Allgemeines DiskussionsforumWas tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

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Optimist
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#51 Beitrag von Optimist » Freitag 25. November 2011, 21:37

Meine Eindrücke: Vor 15 jahren kannte ich die Ukraine überhaupt nicht. Die Liebe zu meiner Frau hat mich zur Ukraine und auch dazu geführt, dass ich in ihr lebe. Deutschland ist meine Heimat und ich liebe diese Heimat. Das Leben ist aber sehr unterschiedlich.
Würden in Hamburg eine Meute von 10 streuenden Hunden die Strasse belagern, ja was wäre?
Hier gehört es seit sehr vielen Jahren zum Strassenbild, für mich war das neu und es hat mich immer verwundert, warum sich daran niemand stört.
Freilaufende Hunde trifft man bei Krankenhäusern , Altenheimen, Kindergärten, Betrieben und auf dem Basar an. Sie wurden auch gefüttert und versorgt, gestört hat es die Menschen hier nicht. Klar war und ist bei mir ein Unbehagen, wenn ich streuende Hunde im Krankenhausflur, am Fleisch- oder Fischstand am Basar antreffe. Grossteil dieser Tiere ist nicht ausgesetzt, sie haben sich halt ohne Kontrolle vermehrt und für die Ukrainer war das nie ein Problem.
Das was der Staat verordnet, ist das Eine, was die Menschen hier tun und denken, das Andere!.
Zur Verblüffung unserer Nachbarn haben wir einen Strassenhund aufgenommen, Max vom Sägewerk! Unsere Nachbarn sind der Meinung, zum Deutschen passt der deutsche Schäferhund, der ist hier hoch im Kurs. Klar wird Max, wieviel Generationen Strassenhund wissen wir nicht, nie wie ein Schäferhund aus gutem Haus. Er bleibt ein Streuner, auch bei aller Zuwendung und Schule.
Wenn hier auf dem Land die "Plage" Hund für meine Nachbarn zunimmt, verwenden diese Leute Gift oder holen den Henrystutzen aus dem Haus und ballern den Gesellen ab. Waffen hat hier fast jedes Haus, registriert oder auch nicht, ein bisschen Wildwestromantik ist in jedem Fall zu finden. Klar in der Stadt ist dies vielleicht nicht so.
Der Unterschied für mich zwischen Ukraine und Deutschland. In Deutschland ist alles sauber geregelt und verpackt, nur wenn man die Verpackung öffnet kann man über den Inhalt unangenehm überrascht sein, hier in der Ukraine stinkt vieles zum Himmel, auch ohne Verpackung!
Aber gestattet mir eine Frage: Wie bringt man von hier einen ukrainischen Strassenhund nach Deutschland und bekommt dafür noch ca. 300 Euro?

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Jensinski
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#52 Beitrag von Jensinski » Freitag 25. November 2011, 22:29

Optimist hat geschrieben:Aber gestattet mir eine Frage: Wie bringt man von hier einen ukrainischen Strassenhund nach Deutschland und bekommt dafür noch ca. 300 Euro?
Ich war auch überrascht. Wie er meinte, ließ er eine Tollwutschutzimpfung durchführen und bekam vom Tierarzt eine entsprechende Beglaubigung. Wie und wo er die in Deutschland verkauft, weiß ich leider nicht. Das kann ich aber in Erfahrung bringen, wenn es Dich interessiert. Schreib mir eine PM, ok?

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Handrij
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#53 Beitrag von Handrij » Freitag 25. November 2011, 22:35

Btw. falls Euch in der ukrainischen Presse bzw. auf ukrainischen Internetseiten (nur seriöse) Berichte (mit Fakten) dazu auffallen -diese können auch etwas älter sein -dann schickt mir die Links per PM zu. Vielleicht etwas vorsichtiger: schickt mir einen Link zu, ich hab schlechte Erfahrungen gemacht [smilie=lulka]. Ich werde morgen oder übermorgen wieder eine neue Übersetzungsliste zusammenstellen. Wenn sich dann wiederum einer der Übersetzer dafür interessiert, wird es Übersetzungen geben.
Wenn es die Leute wirklich interessiert, dann sollen sie Fakten bekommen ....
Zuletzt geändert von Handrij am Samstag 26. November 2011, 02:36, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Meinung geändert, hab doch etwas recherchiert

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Optimist
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#54 Beitrag von Optimist » Freitag 25. November 2011, 23:06

Jensinski hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Aber gestattet mir eine Frage: Wie bringt man von hier einen ukrainischen Strassenhund nach Deutschland und bekommt dafür noch ca. 300 Euro?
Ich war auch überrascht. Wie er meinte, ließ er eine Tollwutschutzimpfung durchführen und bekam vom Tierarzt eine entsprechende Beglaubigung. Wie und wo er die in Deutschland verkauft, weiß ich leider nicht. Das kann ich aber in Erfahrung bringen, wenn es Dich interessiert. Schreib mir eine PM, ok?
Das ist lieb gemeint, aber zu tief möchte ich dann doch nicht in diese Geschäftsgeheimnisse eingeweiht werden, da ich mich hüten werde, auf diese Art Geld zu verdienen.
Aber es klingt wie: 300 Euro sind normal für einen ukrainischen Strassenhund, da wohl in Deutschland das Angebot an herrenlosen Hunden gering ist.
Das macht mich mehr als stutzig!
Da kauft man doch den Hund im Sack!

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#55 Beitrag von Handrij » Samstag 26. November 2011, 02:33

Ich konnte jetzt doch nicht widerstehen und hab zumindest auf einer Seite, die ich des öfteren frequentiere, noch der Hundesache gesucht und bin auf einen Artikel vom 22. Februar 2010 (!) gestoßen, in dem die UEFA sich besorgt über den Umgang mit Hunden in der Ukraine im Vorfeld der EM zeigt. Dort wird dieser Ort Lyssytschansk (Gebiet Luhansk) und die Verwendung eines mobilen Krematoriums erwähnt, um die es in diesem Beitrag bei RTL??? wohl ging. Der Ort hat 100.000 Einwohner und ist offensichtlich kein Austragungsort für die EM. In dem Bericht wurde auch bereits erwähnt, dass die Tiere aufgrund des falschen Tötungsmittels bzw. der zu geringen Dosierung, die Verbrennung womöglich bei vollem Bewusstsein erleben.
Die UEFA wurde damals bereits von einer Schweizer Organisation darauf aufmerksam gemacht SOSChats. Ebenfalls fungiert in diesem Bericht eine gewisse Tamara Tarnawska (eben die gleiche wie hier: http://ukraine-nachrichten.de/hundet%C3 ... sellschaft) . Sie drohte damals mit einer riesigen Medienkampagne und Belagerung der ukrainischen Botschaften, wenn sich die Situation nicht ändert!

http://lb.ua/news/2010/02/22/28056_UEFA ... krain.html
Нещодавно Лисичанські комунальники придумали винахід для утилізації безпритульних собак і котів – мобільний крематорій, сюжет про який вийшов в ефірі місцевого телеканалу, а згодом сюжет виклали в мережі Інтернет. Лисичанска влада вихваляється, що «сучасний» мобільний крематорій обійшовся бюджету міста у 198 тис. грн. – навіщо витрачати гроші на якісь програми! Фактично, пристрій представляє собою топку на колесах. За словами комунальників, собаку спочатку знерухомлюють пострілом зі спеціальним ядом. За словами зоозахисників, частіше всього це дитилін – курареподібний препарат, що знерухомлює тварину, однак вона не втрачає свідомості та чутливості. В певних дозах він призводить до смерті тварини, але дуже тривалої. Дитилін заборонений міжнародними конвенціями та Законом України «Про захист тварин від жорстокого поводження. А на рекомендовані препарати Україні поки що бракує коштів. Що означає, що тварини можуть потрапляти в пристрій напівживими. Таким чином лисичанці виплатили свої податки на такий економний засіб для спалення тварин. Мало того, лисичанські комунальники кажуть, що готові надати свої послуги по вирішенню проблеми безпритульних тварин у такий спосіб і в інших районах області.
Ansonsten fanden sich über die Seitensuche nur ein paar kürzere Meldungen zu einzelnen Vergiftungsfällen beispielsweise in Poltawa (ebenfalls kein EM-Ort) und einige Berichte über gebissene Menschen.

In Lyssytschansk selbst wird auch darüber diskutiert:
http://lisichansk.com.ua/2011/09/9050
http://lisichansk.com.ua/2011/09/9095

Wenn man weiter schaut, dann geht dem ganzen dieser Bericht bei SOS vom 9. Februar 2010 voraus. Den Organisationsnamen "Die Natur über alles" muss man ja jetzt nicht überbewerten:
Крематорій на колесах везе Україну назад у середньовіччя
Die Autorin sprach bereits dabei von einem kleinen Auschwitz!! Tierschützer sind immer schnell dabei den Holocaust zu relativieren.

In diesem wird auf die Nachrichten vom 1.12.2009 über den Erwerb eines mobilen Krematoriums für Tiere in Lyssytschansk hingewiesen:
В Луганской области власти приобрели крематорий для животных
В Лисичанске начал работать мобильный крематорий по утилизации бродячих животных
Hier findet sich dann auch der Bericht des regionalen Fernsehprogrammes (letztes Drittel) dazu:
Лисичанские видеоновости от ЛИК-TV – “Наш Репортаж”
Keine Angst, da gibt es keine brutalen Bilder.

Ok, halten wir fest: es gibt ein mobiles Krematorium in einem ostukrainischen Ort, der mit der EM nichts zu tun hat. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Gerät im Einsatz ist und dabei Tiere in vollem Bewusstsein verbrannt werden, da das verwendete Gift (per Giftpfeil) nicht richtig funktioniert. Der Kessel ist aber so klein, dass die rund um die Uhr arbeiten müssten, um es überhaupt zu schaffen tausende Hunde zu verbrennen, wenn es die überhaupt in dem Kaff gibt.
Btw. die Verwendung des Krematoriums wird mit der ökologisch gefahrlosen, hm, sagen wir mal Vernutzung erklärt.

Ok, was lerne ich daraus: ja, wo Rauch ist, muss auch ein Feuer (gewesen) sein. Der Rauch kann aber die Größe des Feuers massiv verschleiern.
Interessant wäre es zu wissen, wer diese Dinger herstellt und wohin die noch verkauft werden. Handarbeit wird es ja nicht sein.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#56 Beitrag von Siggi » Samstag 26. November 2011, 10:36

Jensinski hat geschrieben:Mich graust, wenn ich die Kommentare auf der Artikelseite lese... :o
Die Straßenhunde sind nur noch etwas Öl in das Feuer, was ohnehin gut brennt. Was ich mir habe schon alles anhören müssen (schon vor Jahren), wenn ich in DE sage, dass ich in UA lebe. "Auch Du liebe Sche..." oder "Sie Ärmster" sind dabei noch die harmlosesten Äußerungen.

Gruß
Siggi

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#57 Beitrag von Handrij » Samstag 26. November 2011, 13:29

Hab mir gerade das PETA Video zum Thema angesehen:
[youtube][/youtube]
Ich halte es für äußerst manipulativ. Man muss sich einzig auf die Aussagen der Sprecherin verlassen. Was beispielsweise die Leute von der Oblastverwaltung in Charkow gesagt haben, ist völlig unklar. Zudem wird ständig suggeriert, dass überall "Reinigungskommandos" unterwegs sind, um Hunde zu töten und pro getötetem oder lebend gefangenem Hund 40€=440 Hrywnja (!) gezahlt werden. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass hier in der Ukraine auch nur eine Behörde bereit ist, so viel Geld auszugeben. Zudem wären bei einem Kopfgeld von 40€ wirklich Massen an Leuten bereit Hundefänger zu werden. Die Hundefänger würden hier wahrlich abdrehen. Jeden Tag ein Hund, macht bei 20 Arbeitstagen 20 Hunde * 40,- € = 800 Euro. Die Hundefänger würden hier Überstunden noch und nöcher schieben. Völlig unglaubwürdig.

Btw. hier wurde von zwei mobilen Krematorien geredet! Das oben erwähnte in Lyssytschansk und eines in Mariupol. Mariupol hat ebenfalls nichts mit der EM zu tun.
Nach kurzen Befragungen der Suchmaschine ergibt sich, dass der Betrieb von Krematorien für Tierleichen im Bereich des Asowschen Meeres im Februar 2010 verboten wurde und in Mariupol wegen der Choleraepidemie im Sommer eine Sondergenehmigung für die Wiederaufnahme der Leichenverbrennung bekommen hatte. Dabei wurden auch alter Fisch und alte Medikamente verbrannt.
В Мариуполе открыли крематорий для животных

Hier noch zwei Artikel von Tierschützerinnen aus Mariupol:
September 2011 "В Мариуполе проблема бездомных собак продолжает будоражить местное сообщество"
Februar 2011: В Мариуполе бродячие животные умирают мучительной смертью
Sehr engagiert und begleitet von den üblichen Fotos "süßer Hunde", daher auf den ersten Blick nicht unbedingt glaubhaft.
Behauptet wird in dem zweiten Artikel, dass in Mariupol zwischen 2008-2009 7.000 Hundeleichen Tierleichen im Krematorium entsorgt wurden. 2010 waren es demnach 5.000.
In diesem zweiten Artikel wird ein mir unverständliches Korruptionsszenario entworfen. Für die Einschläferung eines streunenden Hundes Tieres werden angeblich 115 Hrywnja (etwas mehr als 10,- €) vom Stadtbudget bereitgestellt. Der Rechnung der Tierschützerin nach kann man mit diesem Geld 50 Hunde Tiere billig töten. Dabei wird von ihr vermutet, dass ein Hund Tier als eingeschläfert gemeldet wird und die restlichen in der Statistik als gefundene Leichen deklariert werden. Kurz: sie unterstellt, dass die Verantwortlichen nur die streunenden Hunde Tiere töten wollen. Wie die Autorin darauf kommt, die Kosten für die Tötung eines Hundes bei 2,3 Hrywnja anzusetzen, ist unklar.
Realistischer und glaubhafter wäre es für mich, wenn die 5.000 Hunde Tiere (nehmen wir mal die Zahl als gegeben) als eingeschläfert verzeichnet werden und die Summe für die Einschläferung eingesteckt wird. Das wären zumindest 575.000 Hrywnja (ca. 52.000 €) abzüglich der tatsächlichen Kosten für die Tötung.
Wie man es dreht und wendet, bis auf "engagierte" Meldungen von Tierschützern, bekommt man über das Netz keine verlässlichen Infos.

Nachtrag: Ich bin jetzt schon selbst auf diese Tierschützer reingefallen. Nach all dem Hundegerede, hab ich übersehen, dass in dem Text von Tierleichen die Rede war und nicht von Hundeleichen. Dazu zählen die ganzen Vögel, Hasen, Füchse, aber eben auch Katzen und Hunde. Ob die nun an Altersschwäche, Hunger, einer Infektion, einem Verkehrsunfall, internen Kämpfen oder einer Vergiftung gestorben sind, kann man dem ganzen nicht entnehmen. 5.000 Tierleichen im Jahr sind für eine Stadt wie Mariupol wohl als normal anzusehen.

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Optimist
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#58 Beitrag von Optimist » Samstag 26. November 2011, 22:46

Es gibt aber auch etwas Gutes vom Hundeleben in der Ukraine zu berichten: In unserem Rajon werden jedes Jahr in jedem Dorf alle Hunde geimpft gegen Tollwut. Man geht von Haus zu Haus und impft alle Hunde die zum Grundstück gehören. Dies ist selbstverständlich noch kostenlos, hoffentlich auch noch in Zukunft. Wäre das nicht auch vorbildlich für andere Staaten?

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Tygra
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#59 Beitrag von Tygra » Samstag 26. November 2011, 23:10

Tollwuttechnisch ist die Ukraine, soweit ich weiß, ein nichtgelistetes Drittland. In Deutschland gibt es seit den 70er-Jahren keine Tollwut mehr.
Es gibt eine Liste, wo man das nachlesen kann. Ist für uns Deutsche wichtig, wenn man mit Hund z.B. in den Urlaub fahren möchte: Raus aus Deutschland kommt man leicht, aber zurück nicht unbedingt. Der Tollwuttiter muss passen und man braucht tw. einen Stempel vom Amtstierarzt.
Ist in der Ukraine Tollwut wirklich noch ein Problem???

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Tygra
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#60 Beitrag von Tygra » Samstag 26. November 2011, 23:19

Ich bräuchte noch bitte kurz Eure Hilfe: was kostet ein großer Sack Hundefutter in der Ukraine???? 15 kg oder mehr?????
Kein deutsches, sondern eines, das in Eurem Land hergestellt wird (keine Mogelpackung ala Hills UA oder so)

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dirkk
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#61 Beitrag von dirkk » Sonntag 27. November 2011, 01:00

Ich glaube nicht, dass die mobilen Krematorien erfunden sind und es wurde verschiedentlich schon ein Link zu dem Hersteller gepostet, ich muss mal sehen, ob ich ihn wiederfinde. Allgemein ist die Rede von 25,- € pro totem Tier, also Hund oder Katze, die an die Hundefänger gezahlt werden. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass dies schwer zu verifizieren ist, da es sicher keine offizielle Aussage dazu gibt. Und Statistik schon mal gar nicht.

Zu dem Hundehandel braucht's nicht viel Phantasie, um sich das vorzustellen :-( Die Kleinanzeigenmärkte sind voll davon. Zumeist sind das Welpen, die als reinrassig oder Mischung aus x und y ausgegeben werden. Ein entsprechender Hund aus guter Zucht kostet locker mal 900,- - über 1000,- Euro. Und trotz zahlreicher Warnungen blüht leider das Geschäft mit den "Billighunden" aus den Ostblockstaaten weiter, obwohl eigentlich inzwischen hinlänglich bekannt sein müsste, dass diese Hunde meistens krank sind und entweder horrende Tierarzt-Folgekosten haben und oft trotzdem nach ein paar Tagen sterben. Manchmal ist es Mitleid oder pure Naivität, was die leute dazu bringt, solch einen Hund zu kaufen. Oder weil man unbedingt einen Welpen oder Rassehund haben will, aber nicht das Geld hat, was man dann dafür ausgeben muss. Es ist sogar die Rede von einer "Hundemafia", die grosse Hundetransporte aus den Ostblockstaaten nach Südeuropa und von da nach Deutschland (und andere westeuropäische Länder?) organisiert, weil Hunde aus Südeuropa sich besser verkaufen als aus Osteuropa. Sehr selten erfährt man davon, dass solch ein Transport aufgeflogen ist.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#62 Beitrag von Siggi » Sonntag 27. November 2011, 02:21

dirkk hat geschrieben: Allgemein ist die Rede von 25,- € pro totem Tier, also Hund oder Katze, die an die Hundefänger gezahlt werden.
Das glaube ich nicht, dass dieser Betrag wirklich gezahlt wird. In Schelkino habe ich um einen Wohnblock ca. 50 Katzen gezählt. Alle über Futter betäuben und töten würde also 50*25 = 1250, d.h. den Durchschnittsverdienst eines halben Jahres an einem Tag bringen? Die Tiere wären dann vor niemanden mehr sicher. Was sein kann: Irgend jemand steckt 25 Euro in die eigene Tasche und gibt vielleicht 1 Euro oder weniger weiter, an die Leute, die die Drecksarbeit erledigen.

Gruß
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#63 Beitrag von mbert » Sonntag 27. November 2011, 09:32

Schwer zu sagen, ich kenne niemanden, der so etwas kauft. Auf dem Dorf kriegem die Hunde einfach die Reste...
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#64 Beitrag von Jensinski » Sonntag 27. November 2011, 11:05

Tygra hat geschrieben:Ich bräuchte noch bitte kurz Eure Hilfe: was kostet ein großer Sack Hundefutter in der Ukraine???? 15 kg oder mehr?????
Kein deutsches, sondern eines, das in Eurem Land hergestellt wird (keine Mogelpackung ala Hills UA oder so)
Wir haben in Cherkassy einen Laden für Tierbedarf. Für unsere Schäferhündin kaufen wir dort Trockenfutter für 17,- UAH das Kilo, das sind ~1,60 Euro. Auf der Verpackung fand ich diese Webadresse: http://www.club4lapy.com.ua/

Ob es auch in der Ukraine produziert wird, keine Ahnung. Aber das schmeckte mir am Besten und meiner Irma auch. :)

LG,
Jens

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#65 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 27. November 2011, 12:40

Jensinski hat geschrieben:
... Aber das schmeckte mir am Besten und meiner Irma auch. :)

LG,
Jens
Ich hoffe, wenigstens Irma ist ein Hund ;)

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#66 Beitrag von Siggi » Sonntag 27. November 2011, 13:05

mbert hat geschrieben:Schwer zu sagen, ich kenne niemanden, der so etwas kauft. Auf dem Dorf kriegem die Hunde einfach die Reste...
Unsere Katzen bekommen immer Fisch oder normale, günstige Wurst. Z.B. ist der Fisch mit 5-6UAH/kg günstiger als jedes spezialisierte Naßfutter.

Gruß
Siggi

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#67 Beitrag von Handrij » Sonntag 27. November 2011, 13:48

dirkk hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass die mobilen Krematorien erfunden sind und es wurde verschiedentlich schon ein Link zu dem Hersteller gepostet, ich muss mal sehen, ob ich ihn wiederfinde.
Wie oben bereits ausgeführt, habe ich mich auf PETA berufen und dabei wurden nur Lyssytschansk und Mariupol genannt, wobei in Mariupol das Krematorium stationär ist! In Lyssytschansk gibt es allen Berichten nach ein mobiles Gerät!
Wenn du uns andere Orte vielleicht aus dem "Brisant"-Bericht oder von RTL nennst, kann ich - oder jemand anderes - gern recherchieren. Ich glaube aber nicht, dass es da noch andere Orte gibt, da diese von PETA sonst garantiert genannt worden wären. Beide Orte haben auch nichts mit der EM zu tun!!

Das mit dem Hersteller wäre wirklich interessant. Andererseits hat ein mobiles Krematorium bei der Tierkörperbeseitigung auch Vorteile.

Krematorien werden bei der Tierkörperbeseitigung überall eingesetzt, das ist IMHO richtig und notwendig.
dirkk hat geschrieben: Allgemein ist die Rede von 25,- € pro totem Tier, also Hund oder Katze, die an die Hundefänger gezahlt werden. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass dies schwer zu verifizieren ist, da es sicher keine offizielle Aussage dazu gibt. Und Statistik schon mal gar nicht.
Nun 25,- Euro, egal wer sie letztendlich einsteckt, ist richtig viel Geld hier. Wenn wir mal hoch ansetzen und 1.000 getötete/gefangene Hunde im Monat in Kiew unterstellen, sind das im Jahr 300.000 Euro. Das ist eine Menge Geld.
Auch wenn der Stadthaushalt von Kiew in diesem Jahr 5 Mrd. Hrywnja (ca. 454 Mio. €) für die Euro bekommen hat, glaube ich nicht, dass derartige Summen für die Beseitigung von Hunden aufgewendet werden. Der gesamte Haushalt der Stadt liegt bei 16,4 Mrd. Hrywnja (ca. 1,5 Mrd. €).
Киев привлек 5 млрд благодаря Евро-2012
Бюджет Киева-2012 урежут

Nicht unbedingt glaubwürdiger wird die ganze Angelegenheit, wenn du von 25,- Euro sprichst und PETA im Video von 40,- Euro. Ich schau nochmal, ob ich eine detailliertere Aufschlüsselung des Kiewer Stadthaushaltes finde. Höchstwahrscheinlich wird es nicht möglich sein, da die hier nur wenig transparent arbeiten.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#68 Beitrag von Jensinski » Sonntag 27. November 2011, 14:56

Sonnenblume hat geschrieben:
Jensinski hat geschrieben:
... Aber das schmeckte mir am Besten und meiner Irma auch. :)

LG,
Jens
Ich hoffe, wenigstens Irma ist ein Hund ;)
Ja klar, Irma ist meine Hündin. Und im Laden habe ich mir eben den Scherz erlaubt, das Angepriesene selbst zu kosten. Das Gesicht der Verkäuferin hättest Du sehen müssen ;-)

LG,
Jens

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#69 Beitrag von dirkk » Sonntag 27. November 2011, 18:32

Hier ist der Link zu dem Hersteller: http://www.flashr.com.ua/ Und hier noch ein Link zu einer TS-Seite, vielleicht steht da etwas auf ukrainisch, das kann ich ja nicht lesen: http://animalprotect.org/de/about/vlada_info/129/0 Und zu dem Fernsehbericht:
[youtube][/youtube]

Was mich wundert ist, dass ich bisher noch nirgendwo etwas über die politische Bedeutung des Ganzen gelesen habe. Jenseits der Hasstiraden, die es zweifelsohne gegeben hat und die so nicht akzeptabel sind, knallen sich beide Seiten mehr oder weniger auf die Sache bezogene Argumentationen um die Ohren, wo man oft nur mit dem Kopf schütteln kann. Die Presse schweigt so lange, bis die Sponsoren angegriffen werden, dann fängt plötzlich der Aufschrei an. Mitglieder einer sog. "politischen" Partei schlagen den Tierschützern fast dieselben Hasstiraden um die Ohren, wie ihr sie erhalten habt und machen damit vor allem eins: sie verhindern eine weitergehende Diskussion. Was ich schon sehr merkwürdig finde.

Mal abgesehen von den für mich unzweifelhaft stattfindenden Grausamkeiten an Strassentieren weist ihr selber in Diskussionen in diesem Forum auf die - vorsichtig ausgedrückt - sicherlich nicht demokratischen Zustände in der Ukraine hin. WM in Südafrika, Olypiade in China, EM in der Ukraine, für die nächste WM werden schon jetzt in Brasilien die favelas von der Militärpolizei dem Erdboden gleichgemacht - die Durchsetzung der ökonomischen Interessen machen vor nichts halt. Hier gab es wohl ein Video dazu, welches aber "im Moment nicht verfügbar" ist...: http://www.videogold.de/wenn-wirtschaft ... Q.facebook

Was, wenn die Tierschützer plötzlich ihre politische Unschuld verlören und ausgehend von den Tiertötungen in der Ukraine tausende von Menschen sich ernsthaft damit beschäftigten, wie und in wessen Interesse die Vergabe der grössten internationalen Veranstaltungen erfolgt und wer die Profiteure dieser Entscheidungen sind? Ich glaube, dann würde ziemlich schnell klar, dass es nicht in erster Linie die Angehörigkeit zu einer bestimmten Nationalität ist, die hier die Einen von den Anderen unterscheidet.

PS: eine Frage noch auf die ich immer wieder unterschiedliche Antworten kriege: heisst es auf Englisch "the Ukraine" oder nur "Ukraine"? Danke!

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#70 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 27. November 2011, 22:26

dirkk hat geschrieben:
PS: eine Frage noch auf die ich immer wieder unterschiedliche Antworten kriege: heisst es auf Englisch "the Ukraine" oder nur "Ukraine"? Danke!
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#71 Beitrag von Kolobok » Montag 28. November 2011, 20:44

dirkk hat geschrieben:Hier ist der Link zu dem Hersteller: http://www.flashr.com.ua/
Ist ja interessant! Ich war gestern auf der oben genannten Webseite. Da stand noch, dass die ukr. Firma "Flash-P" offizieller Vertreter der englischen Firma "INCINER8 International Ltd." ist. Heute wollte ich hier im Forum eine qualifizierte Antwort geben, da ist doch auf der ukr. Seite jeder Hinweis auf den Partner verschwunden. Aber wenn man sich die Kataloge und Typenbezeichnungen auf dieser Seite http://www.inciner8.com anschaut, dann sind die Übereinstimmungen bestimmt nicht nur zufällig?
Die Geschichte scheint ja nicht nur hier im Forum für mächtig Aufregung zu sorgen.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#72 Beitrag von Handrij » Montag 28. November 2011, 22:47

Kolobok hat geschrieben:
dirkk hat geschrieben:Hier ist der Link zu dem Hersteller: http://www.flashr.com.ua/
Ist ja interessant! Ich war gestern auf der oben genannten Webseite. Da stand noch, dass die ukr. Firma "Flash-P" offizieller Vertreter der englischen Firma "INCINER8 International Ltd." ist. Heute wollte ich hier im Forum eine qualifizierte Antwort geben, da ist doch auf der ukr. Seite jeder Hinweis auf den Partner verschwunden. Aber wenn man sich die Kataloge und Typenbezeichnungen auf dieser Seite http://www.inciner8.com anschaut, dann sind die Übereinstimmungen bestimmt nicht nur zufällig?
Die Geschichte scheint ja nicht nur hier im Forum für mächtig Aufregung zu sorgen.
Ich kann das bestätigen. Gestern stand der Hinweis noch oben, hatte nur keine Zeit zu antworten.
dirkk hat geschrieben:Und hier noch ein Link zu einer TS-Seite, vielleicht steht da etwas auf ukrainisch, das kann ich ja nicht lesen: http://animalprotect.org/de/about/vlada_info/129/0
Auf der deutschsprachige Variante steht jetzt beim groben Überfliegen nichts anderes als bei der russischsprachigen oder der ukrainischsprachigen Variante. Übrigens ist das wohl die ältere Dame aus dem PETA Video. Die Seite wurde 2005 angemeldet. Wahrscheinlich werden die sich vor Spenden gerade kaum retten können.

Zum Brisant-Bericht:
Ich finde es ja ganz schön gewagt von denen, von "mobilen Krematorien" zu sprechen. In dem Bericht wurden keine anderen Orte genannt. Zudem wird bei Kiew von einer Sterilisierungskampagne geredet.
Charkow soll dabei wieder angeblich ein Programm zur Beseitigung der Straßenhunde haben. So richtig belegt wurde das aber IMHO auch nicht. Es wurde nur die Videos von den sterbenden Hunden gebracht, ob diese Tiere von Stadtangestellten vergiftet wurden, ist nicht belegt worden. Es wurde lediglich suggeriert. Wie hier gesagt wurde - http://ukraine-nachrichten.de/hundet%C3 ... sellschaft - sind ja auch irgendwelche "Doghunter" unterwegs. Übrigens nicht nur in der Ukraine.
In Donezk gab es den Fall der einen Grube mit den Hundekadavern und dem Welpen. Aber eben auch aus der einen Quelle der Tierschützer.

Das Stadtbudget von Kiew findet sich hier: http://kmr.ligazakon.ua/SITE2/l_docki2. ... enDocument Mir fallen aber gerade nicht die richtigen Suchbegriffe ein, weder Hund noch Tier gab etwas her. Vielleicht hat jemand anderes eine Idee zum richtigen Beamtenukrainisch.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#73 Beitrag von Kolobok » Montag 28. November 2011, 23:17

Handrij hat geschrieben: Das Stadtbudget von Kiew findet sich hier: http://kmr.ligazakon.ua/SITE2/l_docki2. ... enDocument Mir fallen aber gerade nicht die richtigen Suchbegriffe ein, weder Hund noch Tier gab etwas her. Vielleicht hat jemand anderes eine Idee zum richtigen Beamtenukrainisch.
Guck mal unter:
"Київська міська програма регулювання чисельності безпритульних тварин гуманними методами "

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#74 Beitrag von Handrij » Dienstag 29. November 2011, 00:07

Kolobok hat geschrieben:Guck mal unter:
"Київська міська програма регулювання чисельності безпритульних тварин гуманними методами "
Ah, danke, manchmal braucht man einen Anstoß:
Finanzierung des "Kiewer Stadtprogrammes für die Regulierung der Zahl der obdachlosen/streunenden Tiere mit humanen Methoden":
12.548.100 Hrywnja machen etwa 1.140.736 €. Die einzelnen Stadtbezirke bekommen nun noch 3.382.000 Hrywnja. Macht etwa 307.454 €. Also insgesamt 1.448.190 €. Doch eine Menge Holz für die "Regulierung der Zahl der obdachlosen/streunenden Tiere mit humanen Methoden".
Wie das nun aufgeschlüsselt werden kann, ist IMHO dem Budget nicht zu entnehmen.
Btw. in der Stadt werden auch einige Krematorien und Tierfriedhöfe gebaut (Ich duck mich schonmal weg).

In dieser alten Meldung (wahrscheinlich 2007) zu diesem Programm ging man von 30.000 Tieren in Kiew aus, wies aber die Verwaltungen an, noch einmal nachzuzählen ;):
Мерія презентувала проект програми регулювання чисельності безпритульних тварин гуманними методами

Ich habe hier ein paar Meldungen einer auf unabhängig machenden Zeitung aus Charkow zu den Hunden. Keine Ahnung, wem die Zeitung gehört und wie diese einzuschätzen ist. Da sie auf kharkov.ua sitzt, ist eine direkte Verbindung zur Stadtregierung nicht auszuschließen.

6.10.2011 Что в Харькове происходит с отловленными собаками
Diesem Artikel nach werden in Charkow die Hunde vor allen in den Morgenstunden eingefangen, in ein Heim (Kapazität 100 Stück) gebracht und nach einer gewissen Zeit eingeschläfert. Im Einsatz sind fünf Brigaden. Diese Methode wurde gewählt, da man mit Sterilisierungen, die in Kiew und Odessa durchgeführt werden, schlechte Erfahrungen gemacht hat (Moskauer Erfahrungen). Die Hundefänger arbeiten in den Morgenstunden, da es negative Reaktionen von Einwohnern gibt.
Katzen werden nicht eingefangen.
Laut Segodnja werden die Hunde nach einer Woche eingeschläfert:
В Харькове бродячим собакам дают неделю найти хозяина, потом убивают
Ebenfalls nach diesem Artikel besteht jede der fünf Brigaden aus zwei Leuten. Somit sind in Charkow insgesamt zehn Leute unterwegs. Wie viel die ausrichten können, kann jeder selbst einschätzen.
2007-2010 wurde sterilisiert. In der Stadt stieg die Zahl der Hunde nach den Sterilisierungsbemühungen angeblich auf 30-50.000 Hunde. Bis 2007 wurden Hunde demnach auch noch erschossen.

Im April/Mai 2012 soll ein großes städtisches Tierheim (Plätze für 600 Hunde und 50 Katzen) eröffnet werden. Fotos von der Pressekonferenz hier: http://dozor.kharkov.ua/zhizn/obwestvo/1098879.html. Bei der Projektierung wurden angeblich Erfahrungen aus Kiew, Odessa und Berlin (!) berücksichtigt.

17.11.2011 Скандально известные в мире зоозащитники отметились в Харькове (ФОТО) - Fotos!!

Das ist ein Bericht über den Besuch von PETA in Charkow. Interessant ist, ob man es glauben kann, weiß man wieder nicht, dass als Kontaktperson eine gewisse Jelena Ratnikowa von Saße/Елена Ратникова-фон-Зассе auftrat, die, so der Artikel, seit Jahren Geld für ein Tierheim sammelt, 2009 ein Grundstück von der Stadtverwaltung erhielt und dieses 2011 wieder verlor, da das Heim trotz vorhandenem Geld nicht gebaut wurde.
16.11.2011 Ратникову-фон-Зассе лишили последней надежды: приют она больше не строит
28.01.2011 Ратникову-фон-Зассе оштрафовали, собак выселили – решение суда

Keine Zeit mehr weiter zu recherchieren, aber mir erscheint diese ganze Sache immer mehr als eine "Kampagne" von ukrainischen "Tierschützern", die jetzt im Rahmen der Vorbereitung der EM und der damit erhöhten Aufmerksamkeit für die Ukraine ihre Chance wahr nehmen, sich für einige Niederlagen in den vergangenen Jahren zu rächen.

Bitte alles als grobe Info und als Einstiegspunkt wahrnehmen, ich hatte keine Zeit gegenzuprüfen!
Evtl. hat ja noch jemand anderes Zeit ...

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#75 Beitrag von Handrij » Dienstag 29. November 2011, 19:25

Tötungsaktion: So hilft die "Krone" den Hunden der Ukraine
Interessanter Beitrag in der Krone. Tamara Tarnawska, wie die Kroneautorin schreibt, den Tränen nahe, bittet um Geld. Es kommt ja nichts an .... Auf der eigenen Website ist beispielsweise aber keine Möglichkeit angegeben Geld zu spenden usw. Jedenfalls springt es nicht sofort ins Auge, wie bei http://animalprotect.org/de/about/vlada_info/129/0 mit einem Mann in der Schweiz.
Krone schreibt davon, dass Tarnawska mehrere Tierasyle betreibt, doch auf der eigenen Website ist nur das Große in Pyrohowa.
Seit 1996 arbeitet die Frau mit Naturewatch zusammen, somit sollte man eigentlich wissen, wie Geldspenden zu organisieren und zu transferieren sind: http://www.naturewatch.eu/about-us
Ich hoffe mal, dass hier Krone dramatisiert, andererseits könnte man angesichts der Beteiligung von Tarnawska am obigen PETA-Video auch anderes unterstellen. Die PETA-Leute sind ja letztendlich aufgrund der fehlenden Sprachkenntnisse usw. völlig auf die Infos ihrer Partner angewiesen.

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