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RSS-Bot-UN
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Wer kann die Galizier nicht leiden? - UN

#1 Beitrag von RSS-Bot-UN » Mittwoch 20. März 2013, 10:15

Es wäre viel einfacher nachzufragen, wer uns gern hat. Dennoch kann man aufgrund der über zwanzig Jahre langen Beobachtungen dieser Tendenz die fünf wichtigsten Gruppen derer definieren, die die Galizier besonders nicht mögen. Mit Galizier meint man vor allem eine besondere Bevölkerungsgruppe, nämlich die, für welche die galizische Identität die wichtigste ist.
Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Politik: Wer kann die Galizier nicht leiden?

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eurojoseph
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Re: Wer kann die Galizier nicht leiden? - UN

#2 Beitrag von eurojoseph » Mittwoch 20. März 2013, 10:19

RSS-Bot-UN hat geschrieben:
Es wäre viel einfacher nachzufragen, wer uns gern hat. Dennoch kann man aufgrund der über zwanzig Jahre langen Beobachtungen dieser Tendenz die fünf wichtigsten Gruppen derer definieren, die die Galizier besonders nicht mögen. Mit Galizier meint man vor allem eine besondere Bevölkerungsgruppe, nämlich die, für welche die galizische Identität die wichtigste ist.
Herkunft: Ukraine-Nachrichten: Politik: Wer kann die Galizier nicht leiden?
Super !!!!! Dusche Dobre !
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Optimist
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Re: Wer kann die Galizier nicht leiden? - UN

#3 Beitrag von Optimist » Donnerstag 21. März 2013, 19:26

Woran erkenne ich einen Galizier in meinem persönlichen Umfeld? Eigentlich ist mir Herkunft und Abstammung absolut egal, ist das vielleicht falsch, muss man doch eher aufpassen? Wenn einem persönlich die Herkunft wichtig ist, gut, aber man kann sich auch in der Abstammungslehre etwas verrennen. Zum Glück sind vor Gott alle Menschen gleich!

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Re: Wer kann die Galizier nicht leiden? - UN

#4 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Freitag 22. März 2013, 10:47

Optimist:
Zum Glück sind vor Gott alle Menschen gleich!

Das stimmt nicht. Die Russen sind am Gleichesten und die Kiewer sind Gleicher.

Ich finde den Beitrag treffend und einfach erfrischend in seiner herzlichen Satire.

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Re: Wer kann die Galizier nicht leiden? - UN

#5 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Montag 25. März 2013, 12:53

Optimist:
Woran erkenne ich einen Galizier in meinem persönlichen Umfeld?

Ich denke, dass Du da bei Dir keine Angst haben musst. Erstens sind Galizier sehr nette Menschen und zweitens sehr mit ihrer Scholle verbunden. Freiwillig hat von denen keiner die Halitschina verlassen.

Trotz oder wegen der guten Formulierungen im Artikel einige Gedanken von einem der in Galizien lebt.

Zitat:
Mit Galizier meint man vor allem eine besondere Bevölkerungsgruppe, nämlich die, für welche die galizische Identität die wichtigste ist.

Ich habe das schon einmal thematisiert. Könnt Ihr Euch noch an den Prozess der Länderbildung in der Ex-DDR erinnern?
Das sich die Menschen in Sachsen als Sachsen, die in Thüringen als Thüringer und so weiter fühlten, war gar keine Frage. Jetzt war man nicht mehr einer aus dem Bezirk XYZ, sondern man war wieder ein Landsmann in einer Volksgruppe mit einer Vergangenheit und einem Grund zum Stolz sein.
Zu der Zeit lebte ich noch im Speckgürtel von Berlin in Brandenburg. Das Gefühl ein Brandenburger zu sein wollte da anfangs und auch später nicht so richtig wachsen. Die vielen zugereisten und via Staatsapparat und Armee und Polizei dort per Dienstverpflichtung angesiedelten Fremdstämmigen und dazu noch die aus den Hauptstadtinitiativen dort wegen Wohnung klebengebliebenen, hatten die Bevölkerung so unterwandert, dass das Gefühl nicht wachsen wollte. Dazu kam auch noch die Zwangsum/aussiedlung von Leuten, die man nicht so nahe der Grenze zu Berlin haben wollte, die mittlerweile in anderen Bundesländern heimisch geworden waren. Und dann noch diese Hymne - das Brandenburglied vom alten Büchsenschütz. Das war auch noch die Verbandshymne der Landsmannschaft Brandenburg. Das ging anfangs gar nicht in die Köpfe.

Und nun zurück in die Ukraine.
Die Kronländer Bukowina und Galizien haben eine mindestens 150 jährige Geschichte mit einer sehr nachhaltigen und progressiven Entwicklung durchlebt und können auf diese und auch die Geschichte des Königreiches Galizien stolz sein.
1848 endete die Leibeigenschaft dort. Mit vielen Wehen und Schmerzen begannen diese Menschen Fuß zu fassen in einer Monarchie, in der eine bürgerliche Gesellschaft das Leben bestimmte.
Leibeigene wurden Landeigentümer und hatten die Möglichkeit erstmals für sich zu arbeiten.
Wie war das in der übrigen Ukraine, besonders in dem Teil der sofort Teil der Sowjetunion wurde?
Auf was wollte man dort stolz sein? Auf die verlorenen Angehörigen im Holodomor, auf die Vergangenheit der Ahnen als russisches Prekariat, auf die Verfolgung der letzten Kosaken.
Es entstanden Oblaste ohne richtigen historischen Bezug. Und dort wo er sich hinein deuten lässt, wie in der Oblast Chmelnitzky, als der Perle Podoliens, dort hat sich aber kein nationales Gemeinschaftsgefühl entwickelt.
Wie auch sollten das Leibeigene entwickeln, die heute den Herren hatten und morgen schon verkauft sein konnten, und aus Leibeigenen wurden die gehorsamen Diener einer allmächtigen Partei, also jetzt parteieigene unterwürfige Geschöpfe, die von einem Kniefall in den anderen fallen sind.

Und diese Erfahrung frei zu sein, Eigentümer sein zu können, nimmt man den Galiziern heute wie zurzeit der sowjetischen Okkupation übel.
Sie sind zu Hause im Land der Väter.
Jetzt kommt es aber umso mehr darauf an den Gedanken aus dem Faust „Was Du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es um es zu besitzen!“ zu verstehen und zu leben.

Es ist schon konziliant und bissig zugleich, wie die Neider und Feinde dargestellt werden. Ich habe mich herrlich amüsiert bei der Lektüre.
Dann aber ergreift aber auch wieder die Frage Raum, wann und wie dieses Staatsvolk zu seiner einen oder vielen Identitäten finden kann.
Für mich wäre es ein schöner Tag, wenn jeder für sich sagen wird können, dass er Ukrainer ist, stolz darauf ist und dass er Galizier oder Podolier ist, so wie wir Deutsche sind und ich mich als Sachse bekenne.
Ich denke, weil sich viele, eine große Mehrheit in der Ukraine, in ihrer Oblast und in ihrem Dorf nicht zu Hause, in der Heimat fühlen, sind sie schneller als andere bereit die Ukraine zu verlassen um sich ein neues Zuhause zu suchen, immer in der Hoffnung eine Heimat zu finden.

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Re: Wer kann die Galizier nicht leiden? - UN

#6 Beitrag von Sonnenblume » Montag 25. März 2013, 13:00

galizier hat geschrieben: Für mich wäre es ein schöner Tag, wenn jeder für sich sagen wird können, dass er Ukrainer ist, stolz darauf ist und dass er Galizier oder Podolier ist, so wie wir Deutsche sind und ich mich als Sachse bekenne.
Ich denke, weil sich viele, eine große Mehrheit in der Ukraine, in ihrer Oblast und in ihrem Dorf nicht zu Hause, in der Heimat fühlen, sind sie schneller als andere bereit die Ukraine zu verlassen um sich ein neues Zuhause zu suchen, immer in der Hoffnung eine Heimat zu finden.
Ich muß mal ganz ketzerisch fragen, warum bist du, der bekennende Sachse, nach Brandenburg gezogen? Weil du dich in Sachsen nicht zu Hause gefühlt hast? Oder gibt es dafür nicht noch 1000 andere Gründe, die dazu führen können, seine Heimat zu verlassen?

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Re: Wer kann die Galizier nicht leiden? - UN

#7 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Mittwoch 27. März 2013, 09:51

Sicher kannst Du Dich noch daran erinnern, dass Absolventen nach Gutdünken des Staates eingesetzt wurden. Und so war das. Studium beendet und Einsatzort Berlin. 8 Jahre wohnen am Spittelmarkt und dann Hausbau im östlichen Randgebiet.
Sachse war ich auch dort und meine Kontakte hatte ich immer in Sachsen.

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