Wirtschaft | Ukraine soll Boden liberalisieren

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Ukraine

Ukraine soll Boden liberalisieren

#1 Beitragvon Handrij » Mittwoch 19. April 2017, 10:39

Der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Ukraine, das seit 2001 geltende Verkaufsverbot für landwirtschaftliche Flächen nun endlich aufzuheben. Dies ist eine Bedingung für weitere Hilfskredite.


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Re: Ukraine soll Boden liberalisieren

#2 Beitragvon Anuleb » Mittwoch 19. April 2017, 13:51

Die Liberalisierung des Handels landwirtschaftlicher Nutzflächen ist eine ziemlich zweischneidige Sache. Gerade Länder wie China, welche für die Zukunft Probleme bei der Ernährung der eigenen Bevölkerung sehen, kaufen im grossen Stil Ackerflächen auf, um die Erträge ins eigene Reich zu verbringen. Für die Ukraine würde dabei nicht sonderlich viel bei rausspringen. Interessanter wäre es allerdings, wenn sich Investoren finden, um die Nutzflächen zum Wohle aller ökonomischer zu nutzen. Problem dabei ist natürlich, dass man die ukrainischen Arbeiter dann auch erstmal entsprechend ausbilden müsste.

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Re: Ukraine soll Boden liberalisieren

#3 Beitragvon Mawi » Dienstag 25. April 2017, 17:22

Pachtverträgen haben Laufzeiten und Investitionen haben Abschreibungszeiten, bringt man beide Zeiträume in sinnvolle Kongruenz ist die Forderung nach Bodenverkauf unnötig.
Ich möchte nicht wissen, wieviel Millionen ha landwirtschaftliche Fläche in Europa gepachtet ist.
Die Verkaufsforderung ist unnötiger Liberalismus.

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Re: Ukraine soll Boden liberalisieren

#4 Beitragvon paracelsus » Dienstag 25. April 2017, 21:12

Mawi hat geschrieben:Pachtverträgen haben Laufzeiten und Investitionen haben Abschreibungszeiten, bringt man beide Zeiträume in sinnvolle Kongruenz ist die Forderung nach Bodenverkauf unnötig.
I


Grund und Boden haben keinen Wertverfall, darum sind Abschreibungen auf Grund und Boden zumindest nach Deutschem Steuerrecht nicht möglich.
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Re: Ukraine soll Boden liberalisieren

#5 Beitragvon Mawi » Freitag 28. April 2017, 00:00

Pachtverträge bezieht sich auf den Boden.
Investitionen bezieht sich auf Maschinen und Geräte für Feldarbeiten und Lager, Werkstätten und anderes.
Pacht unterliegt keiner Abschreibung, es sind laufende Kosten.
Was habe ich über Abschreibungen auf Grund und Boden geschrieben?

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Re: Ukraine soll Boden liberalisieren

#6 Beitragvon paracelsus » Freitag 28. April 2017, 10:26

Mawi hat geschrieben:.....Die Verkaufsforderung ist unnötiger Liberalismus.
......Was habe ich über Abschreibungen auf Grund und Boden geschrieben?


anscheinend nix wesentliches.............Wem interessiert schon das Topic. LULKA
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Re: Ukraine soll Boden liberalisieren

#7 Beitragvon Handrij » Freitag 28. April 2017, 14:11

Das Hauptargument der Befürworter der Freigabe des Handels mit Ackerland ist, dass die jetzigen Landbesitzer ihren Boden nicht als Sicherheit für Kredite einbringen können. Da sie sonst nichts haben, gibt es keinen Kredit und damit kein Geld für Investitionen und damit bleibt der Kleinbauer, Kleinbauer. Die Entwicklung zur Agrarsupermacht muss somit also warten.

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Re: Ukraine soll Boden liberalisieren

#8 Beitragvon Anuleb » Freitag 28. April 2017, 15:35

Das Argument ist durchaus stichhaltig. Nur, über wieviel Hektar Fläche verfügt denn so ein ukrainischer Kleinbauer, wieviel wäre die Fläche wert, und mit wieviel Prozent könnte man sie beleihen. Ich vermute mal, dass nach Klärung dieser Fragen der Kleinbauer weiterhin ein Kleinbauer bleiben wird. Moderne Agrartechnik arbeitet nicht nur ausgesprochen effizient und kostet nun mal richtig Geld. Sollte es in der Tat darum gehen, aus der Ukraine eine Agrarsupermacht zu bauen, könnte man auch Investoren suchen, um Maschinenringe in der Ukraine zu etablieren. In Deutschland gibt es sowas schon lange, und wird auch gerne von vielen Landwirten genutzt.

Nur, darum geht es eigentlich gar nicht. Wie im Eingangsbeitrag zu lesen, ist der IWF an einer Aufhebung des Verkaufsverbotes für Agrarflächen interessiert.

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