Allgemeines Diskussionsforum | Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

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Wird Timoschenko ins Gefängnis gesteckt?

Ja!
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Weiß nicht ...
1
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Optimist
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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#26 Beitragvon Optimist » Donnerstag 30. Dezember 2010, 17:26

freedom hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:freedom- hier in der Ukraine gab es kein Wirtschaftswunder, keinen Albrecht, der mit einer guten Idee zum reichsten Mann wurde. Die Leute hier mit Geld haben ...

Als ein Wirtschaftwunder würde ich es auch nicht bezeichnen, dass einerseits die ukrainische Infrastruktur vielerorts wesentliche positive Wandlungen und Verbesserungen erfährt, jedoch andererseits große Teile der Bevölkerung wegen Arbeitslosigkeit, Unterbezahlung und Horrorpreisen vom Aufschwung des Landes ausgeschlossen werden und mitunter erhebliche Not leiden. Ich stimme Ihnen zu, dass Frau Tymoschenko, ebenso wie andere wohlbetuchte Ukrainer, bedeutend mehr zum Wohle des Volkes beitragen könnten. Sicher gibt es UAH-Millionäre und -Milliardäre, die wohltätig handeln, doch irgendwie fehlt es an einem Konsens in der Верховна Рада України, der jedem ukrainischen Staatsbürger das Gefühl vermittelt, von Staat und Wirtschaft tatsächlich als Mensch wahrgenommen und respektiert zu werden. Herr Chodorkowski hat, soweit mir bekannt ist, während seiner "jahrelangen Bedenkzeit" eine Wandlung in Richtung Menschlichkeit durchgemacht, die ihn aus seiner unternehmischen Zahlenwelt in ein anderes Bewusstsein geführt hat. Unternehmertum, das sich rein egoistischen Zielen verschrieben hat, schadet dem Staat und dessen Glaubwürdigkeit sowie letztendlich allen. Nicht derjenige, der zu den Waffen greift, ist der Stifter des Unheils, sondern derjenige, der den anderen dazu nötigt. Wenn Sie meinen, dass ich nur zu geschwollenen Sprüchen und zu nichts anderem instande sei, so befinden Sie sich in einem Irrtum. Zur Rechenschaft bin ich lediglich meinem göttlichen Richter, meinem irdischen Richter und meinem Gewissen verpflichtet.


Tut mir leid, Sie haben nicht das Geringste begriffen, bitte für welche Sekte sind Sie unterwegs?

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Kurt Simmchen - galizier
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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#27 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Freitag 31. Dezember 2010, 23:54

An Freedom!!!

bitte langsam und laut lesen, sich selbst gut zuhören und versuchen zu denken!!!

Als ein Wirtschaftwunder würde ich es auch nicht bezeichnen, dass einerseits die ukrainische Infrastruktur vielerorts wesentliche positive Wandlungen und Verbesserungen erfährt,

Wo und Wie???


jedoch andererseits große Teile der Bevölkerung wegen Arbeitslosigkeit, Unterbezahlung und Horrorpreisen vom Aufschwung des Landes ausgeschlossen werden und mitunter erhebliche Not leiden.

Und wie ist das in Deutschland???

Ich stimme Ihnen zu, dass Frau Tymoschenko, ebenso wie andere wohlbetuchte Ukrainer, bedeutend mehr zum Wohle des Volkes beitragen könnten. Sicher gibt es UAH-Millionäre und -Milliardäre, die wohltätig handeln, doch irgendwie fehlt es an einem Konsens in der Верховна Рада України, der jedem ukrainischen Staatsbürger das Gefühl vermittelt, von Staat und Wirtschaft tatsächlich als Mensch wahrgenommen und respektiert zu werden.

Und wie ist das in Deutschland???


ich wünsche Dir für 2011 ein Ende der Dunkelheit in der Du vegetierst.

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freedom
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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#28 Beitragvon freedom » Mittwoch 5. Januar 2011, 13:03

Optimist hat geschrieben: ...Tut mir leid, Sie haben nicht das Geringste begriffen, bitte für welche Sekte sind Sie unterwegs?

Durch meine in Abendform erworbene Allgemeine Fachhochschulreife, Bereich Wirtschaft, bin ich in der Lage, komplexe Zusammenhänge geistig zu erfassen und mit eigener Meinung zu kommentieren. Worin liegt bitte Ihre Kompetenz, mir zu unterstellen, ich hätte nichts begriffen? Ich bitte um detaillierte Beschreibung dessen, was ich angeblich nicht begriffen hätte. Da ich meine eigenen Ansichten vertrete, kann ich ruhigen Gewissens die Zugehörigkeit einer Sekte verneinen. Auf welche Annahmen stützen Sie Ihre diesbezügliche Frage?

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#29 Beitragvon Handrij » Mittwoch 5. Januar 2011, 13:08

freedom hat geschrieben:Durch meine in Abendform erworbene Allgemeine Fachhochschulreife, Bereich Wirtschaft, bin ich in der Lage, komplexe Zusammenhänge geistig zu erfassen und mit eigener Meinung zu kommentieren.

´tschuldigung, aber Abitur und Studium befähigen nur dazu Prüfungen zu bestehen. Komplexe Zusammenhänge zu erfassen und sich eine eigene Meinung zu bilden muss man woanders lernen ...

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freedom
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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#30 Beitragvon freedom » Mittwoch 5. Januar 2011, 13:23

Handrij hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:Durch meine in Abendform erworbene Allgemeine Fachhochschulreife, Bereich Wirtschaft, bin ich in der Lage, komplexe Zusammenhänge geistig zu erfassen und mit eigener Meinung zu kommentieren.

´tschuldigung, aber Abitur und Studium befähigen nur dazu Prüfungen zu bestehen. Komplexe Zusammenhänge zu erfassen und sich eine eigene Meinung zu bilden muss man woanders lernen ...

Entschuldigung lächelnderweise abgelehnt! Ihre Ansicht mag für totalitäre Staatssysteme zutreffen, z. B. kommunistische und sozialistische, jedoch nicht für hochentwickelte Industriestaaten der Europäischen Union. Wo könnte man sich denn eine eigene Meinung bilden und diese auch ohne Repressalien äußern? Im Staate des Herrn Chodorkowski oder der Frau Tymoschenko?

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#31 Beitragvon freedom » Mittwoch 5. Januar 2011, 14:02

galizier hat geschrieben:An Freedom!!!
bitte langsam und laut lesen, sich selbst gut zuhören und versuchen zu denken!!!
Als ein Wirtschaftwunder würde ich es auch nicht bezeichnen, dass einerseits die ukrainische Infrastruktur vielerorts wesentliche positive Wandlungen und Verbesserungen erfährt,
Wo und Wie???
jedoch andererseits große Teile der Bevölkerung wegen Arbeitslosigkeit, Unterbezahlung und Horrorpreisen vom Aufschwung des Landes ausgeschlossen werden und mitunter erhebliche Not leiden.

Und wie ist das in Deutschland???
Ich stimme Ihnen zu, dass Frau Tymoschenko, ebenso wie andere wohlbetuchte Ukrainer, bedeutend mehr zum Wohle des Volkes beitragen könnten. Sicher gibt es UAH-Millionäre und -Milliardäre, die wohltätig handeln, doch irgendwie fehlt es an einem Konsens in der Верховна Рада України, der jedem ukrainischen Staatsbürger das Gefühl vermittelt, von Staat und Wirtschaft tatsächlich als Mensch wahrgenommen und respektiert zu werden.

Und wie ist das in Deutschland???
ich wünsche Dir für 2011 ein Ende der Dunkelheit in der Du vegetierst.

Zuerst einmal bedanke ich mich für die liebenswürdige Bedienungsanleitung zur Beantwortung der gestellten Fragen. Zweitens, vernehme ich hier Untertöne von Arroganz gegenüber meiner Person? Drittens: meine Antworten.
1. Die ukrainische Infrastruktur erfährt vielerorts wesentliche positive Wandlungen und Verbesserungen durch die Vorbereitungsmaßnahmen auf die EM-2010, wie beispielsweise Straßenneubau und -instandsetzung, Stadtrenovierungen, neue Verkehrsmittel (Bus, Eisenbahn) und Stadionbauten.
2. Auch in Deutschland werden große Teile der Bevölkerung aufgrund von Arbeitslosigkeit, Unterbezahlung und Horrorpreisen vom Aufschwung des Landes ausgeschlossen und leiden mitunter erhebliche Not. Es hilft den betroffenen Menschen wenig, auf die Ukraine zu zeigen und sagen, dass es mehr Ukrainern schlechter geht als deutschen Staatsbürgern. Von den schönen leeren Worten der schwarz-gelben Regierungskoalition kann man ebenso unzureichend würdig leben wie von denen der außerordentlich wohlhabenden Volksvertreter in der ukrainischen Regierung. Es fehlen überzeugende Taten, die die Glaubwürdigkeit vermitteln, im Sinne der Verfassung zu handeln.
3. Nach meiner Auffassung ist das Regierung-Bürger-Verhältnis in Deutschland vertrauenswürdiger als das in der Ukraine, weil bei uns ein höherer Leistungsanspruch zum Erreichen der Regierungsgewalt besteht. Vergleicht man die Gesetze zum Schutze des Volkes und die Leistungen von Judikative und Exekutive in beiden Staaten, kann man zurecht behaupten, dass erhebliche menschliche Defizite bei der ukrainischen Staatsführung bestehen. Ob bolschewistischer sowie stalinistischer Terror am ukrainischen Volk und Nazi-Terror am deutschen Volke, die menschenverachtenden Ideologien existieren unterschwellig weiter fort. Die Altlasten in Form von übertriebenem Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Machtmissbrauch und Raubtierkapitalismus sind klare Indikatoren hierfür.
Danke, lieber in Dunkelheit vegetieren als in im Hellen verrecken! Der Handlungsspielraum bzw. die Freiheit des Menschen wird vom Geld diktiert, und diese Diktatur empfinde in beiden Staaten als bösartig, egoistisch und destruktiv.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#32 Beitragvon Handrij » Mittwoch 5. Januar 2011, 16:40

freedom hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:Durch meine in Abendform erworbene Allgemeine Fachhochschulreife, Bereich Wirtschaft, bin ich in der Lage, komplexe Zusammenhänge geistig zu erfassen und mit eigener Meinung zu kommentieren.

´tschuldigung, aber Abitur und Studium befähigen nur dazu Prüfungen zu bestehen. Komplexe Zusammenhänge zu erfassen und sich eine eigene Meinung zu bilden muss man woanders lernen ...

Entschuldigung lächelnderweise abgelehnt! Ihre Ansicht mag für totalitäre Staatssysteme zutreffen, z. B. kommunistische und sozialistische, jedoch nicht für hochentwickelte Industriestaaten der Europäischen Union.

Deine Antwort ist der beste Beleg für meine Behauptung .... [btw. Industrie war einmal, aber das nur am Rande]

freedom hat geschrieben:Wo könnte man sich denn eine eigene Meinung bilden und diese auch ohne Repressalien äußern? Im Staate des Herrn Chodorkowski oder der Frau Tymoschenko?

Was willst du damit sagen?

Du hast anscheinend nicht begriffen, was ich meine.
Formale Bildung bringt niemanden automatisch dazu Fähigkeiten zu erwerben, um "komplexe Zusammenhänge geistig zu erfassen" und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ziemlich oft ist auch das Gegenteil der Fall, denn um den Anforderungen von Prüfungsinhalten gerecht zu werden muss man sich zuallererst konform verhalten und das wiedergeben, was gewünscht wird. Daher ist das mit der eigenen Meinung so eine Sache und ich würde das in keinem Fall mit dem von dir erwähnten Bildungsabschluss in Verbindung bringen. Zudem steht der Sermon deiner Antworten nicht unbedingt für "geistige Erfassung komplexer Zusammenhänge". Sorry, aber die Feststellung musste sein!

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#33 Beitragvon Tilko » Mittwoch 5. Januar 2011, 17:09

Ich finde es immer wieder verwunderlich zu welch gewaltigen Wort- und Satzgebilden sich so mancher Akademixer aufrafft um seine Bildung zu unterstreichen. Das Erstaunlichste daran je gewaltiger und unverständlicher das Ganze um so unbedeutender und erfolgloser sind die Damen und Herren. Man kanns ja noch so kompliziert und umständlich ausdrücken aber des wegen wird aus Scheiße noch lange kein Parfüm. Sorry für die deftige Sprache aber die versteht wenigstens jeder.

Wenn man den schon andere belehren will sollte man wenigstens darauf achten das die wichtigsten Fakten stimmen, gut Fehler machen wir alle aber bei DER Bildung sollte man schon wissen das die EM erst 2012 ist. Sonst wäre sie ja schon vorbei nicht war. Den Termin weiß sogar ich und ich bin die totale Fußball-Niete.
Und das mit dem Staßenneubau, Stadtrenovierung, neuen Verkehrsmitteln usw. usw. warten wir mal ab ob das alles so eintrifft wie versprochen. In Versprechungen waren die Regierenden in der Ukraine aber auch in Deutschland schon immer ganz groß.

Tilko [smilie=victory.gif] [smilie=ukr_prapor]

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#34 Beitragvon Optimist » Mittwoch 5. Januar 2011, 21:18

Das mit der Sekte nehme ich zurück, ..... vom "anderen Stern" war schon ganz treffend.

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freedom
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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#35 Beitragvon freedom » Sonntag 9. Januar 2011, 00:46

Handrij hat geschrieben:...Du hast anscheinend nicht begriffen, was ich meine.
Formale Bildung bringt niemanden automatisch dazu Fähigkeiten zu erwerben, um "komplexe Zusammenhänge geistig zu erfassen" und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ziemlich oft ist auch das Gegenteil der Fall, denn um den Anforderungen von Prüfungsinhalten gerecht zu werden muss man sich zuallererst konform verhalten und das wiedergeben, was gewünscht wird. Daher ist das mit der eigenen Meinung so eine Sache und ich würde das in keinem Fall mit dem von dir erwähnten Bildungsabschluss in Verbindung bringen. Zudem steht der Sermon deiner Antworten nicht unbedingt für "geistige Erfassung komplexer Zusammenhänge". Sorry, aber die Feststellung musste sein!

Bei mir muss sich niemand entschuldigen, der seine Meinung äußert. Inwieweit diese mich jedoch betrifft oder berührt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Während meiner Schulzeit und auch heutzutage muss man mehr als eine "Wiederkäuerbildung" besitzen, um für das Studium an einer Fachhochschule oder Hochschule zugelassen zu werden. Elementares Bildungungswissen wird in Deutschland konform als auch individuell vermittelt. Schließlich lernen und begreifen Schüler bzw. Schülerinnen unterschiedlich schnell. Wenn ich nicht verstehe, was Sie meinen, könnte es auch an Ihren nebulösen Formulierungen liegen. Um zum Thema zurückzukommen, arbeiten Leute in Machtpositionen lieber mit rhetorischen Stilmitteln, Ignoranz, Verharmlosung und Verniedlichung, weil sie nicht mit Wahrheit umgehen können. Die Urteilsbegründung im Fall Chodorkowski kommt mir das Ende eines Akts auf der Schauspiellbühne vor, bei dem sich staatliche Repräsentanten in Selbstdarstellung befleißigen. Das staatlichen Vorgehen, oder die sogenannte Klage, in der Angelegenheit Frau Tymoschenkos ist mit üblicher Logik nicht nachvollziehbar.

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Kurt Simmchen - galizier
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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#36 Beitragvon Kurt Simmchen - galizier » Montag 10. Januar 2011, 14:47

freedom hat geschrieben:Das staatlichen Vorgehen, oder die sogenannte Klage, in der Angelegenheit Frau Tymoschenkos ist mit üblicher Logik nicht nachvollziehbar.


Freedom, Du kannst so viel wie Du willst über Deine scholastische Bildung palavern wie Du willst, Du kannst trotzdem Deine eingeschränkte Erkenntnisfähigkeit nicht verbergen.

Ich habe bewusst Deinen letzten Satz zitiert. Das alte System der Sowjetunion war und ist auch nach 20 Jahren nicht mit üblicher Logik zu verstehen. Alle heutigen Entscheidungsträger sind aber in dieser kopfstehenden Logik erzogen worden und aufgewachsen. Das haben Dir mehrere Teilnehmer schon versucht zu erklären. Mit den Reflexionen aus 4 Besuchen kann man das nicht erkennen.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#37 Beitragvon paracelsus » Montag 10. Januar 2011, 15:51

freedom hat geschrieben:....... Das staatlichen Vorgehen, oder die sogenannte Klage, in der Angelegenheit Frau Tymoschenkos ist mit üblicher Logik nicht nachvollziehbar.


Wieso ist das nicht nachzuvollziehen? Selbst im Bundesdeutschen Recht gibt es genau den gleichen Straftatsbestandteil. Das Strafmass ist in der Ukraine sogar vergleichbar.
[smilie=kosak_2] So nennt sich in Deutschland der Vorwurf "Untreue" ( § 266 StgB ). Mit diesem Paragraphen mussten auch Deutsche Politiker schon Bekanntschaft machen. ZB. Helmut Kohl im Parteispendenskandal und bei der Flickaffäre. Infolge der Flickuntersuchungen wurde damals das Verfahren gegen Helmut Kohl allerdings eingestellt. Graf Lambsdorff sowie Hans Friderichs wurden zu Geldstrafen wegen "Beihilfe zur Steuerhinterziehung" verurteilt......... .
Wenn Frau Tymoschenko wirklich die Mittel aus dem Emmisionshandel zweckentfremdet hat, wäre selbst nach Deutschen Recht ein Anfangsverdacht vorhanden der Ermittlungen nach sich ziehen muss. Das "Problem" ist die Mittelgebundenheit aus den Emmisionsverkäufen. Bei einem Verstoß müsste die Ukraine die Gelder rückzahlen und damit wäre ein Vermögensschaden gegeben.
Ob Chordokowski nun wirklich Steuer hinterzogen hat oder gar ein Dieb ist... ich kann das nicht beurteilen. Ich verfüge da - wie wohl die allermeisten Menschen - lediglich über Informationen aus der Presse. Allerdings hält sich mein Mitleid mit den armen, verfolgten, vorzeigedemokratischen Ex-Oligarchen sehr in Grenzen............. Allerdings hat der "Fall Chordokowski" auch nichts mit dem Verfahren gegen die "einzig arbeitende" Frau Timoschenko zu tun
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim) 1493 - 1541

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#38 Beitragvon freedom » Dienstag 11. Januar 2011, 00:55

freedom hat geschrieben:...1. Die ukrainische Infrastruktur erfährt vielerorts wesentliche positive Wandlungen und Verbesserungen durch die Vorbereitungsmaßnahmen auf die EM-2010, wie beispielsweise Straßenneubau und -instandsetzung, Stadtrenovierungen, neue Verkehrsmittel (Bus, Eisenbahn) und Stadionbauten....

Bitte um Entschuldigung für den Schreibfehler: Die Fußball-EM findet 2012 statt.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#39 Beitragvon freedom » Dienstag 11. Januar 2011, 01:19

galizier hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:Das staatlichen Vorgehen, oder die sogenannte Klage, in der Angelegenheit Frau Tymoschenkos ist mit üblicher Logik nicht nachvollziehbar.

Ich habe bewusst Deinen letzten Satz zitiert. Das alte System der Sowjetunion war und ist auch nach 20 Jahren nicht mit üblicher Logik zu verstehen. Alle heutigen Entscheidungsträger sind aber in dieser kopfstehenden Logik erzogen worden und aufgewachsen. Das haben Dir mehrere Teilnehmer schon versucht zu erklären. Mit den Reflexionen aus 4 Besuchen kann man das nicht erkennen.

Logik beruht auf Intelligenz, die sich in sieben Formen äußert: linguistische, mathematisch-technisch-logische, visuelle, auditive, physisch-motorische, interpersonelle und intrapersonelle Intelligenz. Wenn nun ein Entscheidungsträger in dieser Rechtsangelegenheit, was durchaus vorkommen kann, in maßgebenden Intelligenzformen ein wenig unterbelichtet ist, kann das vom Normalbürger nicht verstanden werden. Ich nehme an, was das alte System der Sowjetunion angeht, sollte man den geschichtlichen Zusammenhang bzw. den Prozess von stalinistischer Verblendung, die Wende beim XX. Parteitag der KPdSu durch Nikita Chruschtschow und die Emanzipation ehemaliger UdSSR-Staaten zur Erklärung heranziehen. Stimmt, mit einigen Besuchen in der Ukraine dürfte es kaum Möglichkeit sein, Mentalität von Volk und Regierung zu verstehen.

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freedom
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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#40 Beitragvon freedom » Dienstag 11. Januar 2011, 01:49

paracelsus hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:....... Das staatlichen Vorgehen, oder die sogenannte Klage, in der Angelegenheit Frau Tymoschenkos ist mit üblicher Logik nicht nachvollziehbar.

Wieso ist das nicht nachzuvollziehen? Selbst im Bundesdeutschen Recht gibt es genau den gleichen Straftatsbestandteil. Das Strafmass ist in der Ukraine sogar vergleichbar.
[smilie=kosak_2] So nennt sich in Deutschland der Vorwurf "Untreue" ( § 266 StgB ). Mit diesem Paragraphen mussten auch Deutsche Politiker schon Bekanntschaft machen. ...Wenn Frau Tymoschenko wirklich die Mittel aus dem Emmisionshandel zweckentfremdet hat, wäre selbst nach Deutschen Recht ein Anfangsverdacht vorhanden der Ermittlungen nach sich ziehen muss. Das "Problem" ist die Mittelgebundenheit aus den Emmisionsverkäufen. Bei einem Verstoß müsste die Ukraine die Gelder rückzahlen und damit wäre ein Vermögensschaden gegeben...

Ein maßgebender Leitsatz zum Beschluss vom 23. Juni 2010 des Bundesverfassungsgerichts lautet: Die Rechtsprechung ist gehalten, Unklarheiten über den Anwendungsbereich von Strafnormen durch Präzisierung und Konkretisierung im Wege der Auslegung nach Möglichkeit auszuräumen (Präzisierungsgebot). Die Ausführungen der Zeilen 98 und 99 dieser höchstrichterlichen Entscheidung machen deutlich, dass für die Verurteilung ein tatsächlicher Vermögensschaden entstanden sein muss. In Zeile 100 wird nochmals eindeutig festgelegt:"Bleibt der Eintritt eines Schadens ungewiss, wenn auch möglich, so ist folglich nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ freizusprechen."
Mein Zustimmung bezüglich der Prüfung des Anfangsverdachts; doch bitte keine Gerichtsverfahren aufgrund realitätsferner Rechtskonstrukte.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#41 Beitragvon Sonnenblume » Dienstag 11. Januar 2011, 10:58

freedom hat geschrieben: In Zeile 100 wird nochmals eindeutig festgelegt:"Bleibt der Eintritt eines Schadens ungewiss, wenn auch möglich, so ist folglich nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ freizusprechen."
Mein Zustimmung bezüglich der Prüfung des Anfangsverdachts; doch bitte keine Gerichtsverfahren aufgrund realitätsferner Rechtskonstrukte.


paracelsus hat nichts anderes gesagt.

paracelsus hat geschrieben: Das "Problem" ist die Mittelgebundenheit aus den Emmisionsverkäufen. Bei einem Verstoß müsste die Ukraine die Gelder rückzahlen und damit wäre ein Vermögensschaden gegeben...


Haben Sie eigentlich bemerkt, dass Sie ihm in ihrer Argumentation recht geben? Wieso ist die Rückforderung der Gelder ein
"realitätsferner Rechtskonstrukt"?

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#42 Beitragvon freedom » Dienstag 11. Januar 2011, 20:55

Sonnenblume hat geschrieben:
freedom hat geschrieben: In Zeile 100 wird nochmals eindeutig festgelegt:"Bleibt der Eintritt eines Schadens ungewiss, wenn auch möglich, so ist folglich nach dem Grundsatz „in dubio pro reo“ freizusprechen."
Mein Zustimmung bezüglich der Prüfung des Anfangsverdachts; doch bitte keine Gerichtsverfahren aufgrund realitätsferner Rechtskonstrukte.

paracelsus hat nichts anderes gesagt.
paracelsus hat geschrieben: Das "Problem" ist die Mittelgebundenheit aus den Emmisionsverkäufen. Bei einem Verstoß müsste die Ukraine die Gelder rückzahlen und damit wäre ein Vermögensschaden gegeben...

Haben Sie eigentlich bemerkt, dass Sie ihm in ihrer Argumentation recht geben? Wieso ist die Rückforderung der Gelder ein
"realitätsferner Rechtskonstrukt"?

Ich finde, dass paracelsus etwas anderes zum Ausdruck gebracht hat, da sich meine Ausführung inhaltlich von seiner unterscheidet. Ansichtssache! Vergleichte man beide Beiträge und deren Informationen, käme man logischerweise zu der Feststellung, dass wesentliche Unterschiede bestehen. Der Tenor meiner angeführten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts liegt m. E. in einem tatsächlichen und bezifferbaren Schaden, der in der Angelegenheit Frau Tymoschenkos auch nicht besteht. Oder, wie hoch ist der Schaden durch eine mögliche Rückforderung der Emissionsgelder? Keine Rückforderung ==> kein Schaden ==> keine Verurteilung! Einfach, logisch, nachvollziehabr.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#43 Beitragvon Optimist » Dienstag 11. Januar 2011, 22:50

freedom hat geschrieben:
Handrij hat geschrieben:
freedom hat geschrieben:Durch meine in Abendform erworbene Allgemeine Fachhochschulreife, Bereich Wirtschaft, bin ich in der Lage, komplexe Zusammenhänge geistig zu erfassen und mit eigener Meinung zu kommentieren.

´tschuldigung, aber Abitur und Studium befähigen nur dazu Prüfungen zu bestehen. Komplexe Zusammenhänge zu erfassen und sich eine eigene Meinung zu bilden muss man woanders lernen ...

Entschuldigung lächelnderweise abgelehnt! Ihre Ansicht mag für totalitäre Staatssysteme zutreffen, z. B. kommunistische und sozialistische, jedoch nicht für hochentwickelte Industriestaaten der Europäischen Union. Wo könnte man sich denn eine eigene Meinung bilden und diese auch ohne Repressalien äußern? Im Staate des Herrn Chodorkowski oder der Frau Tymoschenko?


Ihre Meinung zu den Problemen in der Ukraine und in Deutschland, wo bitte hat die sich so gebildet?

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#44 Beitragvon paracelsus » Dienstag 11. Januar 2011, 23:34

@freedom

also ich habe keinen Aktenstand. Darum weiss ich nicht, wie der Ermittlungsstand in Sachen Timoschenko ist.
Aber ich befürchte, Du weisst noch nicht einmal, um was es in dem Verfahren überhaupt geht.

Die Ukraine hat mit Japan ein kleines Kyoto-Geschäft gemacht. Es geht um folgendes:

" Verkauf von Emissionszertifikaten
Seit Ende 2008 bestehen in der Ukraine die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Verkauf von
Emissionsrechten im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Kiew verspricht sich viel von diesem Weg. Die
Ukraine verfügt über Emissionsrechte in Höhe von 920,8 Mio. t Kohlendioxid-Äquivalent. Laut Aussagen
des stellvertretenden Vorsitzenden der Nationalen Agentur für Umweltinvestitionen gingen die Treibhausemissionen
seit 1990 von 920 t Kohlendioxid-Äquivalent auf 411 t (2004) zurück, insbesondere
durch die Stilllegung alter Industrieanlagen. Das Land könne jährlich Emissionsrechte im Gegenwert von
mehr als 3 Mrd. Euro verkaufen.
Ein erstes Abkommen über den Verkauf von Emissionszertifikaten schloss die Ukraine am 18.3.09 mit
Japan. Es sieht unbestätigten Meldungen zufolge den Verkauf von 30 Mio. t Kohlendioxid-Äquivalent zum
Gegenwert von 360 Mio. $ vor. Im Gegenzug kauft die Ukraine japanische Technologie zur
Energieeinsparung bei den kommunalen Versorgern in acht Städten."


Wie Du siehst, ist hierbei eine Kompensation vereinbart worden und vermutlich sind auch vertragliche Sanktionen bei Zuwiderhandlungen vorgesehen. Es wird ein leichtes für die Ermittlungsbehörden sein, festzustellen, wie die Gelder verwendet worden sind und ob ein Vermögensschaden eintritt oder eintreten wird. In meinen Augen ist ein Verfahren gegen ukrainische Politiker(innen) durchaus eine legitime Angelegenheit, auch wenn - zugegebenerweise - diese Anklage von einem Gerüchlein umgeben wird.
Trotzdem werde ich das Verfahren mit Interesse verfolgen...... . Im übrigen betrachte ich Beschuldigte bis zur Urteilsverkündung für unschuldig ...... allerdings ohne sie gleich heilig sprechen zu wollen. NONO

Ganz nebenbei: Bei einem Handelsvolumen von 3 Mrd. Kyoto-Eurönchen sind doch gasverteilungsgeschulte Personen voll in ihrem undurchsichtigen Element..... [smilie=crazy.gif] . Da könnte nach dem staatlichen Subventionsabbau im Gasverteilungsgeschäft doch ein neues Spielfeld bezogen werden......, wenn es auch deutlich kleiner ist. [smilie=kosak_2]
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
Paracelsus (Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim) 1493 - 1541

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#45 Beitragvon freedom » Mittwoch 12. Januar 2011, 22:20

Optimist hat geschrieben:Ihre Meinung zu den Problemen in der Ukraine und in Deutschland, wo bitte hat die sich so gebildet?

Eigene Meinung setzt Individualität voraus, geprägt und gefördert von Bezugspersonen und durch Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Schule, Kirche, Beruf bzw. Arbeit, Gerichte, Wehrdienst, Vereinstätigkeiten, u.a. In Bezug auf die Ukraine durch persönliche Kontakte, Selbststudium, Reisen, Korrespondenzen, Übersetzungen und Verschiedenes mehr.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#46 Beitragvon Optimist » Mittwoch 12. Januar 2011, 23:05

Ja, und genauso bilden sich in der Ukraine und Russland die Menschen auch ihre Meinung.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#47 Beitragvon freedom » Mittwoch 12. Januar 2011, 23:20

paracelsus hat geschrieben: ...Wie Du siehst, ist hierbei eine Kompensation vereinbart worden und vermutlich sind auch vertragliche Sanktionen bei Zuwiderhandlungen vorgesehen. Es wird ein leichtes für die Ermittlungsbehörden sein, festzustellen, wie die Gelder verwendet worden sind und ob ein Vermögensschaden eintritt oder eintreten wird. In meinen Augen ist ein Verfahren gegen ukrainische Politiker(innen) durchaus eine legitime Angelegenheit, auch wenn - zugegebenerweise - diese Anklage von einem Gerüchlein umgeben wird.
Trotzdem werde ich das Verfahren mit Interesse verfolgen...... . Im übrigen betrachte ich Beschuldigte bis zur Urteilsverkündung für unschuldig ...... allerdings ohne sie gleich heilig sprechen zu wollen. NONO
Ganz nebenbei: Bei einem Handelsvolumen von 3 Mrd. Kyoto-Eurönchen sind doch gasverteilungsgeschulte Personen voll in ihrem undurchsichtigen Element..... [smilie=crazy.gif] . Da könnte nach dem staatlichen Subventionsabbau im Gasverteilungsgeschäft doch ein neues Spielfeld bezogen werden......, wenn es auch deutlich kleiner ist. [smilie=kosak_2]

Ihr Beitrag demonstriert nicht nur die furchtbare Umweltverschmutzung der Erde sondern auch die geringe Beteiligung der Bevölkerung an den interstaatlichen Geschäften.
Ein kurzer Blick über die Ereignisse führt wie selbstverständlich zu der Feststellung, dass die Anklage gegen Frau Tymoschenko und der Fall Chodorkowski keine inhaltlichen Ähnlichkeiten oder Parrallelen aufweist. Das Vorgehen der Justiz in Russland vermittelt mir einen wesentlich stärkeren Eindruck von Willkür als in der Ukraine. Eine juristische Problematik, sofern tatsächliches rechtsstaatliches Handeln beabsichtigt ist, dürfte darin liegen, die Anklage erst dann bei Gericht einbringen zu können, wenn der reale Schadensfall eingetreten. Anklage wegen eines ungewissen Schadensfalls dürfte niemandem zuzumuten sein. Dann müsste dieser Logik zufolge, die gesamte ukrainische Regierung in Vorbeugehaft genommen werden. Soweit mir bekannt ist, hat sich die japanische Regierung bereits dahingehend geäußert, keine Forderungen bezüglich der Emissionsgeschäfte während der Regierungszeit Frau Tymoschenkos an die ukrainische Regierung zu richten. Also, was soll die Anklage bedeuten?

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#48 Beitragvon freedom » Mittwoch 12. Januar 2011, 23:32

Optimist hat geschrieben:Ja, und genauso bilden sich in der Ukraine und Russland die Menschen auch ihre Meinung.

Das nenne ich Zweckoptimismus! Das Vorhandensein der von mir angeführten Bestandteile und Ausprägungen des menschlichen Daseins in einer zivilisierten Gesellschaft bedeutet noch lange nicht die gleiche Qualität im Meinungsbildungsprozess. Zugegeben, was in der Ukraine und Russland von staatlicher Hand unterdrückt wird, spart Deutschland kaputt. Schaut man sich die Kapitalkonzentration (Großunternehmen, Banken, Kirchen, etc.) in den jeweiligen Ländern an, sind die Maßnahmen zu deren Wohlstandschutz zwar unterschiedlich, doch letztendlich läuft die Angelegenheit wie jeher auf Unterdrückung und Ausbeutung hinaus.

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#49 Beitragvon Sonnenblume » Montag 14. Februar 2011, 17:10

Apropos "gestrickter Fall" Chodorkowski: Nur eingeloggte Mitglieder sehen alle Links ...

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Re: Wird für Timoschenko ein ukrainischer "Fall Chodorkowski" gestrickt?

#50 Beitragvon Optimist » Donnerstag 17. Februar 2011, 21:46

freedom hat geschrieben:
Optimist hat geschrieben:Ja, und genauso bilden sich in der Ukraine und Russland die Menschen auch ihre Meinung.

Das nenne ich Zweckoptimismus! Das Vorhandensein der von mir angeführten Bestandteile und Ausprägungen des menschlichen Daseins in einer zivilisierten Gesellschaft bedeutet noch lange nicht die gleiche Qualität im Meinungsbildungsprozess. Zugegeben, was in der Ukraine und Russland von staatlicher Hand unterdrückt wird, spart Deutschland kaputt. Schaut man sich die Kapitalkonzentration (Großunternehmen, Banken, Kirchen, etc.) in den jeweiligen Ländern an, sind die Maßnahmen zu deren Wohlstandschutz zwar unterschiedlich, doch letztendlich läuft die Angelegenheit wie jeher auf Unterdrückung und Ausbeutung hinaus.

Nun ja, das ist seit jeher so, aber wie will man das ändern, der Kommunismus ist dagegen angetreten... hat aber kläglich versagt. Nicht das System, eher der Mensch. Der demokratische Staat ist nur die zweitbeste Lösung, die beste Gesellschaftsordnung wird noch gesucht. Aber noch einmal gesagt, wir, die Menschen in Europa und der Ukraine, leben letztendlich doch auf der Sonnenseite dieser Welt. Zu viel Klagen ist auch ungerecht, das würde ein Grossteil der Menschheit nicht verstehen. Frage bleibt, wie kann man alles so gestalten, dass es den meisten Menschen gerecht wird? Nun machen Sie mal einen Vorschlag.

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