Allgemeines DiskussionsforumWie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#576 Beitrag von Sonnenblume » Samstag 15. Oktober 2011, 23:18

Minuteman hat geschrieben: Vermutlich ja, vor Ort ist man sicher näher am Geschehen!
Aber man kan ja auch jahrelang in einem fremden Land leben und kein Interesse an den Menschen haben, oder?
Dann ist man zwar direkt da, aber trotzdem irgendwie weit weg!
Inwieweit die Residenten in der Ukraine mehr Interesse an den Menschen des Landes haben, läßt sich schwer beurteilen.
Vermutlich läßt sich Interesse an den Menschen und dem Land auch daran messen, inwieweit diese bereit sind, sich zumindest sprachlich zu integrieren. Kann es sein, daß hauptsächlich die Residenten, die entweder Pensionäre sind oder nur da wohnen und einen Telearbeitsplatz haben, gerade mal Grundkenntnisse ( wenn überhaupt ) der jeweiligen Landessprache aufbringen? Und nicht nur in der Ukraine, nach jahrelangem Aufenthalt?
Du lebst ja nun seit Jahren dort und sprichst sicher fliessend russisch, oder?
Bei Mbert weiß ich um seine sehr guten Ukrainisch-Kenntnisse, daß ich auf gut deutsch "mit den Ohren schlackere", und ihm da höchsten Respekt zolle. Obwohl er nicht so oft in der Ukraine verweilt. Für mich persönlich zeigt dies einen sehr hohen Grad an Interesse!
Menschen, die nicht dort leben, daß Interesse an den Menschen in Frage zu stellen, oder daß sie nicht so genau wissen was die Menschen dort bewegt, bloß weil sie sich nicht täglich über die misslichen Lebensumstände der Menschen in der Ukraine im Forum schreiben, halte ich für bedenklich.
Ich halte für bedenklich, Menschen in Gruppen einzuteilen wie: Residenten sind so, in Deutschland lebende Ukrainischsprachige sind so usw.
Kein Resident ist wie der Andere und kein Deutscher ist wie der Andere, egal ob er Ukrainisch, Russisch oder Chinesisch oder gar keine Fremdsprache spricht.
Ich unterstelle mal, dass uns alle hier im Forum das Interesse an der Ukraine bzw. ihren Menschen eint und dass wir uns alle wünschen, dass es ihnen besser gehen soll.
Doch der Weg dahin ist genauso strittig, wie die Frage, worin besteht denn dieses "besser".
Keiner hat den Königsweg und ich glaube, es gibt ihn auch nicht. Aber sich darüber auszutauschen, muß doch nicht zu unterschwelligen Vorwürfen führen.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#577 Beitrag von Minuteman » Sonntag 16. Oktober 2011, 09:43

Sonnenblume hat geschrieben: Ich unterstelle mal, dass uns alle hier im Forum das Interesse an der Ukraine bzw. ihren Menschen eint und dass wir uns alle wünschen, dass es ihnen besser gehen soll.
Doch der Weg dahin ist genauso strittig, wie die Frage, worin besteht denn dieses "besser".
Keiner hat den Königsweg und ich glaube, es gibt ihn auch nicht. Aber sich darüber auszutauschen, muß doch nicht zu unterschwelligen Vorwürfen führen.
Sehe ich auch so.
Frank Sinatra würde sagen: "I did it my way"

Es gibt Menschen die schreiben überhaupt nicht in einem Ukraineforum, fahren aber mehrmals im Jahr einen Truck mit Hilfgütern in die Ukraine, oder sammeln Spenden. Ehrenamtlich!

Andere übersetzen Artikel aus den ukrainischen Medien ins deutsche um sie Interessierten näher zu bringen, die nicht so gut russisch oder ukrainisch sprechen.

Vor ziemlich genau zwei Monaten ist Lesia Bandera in Kanada verstorben. Ich weiß nicht wie oft sie in der Ukraine war. Ihr Lebenswerk bestand unter anderem darin, den Kindern der Exilukrainer Sprache und Kultur der Ukraine näherzubringen und die geschichtliche Aufarbeitung des Holodomor.

Vielleicht wissen diese Menschen nicht, daß der Produkti nebenan wieder mit den Preisen für Grundnahrungsmittel angezogen hat! Vielleicht "fühlen" diese Menschen die Situation nicht vor Ort, aber sie fühlen "MIT" den Menschen in der Ukraine. Und nur darauf kommt es m.E. an.

Und genauso könnt ich die Frage in den Raum werfen, was es bringt wenn ich mich 20 Seiten über die Misstände und/oder die vorhandenen Defizite der Menschen in der Ukraine auslasse?
Egal ob wir uns über Geschichte, Politik oder Sprachen hier austauschen, es ändert nichts an der Situation.
Aber es ist ein Austausch und zeigt das Interesse an Land und Menschen. Egal wo man lebt!

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#578 Beitrag von eurojoseph » Sonntag 16. Oktober 2011, 11:10

Minuteman hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben: Ich unterstelle mal, dass uns alle hier im Forum das Interesse an der Ukraine bzw. ihren Menschen eint und dass wir uns alle wünschen, dass es ihnen besser gehen soll.
Doch der Weg dahin ist genauso strittig, wie die Frage, worin besteht denn dieses "besser".
Keiner hat den Königsweg und ich glaube, es gibt ihn auch nicht. Aber sich darüber auszutauschen, muß doch nicht zu unterschwelligen Vorwürfen führen.
Sehe ich auch so.
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Es gibt Menschen die schreiben überhaupt nicht in einem Ukraineforum, fahren aber mehrmals im Jahr einen Truck mit Hilfgütern in die Ukraine, oder sammeln Spenden. Ehrenamtlich!

Andere übersetzen Artikel aus den ukrainischen Medien ins deutsche um sie Interessierten näher zu bringen, die nicht so gut russisch oder ukrainisch sprechen.

Vor ziemlich genau zwei Monaten ist Lesia Bandera in Kanada verstorben. Ich weiß nicht wie oft sie in der Ukraine war. Ihr Lebenswerk bestand unter anderem darin, den Kindern der Exilukrainer Sprache und Kultur der Ukraine näherzubringen und die geschichtliche Aufarbeitung des Holodomor.

Vielleicht wissen diese Menschen nicht, daß der Produkti nebenan wieder mit den Preisen für Grundnahrungsmittel angezogen hat! Vielleicht "fühlen" diese Menschen die Situation nicht vor Ort, aber sie fühlen "MIT" den Menschen in der Ukraine. Und nur darauf kommt es m.E. an.

Und genauso könnt ich die Frage in den Raum werfen, was es bringt wenn ich mich 20 Seiten über die Misstände und/oder die vorhandenen Defizite der Menschen in der Ukraine auslasse?
Egal ob wir uns über Geschichte, Politik oder Sprachen hier austauschen, es ändert nichts an der Situation.
Aber es ist ein Austausch und zeigt das Interesse an Land und Menschen. Egal wo man lebt!
Übrigens bin ich froh, das die Preise für Lebensmittel in der UA wieder kräftig gefallen sind - es war furchtbar wenn meine Frau bei diesem und jenem sagte - war es Gemüse, waren es Milchprodukte oder manche Wurst - oh das ist billiger als in der Ukraine ....die Vorstellung man müsste zwischendurch fast schon "Fresspakete" schicken (ich übertreibe natürlich ein bisschen ) hatte schon was bedrohliches - natürlich schicken wir zwischendurch auch mal Genussmittel - so oft fahren wir eben auch nicht - aber da ging es nie um billige Lebensmittel....is schon bexxxissen, wie diese ukrainische Lebensmittelmafia die Menschen dort ausplündert, wo sie sich am wenigsten wehren können - gut das Gretschka endlich wieder billig ist - und ich hoff Zucker auch - wie könnte mein Schwiegervater sonst auch wieder seinen "uschas samogon" brennen....
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#579 Beitrag von Kurt Simmchen - galizier » Sonntag 16. Oktober 2011, 20:09

Was ist wichtig?
Eine gute Frage. Klar, wir tauschen uns über die Notwendigkeit einer nationalen Identität aus am Beispiel einer gemeinsamen Sprache als Schlüssel zu einer nationalen Kultur, aber wer nicht weiß woher er kommt, weiß auch nicht wohin ihn morgen sein weg führen wird.
Was geblieben von der rebellischen Kosakenkultur, wo ist der Pioniergeist der Siedler in den Karpaten?
Warum haben wir in der Bewahrung der Kultur so riesige Unterschiede z.B. Zwischen der Bukowina und Galizien?

Preise sind wichtig um den Lebensunterhalt zu planen und zu gestalten, aber genauso wichtig sind Fragen der Zukunft für Kinder und Jugendliche.
Arbeit ist da, aber keiner will berechnet nach der hiesigen Produktivität bezahlt werden. Arbeiten wie in der Ukraine aber Lohn wie in Deutschland.

Warum habe ich nach dem Geist der Kosaken gefragt? Wir brauchen in der Ukraine neue Kosaken deren Säbel modernes Wissen und neue Ideen sind.
Wir brauchen in Europa kein Mitleid für die Menschen in der UA, wir brauchen Anleitung zur Selbsthilfe. Und wenn sie nicht ablassen von den ewigen "snaju..." oder "umejem...", dann muss man sie auch mal in ihrem Wissen und Können sitzen lassen.

Also nicht so viele Hilfssendungen für die persönliche Konsumtion der Ärmsten und Armen, die insgesamt gesehen kontraproduktiv sind,
sondern Angebote für eine selbständige Arbeit.
Zum einen kann man sich in Hilfslieferungen einrichten und zum anderen entlastet man den Staat in seinen Pflichten und zum anderen entsteht so auch kein Druck im Kessel, wächst kein Aufbegehren gegen die Ursachen der Misere.

Aber dazu braucht man ein Bindeglied in der Nation. Alle müssen sich als Ukrainer fühlen und sich auch verstehen, nicht nur im Hunger sondern auch im Zugang zu den kulturellen Werten der Ukraine.

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Optimist
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#580 Beitrag von Optimist » Sonntag 16. Oktober 2011, 21:20

Sehr gut, sehe ich auch so. Aber ich bin der Meinung, dass von diesen gesuchten Menschen es genug gibt und noch mehr gab. Aber diese werden jeden Tag von Korruption und Selbstbereicherung der Führungsriege gebremst.

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UlrichWW56244
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#581 Beitrag von UlrichWW56244 » Montag 17. Oktober 2011, 12:10

Optimist hat geschrieben:Sehr gut, sehe ich auch so. Aber ich bin der Meinung, dass von diesen gesuchten Menschen es genug gibt und noch mehr gab. Aber diese werden jeden Tag von Korruption und Selbstbereicherung der Führungsriege gebremst.

Auch hier widerspreche ich. Die Korruption ist so etwas wie eine nationale Selbstverleugnung geworden, und hat laengst ALLE Kreise der Gesellschaft erfasst. Der arbeitswuetige Ukrainer, der nur an Recht und Gesetz glaubt, und ansonsten gepeinigt von der Obrigkeit sich nicht entfalten kann, den gibt es sicher, aber nun wieder eine Generallinie daraus zu machen halte ich fuer verkehrt. Nach meiner Meinung ist das gesamte Staatswesen korrumpiert. Die Frage, warum da nichts gemacht wird, die laesst sich natuerlich klar beantworten, in einem fast rechtsfreien raum lassen sich die besten, wenn auch dunklen Geschaefte machen.
Ich denke, man braucht sich nur das verhalten der entsprechenden Zollbehaerden hier anzuschauen. In Bulgarien z.b deutlich anders. Dieses land wird von Oligarchen beherrscht, die es geschafft haben eine willfaherige Regierung zu etablieren. Hier erlebe ich es immer wieder das gesagt wird : bloss nicht auffallen, weder unangenehm, noch gar angenehm. Denn wer erst einmal in den faengen des Steuerbueros ist, der hat schon verloren. Habe gestern mit einem Deutschen gesprochen, der hier seit 2,5 jahren arbeitet, und sich ueberlegte, hier selbststaendig zu machen. Korruption verhindert es, und die nach wie vor mangelnde rechtsstaatlichkeit. Solange eine Regierung an der Macht ist wie die jetzige, wird sich gar nicht aendern. Und Unternehemen wie Ikea, die k=ja hier in Odessa ein grosses Auslieferungslager bauen wollten, stellen ihre Plaene ein. Und diesbezueglich, ob es manchem nun behagt oder nicht, muss immer wiederdie rolle Russlands betont werden. Dieses land ist in weiten Teilen instabil, existiert nur , weil die Menschen hier eben oft einfach findiger sind, als die Gauner, die sie ueber den Loeffel balbieren wollen.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#582 Beitrag von Sonnenblume » Montag 17. Oktober 2011, 12:24

Bis auf diesen Satz
UlrichWW56244 hat geschrieben:Und diesbezueglich, ob es manchem nun behagt oder nicht, muss immer wiederdie rolle Russlands betont werden.
gebe ich dir vollkommen recht!

Denn die Korruption in der Ukraine hat eine sehr sehr lange "Tradition"!

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#583 Beitrag von eurojoseph » Montag 17. Oktober 2011, 13:57

UlrichWW56244 hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Sehr gut, sehe ich auch so. Aber ich bin der Meinung, dass von diesen gesuchten Menschen es genug gibt und noch mehr gab. Aber diese werden jeden Tag von Korruption und Selbstbereicherung der Führungsriege gebremst.

Auch hier widerspreche ich. Die Korruption ist so etwas wie eine nationale Selbstverleugnung geworden, und hat laengst ALLE Kreise der Gesellschaft erfasst. Der arbeitswuetige Ukrainer, der nur an Recht und Gesetz glaubt, und ansonsten gepeinigt von der Obrigkeit sich nicht entfalten kann, den gibt es sicher, aber nun wieder eine Generallinie daraus zu machen halte ich fuer verkehrt. Nach meiner Meinung ist das gesamte Staatswesen korrumpiert. Die Frage, warum da nichts gemacht wird, die laesst sich natuerlich klar beantworten, in einem fast rechtsfreien raum lassen sich die besten, wenn auch dunklen Geschaefte machen.
Ich denke, man braucht sich nur das verhalten der entsprechenden Zollbehaerden hier anzuschauen. In Bulgarien z.b deutlich anders. Dieses land wird von Oligarchen beherrscht, die es geschafft haben eine willfaherige Regierung zu etablieren. Hier erlebe ich es immer wieder das gesagt wird : bloss nicht auffallen, weder unangenehm, noch gar angenehm. Denn wer erst einmal in den faengen des Steuerbueros ist, der hat schon verloren. Habe gestern mit einem Deutschen gesprochen, der hier seit 2,5 jahren arbeitet, und sich ueberlegte, hier selbststaendig zu machen. Korruption verhindert es, und die nach wie vor mangelnde rechtsstaatlichkeit. Solange eine Regierung an der Macht ist wie die jetzige, wird sich gar nicht aendern. Und Unternehemen wie Ikea, die k=ja hier in Odessa ein grosses Auslieferungslager bauen wollten, stellen ihre Plaene ein. Und diesbezueglich, ob es manchem nun behagt oder nicht, muss immer wiederdie rolle Russlands betont werden. Dieses land ist in weiten Teilen instabil, existiert nur , weil die Menschen hier eben oft einfach findiger sind, als die Gauner, die sie ueber den Loeffel balbieren wollen.
Also Russland mag ja für viel verantwortlich sein - aber Korruption wird überall "selber" erfunden......das einzige - aber auch das ist nix spezifisch russisches - katholische und orthodoxe Länder sind generell viel, viel korrupter als protestantische Länder (was aber auch nicht nur angenehm ist, mit protestantisch/puritanischer Strenge) Korruption ist meiner Meinung nach ein notwendiges Schmiermittel, solange es sparsam eingesetzt wird - allerdings dieses Schmiermittel wenns zuviel ist, kann das Land ersäufen -
so wie zuviel Motoröl einen kapitalen Motorschaden erzeugen....bei uns (in Ö) gibt es dieses volkstümliche Sprichwort wer gut schmiert, der gut fährt - ich seh das eher so wie bei Paracelsus - die Dosis entscheidet zwischen Heilmittel und Gift....
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#584 Beitrag von UlrichWW56244 » Montag 17. Oktober 2011, 15:01

eurojoseph hat geschrieben:
UlrichWW56244 hat geschrieben: Auch hier widerspreche ich. Die Korruption ist so etwas wie eine nationale Selbstverleugnung geworden, und hat laengst ALLE Kreise der Gesellschaft erfasst. Der arbeitswuetige Ukrainer, der nur an Recht und Gesetz glaubt, und ansonsten gepeinigt von der Obrigkeit sich nicht entfalten kann, den gibt es sicher, aber nun wieder eine Generallinie daraus zu machen halte ich fuer verkehrt. Nach meiner Meinung ist das gesamte Staatswesen korrumpiert. Die Frage, warum da nichts gemacht wird, die laesst sich natuerlich klar beantworten, in einem fast rechtsfreien raum lassen sich die besten, wenn auch dunklen Geschaefte machen.
Ich denke, man braucht sich nur das verhalten der entsprechenden Zollbehaerden hier anzuschauen. In Bulgarien z.b deutlich anders. Dieses land wird von Oligarchen beherrscht, die es geschafft haben eine willfaherige Regierung zu etablieren. Hier erlebe ich es immer wieder das gesagt wird : bloss nicht auffallen, weder unangenehm, noch gar angenehm. Denn wer erst einmal in den faengen des Steuerbueros ist, der hat schon verloren. Habe gestern mit einem Deutschen gesprochen, der hier seit 2,5 jahren arbeitet, und sich ueberlegte, hier selbststaendig zu machen. Korruption verhindert es, und die nach wie vor mangelnde rechtsstaatlichkeit. Solange eine Regierung an der Macht ist wie die jetzige, wird sich gar nicht aendern. Und Unternehemen wie Ikea, die k=ja hier in Odessa ein grosses Auslieferungslager bauen wollten, stellen ihre Plaene ein. Und diesbezueglich, ob es manchem nun behagt oder nicht, muss immer wiederdie rolle Russlands betont werden. Dieses land ist in weiten Teilen instabil, existiert nur , weil die Menschen hier eben oft einfach findiger sind, als die Gauner, die sie ueber den Loeffel balbieren wollen.
Also Russland mag ja für viel verantwortlich sein - aber Korruption wird überall "selber" erfunden......das einzige - aber auch das ist nix spezifisch russisches - katholische und orthodoxe Länder sind generell viel, viel korrupter als protestantische Länder (was aber auch nicht nur angenehm ist, mit protestantisch/puritanischer Strenge) Korruption ist meiner Meinung nach ein notwendiges Schmiermittel, solange es sparsam eingesetzt wird - allerdings dieses Schmiermittel wenns zuviel ist, kann das Land ersäufen -
so wie zuviel Motoröl einen kapitalen Motorschaden erzeugen....bei uns (in Ö) gibt es dieses volkstümliche Sprichwort wer gut schmiert, der gut fährt - ich seh das eher so wie bei Paracelsus - die Dosis entscheidet zwischen Heilmittel und Gift....
Ist Oesterreich nicht erzkatholisch ? Ich gehe davon aus, dass an einer instabilen Ukraine nur die Kriminellen und Staaten ein Interesse haben, die noch ueber erhebliche Interessen in diesem Land verfuegen. Korruption als Mittel der Destabilisierung wurde und wird gerne oft und ueberall eingesetzt. Und ich vertrete die Meinung, dass Russland hier massgeblich beteiligt ist. Wie gesagt, Putin sprach von einer quasi Restitution Russlands in den alten grenzen der SU. Was nicht mehr mit T-72 etcpp zu schaffen ist, wird eben mit Geld geschafft. Die Einflussnahme jedenfalls ist meines erachtens angesichts derLage im Lande mehr als deutlich, da es ja auch keinerlei wirklich durchgreifenden, generellen Bemuehungen gibt, der Korruption insbesondere im Sicherheitsapparat Herr zu werden. Due Ukraine, wenn man sich den Wehrsportunterricht ansieht, ist eben noch in weiten BEreichen mehr sowjetisch, als ihr lieb ist, und nur weil die kragenspiegek vielleicht ne andere Farbe haben, deswegen geht die alte tradition miteinander ja nicht verloren. Wer mal zusammen auf der Militaerakademie war, der wird nicht so schnell zum gegener. Und dass entsprechende Kader auch in den Sicherheitsorganen fest etabliert sind, auch das scheint mir mehr als klar zu sein.
Wie die Zukunft dieses landes angesichts dieser Situation ist ? Ich vermute mal duester, sehr duester, weil die EU ja bekloppt sein muesste, um die Foerdermittel, die fliessen wuerden, in entsprechende Mafiataschen zu leiten. Vielleicht, vielleicht wenn Russland kein Interesse mehr haette an diesem schoenen Stueckchen Erde mit seinen vom Schicksal gebeutelten Menschen, dann, dann, und wenn wie in Italien, die Mafiabosse gnadenlos verfolgt wuerde, rigeroses Einziehen des Vermoegens, dann gaebe es eine wirkliche Zukunft, die ich bei der jetzigen Lage nicht sehe.


Zitat durch Admin angepasst .... Ullrich, sieh dir bitte ernsthaft noch einmal die Zitierfunktion an!!! Beiträge lassen sich nachträglich bearbeiten

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#585 Beitrag von Sonnenblume » Montag 17. Oktober 2011, 15:47

@UlrichWW56244,
könnten Sie bitte die Zitierfunktion nutzen? Es würde das Lesen Ihres Beitrages einfacher machen.
Hier eine kleine Hilfe: http://forum.ukraine-nachrichten.de/zit ... -t295.html

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#586 Beitrag von eurojoseph » Montag 17. Oktober 2011, 18:02

UlrichWW56244 hat geschrieben: Ist Oesterreich nicht erzkatholisch ? Ich gehe davon aus, dass an einer instabilen Ukraine nur die Kriminellen und Staaten ein Interesse haben, die noch ueber erhebliche Interessen in diesem Land verfuegen. Korruption als Mittel der Destabilisierung wurde und wird gerne oft und ueberall eingesetzt. Und ich vertrete die Meinung, dass Russland hier massgeblich beteiligt ist. Wie gesagt, Putin sprach von einer quasi Restitution Russlands in den alten grenzen der SU. Was nicht mehr mit T-72 etcpp zu schaffen ist, wird eben mit Geld geschafft. Die Einflussnahme jedenfalls ist meines erachtens angesichts derLage im Lande mehr als deutlich, da es ja auch keinerlei wirklich durchgreifenden, generellen Bemuehungen gibt, der Korruption insbesondere im Sicherheitsapparat Herr zu werden. Due Ukraine, wenn man sich den Wehrsportunterricht ansieht, ist eben noch in weiten BEreichen mehr sowjetisch, als ihr lieb ist, und nur weil die kragenspiegek vielleicht ne andere Farbe haben, deswegen geht die alte tradition miteinander ja nicht verloren. Wer mal zusammen auf der Militaerakademie war, der wird nicht so schnell zum gegener. Und dass entsprechende Kader auch in den Sicherheitsorganen fest etabliert sind, auch das scheint mir mehr als klar zu sein.
Wie die Zukunft dieses landes angesichts dieser Situation ist ? Ich vermute mal duester, sehr duester, weil die EU ja bekloppt sein muesste, um die Foerdermittel, die fliessen wuerden, in entsprechende Mafiataschen zu leiten. Vielleicht, vielleicht wenn Russland kein Interesse mehr haette an diesem schoenen Stueckchen Erde mit seinen vom Schicksal gebeutelten Menschen, dann, dann, und wenn wie in Italien, die Mafiabosse gnadenlos verfolgt wuerde, rigeroses Einziehen des Vermoegens, dann gaebe es eine wirkliche Zukunft, die ich bei der jetzigen Lage nicht sehe.
Also das ist ja nun sehr viel komplizierter lieber Ulrich...erstens sind wir eine Nation von Taufscheinchristen - ich übrigens gar nicht, ich bin ein westlicher Buddhist (aber das nur am Rande) kann mit Religion und Gott und einzige Wahrheit nix anfangen) ....
Es gibt übrigens genug, die mit Russen auf der Militärakademie waren und vielleicht gerade deshalb die Russen hassen - oder ??? 24 Stunden pro Tag mit der Arroganz russischer Herrenmenschen zu tun zu haben, das kann schon ganz schön in die Eingeweide gehn, glauben Sie mir, in Georgien oder im Baltikum - machen Sie sich da keine Sorgen - die wissen wen sie warum hassen....Jetzt mal zur Korruption, welche Sie ja als genuin russisches Problem darstellen, was ganz und gar falsch ist - Korruption ist einfach menschlich !!! Erstens gibt es in der EU auch genug Korruption und 2. hilft Korruption geostrategisch nicht nur den Russen, sondern jedem, der sich das Schmieren leisten kann - ausserdem ist Realpolitik unter anderem das : Der Diktator XY ist ein Schweinehund und ein Verbrecher - aber er ist UNSER Schweinehund und Verbrecher, so hat der Westen damals Pinochet gestützt und noch andre ganz miese Typen und Systeme, wie z.B. das Apartheidregime in Südafrika....und das geht ja schon gar nicht....und die Russen, die schwarzen Menschen eher nicht so zugetan (jedenfalls ist dies Mainstream) haben die Befreiungsbewegungen unterstützt, welche z.T. auch wieder ganz besondere Diktatoren hervorgebracht haben (nicht Nelson Mandela, das ist ein Guter, in besonders Guter sogar) aber z.B. in Zimbabwe...na ja - Korruption is eben wie ich sagte oft notwendig, wenn man nicht von andren ausgebootet werden will - und sind wir doch ehrlich, gewisser Korruption sind wir alle ausgesetzt, warum bekommen "schöne Menschen" leichter gute Jobs etc...Ob RU interesse an der Ukraine hat oder nicht, darf den Westen nicht abhalten die guten Kräfte in der Ukraine zu unterstützen, und es ist ja auch eine Art Korruption, das wir mit einem besseren Leben, mehr Entwicklungsmöglichkeiten locken...Die Menschen werden nicht primär die Freiheit wählen, sondern das poential bessere Entwicklungsmodell (für alle Unken >>> nach Polen gucken !!! nicht nach Griechenland !!!)
denn wo der Commie Brecht schon recht hatte, zuerst das Fressen, dann die Moral...(auch korrupt ??? Ich mein ja)- aber so is es eben mit der Bedürfnispyramide (nach Maslow -wenn ich mich nicht täusch)
Sie scheinen aber eher ein Eiferer sein...na ja, jedem das Seine....
Übrigens ich wüsste nicht, das es einen offiziellen Wehrsportunterricht gibt in der UA - Fakty ???


Zitat ebenfalls vom Admin angepasst.
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#587 Beitrag von mbert » Montag 17. Oktober 2011, 19:26

[mbert moderiert:] @eurojoseph und @UlrichWW56244 (und natürlich auch alle anderen)
Bitte etwas mehr Sorgfalt beim Zitieren walten lassen, das macht das Lesen der Beiträge für alle viel leichter. Dazu zählt:
  • Den zitierten Text sauber in "quote" und "/quote" (in eckigen Klammern!) einfassen. Wenn man das nicht macht, erscheint der Text nicht unterscheidbar vom eigenen Beitrag.
  • Sinnvoll kürzen. Ein Vollzitat, das länger als der eigene Beitrag ist, stört beim Lesen. Man kann auch ein Zitat in mehrere Teile zerlegen und jeweils seinen eigenen Beitrag darunterschreiben (Beispiel siehe unten).

Um zu sehen, wie der eigene Beitrag aussieht, gibt es die Vorschaufunktion. Bitte benutzt die. In den letzten Tagen sind ziemlich viele kaputte Beiträge im Forum gelandet, die die Lesbarkeit einfach behindern.


Beispiel fürs Zitieren (bitte die geschweiften Klammern im Kopfe durch eckige ersetzen):

Code: Alles auswählen

{quote="Foo"}Bla bla blub.{/quote}
Finde ich überhaupt nicht.
{quote="Foo"}Blub bla bla.{/quote}
Und das schon gar nicht.
Das sieht dann so aus:

Foo hat geschrieben:Bla bla blub.

Finde ich überhaupt nicht.
Foo hat geschrieben:Blub bla bla.

Und das schon gar nicht.


Ich denke, dass wer sich die Mühe macht, Beiträge zu schreiben, möchte auch gern, dass jemand sie liest. Je schöner und sorgfältiger man sie schreibt, desto lieber wird jemand anders sie lesen. Danke!
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#588 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 18. Oktober 2011, 11:52

mbert hat geschrieben: Ich denke, dass wer sich die Mühe macht, Beiträge zu schreiben, möchte auch gern, dass jemand sie liest. Je schöner und sorgfältiger man sie schreibt, desto lieber wird jemand anders sie lesen. Danke!
Ich hoffe, deinen Beitrag liest man, meinen vom 17.10. 14:47 Uhr offensichtlich nicht :(
Nicht mal du ;)

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#589 Beitrag von mbert » Dienstag 18. Oktober 2011, 12:16

Sonnenblume hat geschrieben: Ich hoffe, deinen Beitrag liest man, meinen vom 17.10. 14:47 Uhr offensichtlich nicht :(
Nicht mal du ;)
Oh doch, Dein Beitrag war ja erst der Anlass, noch etwas mehr dazu zu schreiben!
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#590 Beitrag von Sonnenblume » Dienstag 18. Oktober 2011, 12:28

mbert hat geschrieben:
Sonnenblume hat geschrieben: Ich hoffe, deinen Beitrag liest man, meinen vom 17.10. 14:47 Uhr offensichtlich nicht :(
Nicht mal du ;)
Oh doch, Dein Beitrag war ja erst der Anlass, noch etwas mehr dazu zu schreiben!
Das ist schön, mir wäre nicht mehr eingefallen, als Handrij sowieso schon zur Verfügung gestellt hatte.

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#591 Beitrag von mbert » Samstag 7. Januar 2012, 00:12

Heute ist im Blog von alexander Motyl ein Artikel zu dem Thema erschienen. Anlass war der Gesetzentwurf der Regierung zum Thema Sprachen-Regelung (der hier aber nicht im Detail diskutiert wird). Hier ein paar Auszüge:
The Ukrainian language is back in the news. The Venice Commission, the Council of Europe’s advisory body on constitutional matters, recently ruled on the Regionnaire-proposed draft law, On Principles of the State Language Policy of Ukraine: “the question remains whether … there are sufficient guarantees … for the consolidation of the Ukrainian language as the sole State language, and of the role it has to play in the Ukrainian multilinguistic society” (article 66).

The commission’s language is squishy, but diplo-babble always is. In reality, the above remarks represent a severe criticism of the draft law.

[...]

In ideal circumstances, speakers of Ukrainian would be proficient in and tolerant of Russian, while speakers of Russian would be proficient in and tolerant of Ukrainian. If a speaker of Ukrainian and a speaker of Russian met, they could and would speak their own preferred languages, only Ukrainian, only Russian, or each other’s languages. The conditions of liberalism, tolerance, and functionality would be maintained.

How does the actual linguistic condition in Ukraine measure up against the ideal?

Not as bad as you might think. The vast majority of Ukrainian speakers are proficient in and tolerant of Russian; if and when speakers of Ukrainian encounter speakers of Russian, most are more than happy to hear Russian and even speak it. That is as true of Lviv as it is true of Kyiv and Donetsk.

In contrast, the vast majority of Russian speakers do not meet these conditions. Many are not proficient in Ukrainian; some are intolerant of Ukrainian (and consider it the language of animals); and, if and when speakers of Russian encounter speakers of Ukrainian, few are more than happy to hear Ukrainian and speak it. That is as true of Kyiv and Donetsk as it is true of Lviv.
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#592 Beitrag von eurojoseph » Samstag 7. Januar 2012, 01:30

mbert hat geschrieben:Heute ist im Blog von alexander Motyl ein Artikel zu dem Thema erschienen. Anlass war der Gesetzentwurf der Regierung zum Thema Sprachen-Regelung (der hier aber nicht im Detail diskutiert wird). Hier ein paar Auszüge:
The Ukrainian language is back in the news. The Venice Commission, the Council of Europe’s advisory body on constitutional matters, recently ruled on the Regionnaire-proposed draft law, On Principles of the State Language Policy of Ukraine: “the question remains whether … there are sufficient guarantees … for the consolidation of the Ukrainian language as the sole State language, and of the role it has to play in the Ukrainian multilinguistic society” (article 66).

The commission’s language is squishy, but diplo-babble always is. In reality, the above remarks represent a severe criticism of the draft law.

[...]

In ideal circumstances, speakers of Ukrainian would be proficient in and tolerant of Russian, while speakers of Russian would be proficient in and tolerant of Ukrainian. If a speaker of Ukrainian and a speaker of Russian met, they could and would speak their own preferred languages, only Ukrainian, only Russian, or each other’s languages. The conditions of liberalism, tolerance, and functionality would be maintained.

How does the actual linguistic condition in Ukraine measure up against the ideal?

Not as bad as you might think. The vast majority of Ukrainian speakers are proficient in and tolerant of Russian; if and when speakers of Ukrainian encounter speakers of Russian, most are more than happy to hear Russian and even speak it. That is as true of Lviv as it is true of Kyiv and Donetsk.

In contrast, the vast majority of Russian speakers do not meet these conditions. Many are not proficient in Ukrainian; some are intolerant of Ukrainian (and consider it the language of animals); and, if and when speakers of Russian encounter speakers of Ukrainian, few are more than happy to hear Ukrainian and speak it. That is as true of Kyiv and Donetsk as it is true of Lviv.
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Danke , guter Artikel !
The SOVIET STORY - für alle, die noch an das Märchen vom russischen Antifaschismus glauben !Djakuju tobi,shcho ja ne moskal/jingo/sovok ???)SLAVA UKRAYINI !!!!Hitler UND Stalin kaputt - wider braunen UND roten Faschismus

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#593 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 20. Januar 2012, 19:47

Interessante Dissertation zum Thema "Die Sprachenfrage in den Kirchen des byzantinischen Ritus"
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#594 Beitrag von cernivci2012 » Sonntag 1. April 2012, 21:10

Hallo,

natürlich Ukrainisch, ist doch klar oder? Aber die Ukraine hat das gleiche Problem wie wir! Der ewige Zankapfel Ossis und Wessis! Der kleinste Teil der Ukraine ist die Westukraine, dort spricht man Ukrainisch! Aber vorsicht, spätestens ab dem Chmelnitski Gebiet wird Russisch gesprochen, oder man schaut Dich etwas schräg an! Aber auch in der Westukraine lauern Gefahren! Bukowina zum Beispiel! Dort hält man Dich für einen Polen! Zu erst mußt Du die Ukrainische Geschichte lesen, dann verstehst Du alles! Also, ich empfehle, wenn Du in der Westukraine bist, Ukrainisch zu sprechen, und wenn Du in Kiew, oder Poltawa bist, Russisch! Du schreibst die Geschäftsleute verstehen nicht Ukrainisch? Das ist doch der klassische Beweis dafür, dass es sehr wohl Unterschiede gibt, zwischen Russen und der Ukraine! Nur im Westen, ist man immer noch so Blauäugig und glaubt, alles ist das gleiche. Falsch!
Ich bin oft in der Ukraine, glaube mir, ich weis von was ich rede!

Gruß von Cernivci

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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#595 Beitrag von eurojoseph » Dienstag 3. April 2012, 03:19

cernivci2012 hat geschrieben:Hallo,

natürlich Ukrainisch, ist doch klar oder? Aber die Ukraine hat das gleiche Problem wie wir! Der ewige Zankapfel Ossis und Wessis! Der kleinste Teil der Ukraine ist die Westukraine, dort spricht man Ukrainisch! Aber vorsicht, spätestens ab dem Chmelnitski Gebiet wird Russisch gesprochen, oder man schaut Dich etwas schräg an! Aber auch in der Westukraine lauern Gefahren! Bukowina zum Beispiel! Dort hält man Dich für einen Polen! Zu erst mußt Du die Ukrainische Geschichte lesen, dann verstehst Du alles! Also, ich empfehle, wenn Du in der Westukraine bist, Ukrainisch zu sprechen, und wenn Du in Kiew, oder Poltawa bist, Russisch! Du schreibst die Geschäftsleute verstehen nicht Ukrainisch? Das ist doch der klassische Beweis dafür, dass es sehr wohl Unterschiede gibt, zwischen Russen und der Ukraine! Nur im Westen, ist man immer noch so Blauäugig und glaubt, alles ist das gleiche. Falsch!
Ich bin oft in der Ukraine, glaube mir, ich weis von was ich rede!

Gruß von Cernivci
Na dann - ja es war 1.April, was solls ...........so einfach kann man es sich auch machen .......
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Re: Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#596 Beitrag von lev » Dienstag 3. April 2012, 11:55

eurojoseph hat geschrieben:
cernivci2012 hat geschrieben:Hallo,

natürlich Ukrainisch, ist doch klar oder? Aber die Ukraine hat das gleiche Problem wie wir! Der ewige Zankapfel Ossis und Wessis! Der kleinste Teil der Ukraine ist die Westukraine, dort spricht man Ukrainisch! Aber vorsicht, spätestens ab dem Chmelnitski Gebiet wird Russisch gesprochen, oder man schaut Dich etwas schräg an! Aber auch in der Westukraine lauern Gefahren! Bukowina zum Beispiel! Dort hält man Dich für einen Polen! Zu erst mußt Du die Ukrainische Geschichte lesen, dann verstehst Du alles! Also, ich empfehle, wenn Du in der Westukraine bist, Ukrainisch zu sprechen, und wenn Du in Kiew, oder Poltawa bist, Russisch! Du schreibst die Geschäftsleute verstehen nicht Ukrainisch? Das ist doch der klassische Beweis dafür, dass es sehr wohl Unterschiede gibt, zwischen Russen und der Ukraine! Nur im Westen, ist man immer noch so Blauäugig und glaubt, alles ist das gleiche. Falsch!
Ich bin oft in der Ukraine, glaube mir, ich weis von was ich rede!

Gruß von Cernivci
Na dann - ja es war 1.April, was solls ...........so einfach kann man es sich auch machen .......
Ja, den 1. April kann man gelten lassen.

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