Ukraine-Nachrichten.de | Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

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Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#1 Beitragvon RSS-Bot-UN » Donnerstag 11. Oktober 2012, 15:15

Ukraine-Nachrichten: Gesellschaft

Zu einigen Komplikationen der Interpretation befreiungs- vs. ultranationalistischer Tendenzen in der modernen Ukraine




Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Gesellschaft: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit

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Minuteman
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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#2 Beitragvon Minuteman » Donnerstag 11. Oktober 2012, 21:02

Äusserst lesenswert für jeden historisch-politisch interessierten Leser und eigentlich ein wunderbarer Stoff für eine sachliche Diskussion :)

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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#3 Beitragvon Handrij » Freitag 12. Oktober 2012, 11:03

Minuteman hat geschrieben:Äusserst lesenswert für jeden historisch-politisch interessierten Leser und eigentlich ein wunderbarer Stoff für eine sachliche Diskussion :)

Du weißt doch, dass es bei diesem Thema nur schwerlich zu einer sachlichen Diskussion kommen kann.
Btw. am Sonntag sind 70 Jahre UPA ... 20 000 Leute hat Swoboda für den UPA-Marsch angemeldet.

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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#4 Beitragvon mbert » Freitag 12. Oktober 2012, 11:33

Das ist aber auch Teil des Problems. Das Gedenmen an den ukrainiachen Widerstand darf nicht exklusiv eine faschistische Vereinigung besetzen, weil das jede Sachlichkeit im Ansatz verhindert und eben auch nicht geeignet ist, den ukrainiachen Widerstand vom Pauschalvorwurf des Faschismus zu distanzieren.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#5 Beitragvon Minuteman » Freitag 12. Oktober 2012, 21:19

Handrij hat geschrieben:Du weißt doch, dass es bei diesem Thema nur schwerlich zu einer sachlichen Diskussion kommen kann.

In diesem Forum ist es aber am Wahrscheinlichsten daß so eine Diskssion nicht in ein "Hauen und Stechen" und alte Grabenkämpfe ausarten würde.

Handrij hat geschrieben:Btw. am Sonntag sind 70 Jahre UPA ... 20 000 Leute hat Swoboda für den UPA-Marsch angemeldet.

Naja, schaun wir mal wieviele es tatsächlich werden. Letztes Jahr hat Svoboda auch die "Latte" mit 20.000 Demonstranten ziemlich hoch gesetzt, und am Ende kam nicht mal die Hälfte.

mbert hat geschrieben:Das ist aber auch Teil des Problems. Das Gedenmen an den ukrainiachen Widerstand darf nicht exklusiv eine faschistische Vereinigung besetzen, weil das jede Sachlichkeit im Ansatz verhindert und eben auch nicht geeignet ist, den ukrainiachen Widerstand vom Pauschalvorwurf des Faschismus zu distanzieren.

Die Sache, nicht das Problem, ist halt die das eben der ukrainische Widerstand unter der schwarz-roten Flagge geführt wurde. Ob nun OUN, UPA oder OUN (M) sie verbindet ihre nationalistische Ideologie, die anti-russische Haltung und das primäre Ziel einer unabhängigen Ukraine. Die CCCP ist zerfallen, die Ukraine ist ein unabhänger Staat und man richtet sich mehr oder weniger Richtung Europa aus. Das der ukrainische Widerstand an den Veränderungen nicht aktiv mitgewirkt hat spielt eine untergeordnete Rolle. Fakt ist, das es so ist.
Demgegenüber steht das Heer an ukrainischen Männern und Frauen welche in den Reihen der Roten Armee gegen das dritte Reich gekämpft haben, und es steht ausser Frage das sie mit viel Blut und Opferwillen einen entscheidenden Anteil beigetragen haben Osteuropa vom Hitlerregime zu befreien. Nur versuch heute mal als ehemaliger Rotarmist oder deren Fürspecher des großen Vaterländischen Krieges den Nationalisten die Exklusivität der ukrainischen Widerstandsbewegung zu nehmen. Mit dem besten Hintergrundwissen und besten Argumentationskette hättest Du keine Chance.

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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#6 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Freitag 12. Oktober 2012, 22:26

Ich gebe euch recht, dass das ein guter Stoff für eine sachliche Diskussion sein kann.
Allerdings möchte ich nicht jeden gedanken, der schon auf dem Schirm war wiederholen.
Der Widerstand der letztlich zur unabhängigen Ukraine geführt hat nach Vernehmen der Widerständler war ja kein exklusiv galizischer.
Aber nach dem Motto "Viel Feind - viel Ehr" dürfen die Kämpfer der OUN für sich in Anspruch nehmen einen langen Atem gehabt zu haben. Beginnend mit dem Kampf gegen den polnischen Okkupanten, die Umkehr und der Kampf gegen die Deutschen und dann der fast 11 Jahre währende Kampf gegen die Okkupanten aus Moskau.
Die Moskauer haben ein Gebiet in Anspruch genommen, dass durch einen völkerrechtswidrigen Pakt mit Hitler in ihren Besitz, nicht Eigentum, gekommen war. Ein Gebiet, das in bestimmten Umfang mal ein Völkerrechtssubjekt war, die Westukrainische Volksrepublik. Nach damals schon geltendem Recht hätte diese Republik mit Beendigung der Okkupation durch Polen wieder aufleben müssen, denn die Besetzung in den Jahren 1939-1941 war ein Raubkrieg.
Die längere Tradition des Widerstandes gegen alle Okkupanten und für eine freie Ukraine liegt hier in Galizien.

Die Anerkenntnis der Leistungen der Roten Armee ist hier wirklich schwer zu erreichen. Das haben sich die Helden der RA aber auch selbst zuzuschreiben. Mit einem gigantischen Heroismus haben sie einen anfangs übermächtigen Feind verjagt und zudem noch auf seinem Gebiet vernichtet, gleichlaufend hat man aber im Hinterland mit den A... eingerissen, was die Hände von Millionen geschaffen haben.
Getreu nach dem Motto "willst Du mein Freund nicht sein, schlag ich Dir den Schädel ein" wurde gemordet und deportiert.
Wobei das eine sicher genauso absolut war wie das andere.

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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#7 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Samstag 13. Oktober 2012, 10:06

Nachsatz:

Bitte schaut zu dem Thema den Aufruf des Rates der Kirchen an.

rat-kirchen-ruft-gr%C3%BCndlicher-erforschung-trag%C3%B6dien-holodomors-holocausts-ugkk-t14893.html#p25251

Es ist doch interessant, dass gerade jetzt aus dieser sehr zurückhaltenden Gemeinschaft ein solcher Gedanke kommt.
Die Religionsgemeinschaften sind meines Erachtens nach in großer Sorge um die Einheit der Nation.
Zum einen zerstritten aus geschichtlichen Positionen und zum anderen neuerdings durch die Benachteilung der Nationalsprache.
Diese Sorge hat sogar Vorrang vor dem sonstigen theologischen Differenzen.

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Handrij
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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#8 Beitragvon Handrij » Sonntag 14. Oktober 2012, 16:50

Minuteman hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:Btw. am Sonntag sind 70 Jahre UPA ... 20 000 Leute hat Swoboda für den UPA-Marsch angemeldet.

Naja, schaun wir mal wieviele es tatsächlich werden. Letztes Jahr hat Svoboda auch die "Latte" mit 20.000 Demonstranten ziemlich hoch gesetzt, und am Ende kam nicht mal die Hälfte.

Also ich denke, dass sie es dieses Jahr hinbekommen haben. Es dauerte etwas mehr als 40 Minuten ehe der ganze Demonstrationszug vorübergezogen war.
Kein gutes Zeichen ... sie werden wohl auch in die Rada in Fraktionsstärke einziehen ...

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Re: Der ukrainische Nationalismus zwischen Stereotyp und Wirklichkeit - UN

#9 Beitragvon Handrij » Sonntag 14. Oktober 2012, 17:59

Die Miliz spricht von 2000, einige Nachrichtenagenturen von vier- bis sechstausend, bei der Prawda war von zehntausend die Rede und Swoboda selbst spricht von dreißigtausend.
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