Allgemeines Diskussionsforum | Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

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freedom
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#26 Beitragvon freedom » Freitag 29. Oktober 2010, 01:41

Handrij hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben: Der Grösste Teil der Bevölkerung lebt nun mal auf dem Land.

Hm, das stimmt überhaupt nicht. 68 Prozent der Ukrainer sind Städter, siehe Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links .... Die gewaltsame Industrialisierung hat da einiges verschoben und diese ist nun bereits 80 Jahre her ...
Zum Vergleich: für Deutschland gibt das CIA Factbook einen Verstädterungsgrad von 74 Prozent an, für die USA 82 Prozent, für Frankreich 77 Prozent und selbst für Russland von 73 Prozent ....

Sicher hat Ukrstat die gleiche Qualität wie die amtliche Arbeitslosenstatistik. Einfach schön! Nach meiner Einschätzung leben die meisten Ukrainer auf dem Land und verstecken sich vor Staatsbediensteten wie dem SBU. Oder ist das auch eine tendenziöse Berichterstattung? Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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Handrij
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#27 Beitragvon Handrij » Freitag 29. Oktober 2010, 02:39

freedom hat geschrieben:Sicher hat Ukrstat die gleiche Qualität wie die amtliche Arbeitslosenstatistik.

Ja, du hast Recht, denn es leben weitaus mehr Ukrainer in den Städten, denn auf dem Lande gibt es erst recht keine Arbeit, was meinst du denn, wieso dort nur alte Leute wohnen ....

freedom hat geschrieben:Einfach schön! Nach meiner Einschätzung leben die meisten Ukrainer auf dem Land und verstecken sich vor Staatsbediensteten wie dem SBU. Oder ist das auch eine tendenziöse Berichterstattung? Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Der Artikel ist ok, von den Fakten her. Doch sollte er schon nochmal nachsehen, wie der Geheimdienstchef wirklich heißt. Vermutlich entstand der Fehler im Lektorat, egal ...
Choroschkowskyj ist im Übrigen kein Gefolgsmann von Janukowytsch. Er war bereits unter Juschtschenko zweiter Mann beim Geheimdienst und vorher Leiter des Zolls, wo er wohl einen Großteil seines Vermögens gemacht hat und dies in Zusammenarbeit mit einem gewissen Firtasch, der von Tymoschenko gehasst wird, weil er ihr wohl die Geschäfte verdorben hat. Firtasch konnte gut mit Juschtschenko und ist derzeit die graue Eminenz der Partei der Regionen. Das könnte der Autor wissen, denn er lebt seit ein paar Jahren bereits in Kiew, tut bei diesem Artikel aber nichts zur Sache ...

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Sonnenblume
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#28 Beitragvon Sonnenblume » Freitag 29. Oktober 2010, 09:58

freedom hat geschrieben:Sicher hat Ukrstat die gleiche Qualität wie die amtliche Arbeitslosenstatistik. Einfach schön! ...


Ja ja, die Statistik. Das ist in Deutschland ganz anders: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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freedom
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#29 Beitragvon freedom » Samstag 30. Oktober 2010, 03:37

Sonnenblume hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:Sicher hat Ukrstat die gleiche Qualität wie die amtliche Arbeitslosenstatistik. Einfach schön! ...

Ja ja, die Statistik. Das ist in Deutschland ganz anders: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

Realistisch betrachtet, ist die deutsche Arbeitslosenstatistik bedeutend schöner manipuliert als die Ukrainische, denn dort nimmt man die Arbeitslosen nicht richtig wahr.

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Optimist
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#30 Beitragvon Optimist » Samstag 30. Oktober 2010, 19:59

Vielleicht sind Ukrainer was Arbeitslosigkeit betrifft auch flexibler, ein System wie in Deutschland kennen sie nicht. Vielleicht hat man sich vom deutschen Sozialsystem auch schon zu abhängig gemacht, grosse Erwartungshaltung für den Fall, dass man in Not gerät, nun ist aber die Frage: Wo fängt Not an? Man kann es nie allen Menschen recht machen, und ich weise noch einmal darauf hin, es gibt ganz viel Menschen auf dieser Erde, die nur nach einer nächsten Mahlzeit suchen. Wem nützen Statistiken, wem nützt es wenn ein Dorf ab 10000 Einwohner zur Stadt wird, aber die Leute dort keine stadtähnlichen Lebensbedingungen haben? Wir haben hier eine Stadt, aber keine Arbeit... weil man ganz einfach so blöd war hier viele ehemalige genutzte Flächen zu verkaufen und jetzt nicht daran denkt wie es weiter geht. Nach dem Motto: Investoren?... ja was ist denn das? Haben die Geld, sofort auf den Tisch? Die Spekulanten warten auf.... wissen sie wohl selbst nicht....
Dies muss alles nicht 100% wahr sein, es ist nur mein persönlicher Eindruck!

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freedom
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#31 Beitragvon freedom » Samstag 30. Oktober 2010, 20:39

Optimist hat geschrieben:Vielleicht sind Ukrainer was Arbeitslosigkeit betrifft auch flexibler, ein System wie in Deutschland kennen sie nicht. Vielleicht hat man sich vom deutschen Sozialsystem auch schon zu abhängig gemacht, grosse Erwartungshaltung für den Fall, dass man in Not gerät, nun ist aber die Frage: Wo fängt Not an? Man kann es nie allen Menschen recht machen, und ich weise noch einmal darauf hin, es gibt ganz viel Menschen auf dieser Erde, die nur nach einer nächsten Mahlzeit suchen. Wem nützen Statistiken, wem nützt es wenn ein Dorf ab 10000 Einwohner zur Stadt wird, aber die Leute dort keine stadtähnlichen Lebensbedingungen haben? Wir haben hier eine Stadt, aber keine Arbeit... weil man ganz einfach so blöd war hier viele ehemalige genutzte Flächen zu verkaufen und jetzt nicht daran denkt wie es weiter geht. Nach dem Motto: Investoren?... ja was ist denn das? Haben die Geld, sofort auf den Tisch? Die Spekulanten warten auf.... wissen sie wohl selbst nicht....
Dies muss alles nicht 100% wahr sein, es ist nur mein persönlicher Eindruck!

Wo soll der Sinn oder der Erfolg liegen, hechelnderweise durchs Land zu rasen, um ein paar Euros irgendwo zu ergattern, während sich eine nicht so große Gruppe von Menschen irgendwo dieses merkwürdige Treiben aus sicherer Entfernung betrachtet und womöglich noch an dem selbst erzeugten Elend erfreut? Die Abhändigkeit am deutschen Sozialsystem wird desto stärker, je weniger die Möglichkeiten bestehehen, selber ausreichende Einkünfte zu erzielen. Not fängt dann an, wenn der Mensch zu leiden beginnt, und diese Schwelle ist individuell. Den Menschen etwas recht zu machen ist etwas anderes, als Recht zu machen. Vom voreiligen Landverkauf habe ich auch schon gehört. Das ist dann vergleichsweise so, als ob eine Schar Kinder vor dem gut gefüllten Bäckerladen steht, aber keiner von ihnen Geld hat, weil sie es vorher für Unsinn ausgegeben haben. Da das Verhalten von Menschen manchmal richtungsbezogen (z. B. schneller Gewinn) ist, kann die Berichterstattung auch nur über eine Tendenz berichten. Läge in dem Fall des voreiligen Landverkaufs eine negative Berichterstattung vor?

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Optimist
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#32 Beitragvon Optimist » Samstag 30. Oktober 2010, 21:34

Ich habe nie von negativer Berichterstattung gesprochen, für mich war sie in Deutschland viel eher zu wenig, das was berichtet wurde war schon realistisch, zumindest aus den Medien die ich bevorzugt habe. Nur wie gesagt, hier in der Ukraine gibt es sehr viel Kontrast, da meine Nachbarn hier teilweise sehr arm sind, sehe ich das Leben mehr aus der Perspektive der armen Leute. Aber ich bin lieber mit diesen Leuten zusammen als mit neureichen Ukrainern. Warum? Weil diese Menschen nicht bei jedem Zusammensein über Geld oder Geschäfte sprechen.

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freedom
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#33 Beitragvon freedom » Sonntag 31. Oktober 2010, 01:54

Optimist hat geschrieben:Ich habe nie von negativer Berichterstattung gesprochen, für mich war sie in Deutschland viel eher zu wenig, das was berichtet wurde war schon realistisch, zumindest aus den Medien die ich bevorzugt habe. Nur wie gesagt, hier in der Ukraine gibt es sehr viel Kontrast, da meine Nachbarn hier teilweise sehr arm sind, sehe ich das Leben mehr aus der Perspektive der armen Leute. Aber ich bin lieber mit diesen Leuten zusammen als mit neureichen Ukrainern. Warum? Weil diese Menschen nicht bei jedem Zusammensein über Geld oder Geschäfte sprechen.

... und weil das gesellige Zusammensein natürlicher, freier und lockerer abläuft. [smilie=friends.gif]

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Optimist
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#34 Beitragvon Optimist » Sonntag 31. Oktober 2010, 22:58

Ganz bestimmt, wenn Sie hier in Ukraine anreisen, stehen Ihnen alle Türen offen, es fragt Sie keiner ob Sie in Deutschland ohne Arbeit sind. Sollten Sie dann von sich aus damit beginnen, wie schlecht es Ihnen in Deutschland geht.... es wäre normal.... keiner würde dies verstehen!

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freedom
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Re: Wie tendenziös ist die deutsche Berichterstattung über die Ukraine?

#35 Beitragvon freedom » Montag 1. November 2010, 01:04

Optimist hat geschrieben:Ganz bestimmt, wenn Sie hier in Ukraine anreisen, stehen Ihnen alle Türen offen, es fragt Sie keiner ob Sie in Deutschland ohne Arbeit sind. Sollten Sie dann von sich aus damit beginnen, wie schlecht es Ihnen in Deutschland geht.... es wäre normal.... keiner würde dies verstehen!

Vielleicht ist es auch eine Frage des nationalen Selbstverständnisses, ich meine die Art, wie die Menschen im Lande leben und wie sie von der Vergangenheit geprägt sind. Die Ukraine ist aus deutscher Sicht schwer zu verstehen, und umgekehrt. Das könnte eine mögliche Ursache sein, weshalb sich die deutsche Medienlandschaft mit Reportagen aus der Ukraine zurückhaltend gibt. Bevor irgendetwas Falsches verbreitet wird, dann lieber nichts. Deutschland ist in einer Zwickmühle zwischen den USA und Russland. Irgendwie scheint auch immernoch ein Vorhang vorhanden zu sein, der das Land abschottet, obwohl sich wirklich Menschen bemühen, Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Man kann das auch spüren, wenn man in beiden Ländern unterwegs war bzw. ist. Es sind zwei verschiedene Welten, und jede für sich eine eigene Entität. Scheinbar nicht zu erklären.

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