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Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#1 Beitrag von telzer » Dienstag 7. Oktober 2014, 18:00

Interessanter Artikel für die - Unternehmer -
http://de.ria.ru/zeitungen/20140926/269648770.html
Achtung : die Seite kann russische Propaganda enthalten , der Artikel komischerweise nicht :-D
Wenn erst alle glauben, dass Vereinbarungen und Absprachen nur dazu da sind um später bei der ersten Gelegenheit wieder gebrochen zu werden, wäre das gleichbedeutend mit dem Anfang vom Ende. (unbekannter Autor)
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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#2 Beitrag von klragl » Mittwoch 8. Oktober 2014, 00:23

Das ist lustig: Frau Nabiullina sagt, dass ab 2015 der Rubel frei gehandelt werden soll ohne staatliche Stütze und das ein nicht regulierter Rubel Investitionen und daher das Wirtschaftswachstum fördert.

Was sagen die Bürger dazu, die das durch die höhere Inflation erkaufen müssen? (Vermutlich nichts, weil Russen Leiden gewohnt sind und das staatlichen Fernsehen schauen).

Investoren werden auch bei 50% niedrigerem Rubelkurs nicht einsteigen, wenn es keine Rechtssicherheit für ihre Investitionen gibt.

Aber wozu auch ausländische Investitionen, die Russen können doch alles selbst, sie können ja selbständig Autos und Computer bauen. Sagt jedenfalls unser Geburtstagskind Wladimir P.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#3 Beitrag von paracelsus » Mittwoch 8. Oktober 2014, 14:03

klragl hat geschrieben:Das ist lustig: Frau Nabiullina sagt, dass ab 2015 der Rubel frei gehandelt werden soll ohne staatliche Stütze und das ein nicht regulierter Rubel Investitionen und daher das Wirtschaftswachstum fördert.

Was sagen die Bürger dazu, die das durch die höhere Inflation erkaufen müssen? (Vermutlich nichts, weil Russen Leiden gewohnt sind und das staatlichen Fernsehen schauen).

Investoren werden auch bei 50% niedrigerem Rubelkurs nicht einsteigen, wenn es keine Rechtssicherheit für ihre Investitionen gibt.

Aber wozu auch ausländische Investitionen, die Russen können doch alles selbst, sie können ja selbständig Autos und Computer bauen. Sagt jedenfalls unser Geburtstagskind Wladimir P.
Ein freier Rubelkurs, wenn er denn fällt, befördert tatsächlich die Binnenwirtschaft. Darum fordert ja auch die Weltbank von notleidenden Staaten - wie ja die Ukraine einer ist - freie Wechselkurse. Für Staaten mit Handelsüberschuss sind niedrige Wechslkurse der eigenen Währung quasi ein Konjunkturprogramm.
Bestes Beispiel ist ja China. Der Wechselkurs zur eigenen wird künstlich durch Währungsaufkäufe der Kundenstaaten niedrig gehalten - dadurch wird die eigene Währung unterbewertet, ausländische Produkte verteuert und Exporte verbilligt.

Kapitalzuflüsse durch ausländische Investoren sind doch nur in Staaten mit negtativer Zahlungsbilanz dringend notwendig.

Und selbstverständlich gilt für allen Staaten und Institutionen: Fremdgelder kommen nur wenn die Bedingungen stimmen, dazu gehört natürlich auch die Rechtssicherheit.
Dosis sola facit venenum (Allein die Dosis macht das Gift).
Die es gut meinen, das sind die schlimmsten.
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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#4 Beitrag von cronos » Mittwoch 8. Oktober 2014, 14:35

paracelsus hat geschrieben:
klragl hat geschrieben:Das ist lustig: Frau Nabiullina sagt, dass ab 2015 der Rubel frei gehandelt werden soll ohne staatliche Stütze und das ein nicht regulierter Rubel Investitionen und daher das Wirtschaftswachstum fördert.

Was sagen die Bürger dazu, die das durch die höhere Inflation erkaufen müssen? (Vermutlich nichts, weil Russen Leiden gewohnt sind und das staatlichen Fernsehen schauen).

Investoren werden auch bei 50% niedrigerem Rubelkurs nicht einsteigen, wenn es keine Rechtssicherheit für ihre Investitionen gibt.

Aber wozu auch ausländische Investitionen, die Russen können doch alles selbst, sie können ja selbständig Autos und Computer bauen. Sagt jedenfalls unser Geburtstagskind Wladimir P.
Ein freier Rubelkurs, wenn er denn fällt, befördert tatsächlich die Binnenwirtschaft. Darum fordert ja auch die Weltbank von notleidenden Staaten - wie ja die Ukraine einer ist - freie Wechselkurse. Für Staaten mit Handelsüberschuss sind niedrige Wechslkurse der eigenen Währung quasi ein Konjunkturprogramm.
Bestes Beispiel ist ja China. Der Wechselkurs zur eigenen wird künstlich durch Währungsaufkäufe der Kundenstaaten niedrig gehalten - dadurch wird die eigene Währung unterbewertet, ausländische Produkte verteuert und Exporte verbilligt.

Kapitalzuflüsse durch ausländische Investoren sind doch nur in Staaten mit negtativer Zahlungsbilanz dringend notwendig.

Und selbstverständlich gilt für allen Staaten und Institutionen: Fremdgelder kommen nur wenn die Bedingungen stimmen, dazu gehört natürlich auch die Rechtssicherheit.

richtig, endlich einmal ein fundierter Beitrag, anstatt das Herumgestochere zwischen Volks- und Betriebswirtschaft, was man hier allenthalben von kaufmännischen Dünnbrettbohrern lesen muss.

Beim Beispiel China muss aber beachtet werden, dass China über eine sehr starke "Fertigungswirtschaft" verfügt, billige Yüans damit dem Absatz der gefertigten Erzeugnisse dienen, nicht zum Ankurbeln der Wirtschaft sondern zum Erhalt des Absatzes.

Für die Ukraine ist das darum nicht der Fall , weil sie heute nur noch im wesentlichen für den Binnenmarkt fertigt.
Die hochgejubelten Steigerungen des Exports der Ukaine sind nicht verifizierbar und lediglich Behauptungen der ukr. Außenhandelsbank.

Verlässliche Daten über den Export der Ukraine liegen nicht vor.
Wenn man aber die Vergleichszahlen von 2012 und 2013 sieht, dann war 2013 im Verhältnis zu 2012 der Export erheblich eingebrochen und dieser Trend dürfte sich 2014 fortgesetzt haben.

Die Gründe für den Verfall der Hrivna haben verschiedene Gründe, sind in jedem Fall aber Ausdruck dafür, dass die Wirtschaft des Landes desolat ist.
Für die Ukraine gilt auch, sich nicht in militärische Abenteuer zu stürzen.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#5 Beitrag von Sonnenblume » Mittwoch 8. Oktober 2014, 14:47

Warum war Janukowitsch Ende 2013 nochmal zum betteln nach Moskau gefahren?

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#6 Beitrag von klragl » Mittwoch 8. Oktober 2014, 16:01

Janukowitsch musste in Moskau betteln gehen, weil er selbst, sein Sohn und die anderen Politoligarchen aus Donesk den ukrainischen Staat jahrelang schamlos ausgeplündert haben.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#7 Beitrag von toto66 » Mittwoch 8. Oktober 2014, 17:56

cronos hat geschrieben:

richtig, endlich einmal ein fundierter Beitrag, anstatt das Herumgestochere zwischen Volks- und Betriebswirtschaft, was man hier allenthalben von kaufmännischen Dünnbrettbohrern lesen muss.


Für die Ukraine ist das darum nicht der Fall , weil sie heute nur noch im wesentlichen für den Binnenmarkt fertigt.
Die hochgejubelten Steigerungen des Exports der Ukaine sind nicht verifizierbar und lediglich Behauptungen der ukr. Außenhandelsbank.

Verlässliche Daten über den Export der Ukraine liegen nicht vor.
Wenn man aber die Vergleichszahlen von 2012 und 2013 sieht, dann war 2013 im Verhältnis zu 2012 der Export erheblich eingebrochen und dieser Trend dürfte sich 2014 fortgesetzt haben.

Die Gründe für den Verfall der Hrivna haben verschiedene Gründe, sind in jedem Fall aber Ausdruck dafür, dass die Wirtschaft des Landes desolat ist.
Für die Ukraine gilt auch, sich nicht in militärische Abenteuer zu stürzen.
Natürlich hat paracelsus mit seinen Darlegungen recht. Wobei ich denke, die angesprochene "Binnenwirtschaft" wird eher die jeweils einheimische exportorientierte Wirtschaft meinen.
Der Vergleich zu China zieht allerdings nicht, es gibt ja sicher einen grossen Unterschied ob eine Währung künstlich auf einem gewünschten Niveau gehalten wird oder ob sie auf Grund interner oder externer Faktoren einem starken Verfall unterliegt.
Wäre der Kursverfall in der Russland beispielsweise gewünscht würde die Nationalbank nicht mit dem Einsatz von Devisenreserven massiv intervenieren.
Und dieser Kursverfall hat uU bestenfalls auf die Exportwirtschaft positive Auswirkungen ( sofern man nicht auf den Einkauf von Rohstoffen und/oder Halbfabrikaten oder die Bedienung von Krediten auf Devisen angewiesen ist), auf die Binnenwirtschaft jedenfalls werden die Auswirkungen durch die schwindende Kaufkraft der Bevölkerung und das mangelnde Vertrauen der Produzenten extrem negativ sein.
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg ... Rubel.html

Das die finanzielle Situation der UA desolat ist ist ja nun keine neue Erkenntnis. Nicht umsonst muste Janek einen grossen Teil der russischen Kredittranche für die Bezahlung von gehältern von Staatsbediensteten und für Pensionen aufwenden.
Nicht umsonst ist die Kreditwürdigkeit der UA bei den Ratingagenturen auf dem Niveau von Ramsch.
Nicht umsonst dienen die Hilfsgelder ua auch zur Finanzierung grundlegender Aufgaben des ukrainischen Staates.
Nicht umsonst ist die UA der einzige postsowjetische Staat der bis heute nicht die Industrieproduktion aus sowjetischen Zeiten erreicht hat.
An dem Erbe des wirtschaftspolitischen Scheiterns aller Vorgängerregierungen wird die UA noch lang zu kauen haben.

Im übrigen, wenn du, Cronos, Belege dafür hast das die starker internationaler Kontrolle unterliegenden Institutionen der UA geschönte oder gefälschte Zahlen und Statistiken veröffentlichen dann her damit. Ansonsten sind deine Bemerkungen ( nicht verifizierbar etc) einfach nur böswillige Unterstellungen.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#8 Beitrag von paracelsus » Donnerstag 9. Oktober 2014, 15:04

toto66 hat geschrieben:
.... Wobei ich denke, die angesprochene "Binnenwirtschaft" wird eher die jeweils einheimische exportorientierte Wirtschaft meinen. ....

....Der Vergleich zu China zieht allerdings nicht, es gibt ja sicher einen grossen Unterschied ob eine Währung künstlich auf einem gewünschten Niveau gehalten wird oder ob sie auf Grund interner oder externer Faktoren einem starken Verfall unterliegt. ...

....Im übrigen, wenn du, Cronos, Belege dafür hast das die starker internationaler Kontrolle unterliegenden Institutionen der UA geschönte oder gefälschte Zahlen und Statistiken veröffentlichen dann her damit. Ansonsten sind deine Bemerkungen ( nicht verifizierbar etc) einfach nur böswillige Unterstellungen.
Nein, ich meinte nicht die "exportorientierte" Wirtschaft explizit, sondern dachte ganz allgemein an die üblicherweise "absatzorientierte" Wirtschaft. Irgendwann wird der Preisdruck des Exportartikels so groß, dass auf ein einheimisches Produkt zurück gegriffen wird. Ein kleines Beispiel, ein Lada fährt genauso von a nach b wie ein VW, vielleicht nicht so bequem..... .

und zum Chinavergleich: Intervention sind immer ein Eingriff in die Währungsparität. Die Gründe für ein "managed floating" sind dabei zweitrangig. Man kann durch einen währungsorientierten "Handelskrieg" keinen Staat ruinieren der keine nennenswerten Auslandsverbindlichkeiten aufweist. Irgendwann wird er einfach der Parität freien Lauf lassen, wie die USA das Ende des Bretton-Woods-System zulassen mussten.
Übrigens, wenn China zum "Free Floating" seiner Währungen überginge würde der US-$ unter enormen Druck geraten ;)

Naja, ich zumindest weiss nicht ob die Statistiken und Zahlen der ukraine-Administration gefälscht sind, aber als verfremdet würde ich die von dir in diversen threads veröffentlichten Zahlen schon nennen. Es fehlen einfach die Benchmarks und die Vergleichszeiträume, diverse Berechnungsgrundlagen usw. Darum habe ich, vermutlich genau wie cronos, den Verdacht, dass es sich dabei um Propaganda handelt.
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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#9 Beitrag von cronos » Donnerstag 9. Oktober 2014, 17:49

toto66 hat geschrieben:
cronos hat geschrieben:

richtig, endlich einmal ein fundierter Beitrag, anstatt das Herumgestochere zwischen Volks- und Betriebswirtschaft, was man hier allenthalben von kaufmännischen Dünnbrettbohrern lesen muss.


Für die Ukraine ist das darum nicht der Fall , weil sie heute nur noch im wesentlichen für den Binnenmarkt fertigt.
Die hochgejubelten Steigerungen des Exports der Ukaine sind nicht verifizierbar und lediglich Behauptungen der ukr. Außenhandelsbank.

Verlässliche Daten über den Export der Ukraine liegen nicht vor.
Wenn man aber die Vergleichszahlen von 2012 und 2013 sieht, dann war 2013 im Verhältnis zu 2012 der Export erheblich eingebrochen und dieser Trend dürfte sich 2014 fortgesetzt haben.

Die Gründe für den Verfall der Hrivna haben verschiedene Gründe, sind in jedem Fall aber Ausdruck dafür, dass die Wirtschaft des Landes desolat ist.
Für die Ukraine gilt auch, sich nicht in militärische Abenteuer zu stürzen.
Natürlich hat paracelsus mit seinen Darlegungen recht. Wobei ich denke, die angesprochene "Binnenwirtschaft" wird eher die jeweils einheimische exportorientierte Wirtschaft meinen.
Der Vergleich zu China zieht allerdings nicht, es gibt ja sicher einen grossen Unterschied ob eine Währung künstlich auf einem gewünschten Niveau gehalten wird oder ob sie auf Grund interner oder externer Faktoren einem starken Verfall unterliegt.
Wäre der Kursverfall in der Russland beispielsweise gewünscht würde die Nationalbank nicht mit dem Einsatz von Devisenreserven massiv intervenieren.
Und dieser Kursverfall hat uU bestenfalls auf die Exportwirtschaft positive Auswirkungen ( sofern man nicht auf den Einkauf von Rohstoffen und/oder Halbfabrikaten oder die Bedienung von Krediten auf Devisen angewiesen ist), auf die Binnenwirtschaft jedenfalls werden die Auswirkungen durch die schwindende Kaufkraft der Bevölkerung und das mangelnde Vertrauen der Produzenten extrem negativ sein.
http://www.welt.de/newsticker/bloomberg ... Rubel.html

Das die finanzielle Situation der UA desolat ist ist ja nun keine neue Erkenntnis. Nicht umsonst muste Janek einen grossen Teil der russischen Kredittranche für die Bezahlung von gehältern von Staatsbediensteten und für Pensionen aufwenden.
Nicht umsonst ist die Kreditwürdigkeit der UA bei den Ratingagenturen auf dem Niveau von Ramsch.
Nicht umsonst dienen die Hilfsgelder ua auch zur Finanzierung grundlegender Aufgaben des ukrainischen Staates.
Nicht umsonst ist die UA der einzige postsowjetische Staat der bis heute nicht die Industrieproduktion aus sowjetischen Zeiten erreicht hat.
An dem Erbe des wirtschaftspolitischen Scheiterns aller Vorgängerregierungen wird die UA noch lang zu kauen haben.

Im übrigen, wenn du, Cronos, Belege dafür hast das die starker internationaler Kontrolle unterliegenden Institutionen der UA geschönte oder gefälschte Zahlen und Statistiken veröffentlichen dann her damit. Ansonsten sind deine Bemerkungen ( nicht verifizierbar etc) einfach nur böswillige Unterstellungen.
Nein toto, zwischen Binnenwirtschaft und der Exportwirtschaft besteht ein himmelweiter Unterschied.
Binnenwirtschaft fertigt und produziert für den Binnenmarkt.
Wie kommst Du auf den Dreh, dass damit die exportorientierte Wirtschaft gemeint sein könnte ?

Das Rating, also die Kreditwürdigkeit eines Landes ist auch von den Möglichkeiten eines Landes abhängig, sich aus der Misere zu ziehen.
Ohne die ATO hätte das für die Ukraine bedeutet: desolate Produktionsmethoden im Osten, aber mit einem hohen Potential. Also: Erhalt des Ostens für den ukr. Staat, UM JEDEN PREIS !!! Um Jeden !!!, Auch um dem Preis einer partiellen Aufgabe hoheitlicher Rechte.

Diese Chance wurde aus nationalistischer Hybris vertan, sich Kiev um die einzige Resource gebracht hat, auf die zurückgegriffen werden konnte.

Mittlerweile sind 7 Monate nach dem Putsch in Kiev vergangen, Eine Absichtserklätung folgt der nächsten.
Der nun anlaufende Prozess, die Hrivna nicht mehr zu stützen ist ja richtig, fördert den Export , nur was soll die Ukraine außer Weizen denn exportieren ?
Wenn die Ukraine bis Ende 2015 rd. 30 - 40 Mrd Dollar/Euro benötigt, dann wird das sicher stimmen, nur wer soll der Ukraine das Geld geben.
Die EU pumpt ja bereits Geld in die Ukraine (ohne Gegenleistungen , hieß es nicht in Griechenland und Spanien: nur bei Gegenleistungen)

Zitat: Im Fall der Ukraine spielt all das nun keine Rolle mehr. Seit Monaten liegt das Land im Ausnahmezustand, das Volk ist tief gespalten, die Übergangsregierung genießt im Land so wenig Vertrauen, wie man im Ausland ihren Aussagen vertrauen darf. Ein Ende des Chaos ist auch nach der Wahl am 25. Mai kaum zu erwarten. Derweil plündern gewissenlose Oligarchen und korrupte Beamte das Land. Auf dem Failed-State-Index wird die Ukraine seit Jahren unter "Warning" gelistet.
Ende Zitat. Zeit online

Hierbei wäre Herr Poroschenko persönlich gefordert gewesen.
Gibt es in der Ukraine keine generelle Zäsur, werden in der Ukraine die Oligarchen und die korrupten Seilschaften nicht schnellstens enteignet, wird die Rest-Ukraine noch sehr lange von der EU alimentiert werden.

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cronos
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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#10 Beitrag von cronos » Donnerstag 9. Oktober 2014, 18:16

Preise vorerst stabil troz Einfuhrverbot von Lebensmitteln.

Hier einmal etwas über die behaupteten Preisanstiege Lebensmittel in Russland:


1.) Seit Anfang August sind die Lebensmittelpreise um 0,1 % gestiegen , zugrunde liegt ein Deutschland vergleichbarer "Warenkorb"!
Hähnchen sind um 0.9 %, Schweinefleisch um 0,5 % teurer geworden, Obst und Gemüse sind um 2.9 % Kartolfel gar um 8,3 und Tomaten um 6,3 % gegenüber der Zeit VOR den Imprtsanktionen Russlands.

Der befürchtete Preisanstieg ist ausgeblieben.

Allerdings gibt es lokale Unterschiede. So beträgt zwar der Anteil der Hähnchen aus einheimischer Produktion etwa 90 % , es darum in den meisten Regionen keine Auswirkung auf die Preise gegeben hat, Im Fernen Osten oder Hohen Norden, wo es keine eigene Hühnerfleischproduktion gibt, sind die Hähnchenpreise um 30 - 60 % gestiegen.

Die durch das Embargo eintretende Inflationsrate wird nur 1 - 1,5 % betragen.
Da aber der Anteil der Lebensmittel bei den Ausgaben der Verbraucher bei rd. 35 - 38 % liegt, wirken sich die Erhöhung der Lebensmittelpreise von nur 1-2 % deutlich auf das Preisniveau aus , hier wird mit einem Anstieg von 6 % gerechnet.

2.) Es ist eine Hotline zur Überwachung der Preisentwicklung eingerichtet, damit Wucher sinnvoll bekämpft werden kann.
Hierzu wurde in St. Petersburg berichtet, dass dort Hähnchenfilet um 60 % und Äpfel um 100 % teurer als früher angeboten werden.

Quelle: UFS Investmentfirma.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#11 Beitrag von telzer » Donnerstag 9. Oktober 2014, 18:34

cronos hat geschrieben:Mittlerweile sind 7 Monate nach dem Putsch in Kiev vergangen,
Sie lernen es nie , sie sollten einfach nochmal lesen (lesen - was ist das) was ein Putch ist , sie sind ja schon oft genug darauf hingewiesen worden , und bitte nicht wieder den Russenscheiß Junta ...
cronos hat geschrieben:Die EU pumpt ja bereits Geld in die Ukraine (ohne Gegenleistungen , hieß es nicht in Griechenland und Spanien: nur bei Gegenleistungen)
Wer spricht von "keinen Gegenleistungen" , sie sollten vielleicht mal mit dem IWF (geht , nicht zu seriös) sprechen oder anderen Geldgebern , sich die daran geknüpften Bedingungen ansehen , das klärt sie dann darüber auf , aber Aufklärung braucht ihr Geist nicht [smilie=dash2.gif] das schafft er durch "zwischen den Zeilen lesen , überfliegen" ach ja , und Roadmap St. Petersburg
Und was bis jetzt an Hilfen geflossen ist , ist verschwindent gegen das was Pleiteland Griechenland erhalten hat .
Und an Soforthilfen sind in der Regel keine großartigen Bedingungen geknüpft , außer zweckgebunden .
(schon Update erhalten?)
Aber ich hab Update für sie :
Quelle: UFS Investmentfirma , schauen sie mal auf die Site , Telefonnummer , wer hätte das bei ihnen nicht vermutet + 7 xxxxxxx , Kremlin Propagandainstitut , sie sollten vielleicht mal seriöse Institute oder Argenturen dazu befragen . Im I-Net gibt es genügend Quellen ...oder auch hier in verschiedenen Posts :-D

Und special [smilie=ukr_prapor] La la Lalaa [smilie=cool_ukr]
Wenn erst alle glauben, dass Vereinbarungen und Absprachen nur dazu da sind um später bei der ersten Gelegenheit wieder gebrochen zu werden, wäre das gleichbedeutend mit dem Anfang vom Ende. (unbekannter Autor)
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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#12 Beitrag von cronos » Donnerstag 9. Oktober 2014, 18:59

telzer hat geschrieben:
cronos hat geschrieben:Mittlerweile sind 7 Monate nach dem Putsch in Kiev vergangen,
Sie lernen es nie , sie sollten einfach nochmal lesen (lesen - was ist das) was ein Putch ist , sie sind ja schon oft genug darauf hingewiesen worden , und bitte nicht wieder den Russenscheiß Junta ...
cronos hat geschrieben:Die EU pumpt ja bereits Geld in die Ukraine (ohne Gegenleistungen , hieß es nicht in Griechenland und Spanien: nur bei Gegenleistungen)
Wer spricht von "keinen Gegenleistungen" , sie sollten vielleicht mal mit dem IWF (geht , nicht zu seriös) sprechen oder anderen Geldgebern , sich die daran geknüpften Bedingungen ansehen , das klärt sie dann darüber auf , aber Aufklärung braucht ihr Geist nicht [smilie=dash2.gif] das schafft er durch "zwischen den Zeilen lesen , überfliegen" ach ja , und Roadmap St. Petersburg
Und was bis jetzt an Hilfen geflossen ist , ist verschwindent gegen das was Pleiteland Griechenland erhalten hat .
Und an Soforthilfen sind in der Regel keine großartigen Bedingungen geknüpft , außer zweckgebunden .
(schon Update erhalten?)
Aber ich hab Update für sie :
Quelle: UFS Investmentfirma , schauen sie mal auf die Site , Telefonnummer , wer hätte das bei ihnen nicht vermutet + 7 xxxxxxx , Kremlin Propagandainstitut , sie sollten vielleicht mal seriöse Institute oder Argenturen dazu befragen . Im I-Net gibt es genügend Quellen ...oder auch hier in verschiedenen Posts :-D

Und special [smilie=ukr_prapor] La la Lalaa [smilie=cool_ukr]

Quatsch, seriöse Quellen al la ukrinform ?
Nicht alle Adressen in Moskau sind gleich Propaganda-Instrument.
Quellen hier im Forum, von Euch Schreihälsen ?

Bisher hat die Ukraine keine nennenswerten Reformen durchgesetzt !!!, die eine entscheidende Änderung in der Wirtschaftsentwicklung realistisch erscheinen lassen.
Alles waren bisher blumige Absichtserkläungen, diese allerdings gab und gibt es täglich zuhauf.

Agenturen seriöse Instutute stufen die Ukraine als "hochristkant" ein.

Doch, bisher hieß es bei Finanzhilfen (Spanien, Griechenland) macht was, das kontrollieren wir, dann gibts Geld, macht ihr nichts, gibts auch kein weiteres Geld.
In der Ukraine gibt es keine "Troijka" die die Auswirkungen von Refoirmen überwacht. Das Geld der 1. Tranche der EU floss auch in unbekannte Kanäle und sicher auch auf die Konten der Oligarchen.

Andererseits, Dein Beitrag ist Ausdruck grenzenloser Blauäugigkeit

Dann erzähl uns hier doch einmal etwas über die enormen Reformen, die die Regierung der Ukraine als seriös darstellen.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#13 Beitrag von Wassermann3000 » Donnerstag 9. Oktober 2014, 19:53

cronos hat geschrieben:Quatsch, seriöse Quellen al la ukrinform ?
Nicht alle Adressen in Moskau sind gleich Propaganda-Instrument.
Quellen hier im Forum, von Euch Schreihälsen ?

Bisher hat die Ukraine keine nennenswerten Reformen durchgesetzt !!!, die eine entscheidende Änderung in der Wirtschaftsentwicklung realistisch erscheinen lassen.
Alles waren bisher blumige Absichtserkläungen, diese allerdings gab und gibt es täglich zuhauf.

Agenturen seriöse Instutute stufen die Ukraine als "hochristkant" ein.

Doch, bisher hieß es bei Finanzhilfen (Spanien, Griechenland) macht was, das kontrollieren wir, dann gibts Geld, macht ihr nichts, gibts auch kein weiteres Geld.
In der Ukraine gibt es keine "Troijka" die die Auswirkungen von Refoirmen überwacht. Das Geld der 1. Tranche der EU floss auch in unbekannte Kanäle und sicher auch auf die Konten der Oligarchen.

Andererseits, Dein Beitrag ist Ausdruck grenzenloser Blauäugigkeit

Dann erzähl uns hier doch einmal etwas über die enormen Reformen, die die Regierung der Ukraine als seriös darstellen.
Du machst leider den selben Fehler, wie so viele, in dem Du tatsächliche Fakten und eigene Interpretationen ziemlich kreativ und willkürlich miteinander vermengt wiedergibst.

Du mußt unterscheiden zwischen Soforthilfen, zweckgebundenen Hilfen als einseitige Leistungen oder als Kredite. Insgesamt gibt es ja die verschiedensten Programme und Auszahlungen. Insbesondere bei den Krediten, die zu Reformzwecken vergeben wurde, sind sehr wohl Auflagen damit verbunden, deren Einhaltung auch kontrolliert wird bzw. Bedingung für die nächsten Tranchen sind. Da mußt Du Dich auch nicht irgendwelcher Quellen - ob nun als seriös oder unseriös bewertet, ist hier völlig überflüssig - bedienen, sondern Dir einfach nur die einzelnen Verträge anschauen.

Der Unterschied zu Griechenland liegt vor allem darin, daß es dort um ganz andere Summen ging, die Folgen um ein vielfaches gefährlicher für den gesamten Euro-Raum waren und mit den Euro-Verträgen auch einer strengeren Kontrolle bzw. Reglementierung unterworfen waren (weil es keine eigene souveräne Währung war). Zudem hatte Griechenland über lange Zeit die Reformen vorgetäuscht.

Nun könnte man in der Ukraine natürlich ähnliche Befürchtungen haben. Insoweit hängt die Gewährung späterer Kredite ganz wesentlich davon ab, wie die Ukraine die jetzigen Vereinbarungen einhält. Ich weiß nicht, wie zielstrebig und effektiv die Regierung die Reformen tatsächlich angeht. Alleine in meinem persönlichen Umfeld beobachte ich aber sehr wohl, daß teilweise ein völlig anderer Wind weht.

Zum Zeitpunkt der Kreditvereinbarung war die jetzige Krisensituation in diesem Ausmaß nicht abzusehen. Keiner mochte glauben, daß die Ukraine tatsächlich Opfer eines mächtigeren Aggressors würde. Daß natürlich in einer solchen Situation die geplanten Reformen nicht gleich gut umgesetzt werden können, liegt auf der Hand. Je höher der Umsetzungsgrad sein wird, umso mehr wächst natürlich das Ansehen und stärkt das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit. Bisher jedenfalls haben sich die EU-Politiker mit der bisherigen Reformentwicklung zufrieden gezeigt. Insoweit ist mir egal, was seriöse oder unseriöse Medien schreiben (das sollte sicher sowieso nur ein Propaganda-Seitenhieb sein).
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#14 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 9. Oktober 2014, 22:47

cronos hat geschrieben:
telzer hat geschrieben:
cronos hat geschrieben:Mittlerweile sind 7 Monate nach dem Putsch in Kiev vergangen,
Sie lernen es nie , sie sollten einfach nochmal lesen (lesen - was ist das) was ein Putch ist , sie sind ja schon oft genug darauf hingewiesen worden , und bitte nicht wieder den Russenscheiß Junta ...
cronos hat geschrieben:Die EU pumpt ja bereits Geld in die Ukraine (ohne Gegenleistungen , hieß es nicht in Griechenland und Spanien: nur bei Gegenleistungen)
Wer spricht von "keinen Gegenleistungen" , sie sollten vielleicht mal mit dem IWF (geht , nicht zu seriös) sprechen oder anderen Geldgebern , sich die daran geknüpften Bedingungen ansehen , das klärt sie dann darüber auf , aber Aufklärung braucht ihr Geist nicht [smilie=dash2.gif] das schafft er durch "zwischen den Zeilen lesen , überfliegen" ach ja , und Roadmap St. Petersburg
Und was bis jetzt an Hilfen geflossen ist , ist verschwindent gegen das was Pleiteland Griechenland erhalten hat .
Und an Soforthilfen sind in der Regel keine großartigen Bedingungen geknüpft , außer zweckgebunden .
(schon Update erhalten?)
Aber ich hab Update für sie :
Quelle: UFS Investmentfirma , schauen sie mal auf die Site , Telefonnummer , wer hätte das bei ihnen nicht vermutet + 7 xxxxxxx , Kremlin Propagandainstitut , sie sollten vielleicht mal seriöse Institute oder Argenturen dazu befragen . Im I-Net gibt es genügend Quellen ...oder auch hier in verschiedenen Posts :-D

Und special [smilie=ukr_prapor] La la Lalaa [smilie=cool_ukr]

Quatsch, seriöse Quellen al la ukrinform ?
Nicht alle Adressen in Moskau sind gleich Propaganda-Instrument.
Quellen hier im Forum, von Euch Schreihälsen ?

Bisher hat die Ukraine keine nennenswerten Reformen durchgesetzt !!!, die eine entscheidende Änderung in der Wirtschaftsentwicklung realistisch erscheinen lassen.
Alles waren bisher blumige Absichtserkläungen, diese allerdings gab und gibt es täglich zuhauf.

Agenturen seriöse Instutute stufen die Ukraine als "hochristkant" ein.

Doch, bisher hieß es bei Finanzhilfen (Spanien, Griechenland) macht was, das kontrollieren wir, dann gibts Geld, macht ihr nichts, gibts auch kein weiteres Geld.
In der Ukraine gibt es keine "Troijka" die die Auswirkungen von Refoirmen überwacht. Das Geld der 1. Tranche der EU floss auch in unbekannte Kanäle und sicher auch auf die Konten der Oligarchen.

Andererseits, Dein Beitrag ist Ausdruck grenzenloser Blauäugigkeit

Dann erzähl uns hier doch einmal etwas über die enormen Reformen, die die Regierung der Ukraine als seriös darstellen.
[smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] La la la la la la la laaaaa [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor] [smilie=ukr_prapor]

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#15 Beitrag von toto66 » Donnerstag 9. Oktober 2014, 23:46

das "Problem" mit unserem Schreihals Cronos, der sich mehr und mehr nicht nur inhaltlich sondern auch verbal vergreift ist das er einfach überhaupt keine Ahnung hat was in der Ukraine passiert. Das er es eigentlich auch gar nicht wissen will.
Es ist natürlich sehr stylisch sich aus den deutschsprachigen Propagandamedien Russlands zu informieren aber gleichzeitig jede ukrainische Quelle als unglaubwürdig abzutun.
Ich möchte mal darauf verweisen das es seit Beginn der Gespräche über das Assoziierungsabkommen eine Art Roadmap gibt die aussagt was alles getan werden und reformiert werden muss um der Ukraine einen wirklichen freien Marktzugang zur EU zu ermöglichen.
Die Dinge sind nämlich oft nicht so einfach wie sie auf den ersten Blick scheinen.
Der Janukowitsch, Putin habe ihn seelig und vor allem dauerhaft am Hals, hat über all die Jahre seiner Amtszeit zwar häufig diese reformen versprochen aber exakt null dieser Versprechen und Ankündigungen umgesetzt.
De letzten Tage ist eine EU-Kommision zur Begutachtung von Milchviehbetrieben in der Ukraine unterwegs gewesen um zu prüfen wie weit diese auf dem Weg zu einer möglichen Zertifizierung sind. 5 grosse dieser Betriebe haben wohl sehr gut abgeschnitten, nichtsdestotrotz wird der Prozess noch mindestens 8, wohl eher 12 Monate in Anspruch nehmen. Dann erst können aus diesen Firmen Milch oder mit der Milch aus diesen Firmen hergestellte Produkte in die EU verkauft werden. Voraussetzung für diesen Prozess war die Anpassung der ukrainischen Vorschriften an EU-Normen.
In der Fleischindustrie läuft derzeit das gleiche.
Wer sagt die Ukraine habe nicht begonnen sich zu reformieren hat schlichtweg keine Ahnung und wer sagt man sähe nichts davon hat keine Vorstellung davon wie komplex und schwierig dieser Weg ist.
Die Ukraine hat eine Menge begonnen. kleine Schritte, Schritt für Schritt. Dinge, Schritte, die den Weg in deutsche Schlagzeilen nicht schaffen und in den russischen Medien aus naheliegenden Gründen keine Erwähnung finden. Und Russland wirft der Ukraine auf diesem Weg jeden nur verfügbaren Knüppel zwischen die Beine. Wie anders ist die Ankündigung aus Moskau zu werten das allein die Anpassung ukrainischer Normen an EU-Recht zu weiteren Sanktionen führen wird ?

Und ja, Cronos, Binnenwirtschaft produziert für den Binnenmarkt. Tatsächlich!
Mal abgesehen davon das ich die Zahlen zur Preisentwicklung in Russland für extrem unglaubwürdig halte sollte es dir als Fan der DWN eigentlich nicht entgangen sein wie zB für Griechenland dort die positiven Auswirkungen eines Euroaustrittes, der Einführung einer Landeswährung und der damit verbundenen Möglichkeit zur Erlangung von Wettbewerbsfähigkeit für den Export durch Abwertung gepredigt wurde.

Im Gegensatz zu deinem Geschreibsel hat Paracelsus natürlich recht. Wir haben wohl auch aneinander vorbei geredet. Ich zielte eigentlich nicht auf den Rubel und Russland ( dort bleibt die Entwicklung abzuwarten, vor allem wie der Ölpreis sich entwickelt und wie lange die RF damit in der Lage und Willens ist per Intervention den Kursverlauf zu beeinflussen. Interessant wird auch sein ab welchem Wechselkurs-Niveau ein Run auf Devisen einsetzt und grossen zusätzlichen Druck ausübt)), sondern auf die Ukraine.
In der Ukraine hat der Kursverfall nun mal 0 positive Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft. Wir haben 70% Verlust in dem Bereich, offiziell werden 19,5% Inflation erwartet. Für den Handel ist es extrem schwierig Verkaufspreise zu finden weil es Wahrsagerqualitäten erfordert die EKs vorauszuahnen. Die Menschen tätigen keine Anschaffungen weil sie nicht wissen ob das Geld morgen noch für das Essen reicht.
Die Lage ist sehr schwierig, aber das war sie schon beim Amtsantritt der derzeitigen Regierung und eigentlich schon davor. Warum sonst ist Janek zu Putin betteln gefahren und war bereit für 15 Milliarden Judas-Dollars die Souveränität der Ukraine zu verkaufen ? ( Mal abgesehen davon, das ihm der "Zar" garantiert hat als Diktator von des Kremls Gnaden weiter zu regieren ).
Dein Triumphgeheul in dem Bereich zeugt nur davon das du erstens null Blick dafür hast wer für die Situation verantwortlich ist und das dir, das ist viel wichtiger, auf deinem Kreuzzug die Ukraine und die Ukrainer herzlich egal sind.
Grosse Reformen möchtest du sehen. Ja, eine Junta hätte sicher das eine oder andere einfach "durchregiert". Und die hätte auch die verfassungsfeindlichen Kommunisten einfach verboten und eingesperrt statt sich schon seit einem halben Jahr rechtsstaatlich damit herumzuplagen gerichtsfeste Beweise zu sammeln. Aber wir haben im Gegensatz zu Russland eben in der Ukraine sehr viele sehr unterschiedliche politische Kräfte, eine wache Öffentlichkeit und durchaus kritische Medien. Und nach dem grassierenden Unrecht nach russischem vorbild unter janek nun so etwas die die Anfänge eines funktionierenden Rechtsstaates.

Heute gabs im Deutschlandfunk einen Bericht von Amnesty International.
Unter anderem wurde dort von einer jungen Frau namens Anna aus Donezk, glaube ich, berichtet. Cronos "Freiiheitskämpfer" drangen, wahrscheinlich nachdem sie denunziert wurde, in ihre Wohnung ein. Es fanden sich paar ukrainische Fähnchen. Die junge Frau wurde verschleppt, in ein Kellerloch gesperrt, geschlagen und gefoltert. Ihr wurden eine Vielzahl von Schnittverletzungen zugefügt und man zwang sie mit ihrem Blut an die Wand zu schreiben: Ich liebe den Donbass.
Sie sagte, sie sei froh gewesen das das Blut der ihr bereits zugefügten Wunden ausgereicht hätte dafür sonst hätte man sie sicher noch weiter gefoltert.

Wie in vorangegangenen Berichten von AI oder des Hochkommisariats für Menschenrechte der UN werden auch der ukrainischen Seite Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, in jenem Bericht vor allem der Einheit "Aydar". Der substantielle Unterschied ist das man der Seite der Separatisten systematische Verstösse vorwirft, will sagen, es handelt sich nicht um Entgleisungen sondern um gezielten Terror.

Und in Anbetracht der Vielzahl solcher Berichte beneide ich dich, Cronos nicht um die Fratze die dich anschaut wenn du in den Spiegel blickst.
MfG
die "Kakerlake"
Zuletzt geändert von toto66 am Freitag 10. Oktober 2014, 02:07, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#16 Beitrag von Sonnenblume » Donnerstag 9. Oktober 2014, 23:57

1000 Dank toto, du sprichst mir aus dem Herzen - eigentlich fast immer, aber hier ganz besonders!!!

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cronos
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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#17 Beitrag von cronos » Freitag 10. Oktober 2014, 14:13

stell dir einmal vor, in einem Regal in irgend einem Supermarkt bei uns , steht an der Fleischtheke eine Verpackung mit "Made in Ukrainia"
Das wird sofort gekauft ???? oder

Das mag ja alles stimmen, dass man in der Ukraine etwas ändern will, in ganz kleinen Schritten, ist ja auch für den Binnenmarkt nicht falsch.
Ihr tönt aber von einer revolutionären Entwicklung der Ukraine, - Originalton von Jasenjuk vor einigen Wochen - die Ukraine zum Lebensmittelhauptlieferanten in Europa werden würde.

Wenn ich hier lesen muss, dass die Ukraine durch einen gezielten Anbau von Holz, sich von russischen Gaslieferungen befreien könnte, dann frage ich mich, ob Leute mit diesen Vorschlägen wirklich noch alle Tassen im Schrank haben.

Das generelle Problem in der Ukraine besteht darin, dass man dem Land kein Vertrauen mehr entgegen bringt.
Wie ein Damoklesschwert schwebt der Staatsbankrott Ukraine über den Köpfen der Verantwortlichen in der EU, die die gerufenen Geister nicht mehr loswerden.
Und um noch etwas an Glaubwürdigkeit für die Unterstützung der maroden Wirtschaft in der Ukraine vermitteln zu können, wird auf Russland gezeigt.

Der reale und irreversible Verlust des Donbass für das Land hat es um die einzige , schnell umzusetzende Resource gebracht.

Warten wir einmal die Überraschungen der Parlamentswahlen in 14 Tagen a b.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#18 Beitrag von klragl » Freitag 10. Oktober 2014, 15:03

(at)cronos, Zitat: "Wenn ich hier lesen muss, dass die Ukraine durch einen gezielten Anbau von Holz, sich von russischen Gaslieferungen befreien könnte, dann frage ich mich, ob Leute mit diesen Vorschlägen wirklich noch alle Tassen im Schrank haben."

Wie ist eigentlich dein Blutdruck. Gewöhne dir doch bitte einen besseren Umgangston an, wenn du möchtest, dass Leute mit dir kommunizieren.

Und lies ein paar Quellen über Energie aus Biomasse (Agrartechnik, Verfahrenstechnik, Chemie), bevor du hier beleidigend wirst.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#19 Beitrag von telzer » Freitag 10. Oktober 2014, 15:08

cronos hat geschrieben:stell dir einmal vor, in einem Regal in irgend einem Supermarkt bei uns , steht an der Fleischtheke eine Verpackung mit "Made in Ukrainia"
Das wird sofort gekauft ???? oder
Stellen wir und das mal vor , spricht keiner von (weil noch nicht möglich) . Ich habe nichts dagegen , bin von der Qualität der Ukrainischen Fleisch-Erzeugnisse beindruckt , ich bin und war vor Ort (und wann sie?) und lebe noch , das Schnitzel in der Pfanne wurde kaum kleiner , und die geräucherte Hühnerbrust war groß und lecker ......Und ich wurde dort nie krank :-D
In UA ja in RF nein , weil Importverbot , und mir paßt das auch ganz gut dass russische Waren in UA gekennzeichnet werden .
cronos hat geschrieben:Das mag ja alles stimmen, dass man in der Ukraine etwas ändern will, in ganz kleinen Schritten, ist ja auch für den Binnenmarkt nicht falsch.
Ihr tönt aber von einer revolutionären Entwicklung der Ukraine, - Originalton von Jasenjuk vor einigen Wochen - die Ukraine zum Lebensmittelhauptlieferanten in Europa werden würde.
Wer ist ihr , danke dass die ukrainische Führung hier im Forum so dick vertreten ist .
cronos hat geschrieben:Wenn ich hier lesen muss, dass die Ukraine durch einen gezielten Anbau von Holz, sich von russischen Gaslieferungen befreien könnte, dann frage ich mich, ob Leute mit diesen Vorschlägen wirklich noch alle Tassen im Schrank haben.
Holz ist 100% Co2 neutral , außerdem sagt irgend jemand , dass das so gemacht wird . Sind bloß Gedankenspiele (kennen sie) und die sind frei außer bei cronos , das sind das Spinner .
Danach dürfte es in ihrem Kopf ganz schön summen (oh ich vergaß sie haben ja den Tinnitus Putina) .
cronos hat geschrieben:Das generelle Problem in der Ukraine besteht darin, dass man dem Land kein Vertrauen mehr entgegen bringt.
Wie ein Damoklesschwert schwebt der Staatsbankrott Ukraine über den Köpfen der Verantwortlichen in der EU, die die gerufenen Geister nicht mehr loswerden.
Und um noch etwas an Glaubwürdigkeit für die Unterstützung der maroden Wirtschaft in der Ukraine vermitteln zu können, wird auf Russland gezeigt.

Der reale und irreversible Verlust des Donbass für das Land hat es um die einzige , schnell umzusetzende Resource gebracht.
Den drohenden Staatsbankrott gab es schon vorher und ist bei ihrem immer "noch amtierenden Säuferpräsidenten in Sotschi" noch schlimmer geworden . Aber woher sollten sie das wissen , sie kennen das Wort Ukraine ja erst seit 07.April.2014 nach Vertragsunterzeichnung als Forentroll und dem ersten Briefing aus St. Petersburg .
cronos hat geschrieben:Warten wir einmal die Überraschungen der Parlamentswahlen in 14 Tagen a b.
Ganau das werden wir und Tschüß und [smilie=ukr_prapor]

Und bitte tun sie mir und vielleicht auch einigen Anderen einen Gefallen , nicht immer wieder Plattitüden.... :-D
Wenn erst alle glauben, dass Vereinbarungen und Absprachen nur dazu da sind um später bei der ersten Gelegenheit wieder gebrochen zu werden, wäre das gleichbedeutend mit dem Anfang vom Ende. (unbekannter Autor)
Jetzt ist diese Zeit ! слава Україні

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#20 Beitrag von cronos » Freitag 10. Oktober 2014, 15:27

klragl hat geschrieben:(at)cronos, Zitat: "Wenn ich hier lesen muss, dass die Ukraine durch einen gezielten Anbau von Holz, sich von russischen Gaslieferungen befreien könnte, dann frage ich mich, ob Leute mit diesen Vorschlägen wirklich noch alle Tassen im Schrank haben."

Wie ist eigentlich dein Blutdruck. Gewöhne dir doch bitte einen besseren Umgangston an, wenn du möchtest, dass Leute mit dir kommunizieren.

Und lies ein paar Quellen über Energie aus Biomasse (Agrartechnik, Verfahrenstechnik, Chemie), bevor du hier beleidigend wirst.

Sachlich hast Du ja recht, das, was du fordernst ist aber nicht innerhalb weniger Jahre erreichbar.
Die Ukraine braucht, will sie sich in der Energiefrage vom Ausland lösen - wenns denn überhauopt geht - kurzfristige Lösungen.
Entweder Ländereien mit rauschenden Wipfeln oder die jährliche Getreideernte.

Ich verstehe nicht, und darum meine Formulierung, dass so etwas von Dir ernstlich überhaupt angedacht wird. Das hat doch mit erheblichem Realitätsverlust zutun. Das mag für Dich als Verfechter einer Grünen Kultur beleidigend wirken. Die Ukraine will aber ein Industrieland bleiben, das geht dann aber nicht mit Holzbrikets

Die Vorbereitungen Brasiliens auf Kraftstoffersatz, Alkohol statt Erdöl, brauchten Jahre. Mir ist kein Land bekannt, dass seinen Energiebedarf nennenswert über Biomasse decken kann.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#21 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 10. Oktober 2014, 15:34

cronos hat geschrieben:
klragl hat geschrieben:
cronos hat geschrieben:..., ob Leute mit diesen Vorschlägen wirklich noch alle Tassen im Schrank haben."
... Gewöhne dir doch bitte einen besseren Umgangston an, wenn du möchtest, dass Leute mit dir kommunizieren.

Und lies ein paar Quellen über Energie aus Biomasse (Agrartechnik, Verfahrenstechnik, Chemie), bevor du hier beleidigend wirst.
Sachlich hast Du ja recht, das, was du fordernst ist aber nicht innerhalb weniger Jahre erreichbar.
Mit ein wenig guten Willen wäre das sicherlich per sofort umsetzbar.
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#22 Beitrag von klragl » Freitag 10. Oktober 2014, 15:45

Und mit ein bißchem guten Willen hätte cronos auch lesen können, dass der Dikussionsvorschlag nicht von mir kam, sondern dass ich "nur" mitdiskutiert habe.

Im übrigen sollte man bei Problemen üblicherweise beides im Blick haben und bearbeiten: kurzfristige und langfristige Lösungen.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#23 Beitrag von Wassermann3000 » Freitag 10. Oktober 2014, 15:48

klragl hat geschrieben:Und mit ein bißchem guten Willen hätte cronos auch lesen können, dass der Dikussionsvorschlag nicht von mir kam, sondern dass ich "nur" mitdiskutiert habe.

Im übrigen sollte man bei Problemen üblicherweise beides im Blick haben und bearbeiten: kurzfristige und langfristige Lösungen.
Etwas zu viel verlangt für einen schlecht bezahlten Job, meinst Du nicht auch?
Freundliche Grüße
Rüdiger

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#24 Beitrag von cronos » Freitag 10. Oktober 2014, 15:55

telzer hat geschrieben:
cronos hat geschrieben:stell dir einmal vor, in einem Regal in irgend einem Supermarkt bei uns , steht an der Fleischtheke eine Verpackung mit "Made in Ukrainia"
Das wird sofort gekauft ???? oder
Stellen wir und das mal vor , spricht keiner von (weil noch nicht möglich) . Ich habe nichts dagegen , bin von der Qualität der Ukrainischen Fleisch-Erzeugnisse beindruckt , ich bin und war vor Ort (und wann sie?) und lebe noch , das Schnitzel in der Pfanne wurde kaum kleiner , und die geräucherte Hühnerbrust war groß und lecker ......Und ich wurde dort nie krank :-D
In UA ja in RF nein , weil Importverbot , und mir paßt das auch ganz gut dass russische Waren in UA gekennzeichnet werden .
cronos hat geschrieben:Das mag ja alles stimmen, dass man in der Ukraine etwas ändern will, in ganz kleinen Schritten, ist ja auch für den Binnenmarkt nicht falsch.
Ihr tönt aber von einer revolutionären Entwicklung der Ukraine, - Originalton von Jasenjuk vor einigen Wochen - die Ukraine zum Lebensmittelhauptlieferanten in Europa werden würde.
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cronos hat geschrieben:Wenn ich hier lesen muss, dass die Ukraine durch einen gezielten Anbau von Holz, sich von russischen Gaslieferungen befreien könnte, dann frage ich mich, ob Leute mit diesen Vorschlägen wirklich noch alle Tassen im Schrank haben.
Holz ist 100% Co2 neutral , außerdem sagt irgend jemand , dass das so gemacht wird . Sind bloß Gedankenspiele (kennen sie) und die sind frei außer bei cronos , das sind das Spinner .
Danach dürfte es in ihrem Kopf ganz schön summen (oh ich vergaß sie haben ja den Tinnitus Putina) .
cronos hat geschrieben:Das generelle Problem in der Ukraine besteht darin, dass man dem Land kein Vertrauen mehr entgegen bringt.
Wie ein Damoklesschwert schwebt der Staatsbankrott Ukraine über den Köpfen der Verantwortlichen in der EU, die die gerufenen Geister nicht mehr loswerden.
Und um noch etwas an Glaubwürdigkeit für die Unterstützung der maroden Wirtschaft in der Ukraine vermitteln zu können, wird auf Russland gezeigt.

Der reale und irreversible Verlust des Donbass für das Land hat es um die einzige , schnell umzusetzende Resource gebracht.
Den drohenden Staatsbankrott gab es schon vorher und ist bei ihrem immer "noch amtierenden Säuferpräsidenten in Sotschi" noch schlimmer geworden . Aber woher sollten sie das wissen , sie kennen das Wort Ukraine ja erst seit 07.April.2014 nach Vertragsunterzeichnung als Forentroll und dem ersten Briefing aus St. Petersburg .
cronos hat geschrieben:Warten wir einmal die Überraschungen der Parlamentswahlen in 14 Tagen a b.
Ganau das werden wir und Tschüß und [smilie=ukr_prapor]

Und bitte tun sie mir und vielleicht auch einigen Anderen einen Gefallen , nicht immer wieder Plattitüden.... :-D

Das interessante an Deinen, aber nicht nur Deinen Beiträgen ist, dass Formulierungen aus Beiträgen von mir einfach umgemünzt werden, Sicher in Ermangelung eigener prägnanter Pointen.

- Der von mir auf Poroschenko gemünzte tinnitus poroschenkos, weil der Mann Dinge gehört hat, die
nicht gesagt wurden, wird hier lustig und so prägnant in tinnitus putina genändert. Da wurde
mitgedacht.

- Poroschenkos Säufervisage hat nun verbal einen Gegenpart im Säuferpräsidenten in Sotschi

- meine Formulierung über die Kiever Junta wurde zur Kreml-Junta . Wirklich bemerkenswerte
Neukonstrutionen.

Was hat denn meine Anmeldung mit den chaotischen Zuständen in der Ukraine zutun, mit dem täglichen Selbstbetrug, der eine ansteckende Krankheit zu sein scheint, liest man die Beiträge so Mancher hier.

Ich bin sicher nicht eingebildet, ich weiß, dass ich gut und pointiert schreiben kann, was mir auch Spaß macht, und ich weiß, dass ich hier den einen oder anderen zur Weißglut bringe, was auch beabsichtigt ist.
Würden meine Beiträge nicht "sitzen" Ihr würdet euch nicht so peinlich entblößen.

Und es hat für mich schon etwas Rührendes, diese Frohlockungen über die glänzende Zukunft der Ukraine zu lesen.
Sicher stirbt der Glaube zuletzt . Einige von Euch sind ja nicht dumm, können die Realitäten und deren Auswirkungen auf die Zukunft beurteilen, aber, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, ist Vogel-Strauß-Politik. (als Symbol, ob Strauße das wirklich machen ? )

Auch mir passt es nicht, dass Russland seine Macht ausübt, aber ich lamentier nicht rum, wie Ihr,
ich passe mich der Realität an. Divide et impera - Ihr werdet es wohl nie begreifen.

Kann man einige von Euch wirklich für voll nehmen, (die z.B wie du vom "noch amtierenden Präsidenten" sprechen., oder dass Russland möglichst bald unterginge.
Russland wird nicht untergehen, aber für die Ukraine stehen die Chancen dafür nicht schlecht.
Zuletzt geändert von cronos am Freitag 10. Oktober 2014, 16:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Und sie wirken doch - Sanktionen gegen Russland

#25 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 10. Oktober 2014, 15:56

Wassermann3000 hat geschrieben:
klragl hat geschrieben:Und mit ein bißchem guten Willen hätte cronos auch lesen können, dass der Dikussionsvorschlag nicht von mir kam, sondern dass ich "nur" mitdiskutiert habe.

Im übrigen sollte man bei Problemen üblicherweise beides im Blick haben und bearbeiten: kurzfristige und langfristige Lösungen.
Etwas zu viel verlangt für einen schlecht bezahlten Job, meinst Du nicht auch?
Bis nach St. Petersburg ist eben noch nicht gedrungen, dass man manchen gar nicht so viel zahlen kann, wie man gut macht, wenn die nichts tun.

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