Politik | Versteckspiel um Timoschenko: Diagnose weiterhin nicht bekannt

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Versteckspiel um Timoschenko: Diagnose weiterhin nicht bekannt

#1 Beitragvon Handrij » Freitag 24. Februar 2012, 09:33

Auch nach der Untersuchung durch eine internationale Ärztekommission herrscht Unklarheit über den Gesundheitszustand der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Timoschenko. Eine Diagnose wurde offiziell nicht bekanntgegeben.

Eine vergangene Woche vorgenommene Untersuchung der ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko durch ein Team aus kanadischen und deutschen Ärzten hat – zumindest für die Öffentlichkeit – keine Klarheit über den Gesundheitszustand der inhaftierten Politikerin gebracht. Aus der ukrainischen Strafvollzugsbehörde verlautete, der Befund der internationalen Ärztekommission decke sich weitgehend mit den Diagnosen ukrainischer Mediziner. Die Kommission habe Empfehlungen abgegeben, die man nun umsetzen werde. Insbesondere gehe es um spezialisierte physiotherapeutische Massnahmen. Eine Operation erachte man nicht als angezeigt.


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Re: Versteckspiel um Timoschenko: Diagnose weiterhin nicht bekannt

#2 Beitragvon Sonnenblume » Freitag 24. Februar 2012, 18:11

Mir ist heute das hier ins Auge gesprungen: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
Ich denke, die Kanadier haben nicht wirklich Grund, so etwas zu behaupten, wenn es nicht stimmt und dass die Deutschen so schnell wieder zurück sind, kann dann eigentlich nur heißen, dass ihnen das Eisen zu heiß geworden war...
Ich muß es immer wieder sagen - was ist aus diesem Land geworden [smilie=dntknw.gif]

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Re: Versteckspiel um Timoschenko: Diagnose weiterhin nicht bekannt

#3 Beitragvon Handrij » Freitag 24. Februar 2012, 22:54

Die Äußerungen auf die Vergiftung von Timoschenko beziehen sich auf die eilige Renovierung des Zimmers auf der Krankenstation im Kiewer Untersuchungsgefängnis in das sie verlegt wurde. Alle Besucher sprachen damals davon, dass es nach Chemie=Farbe roch. Ja, in der Tat ein perfider Vergiftungsversuch und ich bin auch für die Nutzung von Naturfarben.
Die blauen Flecken und das unkontrolliert auftretende Nasenbluten waren in den Gerichtssitzungen, die ja live im Fernsehen übertragen wurden, nicht zu bemerken. Inzwischen hat das aber die Öffentlichkeit bereits vergessen ....

Im Übrigen soll Timoschenko 2001 als sie in Untersuchungshaft war plötzlich ein Magengeschwür bekommen haben, welches damals nach ihrer Freilassung drei Monate später ebenso plötzlich verschwand.

Wenn wir mal zusammenfassen, was wir seit ihrer Verhaftung im August schon an Krankheiten von ihr bzw. ihrem Umfeld gehört haben, dann ist es schon schwer zu glauben, dass sie noch am Leben ist und zweitens ist es schwer zu glauben, dass ihr wirklich etwas fehlt. Ich schließe nicht aus, dass sie wirklich etwas mit dem Rücken hat, doch wird es wohl kaum so gefährlich/schlimm sein, wie es uns dargestellt wird.

Also ich kann in dieser Sache niemanden mehr Ernst nehmen und hoffe, dass Timoschenko jemand beisteht, wenn die "Wölfe wirklich vor der Türe stehen" ....

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Fatal
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Re: Versteckspiel um Timoschenko: Diagnose weiterhin nicht bekannt

#4 Beitragvon Fatal » Donnerstag 1. März 2012, 15:15

Ganz unklar ist die Situation um Timoschenkos Gesundheitszustand... Die kanadischen Ärzte sagen, die Ex-Premierministerin sei auf den Tod krank. Und das ukrainische Ministerium für Gesundheitswesen schreibt in seiner Pressemitteilung, Julija Timoschenko sei nicht behandlungsbedürftig.
Also ich denke, jede Seite schlachtet die Krankheit der ehemaligen Premierministerin für ihre Zwecke aus. Klar, dass Julija noch sehr lange Zeit auf Nummer Sicher sitzen wird. Ihre Krankheit ist nur ein Anlass für US-raelische und einige EUropäische Patrone Timoschenkos dazu, das Janukowitsch-Regime der Verfolgung der Opposition immer wieder zu beschuldigen. Selbst Timoschenkos Schicksal interessiert niemanden in Wirklichkeit mehr. Zudem ist auch klar, dass der Westen nun auf Timoschenkos Tochter, Jewgenija, setzt.

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Re: Versteckspiel um Timoschenko: Diagnose weiterhin nicht bekannt

#5 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Samstag 3. März 2012, 11:30

Spekulieren kann man viel. Mir gibt die übereinstimmende Darstellung der Ärzte aus D und Kanada zu denken, dass die Entnahme von Blut verweigert wurde.
Auch das Verbot der Verwendung mitgeführter Diagnostiktechnik spricht für sich, besser gegen die Janekbande.
Drittens ist der Hinweis auf die Verwendung von Medizin, die in Kanada verboten ist, auch sehr bezeichnend. Und dazu die Tatsache der Verabreichung von nicht benannter Medizin.

Das ist auch im zivilen Leben Usus. In "Lohn für Ärzte" hatte ich was zu Krankenhäusern geschrieben.
Wie Ihr ja wißt, kaufen die Patienten ihre Medizin überwiegend selbst. In unserem Fall bekam meine Frau auch unentgeltlich Medizin vom Krankenhaus. Da ich aber auf der Benennung bestand bekam dann meine Frau diese Medizin in einer Verpackung. Und wir konnten im Internet suchen und ich sandte die Daten auch an meinen Cousin, der Apotheker in D ist.
Erschrecken und als ich dann meine Frau in D vorstellte, eine sofortige Umstellung und Absetzung.
Wir haben dann privat über ein Jahr alle Tests auf Nebenwirkungen machen lassen und jetzt nach eineinhalb Jahren endlich die Entwarnung. Alles überstanden.
Da waren auch abgelaufene Medizin und Medizin aus nicht auffindbaren indischen Werken und angeblichen ukrainischen Werken, die aber nur Händler waren, darunter. Therapien, bei denen sich den deutschen Ärzten die Haare sträubten.
Ich glaube diese Praktiken, vor allem unter Bedingungen der Entrechtung in der Haft.

Mal abgesehen von Julia T. und ihrem Schicksal, wirft das Ganze vielleicht zum ersten Mal ein Licht auf die Zustände in UA-Gefängnissen und offenbart so ein aus radjanskischen Zeiten konserviertes Strafsystem.
Wie oft hat dort die biologische Lösung den Fall beendet? Gibt es Statisken wie viele Gefangene nach wie viel Jahren gesund entlassen werden?

Ich habe mal in einen Steinbruch sehen dürfen in dem Muschelkalkblöcke (20x20x40cm) hergestellt wurden. In brütender Hitze sägten Gefangene mit der berühmten Druschbasäge die Blöcke zurecht.
Staub ohne Ende und keinen Mundschutz.
Ich denke auch in anderen Arbeitsbereichen ist man ähnlich rücksichtslos.

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