PolitikDie Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

Forum für Hinweise auf Beiträge (Artikel, Videos ...) in in- und ausländischen Onlinemedien mit Bezug zur ukrainischen Politik
Forumsregeln
Bitte keine Vollzitate aus Zeitungen, außer wenn diese es ausdrücklich gestatten. Zudem achtet bitte auf die Seriösität der Quelle. Keine Verschwörungs- oder Hassseiten!

Bei Links mit unüblichen Zeichen (z.B. []) bitte einen Linkkürzer wie http://bit.ly oder http://tinyurl.com nutzen ....
Denkt bitte an korrektes Zitieren, um die Lesbarkeit zu erhöhen.
Format: [quote="name"] Zitat [/quote]. Näheres hier: zitierfunktion-t295.html

Videos werden in der Regel automatisch eingebunden. Falls nicht bitte den media-Tag versuchen. Format:
[media] Link [/media].
Näheres hier: videoeinbindung-t308.html
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Handrij
Ukraine-Experte / знавець / знаток
Beiträge: 10721
Registriert: Freitag 27. März 2009, 21:22
Wohnort: Kiew/Kyjiw
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 168 Mal
Danksagung erhalten: 1927 Mal
Ukraine

Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#1 Beitrag von Handrij » Mittwoch 19. November 2014, 18:20

Die Ukrainer haben im Konflikt mit Putins Russland vom Westen mehr erwartet als tröstende Worte. Sie sind erzürnt über die Taubheit Europas. Können die Ukraine und Europa sich nicht mehr verständigen? Ein Gastbeitrag.
Mehr bei der FAZ

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Alex7734
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 152
Registriert: Freitag 1. August 2014, 17:18
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1391x783
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal
Deutschland

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#2 Beitrag von Alex7734 » Mittwoch 19. November 2014, 18:59

zu einer Sache kann ich mir Kommentar leider nicht verkneifen, da man das ständig irgenwo ließt oder hört.

...Juristisch haben wir das vor 23 Jahren getan, als wir aufhörten, ein Teil der Sowjetunion zu sein. Faktisch kämpfen wir immer noch um das Recht auf diesen Bruch, das Recht auf Austritt.....

Mein Gott, wer hat Euch den gehalnten? Wieso arbeitet Großteil der Ukraine und Ukrainer für und in Russland wenn ihr Euch doch von den lösen wollt? Wieso wurden die Werke nicht schon vor 20 Jahren auf die Europäischen Normen umgestellt? Hat Euch das einer verboten? Nein, es war halt einfach Waren nach Russland zu verkaufen, hier sind die Vorschriften und Normen ganz anders, da muss man halt nich viel tun. Nicht böse sein, aber was er dazu geschrieben hat und was ich oft höre ist einfachstes Schuld zuschieben mehr nicht.

Ich kenne die Kommentare die jetzt kommen, aber spart Euch bitte das Schönreden und sich als die Sklaven seit 23 Jahren hinzustellen.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
lev
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1238
Registriert: Montag 23. November 2009, 12:01
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 340x652
Hat sich bedankt: 250 Mal
Danksagung erhalten: 441 Mal
Ukraine

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#3 Beitrag von lev » Mittwoch 19. November 2014, 19:45

Alex7734 hat geschrieben: Mein Gott, wer hat Euch den gehalnten? Wieso arbeitet Großteil der Ukraine und Ukrainer für und in Russland wenn ihr Euch doch von den lösen wollt? Wieso wurden die Werke nicht schon vor 20 Jahren auf die Europäischen Normen umgestellt? Hat Euch das einer verboten?
Weißt du was es kostet, Betriebe auf EU - Normen umzustellen? Polnische Betriebe, hatten nach dem EU - Beitritt panische Angst davor, die Landwirte sahen das sichere aus.
Die Ukraine, hatte und hat noch kein reales Jahr des EU - Beitrittes vor Augen und sollten, so mal eben ohne EU - Zuschüsse und hohen Zinsen, Milliarden investieren?
Sorry, aber von wirtschaftlichen Zusammenhängen, fehlt dir jegliches Verständnis.
Zuletzt geändert von lev am Mittwoch 19. November 2014, 20:48, insgesamt 2-mal geändert.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
eurojoseph
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1031
Registriert: Donnerstag 5. November 2009, 00:14
Wohnort: Wien
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:
Hat sich bedankt: 1401 Mal
Danksagung erhalten: 253 Mal

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#4 Beitrag von eurojoseph » Mittwoch 19. November 2014, 19:49

Alex7734 hat geschrieben:zu einer Sache ..............
Ich kenne die Kommentare die jetzt kommen, aber spart Euch bitte das Schönreden und sich als die Sklaven seit 23 Jahren hinzustellen.
das rechtfertigt putler ????
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Robert1959
Ukraine-Anfänger / початківець / начинающий
Beiträge: 94
Registriert: Samstag 19. Juli 2014, 23:21
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 5 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal
Deutschland

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#5 Beitrag von Robert1959 » Mittwoch 19. November 2014, 20:56

Das große Problem ist, dass nur wenige die moderne Ukraine kennen. Sieht man sich die Autos und die Häuser an, sieht man, dass da etwas Neues entsteht. Der Wohlstand in Europa hat in jedem Land eine Schere, und die Wirtschaft kauft sich die Politiker, aber wenigstens haben wir noch eine freie Presse und sind noch ein Rechtsstaat. Die Ukraine ist auf den besten Weg ein Rechtsstaat zu werden! Ich empfinde auch nicht alles gut, was von Europa kommt, aber auch in der EU muß man für seine Freiheit kämpfen!
Der Beitritt braucht Zeit, aber den 37 seitigen Katalog kann man abarbeiten! Die NATO Mitgliedschaft ist für die Ukraine ein "muß". Zu teuer ist eine komplette Armee! Ich wäre froh, die Ukraine wäre heute schon Mitglied! Denn wenn Rußland die Ukraine hat, dann nimmt er sich noch so nebenbei Moldawien und Serbien und dann haben wir ein Wettrüsten, dass uns alle ärmer macht!
Ich denke, das Kriegsschiff sollte ausgehändigt werden, dem Haushalt fehlt eine Milliarde und der Betrieb des Schiffes kostet Geld. Im Ernstfall versenken wir es einfach!
Ich sollte auch erwähnen, dass sich unsere "Exilrussen" nur aus dem russischen Fernsehen informieren. Sie haben im Gegensatz zu uns selten die Wahrheit erzählt bekommen. Zwar hatte Rußland schon eine kurze freie Geschichtsforschung, aber da waren diese Exilrussen schon bei uns! Es stimmt leider auch, dass die Foren von Bezahlschreiber zugemüllt werden und Politoffiziere habe ich auch schon bei Expertendiskussionen erlebt! Sprachlos sind sie immer, wenn man sie fragt, warum ein frei gewähltes russisches Parlament auf der Krim aufgelöst wird!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
toto66
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1484
Registriert: Dienstag 25. Dezember 2012, 14:20
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:
Hat sich bedankt: 1261 Mal
Danksagung erhalten: 2497 Mal

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#6 Beitrag von toto66 » Mittwoch 19. November 2014, 23:41

Ach, der Juri Andruchowytsch ist doch einfach Klasse.
Ich find den Artikel richtig gut, nicht nur wegen des Blickes auf die Ukraine, sondern vor allem wegen dem auf die EU.
Eine Mengen kluger, guter, starker Worte und Sätze.
Leider werden es wieder nicht genug Menschen hier lesen und verstehen und der Kampf der Ukrainer wird weiter ein ziemlich einsamer sein.
Am Freitag ist der Jahrestag des Beginns dieses Kampfes.
Ich werde pünktlich zuhause sein und diesen Jahrestag würdig begehen und mich der Bekannten und Freunde erinnern, die dann nicht mehr dabei sein können oder an die die in Schützengräben der Aggression wehren. Und nie vergessen wer dafür die Verantwortung trägt.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Anuleb
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 654
Registriert: Sonntag 4. Mai 2014, 15:58
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 185 Mal
Danksagung erhalten: 741 Mal
Deutschland

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#7 Beitrag von Anuleb » Donnerstag 20. November 2014, 09:58

Ich kann mich noch an Diskussionen vor 4, oder waren es 5 Jahren, erinnern, wo sich ukra<inische Freunde aufgeregt hatten, wenn wir etwas gegen Janukovitsch sagten, und davor warnten, ihn zu wählen. Janu ist gut, Janu wird es richten, so hiess es. Als dann der Maidan kam, hat einige dieser Freunde und Bekannte den Kontakt zu uns abgebrochen. Putin ist gut, Putin wird es richten, so hiess es. Wir haben bis heute keinen Kontakt mehr zu diesen Freunden und Bekannten.

Ja, und nun, ein paar Tausend Tote, Verletzter und massenhaft Zerstörungen später, will der Rest unbedingt in die EU, vielleicht auch in die NATO. Denn dort lebt man sicher, dort ist der Erfolg, dort ist das Geld.

Ich finde, dieser Artikel ist absolut lesenswert, nur ziehe ich ein anderes Resumee: Muss es denn wirklich erst so viele Tote und Zerstörungen geben, um der Masse der ukrainischen Bevölkerung die Vorteile von EU und NATO auszuzeigen? Die Ukraine hätte doch schon längst auf friedlichem Wege haben können, wonach ihnen heute ist. Nun liegt das Kind im Brunnen, und es ist sehr fraglich, ob man es gesund und munter dort wieder rausholen kann.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#8 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 20. November 2014, 10:17

Anuleb, alles braucht seine Zeit und jeder hat das Recht auf seinen Irrtum. Und jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Und die einen haben eben Glück und die anderen Pech mit ihren Nachbarn. Ich weiß nicht, wo die ehemalige DDR heute stehen würde, wenn wir nicht diese massisve Unterstützung der ehemaligen BRD gehabt hätten. Obwohl, ich weiß es eigentlich - an Putins Rockzipfel.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#9 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 20. November 2014, 10:19

Handrij hat geschrieben:
Die Ukrainer haben im Konflikt mit Putins Russland vom Westen mehr erwartet als tröstende Worte. Sie sind erzürnt über die Taubheit Europas. Können die Ukraine und Europa sich nicht mehr verständigen? Ein Gastbeitrag.
Mehr bei der FAZ
War schon gepostet: http://forum.ukraine-nachrichten.de/dem ... tml#p88575 , aber du hattest scheinbar die interessantere Überschrift ;)

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

FEINDFLIEGER
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1067
Registriert: Freitag 12. September 2014, 10:28
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1366x768
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal
Österreich

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#10 Beitrag von FEINDFLIEGER » Donnerstag 20. November 2014, 10:25

Anuleb hat geschrieben:Ich kann mich noch an Diskussionen vor 4, oder waren es 5 Jahren, erinnern, wo sich ukra<inische Freunde aufgeregt hatten, wenn wir etwas gegen Janukovitsch sagten, und davor warnten, ihn zu wählen. Janu ist gut, Janu wird es richten, so hiess es. Als dann der Maidan kam, hat einige dieser Freunde und Bekannte den Kontakt zu uns abgebrochen. Putin ist gut, Putin wird es richten, so hiess es. Wir haben bis heute keinen Kontakt mehr zu diesen Freunden und Bekannten.

Ja, und nun, ein paar Tausend Tote, Verletzter und massenhaft Zerstörungen später, will der Rest unbedingt in die EU, vielleicht auch in die NATO. Denn dort lebt man sicher, dort ist der Erfolg, dort ist das Geld.

Ich finde, dieser Artikel ist absolut lesenswert, nur ziehe ich ein anderes Resumee: Muss es denn wirklich erst so viele Tote und Zerstörungen geben, um der Masse der ukrainischen Bevölkerung die Vorteile von EU und NATO auszuzeigen? Die Ukraine hätte doch schon längst auf friedlichem Wege haben können, wonach ihnen heute ist. Nun liegt das Kind im Brunnen, und es ist sehr fraglich, ob man es gesund und munter dort wieder rausholen kann.
Man kann eben nicht von Heute auf Morgen westliche "Werte" (oder sollte ich sagen: "Preise") auf ein Volk oder eine Nation übertragen - ganz besonders nicht,wenn man damit den Nachbarn zu seinem Feind macht!
Die "Stellvertreterrolle" der Ukraine zwischen EU/Nato (und natürlich USA) und Russland sollte auch dem Dümmsten schon mal auffallen!
Ob diese "Werte" - und der "Preis",der bis jetzt dafür gezahlt worden ist,es wert sind,wage ich ernsthaft zu bezweifeln!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#11 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 20. November 2014, 10:40

FEINDFLIEGER hat geschrieben: Man kann eben nicht von Heute auf Morgen westliche "Werte" (oder sollte ich sagen: "Preise") auf ein Volk oder eine Nation übertragen - ganz besonders nicht,wenn man damit den Nachbarn zu seinem Feind macht!
Wieso macht man sich den Nachbarn dadurch zum Feind? War es nicht dieser Nachbar, der sogar mehrmals schon den Antrag auf Natomitgliedschaft gestellt hat? Schon komisch, dass die dann plötzlich zum Feind erklärt wird.
FEINDFLIEGER hat geschrieben:Die "Stellvertreterrolle" der Ukraine zwischen EU/Nato (und natürlich USA) und Russland sollte auch dem Dümmsten schon mal auffallen!
Du meinst nicht Stellvertreterrolle sondern russische Kolonie. Dass das die Ukrainer nicht mehr wollten, dürfte wohl auch dem Dümmsten schon mal auffallen.
FEINDFLIEGER hat geschrieben:Ob diese "Werte" - und der "Preis",der bis jetzt dafür gezahlt worden ist,es wert sind,wage ich ernsthaft zu bezweifeln!
Das musst du den Ukrainern überlassen. Aber eines ist Fakt, wenn die Westeuropäer ihre eigenen Werte auch so verteidigen würden, wie die Ukrainer die europäischen, wäre Putin und damit der Krieg in der Ukraine schon lange gestoppt.
Und damit meine ich nicht, dass Westeuropa in den Krieg eingreift, sondern dass man aus Russland Botschafter abzieht, jede Wirtschaftsbeziehung einstellt und z. Bsp. den Bosporus für russische Schiffe zu macht.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

FEINDFLIEGER
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1067
Registriert: Freitag 12. September 2014, 10:28
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1366x768
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal
Österreich

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#12 Beitrag von FEINDFLIEGER » Donnerstag 20. November 2014, 11:17

Sonnenblume hat geschrieben: sondern dass man aus Russland Botschafter abzieht, jede Wirtschaftsbeziehung einstellt und z. Bsp. den Bosporus für russische Schiffe zu macht.
...was de facto schon einer Kriegserklärung voransteht! Und genau das ist das Grundproblem,das der Russe mit solchen Geschichten hat!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Maniac
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 232
Registriert: Sonntag 20. Juli 2014, 21:09
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1171x878
Hat sich bedankt: 261 Mal
Danksagung erhalten: 195 Mal
Ukraine

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#13 Beitrag von Maniac » Donnerstag 20. November 2014, 11:25

FEINDFLIEGER hat geschrieben:
Anuleb hat geschrieben:Ich kann mich noch an Diskussionen vor 4, oder waren es 5 Jahren, erinnern, wo sich ukra<inische Freunde aufgeregt hatten, wenn wir etwas gegen Janukovitsch sagten, und davor warnten, ihn zu wählen. Janu ist gut, Janu wird es richten, so hiess es. Als dann der Maidan kam, hat einige dieser Freunde und Bekannte den Kontakt zu uns abgebrochen. Putin ist gut, Putin wird es richten, so hiess es. Wir haben bis heute keinen Kontakt mehr zu diesen Freunden und Bekannten.

Ja, und nun, ein paar Tausend Tote, Verletzter und massenhaft Zerstörungen später, will der Rest unbedingt in die EU, vielleicht auch in die NATO. Denn dort lebt man sicher, dort ist der Erfolg, dort ist das Geld.

Ich finde, dieser Artikel ist absolut lesenswert, nur ziehe ich ein anderes Resumee: Muss es denn wirklich erst so viele Tote und Zerstörungen geben, um der Masse der ukrainischen Bevölkerung die Vorteile von EU und NATO auszuzeigen? Die Ukraine hätte doch schon längst auf friedlichem Wege haben können, wonach ihnen heute ist. Nun liegt das Kind im Brunnen, und es ist sehr fraglich, ob man es gesund und munter dort wieder rausholen kann.
Man kann eben nicht von Heute auf Morgen westliche "Werte" (oder sollte ich sagen: "Preise") auf ein Volk oder eine Nation übertragen - ganz besonders nicht,wenn man damit den Nachbarn zu seinem Feind macht!
Die "Stellvertreterrolle" der Ukraine zwischen EU/Nato (und natürlich USA) und Russland sollte auch dem Dümmsten schon mal auffallen!
Ob diese "Werte" - und der "Preis",der bis jetzt dafür gezahlt worden ist,es wert sind,wage ich ernsthaft zu bezweifeln!
Der Spruch von Schiller passt immer wieder: "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt."

Fängt das Aufrüsten nicht schon vielfach in unseren kleinen Gärten und unserer eigenen Umgebung an?

Wenn ich mich als Kind erinnere, gab es zwischen den Gärten kaum Zäune.
Die Abkürzung war der Weg durch nachbars Garten, das war normal!

Wir haben im Garten gerillt, die Nachbar rochen es, kamen quatschen,
setze sich gemeinsam zusammen, brachten selbst Sachen mit, es war immer genug für alle da, sonst wurde geteilt!
Bis spät in die Nacht mit späterem Lagerfeuer saß man zusammen!

Irgenwann kam ein neuer Nachbar, oder die alten Starben, die Jungen kamen nach, etc.

Dann wurde erstmal abgetrennt, dann paar Bäume, dann ein Zaun, die Zäune wurden immer höher und dichter!

Nur nichts mit dem anderen zu tun zu haben wollen!
Sein Reich abgrenzen, gegenseitige Hilfe?
Nein, brauchen wir nicht, wollen wir nicht!

Was im kleinen beginnt, ist nichts anderes als im Großen Spiel der Nationen!

Wenn es zu spät ist, besinnt sich der Mensch!

Ist nicht jeder ein Vorbild?

Schauen wir mal auf unsere Regierungen und viele Vertreter, ich möchte behaupten:
"Je abgehobener und abgeschotteter die Regierenden leben, desto Welt fremder werden Sie und desto weniger interessiert Sie, was die anderen "unten" wollen!"

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
toto66
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1484
Registriert: Dienstag 25. Dezember 2012, 14:20
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:
Hat sich bedankt: 1261 Mal
Danksagung erhalten: 2497 Mal

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#14 Beitrag von toto66 » Donnerstag 20. November 2014, 11:37

Ich weiss nicht ob man die Sehnsucht der Ukrainer auf Erfolg und Geld herunterbrechen kann. Vielleicht sollte man es besser mit Perspektive umschreiben.
@Anuleb, auch ich habe die Debatten im Osten des Landes vor der Wahl Janukowitschs geführt ( ich könnte heute nicht mal sagen warum ich das Gefühl hatte damals, das es wegen des AA genau dorthin läuft wohin es gelaufen ist).
Andererseits muss man halt auch sagen das viele damals erstens enttäuscht und vollkommen entnervt von der politichen Alternative waren ( die ja regiert hatte ) und andererseits dem versprechen ALLER massgeblichen Kräfte, auch der PR vertraut haben das der Weg über das AA nach Europa führt. Damit verband sich die Hoffnung das Europa und das AA die politische Klasse der UA schon kultivieren wird.
Vor einem Jahr genau wurde diese Hoffnung zerstört und der Weg zurück in die Arme des "grossen Bruders" öffentlich gemacht. Jeder wusste, das das ein Weg ohne Umkehr ist mit einem Präsidenten Janukowitsch für die nächsten 10,20 oder wieviel Jahre ala Weissrussland.
Und das die Menschen das nicht bereit waren mitzugehen, nur das, werter Feindflieger, ist der Grund für den Maidan.

Die Alternative, die man ua hier findet: http://ruskline.ru/ ist ja auch nicht sonderlich anziehend.
Ich hab mich gestern und heute bisschen durch die Artikel da gelesen ( gekommen sind wir ja auf dieses Wurstblatt weil es offensichtlich seit lägerem ein Sprachrohr des Projektes Novarossija ist) und mir wird dort von Zeile zu Zeile übler.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Anuleb
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 654
Registriert: Sonntag 4. Mai 2014, 15:58
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 185 Mal
Danksagung erhalten: 741 Mal
Deutschland

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#15 Beitrag von Anuleb » Donnerstag 20. November 2014, 12:54

toto66 hat geschrieben:Ich weiss nicht ob man die Sehnsucht der Ukrainer auf Erfolg und Geld herunterbrechen kann. Vielleicht sollte man es besser mit Perspektive umschreiben.
@Anuleb, auch ich habe die Debatten im Osten des Landes vor der Wahl Janukowitschs geführt ( ich könnte heute nicht mal sagen warum ich das Gefühl hatte damals, das es wegen des AA genau dorthin läuft wohin es gelaufen ist).
Andererseits muss man halt auch sagen das viele damals erstens enttäuscht und vollkommen entnervt von der politichen Alternative waren ( die ja regiert hatte ) und andererseits dem versprechen ALLER massgeblichen Kräfte, auch der PR vertraut haben das der Weg über das AA nach Europa führt. Damit verband sich die Hoffnung das Europa und das AA die politische Klasse der UA schon kultivieren wird.
Vor einem Jahr genau wurde diese Hoffnung zerstört und der Weg zurück in die Arme des "grossen Bruders" öffentlich gemacht. Jeder wusste, das das ein Weg ohne Umkehr ist mit einem Präsidenten Janukowitsch für die nächsten 10,20 oder wieviel Jahre ala Weissrussland.
Und das die Menschen das nicht bereit waren mitzugehen, nur das, werter Feindflieger, ist der Grund für den Maidan.

Die Alternative, die man ua hier findet: http://ruskline.ru/ ist ja auch nicht sonderlich anziehend.
Ich hab mich gestern und heute bisschen durch die Artikel da gelesen ( gekommen sind wir ja auf dieses Wurstblatt weil es offensichtlich seit lägerem ein Sprachrohr des Projektes Novarossija ist) und mir wird dort von Zeile zu Zeile übler.
Ich weiss, dass die damaligen Alternativen zu Janu nicht sonderlich gut waren. Nur darf man dabei nicht vergessen, dass die damalige Regierung durch Korruption und Selbstbereicherung ihrer Mehrheiten beraubt worden und damit handlungsunfähig geworden ist. Janu hat die Wahlen definitiv nicht gewonnen, weil er die besseren Rezepte hatte, sondern weil er die Selbstsucht der damaligen Regierungsmitglieder gnadenlos ausgenutzt hat.

Es gab auch schon zu Juschtschenkos Zeiten reichlich Kontakte zwischen EU und Ukraine. Nur, ich kann mich in dieser Zeit an Artikel in der "Zeit" erinnern, wo sich EU-Politiker hinter vorgehaltener Hand über ukrainische Verhandlungspartner ausliessen, welche als 1. Geld sehen wollten. Wohlgemerkt, sie wollten das Geld nicht für die Ukraine, sondern für sich selber, verbunden mit der Zusage, dann in der Rada pro-europäisch abzustimmen. Was glaubst Du denn, was für bleibende Eindrücke dieses Verhalten bei den EU-Politikern hinterlassen hat. Da kann man auch nicht davon sprechen, dass die ukrainischen Verhandlungspartner Fehler gemacht haben. Sie sind im Sinne unseres Demokratieverständnisses einfach nur kriminell gewesen.

Schaut man sich dann heute an, dass die ukrainische Korruptionsbeauftragte entnervt das Handtuch wirft, der Wirtschaftsminister kurz danach ebenfalls abdankt, weil ihnen bei der Bekämpfung der Korruption wenig bis gar keine Unterstützung zuteil geworden ist, dann wirft auch dieses auf europäischer Seite massig Fragen auf. Offiziell hat die Kprrutionsbeauftragte abgedankt, weil ihr Mann an der Ostfront gefallen ist, und sie sich mehr um ihre Kinder kümmern wollte. Nur, letzteres konnte sie ja vorher auch nicht, als sie noch als Korruptionsbeauftragte tätig war.

Überhaupt keine Frage ist, dass 1. die Ukraine ein souveräner Staat ist, und dass 2. Russland alle Rechte der Welt hat, zu versuchen, Einfluss auf die Politik der Ukraine zu nehmen. Nur, Russland hat nicht das geringste Recht darauf, diesen Einfluss mittels Waffengewalt wahrzunehmen, Tausende und abertausende Menschen zu töten, Landesteile zu annektieren, Einwohner zu schikanieren und vertreiben, und letztenendes auch noch mit einem offenen Krieg zu drohen. Hätte Russland sich damit begnügt, die Ukraine mit Sanktionen zu belegen, die Grenzen dicht zu machen oder anderweitigen politischen oder wirtschaftlichen Druck auf die Ukraine auszuüben, es wäre weitestgehend alles in Ordnung gewesen.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

wikna
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 170
Registriert: Dienstag 5. Oktober 2010, 22:29
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1024x819
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 289 Mal

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#16 Beitrag von wikna » Donnerstag 20. November 2014, 23:56

...Juristisch haben wir das vor 23 Jahren getan, als wir aufhörten, ein Teil der Sowjetunion zu sein. Faktisch kämpfen wir immer noch um das Recht auf diesen Bruch, das Recht auf Austritt.....

Mein Gott, wer hat Euch den gehalnten? Wieso arbeitet Großteil der Ukraine und Ukrainer für und in Russland wenn ihr Euch doch von den lösen wollt? Wieso wurden die Werke nicht schon vor 20 Jahren auf die Europäischen Normen umgestellt? Hat Euch das einer verboten? Nein, es war halt einfach Waren nach Russland zu verkaufen, hier sind die Vorschriften und Normen ganz anders, da muss man halt nich viel tun. Nicht böse sein, aber was er dazu geschrieben hat und was ich oft höre ist einfachstes Schuld zuschieben mehr nicht.

Ich kenne die Kommentare die jetzt kommen, aber spart Euch bitte das Schönreden und sich als die Sklaven seit 23 Jahren hinzustellen.
Ich denke, da braucht es keine "Schönrederei".
Man(n) braucht nur etwas Überlegung, um das mit dem „Sklavischen“ seit 23 Jahrenzu verstehen.
Und auch zu begreifen, dass es eines „Bruches“, eines „Austrittes“ bedarf, um „frei“ zu sein.

Es ist die notwendige Abkehr von einer „vergangenen Welt“.
Von der dort offiziell postulierten, der dort in den deren Medien gezeichneten und der real gelebten Welt.
Der Welt des „Sowjetischen“!
Eine Welt mit der „den Staat tragenden Korruption“, materiell, ideell, alles durchdringend.
Korruption und korrumpiertes Handeln als Gesetzes-Ersatz.
Was nur korrumpierte Menschen als „in dieses System passend“ akzeptiert.
Andersdenkende passen in diese „Logik“ und „Gesetzmäßigkeiten“ nicht hinein.

Anders Denkende als „unpassendes“ Denken „gekennzeichnet“, also die für das System „unpassende Menschen“ als solche stigmatisiert.
Also „wertlos“ für das praktizierte und „praktizierende System“.
Und weil Sinne des Systems „wertlos“, müssen dann diese „Elemente“ -man merke, keine „Gegner oder Andersdenkende“, nein- ganz einfach durch die Systemsprache und den System-Mechanismen per Begriff „Element“ zu eben solchen degradiert werden ("zurecht-gestutzt"?) .
Ein 70 Jahre lang praktiziertes System.
In der ehemaligen Union.

Also in Russland, in der Ukraine, in Weißrussland, den „Oberliegern“ und den "Unterliegern“ (wie ein weiser Forumsschreiber so treffend bemerkte)…..
Gemeinsames System (also „Wurzeln“), gemeinsames Leiden der „Unpassenden“ (also der "Zurechtgestutzten"), kollektives Korrumpiertsein durch gemeinschaftliche Erziehung (bei ausscheren gesellschaftliche Isolation), demnach auch gemeinschaftlich-angelernter Gebrauch der Leerformel „Faschist“….
Der Geheimdienstoffizier nennt so etwas dann „Brudervolk“ und "Gemeinsamkeiten", spricht von "russischer Zivilisation"…..

Nur:
//Mein Herz schlägt schneller als Deins//
//Sie schlagen nicht mehr wie Eins//
//Sie leuchten heller allein//
//Vielleicht muss‘ so sein….//
(Wenn Andreas Bourani das wüsste...)

Und der Bruch mit dieser „Alten Welt“ durch eine „neue (sprich: junge) Generation", die Abkehr von dieser alte korrumpierten "Welt" beschreibt Andruchowytsch als den seit 23 Jahren andauernden Prozess.
Mit allen Schmerzen.
"Blutiger Ernst"!
Für die „Alte Garde", welche die Schmerzen nicht aushalten kann.
Deshalb Ritterspiele ihrer Vergangenheit (siehe "Pogrome", die sich hätten - gekonnt - und sicherlich – und ganz bestimmt - wenn wir nicht - geschützt hätten....).

Es hat nicht zu geben, was nicht sein darf.
Autistische Reaktion rotverbrämt-geistiger IS-Brigaden.
Hatten wir doch alles schon einmal!!

Und die Enkel der (westlichen) Welt sitzen derweil gelangweilt ohne einen Funken selbsterfahrenen Wissens in ihren sicheren Sesseln, kümmern sich um ihre Verdauung, dem nächsten Urlaub und ihr nächstes epochal wichtiges "Posting" (sitz' jetzt im Zug oder „Mein Gott, wer hat Euch den gehalnten? Wieso arbeitet Großteil der Ukraine und Ukrainer für und in Russland wenn ihr Euch doch von den lösen wollt?“ siehe Engangszitat).
"Bedenkenlos"!

Und rühren dabei in der dünn gewordenen Faschisten-Plürre!

Ich finde Andruchowytschs Rede sehr pointiert, so zugepitzt wie es sein muss, damit es "weh tut".
In seiner Aussage ebenso gut wie die stille Eindringlichkeit des Films "Das Labyrint des Schweigens"!

Ich sehe da Zusammenhänge!!!!
Zwecks eines "Nach-Denkens".
Wenn's für ein vorheriges schon nicht reicht!

Diejenigen, die geistig schon im Arsch eines Geheimdienstoffiziers sitzen (so schön warm da drinne) sehen das vielleicht nicht so….
Denn:
„Millionen Fliegen können nicht irren. Also fressen wir …

Naja, wenn‘ s schön macht….

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Sonnenblume
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 5213
Registriert: Donnerstag 2. April 2009, 18:35
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 768x1024
Hat sich bedankt: 4471 Mal
Danksagung erhalten: 2750 Mal
Ukraine

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#17 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 21. November 2014, 08:49

Danke wikna! Ich werfe es den Leuten, die die Situation in der Ukraine nicht begreifen können, nicht vor. Vielleicht braucht man ein paar Jahre eigenes Erleben, um zu glauben, was hier passiert.
Das gleiche gilt übrigens für Russland. Nur könnte der Unterschied in der Richtung der Entwicklung nicht größer sein.
Ich werfe ihnen aber vor, wenn sie die Menschen in der Ukraine nicht verstehen wollen. Wenn man sie verleumdet, beschimpft und dazu beiträgt, dass weiter die Souveränität ihres Landes ungestört verletzt werden kann und damit weiter Ukrainer sterben. Ob ihnen bewußt ist, dass sie sich damit mitschuldig an den Toten machen?

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

FEINDFLIEGER
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1067
Registriert: Freitag 12. September 2014, 10:28
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1366x768
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal
Österreich

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#18 Beitrag von FEINDFLIEGER » Freitag 21. November 2014, 11:42

Sonnenblume hat geschrieben: Ob ihnen bewußt ist, dass sie sich damit mitschuldig an den Toten machen?
Ob euch bewußt ist,daß es mit der Souveränität der Ukraine nicht so weit her ist,wie ihr euch das wünscht - das wage ich ernsthaft zu bezweifeln!
Nicht Poroschenko gibt die Richtung vor: Es ist der Amerikaner und die EU!
In Jazenjuk und Poroschenko hat man nur willfährige Leute gefunden,die umsetzen,was amerikanische (und auch deutsche) Institutionen "flüstern"!
Ob euch auch bewußt ist,daß diese "Kriegstreiberei" eine Menge Geld kostet,die letzlich WIR alle bezahlen müssen,das lasse ich mal dahingestellt,denn wenn man das eine nicht akzeptiert (oder:wahrnehmen will),ist das andere natürlich völlig egal!
Das alles wird auf dem Rücken der Ukrainischen Bevölkerung ausgetragen - und die haben sehr wohl mein Mitgefühl!
Aber da gibts ja dann auch noch die "Freiwilligenverbände",die gegen die eigene Bevölkerung vorgehen!
(Eine Anmerkung am Rande: Wenn man einzelne Personen dingfest machen will,dann läßt man sich auch auf "Einzelkämpfe" ein - und schickt eben nicht die Artillerie oder gar die Luftwaffe ins Feld!)
Euch sollte bewußt sein,was und wem ihr da unterstützt - dann wißt ihr auch,wer für die zahlreichen zivilen Opfer verantwortlich ist!
(Sämtliche militärischen Opfer sind mir dahingehend völlig egal!)

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
toto66
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1484
Registriert: Dienstag 25. Dezember 2012, 14:20
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:
Hat sich bedankt: 1261 Mal
Danksagung erhalten: 2497 Mal

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#19 Beitrag von toto66 » Freitag 21. November 2014, 13:24

Jupp, die Amerikaner und die EU schicken Panzer, Geschütze und Raketenwerfer in die Ukraine. Alles klar.
Ich halte mich übrigens auch seit bald 7 Jahren eigentlich nur zu dem Zweck in Lviv auf um die Leute hier gegen Russland aufzuhetzen.... und ich war wohl ziemlich erfolgreich [smilie=dash2.gif]

Du bist auch so ein Kandidat dem ich hier gern mal ein Gespräch mit Freiwilligen vermitteln würde, damit vielleicht auch du die Gelegenheit hast denen ins Gesicht zu sagen das sie ihre eigene Bevölkerung "massakrieren".

Bin heute nacht zuhause angekommen und hatte gleich am Morgen ein Gespräch mit einer Cousine aus Luhansk. Naja, nicht irgend eine, meine Lieblingscousine. Die "ideologische Richtung" in der "LNR" ist nun schon so weit das sich junge Frauen abends nicht mehr in Bars oder Discos trauen. Schliesslich ist offiziell verkündet worden das die an den Herd gehören und für ihre Kosaken Piroschki machen müssen.
Und am besten auf der Strasse Kopftuch tragen.. und ich hatte den Spruch von "Putins Taliban" für einen Scherz gehalten.

Nun ja, wir hier werden heute den Jahrestag feiern. Auf eine neue Bekannte meiner Frau, die diese unlängst kennengelernt hab bin ich schon richtig gespannt. IT-Fachfrau, DJ, Hobby-Fallschirmspringerin und noch einige andere interessante Hobbys, aus Luhansk zu uns nach Lviv geflohen .Überzeugte Patriotin, nicht zu vergessen. Hab sie mir mit Madam gerade auf ihrem Facebook-Profil angeschaut. Das werden sicher interessante Gespräche.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Anuleb
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 654
Registriert: Sonntag 4. Mai 2014, 15:58
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 185 Mal
Danksagung erhalten: 741 Mal
Deutschland

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#20 Beitrag von Anuleb » Freitag 21. November 2014, 19:23

FEINDFLIEGER hat geschrieben:
Ob euch bewußt ist,daß es mit der Souveränität der Ukraine nicht so weit her ist,wie ihr euch das wünscht - das wage ich ernsthaft zu bezweifeln!
Nicht Poroschenko gibt die Richtung vor: Es ist der Amerikaner und die EU!
In Jazenjuk und Poroschenko hat man nur willfährige Leute gefunden,die umsetzen,was amerikanische (und auch deutsche) Institutionen "flüstern"!
Ob euch auch bewußt ist,daß diese "Kriegstreiberei" eine Menge Geld kostet,die letzlich WIR alle bezahlen müssen,das lasse ich mal dahingestellt,denn wenn man das eine nicht akzeptiert (oder:wahrnehmen will),ist das andere natürlich völlig egal!
Das alles wird auf dem Rücken der Ukrainischen Bevölkerung ausgetragen - und die haben sehr wohl mein Mitgefühl!
Aber da gibts ja dann auch noch die "Freiwilligenverbände",die gegen die eigene Bevölkerung vorgehen!
(Eine Anmerkung am Rande: Wenn man einzelne Personen dingfest machen will,dann läßt man sich auch auf "Einzelkämpfe" ein - und schickt eben nicht die Artillerie oder gar die Luftwaffe ins Feld!)
Euch sollte bewußt sein,was und wem ihr da unterstützt - dann wißt ihr auch,wer für die zahlreichen zivilen Opfer verantwortlich ist!
(Sämtliche militärischen Opfer sind mir dahingehend völlig egal!)
Ob ihnen wohl bewusst bist, dass sie hier ständig den gequirlten, russischen Propagndaquatsch verbreiten?? Nur deshalb, weil es in Russland und seinen besetzten Gebieten üblich ist, dass eine höhere Instanz festlegt, wer, wann mit wieviel Prozent eine Wahl gewinnt, muss das keineswegs bedeuten, dass das in allen ehemaligen Sovjetstaaten so funktioniert.

Nur, schon klar, aus russischer Sicht ist es ja egal, was in der Ukraine passiert. Es ist grundsätzlich immer falsch. Nun hat Poroschenko die Wahl gewonnen, ergo ist das ein von den USA und der EU implementierter Vasall, hätte Jarosch gewonnen, wäre das ein Beweis für die faschistische Gesinnung der Ukraine, hätte Timoschenko gewonnen, wäre das ein Beweis für die Rachesgelüste der ukrainischen Bevölkerung an dem Janu-Clan, etc, etc...

Russland und insbesondere Putin hat mächtig viel Angst vor dem, was in der Ukraine momentan passiert. Man kann die Folgen der Bremsspur, welche sie in ihrer Hose haben, sogar bis nach Deutschland riechen. Anders ist ja folgendes nicht zu erklären:

http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... ndern.html

Einer der Punkte, welche ich momentan immer noch stark bezweifele, dass ist die Frage, ob die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung wirklich WIllens und Wollens ist, mit den alten und liebgewonnenen Gewohnheiten, wie z. B. Korruption, Selbstbereicherung, Vetternwirtschaft zu brechen. Interessanterweise bezweifeln dieses auch viele der Ukrainer, welche ich kenne. Und diese sind allesamt proeuropäisch eingestellt, und zwar ohne, dass sie von mir, meiner Frau, den USA, der EU oder irgendwelchen anderen Organisationen oder Staaten dazu gezwungen worden sind. Grundlage ihrer Entscheidung ist schlicht und ergreifend die Erfahrung, dass eine Zusammenarbeit mit Russland keinem Erfolg beschieden ist. Schliesslich hat die ukrainische Wirtschaft die letzten 25 Jahren mehrheitlich mit Russland zusammengearbeitet. Der Erfolg war eine stetig schrumpfende Wirtschaftsleistung, stetig sinkende Löhne und eine Verelendung der Gesellschaft.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
Dicker
Ukraine-Studierender / учень / учащийся
Beiträge: 409
Registriert: Montag 14. Januar 2013, 10:55
Wohnort: Zaporozhye und FFM
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1920x1080
Hat sich bedankt: 461 Mal
Danksagung erhalten: 178 Mal
Ukraine

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#21 Beitrag von Dicker » Samstag 22. November 2014, 22:51

Hmmmm Mal überlegen [smilie=to_pick_ones_nose3.gif] hatten wir hier in Deutschland schon mal einen aus Feindfliegerland der uns auch solche Scheisse erzählte. War glaub Ich so vor70-80 Jahren [smilie=fool.gif]

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

FEINDFLIEGER
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1067
Registriert: Freitag 12. September 2014, 10:28
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1366x768
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal
Österreich

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#22 Beitrag von FEINDFLIEGER » Sonntag 23. November 2014, 01:22

Dicker hat geschrieben:Hmmmm Mal überlegen
Warum fängst du nicht einfach mal an?
Mußt gar nicht weit zurück denken: Wir sprechen von der Ukraine - wo für "den Westen" noch alles ok war,solange man sich der EU (oder eben: dem Westen) widmete...

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
eurojoseph
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1031
Registriert: Donnerstag 5. November 2009, 00:14
Wohnort: Wien
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:
Hat sich bedankt: 1401 Mal
Danksagung erhalten: 253 Mal

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#23 Beitrag von eurojoseph » Sonntag 23. November 2014, 10:01

FEINDFLIEGER hat geschrieben:
Dicker hat geschrieben:Hmmmm Mal überlegen
Warum fängst du nicht einfach mal an?
Mußt gar nicht weit zurück denken: Wir sprechen von der Ukraine - wo für "den Westen" noch alles ok war,solange man sich der EU (oder eben: dem Westen) widmete...
durch wiederholtes Rumgeschleime wird nix wahrer ......nicht die EU oder *der* Amerikaner hat anektiert und Truppen sowie tôtliches Kriegsgerát geschickt, dahilft noch so viel Geschrei nix.........geh heim in deinen dumpfen Russo-nazi-keller und xxx
dir einen xx fúr die vielen Toten, fúr die du - zumindest geistig - mitverantwortlich bist - oder noch besser - verzieh dich doch zu deinem grossen Idol - vielleicht hat er ja ein paar Brosamen fúr einen treuen Diener seines Herrn....
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

FEINDFLIEGER
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1067
Registriert: Freitag 12. September 2014, 10:28
    unknown unknown
Bildschirmauflösung: 1366x768
Hat sich bedankt: 189 Mal
Danksagung erhalten: 50 Mal
Österreich

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#24 Beitrag von FEINDFLIEGER » Sonntag 23. November 2014, 12:06

eurojoseph hat geschrieben:
FEINDFLIEGER hat geschrieben:
Dicker hat geschrieben:Hmmmm Mal überlegen
Warum fängst du nicht einfach mal an?
Mußt gar nicht weit zurück denken: Wir sprechen von der Ukraine - wo für "den Westen" noch alles ok war,solange man sich der EU (oder eben: dem Westen) widmete...
durch wiederholtes Rumgeschleime wird nix wahrer ......nicht die EU oder *der* Amerikaner hat anektiert und Truppen sowie tôtliches Kriegsgerát geschickt, dahilft noch so viel Geschrei nix.........geh heim in deinen dumpfen Russo-nazi-keller und xxx
dir einen xx fúr die vielen Toten, fúr die du - zumindest geistig - mitverantwortlich bist - oder noch besser - verzieh dich doch zu deinem grossen Idol - vielleicht hat er ja ein paar Brosamen fúr einen treuen Diener seines Herrn....
Rein "preislich" gesehen ist deine Bemerkung nix wert!

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

Benutzeravatar
toto66
Ukraine-Kenner / досвідчений / опытный
Beiträge: 1484
Registriert: Dienstag 25. Dezember 2012, 14:20
    unknown unknown
Bildschirmauflösung:
Hat sich bedankt: 1261 Mal
Danksagung erhalten: 2497 Mal

Re: Die Ukraine und die EU: Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

#25 Beitrag von toto66 » Sonntag 23. November 2014, 15:26

Wo du, feindflieger, allerdings die Werte gelassen hast sehe ich auch nicht.
Über die Preise hast du schon gelegentlich mal geschrieben. Zu teuer......
Ich muss dir sagen das mir die Ukraine den Preis wert ist, wenn es auch nicht preiswert wird. Schon wegen der Werte.
Aber deine und meine Werte scheinen sich eben grundlegend zu unterscheiden.

P.S.: inhaltlich hast du ausser Verschwörungstheorien in den letzten Wochen auch nicht viele Dinge vorgebracht.
Aber ich meine, wenn selbst Putin im 1. Deutschen Fernsehen für seine wilde These des Genozids an der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine jeden Beleg schuldig bleiben darf dürfen andere natürlich auch wild drauf los schwadronieren.

Link:
BBcode:
HTML:
Verstecke direkte Links zum Beitrag
Zeige direkte Links zum Beitrag

  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag