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ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#1 Beitrag von lev » Freitag 1. Oktober 2010, 22:45

Die Preise für Fleisch- und Käseprodukte steigen rasant in die Höhe.
Ist die Nachfrage so groß, oder sind Preisabsprachen der großen Hersteller die Ursache?
Laut offiziellen Angaben übersteigt der Preis jener Lebensmittel um 30 % denen in der EU.
Wie soll ein Durchschnittsverdiener von gerade mal 1800 Hrywnja diese horrenden Preise zahlen. [smilie=dntknw.gif]
Sogar von Käseimporten aus der EU ist schon die Rede. :o

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UAFRIEND
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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#2 Beitrag von UAFRIEND » Freitag 1. Oktober 2010, 23:05

Liegt halt am erneuten Niedergang des Griwna, alleine gestern wieder über 9 Cent verloren.Ich bin mal sehr gespannt wo die Reise hingeht.Sollte sich der Grwina weiter so verschlechtern,das es wieder nen Wechselkurs von 14 oder 15 Griwna gibt, wäre dies für die Leute eine Katastrophe.

Das schlimme ist , ich sehe nicht was die UA dem entgegensetzen will/kann.Einzig positiv zu sehen ist, das es weniger am "schwachen "Griwna liegt, sondern am zur Zeit starkem Euro.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#3 Beitrag von DevilsNeverCry » Freitag 1. Oktober 2010, 23:25

Die Agrarindustrie hat auch ihre Lobbyisten in der überwiegend südostukrainischen Regierung.

Eine interessante Meldung:
Höchst zweifelhafte Regulierungspolitik der Regierung kann zu weltweiten Nahrungsmittelengpässen führen
Nach Expertenprognosen sei Ausfall der Herbstaussaat wegen Geldmangel durchaus möglich.
Eine höchst umstrittene und dem freien Markt völlig fremde Politik der ukrainischen Regierung in Form zahlreicher künstlichen Beschränkungen des Getreideexports könne dazu führen, dass die Bauern und große Landwirtschaftsunternehmen überhaupt nicht im Stande werden, Wintergetreide im geplanten Umfang auszusäen. Dies erklärte der Präsident des Ukrainischen Agrarverbandes (UAK), Leonid Kosatschenko, den Journalisten. Nach seinen Hochschätzungen mussten die Bauern in den letzten drei Monaten insgesamt 6 Mrd. UAH an Verlusten hinnehmen, da die Regierung, den internationalen Verpflichtungen zum Trotz, Getreideexport mit allerlei Vorwänden zu beschränken versuchte. Als Folge, können die Bauern und Agrarunternehmen ihre Schulden (über 4 Mrd. UAH) gegenüber den Banken rechtzeitig nicht tilgen. All dies gefährdet den erfolgreichen Ablauf der geplanten Herbstaussaat. Falls die Bauern bis Mitte Oktober die geplanten Anbauflächen nicht besäen können, dass müsse man im kommenden Jahr mit weit geringerer Getreideernte rechnen. Anm. d. Red.: Da die Ukraine zu Top-Getreideproduzenten der Welt gehört, gibt es alle Gründe zu behaupten, dass die schwache Getreideernte in der Ukraine auch Engpässe am weltweiten Lebensmittelmarkt auslösen könne.
http://www.nrcu.gov.ua/index.php?id=475&listid=129608

UA als einer der Exporteure von Gtreide und anderen Agrarprodukten kann kein Interesse an niedrigeren Preisen haben. Gerade im Hinblick auf die Verhandlungen mit den Europäern über das Assoziationsabkommen kommen ihnen steigende Lebensmittelpreisen entgegen.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#4 Beitrag von lev » Freitag 1. Oktober 2010, 23:34

Das ist verständlich mit der internationalen Preispolitik, aber die Produktionskosten in der Ukraine sind doch wesentlich niedriger und für den Binnenmarkt hergestellte Waren können doch nicht teurer wie die in der EU sein. [smilie=dntknw.gif]

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#5 Beitrag von UAFRIEND » Samstag 2. Oktober 2010, 10:10

Kann das phönomen leider auch nicht erklären, aber es ist ja altbekannt, das wenn die eigene Währung stark schwächelt, die Verbraucherpreise ansteigen.Könnte damit zu tun haben das, die "großen", Metro, Silpor etc in harter Währung bezahlen, und deshalb Ihre Felle davon schwimmen sehen, bzw die Preis entwicklung direkt vom Griwna abhängig.

Starker Griwna bedeutet sinkende Preise, und was der aktuelle bedeutet sehen wir ja, seit gestern wieder 7 Cent verloren, und der 11er Kurs ist fast erreicht, danach gehts mit Blick auf die 12 weiter!

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#6 Beitrag von bayernbanker » Samstag 2. Oktober 2010, 11:34

Das hat mit der EURUAH-Relation nichts zu tun! Die ukrainische Nationalbank hat die Griwna relativ an den US-Dollar gebunden. Und der US-Dollar verliert wieder drastisch gegenüber dem EUR. Deswegen auch der EURUAH-Verfall. Die starken Preissteigerungen für inlandsproduzierte Produkte hängt auch nicht primär an steigenden Energiekosten oder stark steigenden Löhnen. Die Bewegung setzte auffällig nach dem Machtwechsel in der Ukraine ein. Ich weiß es nicht, obs zusammenhängt, aber einige Industrien wie Getreide (Nibulon in Nikolaev) scheinen schon stark von der neuen Regierung bei Preisabsprachen protegiert zu werden. Vielleicht wollen sich jetzt einfach die Wahlkampffinanziers die "Investitionen" vom Volk zurückholen?

Importierte Güter aus der EU waren in der Ukraine schon immer wesentlich teurer als in Westeuropa - hängt auch mit dem beschränkten Wettbewerberumfeld hier zusammen!

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#7 Beitrag von Handrij » Samstag 2. Oktober 2010, 18:11

Meine These für die steigenden Preise bei Molkereiprodukten und Fleisch sind steigende Futtermittelpreise. Das scheint darauf zurückzuführen sein, dass es inoffizielle Exportbeschränkungen für Weizen gibt (Ausfuhrbehinderung durch Zoll), da die Regierung vor den Wahlen Angst vor steigenden Brotpreise hatte und daher die Exporteure mehr auf andere Getreidesorten bei der Ausfuhr übergegangen sind, was zu einem verringerten Angebot im Inland führt und die Futtermittelpreise treibt, was wiederum die Produzenten an die Endverbraucher weitergeben.
Leider habe ich keine Zahlen. Daher - These.

Am Mittwoch, den 6., kommen die Inflationszahlen für den September ...

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#8 Beitrag von Optimist » Samstag 2. Oktober 2010, 20:17

Der grösste Teil der Bevölkerung lebt auf dem Land, dort wäre viel Arbeit, besonders für die Produktion von Lebensmitteln. Mittelständige Betriebe, denke ich, fehlen. Es sollte für die Ukraine möglich sein, sich selbst zu ernähren und Lebensmittel zu exportieren. Egal wie Dollar oder Euro sich entwickeln. Für mich ist das Problem die jahrelange Fehlpolitik der jeweiligen Regierungen im Bereich Agrarwirtschaft.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#9 Beitrag von Handrij » Samstag 2. Oktober 2010, 20:25

Vielleicht lassen sich Antworten auf die Frage bei Jewgenij Kisseljow finden. Am 24.09. war eine Frage der Sendung:
Хто більше винен у рості цін на харчі – влада чи опозиція?
"Nachsehen" lässt sich die Sendung hier: http://politika.inter.ua/uk/episode/80

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#10 Beitrag von Handrij » Donnerstag 7. Oktober 2010, 14:25

Die Inflationsrate für September ist veröffentlicht worden. Grob gesagt: alles im Rahmen. Herausfallen tun die Preise für Milch, Quark, Butter, Zucker und Gemüse, die mindestens 30 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen. Und dass sind genau die für die Grundversorgung wichtigen Werte. Selbst Brot ist 10 Prozent teurer als im Vorjahr.
Da hat die Regierung ein Problem ....

http://ukrstat.gov.ua/express/expr2010/10_10/239.zip
http://www.ukraine-nachrichten.de/2766/ ... -5-prozent

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#11 Beitrag von Optimist » Donnerstag 7. Oktober 2010, 22:01

Eigentlich sollten doch Angebot und Nachfrage die Preise regulieren, es ist doch eigentlich genug auf dem Markt, Käse, Milch, Butter usw. vergammeln in den Regalen, meist schon abgelaufene Produkte, wer macht denn nun die Preise in der Ukraine?

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#12 Beitrag von freedom » Freitag 8. Oktober 2010, 02:42

Handrij hat geschrieben:Die Inflationsrate für September ist veröffentlicht worden. Grob gesagt: alles im Rahmen. Herausfallen tun die Preise für Milch, Quark, Butter, Zucker und Gemüse, die mindestens 30 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen. Und dass sind genau die für die Grundversorgung wichtigen Werte. Selbst Brot ist 10 Prozent teurer als im Vorjahr.
Da hat die Regierung ein Problem ....
So, welches Problem? Die Spatzen pfeifen es überall von den Dächern, dass viele Menschen in der Ukraine unter Hunger und Geldproblemen leiden!

Was ist von der Regierung an konkreten Maßnahmen ergriffen worden? ... Ich lese nur von großen Kreditaufnahmen und großen Geschäften mit dem russischen Bruderland!

Mit anderen Worten, Ignoranten haben keine Probleme!

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#13 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Montag 11. Oktober 2010, 03:42

Alle Gründe mögen richtig sein. Hauptgrund ist aber die ineffektive Art und Weise der landwirtschaftlichen Produktion. Bei Schweinen zum Beispiel kann man von einer Mastzeit von ca. 8-12 Monaten ausgehen. Die Rinderhaltung geht geht in den Dörfern zurück.
Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Ihr dürft nicht nur die Großagrarier der Ost-UA sehen.
Weiterhin ist für den Preisanstieg die Spekulation zuständig. Bei einem 150 kg Schwein erhält der Bauer bei viel Glück 12 Grivna/kg lebend. Wir kaufen dieses Fleisch dann aber zu 40 und mehr Grivna. Es wird aber auch alles getan damit den Bauern der Weg zur Selbstvermarktung verschlossen bleibt.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#14 Beitrag von freedom » Montag 11. Oktober 2010, 20:11

galizier hat geschrieben:Alle Gründe mögen richtig sein. Hauptgrund ist aber die ineffektive Art und Weise der landwirtschaftlichen Produktion. Bei Schweinen zum Beispiel kann man von einer Mastzeit von ca. 8-12 Monaten ausgehen. Die Rinderhaltung geht geht in den Dörfern zurück.
Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Ihr dürft nicht nur die Großagrarier der Ost-UA sehen.
Weiterhin ist für den Preisanstieg die Spekulation zuständig. Bei einem 150 kg Schwein erhält der Bauer bei viel Glück 12 Grivna/kg lebend. Wir kaufen dieses Fleisch dann aber zu 40 und mehr Grivna. Es wird aber auch alles getan damit den Bauern der Weg zur Selbstvermarktung verschlossen bleibt.
Gibt es in der Ukraine ein Gesetz gegen illegale Kartellbildung, ein Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb und wenn ja, wer überwacht die freie Marktwirtschaft gegen kriminelle Aktivitäten? Die präsidial-parlamentarische Regierung ist gefragt, intervenierend zum Schutz der betroffenen Marktteilnehmer einzugreifen.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#15 Beitrag von Handrij » Montag 11. Oktober 2010, 21:07

freedom hat geschrieben: Gibt es in der Ukraine ein Gesetz gegen illegale Kartellbildung, ein Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb und wenn ja, wer überwacht die freie Marktwirtschaft gegen kriminelle Aktivitäten? Die präsidial-parlamentarische Regierung ist gefragt, intervenierend zum Schutz der betroffenen Marktteilnehmer einzugreifen.
Aus deinen bisherigen Antworten schließend, gehe ich davon aus, dass deine Frage nicht nur rhetorisch gemeint war.
Ja, das gibt es alles. Die Institution heißt Antimonopolkomitee und du kannst dir alle Fragen hier beantworten: http://www.amc.gov.ua
Warum diese Institution, wie so viele andere in der Ukraine, nicht funktioniert? Schlag mal das Wort "кумівство/кумовство" oder das Wort "хабарництво/взяточничество" nach ....

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#16 Beitrag von Optimist » Montag 11. Oktober 2010, 21:44

Es gibt Gesetze in Hülle und Fülle, nur was nützen die Gesetze wenn sich keiner daran hält. Die, die die Gesetze kontrollieren kann man kaufen, und kommt es vor Gericht kann man den Staatsanwalt, Richter und die Zeugen kaufen. Es ist eine Frage des Geldes in der Ukraine und nicht der Gesetze, was man machen kann oder nicht. Hab auch eine Zeit gebraucht um das zu verstehen...

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#17 Beitrag von freedom » Dienstag 12. Oktober 2010, 15:07

Optimist hat geschrieben:Es gibt Gesetze in Hülle und Fülle, nur was nützen die Gesetze wenn sich keiner daran hält. Die, die die Gesetze kontrollieren kann man kaufen, und kommt es vor Gericht kann man den Staatsanwalt, Richter und die Zeugen kaufen. Es ist eine Frage des Geldes in der Ukraine und nicht der Gesetze, was man machen kann oder nicht. Hab auch eine Zeit gebraucht um das zu verstehen...
Wie bitte, Amtspersonen, die zur Einhaltung der Gesetze beauftragt sind, beugen sich nicht vor der Würde des Menschen sondern vor der Macht des Geldes? Wer hat solch egoistisches und asoziales Verhalten in der Ukraine eingeführt? Der ukrainische Staat als Sklave des Geldes? Kein Wunder, dass die Lebensbedingungen für viele Ukrainer zur Hölle werden.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#18 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 12. Oktober 2010, 16:20

freedom hat geschrieben: Wie bitte, Amtspersonen, die zur Einhaltung der Gesetze beauftragt sind, beugen sich nicht vor der Würde des Menschen sondern vor der Macht des Geldes? Wer hat solch egoistisches und asoziales Verhalten in der Ukraine eingeführt? Der ukrainische Staat als Sklave des Geldes? ...
Willst du uns veralbern?

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#19 Beitrag von Optimist » Dienstag 12. Oktober 2010, 20:21

Korruption gibt es doch auch genügend in Deutschland, in allen gesellschaftlichen Kreisen.... oder bin ich da mittlerweile nicht auf dem neuesten Stand?

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#20 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 12. Oktober 2010, 20:29

In Deutschland ist sie aber nicht gesellschaftlich anerkannt. Und wenn sie auffliegt, hat das Konsequenzen!

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#21 Beitrag von Optimist » Dienstag 12. Oktober 2010, 20:48

Sie ist schöner verpackt, man redet nicht so offen darüber nennt es oft Bestechung oder auch Absprache in Deutschland. Aber man muss doch nicht überrascht sein, dass es auch in der Ukraine besonders schlimm in dieser Angelegenheit zugeht. Nicht umsonst nennen die Ukrainer ihr Land auch liebevoll "Honduras".

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#22 Beitrag von Handrij » Dienstag 12. Oktober 2010, 21:16

freedom hat geschrieben: Wie bitte, Amtspersonen, die zur Einhaltung der Gesetze beauftragt sind, beugen sich nicht vor der Würde des Menschen sondern vor der Macht des Geldes? Wer hat solch egoistisches und asoziales Verhalten in der Ukraine eingeführt? Der ukrainische Staat als Sklave des Geldes? Kein Wunder, dass die Lebensbedingungen für viele Ukrainer zur Hölle werden.
Bei der Antwort auf deine Frage gehen die Meinungen der "Experten" auseinander. Die einen reden von byzantinisch-orthodoxer Prägung, womit vorgeblich ein Hang zur Korruption verbunden ist. Andere reden von Sowjetmentalität usw.
In jedem Fall ist es ein Phänomen, welches bereits längere Zeit existiert - siehe Gogol und andere Autoren aus dem Russischen Reich. Gleichzeitig ist die Korruption in der Westukraine wohl nicht minder stark. Weiter wird vor allem von Anhängern einer starken Präsidialmacht behauptet, dass es so etwas unter Stalin nicht gab ....
Such dir etwas aus, bedenke jedoch dabei, dass ein durchschnittlicher Polizist nicht mehr als 1.700 Hrywnja verdient und selbst ein Richter oder Staatsanwalt unter 10.000 Hrywnja hat. Wenn man dann dem Polizisten 100 Hrywnja anbietet und er nimmt sie, dann ist das nachvollziehbar. Bei Richtern endet das in ganzen Geldsäcken, wie bei jenem hier, bei dem 2 Mio. Dollar zu Hause gefunden wurden:
[youtube][/youtube]
Lösung? Gleichzeitiges Anheben von Strafen und Gehältern und komplettes Auswechseln der Mannschaft. Angeblich hat das in Georgien funktioniert, doch das ist ein kleines Land und mit der Ukraine nicht vergleichbar ...

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#23 Beitrag von Optimist » Dienstag 12. Oktober 2010, 21:38

Ein Richter hat mir erzählt er bekommt im Monat 3600 Hrywnja, er müsse korrupt sein... was verdient denn ein Richter in Deutschland wollte er wissen. Jedenfalls hat er mir für den Fall der Fälle das Angebot gemacht, dass er und sein Freund der Anwalt mir helfen. Sprach´s und ging mit seinem Freund dem Anwalt auf die Jagd, mit amerikanischer Jagdflinte und natürlich amerikanischen Geländewagen. Ja so ist halt das Leben in der Ukraine. Und jetzt bitte, was interessieren denn dem Richter die Lebensmittelpreise in der Ukraine, der hat doch ganz andere Probleme mit seinem spärlichen Gehalt!?

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#24 Beitrag von Handrij » Dienstag 12. Oktober 2010, 21:53

Letztendlich wirkt da das Prinzip, welches wohl noch überall im postsowjetischen Raum seine Gültigkeit hat:
все решается деньгами, а там, где не решается деньгами, решается очень большими деньгами
alles lässt sich mit Geld lösen und dort, wo es nicht mit Geld lösbar ist, ist es mit sehr viel Geld lösbar

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#25 Beitrag von freedom » Mittwoch 13. Oktober 2010, 23:40

Sonnenblume hat geschrieben:
freedom hat geschrieben: Wie bitte, Amtspersonen, die zur Einhaltung der Gesetze beauftragt sind, beugen sich nicht vor der Würde des Menschen sondern vor der Macht des Geldes? Wer hat solch egoistisches und asoziales Verhalten in der Ukraine eingeführt? Der ukrainische Staat als Sklave des Geldes? ...
Willst du uns veralbern?
Mit deiner Gegenfrage habe ich weder eine adäquate Antwort noch kann ich damit zu einer Erkenntnis kommen.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#26 Beitrag von freedom » Mittwoch 13. Oktober 2010, 23:57

Optimist hat geschrieben:Korruption gibt es doch auch genügend in Deutschland, in allen gesellschaftlichen Kreisen.... oder bin ich da mittlerweile nicht auf dem neuesten Stand?
Der Begriff der Korruption ist nicht für alle Stuationen in Deutschland anwendbar. Wenn beispielsweise HartzIV-Empfänger signifikant weniger an monetäre Mittel bekommen, als sie tatsächlich benötigen, dann ist das nur durch ein Kartell von Faktenverdrehern und Rechtsbeugern möglich. Die Tatsache dürfte unwiderlegbar sein, dass die Personalkosten für den Öffentlichen Dienst und die Aufwendungen für Bedürftige aus dem gleichen Haushaltsetat bestritten werden. Also, des einen Not ist des andern Brot. Wie lange die sozial Bedürftigen in Deutschland noch besser leben als der gleiche Personenkreis in der Ukraine, scheint mir eine interessante Fragestellung zu sein. Denn, wie hieß es damal in der DDR: Proletarier aller Länder vereingt euch! Nach meiner Ansicht handelt es sich beim HartzIV-Satz um eine Proletarisierungsprämie. <|##

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#27 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 14. Oktober 2010, 12:17

freedom hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:
freedom hat geschrieben: Wie bitte, Amtspersonen, die zur Einhaltung der Gesetze beauftragt sind, beugen sich nicht vor der Würde des Menschen sondern vor der Macht des Geldes? Wer hat solch egoistisches und asoziales Verhalten in der Ukraine eingeführt? Der ukrainische Staat als Sklave des Geldes? ...
Willst du uns veralbern?
Mit deiner Gegenfrage habe ich weder eine adäquate Antwort noch kann ich damit zu einer Erkenntnis kommen.
Du hast die Frage gestellt, als würdest du dich darüber wundern, dass in der Ukraine nur das Geld zählt. Und das nehme ich dir nicht ab. Die Frage, wer solch assoziales Verhalten eingeführt hat, kann ich auch nicht ernst nehmen, denn Verhalten bildet sich durch Erziehung über Jahrzehnte und Einfluß darauf haben auch die Jahrhunderte davor. Und deine letzte Frage war sicher nur rhetorisch - oder?!

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#28 Beitrag von Optimist » Donnerstag 14. Oktober 2010, 21:08

War wohl so gemeint: Glauben Sie selbst was Sie da gesagt haben? Reisen Sie doch mal in die Ukraine mit Ihrem Wissen über Pargraphen, Bibelsprüche u.s.w. ... die Leute hier werden nur ein mitleidiges Lächeln dafür übrig haben. Denn das was auf dem Papier steht ist das Eine, die Umstände, sich hier durch den Alltag zu schlagen erfordern viel Kreativität und sind das Andere . Das Leben in Deutschland kann man dagegen eher als langweilig bezeichnen, was dort oft selbstverständlich ist wird hier teilweise zum Spiessrutenlauf. Und auf seinem Recht pochen, kommt meistens nicht gut an, man lässt Sie am langen Arm verhungern. Verhandeln ist die Devise, Leute kennen die einem weiterhelfen und schmieren (auch wenn es nicht erlaubt ist!). Es ist unmöglich hier jeden Tag gegen den Strom zu schwimmen, das hält keiner durch!

Verantwortungsbewusstes Handeln bedarf keiner Gesetze, das muss alles im Kopf stattfinden.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#29 Beitrag von freedom » Freitag 15. Oktober 2010, 02:13

Optimist hat geschrieben:War wohl so gemeint: Glauben Sie selbst was Sie da gesagt haben? Reisen Sie doch mal in die Ukraine mit Ihrem Wissen über Pargraphen, Bibelsprüche u.s.w. ... die Leute hier werden nur ein mitleidiges Lächeln dafür übrig haben. Denn das was auf dem Papier steht ist das Eine, die Umstände, sich hier durch den Alltag zu schlagen erfordern viel Kreativität und sind das Andere . Das Leben in Deutschland kann man dagegen eher als langweilig bezeichnen, was dort oft selbstverständlich ist wird hier teilweise zum Spiessrutenlauf. Und auf seinem Recht pochen, kommt meistens nicht gut an, man lässt Sie am langen Arm verhungern. Verhandeln ist die Devise, Leute kennen die einem weiterhelfen und schmieren (auch wenn es nicht erlaubt ist!). Es ist unmöglich hier jeden Tag gegen den Strom zu schwimmen, das hält keiner durch!
Verantwortungsbewusstes Handeln bedarf keiner Gesetze, das muss alles im Kopf stattfinden.
Mit dieser Erklärung kann ich etwas anfangen! Darf ich die rasant steigenden Lebensmittelpreise als Ausdruck politischer und menschlicher Unfähigkeit auffassen? Zum Einen hat der Staat die Preisentwicklung dahingehend zu steuern, dass jeder Bürger zumindest die Waren und Dienstleistungen für ein würdevolles Leben bezahlen kann, die er/ sie benötigt. Und zum Anderen haben die Anbieter von Lebensmitteln sich an einem gesunden Maß zu orientieren, wenn von staatlicher Seite aus, keine Preiskontrolle stattfindet. Nicht alles ist in Deutschland selbstverständlich zu bekommen, und die derzeitige Bundesregierung kann man auch nicht gerade als spendabel gegenüber den Normaldeutschen bezeichnen. Oh, doch, ich bin bereits in Kontakt mit arroganten und wenig sozial intelligenten Personen in der Ukraine geraten. Doch wo verhandeln, wenn kein Spielraum dafür vorhanden ist? Jemanden am langen Arm verhungern zu lassen, weil er/ sei allgemeingültiges Recht in Anspruch nimmt, zeugt nicht gerade von Verantwortung und Kompetenz. Diese Masche geht nur solange gut, wie das Rechtssystem in der Ukraine noch nicht genung ausgeprägt ist. Doch das wird sich ändern! All die ausländischen Investoren werden irgendwann einmal mit rechtlichen Problem konfrontiert werden, und dann ist Leistung gefragt, nicht Bestechung. Je mehr ausländische Firmen und Länder in der Ukraine tätig sind, desto mehr Verträge werden geschlossen. Dann ist in nich allzunaher Zukunft die Politik der leeren Versprechen beendet. Als ich das erste Mal über die Judikative und das Rechtsbewusstsein in der Ukraine hörte, war ich etwas geschockt, weil dies mit meinen zivilisierten Rechtserfahrungen wenig zu tun hatte. Wenn sich also die Ukraine der Weltöffentlichkeit als Rechtsstaat mit ordnungsgemäßer Verfassung präsentiert, dann hat der Staat auch nach diesen Grundsätzen und Wertemaßstäben zu handeln. Von der Legislative über die Judikative bis zur Exekutive. Einschließlich Recht auf Appellation und Volksentscheid.

Verantwortungsvolles Handeln geht vom Kopf über das Herz zur Hand und zurück. Ein gesundes System braucht das Feedback.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#30 Beitrag von Tilko » Freitag 15. Oktober 2010, 11:18

Schön gesagt, nur leider funktioniert das ganze im wirklichen Leben weder in der Ukraine noch in Deutschland.
Selbst in unserem so hoch gepriesenem "Rechtsstaat" hat der Spruch "Recht haben heist nicht Recht bekommen" seine Berechtigung. [smilie=dash2.gif]

Gruß Tilko

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#31 Beitrag von Optimist » Freitag 15. Oktober 2010, 21:40

Wir sprechen hier etwas aneinander vorbei. Zur Preispolitik: Subventionen sind nur für eine gewisse Zeit eine gute Sache, normalerweise sollte Politik und Wirtschaft soweit es geht voneinander getrennt werden, Angebot und Nachfrage sollten den Preis bilden. Sobald der Staat Einfluss auf Preise nimmt, sinkt der Anreiz für Produzenten oder auch für Verbraucher. Siehe real exsistierender Sozialismus von damals. Die hohen Lebensmittelpreise in der Ukraine bestehen nach meiner Meinung nur aus Absprache der Lebensmittelbranche, nach oben geht immer. So wären wir wieder beim Thema.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#32 Beitrag von freedom » Samstag 16. Oktober 2010, 02:31

Optimist hat geschrieben:Die hohen Lebensmittelpreise in der Ukraine bestehen nach meiner Meinung nur aus Absprache der Lebensmittelbranche, nach oben geht immer. So wären wir wieder beim Thema.
Genau, beim Thema "Kartellbildung und Preisabsprachen"! Unter Bezugnahme auf http://www.nrcu.gov.ua/index.php?id=475&listid=130759 lebt jeder 4. ukrainische Staatsbürger unterhalb des Existenzminimums. Bei einem wirklich funktionierenden Rechtsstaat, sei er parlamentarisch-präsidial oder präsidial-parlamentarisch, dürfte solch eine große Kluft zwischen arm und reich nicht bestehen. Nach meiner Ansicht, bewegt sich die Bundesrepublik Deutschland in die gleiche Richtung, wenn HartzIV-Empfängern nur 128,46 Euro für eine gesunde Ernährung zugestanden werden soll. Diese Armut würde weiter verfestigt, wenn dem gleichen Personenkreis lumpige 1,39 Euro an Bildungskosten wie geplant gezahlt würde. Dies fasse ich als Anzeichen dafür auf, dass die christlich-liberale Bundesregierung weder an gesunder Ernährung noch an Bildung armer Menschen interessiert ist. Bei uns gibt es Lebensmittel-Discounter, die die Preise für Lebensmittel auf lange Sicht senken. Von der gleichen Raffgier und Schamlosigkeit wie in der Ukraine, kann man also hier nicht sprechen. Da die Richter-Bezüge in der Ukraine offensichtlich zu niedrig für ein standesgemäßes Leben bemessen sind, müsste nach meiner Meinung dort sofort angesetzt werden, und bei Bestechungen sollte sofort ein Strafverfahren eingeleitet werden. Jeder Staat besitzt eine Vorbildfunktion.
Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt. NONO

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#33 Beitrag von Optimist » Samstag 16. Oktober 2010, 21:36

Man kann auch sagen: "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!" Ich bin in vielen Dingen auch Ihrer Meinung, aber was ich die letzten Jahre in der Ukraine erlebt habe, hatte ich so nicht erwartet. Aus meinen persönlichen Eindrücken möchte ich berichten, sollte das nicht stimmen, bitte ich mich zu berichtigen.
In der Ukraine herrscht eine Schattenwirtschaft ungeahnten Ausmasses, die Einahmequellen der Einen sind höchst kriminell, andere kurios oder auch nur albern. Wie früher im Kommunismus werden Dokumente beschönigt, gefälscht oder verschwinden. Der Staat hat kein Geld um seine Diener zu bezahlen. Die jeweilige Regierung nimmt es mit der Wahrheit auch nicht so genau, Interessenverbände, Vereine und Hilfsorganisationen gibt es zu wenig, die es gibt werden nicht unterstützt sondern bei ihrer Arbeit behindert. Der Ukrainer ist aus meiner Erfahrung ein Einzelgänger der lieber für heute plant, man weiss ja nicht was morgen kommt. Zukunftsplanung hat keinen grossen Stellenwert, das spiegelt sich auch in der Führung des Landes wieder, kein Plan für die Zukunft, lieber heute alles mitnehmen was geht. Und es funktioniert auch, komischer Weise. Es regiert hier die Unwahrheit und die Gleichgültigkeit vielerorts. Was tun? Gegen Windmühlen kämpfen, sich das Leben schwer machen oder einfach mitmischen?
Die Ukraine ist ein Kartenhaus, nur keiner weiss wann es einfällt. Das ist keine Schwarzmalerei, in meinen Augen Realität.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#34 Beitrag von bayernbanker » Sonntag 17. Oktober 2010, 14:29

Kann Optimist hier nur zu 100% Recht geben! Auch wenn es hier ganz signifikante Unterschiede in den Generationen gibt! Jeder Einwohner kann sich irgendwann die Frage stellen, ob er seine Energie dem augenblicklichen Überlebenskampf widmet oder irgendwann (sofern er keine Chance auf Emigration hat!) das Spiel mitspielt. Und der Blick auf die Statistik bringt einen gar nicht weiter - Dinge wie Durchschnittslöhne, Existenzminimum etc.sind in der Ukraine Makulatur, da Schmiergelder, Kuverts etc.immer noch Gang und Gebe sind. Da kann man lange drüber diskutieren, ob ein schlagartiger Austausch aller Richter eine Verbesserung bringen würde - wer soll das im Parlament durchbringen??? Es reicht ja schon, dass jeder 3.Beschäftigte bei der Polizei entlassen werden soll! Wer bleibt dann? Der Rechtstreue??? Wohl kaum! Sondern nur derjenige, der sich mit dem herrschenden System arrangiert.Ich glaube auch nicht, dass sich die westlichen Investitionen deutlich erhöhen werden - die Firmen gehen dann lieber in die Türkei (stark wachsende Bevölkerung und noch prowestliche Regierung) oder nach Belarus (berechenbares Regime). Solange sich die Ukraine nicht strategisch für einen Partner oder fix für eine neutrale Rolle festlegt, kommen keine Investitionen und die Zukunft bleibt grau!

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Optimist
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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#35 Beitrag von Optimist » Sonntag 17. Oktober 2010, 19:44

Mit der jungen Gerneration der Ukraine habe ich die besten Erfahrungen erlebt, es ist traurig und schade, dass diese eines Tages ein ganz schweres Erbe übernehmen muss. Man kann dieser jungen Generation nur wünschen, dass sie so schnell wie möglich das " Ruder " übernimmt und das Land aus dieser Schieflage manövriert.

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freedom
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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#36 Beitrag von freedom » Montag 18. Oktober 2010, 00:59

Optimist hat geschrieben:Man kann auch sagen: "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!" Ich bin in vielen Dingen auch Ihrer Meinung, aber was ich die letzten Jahre in der Ukraine erlebt habe, hatte ich so nicht erwartet...
Ich danke sehr für die genaue Beschreibung der derzeitigen ukrainischen Lebensverhältnisse. Mag es etwas seltsam klingen, denn ich bin der Meinung, die Ukraine verfügt über genug Resourcen und Intelligenz, als ein selbständiger Staat ohne jeglichen politischen Einfluss externer Kräfte zu existieren. Bei meinen bisherigen Reisen bin ich immer wieder auf normale Menschen gestoßen, die freundlich, offen und wohlgesonnen sind. Irgendwie scheint das sowjetische Ausplündern noch kein Ende gefunden zu haben, und zu diesem Problem gesellt sich die künstlich hergestellte monetäre Abhängigkeit an den IWF und andere Institutionen. Schaue ich mir die primive HartzIV-Geschichte an, kommt es mir vor, dass die Bundesregierung von den Wirtschaftslenkern vor den Karren gespannt wird, Teile des Volkes um ein menschenwürdiges Dasein zu prellen. In der Ukraine hat dieses Prinzip noch dramatischere Auswirkungen. Es müssen Bestien in Menschengestalt gewesen sein, die in Zeiten der ukrainischen Hungersnöte, Menschen zu Kannibalismus nötigten. Wer behauptet, die Ukraine ordentlich führen zu wollen und zu können, sollte mit gutem Beispiel vorangehen: Nämlich mit Offenheit, Ehrlichkeit und Verhältnismäßigkeit. Eine Regierung, die diese Minimalprinzipien des sozialen Umgangs nicht beachtet, kann nicht für das Volk und für das Wohlergehen des Staates sein. Ich glaube nicht, dass der Ukrainer, wenn man so sagen darf, ein Egoist ist. Menschen werden durch Fremdeinwirkung zum Egoismus erzogen.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#37 Beitrag von ua-sports » Mittwoch 20. Oktober 2010, 02:09

nur so viel... die Lebensmittelpreise steigen rasant! AUCH IN DEUTSCHLAND

nur ein ein Beispiel.


- früher 500ml Milch im Platsikbecher von Müllermilch... für 0,59 EURO (59 Cent)
- jetzt 400 ml Plastikflasche vom gleichen Hersteller.... für 0,59 EURO (59 Cent)

PRIMA DEUTSCHLAND... PRIMA WELTWIRTSCHAFT... PRIMA LEBEN hier und DORT

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#38 Beitrag von lev » Mittwoch 20. Oktober 2010, 12:01

ua-sports hat geschrieben:nur so viel... die Lebensmittelpreise steigen rasant! AUCH IN DEUTSCHLAND

nur ein ein Beispiel.


- früher 500ml Milch im Platsikbecher von Müllermilch... für 0,59 EURO (59 Cent)
- jetzt 400 ml Plastikflasche vom gleichen Hersteller.... für 0,59 EURO (59 Cent)

PRIMA DEUTSCHLAND... PRIMA WELTWIRTSCHAFT... PRIMA LEBEN hier und DORT
Das ist aber schon ein Unterschied, ob im Becher für den gleichen Preis etwas weniger drin ist, oder der Fleisch- und Käsepreis in kurzer Zeit um ein Drittel in die Höhe schießt.
In Deutschland ist der Preiskampf der großen Discounter zur Zeit so groß, dass sich die Lebenmittelpreise eher nach unten bewegen.
Sicher, da gebe ich dir völlig Recht, über die Inhalte wird man hier und da schon kräftig verars....!

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#39 Beitrag von freedom » Mittwoch 20. Oktober 2010, 12:48

lev hat geschrieben:Das ist aber schon ein Unterschied, ob im Becher für den gleichen Preis etwas weniger drin ist, oder der Fleisch- und Käsepreis in kurzer Zeit um ein Drittel in die Höhe schießt. In Deutschland ist der Preiskampf der großen Discounter zur Zeit so groß, dass sich die Lebenmittelpreise eher nach unten bewegen.
Was Berlin anbelangt, gibt es mindestens drei supergroße Lebensmitteldiscounter, die die Preise von einigen Artikeln auf unabsehbare Zeit gesenkt haben. Hierzu gehören auch Fleischwaren... Für Menschen in prekären Verhältnissen ändert sich etwas in der Lebensqualität, doch scheint mir das nicht nachhaltig genug zu sein, um von einer wirklichen Verbesserung sprechen zu können. Bei meinen UA-Reisen vergleiche ich Lebensmittelqualität und Preise mit denen in Deutschland und musste dabei im Sommer feststellen, dass sich die Preise immer mehr angleichen. Bei der weit verbreiteten und auch sichtbaren ukrainischen Armut, halte ich Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs, ohne eine ausreichende soziale Absicherung für notleidende Menschen, für unverantwortlich und beschämend. :o

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#40 Beitrag von lev » Mittwoch 20. Oktober 2010, 15:13

Ich fahre nur zweimal im Jahr in die Ukraine, bin aber jedes Mal entsetzt über die hohen Lebensmittelpreise. Es findet tatsächlich eine Preisannäherung an EU- Verhältnisse statt und das bei einem Durchschnittslohn von ca. 1800 Hrywnja. Geschweige von den Renten, die sogar gekürzt werden sollten. Ich frage mich, wie das funktionieren kann und warum wird dagegen nicht protestiert?
Eine Antwort könnte in dem Bericht, über die Rücküberweisungen der Arbeitsmigranten zu finden sein.
http://forum.ukraine-nachrichten.de/wei ... t1129.html

Wer aber keine Arbeitsmigranten in der Familie hat, der muss wohl von der eigenen Scholle leben. Wer aber auch diese nicht hat, oder nicht mehr bewirtschaften kann.....???

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Re: deutsche Lebensmittelpreise steigen rasant!

#41 Beitrag von ua-sports » Mittwoch 20. Oktober 2010, 16:15

Hier noch ein Besipiel... [smilie=kosak_2]

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a ... ml?5690816

" Discounter Preissenkungen dauerhaft ! " :-|| ... auf Kosten aller!

In der Mitte des Beitrages von mdr umschau vom 21.09.2010

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Re: deutsche Preise steigen rasant!

#42 Beitrag von ua-sports » Mittwoch 20. Oktober 2010, 16:20

Und zum meinem derzeit Abschluss ! :-D und meiner Erkenntnis ! im TV :-'

http://www.rp-online.de/wirtschaft/news ... 58167.html

Konsumenten werden bei Preis und Inhalt oft ausgetrickst. Das sagt zumindest die Verbraucherzentrale:
Sie hat im September 2010 eine Liste mit versteckten Preiserhöhungen rausgegeben.
Die Methode: Die Füllmenge wird verringert, am Preis ändert sich allerdings nichts.
:-||

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#43 Beitrag von Siggi » Mittwoch 20. Oktober 2010, 16:32

Supermärkte sind oft teuerer als die Märkte. Z.B. hier in Billa liegt Schweinefilet bei über 70-80UAH, auf dem Markt bei knapp über 50UAH. Lebensmittel zur Basisversorgung sind günstig. Gemüse in der Saison oft mehr als den Faktor 10 (verglichen mit DE). Insgesamt sind die Preise in der Provinz von UA schon mehrfach niedriger, als in DE. Aber eins ist richtig: Die Preise sind in den sechs Jahren, in denen ich in UA lebe, kontinuierlich gestiegen. Bei den meisten konnten die Lohnsteigerungen diesen Effekt nicht kompensieren.

Gruß
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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#44 Beitrag von Optimist » Mittwoch 20. Oktober 2010, 22:08

Denke, Deutschland ist ein Land mit niedrigen Lebensmittelpreisen. Und Milchprodukte wie Butter und Käse sind weit preiswerter als in Ukraine, das ist unverständlich, da Kosten für Lohn und Energie in der UA nicht im Verhältnis mit Deutschland stehen. Wie bildet sich dieser hohe Preis? Aus der Nachfrage und dem Angebot jedenfalls nicht!

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#45 Beitrag von freedom » Donnerstag 21. Oktober 2010, 16:27

Optimist hat geschrieben:Denke, Deutschland ist ein Land mit niedrigen Lebensmittelpreisen. Und Milchprodukte wie Butter und Käse sind weit preiswerter als in Ukraine, das ist unverständlich, da Kosten für Lohn und Energie in der UA nicht im Verhältnis mit Deutschland stehen. Wie bildet sich dieser hohe Preis? Aus der Nachfrage und dem Angebot jedenfalls nicht!
Wenn ich korrigieren dürfte? "...mit verhältnismäßig niedrigen Lebensmittelpreisen". Damit meine ich Produktpreise im Verhältnis zum jeweiligen Netto-Einkommen. Für Millionen Beziehern von HartzIV mit rund 4,-Euro/ täglich für gesunde Ernährung, sind die Lebensmittelpreise zu hoch. Vergleiche ich die UA-Lebensmittelpreise mit dem Einkommen von Arbeitslosen, Bedürftigen und Normalrentner in der Ukraine, möchte ich beinahe von einem schleichendem Genozid sprechen. Bitte korrigiert mich, wenn ich unbeabsichtigt übertreibe.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#46 Beitrag von lev » Donnerstag 21. Oktober 2010, 16:46

Ich finde auch, dass die Lebensmittelpreise in Deutschland relativ niedrig sind, zumindest in Bezug zum Durschnittsverdienst.
Die Preise für Strom, Gas, Benzin, und Dienstleistungen schlagen da, so meine ich, mehr zu Buche.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#47 Beitrag von Siggi » Donnerstag 21. Oktober 2010, 17:42

Deutschland hat sicher vergleichsweise niedrige Preise innerhalb der EU. Es gibt doch die Geschichten von deutschen Rentner, die aus Spanien zurückwandern, da ihnen die deutsche Rente für die dortigen Preise nicht mehr reicht.

Mit welchen Käsepreisen vergleiche ich zwischen UA und DE: Gouda-Brot 3kg aus dem Online Shop das kg für 5,55 oder Du-Darfst Käsescheiben für über 20 Euro das kg? Das ist im Detail recht schwierig, insbesondere ist das wichtigste ja der Geschmack. Nur wenn dieser identisch ist, dann darf man auf den Preis schauen.

Arme Menschen in UA kaufen selten Wurst oder Käse. Sie ernähern sich von Grundnahrungsmitteln und aus dem eigenen Garten. Ein wenig so, wie eben in DE direkt nach dem 2. Weltkrieg auch überlebt wurde.

Gruß
Siggi

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#48 Beitrag von Optimist » Donnerstag 21. Oktober 2010, 20:10

Siggi ... ich sag nur ALDI! Und arme Menschen aus der Stadt ernähren sich aus dem Garten? Aber wenn die sich jetzt einen Computer kaufen, können sie billig Online einkaufen oder sich auch satt sehen.

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#49 Beitrag von UAFRIEND » Donnerstag 21. Oktober 2010, 20:48

Es gibt auch in der Stadt einige Leute , die sowas wie eine Art Schrebergarten haben, ausserhalb der Städte, das solltest du nicht unterschätzen.

Mit Gruss
UAF

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Re: ukrainische Lebensmittelpreise steigen rasant!

#50 Beitrag von Optimist » Donnerstag 21. Oktober 2010, 21:11

Dessen bin ich mir bewusst, nur das ist leider zum sattwerden nicht ausreichend.

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