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Wer kam wann auf die Losung „Slawa Ukrajini!“?

#1 Beitrag von RSS-Bot-UN » Donnerstag 11. Oktober 2018, 01:22

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Die Losung wurde in Charkiw geboren. Dröhnte aus Kyjiw über die ganze Ukraine. Wurde aufgrund der Anstrengungen der Galizier und Wolhynier in Lwiw und Riwne bewahrt. Doch in den gesammelten Werken von Stepan Bandera gibt es dieses breit im Internet gebrauchte Zitat nicht, das ihm zugeschrieben wird: „Und es kommt die Zeit, wenn einer ruft: ‚Slawa Ukrajini!‘ und Millionen werden antworten: ‚Herojam slawa!“
Schlagworte: Bolschewiki, Charkow, Deutschland, Geschichte, Irkutsk, Jewhen Konowalez, Kiew, Lwiw, Michail Gruschewskij, Nationalismus, Oun, Pawel Skoropadskij, Polen, Russland, Simon Petljura, Slawa Ukrajini, Stepan Bandera, Ukrainische Volksrepublik, Upa, Westukrainische Volksrepublik

Herkunft: https://ukraine-nachrichten.de/wer-wann ... ajini_4846

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Re: Wer kam wann auf die Losung „Slawa Ukrajini!“?

#2 Beitrag von mbert » Freitag 12. Juli 2019, 21:39

Ich finde den Kommentar des Übersetzers nicht ganz glücklich, da er dazu einlädt, Dinge zu "vereinfachen".

Ob die Antwort "Herojam Slawa" nun von der LUN oder der OUN eingeführt wurde, ändert nichts an der politischen Verortung, das stimmt. Nur stützt sich seine Bewertung auf die Tatsache, dass diese Antwort von der OUN verpflichtend eingeführt wurde. Das ist so gesehen ja auch nicht falsch, nur führt das Nicht-Insider auch wieder etwas in die Irre:

1. "Slawa Ukrajini" ist mit verschiedenen Antworten in verschiedensten Formen seit langem in Benutzung. Die vielen Varianten ohne "Herojam Slawa" sind nicht oder weniger historisch "belastet", das geht aber in als "Detail" in der Darstellung und auch der Wahrnehmung vieler ganz einfach unter.

2. Es wäre von Interesse, den Grund für die Popularität der Formel in der unabhängigen Ukraine bis heute näher zu untersuchen. Dazu fallen mir zwei Aspekte ein:
- Die Konservierung und Idealisierung der OUN in Diaspora-Gruppen nach dem Krieg (vgl. Per Anders Rudling, The Return of the Ukrainian Far Right: The Case of VO Svoboda, Seite 230, Routledge Critical Studies in Discourse, 2013, Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...
- Die Tatsache, dass in den Organisationsstrukturen der durch die OUN gegründeten UPA sich breite Bevölkerungsschichten am Wiederstand gegen die Rote Armee und die sowjetische Herrschaft beteiligte - aus ganz pragmatischen Gründen und ohne sich notwendigerweise mit der Idee von integralem Nationalismus zu identifizieren - "transportierte" letztlich auch das "Slawa Ukrajini- Herojam Slawa".

Das ändert nichts daran, dass "faschistischer Ursprung" faktisch richtig ist - die Formulierung trägt aber so isoliert nicht wirklich zur Versachlichung der Debatte bei.

Wenn ich die Medienberichte zum Thema in Deutschland durchsehe, fehlt mir die umfassende Information, die für eine Einordnung notwendig wäre, stattdessen bleibt der Teil, der leicht zu Meinung aus Halbwissen führt.

In dem Kommentar stört mich, dass dort nicht erwähnt wird, dass die Grußformel de facto bereits lange in der Armee im Gebrauch ist. Es wird auch nicht erwähnt, dass die Grußformel einen langen Weg von ihren Ursprüngen in die heutige ukrainische Gesellschaft gemacht hat und heute von den meisten Ukrainern eben nicht als Ausdruck eines totalitär-nationalistischen Weltbildes verwendet wird. Ob man sie mag oder nicht, so gerecht muss man dann doch sein.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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