Allgemeines Diskussionsforum | Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#76 Beitragvon Andrejko » Donnerstag 1. Dezember 2011, 15:45

Noch immer erscheinen fast täglich Leserbriefe "Zu Gast bei den Hundemördern in der Ukraine". Da mein Leserbrief natürlich nicht gedruckt oder online gestellt wird, habe ich mit einem Redakteur (Schulfreund) schriftlich Kontakt aufgenommen. Mal sehen, ob es was bringt. Es trifft mich persönlich mitten ins Herz.

Da auch in Österreich täglich mehrere Berichte über die Straßenhunde zu lesen waren, habe ich nachstehenden Leserbrief an die "Kronen-Zeitung" und Kleine-Zeitung (regionale nur Steiermark) geschrieben:

All jene "Gutmenschen" und "Tierschützer" die sich so maßlos darüber empören, sollten an Ihren "österreichischen" Landsmann denken, der in Dörfer der Ukraine einfiel, Eltern ihre Kinder entriss und alles was über 18 Jahre alt war als Zwangsarbeiter nach Österreich verfrachtet hat. Originalpapiere dazu habe ich.

Auch meine beiden Eltern waren darunter, unter menschenunwürdigen Bedingungen wurden sie in Züge gepfercht und nach Österreich verschleppt. Abgerackert und ausgeschunden sind meine beiden Eltern, wie viele ihrer Landsleute, bereits verstorben, wohl auch an der unendlichen Sehnsucht nach ihren Familien in der Ukraine. Mein Vater wurde nur 53 Jahre alt.

Sie waren zur zwei unter Millionen Menschen, die im Krieg direkt oder indirekt getötet wurden. Wo waren da die "Menschenschützer"? Die ganze Welt sah dabei zu.

Die Ukrainer sind sehr gläubig, äußerst gastfreundlich, friedlich und sehr stolz auf das Wenige, was sie sich sehr hart erarbeitet haben. Die Ukraine braucht Ihre Spende als Tropfen auf den heißen Stein nicht, schenken Sie lieber Ihr Geld diversen Hilfsaktionen z.B. Kinderkrebshilfe oder dergleichen, auch hier spielen sich viele Tragödien ab, an denen Sie sich ergötzen können.

Über Ihr Weltbild sollten Sie dringend nachdenken. Finanzielle Mittel für Behinderteneinrichtungen, Kinderbetreuung, Seniorenpflege usw. werden gestrichen, ein "TIERHEIM" verfügt aber über 1,9 Millionen Euro als Jahresüberschuss der kürzlich präsentiert wurde.

PS: im Vorstand des Tierheimes sind genau die Tierschützer, die sich soooo für Hunde in der Ukraine einsetzen.

Es hat mich dermaßen geärgert, daß ich diesen Leserbrief schreiben musste. Bei uns in Österreich zählen tatsächlich Tiere mehr wie bedürftige Menschen.

Lg
Christine Andrejko
Zuletzt geändert von Andrejko am Dienstag 6. Dezember 2011, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#77 Beitragvon Sonnenblume » Donnerstag 1. Dezember 2011, 18:53

Es scheint sich zu einer lukrativen Einnahmequelle gemausert zu haben!
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Optimist
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#78 Beitragvon Optimist » Donnerstag 1. Dezember 2011, 19:03

Was eine EM alles auslösen kann, ich war heute im Krankenhaus zu Besuch, bin jedesmal in Versuchung die Zustände dort zu fotografieren, ich tue es nicht, denke für die Patienten wird es auch nicht angenehm sein, so gezeigt zu werden. Es ist wie nach dem Krieg im Krankensaal, nach dem 1. Weltkrieg muss man sagen. Wer es nicht glauben möchte, den lade ich gern ein zu mehreren Führungen in Krankenhäuser die mir bekannt sind, keiner kann sich vorstellen so untergebracht zu werden.
Man sollte dies in die Weltöffentlichkeit bringen, ich selbst kann es nicht, danach wird sich zeigen ob für Hunde oder Menschen eine Hilfe dringender ist.

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dirkk
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#79 Beitragvon dirkk » Donnerstag 1. Dezember 2011, 20:58

Handrij hat geschrieben:
Keine Zeit mehr weiter zu recherchieren, aber mir erscheint diese ganze Sache immer mehr als eine "Kampagne" von ukrainischen "Tierschützern", die jetzt im Rahmen der Vorbereitung der EM und der damit erhöhten Aufmerksamkeit für die Ukraine ihre Chance wahr nehmen, sich für einige Niederlagen in den vergangenen Jahren zu rächen.



Danke für deine recherche, Handrij, auch wenn ich die Schlussfolgerung aus dem, was ich gelesen habe (nur auf deutsch, russisch oder ukrainisch kann ich nicht) nicht nachvollziehen kann. Und bei allem Aufruhr: ein Dementi gab es von niemandem. Die UEFA hätte sicher alles in Bewegung gesetzt, wären das nur propagandistische Meldungen einer Tierschutz-Organisation.

@Optimist: Genau, man sollte das und vieles mehr in die Weltöffentlichkeit bringen! Denn zu seiner Entwicklung und für die Menschen in dem Land braucht es mit Sicherheit andere Maßnahmen als eine Prestige-Meisterschaft. Und ausserdem - ich glaube nicht, dass ein Staat, der so mit "überflüssigen" Tieren umgeht, bei "überflüssigen" Menschen fackeln würde...

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#80 Beitragvon Handrij » Freitag 2. Dezember 2011, 10:48

dirkk hat geschrieben:Danke für deine recherche, Handrij, auch wenn ich die Schlussfolgerung aus dem, was ich gelesen habe (nur auf deutsch, russisch oder ukrainisch kann ich nicht) nicht nachvollziehen kann. Und bei allem Aufruhr: ein Dementi gab es von niemandem. Die UEFA hätte sicher alles in Bewegung gesetzt, wären das nur propagandistische Meldungen einer Tierschutz-Organisation.

Es heißt nicht, dass hier keine Hunde getötet werden, aber es wird maßlos übertrieben und dabei wirklich maßlos!
Aus einem mobilen Krematorium werden derartige Geräte im ganzen Land. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe gab es da auch eine Meldung in Deutschland, die sich auf Tierschützer (Tarnawska) berief, in der behauptet wurde, dass hier in mehreren Städten jede Nacht drei Männer im Auftrag der Kommunen durch die Gegend ziehen und die Hunde lebendig ins Feuer werfen.

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dirkk
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#81 Beitragvon dirkk » Samstag 3. Dezember 2011, 00:01

Ja, mag sein, vielleicht wird das eine oder andere stellenweise übertrieben, das kann ich nicht beurteilen. Aber was ändert das an den tatsachen? Dass alles nur "ein bisschen" schlimm ist? Die Geschichte lehrt uns wo heute Bücher verbrannt werden, brennen morgen Menschen. Und der Abstand vom Buch zum Menschen ist grösser als vom Hund zum Menschen... Ich habe mich bisher nie gross mit der Ukraine beschäftigt, aber jetzt. Und je mehr ich erfahre, desto mehr bestätigt sich mein Eindruck. Ich könnte auch sagen, aus einem diffusen Gefühl wird mehr und mehr Realität. Und dabei geht es mir beileibe nicht um eine rassistische Ablehnung der Menschen in dem land, das möchte ich noch einmal betonen. Die Hasstiraden und rassistischen Äusserungen, die es auch gibt, sind nicht akzeptabel, unter keinen Umständen. Aber die Vergabepraxis derartiger Grossereignisse ist es genauso wenig. Gestern war Welt-Aids-Tag. Die Ukraine ist das land mit den meisten Aidsinfizierten in Europa. (Ich weiss, dass das für euch nichts Neues ist und dass ihr mit der Realität lebt und ich grosskotzig klingen muss... :-/ ) Diese Menschen leben (und sterben vielleicht) nicht viel besser als die Hunde. Der Staat tut so gut wie nix - und baut Stadien und Hotelkomplexe. Soclhe Beispiele häufen sich, je tiefer man eindringt. Das ist nicht menschenwürdig und man kann das alles nicht einfach ausblenden, indem die Welt die Eliten abfeiert.

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Jensinski
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#82 Beitragvon Jensinski » Samstag 3. Dezember 2011, 01:27

dirkk hat geschrieben:Ja, mag sein, vielleicht wird das eine oder andere stellenweise übertrieben, das kann ich nicht beurteilen. Aber was ändert das an den tatsachen? Dass alles nur "ein bisschen" schlimm ist? Die Geschichte lehrt uns wo heute Bücher verbrannt werden, brennen morgen Menschen.


Was erzählst Du denn da? Was lehrt uns denn die Geschichte? Wie kam es zu den Bücherverbrennungen? Die Leute wurden belogen und betrogen, mit Hasstiraden, Propaganda und Lügen auf die "richtige Schiene" gebracht! War das 1945 vorbei? Schauen wir mal in die jüngere Geschichte. ich denke da nur an den Irakkrieg und wie der Verbrecher Bush gelogen und die ganze Welt für dumm verkauft hat! Und da ließen nicht nur ein paar streunende Hunde ihr Leben!

Um bei der Sache zu bleiben: Wenn ich die Berichte lese und dabei eindeutig falsche Bilder sehe, mit denen argumentiert wird; wenn ich den Hass dieser Fanatiker in den Kommentaren lese; wenn ich die Videos anschaue, auch die von Brisant, PETA, usw. ohne stichhaltige Beweise, überall hört man "Es soll...", "Es wurde erzählt..." dann frage ich mich doch eher: Was läuft da falsch? Was bezweckt man damit? Ich weiß nur eines sicher. Osteuropa war und ist immer gut genug, um für Bashing herzuhalten und von den eigenen Problemen abzulenken!

Du hast das Aidsproblem entdeckt? Gut! Und? Was machst Du jetzt. Wie ich lese, hast Du das nun wenigstens "zur Kenntnis genommen". Hast Du Dich mal gefragt, warum es ein Aidsproblem gibt? Hier f*cken sich notgeile "ach so demokratische" Wixer aus der ganzen westl. Hemisphäre den Schw*nz wund, die hiesigen Mädchen werden als billige Bumsmatratzen angesehen - WER FRAGT DENN DA MAL, WARUM DAS SO IST???? Wo bleiben da die Proteste? Wo sind denn da die Facebook-Aktionen?

Mann, Mann, Mann - aber sich für streunende Hunde einsetzen. Ne, ich höre lieber auf! :-||

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#83 Beitragvon Handrij » Samstag 3. Dezember 2011, 01:43

Jensinski, jetzt aber mal halblang! Dirkk ist nun wahrlich nicht die Adresse für solche, hm, "Ausraster".

Wenn in der Ukraine alles in Ordnung wäre, aus der Sicht des Westens, würden sich keine Nachrichten ergeben. Selbst die Ukrainer spielen damit, mehr oder weniger, da sich Geld damit verdienen lässt. Alles nach dem Motto: wir machen in Elend und Not und die im Westen geben uns Jeld dafür. Ob das nun die armen Mädchen, die vom Märchenprinz erlöst werden sollen, arme Waisenkinder oder die armen Hunde sind. Hauptsache die Spendentasche geht auf. Wie es ja bereits mehrfach erwähnt wurde, sind die armen Mädchen ja meist gar nicht so arm. Da ist ein Riesenbusiness entstanden, um irgendwelche Ausländerdeppen abzuziehen.
Den Geldgebern/Spendern ist zumeist auch irgendwie egal, ob wirklich alles so schlimm ist, ob sich was ändert und ob wirklich was ankommt. Hauptsache eine gute Tat verrichtet. Hat wohl auch was mit dem "christlichen Abendland" zu tun ....

Beispielsweise bei der AIDS-Epidemie weiß es auch keiner genau. Die WHO berichtet seit Jahren die gleichen Zahlen (seit 2006 wird IMHO eine Infektionsrate von 1,1% unter der sexuell aktiven Bevölkerung gemeldet) und die (westlichen) Organisationen, deren Finanzierung von möglichst hohen Zahlen abhängt, werden einen Teufel tun und Entwarnung geben.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#84 Beitragvon mbert » Samstag 3. Dezember 2011, 11:28

Ihr habt schon beide irgendwie recht :)
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Jensinski
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#85 Beitragvon Jensinski » Samstag 3. Dezember 2011, 14:04

Lieber Handrij,

ich rechne es Dirkk hoch an, dass er sich hier registriert hat und den Willen zeigt, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Es mag auch nicht einfach sein, sich dabei richtig auszudrücken. Der von mir zitierte Vergleich mit Bücherverbennungen und vor allem der nicht zitierte Satz:
Dirkk hat geschrieben:...Und der Abstand vom Buch zum Menschen ist grösser als vom Hund zum Menschen...

den sollte man sich aber auf der Zunge zergehen lassen. Und ich sage mal nichts mehr dazu.

Ich sehe nur eines. Das Hundethema ist nur der Anfang. Die Ukraine rückt wegen der EM immer mehr ins Rampenlicht. Und die Dumpfbacken bei der Journaille können ihre Arroganz und Voreingenommenheit gegenüber Osteuropa so richtig schön ausleben und die haben einen feinen Grund, alte Feindbilder wieder aus der Schublade zu holen. Das Leben ist hier eben anders und dieses "anders sein" wird nicht akzeptiert. Der westliche Standard wird als Maß aller Dinge herangezogen und das ist traurig.

Gruß,
Jens

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#86 Beitragvon Handrij » Samstag 3. Dezember 2011, 15:24

Jensinski hat geschrieben:
Dirkk hat geschrieben:...Und der Abstand vom Buch zum Menschen ist grösser als vom Hund zum Menschen...

den sollte man sich aber auf der Zunge zergehen lassen. Und ich sage mal nichts mehr dazu.

Da hast du allerdings recht. Da ist etwas nicht verstanden worden ...

Jensinski hat geschrieben:Ich sehe nur eines. Das Hundethema ist nur der Anfang. Die Ukraine rückt wegen der EM immer mehr ins Rampenlicht. Und die Dumpfbacken bei der Journaille können ihre Arroganz und Voreingenommenheit gegenüber Osteuropa so richtig schön ausleben und die haben einen feinen Grund, alte Feindbilder wieder aus der Schublade zu holen. Das Leben ist hier eben anders und dieses "anders sein" wird nicht akzeptiert. Der westliche Standard wird als Maß aller Dinge herangezogen und das ist traurig.

Hm, naja die Journalisten leben davon oder besser müssen davon leben. Wenn sie nichts schreiben und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, interessiert das keinen und es gibt kein Geld. Das gilt vor allem für die Ukraine. Eigentlich interessiert niemanden in Europa, was hier vor sich geht. Die Aufmerksamkeit kann nur über einen großen Skandal geweckt werden. Gut ist, wenn die Ukrainer - z.B. Janyk mit der Timoschenko-Sache - eine Vorlage liefern. Ansonsten muss man sich eben etwas aus den Fingern saugen und aus einem mobilen Krematorium hunderte machen oder auf zweifelhafte Angaben zurückgreifen: hier wird Tarnawska unterstellt, von 250.000 (!) toten Hunden geredet zu haben.

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In der 23. Staffel der Simpsons gibt es in der ersten Folge eine sehr bezeichnende Szene. Bei der Einblendung "Kiev, Ukraine" weiß der Tipper nicht, wie "Ukraine" geschrieben wird und endet damit "Na los, wie viele Kievs kann es schon geben?" Übrigens lustige Darstellung von Janukowitsch. Auf Russisch auf mehreren Seiten online zu sehen ...

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#87 Beitragvon Jensinski » Samstag 3. Dezember 2011, 17:05

Handrij hat geschrieben:Hm, naja die Journalisten leben davon oder besser müssen davon leben. Wenn sie nichts schreiben und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, interessiert das keinen und es gibt kein Geld.

Das ist ja völlig klar und es kann der Ukraine nur gut tun, wenn Missstände aufgedeckt werden und die ein oder andere Spendenaktion in Gang kommt. Die Frage ist jedoch, wie man berichtet und wie man schreibt. Nur ein kleines Beispiel: Der Bericht über die Auslosung für die EM gestern bei der Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Da durfte natürlich keine Spitze fehlen und man schrieb eben: "Auf der pompös in lila dekorierten Bühne wurden die EM-Fakten geschaffen." In Deutschland hätte kein Hahn danach gekräht, wie die Bühne dekoriert ist. Aber in der Ukraine ist es eben "pompös". Verstehst Du, was ich meine? Ich habe mir das Video der Veranstaltung angeschaut. Die war gut, schöne Effekte, aber nichts außergewöhnliches. Aber DAS geht ja gar nicht, das so zu schreiben...

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#88 Beitragvon Handrij » Samstag 3. Dezember 2011, 17:11

ok, das hast du ebenfalls recht. Diese kleinen Spitzen ergeben in Summe natürlich auch ein bewusst unvorteilhaftes Bild für die Ukraine bzw. alle peripheren Länder. Da schwingt immer eine gewisse Überheblichkeit mit, die fehl am Platze ist.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#89 Beitragvon dirkk » Samstag 3. Dezember 2011, 20:57

Also ich weiss nicht, was ich hier jetzt noch antworten soll, irgendwie habe ich das Gefühl, wir verstehen uns nicht so richtig. Ist vielleicht auch schwer übers Net und mit wahrscheinlich sehr verschiedenen Lebensgeschichten.

Du hast das Aidsproblem entdeckt? Gut! Und? Was machst Du jetzt. Wie ich lese, hast Du das nun wenigstens "zur Kenntnis genommen". Hast Du Dich mal gefragt, warum es ein Aidsproblem gibt? Hier f*cken sich notgeile "ach so demokratische" Wixer aus der ganzen westl. Hemisphäre den Schw*nz wund, die hiesigen Mädchen werden als billige Bumsmatratzen angesehen - WER FRAGT DENN DA MAL, WARUM DAS SO IST???? Wo bleiben da die Proteste? Wo sind denn da die Facebook-Aktionen?

Mann, Mann, Mann - aber sich für streunende Hunde einsetzen. Ne, ich höre lieber auf!


Im Gegensatz zu den menschen können die Tiere nicht für sich sprechen... Mehr mag ich dazu auch nicht mehr sagen :(.

Einige Menschen scheinen es jedenfalls auch gut hinzukriegen, für ihre Interessen einzustehen. Und es kommt mir vor - klärt mich auf, wenn ich mich täusche - als seien sie ebenso nicht so begeistert von der UEFA und der EM in ihrem Land:

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Oder soll hier auch nur ein bestimmtes Bild erzeugt werden? Stimmt es, dass die UEFA versucht, während der EM eine Aufhebung des Prostitutionsverbotes fordert??? Was für ein verlogener Verein!

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#90 Beitragvon dirkk » Sonntag 4. Dezember 2011, 19:37

Ich habe das "Original" des Protestes von "Femen" gefunden. Leider verstehe ich kein Wort... Kann mir von euch bitte jemand sagen, was sie rufen und was die Frau am Ende sagt?

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Danke!!!!

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#91 Beitragvon Handrij » Sonntag 4. Dezember 2011, 19:59

Euro 2012 ohne Prostitution.
Die UEFA attackiert unsere Tore.
Euro 2012 ohne Prostitution.
Fucking Euro.
Die UEFA attackiert unsere Tore.

Wir möchte heute dazu zwingen, die Auslosung zu vergessen ... (irgendwas mit Platini und den Fußballfans??, war mir zu undeutlich) ..
jetzt muss man die sozialen Problemen der Ukraine kennen und an diese erinnern,
dass die Ukraine zum Euro-Bordell während der Zeit der Euro 2012 wird


soweit ungefähr ....

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#92 Beitragvon dirkk » Dienstag 6. Dezember 2011, 01:55

Danke, Handrij!

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#93 Beitragvon dirkk » Mittwoch 7. Dezember 2011, 22:22

Was sagt ihr hierzu? Wäre es möglich, dass das stimmt???

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#94 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 7. Dezember 2011, 22:56

dirkk hat geschrieben:Was sagt ihr hierzu? Wäre es möglich, dass das stimmt???

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Sorry, aber irgendwie erinnert mich das an "Bild" dir deine Meinung...
So wie sie das dargestellt hat, müssen sie ja in der Ukraine nur auf sie gewartet haben, um z. Bsp. ihr Hotelzimmer auszurauben.
Für mich ist das alles bißchen viel "Skandal" auf einmal. Klingt nicht sehr glaubwürdig - eher "any press i good press"... :(

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#95 Beitragvon dirkk » Mittwoch 7. Dezember 2011, 23:11

Klingt für mich auch so, Sonnenblume. Aber trotzdem: wäre es möglich????

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#96 Beitragvon Handrij » Mittwoch 7. Dezember 2011, 23:42

Ich halte die Geschichte für totalen Humbug.
Da hat sich mal jemand hingesetzt und schnell alles zusammengeschrieben, was einem zum Thema Ukraine und Hund einfiel.

Viele Fragen:
Wieso werden in den Dörfern die Hunde angeblich umgebracht? Eigentlicher Aufhänger ist doch die EM und die Hunde in den Städten.
Wer bezahlt 25,- Euro pro getötetem Hund?
Wieso entschuldigt sie die fehlenden Bilder mit den zerstörten Kameras, wo doch die Bilder auf den Speicherkarten sind?
Wozu nimmt die Frau 2.000 Euro in bar für fünf Tage mit? Wenn sie sie spenden wollte, dann hätte sie diese gleich übergeben und das Geld hätte nicht gestohlen werden können.
Wie bekommt man innerhalb von fünf Tagen Papiere für zehn Hunde? Ok, die Sache konnte vorbereitet sein, doch klingt der ganze Bericht nicht nach Vorbereitung und langer Planung. An den Ukrainern bekommt man die Hunde wohl mit Geld vorbei, aber in die EU??
Und dann sind die Hunde gleich in Familien untergekommen, als ob es in Deutschland nicht gut Hunde in Tierheimen gibt, die jahrelang keinen neuen Besitzer finden.
Die Sache mit dem Hautabziehen bei Welpen klingt auch wie aus einem schlechten Film. Wenn jemand so etwas in einem Dorf öffentlich macht, dann hat er in der Regel die Leute auf dem Hals, nicht diejenigen, die dagegen einschreiten.
Schon die Überschrift macht stutzig. Wieso muss betont werden, dass es topaktuell und authentisch ist?
Bis auf Kiew und "eine Nadja" hat sie auch keine wirklichen Ukrainebezüge dabei. Man müsste nur diese Worte austauschen und es könnte sonstwo sein.

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#97 Beitragvon Handrij » Dienstag 13. Dezember 2011, 17:55

Naja, es war zu erwarten. Die Bilder der Krone und wohl auch der Bild sind gefaked:
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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#98 Beitragvon mbert » Dienstag 13. Dezember 2011, 18:01

Handrij hat geschrieben:Naja, es war zu erwarten. Die Bilder der Krone und wohl auch der Bild sind gefaked:

Ja, wirklich nicht soo verwunderlich. Aber Du hättest den Link doch nicht gleich auf slashdot posten sollen, die Seite hat ja Antwortzeiten im Minutenbereich :-D
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#99 Beitragvon dirkk » Mittwoch 25. Januar 2012, 19:18


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Re: Was tun, wenn der Internetmob vor der Tür steht? - UN

#100 Beitragvon Sonnenblume » Mittwoch 25. Januar 2012, 21:03

dirkk hat geschrieben:Demonstration in Kiev

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Zumindest Наталія Вишневська hätte doch wissen müssen, wie man "Ich will leben" auf ukrainisch schreibt. Am Ende verstehen die "Hundemörder" gar nicht, was sie wollen. ...duck und weg... ;)

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