Allgemeines DiskussionsforumVororte von Mariupol unter schwerem Feuer-mehrere Tote und Verletzte

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Vororte von Mariupol unter schwerem Feuer-mehrere Tote und Verletzte

#1 Beitrag von Freund » Sonntag 16. August 2015, 23:59

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Stadtseite Mariupol

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Freund
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Re: Vororte von Mariupol unter schwerem Feuer-mehrere Tote und Verletzte

#2 Beitrag von Freund » Montag 17. August 2015, 00:15

Siehst du Feindflieger, einer Frau wurde der Arm abgegrissen, einem Kind
das Bein zerfetzt.
Das ist in Mariupol passiert und keiner von uns kann ausschliessen, dass es ein sogar einen
Sympatisanten- Sympatisanten der Separatisten getroffen hat.
Genausowenig, wie es hätte jemanden in Horlowika treffen können.
.

Du redest immer davon, dass Kiew das eigene Volk mordert.
Und ich sage dir, Sachatschenko, Puschilin und wie sie heissen, ist das Volk scheissegal!
Sie sind angetreten, den Donbass zu befreien und dabei bringen sie ihn um!

Um ihre Ziele zu erreichen, und das sind längst nicht mehr die Ziele der einfachen Bevölkerung
und zwar egal in welchem Dorf und auf welcher Seite der Kampflinie.
Denen geht es nur noch ums Überleben, ums nackte überleben.

Wenn die Herrschaften für ihr Volk kämpfen würden, dann hätten sie längst einen Weg gefunden,
sich mit Kiew an einen Tisch zu setzen und sich vernünftig zu unterhalten.

Was willst du mit einem total zerbombten Donbass anfangen. Wer baut es wieder auf.
Die Industrie ist am Boden, alles zerstört und annähernd 1 Million Menschen sind aus der Krisenregion
geflohen.

Welchen Staat will ich denn dann noch gründen, wenn alles kaputt und die Bevölkerung ausgerottet
oder geflohen ist.

Das sollten sich die Herren mal überlegen. Du wirst jetzt sagen, Kiew auch und da hast du grundsätzlich
recht. Aber mit puren Drohungen und Terrorakten bekomm ich nun mal niemanden an den Verhandlungstisch.

Aber ich frag mich jeden Tag, wann endlich die Vernunft siegt, bevor der Donbass so zerstört ist, wenn er das
nicht jetzt schon ist, dass du gar nicht der Lage sein wirst, einen eigenständigen Staat am Leben zu halten.

Für wen kämpfen die Separatisten? Ich glaube manchmal sie wissen es selbst nicht mehr.
Aber das eigentliche Ziel ist längst, längst verloren gegangen.

So kann ich keinen neuen Staat gründen. Dazu brauche ich vernünftige Gespräche und Verhandlungen.
Diese Auseinandersetzung bringt nur Leid und Hass und wird die Bevölkerung der Ukraine über jahre und
jahrzehnte hinweg einander entfremden.

Und das war nie niemals das Gedankengut der anfänglichen Abspaltungsgedanken des Donbass.

Das Ziel wurde eindeutig verfehlt.

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Re: Vororte von Mariupol unter schwerem Feuer-mehrere Tote und Verletzte

#3 Beitrag von Freund » Montag 17. August 2015, 08:32

Bitteschön Herr Feindflieger,

die Bilanz der heutigen Nacht im Dorf Sartara.
2 Tote ( eine junge Frau mit 22 und ein 34 jähriger Mann)
und 6 Verletzte, darunter ein kind mit abgerissenem Fuss
und eine junge Mutter, mit abgerissenem Arm, die um ihr Leben kennen.

Schau dir das Video mit dem Ausmaß der Zerstörung an.

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und von dir höre ich immer nur: Kiew beschisst Horlowika.

Gab es in Horlowika Tote und Verletzte: Nein!!!
Wieviele Verletzte und Tote in den 30 von den Terroristen beschossenen
Gebieten? Gestern 2 in Donezk, heute 2 in Sartara.....


Wo bleibt die Verhältnismässigkeit der Mittel????

aber am lautesten schreit ihr: Das arme Horlowika.

und das nenne ich hämisch und zynisch. Immer noch!

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Re: Vororte von Mariupol unter schwerem Feuer-mehrere Tote und Verletzte

#4 Beitrag von toto66 » Montag 17. August 2015, 11:16

Massiver feindlicher Angriff verursacht große Zerstörungen in Artemove, Oblast Donezk

Die Beobachter des “Gemeinsamen Zentrums für Kontrolle und Koordination der Waffenruhe und der Stabilisierung der von den Vertragsparteien vereinbarten Demarkationslinie im Donbas” (JCCC) haben Massenkriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung durch die russischen Stellvertreterkräfte im Donbas aufgezeichnet, schrieb Ruslan Semenjuk, der Pressesprecher der ukrainischen Gruppe des Zentrums, auf Facebook.

“In den frühen Morgenstunden des 13. August gerieten Wohngebieten in der Ortschaft Artemove der Nähe der Stadt Dserschynsk in Donezk unweit von der von Militanten besetzten Stadt Horliwka unter massiven Angriff der Militanten. Der Beschuss erfolgte unter Einsatz von 122mm- und 152mm-Artilleriesystemen mit dem vermutlichen Ziel der Gagarin-Kohlegrube. Von 23.00 Uhr bis 02.30 Uhr morgens beschossen die Militanten Artemove mit etwa 50 Artilleriegeschossen. Als Folge des Beschusses geriet ein Haus mit vier Wohnungen an der Dserschynsker Straße 15 in Brand, alle Bewohner sind jetzt obdachlos. Außerdem feuerten die Militanten 122mm-Geschosse auf den Artemover Güterbahnhof, wobei die Fassade, Fenster mit Türen, sowie Schienen, Außenanlagen und der Zaun beschädigt wurde,” schrieb er.
....
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У Маріуполі чути обстріли: є поранені
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Re: Vororte von Mariupol unter schwerem Feuer-mehrere Tote und Verletzte

#5 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 20. August 2015, 11:53

Bis vor kurzem noch hatte sie mit dem ukrainischen Vaterland nichts am Hut. Sie spricht Russisch, wie jeder hier im Kohlerevier Donbass, dessen proletarisches Selbstbewusstsein, zusammengeschmiedet aus allen Nationen der alten Sowjetunion, mit dem Tracht-und-Volkslied-Patriotismus der europanahen Westukraine nie viel zu tun hatte. Vor dem Krieg, als der von Moskau gestützte Präsident Viktor Janukowitsch und sein Clan noch nicht vor der Majdan-Revolution nach Russland geflohen waren, war Odnorog sogar Mitglied in dessen „Partei der Regionen“ geworden.

Stillstand der Bortschtküchen
Zwei Kinder hat sie und es mit ein paar Lebensmittelläden zu ein wenig Wohlstand gebracht. Jedem, der ihr damals prophezeit hätte, dass sie eines Tages die ukrainische Hymne singen würde, hätte sie den Vogel gezeigt.

Dann aber kam der Krieg. Die prorussischen Separatisten der „Volksrepublik Donezk“ tauchten auf, es gab Leichen auf den Straßen, später wurden die Kämpfer wieder vertrieben. Mariupol blieb ukrainisch, aber der Krieg ließ die Produktion in den Stahlwerken einbrechen, und in den Ferienkolonien am Strand, wo die Stahlarbeiter der Donbass-Industriemoloche im Sommer in Sonnenöl rösten, standen die Bortschtküchen auf einmal still.

Keiner kam mehr. Zwischen Mariupol und den Kumpeln aus dem Kohlepott um die Regionalmetropole Donezk zwei Autostunden nördlich lag plötzlich die Front dieses unerklärten Krieges mit ihren Straßensperren und täglichen Toten.

Schützenpanzer für die Sicherheit
Seit die Russen begehrlich nach ihrer Stadt schielen, ist Galina Odnorog ukrainische Patriotin geworden. Charmant und energisch, mit unglaublich schnellen Fingern an der Telefontastatur, ist sie zum Mittelpunkt eines ganzen Netzes von Kreisen und Organisationen geworden, die nur ein Ziel haben: die Eroberung Mariupols durch die „DNR“, die gespenstische „Volksrepublik Donbass“ der prorussischen Separatisten, zu verhindern.

Gemeinsam mit dem Verein „Verteidigung Mariupols“ und mehreren Dutzend anderen Organisationen sammelt sie nun Geld für die ukrainischen Freiwilligenbataillone „Asow“ und „Donbass“, hilft bei der Versorgung der Verwundeten und Hinterbliebenen in den Dörfern zwischen den Linien, beim Ausheben der Schützengräben vor der Stadt.
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