Allgemeines DiskussionsforumWie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

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Optimist
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Wie sollte in der Ukraine mit den Sprachen umgegangen werden?

#1 Beitrag von Optimist » Samstag 6. November 2010, 21:24

freedom hat geschrieben:
UAFRIEND hat geschrieben:Schützen kann mann sich nur , indem man sich Zeit lässt um den Partner kennen zu lernen! ...will ich erst einmal perfekt Russisch...
Zeit, würde ich sagen, ist ein quantitativer Aspekt, der die Qualität einer zwischenmenschlichen Beziehung mitbestimmt.
Es soll auch Ukrainerinnen geben, die Ukrainisch sprechen. Як сказати ... по-українські? [smilie=pardon.gif] ;)
Was für mich unverständlich ist die Debatte über die russische und ukrainische Sprache. Soll man doch hier beide Sprachen auch zur Amtsprache machen. Da ich russisch besser verstehe spreche ich meine Gesprächspartner darauf an und es ist für diese kein Problem von ukrainisch auf russisch zu wechseln. Es leben hier auch viele Russen, die sich mit dem Schreiben der ukrainischen Sprache sehr schwer tun, da sie es nicht gelernt haben weil sie später zugezogen sind. Mit dem russischen ist man hier klar im Vorteil, da auch viele Nachbarvölker diese Sprache verstehen. Also warum dann so viel Wind um die ukrainische oder russische Sprache machen.

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freedom
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Re: Brautschau in der Ukraine

#2 Beitrag von freedom » Dienstag 9. November 2010, 02:00

Optimist hat geschrieben:Was für mich unverständlich ist die Debatte über die russische und ukrainische Sprache. Soll man doch hier beide Sprachen auch zur Amtsprache machen. Da ich russisch besser verstehe spreche ich meine Gesprächspartner darauf an und es ist für diese kein Problem von ukrainisch auf russisch zu wechseln. Es leben hier auch viele Russen, die sich mit dem Schreiben der ukrainischen Sprache sehr schwer tun, da sie es nicht gelernt haben weil sie später zugezogen sind. Mit dem russischen ist man hier klar im Vorteil, da auch viele Nachbarvölker diese Sprache verstehen. Also warum dann so viel Wind um die ukrainische oder russische Sprache machen.
Eine richtige Debatte über beide Sprachen findet nach meiner Ansicht hier nicht statt. Beide Sprachen kann man nur zur Amtsprache ernennen, wenn sich das ukrainische Volk darüber einig ist. Zwei Sprachen zugleich, würde nur Stress bedeuten, denn die Tatsache, dass nicht alle die ukrainischen Sprache beherrschen, muss nicht heißen, dass Russisch die bessere sei. Für Import-Export-Geschäfte mag das Russische vielleicht vorteilhafter sein. Das will ich nicht abstreiten. Würde ich eine Ukrainerin heiraten wollen, bitte in ukrainischer Sprache, das wärs mir wert.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#3 Beitrag von mbert » Dienstag 9. November 2010, 09:42

Optimist hat geschrieben: Was für mich unverständlich ist die Debatte über die russische und ukrainische Sprache. Soll man doch hier beide Sprachen auch zur Amtsprache machen.
Das Problem ist weniger ein praktisches als ein emotionales. Russland hat im 19. Jh. noch das Verfassen von schriftlichen Aufzeichnungen in Ukrainisch unter Strafe gestellt. Ukrainisch als Sprache war über hundert von Jahren ganz gezielt unterdrückt und als "Dorf-Dialekt" hingestellt worden.

In der Westukraine geht das noch weiter. Die Westukraine wurde erst vor rund 70 Jahren unter Stalin annektiert worden, was damals mit großer Brutalität und Ausplündern des Landes einher ging. Daher wird im äußersten Westen Russland nach wie vor als Besatzungsmacht betrachtet. Die Menschen in dem Teil des Landes sind daher strikt gegen russisch (obwohl sie es verstehen und sprechen können).

Weil im Westen in der Regel Russisch beherrscht wird, das aber im Osten umgekehrt mit Ukrainisch weit weniger der Fall ist, fürchten viele Menschen (ich meine: zu Recht!), dass bei einer zweiten Amtssprache Russisch, die Russifzierung des Landes schnell fortschreiten würde und eigentlich nur der ukrainophone Teil der Bevölkerung zweisprachig sein wird.

Ich denke, eine zweite Amtssprache Russisch (z.B. im Osten und auf der Krim) ist nur dann sinnvoll, wenn gewährleistet werden kann, dass die Menschen dort auch die erste Amtssprache beherrschen. Dieses Modell hat z.B. Italien/Südtirol nach langer leidvoller Entwicklung angenommen, und ich habe das dort als sehr gut funktionierend erlebt.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#4 Beitrag von Handrij » Dienstag 9. November 2010, 10:45

OFFTOPIC Macht mal einen neuen Thread auf, wenn ihr die Sache wirklich weiterdiskutieren wollt!

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freedom
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Re: Brautschau in der Ukraine

#5 Beitrag von freedom » Dienstag 9. November 2010, 22:39

Handrij hat geschrieben:OFFTOPIC Macht mal einen neuen Thread auf, wenn ihr die Sache wirklich weiterdiskutieren wollt!
Wozu? Wenn ich eine Ukrainerin heiraten will, fahre ich in die Ukraine, und wenn ich ein Russin heiraten will, nach Russland. Vielleicht bin ich etwas zu empfindlich, aber wenn eine Ukrainerin Russisch spricht, hört sich das für mich nicht stimmig an. Ich finde, diese Sprache ist nicht die Muttersprache des Landes. Gewiss besitzen Russinnen ihre eigene Attraktivität, die sich aber von Ukrainerinnen unterscheidet. Die Völker sind verschieden und sollten nicht aufgrund von Geschäften und/ oder Machtansprüchen eine aufgezwungene Sprache sprechen. Auch wenn es einigen Mitmenschen nicht passt, das ist meine Meinung.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#6 Beitrag von Siggi » Dienstag 9. November 2010, 23:36

freedom hat geschrieben:Vielleicht bin ich etwas zu empfindlich, aber wenn eine Ukrainerin Russisch spricht, hört sich das für mich nicht stimmig an.
Ich sehe das pragmatischer: Meine Frau stammt aus Sumy. Die Eltern sprechen Russisch, die Großmutter spricht Russisch, fast jeder in der Stadt spricht Russisch, sie spricht Russisch. Was ist jetzt daran nicht stimmig, wenn sie Russisch spricht? Würde sie Ukrainisch sprechen, wäre das in etwa so, als würde ich per Gesetz dazu gezwungen, Plattdeutsch zu sprechen!

Klar kann sie auch Ukrainisch verstehen (ich auch ein wenig Plattdeutsch), aber sie spricht es niemals. Ihre Mutter war beim lokalen TV als Moderatorin beschäftigt. Sie musste zu Zeiten der SU Ukrainisch lernen, um den Job zu bekommen, da das Staatsfernsehen in Ukrainisch ausstrahlte. Klar kann sie das auch sprechen. Aber privat benutzt sie diese Sprache nie.

Was ich schildere ist typisch für den ganzen Osten der Ukraine und die Krim.

Gruß
Siggi
Zuletzt geändert von Siggi am Mittwoch 10. November 2010, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#7 Beitrag von freedom » Dienstag 9. November 2010, 23:59

Siggi hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:Vielleicht bin ich etwas zu empfindlich, aber wenn eine Ukrainerin Russisch spricht, hört sich das für mich nicht stimmig an.
Was ich schildere ist typisch für den ganzen Osten der Ukraine und die Krim.
Familiäre Beispiele dieser Art wird es viele geben, doch gebietsweise die Ukraine aufzuteilen, halte ich für zu grob. Die feinsinnige Ausdrucksweise von T. Schevchenko oder L. Ukrainjinka mit Plattdeutsch zu vergleichen, scheint mir abwegig zu sein. Wie gesagt, von meinem persönlichen Eindruck her, hört sich Ukrainisch bei ukrainischen Frauen heimatlich an.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#8 Beitrag von Handrij » Mittwoch 10. November 2010, 02:51

Für eine Diskussion der Sprachsituation bitte einen neuen Thread eröffnen ...

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Re: Brautschau in der Ukraine

#9 Beitrag von Siggi » Mittwoch 10. November 2010, 09:59

@Handrij
Kann man den Thread nicht einfach teilen? Sollte doch gehen, ist doch ein php basiertes Forum.
Die feinsinnige Ausdrucksweise von T. Schevchenko oder L. Ukrainjinka mit Plattdeutsch zu vergleichen,
Sag nichts gegen meine Großmutter, die hatte eine durchaus feinsinnige Plattdeutsche Ausdrucksweise.
Wie gesagt, von meinem persönlichen Eindruck her, hört sich Ukrainisch bei ukrainischen Frauen heimatlich an
Natürlich, aber nur im Westen von UA. Im Osten benutzen es die Leute nur als Satire auf Dorfbewohner...

Eigentlich ist das gar kein Problem, solange man diesen "Sprachenstreit" nicht politisiert. Meine Frau unterhält sich mit Bekannten aus dem Westen immer ohne Probleme: Sie spricht Russisch, die Bekannten antworten auf Ukrainisch. Das geht natürlich nur, wenn beide Gesprächspartner sich verständigen wollen.

Gruß
Siggi

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Re: Brautschau in der Ukraine

#10 Beitrag von UAFRIEND » Mittwoch 10. November 2010, 10:17

Du bist nicht zu empfindlich , du bist diesbezüglich(!) ganz einfach naiv und intolerant, wobei diese beiden Dinge ja oft Hand ind Hand gehen :)

Du versuchst hier ein problem zu "schaffen"(und sei es nur hier), welches für die meisten Menschen gar keins darstellt.

Diese Aussage " Wer eine Russin heiraten will ,fährt nach Russland , etc etc." , sollte man dir eigentlich stundenlang um die Ohren hauen, und zeugt von einer sehr beschränkten Sichtweise wie ich denke.

Und da wie besagt nichtmals die Ukrainer ein prob. damit haben, werde auch ich nach Russisch kein Ukrainisch lernen, weil es einfach nicht nötig ist punkt aus :).

Mit Gruss
UAF

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Re: Brautschau in der Ukraine

#11 Beitrag von UAFRIEND » Mittwoch 10. November 2010, 10:21

Добро пожаловать [smilie=ukr_prapor]

Im thread vertan
Zuletzt geändert von UAFRIEND am Mittwoch 10. November 2010, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#12 Beitrag von lev » Mittwoch 10. November 2010, 15:18

(at freedom)
Als ich meine ukrainische Frau vor 27 Jahren in Kiew kennengelernt habe, war mir Schei...egal welche Sprache sie spricht. Es hat gefunkt und gut ist. Sie spricht ukrainisch und russisch gleich gut und auch gleich gern. Das will was heißen, als waschechte Lviv`erin. Sie ist sogar der Meinung, dass die russische Sprache lebendiger und vielseitiger ist als die ukrainische Spache.
[smilie=ukr_prapor] [smilie=ru_prapor]

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freedom
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Re: Brautschau in der Ukraine

#13 Beitrag von freedom » Mittwoch 10. November 2010, 15:57

UAFRIEND hat geschrieben:Du bist nicht zu empfindlich , du bist diesbezüglich(!) ganz einfach naiv und intolerant, wobei diese beiden Dinge ja oft Hand ind Hand gehen :)
Du versuchst hier ein problem zu "schaffen"(und sei es nur hier), welches für die meisten Menschen gar keins darstellt.
Diese Aussage " Wer eine Russin heiraten will ,fährt nach Russland , etc etc." , sollte man dir eigentlich stundenlang um die Ohren hauen, und zeugt von einer sehr beschränkten Sichtweise wie ich denke.
Und da wie besagt nichtmals die Ukrainer ein prob. damit haben, werde auch ich nach Russisch kein Ukrainisch lernen, weil es einfach nicht nötig ist punkt aus :).
Mit dieser "Hau drauf"- und "Basta"-Mentalität zeigen Sie mir sehr deutlich, dass Sie für mich als Gesprächs- und Verhandlungspartner nicht geeignet sind. Eine derart ruppige Ausdrucksweise halte ich für sehr beschränkend und für die Brautschau in der Ukraine ungeeignet. Meine persönliche Darstellung als "Problem schaffen" zu bezeichnen, fasse ich als absichtlich falsche Interpretation auf, um mich zu diffamieren. Weiterhin muss ich Ihren Worten offene Aggression mir gegenüber entnehmen, die wahrhaft nicht angebracht ist.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#14 Beitrag von freedom » Mittwoch 10. November 2010, 16:08

lev hat geschrieben:(at freedom)
Als ich meine ukrainische Frau vor 27 Jahren in Kiew kennengelernt habe, war mir Schei...egal welche Sprache sie spricht. Es hat gefunkt und gut ist...
Ich freue mich für euch, dass eure langjährige Beziehung frei von Sprachenproblemen ist. Meine Darstellungen sind lediglich Meinungsäußerung und besitzen keinen allgemeinbindenden Charakter. Deshalb lese ich gern die Erfahrungen anderer Forumsteilnehmer. Was mich verwundert, weshalb sich keine Ukrainerinnen bei diesem Thema hier zu Wort melden.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#15 Beitrag von UAFRIEND » Mittwoch 10. November 2010, 16:21

freedom hat geschrieben:
UAFRIEND hat geschrieben:Du bist nicht zu empfindlich , du bist diesbezüglich(!) ganz einfach naiv und intolerant, wobei diese beiden Dinge ja oft Hand ind Hand gehen :)
Du versuchst hier ein problem zu "schaffen"(und sei es nur hier), welches für die meisten Menschen gar keins darstellt.
Diese Aussage " Wer eine Russin heiraten will ,fährt nach Russland , etc etc." , sollte man dir eigentlich stundenlang um die Ohren hauen, und zeugt von einer sehr beschränkten Sichtweise wie ich denke.
Und da wie besagt nichtmals die Ukrainer ein prob. damit haben, werde auch ich nach Russisch kein Ukrainisch lernen, weil es einfach nicht nötig ist punkt aus :).
Mit dieser "Hau drauf"- und "Basta"-Mentalität zeigen Sie mir sehr deutlich, dass Sie für mich als Gesprächs- und Verhandlungspartner nicht geeignet sind. Eine derart ruppige Ausdrucksweise halte ich für sehr beschränkend und für die Brautschau in der Ukraine ungeeignet. Meine persönliche Darstellung als "Problem schaffen" zu bezeichnen, fasse ich als absichtlich falsche Interpretation auf, um mich zu diffamieren. Weiterhin muss ich Ihren Worten offene Aggression mir gegenüber entnehmen, die wahrhaft nicht angebracht ist.

Viel zu herrlich :-D Ich könnte ja mal die Glacier Handschuhe ausziehen, mit dennen ich auf Ihre beiträge bisher geantwortet habe, die davon ab oft von naivität nur so triefen.

Und ich denke mal behaupten zu können, das das viele andere hier ähnlich sehen.Das einzige was Sie hier tun, ist irgendwelche Dinge zu hinterfragen , an dennen hier sowieso nichts geändert wird, oder Sie beschweren sich über den Deutschen Staat, das Hartz 4 nicht reiche, oder das Sie seit Jahren arbeitslos sind.

Von der Materie Ukraine haben Sie meines erachtens nach nicht allzuviel ahnung, sonst wären Ihre beiträge nicht so naiv (um das Wort mit D nicht zu benutzen).

Wenn Sie nicht kritik fähig sind, empfehle ich Ihnen diese Seite www.knuddels.de , da haben sich alle ganz doll lieb, und Sie werden auch bestimmt nicht kritisiert :).

Ob Sie nun in irgend einer art und weise auf mich reagieren in Zukunft, ist mir so dermassen egal das ich dafür nichtmals einen passenden vergleich finde.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#16 Beitrag von UAFRIEND » Mittwoch 10. November 2010, 16:22

UAFRIEND hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:
UAFRIEND hat geschrieben:Du bist nicht zu empfindlich , du bist diesbezüglich(!) ganz einfach naiv und intolerant, wobei diese beiden Dinge ja oft Hand ind Hand gehen :)
Du versuchst hier ein problem zu "schaffen"(und sei es nur hier), welches für die meisten Menschen gar keins darstellt.
Diese Aussage " Wer eine Russin heiraten will ,fährt nach Russland , etc etc." , sollte man dir eigentlich stundenlang um die Ohren hauen, und zeugt von einer sehr beschränkten Sichtweise wie ich denke.
Und da wie besagt nichtmals die Ukrainer ein prob. damit haben, werde auch ich nach Russisch kein Ukrainisch lernen, weil es einfach nicht nötig ist punkt aus :).
Mit dieser "Hau drauf"- und "Basta"-Mentalität zeigen Sie mir sehr deutlich, dass Sie für mich als Gesprächs- und Verhandlungspartner nicht geeignet sind. Eine derart ruppige Ausdrucksweise halte ich für sehr beschränkend und für die Brautschau in der Ukraine ungeeignet. Meine persönliche Darstellung als "Problem schaffen" zu bezeichnen, fasse ich als absichtlich falsche Interpretation auf, um mich zu diffamieren. Weiterhin muss ich Ihren Worten offene Aggression mir gegenüber entnehmen, die wahrhaft nicht angebracht ist.

Viel zu herrlich :-D Ich könnte ja mal die Glacier Handschuhe ausziehen, mit dennen ich auf Ihre beiträge bisher geantwortet habe, die davon ab oft von naivität nur so triefen.

Und ich denke mal behaupten zu können, das das viele andere hier ähnlich sehen.Das einzige was Sie hier tun, ist irgendwelche Dinge zu hinterfragen , an dennen hier sowieso nichts geändert wird, oder Sie beschweren sich über den Deutschen Staat, das Hartz 4 nicht reiche, oder das Sie seit Jahren arbeitslos sind.

Von der Materie Ukraine haben Sie meines erachtens nach nicht allzuviel ahnung, sonst wären Ihre beiträge nicht so naiv (um das Wort mit D nicht zu benutzen).

Wenn Sie nicht kritik fähig sind, empfehle ich Ihnen diese Seite http://www.knuddels.de , da haben sich alle ganz doll lieb, und Sie werden auch bestimmt nicht kritisiert :).

Ob Sie nun in irgend einer art und weise auf mich reagieren in Zukunft, ist mir so dermassen egal das ich dafür nichtmals einen passenden vergleich finde.
P.S. über was wollen Sie den verhandeln , erheitern Sie mich doch erneut ,ich bitte drum :-D Und das problem haben SIE geschaffen, hier in diesem forum aber es wundert mich nicht das Sie nicht in der Lage sind das zu erkennen.

Und abschliessend noch gesagt : DAS war agression.Ich habe es nicht so mit mit naiven und/oder intoleranten Menschen.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#17 Beitrag von Siggi » Mittwoch 10. November 2010, 16:42

freedom hat geschrieben:Was mich verwundert, weshalb sich keine Ukrainerinnen bei diesem Thema hier zu Wort melden.
Gegenfrage: Schreibst Du im Forum von germany.ru, um ein "richtiges" Deutschlandbild zu vermitteln?
Meine Frau würden diese Fragen/Meinungen vermutlich nur erheitern, aber nicht zu einer Antwort provozieren.

Gruß
Siggi

P.S: Vor Jahren hatte von talentierter Troll viele virtuelle Persönlichkeiten (mit den Namen Ginsterklopper, Heinrich I., Willi, Benno, Harald Klein, etc.) im ukraina.at Forum kreiert. Manchmal erinnern mich diese Diskussionen hier ein wenig an vergangene Zeiten:
http://www.forumromanum.de/member/forum ... uppen.html

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Re: Brautschau in der Ukraine

#18 Beitrag von Optimist » Mittwoch 10. November 2010, 22:53

Ich kann ja mal für meine Frau antworten: Sie wundert sich über die Probleme die wir hier haben, fast alle Ukrainer sprechen russisch und ukrainisch, hatten nie ein Problem damit. Jetzt fängt die Diskussion darüber an, warum? Alle profitieren von der Zweisprachigkeit, die familiären Verbindungen überschreiten viele Grenzen und Kontinente, man unterhält sich in der Sprache in der man sich am Besten versteht! Jetzt kommen, aus welchen Gründen auch immer, kluge Sprüche welche Sprache nun genehm wäre. Sie meint, wer keine Probleme hat muss sich halt welche machen, oder es ist der reine Neid von den Menschen die kein russisch oder ukrainisch sprechen können, mehr aber auch nicht. Also die Ukrainer können russische und ukrainische Sprache, lasst sie bitte das sprechen was sie wollen! Sprache ist total unwichtig, das Verstehen steht im Vordergrund ... würde der Stumme sagen.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#19 Beitrag von Optimist » Mittwoch 10. November 2010, 23:09

Kleiner Hinweis am Rand: Die Ukraine ist ein Vielvölkerstaat! Viele Völker - viele Sprachen... also sollte man sich deshalb auch etwas tolerant zeigen, und den Menschen ihre Freiheit lassen!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#20 Beitrag von freedom » Freitag 12. November 2010, 03:25

Optimist hat geschrieben:... Also die Ukrainer können russische und ukrainische Sprache, lasst sie bitte das sprechen was sie wollen! Sprache ist total unwichtig, das Verstehen steht im Vordergrund ... würde der Stumme sagen.
... und es gibt nicht wenige Ukrainer, die sprechen weiterhin ein durchaus kommunikatives Englisch. Nach meiner Einschätzung genügt es nicht, sich zur Brautschau mit einigen Brocken Ukrainisch oder Russisch auf den Weg zu machen. Selbstverständlich sollte es jedem frei stehen, welche Sprache im persönlichen Bereich verwendet wird, nur, bei einer Deklassifizierung des Ukrainischen zum Dialekt, melde ich berechtigte Zweifel an.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#21 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 12. November 2010, 10:09

freedom hat geschrieben: Selbstverständlich sollte es jedem frei stehen, welche Sprache im persönlichen Bereich verwendet wird, nur, bei einer Deklassifizierung des Ukrainischen zum Dialekt, melde ich berechtigte Zweifel an.
Keiner behauptet, dass Ukrainisch nur ein Dialekt ist.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#22 Beitrag von mbert » Freitag 12. November 2010, 11:43

Sonnenblume hat geschrieben: Keiner behauptet, dass Ukrainisch nur ein Dialekt ist.
Um es mal zum Thema zurückzuführen: Aufgrund der geschichtlichen Umstände, die ich schon etwas früher anführte, sind Ukrainer, die zuhause ukrainisch sprechen, durchaus nicht begeistert über eine Einstellung, dass es ausreicht, Russisch zu können, da das ja eh jeder verstehe. Als ich meine spätere Frau kennenlernte, sprach ich auch zunächst mit ihr die paar Brocken Russisch, die ich noch aus der Schule (im Westen!) erinnerte. Aber es wurde mir schnell klar, dass dies eben nicht ihre Sprache war und dass ich mich lieber mit Ukrainisch beschäftigen sollte. Ich denke, jeder, der mit einem Menschen aus der Ukraine liiert ist, sollte sich diese Gedanken machen. Genauso wie ich mir wünsche, früher oder später mit meiner Freundin/Frau auf deutsch kommunizieren zu können (obwohl ich auch gut englisch kann), sollte ich auch it ihr in ihrer Sprache sprechen können. Fazit: nicht alles über einen Kamm scheren, und die Frage der Sprache ist eine wichtige. Man macht einen großen Fehler, wenn man diese Frage (und überhaupt: kulturelle Begebenheiten) unterschätzt.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#23 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 12. November 2010, 12:34

Wenn bei meinem Partner ukrainisch die Muttersprache wäre und russisch die Zweitsprache, so würde ich auch eher ukrainisch lernen.
Die Sprache ist nun mal der Schlüssel zum gegenseitigen Verstehen und selten lernt man eine Fremdsprache so perfekt, dass man auch alle Gefühle/Meinungen darin adäquat ausdrücken kann (das können noch nichtmal immer Muttersprachler ;) ). Wenn man sich dann in einer Sprache unterhält, die für beide eine Fremdsprache ist, kann viel verloren gehen, bzw. es kommt zu Mißverständnissen, die nicht nötig sind.
Und genauso wäre es, wenn für meinen Partner russisch die Muttersprache wäre. Dann würde ich russisch lernen.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#24 Beitrag von Siggi » Freitag 12. November 2010, 13:45

Meine Frau spricht mehrere Sprachen, u.a. auch sehr gut Deutsch. Die Sprache unserer Beziehung ist aber die erste gemeinsame Sprache, Englisch, geblieben. Da wir nun bald 10 Jahre verheiratet sind, glaube ich auch nicht, dass sich das noch ändern wird.

Gruß
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Re: Brautschau in der Ukraine

#25 Beitrag von lev » Freitag 12. November 2010, 14:43

Sonnenblume hat geschrieben:Wenn bei meinem Partner ukrainisch die Muttersprache wäre und russisch die Zweitsprache, so würde ich auch eher ukrainisch lernen.
Die Sprache ist nun mal der Schlüssel zum gegenseitigen Verstehen und selten lernt man eine Fremdsprache so perfekt, dass man auch alle Gefühle/Meinungen darin adäquat ausdrücken kann (das können noch nichtmal immer Muttersprachler ;) ). Wenn man sich dann in einer Sprache unterhält, die für beide eine Fremdsprache ist, kann viel verloren gehen, bzw. es kommt zu Mißverständnissen, die nicht nötig sind.
Und genauso wäre es, wenn für meinen Partner russisch die Muttersprache wäre. Dann würde ich russisch lernen.
Sonnenblume, du bringst es auf den Punkt. GOOD Du schreibst im Konjunktiv, dass heißt du musstest dich nicht entscheiden, würdest dies aber im beschriebenen Fall so tun.
Ich stand dem genauso praktisch gegenüber. Da ich beim Kennenlernen meiner Frau nur Schul-Russisch sprach und meine Frau und ihre Familie alle ukrainisch sprechen, habe ich die ukrainische Sprache gelernt. Es ist zwar noch sehr holprig, aber das Bemühen wird anerkannt und somit motiviert es immer weiter zu lernen. Bin kein geborenes Sprachgenie. [smilie=blush.gif]

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Re: Brautschau in der Ukraine

#26 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 12. November 2010, 16:03

lev hat geschrieben:... Du schreibst im Konjunktiv, dass heißt du musstest dich nicht entscheiden, würdest dies aber im beschriebenen Fall so tun...
Ich habe meine Partner, der Deutscher ist, in der Ukraine kennengelernt und zu der Zeit genauso viel deutsch (privat) wie russisch(Studium) gesprochen. Das ist über 30 Jahre her und auch damals haben Dozenten ukrainisch gesprochen und wir haben ukrainische Lieder gelernt, die wir auch öffentlich zum Besten gegeben haben (Stichwort Singeclub).
Aber ich war ganz froh, dass alle Prüfungen auf russisch waren ;)

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Re: Brautschau in der Ukraine

#27 Beitrag von Optimist » Freitag 12. November 2010, 20:03

Fazit: nicht alles über einen Kamm scheren, und die Frage der Sprache ist eine wichtige. Man macht einen großen Fehler, wenn man diese Frage (und überhaupt: kulturelle Begebenheiten) unterschätzt.[/quote]

Deshalb muss es den Gesprächspartnern überlassen bleiben, in welcher Sprache sie sprechen, und die Politik hat nur dafür zu sorgen, dass die Komunikation der Bürger in keiner Weise eingeschränkt wird, sondern verbessert.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#28 Beitrag von freedom » Sonntag 14. November 2010, 20:50

Optimist hat geschrieben:...Deshalb muss es den Gesprächspartnern überlassen bleiben, in welcher Sprache sie sprechen, und die Politik hat nur dafür zu sorgen, dass die Komunikation der Bürger in keiner Weise eingeschränkt wird, sondern verbessert.
Die Freiheit, sich in der selbst gewählten Sprache unterhalten zu können, gehört zu den Grundrechten. Zweifelsohne! Was Politiker manchmal daraus machen wollen, kann sehr dubiose Formen annehmen. Doch angenommen, jemand aus Deutschland ist von ukrainischer Kultur und Weiblichkeit fasziniert. Wo bestehen in Deutschland überall Möglichkeiten, die ukrainische Sprache lernen, um selbständig auf Brautschau durch die Ukraine gehen zu können?

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Re: Brautschau in der Ukraine

#29 Beitrag von Sonnenblume » Sonntag 14. November 2010, 21:01

freedom hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:...Deshalb muss es den Gesprächspartnern überlassen bleiben, in welcher Sprache sie sprechen, und die Politik hat nur dafür zu sorgen, dass die Komunikation der Bürger in keiner Weise eingeschränkt wird, sondern verbessert.
Die Freiheit, sich in der selbst gewählten Sprache unterhalten zu können, gehört zu den Grundrechten. Zweifelsohne! Was Politiker manchmal daraus machen wollen, kann sehr dubiose Formen annehmen. Doch angenommen, jemand aus Deutschland ist von ukrainischer Kultur und Weiblichkeit fasziniert. Wo bestehen in Deutschland überall Möglichkeiten, die ukrainische Sprache lernen, um selbständig auf Brautschau durch die Ukraine gehen zu können?
Lassen wir mal das Internet außen vor, denn da findet man einige Möglichkeiten (auch von Deutschland aus). Ich habe 2 Jahre lang in der UKRAINE einen Selbstlernkurs Ukrainisch auf CD gesucht. FEHLANZEIGE! Das ist wirklich traurig, nicht, dass diese Möglichkeit in Deutschland nicht soweit verbreitet ist, weil anscheinend der Bedarf nicht da ist.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#30 Beitrag von Optimist » Sonntag 14. November 2010, 22:15

freedom- Vorschlag: Sie suchen sich in Berlin einen Ukrainer, der oder die deutsch lernen möchte....kostenlos... Sie lernen ukrainisch und Ihre neue Bekanntschaft deutsch. Idee schlecht?
Noch ein Tip: Suchen Sie in Berlin die ukrainische Gemeinde auf, es gibt sicher eine. Denke dort wird sich viel Information und Kontakt finden lassen! Vielleicht auch die ukrainische Partnerin fürs Leben. Wünsche viel Glück!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#31 Beitrag von freedom » Dienstag 16. November 2010, 02:54

Sonnenblume hat geschrieben:Lassen wir mal das Internet außen vor, denn da findet man einige Möglichkeiten (auch von Deutschland aus). Ich habe 2 Jahre lang in der UKRAINE einen Selbstlernkurs Ukrainisch auf CD gesucht. FEHLANZEIGE! Das ist wirklich traurig, nicht, dass diese Möglichkeit in Deutschland nicht soweit verbreitet ist, weil anscheinend der Bedarf nicht da ist.
Ich nehme an, dass sich der Zustand der mangelnden Information über die Ukraine und des Ukrainischen hierzulande ändern wird. Spätestens mit der EM 2012 und den Reiseberichten deutscher Fußballfans in der Ukraine. Auf alle Fälle halte ich die zwischenmenschlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern für enorm entwicklungsfähig. Wären die rechtlichen Rahmenbedingungen etwas sicherer ausgestaltet und praktiziert, würden sich einige Deutsche mehr auf den Weg machen, um in der Ukraine eine Familie zu gründen. Richtig?

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Re: Brautschau in der Ukraine

#32 Beitrag von freedom » Mittwoch 17. November 2010, 02:37

Optimist hat geschrieben:freedom- Vorschlag: Sie suchen sich in Berlin einen Ukrainer, der oder die deutsch lernen möchte....kostenlos... Sie lernen ukrainisch und Ihre neue Bekanntschaft deutsch. Idee schlecht?
Noch ein Tip: Suchen Sie in Berlin die ukrainische Gemeinde auf, es gibt sicher eine. Denke dort wird sich viel Information und Kontakt finden lassen! Vielleicht auch die ukrainische Partnerin fürs Leben. Wünsche viel Glück!
Das Thema lautet eigentlich "Brautschau in der Ukraine" und nicht "... in Berlin", dennoch bedanke ich mich für beide konkrete Hinweise. Die Idee, jemanden aus der Ukraine für den Sprachaustausch zu suchen, finde ich fabelhaft und durchführbar. Auch der Tipp mit der ukrainischen Gemeinde scheint mir durchaus hilfreich zu sein. Was ich soweit mitbekommen habe, ist es besser, sich mit persönlichen Kontakten verdeckt zu halten. Wenn mich also die ukrainische Partnerin fürs Leben gefunden hat, bleibt das - sub rosa. ;)

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Re: Brautschau in der Ukraine

#33 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 18. November 2010, 13:19

Optimist hat geschrieben:freedom- Vorschlag: Sie suchen sich in Berlin einen Ukrainer, der oder die deutsch lernen möchte....kostenlos... Sie lernen ukrainisch und Ihre neue Bekanntschaft deutsch. Idee schlecht?
Noch ein Tip: Suchen Sie in Berlin die ukrainische Gemeinde auf, es gibt sicher eine. Denke dort wird sich viel Information und Kontakt finden lassen! Vielleicht auch die ukrainische Partnerin fürs Leben. Wünsche viel Glück!
Das hier ist bestimmt auch interessant für ihn http://forum.ukraine-nachrichten.de/ber ... t1208.html . Und kostet nix.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#34 Beitrag von freedom » Donnerstag 18. November 2010, 17:22

Sonnenblume hat geschrieben:...Das hier ist bestimmt auch interessant für ihn http://forum.ukraine-nachrichten.de/ber ... t1208.html . Und kostet nix.
Man bedankt sich für den Hinweis! @}-,-'--

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Re: Brautschau in der Ukraine

#35 Beitrag von howerla » Montag 14. März 2011, 20:13

Und da wie besagt nichtmals die Ukrainer ein prob. damit haben, werde auch ich nach Russisch kein Ukrainisch lernen, weil es einfach nicht nötig ist punkt aus :).

Mit Gruss
UAF

Warum würdest Du kein Ukrainisch lernen? ist ja Amtssprache der Ukraine.
Wenn die Türken in Deutschland so sagen würden, was würdest Du dazu sagen?

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Re: Brautschau in der Ukraine

#36 Beitrag von Optimist » Montag 14. März 2011, 20:52

howerla hat geschrieben:
Und da wie besagt nichtmals die Ukrainer ein prob. damit haben, werde auch ich nach Russisch kein Ukrainisch lernen, weil es einfach nicht nötig ist punkt aus :).

Mit Gruss
UAF

Warum würdest Du kein Ukrainisch lernen? ist ja Amtssprache der Ukraine.
Wenn die Türken in Deutschland so sagen würden, was würdest Du dazu sagen?
Das kann man nun überhaupt nicht mit der Ukraine vergleichen, und es gibt genug Türken, besonders Türkinnen in Deutschland, die seit 20 Jahren dort leben aber keine deutsche Sprache sprechen und diese nicht lernen wollen und werden.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#37 Beitrag von Siggi » Montag 14. März 2011, 22:31

Warum würdest Du kein Ukrainisch lernen? ist ja Amtssprache der Ukraine.
Wenn die Türken in Deutschland so sagen würden, was würdest Du dazu sagen?
Wenn man schon vergleichen will, dann doch eher so:
Was ist, wenn die Türken in Deutschland nicht Hochdeutsch sondern stattdessen Plattdeutsch lernen würden? (Wobei auch der Vergleich hinkt, denn Plattdeutsch ist nicht mehr wirklich verbreitet.)

Ich sehe das ganz pragmatisch: Wieso sollte ich eine Sprache (Ukrainisch) lernen, die niemand in der Familie meiner Frau, im Bekannten- und Verwandtenkreis spricht? Das wäre etwas anderes, wenn wir im Westen der Ukraine wohnen würden. Da würde ich mich vermutlich fragen, warum ich Russisch lernen sollte.

Gruß
Siggi

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Re: Brautschau in der Ukraine

#38 Beitrag von mbert » Montag 14. März 2011, 22:49

Siggi hat geschrieben: Ich sehe das ganz pragmatisch: Wieso sollte ich eine Sprache (Ukrainisch) lernen, die niemand in der Familie meiner Frau, im Bekannten- und Verwandtenkreis spricht? Das wäre etwas anderes, wenn wir im Westen der Ukraine wohnen würden. Da würde ich mich vermutlich fragen, warum ich Russisch lernen sollte.
Yow, so ist das. Allerdings schätze ich den Unterschied zwischen Ukrainisch und Russisch schon etwas größer als zwischen Platt und Hochdeutsch ein (ich spreche alle vier Sprachen zumindest ausreichend, um mir da einen Vergleich erlauben zu können :-D).
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#39 Beitrag von freedom » Mittwoch 16. März 2011, 03:45

Siggi hat geschrieben:...Ich sehe das ganz pragmatisch: Wieso sollte ich eine Sprache (Ukrainisch) lernen, die niemand in der Familie meiner Frau, im Bekannten- und Verwandtenkreis spricht? Das wäre etwas anderes, wenn wir im Westen der Ukraine wohnen würden. Da würde ich mich vermutlich fragen, warum ich Russisch lernen sollte.
Eine andere pragmatische Ansicht könnte aber auch lauten: Die Ukraine gehört dem Volk der Ukrainer, und deren Landes- sowie Amtsprache ist laut Verfassung Ukrainisch. Die Russische Föderation gehört dem Volk der Russen und deren Landes- und Amtsprache ist russisch. Ich bin Deutscher, meine Muttersprache ist Deutsch und ich lerne Ukrainisch sowie Russisch, weil mich beide Sprachen begeistern. Die eine aus Affinität und die andere wegen ihrer universellen Verwendung im osteuropäischen Sprachraum.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#40 Beitrag von Optimist » Mittwoch 16. März 2011, 20:15

Die Skandinaven sprechen alle perfekt englisch, können sich damit sehr gut verständigen und haben keine Komplexe. So verhält es sich auch im osteuropäischen Raum, nur halt auf russisch.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#41 Beitrag von mbert » Mittwoch 16. März 2011, 20:39

Optimist hat geschrieben:Die Skandinaven sprechen alle perfekt englisch, können sich damit sehr gut verständigen und haben keine Komplexe. So verhält es sich auch im osteuropäischen Raum, nur halt auf russisch.
Aus meiner Sicht macht es hier einen Unterschied, wo man seinen (u.U. gemeinsamen) Lebensmittelpunkt hat. Wenn meine Freundin Südtirolerin wäre (um mal ein "unverfänglicheres" Beispiel zu nehmen), könnte ich ja mit ihr auf deutsch kommunizieren. Deutsch wäre auch die wichtigste Sprache, weil es eben die ihre wäre. Sollte ich mich nun aber entschließen, mit ihr in Meran zu leben, dann befände ich mich auf italienischem Staatsgebiet, freilich in einer Region, die noch überwiegend deutschsprachig ist. In dem Fall wäre es dann angebracht, zumindest mittelfristig neben Deutsch auch Italienisch zu lernen. Das wäre eher eine Frage der Pflicht dem Land gegenüber, in dem man lebt. Welche Sprache nun die offizielle Staatssprache ist, dürfte meiner Freundin eher egal sein.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#42 Beitrag von Optimist » Mittwoch 16. März 2011, 20:45

Aber ein wenig vom Alter ist das auch abhängig, bis zu welchem sollte man es denn zur Pflicht machen?

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Re: Brautschau in der Ukraine

#43 Beitrag von mbert » Mittwoch 16. März 2011, 21:22

Optimist hat geschrieben:Aber ein wenig vom Alter ist das auch abhängig, bis zu welchem sollte man es denn zur Pflicht machen?
Würde ich nicht vom Alter abhängig machen. Ich muss mich doch, wenn ich ins Ausland ziehe, in der Landessprache verständigen können.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#44 Beitrag von Optimist » Mittwoch 16. März 2011, 21:36

Mir geht es darum, dass Russen, die schon 50 Jahre und mehr hier in der Ukraine leben, die ukrainische Sprache lernen sollen nur weil man hier nicht in der Lage ist, die vorhandene Zweisprachigkeit weiter zu pflegen und auch die russische Sprache als Amtssprache zu benutzen. Diesen grossen Vorteil für die Ukraine nicht weiter zu nutzen, nur aus nationalistischen Gründen oder was auch immer, ist Schwachsinn. Für den Grossteil der Ukrainer gibt es überhaupt kein Problem damit. Kein entwickeltes Land würde auf so eine Idee kommen, dieses Potential zu unterdrücken!

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Re: Brautschau in der Ukraine

#45 Beitrag von howerla » Mittwoch 16. März 2011, 22:26

Optimist hat geschrieben:Mir geht es darum, dass Russen, die schon 50 Jahre und mehr hier in der Ukraine leben, die ukrainische Sprache lernen sollen nur weil man hier nicht in der Lage ist, die vorhandene Zweisprachigkeit weiter zu pflegen und auch die russische Sprache als Amtssprache zu benutzen. Diesen grossen Vorteil für die Ukraine nicht weiter zu nutzen, nur aus nationalistischen Gründen oder was auch immer, ist Schwachsinn. Für den Grossteil der Ukrainer gibt es überhaupt kein Problem damit. Kein entwickeltes Land würde auf so eine Idee kommen, dieses Potential zu unterdrücken!
50 Jahre leben - und die Landessprache zumindest auf Umgangsniveau nicht beherschen? Das ist sehr seltsam.

Du weisst ja, Ukraine ist nicht weniger multikulturell als Deutschland. Und es gibt kein Problem für Leute, die sogar seit nur ein Paar Jahren in Deutschland leben, nicht 50 !! Deutsch zu erlernen; und die lernen es, studieren, arbeiten. Und eigene Muttersprache verbietet ihnen auch keiner.

Genau so ist es in der Ukraine.

Die sprachen UA und RU sind sich ähnlich, und für eingeborene Russen sollte es auch kein grosses Problem darstellen Ukrainisch zu lernen.
Die zweite Amtssprache wäre nichts anderes als Befreiung vom Erlernen der Ukrainischen Sprache.

In Russland leben auch viele Ukrainer, und die sprechen da Russisch, und keiner verlangt von Russland Ukrainisch zur 2.Amtssprache zu machen. Wenn schon, dann bitte auf beiden Seiten.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#46 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 17. März 2011, 00:00

howerla hat geschrieben: In Russland leben auch viele Ukrainer, und die sprechen da Russisch, und keiner verlangt von Russland Ukrainisch zur 2.Amtssprache zu machen. Wenn schon, dann bitte auf beiden Seiten.
Der Vergleich hinkt ja wohl gewaltig! Wieviel Prozent Ukrainer leben in Russland und wieviel Prozent Russen in der Ukraine?

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Re: Brautschau in der Ukraine

#47 Beitrag von freedom » Donnerstag 17. März 2011, 01:23

howerla hat geschrieben:...50 Jahre leben - und die Landessprache zumindest auf Umgangsniveau nicht beherschen? Das ist sehr seltsam... Die Sprachen UA und RU sind sich ähnlich, und für eingeborene Russen sollte es auch kein grosses Problem darstellen Ukrainisch zu lernen. Die zweite Amtssprache wäre nichts anderes als Befreiung vom Erlernen der Ukrainischen Sprache...
Meine Erfahrung dürfte alle Gemüter beruhigen, denn für eine erfolgreiche Brautschau in der Ukraine ist nicht ausschlaggebend, ob Mann die Frau auf ukrainisch oder russisch anspricht, entscheidend ist der Wille und Wunsch beider, sich aufeinander einzustellen und den anderen Menschen verstehen zu wollen. Im Wesentlichen schließe ich mich zwar dem o.a. Beitrag an, doch sind noch einige Entschärfungen beizusteuern. Bei der Urbanisierung der Ukraine waren russischsprechende Kolonisatoren mit beteiligt, deren nachfolgende Generationen daraus einen Machtanspruch der Sprachdominanz ableiten. Das ist verständlich und nachvollziehbar. Doch aufgrund des vermeintlichen Rechts des Stärkeren, die Ukraine als Teil der Sowjetunion zu annektieren und die ukrainische Sprache zu verbieten, hat mit Bruderliebe überhaupt nichts zu tun. Wenn der jetzige russische Ministerpräsident unter Androhung von Sanktionen Kiew warnt, einer EU-Handelszone beizutreten, dann geht das wieder in die gleiche Richtung der Unterwerfung mit dem Ziel der Unterdrückung. Die Tatsache, dass viele Ukrainer neben Ukrainisch auch Russisch beherrschen und lieber in Russland als in der EU ihr Glück mit Arbeit versuchen, verstehe ich als eine Nähe, die man nicht versuchen sollte zu erzwingen. Wie in einer harmonischen Ehe, wo beide Partner gleichberechtigt sind und einander vertrauen, ist ein Staatenbündnis auch nur dann sinnvoll, wenn die Freiheit aller Beteiligten akzeptiert und respektiert wird.
Last but not least: Pacta sunt servanda = Verträge sind zu einzuhalten. GOOD

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Re: Brautschau in der Ukraine

#48 Beitrag von Optimist » Donnerstag 17. März 2011, 07:56

Wieso ist das seltsam, man hat zu Sowjetzeiten russisch gesprochen auch viele Ukrainer, damals bei den Kommunisten gab es keine Probleme mit zwei Sprachen, warum denn jetzt auf einmal?

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Re: Brautschau in der Ukraine

#49 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 17. März 2011, 09:01

Optimist hat geschrieben:Wieso ist das seltsam, man hat zu Sowjetzeiten russisch gesprochen auch viele Ukrainer, damals bei den Kommunisten gab es keine Probleme mit zwei Sprachen, warum denn jetzt auf einmal?
Genau, man hat zu Sowjetzeiten auch ukrainisch gesprochen, auch unterrichtet. Kann mich nicht erinneren, dass ukrainisch verboten gewesen wäre. Aber Mythen, die in den Kram passen, halten sich eben lange.

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Re: Brautschau in der Ukraine

#50 Beitrag von mbert » Donnerstag 17. März 2011, 10:50

Sonnenblume hat geschrieben:
howerla hat geschrieben: In Russland leben auch viele Ukrainer, und die sprechen da Russisch, und keiner verlangt von Russland Ukrainisch zur 2.Amtssprache zu machen. Wenn schon, dann bitte auf beiden Seiten.
Der Vergleich hinkt ja wohl gewaltig! Wieviel Prozent Ukrainer leben in Russland und wieviel Prozent Russen in der Ukraine?
Ich glaube, Howerla wollte hier nur darauf aufmerksam machen, dass Russland, welches sehr gern mit dem Finger auf angeblich mangelnde Minderheitenrechte der russophonen Minderheit in der Ukraine hinweist, selber nicht gerade mit dem guten Beispiel vorangeht. Lassen wir die Frage nach der Amtssprache mal beiseite, wie sieht es z.B.aus mit ukrainischsprachigen Schulen in Russland? Bibliotheken mit Büchern in ukrainischer Sprache?

Außerdem finde ich schade, dass Du überhaupt nicht auf seinen anderen Punkt eingehst, den ich hier gern noch einmal wiederhole:
howerla hat geschrieben: Die sprachen UA und RU sind sich ähnlich, und für eingeborene Russen sollte es auch kein grosses Problem darstellen Ukrainisch zu lernen.
Die zweite Amtssprache wäre nichts anderes als Befreiung vom Erlernen der Ukrainischen Sprache.
Das ist m.E. der entscheidende Punkt in dieser Diskussion, der leider immer wieder ignoriert wird! Praktisch alle ukrainophonen Ukrainer sind derzeit de facto zweisprachig. Warum ist es zu viel verlangt, dass die russophonen Ukrainer das auch sind?

Wir haben in der Vergangenheit ja oft über Nationalismus und Chauvinismus diskutiert. Nach meiner Erfahrung sind insbesondere Russen in der Praxis oft unwillig, überhaupt irgendeine andere Sprache als Russisch zu sprechen. Auch wenn das Niveau von z.B. Englisch oder Deutsch in der Ukraine auch nicht gerade großartig ist, ist nach meiner Erfahrung diese Art von Renitenz durchaus nicht typisch für den anderen Teil der Ukrainer. Ich finde nicht, dass man die Weigerung, in einem Land, wo man die Minderheit stellt, die Sprache der Mehrheit zu lernen, noch subventionieren sollte.
Es genügt nicht, nur keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken!

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