle ;)
Ich glaub nicht wirklich an Zufaelle...vielleicht war ich zu blauauegig ueber den tatsaechlichen
Bewusstseinstand der ukrainischen "Massen" ...na ja wahrschheinlichh hab ich auch den Justschenko ueberschaetzt und was er zu tun bereit war und faehig einen Mittelstand zu foerdern (und Zivilgesellschaft)......jetzt wo ich die Zeitschrift Ji aus Lviv lese merke ich das ich einfach zuviel erwartet habe.....trotzdem ich fuerchte die schlimmen Zeiten für die Ukraine kommen jetzt....und es hat ja schon begonnen.....wenn ich dieses zufriedene Schlaechterduo aus Moskau sehe, denen Janu die Stiefel leckt.....(und Sarkozi auch - ich weiss...) ich kann gar nict so viel essen wie ichh speiben koennt....
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EUkraine
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#37 Beitrag von EUkraine » Freitag 5. März 2010, 22:16

Ich stimme dem auch 100% zu.
Mit meinem Lehrer hab ich die Theorie: Justschenko war für Russland unerwartet. Moskau hat alles bezahlt damit Juschtschenko als Versager darsteht. So glaubt er Tymoshenko hatte diese Abmachung Janukovitch und viele Abgeordnete.
Deshalb war Juschtschenko so abgeneigt gegen Russland.
Janukovitch soll genau wie Putin, als Stabilisierungspräsident nun dargestellt werden, der gute Beziehungen mit Moskau führt und auch das schafft woran Juschtschenko scheiterte> Richtung EU zu gehen.
Zugegeben das ist nur eine Theorie, aber einen Gedanken ist es wert.

Ich befürchte das die Schwarzmeerflotte für Jahrzente bleiben wird. Die russische Sprache als Amtssprache eingeführt wird.
Und die Ukrainische Kultur eine Vollbremse bekommt.
Gegen von Juschtschenko eingeführte Pressefreiheit kann auch ein JAnukovitch nichts mehr machen!

Echt schade um die Ukraine die eines der größten Potentiale in Europa hat.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#38 Beitrag von Handrij » Freitag 5. März 2010, 22:58

EUkraine hat geschrieben: Mit meinem Lehrer hab ich die Theorie: Justschenko war für Russland unerwartet. Moskau hat alles bezahlt damit Juschtschenko als Versager darsteht. So glaubt er Tymoshenko hatte diese Abmachung Janukovitch und viele Abgeordnete.
Deshalb war Juschtschenko so abgeneigt gegen Russland.
Dafür dass Juschtschenko als "Versager" und Zauderer dasteht bedurfte es keiner russischen Einflussnahme. Dolchstoßlegenden sind hier wenig hilfreich ...

EUkraine hat geschrieben: Janukovitch soll genau wie Putin, als Stabilisierungspräsident nun dargestellt werden, der gute Beziehungen mit Moskau führt und auch das schafft woran Juschtschenko scheiterte> Richtung EU zu gehen.
Zugegeben das ist nur eine Theorie, aber einen Gedanken ist es wert.
Von wem??? Wo ist dabei der Nutzen für Russland? Die Argumentation ist nicht konsistent ...
EUkraine hat geschrieben: Ich befürchte das die Schwarzmeerflotte für Jahrzente bleiben wird. Die russische Sprache als Amtssprache eingeführt wird.
Und die Ukrainische Kultur eine Vollbremse bekommt.
Die Ukrainer und die Ukraine haben gerade andere Probleme als Russisch als Amtssprache und die Schwarzmeerflotte. Das interessiert niemanden wirklich, außer nationalistische Vollpfosten ...
EUkraine hat geschrieben: Gegen von Juschtschenko eingeführte Pressefreiheit kann auch ein JAnukovitch nichts mehr machen!
Das Problem unliebsamer Presse wird in der Ukraine nicht über Verbote gelöst, sondern über den Entzug der wirtschaftlichen Grundlage ...

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Maulwurfmeister
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#39 Beitrag von Maulwurfmeister » Samstag 6. März 2010, 00:40

Einen wunderschönen guten Tag Eukraine,
EUkraine hat geschrieben: [...]
was erlaubt sich Russland einzumischen in die Angelegenheiten der Ukraine?
Ukraine darf und soll als suveräner Staat selbst entscheiden in welche Union es reingeht.
Ich stimme Ihnen zu, dass die Ukraine als suveräner Staat selbst entscheiden kann in welche Union es eintritt.
Aber auch Russland hat, als suveräner Staat, das Recht bedenken anzumelden, wenn es um eine Erweiterung eines Militärbündnisses geht. Erst recht wenn der/die Beitrittskandidat/en eine tausende kilometer lange Genze zu russland hat/haben.
Wie Sie selbst wissen, sind bereits viele osteuropäische staaten in dem besagten Militärbündnis, doch die haben bis auf Polen und den Baltischen staaten keine direkte Grenze zu Russland und deswegen hatte Russland damals keinen großen Widerstand entgegengesetzt. Ich finde die Haltung russlands nachvollziehbar, wenn man mal einen Blick auf die Landkarte wirft.

Die Angst vor einem russischen Angriff auf die Ukraine ist für mich- trotz Abitur- nicht zu verstehen. Und der Verweis auf Georgien ist m.A. nach Blödsinn. Georgien hat 4 mio einwohner mit einer Armeestärke von ca. 30000. Die Ukraine hat hunderttausende Soldaten und (zwar schlechtere aber )fast gleiche bewaffnung(was zu hohen verlusten auf beiden seiten führt). Allein deswegen wird Russland keinen Krieg mit der Ukraine beginnen.
Es bleibt ein Wunsch?Traum der Ukrainischen Nazionalisten.
EUkraine hat geschrieben: Die NATO hat schon mehrmals bestätigt das die Osterweiterung der NATO nicht gegen Russland ist und RUssland nicht der Feind sei.
Die NATO hat auch versichert, dass es keine Osterweiterung und keine NATO Truppen auf dem Boden Osteuropas geben wird.
Was ist daraus geworden?

Einige wichtige Nato Mitglieder haben behauptet, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hat.
Mittlerweile hat der damalige US-Verteidigungsminister zugegeben, dass seine "lügen-rede" vor der UN eines der Schwärzesten Augenblicke seiner Politischen Karierre war.

übrigens war der Irak-Krieg der Nato-Mitglieder US und GB ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg UND hatte keinen UN-Mandat.

Daran sieht man wuzu die Nato- wegen öl- fähig ist. Und russland hat viel Öl und Gas.
Vor jahren hat die damahlige US- Aussenministerin Albright gasagt, dass es "unfair" ist, das Russland so viele Rohstoffe hat.

Da ist es doch schon verständlich das die Nato Erweiterung Russalnd sorgen bereitet.

EUkraine hat geschrieben: Deutschland und Frankreich haben nur Russland gehorcht!
Ach deshalb ist Frau Merkel, kurz nach beginn des Georgischen Angriffs auf eigene Minderheiten, nach Georgien gereist und hat Georgien deutschlands Solidarität zugesichert und gesagt, dass Georgien der Nato beitretten darf...;-)
EUkraine hat geschrieben: Die Bevölkerung der Ukraine möchte merheitlich in die EU jedoch nur 33% in die NATO. Bei der NATO Frage soll aber nicht die Bevölkerung entscheiden. Der Staat muss das beste für die Bevölkerung tun, in dem Sinne wäre es der Beitritt.
Russland wäre dann entzweigt von der Ukraine und die Ukraine wäre sicher. Übrigens die Merheit der deutschen waren beim Beitritt der BRD auch dagegen ;D und heute wohl auch! DIE NATO ist ein militärisches Bündniss und da soll der Staat das entscheiden, BESONDERS in der Ukraine ,
Haben Sie sich mal auch die folgen des Nato Beitritts angeschaut? Ein Jahr später wurde der Warschauer Pakt gegründen und die Teilung Deutschlands vertieft. Österreich(war auch in vier Besatzungszonen aufgeteilt) ist einen anderen Weg gegangen und konnte seine Einheit wahren. Am 26. Oktober 1955 gab es keine Besatzungssoldaten mehr. Das damalige Sovjetische (unrechts)regime/diktatur wollte auch für Deutschland das Gleiche, Einheit im Tausch gegen Neutralität. Der Damalige Bundeskanzler wollte es nicht und hat sich für die Westintegration entschieden. Beide Staaten haben sich danach sehr gut entwickelt. Wobei ich persöhlich den Weg Österreichs besser finde, da sie dadurch nicht mit den Folgen der Teilung leben müssen.

hier ein paar links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Österreich ... e_Republik
http://de.wikipedia.org/wiki/Besetztes_ ... österreich

Für Ihr Demokratie-Verständnis habe ich nur wenig Verständnis. Die Politiker sind vom Volk gewählt und sollten auch die interessen/Meinung der Bürger vertretten- und zwar die der Mehrheit der Bürger. Natürlich ist man als Politiker gezwungen auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Es gibt auch Fälle in dennen Unpopuläre entscheidungen zu vertretten sind (z.B. erhöhung der mehrwertsteuer um den Staatshaushalt zu sanieren oder wenn die mehrheit über ein Thema zu wenig weis z.B. embrionalle Stammzellenforschung)

Aber in Fällen des Beitritts zu wichtigen Organisationen und Bündnissen sollte man Volksentscheide durchführen, da es eine sehr weittragende Entscheidung ist und nicht zur "Alltagspolitik" gehört.
EUkraine hat geschrieben: da dort die russischen Medien eine anti NATO Propaganda machen.
Wenn du in einer Zentral Süd oder Ost Stadt der Ukraine bist und jmd nach NATO fragst, wirst du feststellen, das die Bürger kaum was davon wissen und wortwörtlich das übernehmen was in den russischen Medien über die NATO erzählt wird.
Können Sie mir bitte Beispiele für die russische Nato-propaganda geben?
Ich habe leider noch nie welche gesehen/gelesen...(was nicht heißt, dass es die nicht gibt, ich habe nur sehr wenig mit russischen Medien zu tun)

Sie können ja einfach zusammenfassen, was für lügen da verbreitet werden, würde mich sehr interessieren.

grüße Mirko

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#40 Beitrag von DevilsNeverCry » Samstag 6. März 2010, 10:49

Handrij hat geschrieben: Bioenergie hat die Ukraine selbst genug und zudem mindestens in Bezug auf Erdgas, Kohle, Uran auch genug an fossilen Energieträgern. Das Hauptproblem der Ukraine ist momentan eher die Energieineffizienz in allen Belangen und da hat Russland definitiv nichts zu bieten außer alten Abhängigkeiten (z.B. bei der Urananreicherung)
Mal sehen was aus dem aktuellen Energieeffiziezplan der Regierung Timoschenko wird.
Die Ukraine hat Erdgas in den Gasspeichern gelagert was aus Russland importiert wurde. Zu Sowjetzeiten wurde aus UA Richtung Westen Gas exportiert, heute aber reicht dieses Gas nicht mehr zur Selbstversorgung weil es in UA nicht mehr viel Gas zu fördern gibt. Schwarzkohle wäre eine Möglichkeit, aber die Effizienz aus dem vorhandenen so viel heraus zu holen wie möglich wurde schon Ende der CCCP Zeiten nicht genug beachtet. Wie auch? Keiner dachte damals das die CCCP zerfällt und UA als Teil dieses sozialistischen Gebildes konnte Rohstoffe aus Sowjetrussland und dem sowjetischen Turkestan beliebig holen. Nach dem Zerfall sollte dies sich ändern, was man besonders während der Gaskonflikte mit Russland erkennen konnte.

In den 90'ern fehlte schlicht das Geld für solche Projekte. Man hat nicht mal genug Geld für den Bau von Atomkraftwerken und deren Renovierung. Die UA wird abhängig von Investitionen von außen sein. Besonders die EU wäre hier ein Knackpunkt da sie nicht nur die Finanzmittel dazu haben, sondern auchdas nötige Know How zur Umsetzung dieser Energieeffizienz.
Tja, da wird es wohl wieder eine verbesserte Zusammenarbeit geben. Wenn selbst die Bundeswehr ihren Kram mit diesen Dingern nach Afghanistan bringen lässt, scheinen sie ja nicht sooo schlecht zu sein, auch wenn die Technik sicherlich Stand der 80er ist.
Man munkelt ja die Europäer hätten für ihren Eurofighter das ein oder andere von Antonow abgespickt. ;)

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#41 Beitrag von DevilsNeverCry » Samstag 6. März 2010, 11:01

Der NATO Beitritt kommt nicht primär wegen einer miltärischen Bedrohung zustande, sondern weil es einen Bruch der Beziehungen RU-UA im miltärisch-industriellen Komplex geben würde den Russland auf jedenfall verhindern will (UA schadet es sogar noch mehr). Es steht ja auch einer EU Erweiterung nicht positiv gegenüber und kritisiert schon solch einen losen Zusammenschluss wie die EU-Ostpartnerschaft. Gestern hat Putin Janukowitsch vorgeschlagen der Zollunion Russland-Kasachstan-Belarus beizutreten. Die Russen drängen nun seit ca. 10 Jahre darauf das UA beitreten soll, man sollte dort drüben aber mitlerweile bemerkt haben das die wichtigsten wirtschaftl. und pol. Eliten einen EU Beitritt wollen. Alleine das EU Assoziationsabkommen (inkl. Freihandelszone und Abschaffung der Visa) und eine mögl. EU Perspektive die darin fest geschrieben wird sind zu verlockend und schon in ca. 12 Monaten machbar.

Vor allem ist UA WTO Mitglied und das wäre ein weiteres Hindernis für einen Beitritt in die Zollunion.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#42 Beitrag von Handrij » Samstag 6. März 2010, 12:58

DevilsNeverCry hat geschrieben: Die Ukraine hat Erdgas in den Gasspeichern gelagert was aus Russland importiert wurde. Zu Sowjetzeiten wurde aus UA Richtung Westen Gas exportiert, heute aber reicht dieses Gas nicht mehr zur Selbstversorgung weil es in UA nicht mehr viel Gas zu fördern gibt.
Wo hast du denn das her???
1990 wurden in der Ukraine 27 Mrd. Kubikmeter Gas gefördert und im letzten Jahr 21,8 Mrd. Kubikmeter bei einem Verbrauch 1990 von mehr als 100 Mrd. Kubikmeter und im letzten Jahr von etwas mehr als 50 Mrd. Kubikmeter.
2008 befand sich die Ukraine mit 84 Mrd. Kubikmeter an 9. Stelle in der Welt beim Gasverbrauch!!
Die Ukraine war bei diesem Energieumgang niemals in der Lage sich selbst zu versorgen. Siehe hier zu einem Teil der Ursachen und hier zu der Museumstechnologie, die das Herz der ukrainischen Metallindustrie darstellt.

Btw. die Diskussionen um das Schwarzmeerschelf sind wohl an die vorbeigegangen. Die Ukraine könnte bei entsprechenden Investitionen in die Gasförderung diese Fördermenge noch ein paar Jahrzehnte halten und bei gleichzeitiger Umgestaltung des Gasverbrauchs zum Selbstversorger werden. Aber daran besteht kein Interesse ...
DevilsNeverCry hat geschrieben: Schwarzkohle wäre eine Möglichkeit, aber die Effizienz aus dem vorhandenen so viel heraus zu holen wie möglich wurde schon Ende der CCCP Zeiten nicht genug beachtet. Wie auch? Keiner dachte damals das die CCCP zerfällt und UA als Teil dieses sozialistischen Gebildes konnte Rohstoffe aus Sowjetrussland und dem sowjetischen Turkestan beliebig holen. Nach dem Zerfall sollte dies sich ändern, was man besonders während der Gaskonflikte mit Russland erkennen konnte.
Gott bewahre die Ukraine vor noch mehr Kohleverwendung ...
DevilsNeverCry hat geschrieben: In den 90'ern fehlte schlicht das Geld für solche Projekte. Man hat nicht mal genug Geld für den Bau von Atomkraftwerken und deren Renovierung. Die UA wird abhängig von Investitionen von außen sein. Besonders die EU wäre hier ein Knackpunkt da sie nicht nur die Finanzmittel dazu haben, sondern auchdas nötige Know How zur Umsetzung dieser Energieeffizienz.
Die Sache mit den Atomkraftwerken sollte auch gerade in der Ukraine kein Thema mehr sein. Aber selbst tolle Modernisierer, wie Jazenjuk oder Tigipko, setzen da immer noch voll auf den alten Atomkram ...

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tarair
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#43 Beitrag von tarair » Samstag 6. März 2010, 14:05

ich bin aus der Ukraine, und ich meine, das wir mussen selbst zu entwickeln. Wozu braucht der EU mit eher sovietischer Land in Union sein? Unsere Lebensniveau ist viel kleiner als in Polen z.B. Braucht EU noch eine grosse Welle immigranten aus Ukraine??? [smilie=fool.gif]

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#44 Beitrag von Handrij » Samstag 6. März 2010, 15:25

eurojoseph hat geschrieben:Ich glaub nicht wirklich an Zufaelle...vielleicht war ich zu blauauegig ueber den tatsaechlichen
Bewusstseinstand der ukrainischen "Massen" ...na ja wahrschheinlichh hab ich auch den Justschenko ueberschaetzt und was er zu tun bereit war und faehig einen Mittelstand zu foerdern (und Zivilgesellschaft)......jetzt wo ich die Zeitschrift Ji aus Lviv lese merke ich das ich einfach zuviel erwartet habe.....trotzdem ich fuerchte die schlimmen Zeiten für die Ukraine kommen jetzt....und es hat ja schon begonnen.....wenn ich dieses zufriedene Schlaechterduo aus Moskau sehe, denen Janu die Stiefel leckt.....(und Sarkozi auch - ich weiss...) ich kann gar nict so viel essen wie ichh speiben koennt....
Hier ein kleines Zitat aus dem aktuellen Dserkalo Tyshnja:
Сьогодні багато хто згадує, що свій перший закордонний візит президент Ющенко здійснив не в Брюссель, а в Москву. Але мало хто пам’ятає, що спроби знайти спільну мову з Росією цим аж ніяк не обмежилися. Через п’ять місяців ми відчайдушно критикували і Ющенка, і тодішній уряд Тимошенко за ігри в ЄЕП, формування якого помаранчеве керівництво несподівано серйозно вирішило зарахувати до «основних стратегічних інтересів України»... Але яких результатів в україно-російських відносинах, в остаточному підсумку, домігся Ющенко, зайвий раз описувати не варто.

До речі, перший візит прем’єра Януковича, коли він 2006 року вдруге очолив Кабмін, як і цього разу, був не до Москви, а до Брюсселя. Саме в часи прем’єра Януковича Україна найшвидше просувалася в СОТ, це при ньому свого часу було підготовлено План дій Україна — ЄС, саме уряд Януковича у 2004 році відчайдушно опирався російським спробам втягнути нашу країну в ЄЕП. Однак саме його Москва активно підтримувала на попередніх президентських виборах. Через п’ять років імідж Януковича як проросійського політика анітрохи не потьмянів. Навпаки, Москва знову покладає на нього великі надії і зустрічає з почесною вартою та військовим оркестром...
Soviel zum Stiefellecken und dem was am Ende dabei rumkommt.

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DevilsNeverCry
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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#45 Beitrag von DevilsNeverCry » Sonntag 7. März 2010, 16:10

Handrij hat geschrieben:
Wo hast du denn das her???
1990 wurden in der Ukraine 27 Mrd. Kubikmeter Gas gefördert und im letzten Jahr 21,8 Mrd. Kubikmeter bei einem Verbrauch 1990 von mehr als 100 Mrd. Kubikmeter und im letzten Jahr von etwas mehr als 50 Mrd. Kubikmeter.
2008 befand sich die Ukraine mit 84 Mrd. Kubikmeter an 9. Stelle in der Welt beim Gasverbrauch!!
Die Ukraine war bei diesem Energieumgang niemals in der Lage sich selbst zu versorgen. Siehe hier zu einem Teil der Ursachen und hier zu der Museumstechnologie, die das Herz der ukrainischen Metallindustrie darstellt.

Btw. die Diskussionen um das Schwarzmeerschelf sind wohl an die vorbeigegangen. Die Ukraine könnte bei entsprechenden Investitionen in die Gasförderung diese Fördermenge noch ein paar Jahrzehnte halten und bei gleichzeitiger Umgestaltung des Gasverbrauchs zum Selbstversorger werden. Aber daran besteht kein Interesse ...
Was jetzt? Das mit der Förderung von Gas oder dem Export von Gas? Das mit dem Export habe ich aus "Sowjetunion / Volk, Wirtschaft, Militär." Mit der Förderung habe ich scheinbar falsch gelegen. Ich meine so etwas bei IHTEP aufgeschnappt zu haben. Aber es sieht so aus als ob ich mich täusche.
Die Diskussionen um das Schwarzmeerschelf sind nicht an mir vorbei gegangen. Mein letzter Stand ist der, das die Partei der Regionen einen amerikanischen Investor an Land zog um an die Naturressourcen heran zu kommen.Timoschenko habe diesen vertrag allerdings (als sie Premierministerin wurde) gekündigt da sie ihn als unfair bezeichnete und die Amis einen zu hohen Anteil von den Ausgrabungen hätten. Jedenfalls reicht das Geld und die Technik nicht, sonst würde man nicht schon wieder sich an Europa und denen aus Übersee widmen.

Allerdings ist noch gar nicht bekannt was am Schwarzmeerschelf alles vorhanden ist, oder? Zumindest habe ich mal bei rian.ru gelesen das man nicht sicher sei wie hoch die Menge von Kohlenwasserstoff sei. Ich jedenfalls hoffe auf sehr viel Erdgas. [smilie=kosak_1]

Gott bewahre die Ukraine vor noch mehr Kohleverwendung ...
Ja, in Donezk klagen schon meine Verwandten rum.
Die Sache mit den Atomkraftwerken sollte auch gerade in der Ukraine kein Thema mehr sein. Aber selbst tolle Modernisierer, wie Jazenjuk oder Tigipko, setzen da immer noch voll auf den alten Atomkram ...
Wenn wundert es. Die Europäer kriegen Zugang zu den zentralasiatischen Ressourcen (siehe Nabucco) und wir nicht. Irgendwie muss man für eine Enrgiediversifizierung sorgen.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#46 Beitrag von eurojoseph » Montag 8. März 2010, 02:08

tarair hat geschrieben:ich bin aus der Ukraine, und ich meine, das wir mussen selbst zu entwickeln. Wozu braucht der EU mit eher sovietischer Land in Union sein? Unsere Lebensniveau ist viel kleiner als in Polen z.B. Braucht EU noch eine grosse Welle immigranten aus Ukraine??? [smilie=fool.gif]
Das Lebensniveau in Polen war mal genauso schlimm wie in UA.........Besser Immigrant in der EU statt in RU......
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#47 Beitrag von Handrij » Montag 8. März 2010, 13:01

DevilsNeverCry hat geschrieben: Was jetzt? Das mit der Förderung von Gas oder dem Export von Gas? Das mit dem Export habe ich aus "Sowjetunion / Volk, Wirtschaft, Militär."
Nun, so ganz unrichtig ist es ja nicht. Das hat aber eher einen technischen Hintergrund. Die Gasspeicher werden in den Sommermonaten gefüllt und in den Wintermonaten genutzt, um den europäischen Bedarf zu decken, da das aus Russland kommende Gas in dieser Zeit für den ukrainischen Bedarf genutzt wird und dabei nicht ausreichend Gas für den Transit genutzt werden kann.
DevilsNeverCry hat geschrieben: Die Diskussionen um das Schwarzmeerschelf sind nicht an mir vorbei gegangen. Mein letzter Stand ist der, das die Partei der Regionen einen amerikanischen Investor an Land zog um an die Naturressourcen heran zu kommen.Timoschenko habe diesen vertrag allerdings (als sie Premierministerin wurde) gekündigt da sie ihn als unfair bezeichnete und die Amis einen zu hohen Anteil von den Ausgrabungen hätten. Jedenfalls reicht das Geld und die Technik nicht, sonst würde man nicht schon wieder sich an Europa und denen aus Übersee widmen.
Der eigentliche Hintergrund ist wohl der gewesen, dass hinter diesem ominösen amerikanischen Investor (Vanco) eigentlich eine Firma von Achmetow steht. Genaueres wird man wohl nie erfahren. Julia war jedenfalls unzufrieden mit dem Unternehmen, hat ihm die Lizenz entzogen und ist aus dem Vertrag ausgestiegen. Die Verhandlungen vor dem internationalen Schiedsgericht in Stockholm dauern wohl noch an und es ist zu erwarten, dass eine Janukowitschfreundliche Regierung hier wieder andere Akzente setzt. Btw. ein gewisser Herr Juschtschenko hat sich auch immer für die Rückgabe der Lizenz eingesetzt. Ihm wurde auch im aktuellen Serkalo Nedeli Einmischung zugunsten von RosUkrEnergo (Dmitri Firtasch, steht der Partei der Regionen nahe) bei den Gasverhandlungen 2008/2009 unterstellt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt ....
DevilsNeverCry hat geschrieben: Allerdings ist noch gar nicht bekannt was am Schwarzmeerschelf alles vorhanden ist, oder? Zumindest habe ich mal bei rian.ru gelesen das man nicht sicher sei wie hoch die Menge von Kohlenwasserstoff sei. Ich jedenfalls hoffe auf sehr viel Erdgas. [smilie=kosak_1]
Hm, naja im Prinzip ist es ja überall vor dem Ende der Förderung unbekannt, wie viel sich in der Lagerstätte finden lässt.
Das Schwarzmeerschelf bei Kertsch soll 40-50 Mrd. Kubikmeter haben. Würde also beim jetzigen Verbrauch der Ukraine gerade einmal für ein Jahr reichen ...

2006 schrieb man im Serkalo Nedeli:
Общая площадь Прикерченского участка недр континентального шельфа Черного моря составляет 12,96 тыс. кв. км, глубина моря в его пределах — от 70 до 2000 м. Плотность ресурсов углеводородов (Д+С2+С3), по предварительным оценкам, составляет 30 тыс. тонн нефтяного эквивалента на 1 кв. км. Бурение на территории участка не проводилось.

В пределах Прикерченского участка закартирована Южнокерченская нефтегазоперспективная структура, готовая к бурению, и выявлены структуры «Якирна», «Моряна» и «Тетяево».

Согласно государственному балансу запасов, перспективные ресурсы Южнокерченской структуры на 1 января 2005 года составляли 10,8 млрд. кубометров газа; перспективные ресурсы структур «Якирна», «Моряна» и «Тетяево» не подсчитывались.
Die Sache mit den Atomkraftwerken sollte auch gerade in der Ukraine kein Thema mehr sein. Aber selbst tolle Modernisierer, wie Jazenjuk oder Tigipko, setzen da immer noch voll auf den alten Atomkram ...
Wenn wundert es. Die Europäer kriegen Zugang zu den zentralasiatischen Ressourcen (siehe Nabucco) und wir nicht. Irgendwie muss man für eine Enrgiediversifizierung sorgen.[/quote]
Naja, Nabucco ist ja eher auf den Iran ausgerichtet, denn auf Turkmenistan und die Ukraine hat sehr wohl Zugang zu den zentralasiatischen Gasreserven, nur muss man sich da mit Russland einigen.
Hier sind auch die Zeiten des 50$ Gases einfach mal vorbei. Alle zentralasiatischen Gasförderer (Turkmenistan, Kasachstan, Usbekistan) verlangen jetzt wesentlich mehr für die Tausend Kubikmeter (oder hier) und das liegt nicht nur an Russland, was sich bemühte auf Teufel komm raus alle Fördermengen auf Jahre aufzukaufen, sondern auch daran, dass jetzt ein neuer Spieler in diesem Markt auftritt: China.

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#48 Beitrag von tarair » Montag 8. März 2010, 14:39

eurojoseph hat geschrieben:
tarair hat geschrieben:ich bin aus der Ukraine, und ich meine, das wir mussen selbst zu entwickeln. Wozu braucht der EU mit eher sovietischer Land in Union sein? Unsere Lebensniveau ist viel kleiner als in Polen z.B. Braucht EU noch eine grosse Welle immigranten aus Ukraine??? [smilie=fool.gif]
Das Lebensniveau in Polen war mal genauso schlimm wie in UA.........Besser Immigrant in der EU statt in RU......
aber ich finde, das Eintritt der Ukraine zur EU nicht sehr gute Idee für EU ist [smilie=ukr_prapor]
Mache das nicht bitte)) es ist zu früh...

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Re: Ukraine zur EU oder RUssland ???

#49 Beitrag von DevilsNeverCry » Montag 8. März 2010, 18:02

Das wird ja immer besser. Achmetow hat auch ein weit verzweigtes Netz mit seinem System Capital Management und es ist nicht durchsichtig wo er seine Finger im Spiel hat. :-D Dennoch gab es eine österreichsiche Investmentgesellschaft und einen russischen Invesor. Selbst Rothschild hatte seine Finger im Spiel.
aja, Nabucco ist ja eher auf den Iran ausgerichtet, denn auf Turkmenistan und die Ukraine hat sehr wohl Zugang zu den zentralasiatischen Gasreserven, nur muss man sich da mit Russland einigen.
Hier sind auch die Zeiten des 50$ Gases einfach mal vorbei. Alle zentralasiatischen Gasförderer (Turkmenistan, Kasachstan, Usbekistan) verlangen jetzt wesentlich mehr für die Tausend Kubikmeter (oder hier) und das liegt nicht nur an Russland, was sich bemühte auf Teufel komm raus alle Fördermengen auf Jahre aufzukaufen, sondern auch daran, dass jetzt ein neuer Spieler in diesem Markt auftritt: China.
Stimmt, die Ukraine hat Zugang zu zentralasiatische Ressorcen, aber selbst diese Menge führt nur über Russland. Was das für Auswirkungen hat, musste Turkeminstan erfahren als aufgrund einer Explosion der Gaspipeline Turkmenistan von der EU abgeschnitten wurde. Dabei war Russland der Preis für die Abnahme ieses gases unpassend. Auch mit Aserbaidschan hat sich Russland es einmal verdorben indem es den Ölexport von Baku Richtung Brüssel wegen politischen Differenzen und den Transitgebühren den Durchgang stoppte. Daher auch die Baku-Tiflis-Ceyhan Pipeline die Öl über Georgien nach Türkei und weiter nach Europa führt. Ohnehin hat Baku sich dafür ausgesprochen Gas über Georgien und der Türkei nach Europa liefern zu wollen. Einzig Turkmenistan muss da noch zustimmen. Der Iran spielt hier meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle (aber nicht unwichtige), da dessen wirtschaftspolitischer Einfluss auf die zentralasiatischen Staaten bei weitem nicht so groß sind wie die von Russland.
Was China angeht, diese haben sich durchgesetzt eine Ölleitung von Astana nach Beijing und eine Gaspipeline von Ahgabad nach Beijing zu bekommen. Das ist nicht natürlich nicht im Interesse der Russen und Europäer. China.

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Zollunion oder EU?

#50 Beitrag von DevilsNeverCry » Freitag 20. Mai 2011, 19:49

Da Russland seine Bestrebungen intensiviert die Ukraine in die Zollunion zu holen, denke ich dass man diesen Thread wieder hervor bringen sollte.

Medwedew hatte noch gestern verkündet das die Ukraine zeigen soll wo ihre Prioritäten in der Außenpolitik liegen. Obwohl dazu schon das Ministerium (darunter Grischenko) Stellung bezogen hat, reichte das der rus. Führerschaft offenbar nicht, man startete dieselbe Aktion von neuem.
Nun hat die W. Rada Stellung bezogen:
Европейская интеграция определена одним из главных внешнеполитических приоритетов Украины.

Соответствующее определение содержится в постановлении "О рекомендациях парламентских слушаний на тему: "О состоянии и перспективах развития экономических отношений Украины с ЕС (зона свободной торговли) и Таможенным союзом", принятом Верховной Радой в четверг, сообщает УНИАН.

Это решение поддержали 289 из 385 депутатов, зарегистрированных в сессионном зале.

Согласно постановлению, Кабинет министров в четвертом квартале 2011 года обязан проинформировать Верховную Раду о ходе выполнения рекомендаций парламентских слушаний.

В рекомендациях отмечается, что европейская интеграция определяется одним из главных внешнеполитических приоритетов нашего государства, и основным первоочередной задачей на ближайшую перспективу является завершение переговоров и подписание Соглашения о создании зоны свободной торговли между Украиной и ЕС, как неотъемлемой части Соглашения об ассоциации с ЕС.

В то же время отмечается, что поддержка развития торгово-экономического, научно-технического и инвестиционного сотрудничества Украины с иностранными государствами на взаимовыгодной основе также относится к основополагающим принципам внешней политики Украины.

"Это прочная основа для развития взаимодействия с новообразованным Таможенным союзом Беларуси, Казахстана и России как на многосторонней, так и на двусторонней взаимовыгодной основе", - говорится в рекомендациях.

Согласно документу, Верховной раде рекомендовано активизировать деятельность по принятию законов, направленных на адаптацию законодательства Украины к законодательству ЕС и нормам и принципам ВТО.

Как отметил вице-спикер Николай Томенко, комментируя это постановление, парламент, таким образом, поставил точку в дискуссии о вступлении Украины в Таможенный союз.
http://www.pravda.com.ua/rus/news/2011/05/19/6218021/

Demnach ist bzw. bleibt die Euro Integration (mit dem kruz-mittelfristigen Ziel das Assoziationsabkommen abzuschließen) oberste Priorität der ukr. Außenpolitik. Gleichzeitig wurde verkündet das man mit anderen Ländern weiterhin versucht im Bereich Technologie, Investitionen, Handelsverkehr etc. eine gute Grundlage zu schaffen.

Die Frage lautet nun -> hat sich das Thema erledigt?

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