PolitikWagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

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klaupe
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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#51 Beitrag von klaupe » Freitag 14. März 2014, 19:22

Jensinski hat geschrieben:Na, was Parteien betrifft, kommt hier ja bei einigen die "dolle deutsche Denke" ganz schön durch. Ja nix Neues probieren wollen; was wir haben ist der Weisheit letzter Schuss...
Es gibt doch immer wieder neue Parteien, die uns nun endlich retten wollen.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#52 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 14. März 2014, 19:24

klaupe hat geschrieben:Wenn man nur nebenbei-Politiker ist, bleibt wenig Zeit für Basisarbeit.


Das ist in der Tat ein Problem nicht nur der Parteien, sondern auch in Bürgerinitiativen, Diskussionszirkeln und allem anderen. Politik kostet Zeit, wenn man aktiv mitgestalten will. Und solange man das nicht bezahlt bekommt, sondern neben Job und vielleicht Familie nebenbei machen muß, einen große Aufgabe.

Es ist ein strukturelles Problem und auch bekannt. In D hat die Politik in ersten Ansätzen einiges gemacht, um das ehrenamtliche Engagement zu fördern. Stichwort Ehrenamtsstärkungsgesetz als eines von etlichen Beispielen. Das hat zwar nichts direkt mit Parteien zu tun, aber mit der Förderung einer aktiven Bürgergesellschaft.
klaupe hat geschrieben: ... Wen interessiert da Mehrheit? Das ist nur ein Faktor, der kurz vor Wahlen zählt. Danach hat die Mehrheit erst einmal paar Jahre Ruhe.


Das trifft gerade nur auf den normalen Wahlbürger zu, aber eben nicht für Mitglieder von Parteien. Sie können sich je nach Statut jederzeit mit Anträgen um Mehrheiten bemühen. Es gibt viele Formen der Entscheidungsfindung innerhalb von Parteien oder anderen politischen Gruppierungen.
klaupe hat geschrieben:
Eine Partei ist nichts anderes, als die Summe von Bürgern, die sich auf Basis .....
Fantastische Theorie! Ich weiß nicht, in welcher Partei Du aktiv tätig bist, aber wenn die so funktioniert, bin ich sofort dabei.
Ich war mehrere Jahrzehnte innerhalb von 2 Parteien aktiv und in den letzten 15 Jahren in einem anderen politischen Verband. Die Parteien sind da hinsichtlich der Organisationsstruktur relativ ähnlich, die Möglichkeiten vergleichsweise. Natürlich hast Du in einer kleinen Partei schnell die Chance, MdB-Kandidat zu werden, in den Großen mußt Du Dich etwas mehr abstrampeln, hast aber dann mehr Chancen, weil Du einfach andere Mehrheitsverhältnisse hast.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#53 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 14. März 2014, 19:31

Sonnenblume hat geschrieben:Ganz so einfach ist das leider nicht. Die Politiker wissen die Medien geschickt zu nutzen, wenn mal eine Abstimmung ansteht. ...
Ab wann ist ein politisch Engagierter ein Politiker? Wenn er Geld dafür erhält, wenn er im Bundestag sitzt oder wenn er zu den 25 bekanntesten gehört? Natürlich mußt Du in der Politik ebenso wie in jedem anderen Job Dein Handwerk beherrschen, und die Medien gehört dazu. Noch ein wenig mehr, Du mußt schon argumentieren und überzeugen können.

Ist natürlich ungerecht für Leute mit wirklich guten Ideen, aber ohne Redetalent. Man kann aber auch als Fachreferent sehr gutes leisten und hat manchmal mehr Einfluß, als der, der vor der Kamera dann zu sehen ist. Selbst als Parteikumpel ohne viel Theorie im Kopf kannst Du "Macht" haben, denn jeder Politiker braucht seine Basis und die findet er über die braven Parteisoldaten, die zwar den nächsten Stammtisch eines Ortsvereins organisieren (und auf den die Parteimitglieder hören), aber sonst die großen Reden "ihrem" Bundestagsabgeordneten überlassen.
Freundliche Grüße
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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#54 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 14. März 2014, 19:36

Sonnenblume hat geschrieben:Das Problem ist doch bei der Umsetzung von Ideen, dass der seine Ideen durchgesetzt bekommt, der entweder den meisten Einfluss hat, weil er das meiste Geld hat oder weil er am Besten reden kann. Über die Qualität der Vorschläge sagt das gar nichts aus. Sie können noch so unnütz für die Allgemeinheit sein, wenn er ein "Rattenfänger" ist, setzt er sie durch.
Ja, das ist das Problem von Demokratie schlechthin. Eine Mehrheitsentscheidung muß nicht richtig sein, sie kann sogar verdammt falsch sein. Aber eine Erfahrung zeigt sich. Durch den Wettbewerb gibt es insgesamt eine größere Auswahl an Lösungsvorschlägen, durch die Suche nach Mehrheiten gibt es oft genug Kompromisse, die mehrere Lösungsvorschläge zusammenführen und im Ergebnis ist die Wahrscheinlichkeit größer, ein gutes Ergebnis zu haben, als wenn es einer alleine entscheidet.

Eine Maschine zur Herausfindung des richtigen Ergebnisses gibt es leider nicht. Daher funktioniert als Auslese noch immer am wirkungsvollsten der Widerstreit der Vorschläge und die Mehrheitsfindung. Manchmal geht es natürlich auch daneben.
Freundliche Grüße
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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#55 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 14. März 2014, 19:40

Wassermann3000 hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Das Problem ist doch bei der Umsetzung von Ideen, dass der seine Ideen durchgesetzt bekommt, der entweder den meisten Einfluss hat, weil er das meiste Geld hat oder weil er am Besten reden kann. Über die Qualität der Vorschläge sagt das gar nichts aus. Sie können noch so unnütz für die Allgemeinheit sein, wenn er ein "Rattenfänger" ist, setzt er sie durch.
Ja, das ist das Problem von Demokratie schlechthin. Eine Mehrheitsentscheidung muß nicht richtig sein, sie kann sogar verdammt falsch sein. Aber eine Erfahrung zeigt sich. Durch den Wettbewerb gibt es insgesamt eine größere Auswahl an Lösungsvorschlägen, durch die Suche nach Mehrheiten gibt es oft genug Kompromisse, die mehrere Lösungsvorschläge zusammenführen und im Ergebnis ist die Wahrscheinlichkeit größer, ein gutes Ergebnis zu haben, als wenn es einer alleine entscheidet.

Eine Maschine zur Herausfindung des richtigen Ergebnisses gibt es leider nicht. Daher funktioniert als Auslese noch immer am wirkungsvollsten der Widerstreit der Vorschläge und die Mehrheitsfindung. Manchmal geht es natürlich auch daneben.
Ja, das Ideal hat noch keine gefunden und Gott bewahre uns davor, dass einer alleine entscheidet! Was dabei rauskommt, sieht man ja gerade wieder hervorragend.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#56 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 14. März 2014, 19:43

Jensinski hat geschrieben:Na, was Parteien betrifft, kommt hier ja bei einigen die "dolle deutsche Denke" ganz schön durch. Ja nix Neues probieren wollen; was wir haben ist der Weisheit letzter Schuss...
Wenn ich so verstanden worden bin, tut es mir leid. Mich hat nur die pauschale Parteienschelte etwas provoziert. Parteien sind ein notwendiges Teil des Systems, aber eben nur eines von vielen. Es ist wichtig, daß es die verschiedensten Formen von politischem Engagement gibt, die sich oft einander gut ergänzen können. Und ich bin auch sehr dafür, daß sowohl Parteien neue Wege probieren (etwa Mitgliedervotum bei der SPD), als auch andere Formen gefunden werden (offene Listen etwa). Da, wo es Hürden gibt, sollten sie auch abgebaut werden, was ja teilweise geschieht.

Und vor allem: Politik findet nur an letzter Stelle im Parlament statt. Die Meinungsbildung ist ein Prozeß in der gesamten Gesellschaft, der im vorpolitischen Raum und vielen Formen von politischem Engagement stattfindet und letztlich auch in die Parteien hineinwirkt.
Freundliche Grüße
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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#57 Beitrag von klaupe » Freitag 14. März 2014, 20:05

Wassermann3000 hat geschrieben:Politik kostet Zeit, wenn man aktiv mitgestalten will.
Ich war leider selbständig und kein Beamter, der für die Politik freigestellt wird. Firma und Partei das war schon Stress an der Kante.

Trotzdem konnte und kann ich immer noch nicht die Finger davon lassen und belästige gesellschaftliche/karitative Organisationen mit meiner Anwesenheit und Meinung. Da kann man wirklich etwas bewirken und verzettelt sich nicht auf 1000 Themen und Projekte. Diese Organisationen vertreten dann wieder meine Anliegen in der Politik und so bin ich auch "oben dran".
Das trifft gerade nur auf den normalen Wahlbürger zu, aber eben nicht für Mitglieder von Parteien.
ja, da gelten andere Spielregeln
Natürlich hast Du in einer kleinen Partei schnell die Chance, MdB-Kandidat zu werden, in den Großen mußt Du Dich etwas mehr abstrampeln, hast aber dann mehr Chancen, weil Du einfach andere Mehrheitsverhältnisse hast
.War damals die Größte und der Weg nach Bonn war weit und das Hick-Hack um Mandate fand ich auch nicht so toll. Ich hatte ja einen anständigen Beruf.
Auf der Kreisebene hätte ich ja gerne weiter gemacht, wenn Demokratie und Vernunft ausgeprägter gewesen wären.
Das Squash-Center, das ich damals nicht wollte, ist inzwischen Baustofflager und fast verfallen. Das Altersheim, das ich lieber gesehen hätte, steht immer noch nicht. OK, ist Vergangenheit und abgehakt!

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#58 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 14. März 2014, 20:14

klaupe hat geschrieben:
Wassermann3000 hat geschrieben:Politik kostet Zeit, wenn man aktiv mitgestalten will.
Ich war leider selbständig und kein Beamter, der für die Politik freigestellt wird. Firma und Partei das war schon Stress an der Kante.
Es gibt auch Beamte, die hart an der Kante arbeiten und sich trotzdem in der Freizeit noch für das Wohl anderer engagieren. Dass du unglücklich selbständig warst, dafür kann auch keiner was, außer dir. In Deutschland wird keiner gezwungen, sich selbständig zu machen.
Deine Stammtischparolen kannst du hier außen vor lassen.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#59 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 14. März 2014, 20:23

klaupe hat geschrieben:Das Squash-Center, das ich damals nicht wollte, ist inzwischen Baustofflager und fast verfallen. Das Altersheim, das ich lieber gesehen hätte, steht immer noch nicht. OK, ist Vergangenheit und abgehakt!
"Schuld" sind aber doch nicht die, die davon nicht überzeugt wurden, sondern Du, weil Du es nicht geschafft hast, gegen Widerstände die Mehrheit zu bekommen. In der Politik gehört auch die Erfahrung des Sich-Nicht-Durchsetzen-Könnens dazu. Das ist ein wenig vergleichbar mit den hunderten von Geisterfahrern auf Deiner Spur. Wenn man nicht meckert, sondern das erkennt, dann erlernt sich das Handwerk relativ schnell. Redebegabt bist Du ja. Auf Kreisebene ist das ja noch vergleichsweise einfach.

Es kann natürlich auch sein, daß die anderen vielleicht etwas mehr Weitblick hatten, als Du und es Gründe gab, Dein Projekt nicht zu bejahen.
Freundliche Grüße
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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#60 Beitrag von klaupe » Freitag 14. März 2014, 21:50

Wassermann3000 hat geschrieben:"Schuld" sind aber doch nicht die, die davon nicht überzeugt wurden, sondern Du, weil Du es nicht geschafft hast, gegen Widerstände die Mehrheit zu bekommen ...
Ich war mit meiner Meinung nicht allein, aber schon mal was von Fraktionszwang gehört? Was oben beschlossen ist, darf von unten nur noch abgenickt werden. Verschiedene Meinungen innerhalb einer Fraktion, das gehört sich doch nicht!
Ich habe meine Konsequenzen gezogen und damit war der Fall für mich erledigt. Ich hätte auch zur Opposition gehen können, die waren ja dafür -- aber beim nächsten Thema sind die Rollen vertauscht und dann geht der Zirkus wieder los.
da sind andere einfach besser oder sturer oder einfach karriereorientiert und nicken alles ab.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#61 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 14. März 2014, 23:08

klaupe hat geschrieben:
Wassermann3000 hat geschrieben:"Schuld" sind aber doch nicht die, die davon nicht überzeugt wurden, sondern Du, weil Du es nicht geschafft hast, gegen Widerstände die Mehrheit zu bekommen ...
Ich war mit meiner Meinung nicht allein, aber schon mal was von Fraktionszwang gehört? Was oben beschlossen ist, darf von unten nur noch abgenickt werden. Verschiedene Meinungen innerhalb einer Fraktion, das gehört sich doch nicht!
Ich habe meine Konsequenzen gezogen und damit war der Fall für mich erledigt. Ich hätte auch zur Opposition gehen können, die waren ja dafür -- aber beim nächsten Thema sind die Rollen vertauscht und dann geht der Zirkus wieder los.
da sind andere einfach besser oder sturer oder einfach karriereorientiert und nicken alles ab.
Sorry, Fraktionszwang kannst Du auch freundlich als Geschlossenheit beschreiben. Du kannst doch innerhalb der Fraktion den Antrag stellen und die Mehrheit bekommen. Dann hast Du den Fraktionszwang auf Deiner Seite.

Ich habe oft genug erlebt, wie die Fraktion ihren Leithammeln die Suppe versalzen haben. Aber gerade als Demokrat solltest Du doch wissen, eine Mehrheit ist dazu notwendig. Ich habe es oft genug von beiden Seiten erlebt. Ich war zum Glück nie Abgeordneter, eine Fraktion unterscheidet sich jedoch nie von anderen politischen Gremien. Die demokratische Politik beinhaltet, Konzepte zu haben und sie auch durchzusetzen. Dazu gehört Strategie ebenso wie "Propaganda". Soweit es mit annähernd fairen Mittel abläuft, ist das ja auch gut so. Und weit überwiegend läuft es in allen Gremien auch so ab. Es gibt so viele "schöne" Vorgehensweisen, wie man etwas durchsetzt oder abwehrt. Man muß natürlich das vorhandene Instrumentarium bedienen, Geschäftsordnungen, Bündnispartner finden, PR-Arbeit etc.

Die "große" Politik unterscheidet sich da in nichts von jeder gewöhnlichen Bürgerinitiative, nur eben auf einem "professionelleren" Niveau.

Ich bin sehr dafür, daß man Abläufe kritisch betrachtet, alternative Formen sucht und entwickelt. Aber dieses pauschale Schimpfen über die da oben bringt mich schon etwas in Rage.

Und als letztes: Beklagen wir im Moment auf Europa bezogen nicht gerade, daß es keine Geschlossenheit (= Fraktionszwang) in der EU gibt? Wenn es um die gescheiterten eigenen Ideen geht, ist es negativ der Fraktionszwang; wenn es um die Erwartung einer konsequenten Vorgehensweise der EU im Falle der Ukraine geht, ist es dann aber wieder verkehrt, daß es zu viele verschiedene Meinungen gibt. In beiden Fällen sind die da oben Schuld. Ist das nicht ein wenig bequem? Und löst das etwas?

Ich jedenfalls habe bei aller Kritik enormen Respekt vor jedem Politiker in D oder der EU (naja, das Recht auf einige Ausnahmen behalte ich mir vor), der bemüht ist, zur Lösung beizutragen. Und in nicht wenigen Fällen bin ich der Ansicht, daß der Bürger die tatsächlichen Leistungen ihrer Politiker viel zu wenig würdigt.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#62 Beitrag von klaupe » Samstag 15. März 2014, 00:08

Wassermann3000 hat geschrieben:Ich war zum Glück nie Abgeordneter,
Schade, eine Erfahrung fürs Leben!
Kann man aber immer noch, es muss ja nicht gleich Berlin sein.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#63 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 15. März 2014, 00:10

Wassermann3000 hat geschrieben: Ich jedenfalls habe bei aller Kritik enormen Respekt vor jedem Politiker in D oder der EU (naja, das Recht auf einige Ausnahmen behalte ich mir vor), der bemüht ist, zur Lösung beizutragen. Und in nicht wenigen Fällen bin ich der Ansicht, daß der Bürger die tatsächlichen Leistungen ihrer Politiker viel zu wenig würdigt.
Politiker, die zum Wohle des Volkes arbeiten, werden von diesem gewürdigt, allein schon deshalb, weil sie die Ausnahmen sind. Alle anderen sollte man ins Bergwerk schicken und am besten in Donezk.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#64 Beitrag von klaupe » Samstag 15. März 2014, 06:32

Sonnenblume hat geschrieben:Alle anderen sollte man ins Bergwerk schicken und am besten in Donezk.
Ist Anstiftung zu einer Straftat (vorsätzliche Sabotage) in der Ukraine nicht strafbar?

Die Arbeit der Politiker würdigt man durch die Stimme bei der Wahl, vorzugsweise Direktmandat.

Meine unpolitische Arbeit würdigt man, indem man die Rechnung pünktlich bezahlt.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#65 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 15. März 2014, 10:40

klaupe hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Alle anderen sollte man ins Bergwerk schicken und am besten in Donezk.
Ist Anstiftung zu einer Straftat (vorsätzliche Sabotage) in der Ukraine nicht strafbar?
Sabotage ist immer vorsätzlich. Aber sie würden nicht sabotieren, sie könnten einfach nicht besser arbeiten. Jedenfalls am Anfang. Aber man würde es ihnen schon beibringen - In dieser Frage sind die ehemaligen sozialistische Kader-Oligarchen gnadenlos.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#66 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 15. März 2014, 11:21

galizier hat geschrieben:Heute Bundestag hat der Gysi aber wieder gegen den Faschismus in der Ukraine gewettert.
Die anderen Redner haben sich den Spaß gemacht und sind auf die Schmährede des roten Gysi gar nicht eingegangen.

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Hört Euch die Absonderungen mal an. Dann wisst Ihr dass gestern Zahltag in der russischen Botschaft war.
Doch, man ist danach auf Gysis Rede eingegangen, man hat ihm untergejubelt, dass all seine Behauptungen "Asbach-Uralt" sind und dass sie die aktuelle Situation z. Bsp. der Swoboda in keinster Weise darstellen. Froh sah der danach nicht mehr aus.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#67 Beitrag von klaupe » Samstag 15. März 2014, 11:46

Sonnenblume hat geschrieben:Doch, man ist danach auf Gysis Rede eingegangen, man hat ihm untergejubelt, dass all seine Behauptungen "Asbach-Uralt" sind und dass sie die aktuelle Situation z. Bsp. der Swoboda in keinster Weise darstellen. Froh sah der danach nicht mehr aus.
Schade, weder in der Videoaufzeichnung noch im Protokoll der Sitzung (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...) konnte ich diese interessante Stelle finden :-(

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#68 Beitrag von Wassermann3000 » Samstag 15. März 2014, 12:37

klaupe hat geschrieben:
Wassermann3000 hat geschrieben:Ich war zum Glück nie Abgeordneter,
Schade, eine Erfahrung fürs Leben!
Kann man aber immer noch, es muss ja nicht gleich Berlin sein.
Nee, Danke. Ich bin froh, frei zu sein. Meine Punkte in Flensburg gehören nur mir, es interessiert auch niemanden, ob ich als 15-jähriger mal schwarz gefahren bin und ein guter Kumpel darf mir jederzeit 700,00 Euro zum Urlaub sponsern (im Moment fehlt leider nur dieser Kumpel). Und ich muß nicht 4 Jahre lang auf der Hut sein, ob meine Meinungsäußerung auch dem Wahlvolk paßt.
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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#69 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 15. März 2014, 12:40

klaupe hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:Doch, man ist danach auf Gysis Rede eingegangen, man hat ihm untergejubelt, dass all seine Behauptungen "Asbach-Uralt" sind und dass sie die aktuelle Situation z. Bsp. der Swoboda in keinster Weise darstellen. Froh sah der danach nicht mehr aus.
Schade, weder in der Videoaufzeichnung noch im Protokoll der Sitzung (Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...) konnte ich diese interessante Stelle finden :-(
Dass du das Sitzungsprotokoll anführst, erheitert mich. Bist du sicher, dass du da schon mal reingeschaut hast?

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#70 Beitrag von klaupe » Samstag 15. März 2014, 12:50

Sonnenblume hat geschrieben:Dass du das Sitzungsprotokoll anführst, erheitert mich.
Freut mich, dass ich für Heiterkeit sorge DANCE
Bist du sicher, dass du da schon mal reingeschaut hast?
Nicht nur reingeschaut, sogar durchsucht und weite Partien eigenäugig gelesen und manchmal sogar verstanden. [smilie=read.gif]

Ich habe ein generelles Problem: Ich misstraue oft den Medien und dann sind mir die 'amtlichen' Quellen schon eine große Hilfe, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#71 Beitrag von klaupe » Samstag 15. März 2014, 12:55

Wassermann3000 hat geschrieben:Nee, Danke. Ich bin froh, frei zu sein.
Ich meinte ja nur, bei den vielen guten Ratschlägen und Theorien, wäre es sicherlich hochinteressant, das mal in der Praxis einzusetzen.

Aber das ist eine typisch deutsche Tugend: Für Politik und Sport sind die Experten am Stammtisch zuständig -- die wissen es einfach viel besser GOOD

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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#72 Beitrag von Wassermann3000 » Samstag 15. März 2014, 13:11

Es geht nicht um mich. Ich bin seit mehreren Jahrzehnten politisch aktiv und weiß, wovon ich rede. Mir ging es nur darum, dafür zu werben, daß es sehr viele Möglichkeiten der politischen Einflußnahme gibt. Es wird viel zu häufig gemault "Die da oben", während man in einem freien Land sehr viele Möglichkeiten nutzen kann, am politischen Prozeß teilzunehmen. Dazu gehört die Mitarbeit in den Parteien ebenso, wie auf Fachebene und im vorpolitischen Raum.

Für die Ukraine tun sich im Moment viele Chancen auf, einen großen Entwicklungsschub zu machen. Das größte Problem der letzten Jahre sehe ich weniger in korrupten Abgeordneten oder den wenigen mächtigen Oligarchen, sondern einer weitverbreiteten Resignation und scheinbaren Desinteresse am politischen Geschehen. Ich will das nicht verurteilen, denn es hatte seine Gründe. Nur wenn Bürger sich nicht aktiv beteiligen, können derartige Mißstände entstehen. Die Möglichkeiten der politischen Mitwirkung sind vielfältig, sie beginnen bei eigenen Initiativen (die auch kultureller, sozialer oder humanitärer Art sein können), Fragen stellen ist selbst in Diktaturen (mit Einschränkung) möglich. Das Wahlkreuz oder ein Parlamentsbeschluß ist das letzte Glied einer langen Kette des politischen Meinungsbildungs-Prozesses.

Ein gutes Beispiel ist die kürzliche Schilderung mit den Speditionen zu korrupten Zöllnern. Damit ist mehr Politik gemacht worden, als jedes gute Gesetz dazu. Und wenn nur jedes 25. gute Beispiel Schule macht, ist das ein Quantensprung für die Ukraine.
Freundliche Grüße
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Re: Wagenknecht: Westen muss Krim-Referendum akzeptieren

#73 Beitrag von klaupe » Samstag 15. März 2014, 13:27

Wassermann3000 hat geschrieben:Für die Ukraine tun sich im Moment viele Chancen auf, einen großen Entwicklungsschub zu machen.
Nicht so schnell mit den jungen Pferden! Im Moment haben sie voll zu tun, mal Ruhe in den Stall zu bringen und eine Richtung in die Zukunft zu definieren.
Das größte Problem .... einer weitverbreiteten Resignation und scheinbaren Desinteresse am politischen Geschehen. Ich will das nicht verurteilen, denn es hatte seine Gründe.
Gewiss, denn wenn man überwiegend mit Missständen kämpfen muss und bei der Politik gegen Mauern rennt, wird man irgendwann mal müde und steckt den Kopf in den Sand.
Nur wenn Bürger sich nicht aktiv beteiligen, können derartige Mißstände entstehen.
Na ja, hier ist die Masse auch nicht gerade furchtbar aktiv (außer beim Meckern), aber im Vergleich mit der Ukraine sind hier die Missstände non erträglich. Ich wette fast jeder Ukrainer würde mit Kusshand unsere Missstände ertragen.
Die Möglichkeiten der politischen Mitwirkung sind vielfältig, ...
Im Moment sind da Etliche aktiv unter dem Stichwort "Maidan" und Andere treten als Aktivisten für eine Verbrüderung mit Russland auf.
Ein gutes Beispiel ist die kürzliche Schilderung mit den Speditionen zu korrupten Zöllnern. ....
Finde ich auch super und solche Initiativen gibt es noch mehr, aber noch lange nicht genug.

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