PolitikDer zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

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Handrij
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Ukraine

Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#1 Beitrag von Handrij » Dienstag 2. Dezember 2014, 12:16

Das neue ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, hat bei ihrer ersten Sitzung am vergangenen Donnerstag den früheren Vize-Premier Wladimir Groisman zu seinem Präsidenten gewählt. Der 36-Jährige war der einzige Kandidat. Er gehört der BPP-Partei an, dem nach dem ukrainischen Staatspräsidenten benannten »Block Petro Poroschenko«.
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FEINDFLIEGER
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#2 Beitrag von FEINDFLIEGER » Dienstag 2. Dezember 2014, 12:49

Die Wahl eines Juden zum Parlamentschef werde keine großen direkten Auswirkungen auf die jüdische Gemeinde haben, sagte der Oberrabbiner der Ukraine, Yaakov Dov Bleich, gegenüber der »Jerusalem Post«. Aber es sei »ein weiterer Beweis, dass die Ukraine eine normale multikulturelle Gesellschaft ist«, in der Juden dazugehörten.
Ist mir völlig rätselhaft,wofür man sich da rechtfertigt.
Wenn der Vorwurf von nationalistischem "Geschmeiß" schon nicht zieht - so bleibt immernoch die "Seilschaft"!
Es gibt so einiges zu denken,was die Ukraine betrifft...

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cronos
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#3 Beitrag von cronos » Dienstag 2. Dezember 2014, 14:09

FEINDFLIEGER hat geschrieben:
Die Wahl eines Juden zum Parlamentschef werde keine großen direkten Auswirkungen auf die jüdische Gemeinde haben, sagte der Oberrabbiner der Ukraine, Yaakov Dov Bleich, gegenüber der »Jerusalem Post«. Aber es sei »ein weiterer Beweis, dass die Ukraine eine normale multikulturelle Gesellschaft ist«, in der Juden dazugehörten.
Ist mir völlig rätselhaft,wofür man sich da rechtfertigt.
Wenn der Vorwurf von nationalistischem "Geschmeiß" schon nicht zieht - so bleibt immernoch die "Seilschaft"!
Es gibt so einiges zu denken,was die Ukraine betrifft...
Richtig, unverständlich.
Was hat denn der Glaube eines Politikers mit seiner politischen Stellung zutun ?

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Malcolmix
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#4 Beitrag von Malcolmix » Dienstag 2. Dezember 2014, 14:17

cronos hat geschrieben:Richtig, unverständlich.
Was hat denn der Glaube eines Politikers mit seiner politischen Stellung zutun ?
Normalerweise nichts. Aber wenn permanent Behauptungen aufgestellt werden, in der Ukraine herrsche allerorten Faschismus und Antisemitismus, dann schon.

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Kolobok
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#5 Beitrag von Kolobok » Dienstag 2. Dezember 2014, 18:23

Das Internet ist schon eine großartige Sache. Wenn man denn will, hat man ohne große Probleme die Originalfassung des Artikels gefunden. Da erklären sich manche Fragen wie von selbst.
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Russia has consistently accused post-revolution Kiev of being dominated by the xenophobic far right.

“It could never occur to anybody that radicals and neo-Nazis could come to dominate Ukrainian politics,” Foreign Minister Sergei Lavrov told deputies in Russia’s parliament just over a week ago.

While several members of Svoboda, which has been accused of being a neo-Nazi organization by the World Jewish Congress, indeed served in the interim government, the party has lost most of its political support during the latest round of elections and has little if any influence in the current coalition.

While anti-Semitism has not disappeared, with a firebomb thrown at a Kiev synagogue prior to Rosh Hashanah and the Babi Yar memorial site twice desecrated with anti-Semitic graffiti in recent months, members of the local Jewish community have expressed less concern over anti-Semitism than over the ongoing war in the east.

Speaking to the Post after Russian newspapers printed stories regarding a non-existent wave of attacks against Jewish targets in Odessa, one community leader said that he thinks that even the extreme nationalists, who would be most likely to attack Jews, are more focused on what they see as the Russian threat take any significant action. Several Jewish leaders even went so far as to blame Putin for fomenting anti-Semitic unrest for his own political ends.
Ich für meinen Teil möchte ergänzen, dass man immer wieder lesen und hören kann (natürlich nicht offiziell), dass so einige der Terroristen überzeugt davon sind, dass der Maidan in Kiew der Versuch der Juden ist sich die Ukraine unter den Nagel zu reißen.

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cronos
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#6 Beitrag von cronos » Donnerstag 4. Dezember 2014, 11:16

Kolobok hat geschrieben:Das Internet ist schon eine großartige Sache. Wenn man denn will, hat man ohne große Probleme die Originalfassung des Artikels gefunden. Da erklären sich manche Fragen wie von selbst.
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Russia has consistently accused post-revolution Kiev of being dominated by the xenophobic far right.

“It could never occur to anybody that radicals and neo-Nazis could come to dominate Ukrainian politics,” Foreign Minister Sergei Lavrov told deputies in Russia’s parliament just over a week ago.

While several members of Svoboda, which has been accused of being a neo-Nazi organization by the World Jewish Congress, indeed served in the interim government, the party has lost most of its political support during the latest round of elections and has little if any influence in the current coalition.

While anti-Semitism has not disappeared, with a firebomb thrown at a Kiev synagogue prior to Rosh Hashanah and the Babi Yar memorial site twice desecrated with anti-Semitic graffiti in recent months, members of the local Jewish community have expressed less concern over anti-Semitism than over the ongoing war in the east.

Speaking to the Post after Russian newspapers printed stories regarding a non-existent wave of attacks against Jewish targets in Odessa, one community leader said that he thinks that even the extreme nationalists, who would be most likely to attack Jews, are more focused on what they see as the Russian threat take any significant action. Several Jewish leaders even went so far as to blame Putin for fomenting anti-Semitic unrest for his own political ends.
Ich für meinen Teil möchte ergänzen, dass man immer wieder lesen und hören kann (natürlich nicht offiziell), dass so einige der Terroristen überzeugt davon sind, dass der Maidan in Kiew der Versuch der Juden ist sich die Ukraine unter den Nagel zu reißen.

Einige der Leute um Poroschenko sind auch dieser Meinung, wie es weltweit Spinner dieser Art gibt, die einer jüdische Weltverschwörung reden. Über diesen Unsinn muss nicht diskutiert werden.
Bedenkich ist es, wenn allenhalben, hier las ich bereits so etwas, von "der Ostküste" der US gesprochen wird.
Tatsache ist aber, dass es in ganz Osteuropa so etwas wie einen traditionellen Antisemitismus gibt. ( und wir sollten hier NUR über die Ukraine sprechen !!!) mit dem widrige Dinge des Lebens einer bestimmten religiösen Gruppe angelastet werden, getragen von Unwissenheit und irregulärem Neid

Was die ukrainischen Rechten im Frühjahr gegen Juden, Russen und Deutsche, skandierten , ist bedenklich. und das war offiziell, und ungeahndet.

Natürlich sind die Ukrainer nicht per se antisemitisch, und der Antisemitismus ist, wie in Deutschland, abhängig von der Bildung des Einzelnen.
Ich kann mich gut erinnern, dass eine Straßenband, die vor einem Restaurant in Dnepropetrovsk spielte, dann spontan ein jüdisches Lied intonierte, wenn wir mit Familie kamen und gingen.

Nein, so penetrant wie heute in Polen ist der ukrainische offizielle Antisemitismus nicht.
Zuletzt geändert von cronos am Donnerstag 4. Dezember 2014, 11:25, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#7 Beitrag von toto66 » Donnerstag 4. Dezember 2014, 11:22

könntest du bitte beginnen auch nur einige deiner Behauptungen mit Quellen zu unterlegen?

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cronos
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#8 Beitrag von cronos » Donnerstag 4. Dezember 2014, 12:30

toto66 hat geschrieben:könntest du bitte beginnen auch nur einige deiner Behauptungen mit Quellen zu unterlegen?
Dir ist bekannt, dass bezüglich der Ukraine die Skandierung antisemitischer,
antirussischer und antideutscher Forderungen die Medien im Frühjahr berichteten.
Dir ist bekannt, dass sich Antisemiten mit entsprechenden Symbolen in Demontrationen
in Kiev und im Lwow gezeigt haben.

Was den Antisemitismus in Polen angeht: nur Beispeile:
- Ferienaufenthalt in Polen, Papa und Sohnemann werden gerne als Tischnachbarn
gesehen, Nach Reparatur einer Goldkette, an der das Geschenk Opas an seinen
Enkel hängt, ein Davidstern, wandern die Blicke der ehemaligen ach so netten
Leute an den Hals meines Sohnes und plötzlich sind die freien Plätze am Tisch,
wie am Vortag, nicht mehr frei.

- Eine Stadt in der Nähe von Posen, auf einer Hauswand ein riesiger Galgen
aufgespritzt mit einem baumelnden Davisstern und dem liebevollen Postulat:
"Juden raus" Zydzi won und das über Wochen. Hier würde das ganze Kompanien
von Staatsanwälten mobilisieren.

- Danzig, auf einer der Hauptturistenstraßen, Mariatschka in der Alststadt: riesige
"ausgeixte" Judensterne an die Hauswände gesrüht. . Ich frage einen
Bernsteinverkäufer in dem Haus im Haus, was das soll,
Ackelszucken die Antwort.
In ganz Danzig mehrfach gesehen.

- Die dreieckigen Synonyme an Toilettentüren, als Hinweis für Herrentoiletten
sind vielfach liebevoll mit einem gleichen Synonym seitenverkehrt verziehrt,
sodaß ein Davidstern als Hinweiß zum Abort, zum Klo entsteht.

- seit geraumer Zeit ist Wodka koscherna , koscherer Wodka, gemacht nach
jüdischer ritualler Herstellung aus fast allen Regalen verschwunden.

Eine Frage danach wird vom Gesichtsausdruck her wie eine Beleidigung empfunden
Auch sollte man sich in einer Mittelstadt eine Frage an einen dieser
wieselflink über die Straße huschenden Herren in schwarz und purpur mit den
Viereckshüten, mit einer Frage nach dem Standort der Synagoge in der
Stadt ersparen..

- und über den Zwang des Papstes anging, unbedingt in Auschwitz
beten zu müssen muss ich sicher nichts sagen,
die Juden wollen nicht, dass man für ihr Seelenheil betet.
Letztlich beten die Juden auch nicht dafür, das die
Christen endlich ihrem falschen Propheten - Jesus - abschwören.

Einer Befragung zufolge sind die überwiegende Mehrheit der Polen
davon überzeugt, dass in Auschwitz in erster Linie Polen umgebracht
worden sind und nicht die Juden.

Der christlich katholische Antisemitismus zeigt sich z.B, auch
in Ausschitz, dass die Errichtung einer Gedenkstätte in dem
Raum, in in dem damals das Zyklon B gelagert wurde, davon
abhängig gemacht wurde, "wenn es die Andacht unserer Schwestern
nicht stört"
Über die antisemitischen Hassreden von der Kanzel, Peter und Paul in Danzig
oder die von Radio Marija, einem der meistgehörten Sender in Polen oder jene
rd. 1 Mio antisemitischer Druckerzeugnisse, die von der Vertriebsorgani
sation Ruch unters Volk gebracht werden.


Ist Dir das wirklich alles unbekannt ?
habe ich damit Deiner Frage Genüge getan ?

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toto66
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#9 Beitrag von toto66 » Donnerstag 4. Dezember 2014, 14:53

Vorweg, für mich ist Decin Decin und nicht Tetschen, Lviv Lviv und nicht Lemberg und Gdansk eben Gdansk und nicht Danzig, auch wenn das mancher gern anders sähe.
Zweitens wäre ein BELEG eine Äusserung eines Mitglieds der jüdischen Gemeinde der Ukraine ( über die sprechen wir hier ) zum Maidan gewesen und nicht deine nicht nachvollziehbaren "Erlebnisse". Jene Äusserungen zum Antisemitismus auf dem Maidan in der Ukraine gibt es übrigens, du wirst sie, solltest du sie suchen wollen ( woran ich stark zweifle ), hier im Forum finden.
Apropos, bist du schon mal durch Moskauer Plattenbausiedlungen gelaufen in den letzten 15 Jahren ?
Und hast die "Wandbemalungen" genossen ? Da müssen sich aber viele grosse Sorgen machen, nicht nur die Juden.
Mir persönlich, ich bin ein säkularer Mensch, sind Religionen sowas von egal und ihre Instrumentalisierung suspekt.
So wie es gerade heute, gerade eben der grosse Führer des russischen Volkes wieder tat, als er in seiner Rede zur Lage der Nation der Krim eine sakrale Bedeutung für Russland zusprach, vergleichbar mit dem Jerusalemer Tempelberg für andere Religionen.
( ist Russe zu sein nun schon eine Religion ?)
Ich bin mal gespannt wie er die Geister, die er da permanent beschwört wieder einhegen will.
Wie gesagt, Cronos, Meinung ist eine gute Sache, jeder sollte eine haben, mindestens, aber ein bisschen mit Fakten unterfüttern sollte man sie schon können. Ansonsten ist es halt wie in deinem Fall Propaganda und oft genug einfach Hetze. Und zwar häufig eine ziemlich widerliche.
Ich find es übrigens bemerkenswert, das man zwar antiamerikanisch sein kann,alles mögliche anti...., das man sich damit sogar einen Anstrich von Progressivität, von Widerstand gegen ein wie auch immer geartetes Establishment , gegen "Kulturimperialismus", Coca-Cola und ich weiss nicht was alles noch geben kann, man damit natürlich die Regierung und wirtschaftliche und politische "Auswüchse" meint, aber wenn es auf Russland kommt ist alles anders.
Dann ist man nicht antirussisch im beschriebenen Sinn, dann holen die Cronosse dieser welt die Russophobie raus. Das klingt ja schon wie eine ansteckende Geisteskrankheit, da können keine edlen Motive dahinterstecken.
Ich kann ja noch die Motive nachvollziehen die den Kreml zu solchen Dingen in ihrem Propagandakrieg treibt, was einen allerdings bewegt das aus einer Hamburger Dachgeschosswohnung nachzubeten und dann noch zu behaupten man sei gesunden Verstandes erschliesst sich mir nicht.

was zum lesen:

„Raschismus“ – Eine Pervertierung Europas

Fast täglich erreichen uns Nachrichten über den Krieg in der Ostukraine, über die Rolle, die Moskau dabei spielt und über die Haltung des Westens. Heute stellt sich der Westen auf eine Neuausrichtung der Sicherheitspolitik in Europa ein. Um die Sicherheit in Europa gewährleisten zu können, scheint heute eine neue Politik gegenüber Moskau mehr als erforderlich. Darüber ist sich zumindest ein Großteil der politischen Elite im Westen einig.

Aber wie soll diese Neuausrichtung aussehen, wenn das System „Moskau“ vom Westen augenscheinlich immer noch nicht verstanden wird? Selbst 25 Jahre nach dem Mauerfall häufen sich die Fehleinschätzungen darüber, was die tatsächlichen Interessen Moskaus sind. Es herrscht oft große Verwunderung und Unverständnis darüber, wie es dazu kommen konnte, dass Moskaus Handeln Europa in diese prekäre Sicherheitslage gebracht hat, die wir heute vorfinden. Um dieses Unverständnis geschickt zu überspielen, äußert man sich diplomatisch und ist „sehr besorgt“ und „zutiefst beunruhigt“.

Zwei Punkte wurden über Jahre hinweg schlichtweg falsch eingeschätzt: Zum einen hat der Westen viel zu lange geglaubt, man könne die Ukraine nur in Abhängigkeit von Moskau verstehen und nur auf diese Weise in Gespräche einbinden. Die erfolgreiche Euromaidan-Revolution zerstörte diesen Trugschluss entgültig. Zum anderen begegnete man Moskau in Denkkategorien, denen westliche Konzeptionen zugrunde liegen. Also in Denkweisen, die sich auf demokratischen, freiheitlichen und völkerrechtlichen Maximen stützen.

Eine kurze Erklärung warum gerade das aber nicht möglich ist: Die Moskowiter waren ein primitives, verbrecherisches, räuberisches und kulturloses Volk, das im 12. Jh. aus den Sümpfen des Wladimir-Suzdaler Gebiets hervorgegangen war. Ihr Einflussgebiet, das Moskauer Land („Moskowien“; später „Fürstentum Moskau“), hatte niemals etwas mit Europa oder dessen Werten gemein und hat es auch heute nicht. Unter der Herrschaft der Goldenen Horde entwickelte sich Moskau zu einem Großreich. Nach dem Zerfall des tataro-mongolischen Khanats trat Moskau dessen Erbe an und wurde so zu einem direkten Nachfolgestaat der Goldenen Horde. In ihr liegen die Ursprünge der Moskauer Staatlichkeit. Zivilisatorisch und kulturell gesehen befinden sich die Nachfahren der Moskowiter heute auf dem Stand vergangener Jahrhunderte. Das spiegelt sich heute vor allem in der Politik Moskaus Tag für Tag wider. Europa und Moskau basieren auf zwei voneinander völlig verschiedenen Konzeptionen, auf denen deshalb auch vollkommen unterschiedliche ideologische und politische Weltanschauungen aufgebaut sind.

„Moskowien“, das im Verlauf der Geschichte aufgrund seiner sich verändernden imperialen Einflusssphären mehrmals umbenannt wurde (etwa in „Russisches Kaiserreich“, in „UdSSR“ oder in die heutige Bezeichnung „Russische Föderation“), ist ein in Moskau ausgedachtes und deshalb künstliches Konstrukt. Als Staat wird es von historischen Lügen und von einem von Nostalgie geleiteten Geschichtsbewusstsein rechtfertigt. Um ein solches Konstrukt am Leben zu erhalten, wird diese Nostalgie vom Potential anderer Kulturkreise genährt. Die Führung in Moskau unternimmt große Anstrengungen, zivilisatorische Prozesse anderer Kulturen als eigene Errungenschaften staatlich zu etablieren, um sie dann zu pervertieren, wie etwa die modifizierte Einverleibung der Geschichte und Kultur der Kyjiwer Rus. Moskau stützt sich dabei auf imperiale und stark chauvinistische Mechanismen, die oft Ausbeutung und Plünderung anderer Kulturen zur Folge haben. Mittels Machtausübung, Gewalt und Propaganda versucht die Moskauer Führung fremde Kulturen zu unterdrücken, um Teile von ihnen dann entweder als eigene anzunehmen oder sie gänzlich zu vernichten. Ein auf diese Weise funktionierendes identitätsstiftendes Prinzip ist auf Dauer nicht haltbar. Deshalb zerfällt das System „Moskau“ immer wieder. 2005 bezeichnete der damalige „Führer Moskaus“ Wladimir Putin den Zerfall der Sowjetunion als „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“.
...
Was der Führung im Kreml für ihren Machterhalt nach innen also bleibt ist zu versuchen, gewaltsam und mit nostalgischer Rhetorik einstige Machtsphären zurückzugewinnen und dabei auf ihren alt bewährten Propagandaapparat zu setzen. Also „Stärke nach innen durch Machtausübung nach außen zu demonstrieren“. Das war immer ein wichtiges Grundprinzip der Moskauer Politik. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die Führung im Kreml heute erneut versucht, sich mit abwägigen Interpretationen der Geschichte in eine Lage zu versetzen, die ihr außenpolitisches Handeln legitimieren soll. So klang zum Beispiel die rechtfertigende Behauptung nach der gewaltsamen Annexion der Schwarzmeerhalbinsel: „Die Krym war schon immer russisch“. Die Tatsache, dass dort Skythen, Griechen, Römer, Byzantiner, Ukrainer, Tataren, Osmanen und viele andere Völker Regenten waren, wird im Kreml dabei nicht so ernst genommen.

Heute den Hitler-Stalin-Pakt zu verteidigen, um damit eine Legitimation für die „Zurückgewinnung“ der Ukraine und somit für die erneute Spaltung Europas zu suchen, macht Wladimir Putin nicht nur zu einem nostalgischen Verehrer des Nationalsozialismus und des Stalinismus sondern auch zu einem „Raschisten“. „Raschismus“ – ein im Internet geprägter Neologismus aus Rossija (engl. Russia – „Rascha“) und Faschismus; das entspricht etwa exakt dem von Nostalgie geprägten System des Kremls, das dessen Führung heute zu reetablieren versucht: Dieses System basiert auf einem Russland verherrlichenden völkisch-russischen Nationalismus, der rassistisch, menschenverachtend, intolerant und aus diesen Gründen chauvinistisch ist, und als Staat in einer autoritären und somit anti-demokratischen Form regiert werden soll. Dieser Staat heißt heute „Russische Föderation“, dessen Staatsoberhaupt („Nazlider“ – russich für „nationaler Führer“) Wladimir Putin ist. Diesem Staat soll darüber hinaus ein eurasischer Lebensraum in Europa und Asien zugrunde gelegt werden. Und dabei spielt der Faktor Nostalgie eine entscheidende Rolle. Denn das neu ausgerichtete politische Konzept der Kreml-Führung beruft sich auf nationalbolschewistische Ideale, die im postsowjetischen Raum noch allgegenwärtig sind. Also auf Ideale, die sich sowohl auf die kommunistisch-bolschewistische Weltanschauung aus alten Sowjetzeiten berufen, als auch auf russisch-nationalistisch ausgerichtete Werte. Beides steht in einem völligen Widerspruch zu den Idealen westlicher Grundüberzeugungen was Menschenrechte, Toleranz, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit oder Wohlstand betrifft. Doch ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung in Europa und Asien lässt sich von der nationalbolschewistischen Nostalgie leiten und instrumentalisieren und sich so für die chauvinistischen Ziele Moskaus gewinnen. Bezogen auf das politische Spektrum, sind Befürworter dieses Systems (in Europa) oft Parteien und Gruppierungen extrem rechter und extrem linker Gesinnung.
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#10 Beitrag von cronos » Donnerstag 4. Dezember 2014, 15:35

toto66 hat geschrieben:Vorweg, für mich ist Decin Decin und nicht Tetschen, Lviv Lviv und nicht Lemberg und Gdansk eben Gdansk und nicht Danzig, auch wenn das mancher gern anders sähe.
Zweitens wäre ein BELEG eine Äusserung eines Mitglieds der jüdischen Gemeinde der Ukraine ( über die sprechen wir hier ) zum Maidan gewesen und nicht deine nicht nachvollziehbaren "Erlebnisse". Jene Äusserungen zum Antisemitismus auf dem Maidan in der Ukraine gibt es übrigens, du wirst sie, solltest du sie suchen wollen ( woran ich stark zweifle ), hier im Forum finden.
Apropos, bist du schon mal durch Moskauer Plattenbausiedlungen gelaufen in den letzten 15 Jahren ?
Und hast die "Wandbemalungen" genossen ? Da müssen sich aber viele grosse Sorgen machen, nicht nur die Juden.
Mir persönlich, ich bin ein säkularer Mensch, sind Religionen sowas von egal und ihre Instrumentalisierung suspekt.
So wie es gerade heute, gerade eben der grosse Führer des russischen Volkes wieder tat, als er in seiner Rede zur Lage der Nation der Krim eine sakrale Bedeutung für Russland zusprach, vergleichbar mit dem Jerusalemer Tempelberg für andere Religionen.
( ist Russe zu sein nun schon eine Religion ?)
Ich bin mal gespannt wie er die Geister, die er da permanent beschwört wieder einhegen will.
Wie gesagt, Cronos, Meinung ist eine gute Sache, jeder sollte eine haben, mindestens, aber ein bisschen mit Fakten unterfüttern sollte man sie schon können. Ansonsten ist es halt wie in deinem Fall Propaganda und oft genug einfach Hetze. Und zwar häufig eine ziemlich widerliche.
Ich find es übrigens bemerkenswert, das man zwar antiamerikanisch sein kann,alles mögliche anti...., das man sich damit sogar einen Anstrich von Progressivität, von Widerstand gegen ein wie auch immer geartetes Establishment , gegen "Kulturimperialismus", Coca-Cola und ich weiss nicht was alles noch geben kann, man damit natürlich die Regierung und wirtschaftliche und politische "Auswüchse" meint, aber wenn es auf Russland kommt ist alles anders.
Dann ist man nicht antirussisch im beschriebenen Sinn, dann holen die Cronosse dieser welt die Russophobie raus. Das klingt ja schon wie eine ansteckende Geisteskrankheit, da können keine edlen Motive dahinterstecken.
Ich kann ja noch die Motive nachvollziehen die den Kreml zu solchen Dingen in ihrem Propagandakrieg treibt, was einen allerdings bewegt das aus einer Hamburger Dachgeschosswohnung nachzubeten und dann noch zu behaupten man sei gesunden Verstandes erschliesst sich mir nicht.

was zum lesen:

„Raschismus“ – Eine Pervertierung Europas

Fast täglich erreichen uns Nachrichten über den Krieg in der Ostukraine, über die Rolle, die Moskau dabei spielt und über die Haltung des Westens. Heute stellt sich der Westen auf eine Neuausrichtung der Sicherheitspolitik in Europa ein. Um die Sicherheit in Europa gewährleisten zu können, scheint heute eine neue Politik gegenüber Moskau mehr als erforderlich. Darüber ist sich zumindest ein Großteil der politischen Elite im Westen einig.

Aber wie soll diese Neuausrichtung aussehen, wenn das System „Moskau“ vom Westen augenscheinlich immer noch nicht verstanden wird? Selbst 25 Jahre nach dem Mauerfall häufen sich die Fehleinschätzungen darüber, was die tatsächlichen Interessen Moskaus sind. Es herrscht oft große Verwunderung und Unverständnis darüber, wie es dazu kommen konnte, dass Moskaus Handeln Europa in diese prekäre Sicherheitslage gebracht hat, die wir heute vorfinden. Um dieses Unverständnis geschickt zu überspielen, äußert man sich diplomatisch und ist „sehr besorgt“ und „zutiefst beunruhigt“.

Zwei Punkte wurden über Jahre hinweg schlichtweg falsch eingeschätzt: Zum einen hat der Westen viel zu lange geglaubt, man könne die Ukraine nur in Abhängigkeit von Moskau verstehen und nur auf diese Weise in Gespräche einbinden. Die erfolgreiche Euromaidan-Revolution zerstörte diesen Trugschluss entgültig. Zum anderen begegnete man Moskau in Denkkategorien, denen westliche Konzeptionen zugrunde liegen. Also in Denkweisen, die sich auf demokratischen, freiheitlichen und völkerrechtlichen Maximen stützen.

Eine kurze Erklärung warum gerade das aber nicht möglich ist: Die Moskowiter waren ein primitives, verbrecherisches, räuberisches und kulturloses Volk, das im 12. Jh. aus den Sümpfen des Wladimir-Suzdaler Gebiets hervorgegangen war. Ihr Einflussgebiet, das Moskauer Land („Moskowien“; später „Fürstentum Moskau“), hatte niemals etwas mit Europa oder dessen Werten gemein und hat es auch heute nicht. Unter der Herrschaft der Goldenen Horde entwickelte sich Moskau zu einem Großreich. Nach dem Zerfall des tataro-mongolischen Khanats trat Moskau dessen Erbe an und wurde so zu einem direkten Nachfolgestaat der Goldenen Horde. In ihr liegen die Ursprünge der Moskauer Staatlichkeit. Zivilisatorisch und kulturell gesehen befinden sich die Nachfahren der Moskowiter heute auf dem Stand vergangener Jahrhunderte. Das spiegelt sich heute vor allem in der Politik Moskaus Tag für Tag wider. Europa und Moskau basieren auf zwei voneinander völlig verschiedenen Konzeptionen, auf denen deshalb auch vollkommen unterschiedliche ideologische und politische Weltanschauungen aufgebaut sind.

„Moskowien“, das im Verlauf der Geschichte aufgrund seiner sich verändernden imperialen Einflusssphären mehrmals umbenannt wurde (etwa in „Russisches Kaiserreich“, in „UdSSR“ oder in die heutige Bezeichnung „Russische Föderation“), ist ein in Moskau ausgedachtes und deshalb künstliches Konstrukt. Als Staat wird es von historischen Lügen und von einem von Nostalgie geleiteten Geschichtsbewusstsein rechtfertigt. Um ein solches Konstrukt am Leben zu erhalten, wird diese Nostalgie vom Potential anderer Kulturkreise genährt. Die Führung in Moskau unternimmt große Anstrengungen, zivilisatorische Prozesse anderer Kulturen als eigene Errungenschaften staatlich zu etablieren, um sie dann zu pervertieren, wie etwa die modifizierte Einverleibung der Geschichte und Kultur der Kyjiwer Rus. Moskau stützt sich dabei auf imperiale und stark chauvinistische Mechanismen, die oft Ausbeutung und Plünderung anderer Kulturen zur Folge haben. Mittels Machtausübung, Gewalt und Propaganda versucht die Moskauer Führung fremde Kulturen zu unterdrücken, um Teile von ihnen dann entweder als eigene anzunehmen oder sie gänzlich zu vernichten. Ein auf diese Weise funktionierendes identitätsstiftendes Prinzip ist auf Dauer nicht haltbar. Deshalb zerfällt das System „Moskau“ immer wieder. 2005 bezeichnete der damalige „Führer Moskaus“ Wladimir Putin den Zerfall der Sowjetunion als „größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“.
...
Was der Führung im Kreml für ihren Machterhalt nach innen also bleibt ist zu versuchen, gewaltsam und mit nostalgischer Rhetorik einstige Machtsphären zurückzugewinnen und dabei auf ihren alt bewährten Propagandaapparat zu setzen. Also „Stärke nach innen durch Machtausübung nach außen zu demonstrieren“. Das war immer ein wichtiges Grundprinzip der Moskauer Politik. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die Führung im Kreml heute erneut versucht, sich mit abwägigen Interpretationen der Geschichte in eine Lage zu versetzen, die ihr außenpolitisches Handeln legitimieren soll. So klang zum Beispiel die rechtfertigende Behauptung nach der gewaltsamen Annexion der Schwarzmeerhalbinsel: „Die Krym war schon immer russisch“. Die Tatsache, dass dort Skythen, Griechen, Römer, Byzantiner, Ukrainer, Tataren, Osmanen und viele andere Völker Regenten waren, wird im Kreml dabei nicht so ernst genommen.

Heute den Hitler-Stalin-Pakt zu verteidigen, um damit eine Legitimation für die „Zurückgewinnung“ der Ukraine und somit für die erneute Spaltung Europas zu suchen, macht Wladimir Putin nicht nur zu einem nostalgischen Verehrer des Nationalsozialismus und des Stalinismus sondern auch zu einem „Raschisten“. „Raschismus“ – ein im Internet geprägter Neologismus aus Rossija (engl. Russia – „Rascha“) und Faschismus; das entspricht etwa exakt dem von Nostalgie geprägten System des Kremls, das dessen Führung heute zu reetablieren versucht: Dieses System basiert auf einem Russland verherrlichenden völkisch-russischen Nationalismus, der rassistisch, menschenverachtend, intolerant und aus diesen Gründen chauvinistisch ist, und als Staat in einer autoritären und somit anti-demokratischen Form regiert werden soll. Dieser Staat heißt heute „Russische Föderation“, dessen Staatsoberhaupt („Nazlider“ – russich für „nationaler Führer“) Wladimir Putin ist. Diesem Staat soll darüber hinaus ein eurasischer Lebensraum in Europa und Asien zugrunde gelegt werden. Und dabei spielt der Faktor Nostalgie eine entscheidende Rolle. Denn das neu ausgerichtete politische Konzept der Kreml-Führung beruft sich auf nationalbolschewistische Ideale, die im postsowjetischen Raum noch allgegenwärtig sind. Also auf Ideale, die sich sowohl auf die kommunistisch-bolschewistische Weltanschauung aus alten Sowjetzeiten berufen, als auch auf russisch-nationalistisch ausgerichtete Werte. Beides steht in einem völligen Widerspruch zu den Idealen westlicher Grundüberzeugungen was Menschenrechte, Toleranz, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit oder Wohlstand betrifft. Doch ein nicht zu unterschätzender Teil der Bevölkerung in Europa und Asien lässt sich von der nationalbolschewistischen Nostalgie leiten und instrumentalisieren und sich so für die chauvinistischen Ziele Moskaus gewinnen. Bezogen auf das politische Spektrum, sind Befürworter dieses Systems (in Europa) oft Parteien und Gruppierungen extrem rechter und extrem linker Gesinnung.
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Ich habe doch geraten, es nur bei dem ukrainischen Antisemitismus zu belassen, Du wolltest aber unbedingt Quellen über den Antisemitismus in Polen, weil ich meinte, der ukr. Antisemitismus sei nicht so groß wie der in Polen.
Nun hast Du eigene Erlebnisse von mir bekommen, die Dir nun auch nicht passen.

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#11 Beitrag von toto66 » Donnerstag 4. Dezember 2014, 15:41

Was Cronos, verstehst du an "BELEGEN für Behauptungen" nicht ?

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cronos
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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#12 Beitrag von cronos » Donnerstag 4. Dezember 2014, 16:44

toto66 hat geschrieben:Was Cronos, verstehst du an "BELEGEN für Behauptungen" nicht ?
Doch, meine Behauptung ist keine Lüge. oder willlst Du mich dieser bezichtigen ?

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#13 Beitrag von toto66 » Donnerstag 4. Dezember 2014, 22:34

das ich das tue ist doch schon ein alltäglicher Vorgang hier......

Im übrigen möchte ich dich bezüglich deiner Äusserungen zum Antisemitismus auf dem Maidan noch einmal auf die Äusserungen führender Vertreter der ukrainischen jüdischen Gemeinde in der Ukraine aus jener zeit verweisen. Seltsamerweise kommen die zu ganz anderen Schlüssen als du. Naja, wirklich seltsam ist es nicht. Wahrscheinlich bist du einfach ukrainophob, so das du fortwährend ein Volk und seine gewählten Vertreter in einem Ausmass verunglimpfst, beschimpfst und beleidigst das, wären jene gewählten Verteter oder jenes Volk schlicht User in diesem Forum du schon lange hier ein gewesenes Mitglied wärest.
Was übrigens mein Gerechtigkeitsgefühl nachhaltig stört, denn ich habe null Verständnis dafür, das Dreckschleudern wie du einen gewissen Artenschutz geniessen und sich dafür an ganzen Volksgruppen in einer Art abarbeiten können die in Deutschland bei Deutschen uU sogar strafrechtliche Konsequenzen hätte. Ich möchte nur an deine Äusserung von den "ethnisch sauberen Gebieten" erinnern....

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#14 Beitrag von cronos » Freitag 5. Dezember 2014, 11:34

toto66 hat geschrieben:das ich das tue ist doch schon ein alltäglicher Vorgang hier......

Im übrigen möchte ich dich bezüglich deiner Äusserungen zum Antisemitismus auf dem Maidan noch einmal auf die Äusserungen führender Vertreter der ukrainischen jüdischen Gemeinde in der Ukraine aus jener zeit verweisen. Seltsamerweise kommen die zu ganz anderen Schlüssen als du. Naja, wirklich seltsam ist es nicht. Wahrscheinlich bist du einfach ukrainophob, so das du fortwährend ein Volk und seine gewählten Vertreter in einem Ausmass verunglimpfst, beschimpfst und beleidigst das, wären jene gewählten Verteter oder jenes Volk schlicht User in diesem Forum du schon lange hier ein gewesenes Mitglied wärest.
Was übrigens mein Gerechtigkeitsgefühl nachhaltig stört, denn ich habe null Verständnis dafür, das Dreckschleudern wie du einen gewissen Artenschutz geniessen und sich dafür an ganzen Volksgruppen in einer Art abarbeiten können die in Deutschland bei Deutschen uU sogar strafrechtliche Konsequenzen hätte. Ich möchte nur an deine Äusserung von den "ethnisch sauberen Gebieten" erinnern....

1.) und wieder click

2.) "ethnisch saubere Gebiete" da habe ich nur eine entsprechende Forderung Jasenjuks übernommen, der davon sprach, dass man in der Ukraine nur Ukrainer und keine Russen haben
wolle.

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#15 Beitrag von Malcolmix » Freitag 5. Dezember 2014, 11:45

cronos hat geschrieben:2.) "ethnisch saubere Gebiete" da habe ich nur eine entsprechende Forderung Jasenjuks übernommen, der davon sprach, dass man in der Ukraine nur Ukrainer und keine Russen haben
wolle.
Nö. Das haben Sie nicht von Jazeniuk übernommen. Sie drehen ihre Worte aber auch so, wie Sie es selbst gerne haben wollen...

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#16 Beitrag von cronos » Freitag 5. Dezember 2014, 12:40

Malcolmix hat geschrieben:
cronos hat geschrieben:2.) "ethnisch saubere Gebiete" da habe ich nur eine entsprechende Forderung Jasenjuks übernommen, der davon sprach, dass man in der Ukraine nur Ukrainer und keine Russen haben
wolle.
Nö. Das haben Sie nicht von Jazeniuk übernommen. Sie drehen ihre Worte aber auch so, wie Sie es selbst gerne haben wollen...
Jasenjuk sprach davon: .... nach Möglichkeit.... usw.
Aber das ist für Dich ja dann ein gravierender Unterschied.....

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#17 Beitrag von toto66 » Freitag 5. Dezember 2014, 13:36

ich finde ja "Dreckschleuder" noch sehr beschönigend....

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Re: Der zweite Mann im Staate: Wladimir Groisman zum Parlamentspräsidenten gewählt

#18 Beitrag von Sonnenblume » Freitag 5. Dezember 2014, 16:54

toto66 hat geschrieben:ich finde ja "Dreckschleuder" noch sehr beschönigend....
Ich hätte ihn wahrscheinlich Verleumder und Beleidiger genannt.

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