Allgemeines DiskussionsforumWie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

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Optimist
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#326 Beitrag von Optimist » Samstag 21. Mai 2011, 23:40

freedom, hier in der Ukraine, gibt es auch sehr viele Freiheiten, ich bin darüber glücklich, auch immer dann, wenn Ukrainer darüber nur lachen was Freiheit in Deuschland heisst, Schnell kommt man an die Grenzen, wenn die derzeitige Freiheit der Ukrainer beschnitten werden sollte, von Russland oder Europa... egal....hier leben, hier hören , hier mitsprechen und Einfluss nehmen, alles Andere ist bla bla bla. ..... das gilt auch für andere Themen.
Zuletzt geändert von Optimist am Sonntag 22. Mai 2011, 17:06, insgesamt 1-mal geändert.

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freedom
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#327 Beitrag von freedom » Sonntag 22. Mai 2011, 01:37

Optimist hat geschrieben:freedom, hier in der Ukraine, gibt es auch sehr viele Freiheiten, ich bin darüber glücklich, auch immer dann, wenn Ukrainer darüber nur lachen was Freiheit in Deuschland heisst, Schnell kommt man die Grenzen, wenn die derzeitige Freiheit der Ukrainer beschnitten werden sollte, von Russland oder Europa... egal....hier leben, hier hören , hier mitsprechen und Einfluss nehmen, alles Andere ist bla bla bla. ..... das gilt auch für andere Themen.

Welche Freiheiten hat ein Kiewer mit 2.300 UAH monatlich und welche Freiheiten hat ein HartzIV-Empfänger mit 364 Euro? Über die hohe Aids-Rate in der Ukraine kann ich jedenfalls nur bestürzt sein, denn die fasse ich als Zeichen verantwortungsloser Freiheit auf. "Kondom" dürfte auf Ukrainisch und Russisch gleich lauten, und dass man nicht alles in den Mund nehmen soll, bekommen Kleinkinder in Deutschland sehr früh beigebracht. Soll vernachlässigte Infrastruktur vielleicht als Handlungsfreiheit der zuständigen Regionalverwaltung verstanden werden? Die örtliche Abwesenheit von der Ukraine muss nicht unbedingt zum Bla Bla führen, und erst recht nicht, wenn jemand Ukrainisch lernt.

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Optimist
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#328 Beitrag von Optimist » Sonntag 22. Mai 2011, 10:24

Es ging jetzt nicht um das Geld.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#329 Beitrag von Siggi » Sonntag 22. Mai 2011, 11:34

Optimist hat geschrieben:Es ging jetzt nicht um das Geld.

Er versteht nicht, was Du meinst. Das ist normal. UA ist in den Augen der meisten Deutschen ja nur ein schrecklich armes Land, welches möglichst schnell aus Armut befreit und auf EU Standards gebracht werden muss. Das es durchaus einige Dinge in UA gibt, die das Leben lebenswert machen und die es in DE nicht (mehr) gibt, kann man wohl nur verstehen, wenn man ein wenig im Land selbst gelebt hat.

Gruß
Siggi

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freedom
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#330 Beitrag von freedom » Montag 23. Mai 2011, 01:03

Optimist hat geschrieben:Es ging jetzt nicht um das Geld.

Sicher sind in Deutschland viele Lebensbereiche wesentlich stärker reglementiert als in der Ukraine. Doch, als Arbeitsloser darf ich sogar 21 Tage im Jahr in die Ukraine fahren. Dürfen alle UkrainerInnen zum Urlaub nach Deutschland? Da es also nicht ums Geld geht, wäre es doch sehr nett, Beispiele für ukrainische Freiheiten zu nennen, die es in Deutschland angeblich nicht gibt. Was die sprachliche Freiheit anbelangt, ist das Russisch im Außenhandel und bei den Wissenschaften in der Ukraine Pflicht. Man hat aber die Freiheit, sich auf die Bergspitzen der Karpaten zu setzen und die schönsten Loblieder auf euren Präsidenten singen, doch davon bekäme niemand einen Arbeitsplatz, mit dem er seine Familie ernähren kann. Sich bettelnd vor die Werchovna Rada zu stellen, weil das Einkommen zu gering ist, ist garantiert auch nicht erlaubt. Wie schaut es denn mit der Freiheit der ukrainischen Bevölkerung aus, für bessere Lebensbedingungen zu demonstrieren?

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#331 Beitrag von Sonnenblume » Montag 23. Mai 2011, 08:59

freedom hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Es ging jetzt nicht um das Geld.

Sicher sind in Deutschland viele Lebensbereiche wesentlich stärker reglementiert als in der Ukraine. Doch, als Arbeitsloser darf ich sogar 21 Tage im Jahr in die Ukraine fahren. Dürfen alle UkrainerInnen zum Urlaub nach Deutschland? Da es also nicht ums Geld geht, wäre es doch sehr nett, Beispiele für ukrainische Freiheiten zu nennen, die es in Deutschland angeblich nicht gibt. Was die sprachliche Freiheit anbelangt, ist das Russisch im Außenhandel und bei den Wissenschaften in der Ukraine Pflicht. Man hat aber die Freiheit, sich auf die Bergspitzen der Karpaten zu setzen und die schönsten Loblieder auf euren Präsidenten singen, doch davon bekäme niemand einen Arbeitsplatz, mit dem er seine Familie ernähren kann. Sich bettelnd vor die Werchovna Rada zu stellen, weil das Einkommen zu gering ist, ist garantiert auch nicht erlaubt. Wie schaut es denn mit der Freiheit der ukrainischen Bevölkerung aus, für bessere Lebensbedingungen zu demonstrieren?

Haben Sie in Deutschland einen Arbeitsplatz, mit dem Sie Ihre Familie oder auch nur sich ernähren können?
Ukrainer dürfen visafrei nach Russland fahren, dürfen das Deutsche?
Sie, lieber freedom, dürfen sich auch auf die Bergspitzen setzen und die schönsten Loblieder auf Merkel singen GOOD
Und ja, Ukrainer demonstrieren, zumindest dann, wenn sie denken, sie gewinnen mehr, als sie verlieren. Näheres dazu können Sie in den Ukraineanalysen Nr. 91 nachlesen.
http://www.laender-analysen.de/ukraine/ ... ysen91.pdf

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freedom
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#332 Beitrag von freedom » Montag 23. Mai 2011, 16:15

Sonnenblume hat geschrieben:...Haben Sie in Deutschland einen Arbeitsplatz, mit dem Sie Ihre Familie oder auch nur sich ernähren können? Ukrainer dürfen visafrei nach Russland fahren, dürfen das Deutsche? Sie, lieber freedom, dürfen sich auch auf die Bergspitzen setzen und die schönsten Loblieder auf Merkel singen GOOD Und ja, Ukrainer demonstrieren, zumindest dann, wenn sie denken, sie gewinnen mehr, als sie verlieren. Näheres dazu können Sie in den Ukraineanalysen Nr. 91 nachlesen.
http://www.laender-analysen.de/ukraine/ ... ysen91.pdf

Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein. Demzufolge beschränkt sich Ernährung nicht nur auf den physischen Aspekt des menschlichen Daseins. Haben Sie schon etwas vom Begriff der Lebensqualität gehört? Entschuldigung, aber mein Verständnis von Menschenwürde geht über arbeiten, essen, trinken, schlafen und dem Produzieren neuer Industriesklaven hinaus. Nein, ich habe trotz guter Ausbildung und zahlreicher Qualifizierungen seit Jahren keinen Arbeitsplatz, von dem ich mich oder meine Familie gesund ernähren könnte. Dafür aber Ordner voller Sozialgerichtsverfahren wegen dieser HartzIV-Illusion und ignoranter Staatsbediensteter. Schaue ich mir die Pressefreiheit und die Menschenrechtssituation in Russland an, beneide ich keinen Ukrainer wegen der Visafreiheit. Gestatten Sie mir bitte, aus Ukraineanalysen Nr. 91 zu zitieren:"Die einzigen Proteste jedoch, die landesweit stattfanden, waren die der Studenten und Kleinunternehmer. Im Oktober 2010 beteiligten sich ungefähr 20.000 Studenten an Protesten in mehreren Städten. Ein paar Monate darauf protestierten die bisher noch nie über kollektive Protestaktionen organisierten Kleinunternehmer, die den Hauptplatz Kiews erst nach mehreren Tagen und infolge einer polizeilichen Räumungsaktion verließen. Arbeiterproteste auf nationaler Ebene gab es jedoch nicht. Trotz reger, aber unkoordinierter Protestaktivität in den Regionen, fanden ukraineweite Arbeiterdemonstrationen oder Streiks nicht statt. Die Arbeiterproteste blieben regional begrenzt und hatten somit keine Wirkung auf die nationale Politik."
In der Ukraine ist es prinzipiell nicht anders als in Deutschland: Wer bereits für den Rest des Lebens monetär sorgenfrei leben kann, wird von der Regierung weiterhin mit dem Geld versorgt, das denen vorenthalten wird, die es für eine gesunde Lebensweise benötigen. Wir haben zum Glück nicht mit einer konkurrierenden Zweitsprache zu kämpfen, dafür aber mit unverständlichen, pseudo-juristischen und verlogenen Bescheiden bzw. Gerichtsurteilen. Mit anderen Worten, die deutsche Sprache wird immer öfter zur Tatsachenverdrehung und Rechtsbeugung missbraucht. Ich befürchte, dass es nicht lange dauern dürfte, bis das Forumsthema aufgeworfen wird:"Wie soll mit der Rechtsbeugung durch Sprachenmissbrauch in der ukrainischen Rechtssprechung umgegangen werden?"
Zuletzt geändert von freedom am Montag 23. Mai 2011, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#333 Beitrag von howerla » Montag 23. Mai 2011, 16:18

Sonnenblume:
Ukrainer dürfen visafrei nach Russland fahren, ..?


Für die Ukrainer darf man ohne Visum für 90 Tage nach Russland einreisen, umgeckert auch.
Sonnenblume, können Ukrainer in Russland Ukrainisch sprechen, gibt es da welche Vorurteile gegen Ukrainisch sprechende Menschen?? Wie werden diese empfangen? Oder man schweigt lieber oder versucht NUR Russisch zu sprechen, damit keiner merkt?
Wie sieht es in Deiner Realität aus.
Danke
Zuletzt geändert von howerla am Montag 23. Mai 2011, 16:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#334 Beitrag von Sonnenblume » Montag 23. Mai 2011, 16:40

howerla hat geschrieben:
Sonnenblume:
Haben Sie in Deutschland einen Arbeitsplatz, mit dem Sie Ihre Familie oder auch nur sich ernähren können?
Ukrainer dürfen visafrei nach Russland fahren, dürfen das Deutsche?
Sie, lieber freedom, dürfen sich auch auf die Bergspitzen setzen und die schönsten Loblieder auf Merkel singen GOOD
Und ja, Ukrainer demonstrieren, zumindest dann, wenn sie denken, sie gewinnen mehr, als sie verlieren.


Für die Ukrainer darf man ohne Visum für 90 Tage nach Russland einreisen, umgeckert auch.
Sonnenblume, können Ukrainer in Russland Ukrainisch sprechen, gibt es da welche Vorurteile gegen Ukrainisch sprechende Menschen?? Wie werden diese empfangen? Oder man schweigt lieber oder versucht NUR Russisch zu sprechen, damit keiner merkt?
Wie sieht es in Deiner Realität aus.
Danke


Ich habe bisher noch nicht erlebt, dass Ukrainer, die auf der Straße ukrainisch sprechen, anders behandelt werden, als Leute, die russisch sprechen. Ich war öfter mit meinen ukrainischen Freunden hier in Moskau unterwegs und habe keine Anfeindungen erlebt. Im Gegenteil, viele Russen haben aus Sowjetzeiten noch freundschaftliche oder verwandschaftliche Beziehungen zur Ukraine und fanden das Bestreben beider Regierungen, den anderen anzufeinden, sehr unschön.
Aber viele Ukrainer sprechen ja russisch und das tun sie dann auch, wenn sie Russland besuchen. Hat in Geschäften und Restaurants schon Vorteile ;)

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#335 Beitrag von freedom » Montag 23. Mai 2011, 16:41

howerla hat geschrieben:
Sonnenblume:
Haben Sie in Deutschland einen Arbeitsplatz, mit dem Sie Ihre Familie oder auch nur sich ernähren können?
Ukrainer dürfen visafrei nach Russland fahren, dürfen das Deutsche?
Sie, lieber freedom, dürfen sich auch auf die Bergspitzen setzen und die schönsten Loblieder auf Merkel singen GOOD
Und ja, Ukrainer demonstrieren, zumindest dann, wenn sie denken, sie gewinnen mehr, als sie verlieren.

Für die Ukrainer darf man ohne Visum für 90 Tage nach Russland einreisen, umgekehrt auch.

Für gut betuchte russische Staatsbürger, die Urlaub auf der Krim machen, mag die 90-tägige Visafreiheit ein großer Vorteil sein, aber nicht für den normalen ukrainischen Staatsbürger, der in Russland arbeiten möchte. Deutsche Staatsbürger müssen selbst für einen Kurzurlaub in St. Petersburg bei der Visabeantragung einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen erbringen, um den Verbleib in Russland auszuschließen. Es soll ja Deutsche geben, die die Lebensverhältnisse in Russland attraktiv finden, doch soviele dürften es nicht sein, um deswegen einen Visazwang einzuführen.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#336 Beitrag von Sonnenblume » Montag 23. Mai 2011, 16:46

freedom hat geschrieben:Für gut betuchte russische Staatsbürger, die Urlaub auf der Krim machen, mag die 90-tägige Visafreiheit ein großer Vorteil sein, aber nicht für den normalen ukrainischen Staatsbürger, der in Russland arbeiten möchte. Deutsche Staatsbürger müssen selbst für einen Kurzurlaub in St. Petersburg bei der Visabeantragung einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen erbringen, um den Verbleib in Russland auszuschließen. Es soll ja Deutsche geben, die die Lebensverhältnisse in Russland attraktiv finden, doch soviele dürften es nicht sein, um deswegen einen Visazwang einzuführen.

Der Visazwang mit Offenlegung über regelmäßiges Einkommen ist meiner Meinung nach nur eine Retourkutsche für die Visabedingungen für Russen, die nach Deutschland wollen.
Der normale ukrainische Staatsbürger muß halt, wenn er in Russland arbeiten will, ein Arbeitsvisum beantragen. Was ist daran falsch? Für alles andere werden die 90 Tage ja wohl reichen.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#337 Beitrag von howerla » Montag 23. Mai 2011, 16:49

Sonnenblume hat geschrieben:
howerla hat geschrieben:

Ich habe bisher noch nicht erlebt, dass Ukrainer, die auf der Straße ukrainisch sprechen, anders behandelt werden, als Leute, die russisch sprechen. Ich war öfter mit meinen ukrainischen Freunden hier in Moskau unterwegs und habe keine Anfeindungen erlebt. Im Gegenteil, viele Russen haben aus Sowjetzeiten noch freundschaftliche oder verwandschaftliche Beziehungen zur Ukraine und fanden das Bestreben beider Regierungen, den anderen anzufeinden, sehr unschön.
Aber viele Ukrainer sprechen ja russisch und das tun sie dann auch, wenn sie Russland besuchen. Hat in Geschäften und Restaurants schon Vorteile ;)


Die Abstempellungen wie "Banderowez" oder "zapadenez" sind gar nicht üblich? wenn jemand Ukrainisch spricht oder Russisch aber mit dem Akzent?
Zuletzt geändert von howerla am Montag 23. Mai 2011, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#338 Beitrag von Sonnenblume » Montag 23. Mai 2011, 16:55

howerla hat geschrieben:Die Abstempellungen wie "Banderowez" oder "zapadenez" sind gar nicht üblich? wenn jemand Ukrainisch spricht oder Russisch mit Akzent?


Ich habe dergleichen noch nicht erlebt!
Es ist eher das Gegenteil der Fall, immer wenn ich erzähle, dass ich, bevor ich nach Moskau kam, mehrere Jahre in der Ukraine gelebt habe, erzählt mir jeder Zweite, dass er Verwandte oder Freunde in der Ukraine hat oder selbst dort gewohnt hat. Und ich werde ausgefragt, wo es mir besser gefällt ;)

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#339 Beitrag von howerla » Montag 23. Mai 2011, 17:01

howerla hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:
howerla hat geschrieben:Aber viele Ukrainer sprechen ja russisch und das tun sie dann auch, wenn sie Russland besuchen. Hat in Geschäften und Restaurants schon Vorteile ;)


Wäre es auch nicht angebrachter, wenn die Besucher aus Russland in der Ukraine auch mal Ukrainisch sprechen würden? hätten auch mehr Vorteile :-)

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#340 Beitrag von Sonnenblume » Montag 23. Mai 2011, 17:11

howerla hat geschrieben:Wäre es auch nicht angebrachter, wenn die Besucher aus Russland in der Ukraine auch mal Ukrainisch sprechen würden? hätten auch mehr Vorteile :-)

Die es können, tun es bestimmt. Ich jedenfalls mach das, sogar schon im Flugzeug dahin :)
Muß jetzt los -bye bye bis bald mal wieder...

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#341 Beitrag von lev » Montag 23. Mai 2011, 17:42

howerla hat geschrieben:Die Abstempellungen wie "Banderowez" oder "zapadenez" sind gar nicht üblich? wenn jemand Ukrainisch spricht oder Russisch aber mit dem Akzent?

Sicher gibt es diese Äußerungen, aber die kommen dann von Typen mit einem IQ von unter 10 und somit kann man dies mit einem mitleidigem Lächeln begegenen.
Das man nur an Hand der Sprache auf ein politisches Lager fixiert wird, passiert nicht nur in der Ukraine bzw. Russland.
Als ich mit meiner Tochter in London durch eine Unterführung ging wurden wir lautstark mit dem Hitlerguß bedacht. Denen ist es egal ob, du mit den Rechts- Links oder den Mitteparteien sympatisierst.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#342 Beitrag von howerla » Montag 23. Mai 2011, 17:53

Sonnenblume hat geschrieben:
howerla hat geschrieben:Die Abstempellungen wie "Banderowez" oder "zapadenez" sind gar nicht üblich? wenn jemand Ukrainisch spricht oder Russisch mit Akzent?


Ich habe dergleichen noch nicht erlebt!
Es ist eher das Gegenteil der Fall, immer wenn ich erzähle, dass ich, bevor ich nach Moskau kam, mehrere Jahre in der Ukraine gelebt habe, erzählt mir jeder Zweite, dass er Verwandte oder Freunde in der Ukraine hat oder selbst dort gewohnt hat. Und ich werde ausgefragt, wo es mir besser gefällt ;)


ich als Ukrainer habe das schon erlebt.
In der Ukraine in Kyiw und neulich sogar in Deutschland.
Ich habe einige Arbeitskollegen aus Russland. Als ich einen aus Moskau kennenlernte stellte ER
mir schon nach ein paar Minuten folgende Fragen, obwohl wir ein ganz anderes Thema hatten.
Warum mein Russisch nicht akzentfrei sei?
Warum fallen mir manchmal deutsche Wörter schneller als die russische ein?
Dannach, wo kommst du denn genau aus der Ukraine her? - Ach so, alles klar,aus dem Westen : - und somit >>> Zapadenez, Banderowez, Skinhad... usw. Na dann, du bist kein normaler Ukrainer.
Und dabei fing alles so gut an...
Ob so eine gute Freundschaft entstehen kann?
Der Russe aus Moskau hat selbst in Deutschland vergessen, dass er ein "zapadenez"ist, da er selbst ja im Westen ist.

Deshalb ich kann mir in Russland sowas noch gravierender vorstellen.
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#343 Beitrag von lev » Montag 23. Mai 2011, 17:55

freedom hat geschrieben:Für gut betuchte russische Staatsbürger, die Urlaub auf der Krim machen, mag die 90-tägige Visafreiheit ein großer Vorteil sein, aber nicht für den normalen ukrainischen Staatsbürger, der in Russland arbeiten möchte. Deutsche Staatsbürger müssen selbst für einen Kurzurlaub in St. Petersburg bei der Visabeantragung einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen erbringen, um den Verbleib in Russland auszuschließen. Es soll ja Deutsche geben, die die Lebensverhältnisse in Russland attraktiv finden, doch soviele dürften es nicht sein, um deswegen einen Visazwang einzuführen.

Hier liegt Sonnenblume vollkommen richtig. Das Deutsche Staatsbürger bei der Visabeantragung nach Russland einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen erbringen müssen, um den Verbleib in Russland auszuschließen ist eine klassische Retourkutsche bzw. das sogenannte „Prinzip der Gegenseitigkeit“.
Damit versuche man die gleichen Maßnahmen, die russische Staatsbürger bei der Einreise nach Deutschland erfüllen müssen, aufzugreifen.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#344 Beitrag von freedom » Montag 23. Mai 2011, 19:05

lev hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:Für gut betuchte russische Staatsbürger, die Urlaub auf der Krim machen, mag die 90-tägige Visafreiheit ein großer Vorteil sein, aber nicht für den normalen ukrainischen Staatsbürger, der in Russland arbeiten möchte. Deutsche Staatsbürger müssen selbst für einen Kurzurlaub in St. Petersburg bei der Visabeantragung einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen erbringen, um den Verbleib in Russland auszuschließen. Es soll ja Deutsche geben, die die Lebensverhältnisse in Russland attraktiv finden, doch soviele dürften es nicht sein, um deswegen einen Visazwang einzuführen.

Hier liegt Sonnenblume vollkommen richtig. Das Deutsche Staatsbürger bei der Visabeantragung nach Russland einen Nachweis über regelmäßiges Einkommen erbringen müssen, um den Verbleib in Russland auszuschließen ist eine klassische Retourkutsche bzw. das sogenannte „Prinzip der Gegenseitigkeit“. Damit versuche man die gleichen Maßnahmen, die russische Staatsbürger bei der Einreise nach Deutschland erfüllen müssen, aufzugreifen.

Mag es dahingestellt sein, ob mit dem Visazwang für deutsche Staatsbürger in Russland, dem "Prinzip der Gegenseitigkeit" gefolgt wird. Deutschland muss sich jedenfalls vor Straftaten durch osteuropäische, insbesondere russische und ukrainische, Staatsbürger schützen. Sei es gegen Gewaltkriminalität oder gegen illegalen Aufenthalt, wie öffentliche Statistiken belegen. Was die einen als Freiheit bezeichnen, betrachten andere als niedrige Hemmschwelle oder unangemessenes Sozialverhalten. Damit soll keine Pauschal-Zuweisung von bestimmten Eigenschaften erfolgen, sondern bestimmte Problematiken erwähnt werden, die im Alltagsgeschehen bisher festgestellt wurden.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#345 Beitrag von freedom » Montag 23. Mai 2011, 19:30

lev hat geschrieben:
howerla hat geschrieben:Die Abstempelungen wie "Banderowez" oder "zapadenez" sind gar nicht üblich? wenn jemand Ukrainisch spricht oder Russisch aber mit dem Akzent?

Sicher gibt es diese Äußerungen, aber die kommen dann von Typen mit einem IQ von unter 10 und somit kann man dies mit einem mitleidigem Lächeln begegnen. Dass man nur an Hand der Sprache auf ein politisches Lager fixiert wird, passiert nicht nur in der Ukraine bzw. Russland. Als ich mit meiner Tochter in London durch eine Unterführung ging wurden wir lautstark mit dem Hitlergruß bedacht. Denen ist es egal ob, du mit den Rechts- Links oder den Mitteparteien sympatisierst.

Ganz so einfach wird ein persönlich Betroffener die Abstempelung wie "Banderowez" nicht hinnehmen können, wenn es als Beleidigung bzw. Ehrverletzung gemeint ist. Schlimmer wird es für denjenigen, wenn daraus Mobbing, Ausgrenzung oder andere Nachteile entstehen. In Deutschland ist das Zeigen des "Hitlergrußes" unter Strafe gestellt. Wahrscheinlich auch in Großbritannien, sonst wären die Kerle nicht nur in einer Unterführung so mutig. Übrigens, wer schwer ist es für jemanden, der Ukrainisch beherrscht, Russisch zu lernen und umgekehrt?

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#346 Beitrag von Sonnenblume » Montag 23. Mai 2011, 20:25

freedom hat geschrieben: Übrigens, wer schwer ist es für jemanden, der Ukrainisch beherrscht, Russisch zu lernen und umgekehrt?

Es ist ähnlich schwer wie für einen Deutschen, Niederländisch zu lernen und umgekehrt.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#347 Beitrag von Sonnenblume » Montag 23. Mai 2011, 20:32

howerla hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben:
howerla hat geschrieben:Die Abstempellungen wie "Banderowez" oder "zapadenez" sind gar nicht üblich? wenn jemand Ukrainisch spricht oder Russisch mit Akzent?


Ich habe dergleichen noch nicht erlebt!
Es ist eher das Gegenteil der Fall, immer wenn ich erzähle, dass ich, bevor ich nach Moskau kam, mehrere Jahre in der Ukraine gelebt habe, erzählt mir jeder Zweite, dass er Verwandte oder Freunde in der Ukraine hat oder selbst dort gewohnt hat. Und ich werde ausgefragt, wo es mir besser gefällt ;)


ich als Ukrainer habe das schon erlebt.
In der Ukraine in Kyiw und neulich sogar in Deutschland.
Ich habe einige Arbeitskollegen aus Russland. Als ich einen aus Moskau kennenlernte stellte ER
mir schon nach ein paar Minuten folgende Fragen, obwohl wir ein ganz anderes Thema hatten.
Warum mein Russisch nicht akzentfrei sei?
Warum fallen mir manchmal deutsche Wörter schneller als die russische ein?
Dannach, wo kommst du denn genau aus der Ukraine her? - Ach so, alles klar,aus dem Westen : - und somit >>> Zapadenez, Banderowez, Skinhad... usw. Na dann, du bist kein normaler Ukrainer.
Und dabei fing alles so gut an...
Ob so eine gute Freundschaft entstehen kann?
Der Russe aus Moskau hat selbst in Deutschland vergessen, dass er ein "zapadenez"ist, da er selbst ja im Westen ist.

Deshalb ich kann mir in Russland sowas noch gravierender vorstellen.
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Das tut mir leid.
Vielleicht habe ich einfach Glück, da ich mir aussuchen kann, mit wem ich mich umgebe.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#348 Beitrag von Minuteman » Montag 23. Mai 2011, 21:45

freedom hat geschrieben:Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein. Demzufolge beschränkt sich Ernährung nicht nur auf den physischen Aspekt des menschlichen Daseins. Haben Sie schon etwas vom Begriff der Lebensqualität gehört? Entschuldigung, aber mein Verständnis von Menschenwürde geht über arbeiten, essen, trinken, schlafen und dem Produzieren neuer Industriesklaven hinaus. Nein, ich habe trotz guter Ausbildung und zahlreicher Qualifizierungen seit Jahren keinen Arbeitsplatz, von dem ich mich oder meine Familie gesund ernähren könnte. Dafür aber Ordner voller Sozialgerichtsverfahren wegen dieser HartzIV-Illusion und ignoranter Staatsbediensteter. "


Zwar off-topic, aber:
Wenn ich sowas lesen muß, wird mir übel, um es gelinde auszudrücken.
Trotz guter Ausbildung und Qualifikation kein, oder kein richtiger Arbeitsplatz? In Deutschland? Seit Jahren?
Lese ich das richtig?
Dann haben Sie entweder zu hohe Ansprüche, die Ihrer Qualifikation nicht entsprechen, sind faul oder haben keine Willen dahin zu ziehen wo Menschen mit ihrer Ausbildung und Qualifikation gebraucht werden.
Keine Frage, es kann jeden mal "erwischen" und ich gestehe auch Menschen das Recht zu Sozialleistungen ( die von der arbeitenden Bevölkerung erbracht werden ) in Anspruch zu nehmen. Eine alleinerziehende Mutter hat es wirklich nicht leicht. Aber sie als Mann, und Familienvater seit Jahren keinen Job. Für mich ein schlechter Witz.
Wahrscheinlich entstehen dem Steuerzahler auch noch Kosten für ihre angestrengten Gerichtsvefahren!

Ich kenne hier viele Russen und einige Ukrainer, die trotz guter Ausbildung, die teilweise nicht annerkannt ist, im Niedriglohnsektor arbeiten. Das find ich auch nicht toll, aber dem zolle ich bei weitem mehr Respekt, als einem Deutschen der wartet bis ihm die gegrillten Hähnchen in den Mund fliegen. Auf Kosten der Allgemeinheit natürlich. Denn Merkel und die Bundesregierung zahlt die Transferleistungen nicht.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#349 Beitrag von howerla » Montag 23. Mai 2011, 22:45

Sonnenblume hat geschrieben:
howerla hat geschrieben:Das tut mir leid.
Vielleicht habe ich einfach Glück, da ich mir aussuchen kann, mit wem ich mich umgebe.


seit solchem nicht einem Vorfall der Wunsch sich mit den Russen umzugeben reduziert sich sehr stark.
Aber ich bin offen und hoffe, dass bei meiner Reise nach Russland sowas werde ich nicht erleben.
Die schlimmste Frage seitens Russen war:
Kommst Du aus der Ukraine?-ja.
Warum sprichst Du denn Ukrainisch?

Könnt Ihr euch vorstellen:
Du kommst aus DE. - Warum sprichst Du Deutsch? (und nicht Franz....)
Wahrscheinlich "Glück" auch in dem, wenn man ukrainische Sprache und Staatsangehörigkeit verpönt und erst dann werde man zu einem/r "normalen" UkrainerIn, russischsprechenden versteht sich.
Соняшник! Du bist herzlich willkommen in der Westukraine, und nimm ein paar Russen mit, unbedingt.

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howerla
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#350 Beitrag von howerla » Montag 23. Mai 2011, 22:48

Sonnenblume hat geschrieben:
freedom hat geschrieben: Übrigens, wer schwer ist es für jemanden, der Ukrainisch beherrscht, Russisch zu lernen und umgekehrt?

Es ist ähnlich schwer wie für einen Deutschen, Niederländisch zu lernen und umgekehrt.


Es ist nicht schwer, da die Grammatik schon ziemlich ähnlich ist.
Aber die Aussprache, die Schreibweise ist teilweise anders.
Z.B.:
Kyiw (ua)
Kiew(ru)

Sonnenblume
соняшник (ua)
[ßonjaschnyk]

[podßolnuch]
подсолнух(ru)

Trotzdem will die russischspechende Bevölkerung in der Ukraine
noch Russisch als zweite Amtssprache anerkannt zu haben
(um sich vom Erlernen der Ukrainischen Staatssprache zu befreien, vermutlich).

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